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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.02.2013 um 23:18
ZenCat1 schrieb: ...oder ums Eck, oder nur ein paar Schritte entfernt... Für mich inzwischen auch ohne Zweifel, dass der Täter im allernächsten Defreggerstraßen-Bereich zu suchen ist.
Ja, für mich ebenfalls....


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.02.2013 um 23:29
Ich schreib mal nochmal auf, was mir so aufgefallen ist, beim lesen der Zeitungberichte.....

Zeugensichtung:

Die Haarfarbe wird als blond über blond gefärbt bis braun beschrieben, Länge schulterlang. In den zeitlich letzteren Artikel nur noch braun. Es schien, als wäre besagte Person betrunken gewesen.Die Kripo vermuetet, das die Ohrenzeugin des Streites diesen Mann hörte. Er sprach deutsch, er dürfte in Österreich aufgewachsen sein und in Innsbruck wohnen.

Zeuge:

Ein Pensionist, 40, hat Daniela gefunden. Er geriet in Verdacht aufgrund seines Verhaltens, er hatte eine frische Verletzung, scheinbar ist er psychisch krank, er war dort Gassi mit seinem Hund.

Aufruf an mögliche Zeugen:

Es werden Zeugen gesucht, die etwas beobachtet haben, da werden speziell und besonders Nachtschwärmer, Taxifahrer, Zeitungsboten und Gassigeher angesprochen

Es wurde ein blutverschmierter Pullover hinter einem Stein in der Nähe des Einkaufszentrums Sillpark gefunden. Wird einmalig erwähnt, was aus dem Fund wurde, ob er relevant war....man weiß es nicht.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.02.2013 um 23:33
@ZenCat1
ZenCat1 schrieb:*Verwirrt bin*
Viel schlimmer noch, sie ist nach ca. 02.00 Uhr von der Zollerstrasse
losgefahren. Bislang war ich immer davon ausgegangen das sie um
03.25 Uhr in der Dreiheilgstrasse gesehen wurde (habe ich dahingehend
interpretiert das sie um dies Uhrzeit von einem Zeugen gesehen wurde u.
vielleicht aber schon viel früher da war.)

Aber 04.25 Uhr sind 2 Stunden, das muß ich mir erst mal durch den
Kopf gehen lassen. Hatte das Zeit-Wege-Diagramm in dem Zeitungs-
bericht/ausschnitt nur flüchtig auf die Uhrzeit 05.04 Uhr geprüft. Ich
meine aber in einem der Zeitungsartikel einen Hinweis gelesen zu haben
der mir erst gar nicht schlüssig war. Muß ich aber noch raussuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.02.2013 um 23:34
Lohengrin schrieb: Soweit ich es erkennen kann handelt es sich wohl um ein Rennrad
das gut und gerne ein paar "Mark" wert gewesen sein dürfte und
für eine Flucht des Täters vom Tatort geradezu ideal. Also muß doch
sein Fluchtweg gar nicht so lang gewesen sein.
Es könnte ein Mountainbike oder Trekkingrad sein...sieht auf jeden Fall auf dem Bild nicht gerade "günstig" aus. Er könnte blitzschnell in einem anliegendem Haus verschwunden sein oder gegebenenfalls in ein Fahrzeug gestiegen sein.


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ZenCat1
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.02.2013 um 23:43
@Lohengrin

Moment, da verwechselst Du jetzt was - oder? Zwischen der Zollerstraße-Fete und der 4.25-Uhr-Sichtung war sie ja auf dem Fest in der Dreiheiligenstraße - eine Stunde länger, als wir erst dachten. Es war ja nur im ersten Artikel, direkt nach dem Mord, nicht klar, wo sie sich nach der Zollerstraße aufgehalten hat. Nachher kam raus, dass sie in der Dreiheiligenstraße war, also nahe bei den Bögen. da hatte sie dann 2,5 Stunden Zeit, ein paar Gläschen zu trinken - und zu telefonieren. Hat der Streit in der Zollerstr. vielleicht etwas zu bedeuten??

Was mich fast umgeworfen hat, ist die Aussage, dass sie einen Freund in Pradl besuchen wollte. Das erklärt für mich schlüssig die Sache mit dem Fahrrad - sie hat es dort abgestellt und sicher auch abgesperrt, um den Freund zu besuchen, der, na, wo wohl - gegenüber wohnte. Dort ist der Gehsteig recht schmal, der Fahrrad-Abstellplatz der Wahl ist gegenüber bei der Telefonzelle. Weiter oben sind Fahrradständer, wenn sie in den Bereich gewollt hätte, hätte sie wohl das Rad dort untergebracht. In der Mitte des unteren Teils der Defreggerstraße heißt für mich auch, dass der Freund da gewohnt hat.

Jetzt gibts nur mehr drei Möglichkeiten:
1. Der "Freund" wollte sie nicht sehen, sie hatte ihn vorher schon genervt, er kam runter und brachte sie um.
2. Der ominöse Unbekannte ist aus dem Gebüsch gesprungen, hat sie angemacht, sie hat zurückgepatzt, er sticht zu.
3. Jemand auf einem der Feste, die sie an dem Abend/Nacht besucht hat, hat mitgekriegt, dass sie dorthin wollte (also am ehesten jemand vom letzten Fest, Dreiheiligenstr.), derjenige war aus irgendeinem Grund nicht mehr gut auf Daniela zu sprechen, ist ihr gefolgt und hat sie umgebracht, bevor sie den Freund besuchen konnte.

Nachdem ich mich überhaupt nicht mit dem "Unbekannten" abfinden kann und der Freund völlig irre sein müsste, wenn er schnell vors Haus gelaufen wäre, einen Mord begangen hätte und wieder raufgelaufen wär - tendiere ich schwer zu Punkt 3.

Mein Akku ist völlig leer - bis morgen, wünsch Euch eine ruhige gute Nacht!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.02.2013 um 23:59
ZenCat1 schrieb:Mein Akku ist völlig leer - bis morgen, wünsch Euch eine ruhige gute Nacht!
Meiner auch, allen angenehme Nachtruhe.....
ZenCat1 schrieb:Hat der Streit in der Zollerstr. vielleicht etwas zu bedeuten??
Da habe ich mir auch schon Gedanken drüber gemacht, falls ja, wäre Punkt 3
ZenCat1 schrieb: 3. Jemand auf einem der Feste, die sie an dem Abend/Nacht besucht hat, hat mitgekriegt, dass sie dorthin wollte (also am ehesten jemand vom letzten Fest, Dreiheiligenstr.), derjenige war aus irgendeinem Grund nicht mehr gut auf Daniela zu sprechen, ist ihr gefolgt und hat sie umgebracht, bevor sie den Freund besuchen konnte.
auf jeden Fall eine Option.....


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 13:56
vielen dank für die bilder und deine mühe im archiv.
mein beitrag von 05.02 würde vieleicht noch in die theorie passen und das messer besser erklären.
mal heute nach feierabend alles in ruhe durchlesen.
aber danke ersz mal für deine mühe mit den bildern.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 14:57
ZenCat1 schrieb:Jetzt gibts nur mehr drei Möglichkeiten:
1. Der "Freund" wollte sie nicht sehen, sie hatte ihn vorher schon genervt, er kam runter und brachte sie um.
2. Der ominöse Unbekannte ist aus dem Gebüsch gesprungen, hat sie angemacht, sie hat zurückgepatzt, er sticht zu.
3. Jemand auf einem der Feste, die sie an dem Abend/Nacht besucht hat, hat mitgekriegt, dass sie dorthin wollte (also am ehesten jemand vom letzten Fest, Dreiheiligenstr.), derjenige war aus irgendeinem Grund nicht mehr gut auf Daniela zu sprechen, ist ihr gefolgt und hat sie umgebracht, bevor sie den Freund besuchen konnte.
ad 1:
Halte ich - wenn er wirklich gleich gegenüber gewohnt haben sollte - mittlerweile auch für wenig wahrscheinlich. Immerhin war es um diese Zeit ja schon hell und er konnte ja nicht davon ausgehen, dass ihn niemand sehen würde - der ihn dann ja (er)kennen würde. Darüber hinaus haben wir hier ja schon spekuliert, dass es vielleicht doch mehr Zeugen aus den gegenüberliegenden Häusern gegeben haben könnte, die aber aus verschiedensten Gründen, u.a. aber vielleicht auch aus dem Gefühl heraus "was wirklich relevantes habe ich ja nicht gesehen und beschreiben könnte ich den Typen auch nicht und wiedererkennen würde ich ihn auch nicht" etc., geschwiegen haben.
Das hätten sie aber wohl kaum gemacht, wenn es jemand aus dem eigenen Haus oder zumindestens nahen Umfeld gewesen wäre - denn wer will schon mit einem Mörder in der Nachbarschaft leben.

ad 2:
Tja, der ominöse Unbekannte ... der würde ja zu den Hypothesen der Polizei ("keine Beziehungstat", "Zufallopfer") passen. Ich tu' mir aber auch schwer, mir dieses Szenario vorzustellen - und du @ZenCat1 hast es ja weiter oben schon mal wunderbar auf den Punkt gebracht, warum ein Szenario mit einem Angriff durch einen Fremden ziemlich unwahrscheinlich ist. Außerdem würde ich dann auch davon ausgehen, dass jemand, bei dem die Reizschwelle so niedrig ist, dass er deswegen tödlich zusticht, auch an anderer Stelle schon mal durch ähnliche Gewaltbereitschaft aufgefallen sein müsste.

ad 3:
Klingt daher gegenüber den anderen beiden Varianten noch am wahrscheinlichsten. Da würde ich die Schwachstelle, die ich mir noch nicht ganz erklären kann, darin sehen, dass er ja fast dort auf sie gewartet haben müsste.
Wenn er ihr - dann ja wohl auch auf dem Fahrrad - die ganze Zeit (seit dem Verlassen des Festes) gefolgt wäre, wäre ihr das ja wohl mal aufgefallen (selbst wenn sie nicht mehr ganz nüchtern war, übertrieben betrunken dürfte sie ja nicht gewesen sein, sonst hätte sie beim Fahrradfahren vermutlich mehr Probleme gehabt, oder?). An einigen Stellen, wo sie in der Nacht noch war, bevor sie zu den Telefonzellen gekommen ist, waren ja vermutlich nur mehr wenige Menschen unterwegs.
Und selbst wenn er sie dort "erwartet" hat, musste er doch eigentlich damit rechnen, dass der Freund jederzeit auftaucht (oder zumindestens aus dem Fenster schaut, wo DK bleibt) und ihn - bei der Tatausführung oder sich Entfernen - sieht.
Ich meine damit, dass eigentlich diese Situation "D.K. geht frühmorgens noch diesen Freund in Pradl besuchen" gar nicht so sehr geeignet ist, einen halbwegs geplanten Mord durchzuführen, weil das Risiko, dabei gesehen zu werden, doch recht hoch ist. Mag natürlich sein, dass der Mörder das, aufgebracht durch was auch immer ihn zu dieser Tat bewogen haben mag und zu dem Zeitpunkt vielleicht auch nicht stocknüchtern, in dem Moment anders eingeschätzt hat.

Ich bin gespannt, auf eure weiteren Überlegungen, ich steh' momentan ein bisschen "am Schlauch", was ich denken und glauben soll ;-)


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 15:47
@ZenCat1
ZenCat1 schrieb:Moment, da verwechselst Du jetzt was - oder? Zwischen der Zollerstraße-Fete und der 4.25-Uhr-Sichtung war sie ja auf dem Fest in der Dreiheiligenstraße - eine Stunde länger, als wir erst dachten. Es war ja nur im ersten Artikel, direkt nach dem Mord, nicht klar, wo sie sich nach der Zollerstraße aufgehalten hat. Nachher kam raus, dass sie in der Dreiheiligenstraße war, also nahe bei den Bögen. da hatte sie dann 2,5 Stunden Zeit, ein paar Gläschen zu trinken - und zu telefonieren.
Halten wir einfach noch mal fest.
1. gegen 02.00 Uhr verläßt sie die Fete in der Zollerstraße
2. gegen 04.25 Uhr verläßt sie die Fete in der Dreiheiligenstraße bzw. wird dort gesehen

Macht also erst einmal rund 2 Stunden Zeitunterschied zwischen der Fete in der
Zollerstraße und der Sichtung in der Dreiheiligenstraße. Wobei ich davon ausgehe
das sie um 04.25 Uhr die Fete i.d. Dreiheiligenstrasse verlassen hat. Nehmen wir
weiter an das sie sich ca. 45/50 Minuten dort aufgehalten hat - wobei ich lieber
weniger veranschlagen würde. Aber lassen wir das jetzt einfach mal bei 50 Min.
stehen. Dann wäre sie um ca. 3.30 Uhr in der Dreiheiligenstraße eingetroffen.

Dann habe ich jetzt eine Zeitdifferenz zwischen der Zollerstraße (ca. 02.00 Uhr verlassen)
und der Dreiheiligenstraße ( eintreffen ca. 03.30 Uhr) von 1 Stunde und 30 Minuten.
Wobei diese Zeitdifferenz nur eine grobe Rechnung darstellt. Und da stellt sich als
nächstes die Frage wo sie in der Zwischenzeit gewesen ist. Und da stand in einem
der Zeitungsartikel folgende Aussage des Chef-Ermittlers Walter Pupp: "Kammerer
verließ gegen zwei Uhr das Studentenfest in der Zollerstraße und besuchte mehrere
Bekannte in deren Wohnungen".
Hier noch mal der Ausschnitt:
e655b9 Freund besuchen.PNG
Spekulation:
Wieviele Bekannte es waren kann ich nur raten. Wenn ich jetzt einmal von
3 Bekannten an 3 verschieden Orten ausgehe und die Zeit die sie von einem
Punkt zum anderen brauchte, hat sie sich jeweils max. 20-30 Minuten an einem
Ort aufgehalten. Wenn es zusätzlich noch einen weiteren Ort u. Person gegeben
hat zu dem sie gefahren sein könnte ( also 4 Orte/4 Personen) verringert sich
auch der jeweilige Aufenthalt an den Orten was wiederum auch den Aufenthalt
in der Dreiheilgenstraße verkürzen würde.

Wenn ich von 3 angenommen Personen/Orten ausgehe wo sie sich vor dem
Besuch der Dreiheilgenstraße aufgehalten hat erweckt sich in mir der Eindruck
das Daniela immer nur für relativ kurze Zeit an einem Ort war. Interessant wäre
zu wissen ob es sich bei den von Pupp erwähnten Wohungen ebenfalls um
Studentenheime gehandelt hat oder um Privatwohnungen. Da ich mir ja nun
mal die Mühe gemacht habe die Anzahl der Studentenheime in IBK heraus zu
finden und auf Google earth einzutragen, anbei ein Kartenausschnitt mit den
dafür in Frage komenden Wohnheimen.

Die Zeitspanne um von A nach B bzw. C oder D zu gelangen beinhaltet halt die
Verabschiedung (Küsschen hier/Küsschen da), das eine oder andere Mal Frischmachen
(was Frauen halt so machen ;-)) und der Weg zurück zum Rad.

Stud.-Wohnheime zwischen Zollerstrasse und Dreiheilgenstraße:
5d8cea Auszug Studentenheime.PNG
Quelle google earth
1. StudentInnenheim in der Speckbachstraße
2. Studentenheim in der Bürgerstraße
3. Studentenheim AV Josef-Hirnstraße
4. StudentInnenheim Seiler Gasse
5. Studentenhaus Kohlstattgasse ( oben rechts Nähe Projekt bzw. Plateau )

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 15:50
ZenCat1 schrieb: 3. Jemand auf einem der Feste, die sie an dem Abend/Nacht besucht hat, hat mitgekriegt, dass sie dorthin wollte (also am ehesten jemand vom letzten Fest, Dreiheiligenstr.), derjenige war aus irgendeinem Grund nicht mehr gut auf Daniela zu sprechen, ist ihr gefolgt und hat sie umgebracht, bevor sie den Freund besuchen konnte.
Es war in einem Artikel die Rede von einem Streitgespräch/Diskussion auf einem der Feste. Vielleicht war der Grund dafür, das Daniela in den Pradl fahren wollte um besagten Freund zu besuchen. Möglicherweise bahnte sich zwischen dem Pradl-Freund und Daniela eine Liebelei an und jemandem, möglicherweise die Person, mit der Daniela auf einem der Studentenfeste gestritten/diskutiert hat, war das nicht recht. Und bevor diese Person Daniela, möglicherweise seine große Liebe, an diesen Pradl-Freund verliert, hat er ihr aufgelauert um sie davon abzuhalten diesen Freund zu besuchen. Möglicherweise ist das dann in einen Streit ausgeartet, den die Ohrenzeugin an den Telefonzellen gehört hat....aber das Messer...? Dann müsste diese Person meiner Meinung nach ständig das Messer bei sich tragen.....oder er hat es vorab geholt, von zu Hause...? Passt auch nicht so wirklich, oder?


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 16:00
Lohengrin schrieb: Interessant wäre
zu wissen ob es sich bei den von Pupp erwähnten Wohungen ebenfalls um
Studentenheime gehandelt hat oder um Privatwohnungen.
Was mich in diesem Zusammenhang auch noch interessieren würde, waren das Einzelpersonen, die Daniela dort besucht hat oder waren das auch "Feten"....ich meine ist das unter Studenten so Usus sich mitten in der Nacht zu besuchen, so ab 2.00 Uhr bis in den frühen Morgen? Wenn ich so lese....wollte um nach 2Uhr Freunde in deren Wohnungen besuchen, frage ich mich...schläft man da nicht...? Es sei denn da war auch eine Fete, dann wäre es plausibel, oder man ist fest verabredet, dann auch.....


@Lohengrin
Vielen Dank für deine Mühe und die, wie immer super, Grafik....


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 16:08
Was mir jetzt gerade durch den Kopf geht, danke @Lohengrin für die Aufstellung und das Bild, ist, dass sie doch anscheinend ziemlich "unruhig" war in dieser Nacht.
Ich meine damit Folgendes:
Sie war - relativ lange - auf dem einen Fest im Studentenheim, bis ca. 2.00 Uhr, ab dann war sie aber - anscheinend alleine - ziemlich "rührig":
zu mehreren (also sind das meiner Meinung nach mehr als 2!) Bekannten in deren Wohnungen (und das klingt für mich eher nach wirklicher Wohnung und nicht nach Studentenheim, kann aber auch der Vermeidung von Wortwiederholungen im Zeitungsartikel geschuldet sein. Aber, wenn es sich um Studentenheime handelt, dann schreibe ich doch nicht "Wohnungen", oder?)
danach zum anderen Studentenheim(fest)
danach in die Viaduktbögen und generell ein bisschen auf und ab und rundherum
danach zum Auffindeort

Also, das klingt nicht nach einer entspannten oder ausgelassenen "Feiernacht", sondern eher nach einer relativ rastlosen Suche, oder?
... wozu ja auch irgendwie die auffallende Telefoniererei passt.

Wie ich den Streit in dem anderen Studentenheim einordnen soll, weiß ich noch nicht. Der Polizist spricht ja relativierend von einer "Diskussion", in die sie sich auch eingebracht haben soll. Kann aber natürlich auch von den Beteiligten im Schock der Tat, die kurz darauf erfolgte, so dargestellt bzw. bewusst heruntergespielt worden sein. Dann würde sich aber doch vermutlich irgendjemand melden, der das nicht herunterspielen will, oder? Dass gleich mehrere Studis unisono und dauerhaft die Polizei anlügen, ist ja auch etwas schwer vorzustellen ...

Ach ja, was mir noch eingefallen ist und ich bei euch nochmal nachfragen wollte: irgendwo im Thread stand doch mal, dass es anscheinend in dieser Nacht gar nicht so viele Parties und Abschlussfeiern gegeben haben soll, sondern es eine eher "normale" Nacht war, allerdings die Prüfungen schon vorbei waren. Habt ihr das noch in Erinnerung - ich bin ja bis jetzt immer eher davon ausgegangen, dass zumindestens in den beiden Studentenheimen relativ große Feste stattgefunden haben, wo also nicht bloß fünf, sechs Heimbewohner zusammengesessen sind, sondern richtig was los war ..


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 16:17
Hallo - ich lese schon recht lange hier mit, konnte aber nie etwas hinzufügen. Jetzt wollte ich aber doch mal eine Idee einbringen wegen des "rastlosen Herumfahrens und Telefonierens":

1) Entweder Daniela suchte jemanden und klapperte alle Leute ab, wo der-/diejenige sein könnte (vorher immer Anruf so nach dem Motto "hi, bist du noch wach.... ahh, ihr sitzt zusammen... na, ich komm noch vorbei)

2) Oder - was ich für ziemlich ausgeschlossen halte - Daniela belieferte die Feiern mit etwas (Drogen), das würde die kurze Verweildauer und Bestellanrufe erklären, aber sie sieht halt gar nicht wie jemand aus, der z.B. Hasch vertickt, das sind aus meiner Erfahrung ganz andere

3) Oder - was ich durchaus für möglich halte - sie wollte sich wg. der bevorstehenden Abreise von verschiedensten Leuten verabschieden. Die Prüfungen waren vorbei, überall waren kleinere "Feiern" und man hat so vielen Leuten versprochen, noch kurz vorbeizuschauen. Da alle auf den Beinen sind in einer solchen Nacht bzw. da es zum Usus der Gruppe gehört, schaut man halt auch vorbei, weil man ja weiß, dass diejenigen noch wach sind. Das haben wir als Studenten auch gemacht, wenn wir wussten, dass noch was los war und wir vielleicht ein bisschen was getrunken hatten. So eine Nacht ist ja selten geplant, sondern man schaut mal, was so passiert und lässt sich überraschen. Man hat viele - auch weniger enge - Bekannte und schaut mal, was so Spaß macht. Sich daheim zu treffen hat den Vorteil, dass es nicht so teuer ist...

4) Gerade in Wohnheimen ist ja im Aufenthaltsraum auch nachts noch was los, warum also nicht schauen, ob man Bekannte trifft...


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 16:21
@orakel09
erst mal herzlich willkommen hier und schön, dass du dich gemeldet hast! Und dann gleich so hilfreich!

also dein 1.) war der Punkt, der mir im Kopf herumgeschwirrt ist ...

dein 2.) halte ich auch für ziemlich ausgeschlossen

und dein 3.) ist ziemlich überzeugend und wäre eine sehr gute Erklärung, die noch dazu gut zu @Lohengrin 's Vermutung passt, dass sie IBK vielleicht dauerhaft verlassen wollte. Und selbst wenn nicht, hätte sie ja den Sommer vermutlich eher zuhause verbracht. Verabschieden war also vielleicht durchaus "angesagt" ...

Danke!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 16:47
@Quinzy
Quinzy schrieb:Es war in einem Artikel die Rede von einem Streitgespräch/Diskussion auf einem der Feste. Vielleicht war der Grund dafür, das Daniela in den Pradl fahren wollte um besagten Freund zu besuchen. Möglicherweise bahnte sich zwischen dem Pradl-Freund und Daniela eine Liebelei an und jemandem, möglicherweise die Person, mit der Daniela auf einem der Studentenfeste gestritten/diskutiert hat, war das nicht recht. Und bevor diese Person Daniela, möglicherweise seine große Liebe, an diesen Pradl-Freund verliert, hat er ihr aufgelauert um sie davon abzuhalten diesen Freund zu besuchen. Möglicherweise ist das dann in einen Streit ausgeartet, den die Ohrenzeugin an den Telefonzellen gehört hat....aber das Messer...? Dann müsste diese Person meiner Meinung nach ständig das Messer bei sich tragen.....oder er hat es vorab geholt, von zu Hause...? Passt auch nicht so wirklich, ode
Ein interessanter Gedankenansatz den Du da angeführt hast. Dieses "Streitgespräch"
hat in der Zollerstraße stattgefunden, also zu Beginn ihrer Tour zu den verschiedenen
Örtlichkeiten. Hier nochmal ein Auszug aus dem Artikel, ich weiß jetzt nicht aus welcher
Zeitung der war.
adea91 Streit Diskussion Zollerstrasse.PNG
Interessant auch der Nachsatz von Pupp: "Das war eigentlich mehr eine Diskussion".
Läßt aber das Wörtchen Streit so stehen. Auch ist mir aufgefallen das er eine
Unterscheidung zwischen "nur" Bekannten und Freunden bzw. Freund macht.
Zufall oder Absicht, beides ist möglich. Kann aber auch sein das er durch seine
Ermittlungen Täterwissen besitzt und diese nur andeutungsweise, zwischen den
Zeilen, durchblicken läßt.

So, jetzt aber wieder zurück zu Deinem Beitrag. Alles in allem könnte man es so
stehen lassen, bis auf eine Kleinigkeit. Damit meine ich die Theorie das er ihr, als
sie auf dem Weg zu ihrem Pradl/Defregger-Freund war, aufgelauert hat um sie
von dem Besuch abzuhalten. Dazu hätte er dann aber wissen müssen zu welcher
Uhrzeit Daniela am Rapoldipark erscheint. Ausgehend davon das der "Streit" in
der Zollerstraße stattfand müßte der Täter Daniela quasi über 2 Stunden
"beschattet" haben um dann im geeigneten Moment zu zu schlagen.
Allerdings habe ich auch schon die leise Vermutung gehabt das ihr späterer
Mörder möglicherweise im Umfeld der Fete in der Zollerstraße zu suchen ist.
Eine denkbare Alternative wäre das sie sich nach dem "Streit" getrennt haben
und jeder für sich alleine weiter gefeiert hat. Denkbar auch das die Zollerstrasse
erster Treffpunkt zwischen Daniela und ihrem späteren Mörder war und es geplant
war den weiteren Morgen gemeinsam auf den versch. Feten zu verbringen. Nur
der Streit hat dann den Plan zunichte gemacht und jeder ist danach für sich
alleine zu dem diversen Feten gegangen.
Wenn ich einmal annehme das der Täter ebenfalls ein Rad
besaß hätte er ein Messer z.B. in einer Satteltasche mitführen könne.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 17:09
@Lohengrin
Lohengrin schrieb:Dazu hätte er dann aber wissen müssen zu welcher
Uhrzeit Daniela am Rapoldipark erscheint. Ausgehend davon das der "Streit" in
der Zollerstraße stattfand müßte der Täter Daniela quasi über 2 Stunden
"beschattet" haben um dann im geeigneten Moment zu zu schlagen.
genau das beschäftigt mich auch noch ...

1. Er musste es mitbekommen haben, dass sie - später - dorthin will. Okay, gut möglich, weil er auf derselben Fete, vielleicht in ihrer Nähe, war. Aber andererseits, wie wahrscheinlich ist es, dass er die Details mitbekommt (er hört ja nur ihre Seite des Telefonats), wenn rundherum der Bär steppt?

2. Er musste dort entweder - ziemlich lange - auf sie warten. Was immer auch die reale Möglichkeit mit sich bringt, dass er doch noch von seinen Mordplänen abkommt, wenn er da stundenlang herum"sitzt" und wartet.

3. Er musste sie andernfalls verfolgt haben, was aber ihr aufgefallen sein müsste. Eigentlich. Sie war ja nicht nur an belebten Plätzen. Und er müsste ja auch fast ein Fahrrad gehabt, was auch schon mal mehr auffällt, um die Uhrzeit und zwischen vielen und eben teilweise vermutlich recht wenigen anderen Fußgängern/Passanten.

Und eben, bei einem so gesehen ja "spontan", d.h. erst in dieser Nacht, gefassten Mordplan finde ich das Mitführen eines Messer noch etwas verwunderlicher. Wobei natürlich in den Küchen von Studentenheimen immer Messer herumliegen und wohl auch häufig mal "abhanden" kommen, d.h. es wäre vielleicht niemanden aufgefallen, wenn dann eines gefehlt hätte. Vor allem, weil ja in diesem Zeitraum sicher auch einige StudentInnen in die Sommerferien "entschwunden" sind.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 17:24
@orakel09

Hallo orakel09. Auch Dir ein herzliches willkommen in unserer Mitte.
Schön das Du hier her gefunden und gleich noch einen guten Gedanken
eingebracht hast.
orakel09 schrieb:1) Entweder Daniela suchte jemanden und klapperte alle Leute ab, wo der-/diejenige sein könnte (vorher immer Anruf so nach dem Motto "hi, bist du noch wach.... ahh, ihr sitzt zusammen... na, ich komm noch vorbei)
Das wäre eine Erklärung für Ihre Rastlosigkeit sein. Jedenfalls könnte
man den häufigen Ortswechsel und den immer nur kurzen Aufenthalt so
interpretieren. Kann aber auch genauso gut sein das sie sich einfach nur von
vielen Leuten verabschieden wollte unter dem Gesichtspunkt gesehen das
sie möglicherweise IBK verlassen wollte wo ich dann schon zu Deinem
dritten Punkt angelangt bin da dieser Punkt am plausibelsten klingt und
wiederum eine weitere Begründung für die Rastlosigkeit liefert.

Den zweiten Punkt, denke ich, kann man ausschließen da sie nach meiner
Einschätzung dafür einfach nicht der Typ ist.

So, nun muß ich aber erst mal vorhergehend Beiträge von @Quinzy und
@nilhörnchen lesen.

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 20:09
@Quinzy
Quinzy schrieb:Es könnte ein Mountainbike oder Trekkingrad sein...sieht auf jeden Fall auf dem Bild nicht gerade "günstig" aus.
Richtig, in der Vergrößerung ist das grobe Profil ziemlich eindeutig
zu erkennen. Nix mit Rennrad ;-)

@nilhörnchen
nilhörnchen schrieb:ad 1:
Halte ich - wenn er wirklich gleich gegenüber gewohnt haben sollte - mittlerweile auch für wenig wahrscheinlich. Immerhin war es um diese Zeit ja schon hell und er konnte ja nicht davon ausgehen, dass ihn niemand sehen würde - der ihn dann ja (er)kennen würde. Darüber hinaus haben wir hier ja schon spekuliert, dass es vielleicht doch mehr Zeugen aus den gegenüberliegenden Häusern gegeben haben könnte, die aber aus verschiedensten Gründen, u.a. aber vielleicht auch aus dem Gefühl heraus "was wirklich relevantes habe ich ja nicht gesehen und beschreiben könnte ich den Typen auch nicht und wiedererkennen würde ich ihn auch nicht" etc., geschwiegen haben.
Das hätten sie aber wohl kaum gemacht, wenn es jemand aus dem eigenen Haus oder zumindestens nahen Umfeld gewesen wäre - denn wer will schon mit einem Mörder in der Nachbarschaft leben.
Läßt sich nicht wiederlegen, vor allem wegen dem "nicht-gesehen-werden-wollen".
Andererseits denke ich mir das er ja vielleicht schon vor ihr am Ort war und sich
an der dunkelsten Stelle, unter dem wuchtigen Baum direkt neben den Telefonzellen,
gestellt hat. In der Dämmerung und bei dunkler Kleidung eine gute Möglichkeit von
den oberen Stockwerken der Häuser aus nicht oder nur schemenhaft gesehen zu werden
So sah das ganze bei Tageslicht aus:

72fbdc Baum-Zelle.PNG

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 20:30
Zum besseren Verständnis hier noch mal der Standort des
Studentenheim´s Josef Patzinger in der Defreggerstraße
Quele Google earth
e07198 Studentenheim Patzinger.PNG
Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.02.2013 um 21:52
@Lohengrin
danke!

Ja, das stimmt, allerdings stellt sich mir die Frage, ob ich dieses Risiko eingehen würde, oder doch lieber warten würde, bis sie in meiner Wohnung ist, wo ich insgesamt mehr "Kontrolle" über die Situation und vor allem über mögliche Zeugen habe ...

Also, mir ist das Motiv immer noch nicht wirklich klar - und, da ich derzeit nicht an ein "Zufallsopferszenario" glaube, ist dieses für mich ziemlich wichtig, um zu einer Einschätzung des Tatszenarios und des Täters zu kommen ...


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