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Mordfall Charlotte Böhringer

20.621 Beiträge, Schlüsselwörter: Benedikt, Bence, Parkautomat, Parkgarage, Böhringer
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

12.05.2019 um 12:00
Andante schrieb:Im Klartext also: Der genaue Wortlaut dieses letzten Testaments kennt keiner der Diskutanten. BTs Anwalt behauptet, dass es dort keine Verknüpfung zwischen Erbe und abgeschlossenem Studium und Referendariat gebe. Nachprüfbar ist diese Behauptung aber nicht.

Gehen wir davon aus, dass es doch eine solche Verknüpfung gibt umd das BT sie kannte, ergibt dies ein veritables Tatmotiv.
Unterstellst du dem Anwalt jetzt, das er vor Gericht falsche Angaben gemacht hat? Das finde ich ziemlich schlimm, denn nachprüfbar ist alles, was der Anwalt über den Inhalt des Testaments geäussert hat durchaus. Die Testamente liegen vor und es handelt sich bei deren Inhalten dabei nicht nur um Gedankenspiele und Annahmen. An diesem Punkt kann man nicht sagen: Da hat der Zeuge sich geirrt oder da hat ihn seine Erinnerung getäuscht etc. etc.. Die Texte der vorgegefundenen Testamente testamentieren den letzten Willen der Charlotte Böhringer schwarz auf weiss,stellen also eines der wenigen wirklich real vorhanden Beweismittel in dem Fall dar. So stellt es sich mir zumindest dar. Ich habe von diesen Inhalten erst erfahren, als die Auszüge aus den Testamenten hier bei Wiki veröffentlicht wurden. Aus dem Gerichtsurteil geht nicht viel über deren Inhalt hervor, ausser dass BEnce Toth und zwei weitere Personen sich das Erbe teilen sollten, und Bence Toth das Parkhaus erben sollte. Die meiner Ansicht nach wirklich wichtigen Inhalte der Testamente, in Bezug auf die Annahmen des Gerichtes, wurden nie erwähnt.


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12.05.2019 um 12:01
Andante schrieb:Trotzdem bleibt die Frage, warum laut Vater BT zu Tante gesagt haben soll, dass er sein Studium unterbreche, wenn BT doch angeblich das Studium bereits beendet hatte und vorgeblich schon Beamter war.
Auch mich wirkt der Vater aber auch nicht unbedingt wie ein Sprachgigant und scheint in der deutschen Sprache auch nicht unbedingt absolut Zuhause zu sein. Ließe sich aber sich klären, was er damit gemeint hat.
BoobSinclar schrieb:Der Streit mit Schlüsselentzug war der letzte Kontakt von BT mit Böhringer. Das würde ich nicht gerade als Hemmnis werten wollen.
Das wäre die Frage, ob dieser Streit der Auslöser war, sich über die Tathemmnisse hinwegzusetzen. Das behauptet die Kammer aber nicht. Tatsächlich macht sich hierzu - rechtsfehlerhaft - überhaupt keine Ausführungen.
Andante schrieb:Wieso „unbestreitbar“? Magst du eine Fundstelle zitieren, wo der genaue Wortlaut dieses letzten Testaments nachzulesen ist?
Das kannst Du im Wiederaufnahmeantrag I finden (Internetseite, Themen-Wiki). Wurde ein paar Posts weiter oben auch bereits zitiert.
Falstaff schrieb:Weil er mit seiner Lügenstory am Ende der Fahnenstange angelangt war. Aufgrund diverser Entwicklungen, musste er damit rechnen dass die Studienlüge demnächst entlarvt würde. Er hatte sich bereits zum zweiten Staatsexamen gelogen und musste daher damit rechnen, dass sein Umfeld demnächst einen Abschluss erwartete. Folgerichtig hat sich die Tante ja just zu dieser Zeit auch - wohlgemerkt indirekt - nach dem Verlauf des Studiums erkundigt. Weiterhin drohte aufgrund der Sozialversicherungsfragen in absehbarer Zeit die Entlarvung.
Ja, und? So eine Ernennungsurkunde hätte sich doch zur Not auch noch fälschen lassen? Oder er hätte doch behaupten können, beim Stex 2 durchgefallen zu sein? Damit hätte er zumindest wieder Zeit gewonnen ... Woraus konkret ergibt sich denn, dass die Lüge zum Tatzeitpunkt wirklich kurz vor dem Auffliegen stand?


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12.05.2019 um 12:04
cassandra71 schrieb:Ein Beamter mit Nebenjob ist in diesem Nebenjob genauso sozialversicherungspflichtig, wie jeder andere Arbeitnehmer...und das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ausgenommen ist die KV.
Wegen der KV glaube ich auch, dass BT der Tante vorgeschwindelt hat, Beamter/Referendar und als solcher im Nebenjob (Parkhaus) nicht gesetzlich krankenversicherungspflichtig zu sein.

Im guten Glauben daran hat die Tante ihn folglich auch nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung angemeldet, weil sie dachte, dass BT ja Beamter und als solcher privat krankenversichert mit Anspruch auf Beihilfe ist.

BT musste sich also dann, um überhaupt kv-versichert zu sein, zu exorbitanten Beiträgen selber komplett privat versichern.


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12.05.2019 um 12:10
abberlineF schrieb:Ja, und? So eine Ernennungsurkunde hätte sich doch zur Not auch noch fälschen lassen?
Du meinst, die Fälschung der Urkunde über ein bestandenes 2. Staatsexamen?

Diese Fälschung wäre spätestens dann aufgefallen, wenn BT seine Zulassung zur Rechtsanwaltschaft beantragt hätte. Die Landesjustizprüfungsämter führen schon genau Buch darüber, welche Kandidaten das erste und das zweite Staatsexamen bestanden haben.


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12.05.2019 um 12:11
Andante schrieb:Im guten Glauben daran hat die Tante ihn folglich auch nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung angemeldet, weil sie dachte, dass BT ja Beamter und als solcher privat krankenversichert mit Anspruch auf Beihilfe ist.
War das so? Könntest du bitte noch einmal die Texte verlinken aus denen hervorgeht, wann die Abmeldung aus der Krankenversicherung erfolgte? Wenn Bence Toth zuvor mit seiner Tante über sein Scheitern im Studium geredet hätte ( wie er selber angibt), dann hätte sie an diesem Punkt eigentlich Einhalt gebieten müssen , sprich den Steuerberater anweisen müssen, die Sache noch einmal zu überprüfen und Abstand von der Abmeldung zu nehmen. Sie kann kein Interesse daran gehabt haben, einen Angestellten ohne gültige Krankenversicherung in ihrem Betrieb zu beschäftigen, auch dann nicht oder gerade dann nicht, wenn es sich um den Sohn ihrer Schwester handelte. Daher wären hier die Quellen für das Gesagte sehr wichtig.


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12.05.2019 um 12:14
meermin schrieb:Wenn Bence Toth zuvor mit seiner Tante über sein Scheitern im Studium geredet hätte
Das hat er offenbar nicht, denn er hat ja nachweislich seinen Studienabschluss, also das Bestehen des ersten Staatsexamens, mit großem Brimborium im Parkhaus gefeiert.

Wieso sprichst du da davon, dass er mit der Tante über sein Scheitern im Studium gesprochen haben soll? Das Gegenteil ergibt sich doch aus der „Examensfeier“.


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12.05.2019 um 12:15
Andante schrieb:Du meinst, die Fälschung der Urkunde über ein bestandenes 2. Staatsexamen?

Diese Fälschung wäre spätestens dann aufgefallen, wenn BT seine Zulassung zur Rechtsanwaltschaft beantragt hätte. Dir Landesjustizprüfungsämter führen schon genau Buch darüber, welche Kandidaten das erste und das zweite Staatsexamen bestanden haben.
Schon. Aber die Zulassung hätte er ja gar nicht beantragen müssen? Jedenfalls nicht unmittelbar. Er hätte doch sagen können, dass er jetzt erst mal Pause machen und erst mal Pause von der Juristerei machen wolle? Oder auf Weltreise gehen ... oder ... oder.... oder eben durchfallen. Tante erschlagen ist aus den ganzen Möglichkeiten nur eine Option, die aus meiner Sicht in keiner Weise so zwingend ist, wie es das Urteil versucht zu suggerieren.
Andante schrieb:BT musste sich also dann, um überhaupt kv-versichert zu sein, zu exorbitanten Beiträgen selber komplett privat versichern.
Spannender Punkt, der sich sogar nachprüfen ließe. Wie war BT zum Tatzeitpunkt krankenversichert ...
Andante schrieb:Wieso sprichst du da davon, dass er mit der Tante über sein Scheitern im Studium gesprochen haben soll? Das Gegenteil ergibt sich doch aus der „Examensfeier“.
Später habe er sich doch nach eigenen Angaben der Tante offenbart ..


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12.05.2019 um 12:18
abberlineF schrieb:Spannender Punkt, der sich sogar nachprüfen ließe. Wie war BT zum Tatzeitpunkt krankenversichert ...
War er. Im Urteil steht sogar, wieviel er monatlich selbst für seine KV berappt hat.
abberlineF schrieb:Später habe er sich doch nach eigenen Angaben der Tante offenbart ..
Das kann dann aber nur nach der Examenslüge gewesen sein. BT wäre also dann zur Tante gegangen und hätte ihr gestanden, dass das Bestehen des 1. Staatsexamens eine Lüge und die Feier ein einziger Schwindel war. Und Tantchen hat ihn dann in Gnaden aufgenommen.....


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12.05.2019 um 12:21
Andante schrieb:Das kann dann aber nur nach der Examenslüge gewesen sein. BT wäre also dann zur Tante gegangen und hätte ihr gestanden, dass das Bestehen des 1. Staatsexamens eine Lüge und die Feier ein einziger Schwindel war. Und Tantchen hat ihn dann in Gnaden aufgenommen.....
Die CB schickt sicherlich nicht kurz vor ihrem Tod noch den Geschäftsführer zu Bence T. um nach dem Stand des Studium zu fragen, wenn Bence T. ihr genau gesagt hätte, wie der Stand ist. Aber das wurde hier gefühlte 1000 Mal schon diskutiert. Völlig irrationale Diskussion hier. :-)


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12.05.2019 um 12:23
Andante schrieb:War er. Im Urteil steht sogar, wieviel er monatlich selbst für seine KV berappt hat
Wieviel war das? Könntest du bitte eine Quelle dazu angeben? Und bist du sicher, dass es sich nicht um die studentische Krankenversicherungsbeiträge handelt bzw. um den Arbeitnehmeranteil der gesetzlichen Krankenversicherung für Arbeitnehmer?


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12.05.2019 um 12:25
Mark_Smith schrieb:Die CB schickt sicherlich nicht kurz vor ihrem Tod noch den Geschäftsführer zu Bence T. um nach dem Stand des Studium zu fragen, wenn Bence T. ihr genau gesagt hätte, wie der Stand ist. Aber das wurde hier gefühlte 1000 Mal schon diskutiert. Völlig irrationale Diskussion hier. :-)
Gerade diese Bitte um Nachfragen hätte aber Sinn gemacht, wenn Frau Böhringer sich nicht sicher war, wenn Bence ihr also erzählt hätte, sein Studium abgebrochen zu haben. Gerade dann wäre eine Abklärung wichtig gewesen für sie als Chefin und Betriebsinhaberin.


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12.05.2019 um 12:27
meermin schrieb:Gerade diese Bitte um Nachfragen hätte aber Sinn gemacht, wenn Frau Böhringer sich nicht sicher war, wenn Bence ihr also erzählt hätte, sein Studium abgebrochen zu haben. Gerade dann wäre eine Abklärung wichtig gewesen für sie als Chefin und Betriebsinhaberin.
Häää, das muss ich aber jetzt nicht verstehen - oder? Sie wurde also von Bence T. darüber informiert, dass er das Studium abgebrochen hat und nun ist sie sich doch nicht sicher, ob dem wirklich so ist und dann schickt sie den Geschäftsführer zu ihm, um sich das noch durch den Geschäftsführer bestätigen zu lassen? Ähmmm, sorry, diese Logik kann zumindest ich nicht mehr nachvollziehen. :-)


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12.05.2019 um 12:30
@Mark_Smith

Es kann nicht mehr um den Stand des Studiums gegangen sein, denn dessen angeblicher Abschluss war ja längst „gefeiert“. Es muss um den Stand des Referendariats gegangen sein.

Die KV-Geschichte passt dazu. Die Tante glaubte, dass der brave Neffe bereits Referendar/Beamter war und vom Staat ein Referendarsgehalt bezog. Sie glaubte weiterhin, dass BT als Beamter nach den dortigen Regeln KV-versichert war, so dass sie ihn selber nicht in der GKV anmelden musste.

Folglich meldete sie ihn eben in der GKV nicht an bzw. von dort ab (völlig gesetzeskonform, wenn BT denn Beamter gewesen wäre) und zahlte ihm nur ein nicht üppiges Nettogehalt (weil sie dachte, dass er ja zusätzlich seine Referendarbesoldung hat).

Blöd war nur, dass BT aber außer dem kargen Nettogehalt von der Tante gar kein Referendarsgehalt bezog und keine KV als Beamter hatte. Vom wenigen Netto musste er also auch noch kräftig für eine private KV abdrücken.

Dass er da furchtbare Geldnöte hatte und ständig klamm war, ist klar.


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12.05.2019 um 12:31
Andante schrieb:Es kann nicht mehr um den Stand des Studiums gegangen sein, denn dessen angeblicher Abschluss war ja längst „gefeiert“. Es muss um den Stand des Referendariats gegangen sein.
Das mag ja sein, ich bitte aber dennoch um eine eindeutige Quellenangabe und die hast du in diesem Fall noch nicht geliefert.


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12.05.2019 um 12:44
Andante schrieb:War er. Im Urteil steht sogar, wieviel er monatlich selbst für seine KV berappt hat.
Das kann aber doch nicht sein? Im Urteil steht, er habe "100 €" für die KV bezahlt. Damit kann aber doch nur der studentische Beitrag zur KV gemeint sein?
Andante schrieb:Vom wenigen Netto musste er also auch noch kräftig für eine private KV abdrücken.
Dazu findet sich aber im Urteil - von dem genannten Betrag von 100 Euro - nichts?
Andante schrieb:Dass er da furchtbare Geldnöte hatte und ständig klamm war, ist klar.
Nee, die hatte er eben gerade nicht. Das wird auch nicht dadurch wahrer, dass man es ständig wiederholt und nuancierende Adjektive wie "furchtbar" einfügt. Offenbar war es im Haushalt T/Sch ohne weiteres möglich den Fehlbetrag von 1000 Euro für die Parkautomaten zu ersetzen. Spricht eindeutig gegen "furchtbare Geldnöte".


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12.05.2019 um 12:48
meermin schrieb:War das so? Könntest du bitte noch einmal die Texte verlinken aus denen hervorgeht, wann die Abmeldung aus der Krankenversicherung erfolgte?
Ich vermute, dass die Abmeldung bei der GKV erfolgte, sobald BT der Tante mitgeteilt hatte, dass er jetzt Referendar/Beamter sei. Jedenfalls zahlte BT laut Urteil monatlich selbst eine PKV. Das hätte er sich sparen können, wenn er über den Job bei der Tante GKV-versichert gewesen wäre.

Ob BT überhaupt je übet den Job bei der Tante, also noch als angeblicher Student, GKV-versichert war und nicht etwa, wie bei Studenten durchaus üblich über seine Eltern, wissen wir übrigens nicht.


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