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Mordfall Charlotte Böhringer

29.968 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, München, 2006 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

17.02.2026 um 16:16
@emz

Ich denke, @Origines hat es jetzt treffend dargestellt, wie das angeblich zu verstehen ist. Ich persönlich kann selbst bei dieser gerichtlichen Feststellung durchaus sagen, das er höchstwahrscheinlich nicht schuldunfähig war, so wie die meisten.

Aber das ist in Wirklichkeit eine Nebensache, denn selbst wenn dieses Verschlechterungsverbot nicht gegeben hätte, dann hätte er höchstwahrscheinlich eine Strafe auf Bewährung erhalten.

Dem gegenüber steht die , die jahrelange Unterbringung in der Forensischen. Sie war schweres Unrecht von Seiten der Justiz, die durch mehrere Gerichte rechtswidrig aufrechterhalten wurde. Erst das BVerfG musste ein Machtwort sprechen. Ich persönlich werde das Gefühl nicht los, dass die öffentliche Empörung auf den Beschluss des BVerfG ausgewirkt hatte, was wäre ohne diese in Wirklichkeit berechtigte Empörung geworden? Es wäre kaum das unrechtmäßige Urteil aufgehoben worden, die Justiz hätte sich sehr wahrscheinlich hinter der "Rechtssicherheit" versteckt. Ja hier gab es mal wirklich eine politische Einflussnahme, aber zugunsten des Verurteilten, mit der Folge, dass die Justiz ihre Fehler eingestehen musste.


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Mordfall Charlotte Böhringer

17.02.2026 um 17:01
Zitat von OriginesOrigines schrieb:6. Oberstaatsanwalt Dr. Meindl (O-Ton: "Ein guter Jurist kann jede Meinung vertreten.") stellt den Wiederaufnahmeantrag, angeblich weil eine unechte Urkunde (ein ärztliches Attest) vor dem LG Nürnberg Beweismittel war. Auch ansonsten spart der Antrag nicht mit massiver Kritik am Urteil des LG Nürnberg. Die Wiederaufnahme erfolgt.

7. Nach erfolgreicher Wiederaufnahme dreht sich die Staatsanwaltschaft um 180 Grad: Das Attest sei doch echt. Es sei auf Grundlage von früheren Aussagen seiner Ex-Ehefrau erwiesen, dass er sie geschlagen, getreten und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt habe.
Ergänzung: Die u. g. Schwägerin/Zeugin will die Verletzungen erst 10 Jahre nach ihrer ursprünglichen Aussage bemerkt haben. Und sie war Arzthelferin bei dem Attest-Aussteller.
Vor Gericht berichtete die Schwägerin seiner Ex-Frau, sie habe den Angeklagten als bedrohlich wahrgenommen. Dies steht allerdings im Widerspruch zu ihrer früheren Aussage.
09.07.2014

(…) im Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath hat die Schwägerin seiner Ex-Frau Petra M. Prügelvorwürfe untermauert. Sie habe bei einem Treffen im August 2001 bei Petra M. blaue Flecken am Hals und eine Bissverletzung am Arm gesehen.
(…)
Die Zeugin sagte nun im Wiederaufnahmeverfahren, Petra M. habe sich nach dem Treffen im August 2001 auf ihren Rat hin untersuchen lassen. Bei dem Arzt handelte es sich um den Chef der Zeugin, sie ist Arzthelferin. Er habe dann ein Attest ausgestellt.
Im Mai 2002, kurz nach der Trennung von Gustl Mollath, war Petra M. mit ihrer Schwägerin zu dem Haus gefahren, in der sie mit Gustl Mollath zusammengelebt hatte, um Kleider abzuholen. "Es war eine bedrohliche Situation. Im Hausflur war alles abgedunkelt, und Herr Mollath hat sich bedrohlich vor mir aufgebaut", sagte die Zeugin am Mittwoch. Schließlich hätten beide Frauen aber das Haus verlassen können. Mollath soll zuvor seine damalige Ehefrau für mehr als eine Stunde im Schlafzimmer eingesperrt haben.
Die Aussagen der Zeugin sorgten beim Gericht und vor allem bei der Verteidigung für Unverständnis. Die heute 51-Jährige hatte in ihrer ersten Aussage vor zehn Jahren behauptet, sie habe nichts von Verletzungen gemerkt, und sie habe Gustl Mollath nicht gesehen, als sie die Kleider abholten. "Die damalige Befragung war extrem kurz und oberflächlich", sagte die Zeugin nun. Sie sei sich ihrer Aussage sicher. Mollaths Verteidigung stellte die Glaubwürdigkeit der Zeugenaussage in Frage.
Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/mollath-prozess-zeugin-schildert-blaue-flecken-und-bissabdruck-a-980140.html


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Mordfall Charlotte Böhringer

17.02.2026 um 17:02
Kommt bitte zurück zum Thema. Wenn ihr den Fall Mollath diskutieren möchtet, dann könnt ihr das hier in dem Thread machen. Danke!

Der Fall Gustl Mollath


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Mordfall Charlotte Böhringer

gestern um 17:27
Die Doku Der Parkhausmord ist jetzt in der ZDF Mediathek verfügbar.
Die True-Crime-Doku beleuchtet den spektakulären Fall des Münchner Parkhausmordes nach aktuellen Erkenntnissen. Fachliche Expertise liefern unter anderem Verteidiger, Kriminalisten und Gerichtsreporte. Benedikt Toth kämpft bis heute für die Aufklärung des Falls.
Quelle: https://www.zdf.de/video/dokus/zdfinfo-taeterjagd-in-deutschland--100/zdfinfo-taeterjagd-in-deutschland-der-parkhausmord-100?at_medium=StreamingGuide&at_campaign=FERNSEHSERIENde


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Mordfall Charlotte Böhringer

gestern um 18:48
Benedikt Toth kämpft bis heute für die Aufklärung des Falls.
Quelle: https://www.zdf.de/video/dokus/zdfinfo-taeterjagd-in-deutschland--100/zdfinfo-taeterjagd-in-deutschland-der-parkhausmord-100?at_medium=StreamingGuide&at_campaign=FERNSEHSERIENde

Das ist ein Satz, der mir fast schon das Blut in den Adern gefrieren lässt: Hat es das selbsternannte Qualitätsmedium ZDF, oder Herr Toth nicht mitbekommen haben: Durch Überführung und Verurteilung des Mörders Benedikt Toth ist der Fall aufgeklärt.


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Mordfall Charlotte Böhringer

gestern um 19:15
@1cast
Vielen Danke für den Hinweis.

@Gast_01
Was ereiferst du dich so? Ich möchte auch nicht hoch auf seine Unschuld wetten müssen und muss es auch nicht.
Aber er darf sie beteuern und da wir tatsächlich in einem immer noch einigermaßen freien Land leben, darf sich jeder informieren und sein eigenes Urteil bilden.
Das rechtskräftige Urteil ist nicht dafür da, dieses Recht zu annulieren.
Wenn wir weiterhin in einem freien Land leben wollen, dann müssen wir auch andere Meinungen aushalten können.
Just my 2cents.


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Mordfall Charlotte Böhringer

gestern um 19:17
Zitat von Covid-19aCovid-19a schrieb:Was ereiferst du dich so? Ich möchte auch nicht hoch auf seine Unschuld wetten müssen und muss es auch nicht.
Ich ereifere mich nicht. Ich habe lediglich festgestellt, dass der Fall geklärt ist. Herr T. kämpft nicht-wie in der Intro geschrieben- um die Klärung, sondern um die Wiederaufnahme.


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Mordfall Charlotte Böhringer

gestern um 20:41
Zitat von 1cast1cast schrieb:Die Doku Der Parkhausmord ist jetzt in der ZDF Mediathek verfügbar.
Nachdem ich mir die langatmigen 90 Minuten einer weiteren Pro-Bence-Doku angetan und das ziemlich bereut habe:

Nichts Neues im Universum des Bence Toth. Die Dokumentation krankt schon daran, dass sie sehr einseitig ist. Das will ich den Machern gar nicht zum Vorwurf machen, Interview-Partner waren fast ausschließlich Freunde und Unterstützer, lauter honorige, gebildete, wohlhabende Münchner. Bei Christian Ude kann man in Ansätzen die Motivation nachvollziehen, warum er sich in diesem Fall engagiert.

Die bayerische Justiz und Polizei war zu keiner Stellungnahme bereit. Klar, das Wiederaufnahmeverfahren läuft ja noch. Nur Gisela Friedrichsen (Spiegel) hielt dagegen, konnte aber natürlich nicht die Argumente "Pro Bence" im Detail widerlegen. Diese Argumente sind die altbekannten, die eigentlich schon seit dem Prozess 2008 von der Verteidigung vertreten werden. Zusammengefasst dürfte es eigentlich keine Verurteilungen "ohne Beweise", also alleine auf Grundlage von Indizien geben. Im Einzelnen argumentiert die Verteidigung einseitig, aber das ist ihr Job.

Hinzu kommt dann noch Axel Petermann und die wissenschaftliche Analyse der Blutspuren. Hier sehe ich tatsächlich einen Schwachpunkt des Urteils, der dort geschilderte Tathergang ist nicht überzeugend.

Garniert wird das mit dem Hauptdarsteller Bence Toth, der als Leiden Christi auftritt, mit zerknautschtem Gesicht, pastoralem Duktus und sehr viel Larmoyanz. Wer das mag, bitte, hier in Nahaufnahme und HD.

Ich glaube ihm ja, dass er leidet, aber ich glaube ihm nicht, dass er seine Tante nicht getötet hat. Das ist ihm natürlich egal, Hauptsache ist, dass er sich selbst glaubt. Und das glaube ich ihm wieder. Wie genau die Tatumstände auch immer waren, für mich ist eine Tötung in einem Zustand der Abspaltung (Derealisierung/-personalisierung/Dissoziation), ggf. auch spontan, ohne Vorplanung möglich. Darauf komme ich, weil er auch immer so betont, "nicht der Mörder" seiner Tante zu sein.


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Mordfall Charlotte Böhringer

gestern um 21:17
Im Moment bin ich erst bei gut der Hälfte, aber jetzt sind mir die Augen zugefalen.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nur Gisela Friedrichsen (Spiegel) hielt dagegen, konnte aber natürlich nicht die Argumente "Pro Bence" im Detail widerlegen. Diese Argumente sind die altbekannten, die eigentlich schon seit dem Prozess 2008 von der Verteidigung vertreten werden.
Was hätte sie denn widerlegen sollen, ist alles schon zigmal gesagt, sie hat das Urteil ebenfalls schon zigmal gelesen. Immerhin, Petermann hat einen neuen Haarschnitt ...


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gestern um 22:06
Zitat von emzemz schrieb:Immerhin, Petermann hat einen neuen Haarschnitt ...
Aber für einen neuen Mantel hat es immer noch nicht gereicht. Das ist immer noch derselbe usselige beige Trenchcoat.


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Mordfall Charlotte Böhringer

gestern um 22:43
Die Reportagen nerven mich, weil sie einfach alle unvollständig über Indizien berichten.
Allerdings könnte sich Bence auch mal verquatschen.
Immerhin hat er bereits mitgeteilt, dass der Mord an der Haustür nicht so ausgeführt wurde, wie es im Urteil steht.


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gestern um 23:04
Oh bitte nein, das ist derartig billig, ich fasse es nicht.

Es geht um die Zeitungen.

Bei ca. 1:11:10 Beginnt Dr. Arnemann zu sprechen und BT endet mit:
"Die Zeitungen, die bei mir gefunden wurden, die haben gefehlt, bei uns aus dem Ständer"

Soll ich es mal aus dem Urteil rauskopieren? Da ist wasserdicht aufgeführt, warum nur er die an der Tür befindlichen Zeitungen weggenommen haben kann, die dann bei ihm zuhause gefunden wurden und dass das keine anderen Zeitungen aus dem Shop waren, wie er sagt, und er die auch nicht in einem anderen Laden wegen der Stadtteilbeilage gekauft haben kann.

Kennen die ihr Urteil nicht? Wollen die alle Zeugen der Falschaussage bezichtigen, oder halten die die Zuschauer für komplett bescheuert?
Derartige dummdreiste Lügen, schämen die sich nicht?


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Mordfall Charlotte Böhringer

gestern um 23:07
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber für einen neuen Mantel hat es immer noch nicht gereicht. Das ist immer noch derselbe usselige beige Trenchcoat.
Er meint halt, er könnte es Columbo gleich tun :D


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Mordfall Charlotte Böhringer

gestern um 23:54
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Hinzu kommt dann noch Axel Petermann und die wissenschaftliche Analyse der Blutspuren. Hier sehe ich tatsächlich einen Schwachpunkt des Urteils, der dort geschilderte Tathergang ist nicht überzeugend.
Warum nicht?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die bayerische Justiz und Polizei war zu keiner Stellungnahme bereit.
Die entscheidende Stellungnahme der bayerischen Justiz ist ohnehin das Urteil.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nichts Neues im Universum des Bence Toth. Die Dokumentation krankt schon daran, dass sie sehr einseitig ist. Das will ich den Machern gar nicht zum Vorwurf machen, Interview-Partner waren fast ausschließlich Freunde und Unterstützer, lauter honorige, gebildete, wohlhabende Münchner. Bei Christian Ude kann man in Ansätzen die Motivation nachvollziehen, warum er sich in diesem Fall engagiert.
Warum kann man es bei Ude nachvollziehen?

Mir ist noch nie klar geworden, warum sich abgesehen von seinen Freunden und der Familie überhaupt jemand für ihn einsetzt. Die Sache ist ja nicht einmal „knapp“. Im Gegenteil, in fast keinem anderen Fall gibt es so viele und so starke und eindeutige Indizien wie hier. Aus True Crime Sicht ist der Fall deshalb sogar ziemlich langweilig und wäre längst in Vergessenheit geraten, wenn nicht immer wieder laut gepoltert würde.


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Mordfall Charlotte Böhringer

um 06:00
Diese Doku ist ja wirklich reiner Schrott, sogar an der Grenze zur Desinformation. Bin etwas geschockt, dass sowas im ÖRR unterkommen kann. Friedrichsen hat man ja nicht mal ausreden lassen, sondern gleich ausgeblendet, bevor sie einen kritischen Punkt nennen konnte. Von allen anderen kam eigentlich nur heiße Luft.


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Mordfall Charlotte Böhringer

um 10:31
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Warum nicht?
Die Annahmen des Gerichts, wie die Tat konkret abgelaufen ist, inklusive des Wartens vor der Türe auf die Tante, der angeblichen Vermummung und der Handschuhe, dann des Hineindrängens des Opfers in den Flur, sind auf "Heimtücke" geeicht, haben aber meiner Ansicht nach nicht wirklich eine Tatsachengrundlage. Das Gericht schildert einen möglichen Tatablauf, den es sich zu eigen macht, den ich aber für nicht so wahrscheinlich halte.

So hätte diesem Szenario zufolge T. - für jedermann auf dem Stockwerk sichtbar - vermummt vor der Türe warten müssen, bis seine Tante herauskommt. Wann das wäre, hätte er nur grob abschätzen können. Das hört sich nicht nach einem guten Plan an. Und warum die Vermummung? Um die Gegenwehr des Opfers zu provozieren? Für mich hat die Tat immer den Anschein einer eher spontanen Tat gemacht, die von der Wohnung aus erfolgt ist. Die Blutspritzer scheinen das ja zu bestätigen.
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Warum kann man es bei Ude nachvollziehen?
Weil er Politiker ist. Ihm geht es eigentlich darum, dass sich die bayerische Justiz beharrlich weigert, Wiederaufnahmen zuzulassen. Allerdings hat er sich für Gendetzki meines Wissens nach nicht eingesetzt. Also ist das zweite Motiv, dass es eine Tat in den höheren Kreisen Münchens ist.
Zitat von kegelschnittkegelschnitt schrieb:Bin etwas geschockt, dass sowas im ÖRR unterkommen kann.
Die Doku war wohl von Sky produziert und konnte vermutlich vom ZDF günstig eingekauft werden. Dabei muss man bedenken, dass die Verantwortlichen vom Fall auch keine große Ahnung haben. Und unseriös ist die Doku ja nicht, auch nicht reißerisch oder hochspekulativ, sondern bedächtig-langweilig. Mit vielen sonoren Stimmen. Und halt ziemlich einseitig.


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Mordfall Charlotte Böhringer

um 11:04
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Annahmen des Gerichts, wie die Tat konkret abgelaufen ist, inklusive des Wartens vor der Türe auf die Tante, der angeblichen Vermummung und der Handschuhe, dann des Hineindrängens des Opfers in den Flur, sind auf "Heimtücke" geeicht, haben aber meiner Ansicht nach nicht wirklich eine Tatsachengrundlage. Das Gericht schildert einen möglichen Tatablauf, den es sich zu eigen macht, den ich aber für nicht so wahrscheinlich halte.

So hätte diesem Szenario zufolge T. - für jedermann auf dem Stockwerk sichtbar - vermummt vor der Türe warten müssen, bis seine Tante herauskommt. Wann das wäre, hätte er nur grob abschätzen können. Das hört sich nicht nach einem guten Plan an. Und warum die Vermummung? Um die Gegenwehr des Opfers zu provozieren? Für mich hat die Tat immer den Anschein einer eher spontanen Tat gemacht, die von der Wohnung aus erfolgt ist. Die Blutspritzer scheinen das ja zu bestätigen.
Frage, woher kommt das mit der Vermummung?
Davon höre ich das erste Mal.

Auf dem Stockwerk ging es zu den Dauerparkern, dort stand auch sein Auto.
Da war sowieso nicht vom großen Männleinlaufen auszugehen.

Zeit nur grob einschätzen? Wie kommst du darauf?
Sie ging jeden Montag um 19.00 Uhr los zu ihrem Stammtisch.


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Mordfall Charlotte Böhringer

um 11:35
Zitat von emzemz schrieb:Frage, woher kommt das mit der Vermummung?
So wurde es gestern in der Doku behauptet.

Auch wenn es auf dem Parkdeck vorrangig Dauerparker gab, gab es ja auch Personen wie die Freundin von Charlotte Böhringer, die dort parkte. Und der vor der Türe wartende Täter war natürlich trotzdem auf dem Präsentierteller. Mit Handschuhen und Hammer. Dem Risiko hätte ich mich nie und nimmer ausgesetzt, wenn es ein Leichtes gewesen wäre, in die Wohnung zu kommen. "Tante, ich weiß, Du musst los, nur ganz kurz wegen..."

Und es gibt halt jetzt keine tatsächlichen Anhaltspunkte für eine so wie vom Gericht angenommene geplante Tat. Und mein Eindruck als Laie deckt sich mit dem des Blutspurenprofessors, der meint, Täter und Opfer seien die Treppe hinunter gegangen, als der Angriff erfolgte. Selbstredend schließt das T. nicht aus, sondern macht ihn als Täter sogar wahrscheinlicher. Denn vor die Türe kann sich auch ein Fremder auf die Lauer legen.
Zitat von emzemz schrieb:Sie ging jeden Montag um 19.00 Uhr los zu ihrem Stammtisch.
Auf die Minute/Sekunde genau? Um 18:59.59 Uhr oder um 19:00,01 Uhr? Oder um 18:55 Uhr oder um 19:05 Uhr?

Also ich würde auch bei pünktlichen Menschen, zumal ein Stammtisch nicht absolut pünktliches Erscheinen erfordert, immer 10 bis 15 Minuten einkalkulieren. Mit dem Auto sogar mehr, weil der Verkehr recht dicht ist. So lange hätte der Täter bzw. T. vor der Türe warten müssen. Mit entsprechend Vorlauf, damit er sie nicht verpasst. In Lauerstellung. Denn wenn sich die Türe öffnete, musste er sofort handeln.

Kurz und gut: Für mich nicht überzeugend.


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Mordfall Charlotte Böhringer

um 14:18
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Auf die Minute/Sekunde genau? Um 18:59.59 Uhr oder um 19:00,01 Uhr? Oder um 18:55 Uhr oder um 19:05 Uhr?

Also ich würde auch bei pünktlichen Menschen, zumal ein Stammtisch nicht absolut pünktliches Erscheinen erfordert, immer 10 bis 15 Minuten einkalkulieren. Mit dem Auto sogar mehr, weil der Verkehr recht dicht ist. So lange hätte der Täter bzw. T. vor der Türe warten müssen. Mit entsprechend Vorlauf, damit er sie nicht verpasst. In Lauerstellung. Denn wenn sich die Türe öffnete, musste er sofort handeln.

Kurz und gut: Für mich nicht überzeugend.
Wie kindisch ist das denn, auf Sekunden abzustellen.
Vom Parkhaus zum Paulaner sind es zu Fuß keine zehn Minuten, wie uns Google verrät. Dass sie da nicht mit ihrem Auto gefahren ist, bedarf hoffentlich keiner näheren Begründung.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:wenn es ein Leichtes gewesen wäre, in die Wohnung zu kommen. "Tante, ich weiß, Du musst los, nur ganz kurz wegen..."
Da war aber nichts mit nur ganz kurz. BT hatte Hausverbot.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Auch wenn es auf dem Parkdeck vorrangig Dauerparker gab, gab es ja auch Personen wie die Freundin von Charlotte Böhringer, die dort parkte.
Da steht Dauerparker, kann man lesen. Wo die Freundin parkte, keine Ahnung, steht nichts im Urteil. BT hatte auf jeden Fall immer einen Grund, diesen Gang entlangzulaufen, um zu seinem Auto zu kommen, da wäre eine Vermummung doch eher kontraproduktiv.

Wie kommt man denn in der Doku darauf, dass BT vermummt gewesen sein soll, wer sagt denn das?
Ich zitiere mal aus dem im Wiki stehenden Urteil, da steht nichts dergleichen:
In Verfolgung seiner Tötungsabsicht begab sich der Angeklagte am 15.05.06 zu einem nicht mehr genau feststellbaren Zeitpunkt, vermutlich noch vor 19.00 Uhr, zum Eingang der Wohnung seiner Tante, die sich im 4. Stock der Parkgarage im Anwesen Baaderstrasse 6 in München befindet. Er wusste aufgrund der Kenntnis ihrer Gewohnheiten, dass Charlotte Böhringer um etwa 19.00 Uhr ihre Wohnung verlassen würde, um, was sie montags regelmässig zu tun pflegte, einen Stammtisch in der Gaststätte … aufzusuchen. Er wartete mit Handschuhen an den Händen und einem teils scharfkantigen Gegenstände, vermutlich einem Werkzeug, dessen Aussehen nicht näher bekannt ist, vor der Wohnungstür im 4. Obergeschoss, um augenblicklich beim Öffnen der Türe durch seine Tante auf deren Kopf einzuschlagen, um sie zu töten.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:
Zitat von emzemz schrieb:Frage, woher kommt das mit der Vermummung?
So wurde es gestern in der Doku behauptet.
Ich denke, das möchtest du sicher noch präzisieren, wer das behauptete.


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Mordfall Charlotte Böhringer

um 16:04
Zitat von emzemz schrieb:Ich denke, das möchtest du sicher noch präzisieren, wer das behauptete.
BT bei etwa 1h26 im Video.


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