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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

12.150 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungeklärt, Feuer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

15.03.2021 um 22:19
Zitat von febfeb schrieb:Dann würde sie ihn gleichwohl über Interpol/ Europol ausschreiben. Wenn er dann 'mal in Spanien oder Griechenland oder (you name it) mit einer Flugreise Urlaub macht, wäre er fällig
Dies wäre in der Tat anzunehmen, wenn nicht die Aufnahme eines Ausländers (insbesondere wenn es sich um einen Russen handelt) auf eine internationale Ermittlungsliste die Beziehungen zwischen Ländern manchmal in Gefahr bringen kann und dies daher dann die polizeilichen Ermittlungen beeinflussen könnte.

Ich sage nicht, dass dies der Fall ist, aber es kann eine Erklärung dafür sein, dass die Polizei so handelt.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

15.03.2021 um 22:37
Zitat von KarelKarel schrieb:Dies wäre in der Tat anzunehmen, wenn nicht die Aufnahme eines Ausländers (insbesondere wenn es sich um einen Russen handelt) auf eine internationale Ermittlungsliste die Beziehungen zwischen Ländern manchmal in Gefahr bringen kann und dies daher dann die polizeilichen Ermittlungen beeinflussen könnte.

Ich sage nicht, dass dies der Fall ist, aber es kann eine Erklärung dafür sein, dass die Polizei so handelt.
Weil das mit dem Thema Russland und Auslieferung nicht endet (dabei war doch glaublich Russland nur ein Beispiel?), habe ich nachgesehen. Deutschland und Russland sind beide Signatarstaaten des Europäischen Auslieferungsübereinkommens (https://www.coe.int/de/web/conventions/full-list/-/conventions/treaty/024). Freilich, es gibt wechselseitig Vorbehalte (ZB ein Deutscher wird nicht nach Russland ausgeliefert, ein Russe nicht nach Deutschland), die im Einzelfall dann die Auslieferung hemmen. Aber selbst solche Vorbehalte würden niemals die Fahndungsausschreibung über Europol / Interpol hemmen, da man ja nie weiß, wo sich der Gesuchte heute, morgen oder in 10 Jahren befindet.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

16.03.2021 um 02:54
bin auch der Meinung, es wird hier so sein wie im Fall Reusch. Tatverdächtiger zu 99% ermittelt, aber das letzte Puzzleteil fehlt eben um ihn anzuklagen. Dass man komplett im Dunkeln tappt, will ich nicht glauben.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

16.03.2021 um 13:07
Was mich sehr beschäftigt ist folgendes!
Horn schrieb in seinem Buch "sie folgten den Spuren des Taxigastes und ermittelten so den Tatort"! Das heisst doch dass der Taxifahrer mit den Ermittlern zur Ausstiegsstelle des Fahrgastes fuhr und seine Aussage machte. Der erste Zeitungsartikel der den Mord ins Chiemgau brachte erschien am 19.6.97. Bereits 2 Tage vorher erschien der Artikel mit dem angeblichen Tankstop der Langendonks in Altenmarkt. Wie passt das zusammen und wieso ist auf der Phantombildzeichnung das Datum 15.7 vermerkt, also fast einen Monat später!


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

16.03.2021 um 14:22
Zitat von JomikoJomiko schrieb:Der erste Zeitungsartikel der den Mord ins Chiemgau brachte erschien am 19.6.97. B
Hast du eine Quelle dazu? Möglich ist das schon. Laut Themen-Wiki wurde das Hölzl am 18.6. gefunden.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

16.03.2021 um 14:48
Und im Wiki steht ein Artikel vom 27.6 aus der Sz daraus geht hervor dass zu diesem Zeitpunkt vom wahren Tatort noch nichts bekannt war. Das kommt dann auch eher an die DatumsAngabe des Phantombildes.
Wieso wurde dann aber am 17.6 schon von diesem Tankstop berichtet?


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

16.03.2021 um 15:18
Zitat von JomikoJomiko schrieb:Wieso wurde dann aber am 17.6 schon von diesem Tankstop berichtet?
Kannst du den Artikel dazu mal posten?


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

16.03.2021 um 15:41
Über den Tankstop wurde nie wieder berichtet. Falls die wirklich 30 min vor den tödlichen Schüssen beim Tanken gewesen wären, hätte man das mit Sicherheit in XY oder irgendeiner anderen Berichterstattung mal erwähnt. Ich gehe davon aus, dass der Tankwart die Langendonks mit anderen Touristen verwechselt hat und das relativ schnell auch so von den Behörden ermittelt wurde.

Nochmal zu gesicherten Erkenntnissen laut Polizei Oberbayern Süd:
Truus + Harry Langendonk: ermordet 7. Juni 1997, ~18:00 Uhr, am nördlichen Waldrand neben der Bundesstr. 304 bei Litzlwalchen, Gde. Nußdorf / Lkr. Traunstein. Erst gegen 20:00 Uhr fuhren der oder die Täter mit dem Wohnmobil der Opfer vom Tatort weg.
Aufenthalt des Paars vor dem Mord: 6. Juni – Herrenchiemsee (9-11h Bootsanlegesteg), 7. Juni – Marquartstein (12:30-14h Wirtshaus Schlossberg), Siegsdorf (14:30 Telefonzelle/Bahnhofstraße). Anschließend Fahrt nach Litzlwalchen und Rast am Waldrand.
Wer konnte das Ehepaar am Freitag, 6. Juni, od. Samstag, 7. Juni, zusammen mit anderen Personen beobachten? Wer ist möglicherweise selbst mit dem kontaktfreudigen Ehepaar ins Gespräch gekommen?
Quelle: https://www.facebook.com/polizeiOBS/posts/-mord-langendonk-bild-opfer-wohnmobil-tatwaffe-bitte-mithilfe-teilen-truus-harry/1230096493733106/


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.03.2021 um 21:45
Zitat von JomikoJomiko schrieb:Und im Wiki steht ein Artikel vom 27.6 aus der Sz daraus geht hervor dass zu diesem Zeitpunkt vom wahren Tatort noch nichts bekannt war.
Das kann irgendwie nicht sein. Bezüglich Angaben der Tochter waren ihre Eltern im Chiemsee Raum unterwegs. Das kann schon nach 2 - 3 Tagen bekannt gewesen sein. In der Nürnberger Press soll dann ein Artikel erschienen sein, welcher vom Camper Brand in Altenfurt berichtet. Im selben Artikel wird auch berichtet, dass sich die Opfer im Chiemsee Raum Aufgehalten haben. Da erinnert sich der Taxifahrer an seinen Fahrgast welcher sich im Hölzl absetzen lies. Nun galt es noch den wahren Tatort zu finden.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.03.2021 um 21:57
@schluesselbund
Sie wussten dass sie im Chiemgau unterwegs waren aber als Tatort wurde da noch der Waldparkplatz in Nürnberg vermutet, da wo das Womo ausbrannte!


Das Phantombild wurde von beiden Taxifahrern so beschrieben wobei das Datum auf diesem Bild(15.7) wohl vom Tag der Fertigstellung stammt, deshalb gehe ich davon aus dass sich der 2. Taxler erst kurze Zeit vorher meldete und das 2te Phantombild das auch hier bei den Bildern ist vom ersten Taxler stammt.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.03.2021 um 15:48
Zitat von JomikoJomiko schrieb:Sie wussten dass sie im Chiemgau unterwegs waren aber als Tatort wurde da noch der Waldparkplatz in Nürnberg vermutet, da wo das Womo ausbrannte!
Ich gehe mal davon aus, der Taxifahrer zeitnah nach dem erscheinen des Zeitungsartikel in der Nürnberger Presse sich bei der Polizei Meldete. Das könnte schon 6 - 7 Tage nach dem Brand des Campers gewesen sein. Da war also das Hölzl um den 13.6 - 14.6 bekannt.
Naheliegend, dass die Polizei schnell mal davon ausging, dass der Tatort im Chiemgau sein könnte/muss.
Zitat von JomikoJomiko schrieb:Der erste Zeitungsartikel der den Mord ins Chiemgau brachte erschien am 19.6.97.
Nach obiger Einschätzung kann der 19.6. schon hinkommen. Wenn auch etwas spät. Magst du mal die Quell zu diesem Zeitungsartikel einstellen?
Zitat von JomikoJomiko schrieb:Und im Wiki steht ein Artikel vom 27.6 aus der Sz daraus geht hervor dass zu diesem Zeitpunkt vom wahren Tatort noch nichts bekannt war.
Das wäre dann eine Woche später nach dem erscheinen in der Chiemgauer Presse. Halte ich eher nicht für möglich. Angeblich soll ja dieser Waldrand am Hölzl über die Chiemgauer Press bekannt worden sein.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.03.2021 um 19:03
@schluesselbund
Das mit dem zeitnah würde ich auch denken aber wieso braucht die Polizei dann fast einen Monat um ein Phantombild zu erstellen? Ich vermute eher dass sich der Taxler erst kurz vor dem erstellen des Phantombildes meldete! Aber nur durch diesen fand die Polizei ja den wahren Tatort, welcher aber laut einem Link hier im Wiki bereits am 19.6 feststand.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.03.2021 um 20:41
Ich denke, das Datum des Phantombildes hat nichts mit dem finden des Hölzl zutun.
Zitat von JomikoJomiko schrieb:Aber nur durch diesen fand die Polizei ja den wahren Tatort,
Was eben nicht ganz so gewesen sein dürfte. Da war erst das Hölzl bekannt. Jedoch nicht dieser Waldrand im Hölzl. Da sich der Taxigast laut XY an der Bushaltestell absetzen lies. Erst durch die Chiemgau Presse Meldeten sich Leute aus Litzlwalchen welche Schüsse gehört haben von diesem Waldrand. Ich halte ein auffinden um den 20.6. durchaus für möglich. Eventuell schon ein paar tage eher.


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18.03.2021 um 20:54
@schluesselbund
Der Profiler Horn schrieb in seinem Buch!
Sie(Polizei) folgten den Spuren des Taxigastes und fanden so den wahren Tatort!


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.03.2021 um 21:20
Zitat von JomikoJomiko schrieb:Sie(Polizei) folgten den Spuren des Taxigastes und fanden so den wahren Tatort!
Also mir ist das so nicht bekannt. Gehe aber gleichwohl mal auf den Gedanken ein.

Dass die Polizei den angaben des Taxifahrers folgten ist nicht mehr als logisch. Da die Polizei zuerst den Tatort in der Nähe des Brandplatzes in Altenfurt vermuteten, diese sich jedoch durch die Angaben des Taxifahrers als widerlegt herausstellte, fand man den wahren Tatort Hölzl. Was nicht heisst, dass der Waldrand als Tatort gefunden wurde.

Weiteres:
Bei XY wird ein Ehepaar gezeigt, und bei VOX ein Person aus Litzlwalchen. Da in diesen Medien von Personen berichtet wird welche Schüsse gehört haben aber nichts gesehen haben, dürfte der Tatort am Waldrand über Zeugen ermittelt worden sein.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.03.2021 um 21:36
@schluesselbund
Sie folgten den Spuren des Taxigastes und fanden so den wahren Tatort, da lag ja einiges rum.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

19.03.2021 um 12:02
Zitat von JomikoJomiko schrieb:Sie folgten den Spuren des Taxigastes und fanden so den wahren Tatort, da lag ja einiges rum.
Gemach, gemach.

Die Angaben des Taxifahrers führten zur der Bushaltestelle auf der B304 auf Höhe des Hölzls. Ab da begann wieder die Ermittlungsarbeit der EB. Sie werden dabei auch die Weiterfahrt des Täters mit dem Bus in Betracht gezogen haben, aber auch, dass der Täter von der Bushaltestelle zu Fuß weitergegangen ist oder mit einem in der Nähe geparkten Fahrzeug weitergefahren ist und sie werden vorsorglich (Lob!) die weitere Umgebung der Bushaltestelle abgesucht haben.

Da am Tatort und seiner nächsten Umgebung nicht allzuviel auffälliges Zeug herumlag - war es nur die Einstiegstreppe des Womo und ein paar Patronenhülsen? - konnte schon einige Zeit verstreichen, bis der letzte Rastplatz der Ls = Tatort im Hölzl gefunden wurde.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

19.03.2021 um 12:11
@feb
Ein letztes Mal!
Sie folgten den Spuren des Taxigastes und fanden so den Tatort! Dort lag ein Stuhlbein, eine Brille und Patronenhülsen!
Was ist daran nicht zu verstehen wenn es ein ermittelnder Profiler so schreibt!


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

19.03.2021 um 12:47
Jomiko, bitte nicht hektisch werden. Alexander Horn war 1997 am Polizeipräsidium München tätig, erst 1998 wurde der Leiter der Operativen Fallanalyse am Polizeipräsidium München, die dann auch bayernweit tätig wurde. Ich stelle in Abrede, dass er im Sommer 1997, wie du wohl meinst, der "ermittelnde Profiler" war und er war sicher nicht dabei, als der Tatort gefunden wurde - aber er war wohl später in dem Fall tätig. Ermittelnde Polizei war damals wie auch heute die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein, vorgesetzte Behörde damals Polizeipräsidium Oberbayern, heute Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Zudem: Welchen "Spuren" soll denn die Polizei ab der Bußhaltestelle an der B304 gefolgt sein? Polizeihunde? Mantrailer brauchen eine "Geruchsspur" des Täters, die man nicht hatte. Flächensuchhunde sind auf abgängige Menschen, nicht auf Gegenstände trainiert. Spuren im Schnee ;-) oder im Matsch oder im Sand gab es auch nicht.

Zu meinen oben beschriebenen vermuteten Maßnahmen kam, das ergänze ich, die Befragung der Bevökerung dazu. Durch die Zeugenangabe über Schüsse wird man die Suche im Hölzl so intensiviert haben, dass man fündig wurde. Horn erzählt dies eben prosaisch als "den Spuren folgen". Wir sollten dies so lesen, das die EB gute Ermittlungsarbeit machten und so den Tatort fanden.

Danke für den Hinweis, dass außer dem Treppchen und der Patronenhülsen auch noch das Stuhlbein und eine Brille lagen - ich hatte das nicht mehr nachgelesen.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

19.03.2021 um 13:11
Patronenhülsen, Brille, Stuhlbein am Tatort, die Einstiegshilfe wurde in einiger Entfernung im Wald gefunden.

Was zu der Frage führte, warum der Täter das Treppchen so weit weg brachte, aber Mutmaßungen darüber wurden schon rauf und runter diskutiert.


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