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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

21.02.2014 um 12:23
Wenn die Balkone im Innenhof sind, dann ist dort meiner Erfahrung nach auch der Wohnbereich. Ich glaube deshalb, dass die Schlafzimmer eher strassenseitig liegen.

Bei Studenten WGs ist natürlich alles anders, dort wird das Wohnzimmer meist auch als Zimmer für einen zusätzlichen Bewohner genutzt. Die Ohrenzeugin war aber soviel ich mich erinnere eine ältere Frau.

Dass den Streit sonst niemand gehört hat, kann sehr viele Ursachen haben, geschlossenes Fenster, besserer Schlaf, besseres Fenster. Es handelt sich ja schließlich nicht um ein riesiges Haus mit Unmengen an Parteien.

Dass die Frau den Inhalt des Streits nicht mitbekommen hat, aber die Sprache, erscheint mir schon logisch. Ich war neulich auch Zeuge eines Streits in meinem Haus, ich habe bei beiden Beteiligten die Sprache und den Dialekt aufgrund von Wortfetzen feststellen können, habe aber trotzdem nicht feststellen können, um was es gegangen ist.

Auch dass die Frau die Uhrzeit noch weiß, erscheint mir logisch. Sie ist sehr zeitnah befragt worden. Wenn ich in der Nacht wegen irgend etwas aufstehe, schaue ich immer auf die Uhr, um zu sehen, wie lange ich noch schlafen kann. Am nächsten Tag weiß ich diese Uhrzeit immer noch.

Für mich gibt es keinen Grund, an dieser Zeugin zu zweifeln. Was natürlich schon sein kann, ist, dass der Streit zufällig kurz vor dem Mord geschah und nichts mit ihm zu tun hat.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

21.02.2014 um 12:35
Also noch am selben Tag meldete "News.at" am 23.Juni 2005:

Die Hintergründe zum Mord an der 19-Jährigen, die in einem Innsbrucker Studentenheim wohnte, waren vorerst unklar. Die Hinweise deuteten auf ein Beziehungsdelikt hin: .Kurz zuvor hatte eine Ohrenzeugin einen Streit in der Straße vor der Telefonzelle zwischen einem Mädchen und einem akzentfrei Deutsch sprechenden Mann mitgehört, sagte Pupp. Vermutlich zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen

http://www.news.at/a/mordalarm-innsbruck-junge-studentin-morgen-115158

Die Zeugin musste also sehr zeitnah an dem Mord gleich befragt worden sein, was es eher unmöglich oder sehr unwahrscheinlich macht, dass der Zeitpunkt des Streites nicht direkt zur Mordtat wahrgenommen worden ist. So meine Ansicht darüber.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

21.02.2014 um 12:55
Noch eine kleine Anmerkung zu meiner obrigen Post:

Aus diesem Bericht geht eindeutig auch heraus, dass dieser Streit zwischen einer Frau (Stimme) und einem Mann (Stimme) passierte, also nicht nur i-eine männliche Stimme allein vernommen wurde, die da mit wem streitet. Es muss also zwingend ein Streit zwischen zwei unterschiedlichen Geschlechter passiert sein, was uns 1) sagt, dass passt genau dazu das Daniela Kammerer in diesem Streitgespräch involviert war, wie auch 2) das der Mörder ein Mann war.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

21.02.2014 um 14:07
@JosefK1914

Ich hab das Gefühl, Sie tun genau das, was Sie der Gegenseite ständig (tw. auch zu Recht, siehe DNA-Spur) vorwarfen - Sie "trimmen" sich alles für Ihre Theorie (Zufallstäter, den man nie mehr fasst; ein Bekannter oder Freund des Opfers ist ausgeschlossen, ja, sogar die gewagte Aussage: Studenten können kein Mordmotiv haben usw.) zurecht. Es wäre Zeit, Scheuklappen abzusetzen, und alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

21.02.2014 um 14:18
@JosefK1914 Und woher soll ich wissen, wo exakt die Antennenanschlüsse sind in einer Wohnung, in der ich nicht selber gewohnt habe? Darauf haben Sie ja wohl nicht ernsthaft eine Antwort erwartet. Da auch auf der anderen Seite Fernseher standen, nehme ich an, dass es auch dort einen Anschluss gab, aber wie gesagt - kann ja auch Zimmerantenne gewesen sein.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

21.02.2014 um 14:37
fortylicks schrieb:.....bei allem Respekt!

Dieser thread, der mal einer der besseren war, durch tolle Recherche
von Usern wie Lohengrin etc., ist durch unerträgliche Besserwisserei
und pausenlosen Insistieren eines Users vollkommen unmöglich ge-
worden.
Oder ist gerade DAS gewollt!? Ich finde es sehr schade........
Das geht mir ganz genauso! @JosefK1914 hat diesen Thread ganz einfach kaputtgemacht - zumindest versucht er es - mit andauerndem Herumhacken auf Nichtigkeiten, und vor allem, mit diesem unerträglichen Reinpressen seiner Meinung.
Diskussionskultur ist für mich immer noch, Möglichkeiten zu diskutieren, Ideen zu haben, diese auch zu zerlegen und zu analysieren - aber auch den/die Diskussionspartner "leben zu lassen", sprich: auch deren Meinung zu akzeptieren und vielleicht mal vom hohen Ross runterzusteigen.

Wir haben jetzt gelernt, dass Josefs Meinung die einzig wahre und gültige ist. Er hat einiges geschrieben, was interessant und auch gut war, z.b. zu der Zeit, als TB noch in Haft war. Aber jetzt artet es wirklich aus und hat nichts mehr mit unserer eigentlichen Diskussion zu tun. Teilweise ist es nur mehr peinlich.

Es ist ganz offensichtlich, dass einige User hier nicht mehr mitschreiben, nachdem sie mit Hr. Josef zusammengekracht sind - bzw. bevor deren Meinung durch unerträgliche Besserwisserei zunichte gemacht wurde - und das darf, so finde ich, einfach nicht mehr passieren.

Wie wäre es, wenn wir versuchen, nicht mehr auf seine Provokationen einzugehen und uns auf unsere eigentliche Diskussionen konzentrieren? Einen "Ignorier"-Button such sicher nicht nur ich schon längere Zeit vergeblich ;) - aber wenn wir uns nicht mehr provozieren lassen, können wir vielleicht wieder zu der wunderbaren, seriösen Diskussionskultur zurückkehren, die wir früher hatten, bevor Hr. Josef hier aufgemischt hat. Was meint Ihr?


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

21.02.2014 um 15:27
Ja, die Diskussion ist sehr einseitig geworden, ich muss zugeben, ich habe die Beiträge jetzt zum Schluss oft nicht mehr ganz durchgelesen. Wir haben ja alle unsere subjektiven Ansichten zu diesem Fall und wir alle neigen gelegentlich dazu, manchen Hinweisen mehr und manchen weniger Gewicht beizumessen, auch wenn unser Informationsstand nur minimal ist.

Aber dieses ständige Wiederholen einer subjektiven Ansicht immer und immer wieder ist nicht erträglich.

Es wäre also sehr erfreulich, wenn wir zu einer konstruktiven Gesprächskultur zurückkehren könnten. Das schließt für mich aber @JosefK1914 nicht aus. Seine Gesprächskultur wurde jetzt schon von einigen kritisiert, vielleicht lernt er daraus und schafft es mit uns zusammen zu einer angenehmen Gesprächskultur.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

23.02.2014 um 09:14
Allgemeines schrieb:Ja, die Diskussion ist sehr einseitig geworden, ich muss zugeben, ich habe die Beiträge jetzt zum Schluss oft nicht mehr ganz durchgelesen.
@Allgemeines
Trotzdem ist weiterhin wichtig hier nicht über User zu schreiben, sondern über den Fall Daniela Kammerer!

Und einen herzlichen Dank an @Lohengrin für das Einstellen der Bilder der Häuser von der Defreggerstrasse.
Hier ist gut ersichtlich bei der Aufnahme von oben, wie weit ca. die Zeugin vom Tatort weg ihre Wahrnehmung von dem Streit machte.

Und hier ein neuer Artikel:

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/7966785-91/kritik-am-österreichischen-modell-der-verfahrenshilfe.csp

Kritik am österreichischen Modell der Verfahrenshilfe
Der Tiroler Anwalt Mathias Kapferer ortet eine Zwei-Klassen-Justiz. Er fordert die verpflichtende Beiziehung eines bezahlten Verteidigers ab der ersten Einvernahme.

Von Alexandra Plank

Innsbruck – Der bekannte Innsbrucker Anwalt Albert Heiss erwirkte kürzlich die Enthaftung seines Mandanten Thomas B. im Mordfall Kammerer. Sechs Wochen lang saß der 29-jährige Thomas B. aus Perchtoldsdorf in Untersuchungshaft. Der Verdacht: Er soll im Jahr 2005 die Studentin Daniela Kammerer aus Niederösterreich in einer Telefonzelle in Innsbruck erstochen haben. Für Beobachter stellt sich die Frage, ob Thomas B. mit einem Verfahrenshilfeverteidiger dieselben Chancen auf eine Enthaftung gehabt hätte. Die Verfahrenshilfe rückt damit neuerlich in den Fokus. Justizminister Wolfgang Brandstetter erklärte vor Kurzem in der Zeit im Bild 2: „Nach all meinen Erfahrungen ist es nicht so, dass sich jemand nicht ausreichend verteidigen könnte aus rein finanziellen Gründen. Das glaube ich nicht.“

Diese Aussage bezweifelt der Innsbrucker Strafverteidiger Mathias Kapferer. Er hält das System der Verfahrenshilfe für grundsätzlich falsch, weil es auf Einkommensgrenzen und eine schwierige Sach- und Rechtslage abstellt. Die Grenzen liegen derzeit zwischen 1000 und 1200 Euro Einkommen. „Wer ein bisschen darüber liegt, hat keinen Anspruch auf Verfahrenshilfe“, so Kapferer. Vor allem bestehe aber die Grundtendenz, Verfahrenshilfe bei vermeintlich einfachen Fällen nicht zu gewähren. Zudem zeige die Praxis, dass in Einzelrichterverfahren, wo kein Verteidigerzwang bestehe, häufig keine Verfahrenshelfer bestellt werden. Schwer wiege der Umstand, dass private Gutachten nicht über Verfahrenshilfe abgedeckt werden. „Das ist eine klare Benachteiligung gegenüber jenen Verdächtigen, die sich private Gutachten leisten können.“

Von Angeklagten werde auch immer wieder der Vorwurf laut, dass sich Verfahrenshelfer nicht so sehr für den Mandanten einsetzen wie ein selbst gewählter Anwalt. In Österreich kann jeder Anwalt als Verfahrenshelfer von der Rechtsanwaltskammer nominiert werden. Laut Markus Heis, Präsident der Tiroler Rechtsanwaltskammer, erfolgt die Nennung nach festen Regeln, eine gleichmäßige Belastung der Anwälte müsse gegeben sein. Die Anwälte erhalten kein Honorar, vielmehr geht eine pauschale Entschädigungszahlung des Bundes in die Versorgungseinrichtung (Pensionskasse). Kapferer weist darauf hin, dass die Mehrzahl der Anwälte in Tirol Klienten in Zivilverfahren vertreten. „Damit fehlt manchmal in Strafverfahren die notwendige Routine“, sagt Kapferer. Heis kann dieses Argument nicht nachvollziehen. Alle Anwälte hätten auch eine fundierte Ausbildung in Strafsachen. Der Präsident ist der Meinung, dass das System der Verfahrenshilfe in Österreich gut funktioniert.

Kapferer hält es für sinnvoll, die Verfahrenshilfe nach dem Modell von Deutschland zu organisieren. Dort vertreten Anwälte, die im Rahmen der Strafverteidigung laufend tätig sind, auch Klienten, die das Honorar nicht selbst aufbringen können. Die Verteidiger erhalten dafür Mindestsätze. Zentral sei auch, dass man den Verteidiger früher bekommt, nämlich bereits bei der ersten Einvernahme. „Die Verdächtigen wissen meist weder Bescheid, dass sie die Aussage verweigern, noch, dass sie als Beschuldigte lügen dürfen“, erklärt Kapferer.

Einig sind sich Kapferer und Heis darüber, dass der Verteidigerkostenbeitrag bei einem selbst gewählten Anwalt im Falle eines Freispruchs viel zu gering ist. Kapferer bezeichnet ihn in den meisten Fällen als geradezu „lächerlich“. Heis erklärt dazu: „Beim Bezirksgericht beträgt er maximal 450 Euro, bei einem Geschworenengericht maximal 5000 Euro. Selbst der Höchstsatz reicht jedoch in der Praxis selten dazu aus, die Verteidigungskosten gänzlich abzudecken.“


Schönen Sonntag,
Doverex


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

23.02.2014 um 21:02
@Doverex
@all
Doverex schrieb:@Allgemeines
Trotzdem ist weiterhin wichtig hier nicht über User zu schreiben, sondern über den Fall Daniela Kammerer!

Und einen herzlichen Dank an @Lohengrin für das Einstellen der Bilder der Häuser von der Defreggerstrasse.
Hier ist gut ersichtlich bei der Aufnahme von oben, wie weit ca. die Zeugin vom Tatort weg ihre Wahrnehmung von dem Streit machte.
Stimme beidem absolut zu!
Es geht hier um den Fall und um DK, eine junge Studentin, die auf brutale und sinnlose Weise ihr Leben verloren hat.

Und danke auch von mir an @Lohengrin für seine unermüdlichen Recherchen!

Danke auch @Doverex für den Artikel. Ich sehe das zweischneidig:
Ich halte es - als gelernte Österreichin - für durchaus vorstellbar, dass ein (mehr oder weniger) hochbezahlter Anwalt für seinen Klienten 'mehr' rausholen kann als die Verfahrenshilfe (vulgo 'Pflichtverteidiger'). Und zwar nicht, weil in der Verfahrenshilfe keine guten Anwälte unterwegs wären, sondern weil 'gute' Anwälte auch 'gute' Beziehungen haben. Und das ist in Ö - so meine tiefe Überzeugung - immer noch wichtig.

Bezogen auf den konkreten Fall will ich damit ausdrücklich nicht sagen, dass TB eigentlich schuldig wäre und nur dank eines guten Anwalts wieder auf freiem Fuß ist. Beileibe nicht!

Ich denke, dass unser Justizsystem in Ö immer noch 'gut genug' (so gesehen, unabhängig vom jeweiligen Anwalt) ist, dass letztlich Beweise das letzte Wort haben.
Wenn es aber keine wirklichen stichhaltigen Beweise gibt, dann spielt sicher die Überzeugungskraft eines Anwalts eine nicht zu unterschätzende Rolle. Und da denke ich halt, dass 'Seilschaften' existieren und auch öfter als uns vielleicht lieb ist, 'am Werk' sind.

Und wenn es in einem Fall halt nur Indizien gibt, dann sind wahrscheinlich Tatverdächtige mit einem guten Anwalt (also einem mit guten Beziehungen) eher wieder auf freiem Fuß, während man bei anderen vielleicht etwas genauer schaut und 'strenger' ist.

Also ja, ich kann dem obigen Artikel eine gewisse Plausibilität nicht absprechen.

ABER: ich glaube wirklich ganz, ganz fest, dass dort, wo 'echte, überzeugende' Verdachtsmomente bestehen, das letztlich keine Rolle spielt. Ihr dürft mich gerne naiv nennen. Kann damit leben.

Deswegen denke ich auch, dass im vorliegenden Fall, der vorher Tatverdächtige auch mit einem Verfahrenshilfe-Anwalt frei gekommen wäre - einfach, weil der Tatverdacht bei näherer Überprüfung nicht wirklich aufrecht zu halten war. Und in aller Fairness: dass der 'dringende' Tatverdacht nicht mehr aufrecht zu halten war, heißt ja nicht, dass er nicht trotzdem der Tat verdächtig ist. Er ist ja - Stand heute, so wie ich das verstehe - 'nur' nicht mehr DRINGEND verdächtig???

Vielleicht ärgert mich das am meisten: dass er nicht völlig entlastet ist. Das hätte ich eigentlich erwartet - und bin ich auch der Meinung, dass man ihm das schuldet (wenn man ihn völlig ausschließen kann).
Andererseits: vielleicht ist er eben wirklich nicht völlig entlastet, sondern es fehlen nur die konkreten Beweise oder stichhaltigen Indizien.

Und das ist das eigentlich Schreckliche für ihn: wenn er es nicht war, bleibt dieser 'Hauch' des Verdachts an ihm kleben, bis - womöglich niemals - der wirkliche Täter gefasst ist.

War er es nicht (wovon momentan abseits persönlicher Befindlichkeiten auszugehen ist), dann war mit der Festnahme am Schwechater Flughafen die Milch schon verschüttet. Denn die war - kurz vor Weihnachten, der Sohn, der die Familie in der alten Heimat über Weihnachten samt Freundin besuchen kommen will - ein mehr als gefundenes Fressen für die Presse. Und da hätte ihm auch kein Anwalt (weder Verfahrenshelfer noch Top-Anwalt) helfen können - und anscheinend hat er ja (in der anwaltslosen Erstbefragung) ohnehin nichts gesagt, außer die Tat bestritten. Und der Anwalt wäre ja so oder so erst nach der Festnahme auf den Plan getreten.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

23.02.2014 um 21:34
@Doverex
Doverex schrieb: Hier ist gut ersichtlich bei der Aufnahme von oben, wie weit ca. die Zeugin vom Tatort weg ihre Wahrnehmung von dem Streit machte.
Woran erkennst Du das? Wir wissen doch gar nicht, in welchem Haus die Zeugin gewohnt hat? Theoretisch kann sie überall in diesem Strassenzug gewohnt haben - und, nur mal als Beispiel, wenn sie oben im Eckhaus gewohnt hat, gegenüber des Hotels, dann ist das ein ganz schönes Stück von der Telefonzelle entfernt und gar nicht mehr gut einsichtbar.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

23.02.2014 um 21:44
@nilhörnchen

Ich denke auch, dass TB in jedem Fall freigekommen wäre, weil die Indizien nicht gereicht haben. Dass die Hautschuppen auch mittels unverdächtiger Übertragung in den Rock gekommen sein können, hätte dem Haftrichter jeder Gerichtsmediziner gesagt, da braucht es kein Privatgutachten aus München.

Durch das fehlende Alibi bleibt halt ein fahler Beigeschmack. Die Sache ist also in jedem Fall unbefriedigend.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

23.02.2014 um 22:19
@nephilimfield

Ja, ich finde auch, wie man es auch betrachtet, es ist unbefriedigend:
Der Mord ist immer noch - zumindestens unserem Wissensstand nach - recht weit entfernt von einer Klärung.

Und an TB wird immer - bis zu einer endgültigen Klärung - etwas 'hängen' bleiben.

Traurig. Sehr traurig.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.02.2014 um 10:29
Aus gegebenem Anlass will ich ein wenig Hoffnung in den Thread bringen:

In Innsbruck fand gerade der "34. Spurenworkshop" der Gerichtsmedizin statt. Über 400 Forensiker aus 38 Ländern trafen sich zu einer wissenschaftlichen Tagung und tauschten ihre Erfahrungen und aktuelle Entwicklungen aus. Dabei wurde auch das sogenannte "Next Generation Sequencing" erörtert, das die DNA-Spurenanalyse wesentlich voranbringen könnte.

Für den Fall Daniela Kammerer ist relevant, dass diese Methode die Interpretation von Mischspuren erleichtern wird (also z. B. Hautschuppen vom Täter gemischt mit Blut vom Opfer). Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass auch stark degradierte DNA, die für bisherige Analysen nicht in Frage kommt, ausgewertet werden kann.

Also: Nur nicht den Kopf hängen lassen!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.02.2014 um 10:45
ZenCat1 schrieb:Woran erkennst Du das? Wir wissen doch gar nicht, in welchem Haus die Zeugin gewohnt hat?
@ZenCat1
Nun bei dem Video des CCM (von mir damals verlinkt unter diesem Beitrag Beitrag von Doverex, Seite 78 )

wird zwischen ca. Min 5:00 - 5:15 , wo es über die Ohrenzeugin darin geht, mit der Kamera auf ein Haus & Fenster gegenüber der Telefonzellen gezoomt, was ich nicht wirklich als reinen Zufall ansehe.
Die Annahme das die Berichterstatter von diesem Beitrag wissen, wo sich die Ohrenzeugin befand und dies mit der Kamera auch festhielten, ist mMn. berechtigt.
Beweis hab ich natürlich keinen dafür - also ich GLAUBE.... und weiß es nicht ;)
nilhörnchen schrieb:War er es nicht (wovon momentan abseits persönlicher Befindlichkeiten auszugehen ist), dann war mit der Festnahme am Schwechater Flughafen die Milch schon verschüttet.
@nilhörnchen
Bin auch völlig deiner Ansicht!
Bei dieser Beweislage hätte er weder verhaftet noch sein Namen je so an die Öffentlichkeit kommen dürfen.

Es bleibt was hängen. Auch weil nun eben bekannt wurde, er hat für die Tatzeit wohl kein Alibi, er war der letzte nachweißlich Kontakt zu Daniela kurz vor ihrer Ermordung, sein Zimmerkollege denkt heute anders als damals.... Umstände wo man ohne wirkliche Beweise eigentlich als Person nicht öffentlich irgendwie bekannt werden darf. MMn. hätten wir von der Person TB und deren Existenz nie i-eine Kenntnis erlangen dürfen. Gerade weil die Beweise in keinster Weise reichen und dies eigentlich vorher klar sein müsste!
nephilimfield schrieb:Ich denke auch, dass TB in jedem Fall freigekommen wäre, weil die Indizien nicht gereicht haben.
@nephilimfield
Trotzdem habe ich den Verdacht, ohne dem guten Anwalt wäre er noch wahrscheinlich in U-Haft. Und da haben die Eltern von TB voll recht damit, nur wegen dem Geld und weil man es sich leisten kann und wer anderer nicht, der wäre dann länger mind. noch in U-Haft???

Ohne das forsche und dynamische Auftreten des Anwaltes, glaube ich das es so wäre.
nephilimfield schrieb:Für den Fall Daniela Kammerer ist relevant, dass diese Methode die Interpretation von Mischspuren erleichtern wird (also z. B. Hautschuppen vom Täter gemischt mit Blut vom Opfer).
Das ist auch die Chance für TB, dass er völlig von jedem Verdacht reingewaschen wird.
Obwohl ja keiner seine Unschuld beweisen muss. Aber hier könnte die Forensik einen Beweis für die völlige Unschuld von TB liefern.

Und die Hautschuppen & DNA vom Täter direkt an den Einstichstellen der Kleidung festgestellt werden.... heisst, es ist nur eine Frage der Zeit bis man die DNA des wahren Täters findet!
Ja, dass hoffe ich auch sehr!!!


Lieben Gruß,
Doverex


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.02.2014 um 11:16
@nephilimfield

Das gibt wirklich Hoffnung, vielen Dank für die Info!

Es ist schon faszinierend, wie schnell die Forschung gerade bezüglich kleinster DNA-Spuren vorangeht. Da werden sicher noch einige bislang ungelöste Fälle ihre Aufklärung finden und etliche Täter, die sich in Sicherheit gewiegt haben, ihren Weg hinter Gitter finden. Ich würd mir von Herzen wünschen, dass es auch im Fall Daniela bald soweit sein wird!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.02.2014 um 11:50
@ZenCat1

Andererseits wird die sorgfältige Interpretation der Spuren immer wichtiger, wie uns gerade dieser Fall eindringlich gelehrt hat.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.02.2014 um 13:07
@nephilimfield

Vielleicht gibt es dazu auch die Möglichkeit, dass Fahrrad noch mal auf Hautschuppen zu untersuchen. Wenn es nicht eh schon gemacht wurde?

Weiters denke ich mir, je mehr Möglichkeiten es gibt Spuren aufzutreiben und sicherzustellen, umso leichter kann es auch werden, den tatsächlichen Tatablauf und anwesende Personen am TO auszumachen.

Umso wichtiger erscheint es mir auch, dass jede Opferbekleidung auch immer gut isoliert & konserviert gelagert wird.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

26.02.2014 um 08:00
Es ist leider wirklich so, wie ich befürchtet hatte: Man hat TB 6 Wochen eingesperrt, ohne handfeste Beweise, nur weil offenbar das "Cold Case" Team zeigen wollte, dass es etwas zusammengebracht hat! Und man wollte TB fertig machen, hat ihn völlig unfair verhört und beschimpft, es wäre denen offenbar tatsächlich wurscht gewesen einem Unschuldigen einen Mord anzuhängen. Sehr bedenklich!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

26.02.2014 um 09:10
@normalbürger

Ohne Akteneinsicht ist das schwer zu sagen.

Ich glaube aber nicht, es wäre
normalbürger schrieb:denen offenbar tatsächlich wurscht gewesen einem Unschuldigen einen Mord anzuhängen.
Mein Eindruck ist eher, dass die Ermittler wirklich davon überzeugt waren, sie hätten "ihren" Mann.


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26.02.2014 um 09:38
normalbürger schrieb:Und man wollte TB fertig machen, hat ihn völlig unfair verhört und beschimpft, es wäre denen offenbar tatsächlich wurscht gewesen einem Unschuldigen einen Mord anzuhängen. Sehr bedenklich!
@normalbürger
Erst einmal denke ich, dass so eine Anhörung, Vernehmung, Verhör...etc sicher kein Kindergeburtstag darstellt.
Weiters muss man abwarten, ob es von den Beamten bei der Vernehmung von TB wirklich zu einer Menschenrechtsverletzung gekommen ist/wäre.

Auch ist darin nicht geklärt, ob die Anschuldigung des Anwaltes wirklich stimmt, dass etwa das Cold-Case-Management "Ergebnisse liefern müssen", also total unter Druck stand/steht, was ja der Hofrat Ernst Geiger (Bundespolizeidirektion Wien & Leiter der kriminalpolizeilichen Abteilung) diese Behauptung des Anwaltes als Unsinn bezeichnete.

Hier darf man genausowenig den Fehler machen, als etwa Thomas B. als er in U-Haft saß ihm i-wie nur vorverurteilen als möglichen Täter, genausowenig kann man jetzt sagen, das CCM hat hier etwa rechtswidrige Vernehmungsmethoten angewandt. So was muss unbediengt erst geklärt werden, bevor man dies als Fakt ansehen könnte.

Lieben Gruß, Doverex


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