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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

5.398 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Juni, Studentin ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 21:52
Zitat von NismoNismo schrieb:Aber warum gibt es dann keine Einzige DNA von ihm irgrndwo ?
Das ist doch gar nicht so schwer zu erklären. Mit dem Angeklagten war sie mehrere Stunden vorher zusammen. Und man findet auch vom Angeklagten gar nicht so viel Spuren und selbst die nur mit den neuesten Methoden. Wie soll man dann vom Bosnier DNA finden, wo die Begegnung - falls er der Täter war - nur wenige Minuten betrug? Der Bosnier wird wohl kaum eine Zigarette bei ihr geschnorrt haben. Ein kurzes zweimaliges Einstechen auf das Opfer scheint eben doch nicht so viel DNA zu hinterlassen, dass sie nachweisbar sind.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 23:43
Was mich sehr wundert ist die folgende Aussage des ersten Zeugen: „Gewundert habe er sich, „dass er in der Früh nicht so angezogen war, als sei er frisch aus dem Bett gekommen“. Der Zeuge: „Er hat mir das dann damit erklärt, dass er bereits bei der Polizei war.“

TB wird ja erst am Nachmittag frühestens zur Polizei Aussagen gegangen sein und nicht direkt nach der Tat?

Quelle: Kronen Zeitung


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 00:10
Zitat von ibk2003ibk2003 schrieb:Was mich sehr wundert ist die folgende Aussage des ersten Zeugen: „Gewundert habe er sich, „dass er in der Früh nicht so angezogen war, als sei er frisch aus dem Bett gekommen“. Der Zeuge: „Er hat mir das dann damit erklärt, dass er bereits bei der Polizei war.“
Ganz genau, das war für mich heute auch am merkwürdigsten.
Zumal der Angeklagte angegeben hatte, davon erst später erfahren zu haben.
Aber der Ticker ist auch wirklich schlecht.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 06:51
Tage später laut Ticker, das passt sehr schlecht zusammen. Die paar Brocken die da hingeworfen wurden verwirren mehr...


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 07:30
Zitat von ibk2003ibk2003 schrieb:Was mich sehr wundert ist die folgende Aussage des ersten Zeugen: „Gewundert habe er sich, „dass er in der Früh nicht so angezogen war, als sei er frisch aus dem Bett gekommen“. Der Zeuge: „Er hat mir das dann damit erklärt, dass er bereits bei der Polizei war.“

TB wird ja erst am Nachmittag frühestens zur Polizei Aussagen gegangen sein und nicht direkt nach der Tat?
Was aus dem Ticker nicht hervorgeht, auf welche Frage hin der Zeuge diese Situation schildert. Der Morgen der Tat ist dort offensichtlich nicht gemeint.

Aus der Zeugenaussage selbst kann man auf die wahrscheinliche Fragestellung schließen. Er wird gefragt worden sein, ob er eine Verhaltensänderung beim Angeklagten festgestellt hat. Er war die Person, die sich an so etwas am ehesten erinnert haben könnte. Das konnte er offenbar, aber aus dem Zusammenhang gesehen, war diese Änderung erst, als der Angeklagte vom Mord erfahren hatte und entsprechend bei der Polizei war.

Das spricht daher eher für die Unschuld des Angeklagten, da sich der Zeuge, der mit ihm das Zimmer teilte, offenbar nicht eine frühere Verhaltensänderung in Erinnerung hatte, sehr wohl aber eine Besonderheit in dieser Richtung in Erinnerung hatte, die erst dann erfolgte, als der Angeklagte von der Tat über Dritte (Presse, Polizei o.ä.) erfahren hatte.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 07:45
Ich sehe das gleich wie @camelot vielleicht war die Sichtung zu Fuß tatsächlich vielleicht so das Daniela ihr Rad wo abstellte und zu Fuß kurz jemanden suchte bei den Bögen oder so.

Somit die 2 Sichtungen zustande kamen zu Fuß und dann mit Rad.

Oder die Blonde Frau was zu Fuß ging war nocht Daniela

Und vielleicht war es wirklich eine Verwechslung mit dem anderen Mädl was in der Drogenszene aktiv war. Sie kannte den Bosnier sehr gut.

Vielleicht war der Bosnier auch nicht alleine sondern waren zu zweit - kam ja nie soweit das es 2 Verdächtige gab in dem Fall.

Bis heuer wo eben ein Mann erläuterte bei der Polizei dort 1 mann streitend mit Daniela gesehen hat und einem im Gebüsch.

Vielleicht warteten die 2 schon vor Ort auf diese andere Frau da was ausgemacht war und sie wollten ihre eine Lehre erteilen- einer Beim Rapoldi Park und einer ging auf Lauer beim Schwimmbad der sie dann verfolgen sollte .


Dann kommt Daniela mit ihrem Rad der Bosnier verfolgt sie und wie der andere sie kommen sieht verseckt er sich im Gebüsch.

Es kommt zu diesem gehörten Streit

Dann kommt der 2te aus dem Gebüsch und sticht zu.

Beide verschwinden.

Dadurch natürlich auch keine Spuren da hat @Rigel92 schon recht.

Und ich weis ist alleine meine Theorie aber der Bosnier war ja gebürtiger Syrer und vielleicht auch dann sein 2ter Freund.

Und Syrien ist bekannter Weise in Asien. Asiatische DNA an der Einstich Stelle.

Und vielleicht war es eben auch dieser was Daniela dann die SMS aufs Handy schickte.

Aber ich hab keine Ahnung ob das jemals so überprüft wurde


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 08:06
Mein Fazit vom gestrigen Tag:

Erst nach langem hin und her rückte die Rechtsmedizinerin mit dem wesentlichen Satz heraus, sie könne die Anwesenheit des Angeklagten am Tatort nicht beweisen. Vorher übte sie sich in nichtssagende Floskeln wie „einer Verdichtung von Indizien“. Letztlich kann man ein Resümee darüber ziehen, diese Spuren beweisen nicht mehr als das längere Zusammensein vorher im Wohnheim. Irgendwelche Ideen, wie sie die Spuren mit der t´Tat im Zusammenhang bringen wollte, legte sie nicht vor. Ein sehr schwaches aber schon recht auffälliges Bild, weil ihr die Würmer aus der Base gezogen werden mussten.

Da bei den Zeugenaussagen ebenfalls in keiner Weise etwas den Angeklagten belastendes auf den Tisch kam, sollte ein Freispruch das eigentlich mögliche sein.


Äußerst bedenklich schätze ich den Versuch des Richters Fleckl fast am Ende der Verhandlung ein noch eine Show hinlegen zu wollen. Er versuchte den Zeugen zu einer Aussage gegen den Angeklagten noch zu bewegen, indem er ihn im Gerichtssaal identifizieren sollte.

So etwas ist wider aller aktuellen Erkenntnissen. Der BGH hat hier in Deutschland schon mehrfach Urteile aufgehoben, wo es auf solche Identifikation besonders ankam. In diesen Fällen hatten die Ermittler diese Identifikation nicht sauber ausgeführt und den Zeugen nicht Bilder verschiedener Personen vorgelegt, sondern nur die des Angeklagten. Auch nachgeholte Identifikationen auf die richtige Art und Weise, sind dann nicht mehr verwertbar, da es nicht auszuschließen ist, dass bei der ersten unrichtig gelaufenen Identifikation sich dadurch eine Fehlerinnerung in den Kopf des Zeugen festgesetzt haben könnte.

Natürlich war der Angeklagte gestern in dem Gerichtssaal für den Zeugen klar bestimmbar und bei einem etwas kritischen Zeugen hätte er durchaus bei einer solchen Befragungsart allein nur deshalb auf den Angeklagten zeigen könnte. Der Zeuge blieb standhaft und der vom Richter offenbar erhoffte Show-Effekt trat nicht ein.

Solche Aktionen gehören in Gerichts-Soap aber nicht in einen öffentlichen Gerichtssaal. Solche Effekte sollten gerade Berufsrichter vermeiden, sie sollten es besser wissen.

Aber insgesamt passt es schon zu diesen Berufsrichtern, schon die Zulassung der Anklage ließ sich für mich nur mit fehlender Objektivität erklären. Diese Aktion bestärkt das im hohen Maße weiter.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 08:27
Du weißt aber nicht was der Richter bezwecken will, ausserdem spricht er ihn wegen dem nicht schuldig, den Wahrspruch tätigen die Geschworenen. Zu dem ersten Zeugen, das mit dem Angezogen sein deutet eigentlich schon auf den Tatmorgen hin, es wird wohl mehr als eine Frage zu mehreren Zeitpunkten gegeben haben.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 08:27
Hab mir jetzt noch mal die Ticker gestern Abend durchgelesen und nachgedacht. Es fallen mir einige Sachen auf:

Die DNA Spuren beweisen nichts. Bei einer Partynacht, engem Kontakt, Zigarette schnorren... Aber auffällig ist schon, dass viele Spuren von ihm an ihr sind. Und das mit den Spuren unter den Fingernägeln und an den Handgelenken ist auch seltsam. Beweisen aber auch nichts laut dem Gutachter der Verteidigung, aber trotzdem wohl auffällig. Würde der Gerichtsgutachterin zustimmen, dass es doch eine starke Verdichtung von Indizien ist. Aber seitens der Verteidigung natürlich wegargumentierbar. Und auch die anderen, unbekannten DNA Spuren an ihr müssen auch nicht vom Täter sein, in so einer Partynacht kann so vieles an ihr hängen bleiben ...

Viel spannender sind daher für mich die Zeugenaussagen des Mitbewohners und der Ohrenzeugin, die jetzt doch eine Augenzeugin war angeblich.

Der Mitbewohner war ob des Outfits verwundert. Hier müsste man überprüfen, wann der Angeklagte wirklich bei der Polizei war das erste Mal. Gibt es ein Protokoll mit Uhrzeit und/oder ein:e Polizeibeamt:in, der/die sich erinnern kann? Man muss sich das durchdenken: Wenn er es war, geht er irgendwann zurück ins gemeinsame Zimmer. Hat er Blutspuren an der Kleidung, muss er sie vorher loswerden. Aber es ist die Frage, ob da unbedingt Blutspuren sein müssen. Vielleicht hat das gar nicht so gespritzt. Das Messer musste er halt loswerden. Aber wohl auch nicht schwer, in den Inn werfen, in ein Kanalgitter, etwas weiter weg ... Kann gut sein, dass das einfach nicht gefunden wurde bei der Suchaktion. Und falls es ein Messer z.B. aus einer Gemeinschaftsküche war: Es fällt niemanden auf, wenn da eines fehlt. Habe selbst in einem anderen Heim des gleichen Heimträgers gewohnt, da war immer so viel Zeugs vorhanden, hätte niemals bemerkt, wenn was weg gewesen wäre. Man hätte es sogar abwaschen und wieder zurücklegen können. Da das Heim nie genau untersucht wurde, wäre das auch nicht aufgefallen. Wäre ich die Staatsanwältin, würde ich aber noch einmal genauestens nachprüfen, was man über sein erstes Auftauchen bei der Polizei weiß.

Und die Ohrenzeugin: Sehr seltsame Aussage. Und es gab ja da auch immer wieder widersprüchliche Meldung, ob der Mann, den sie gehört hat, akzentfreies Deutsch oder Deutsch mit Akzent gesprochen hat. Gabs da nicht noch eine weitere Zeugin? Und wann hat sich die gemeldet, die gestern ausgesagt hat, war das nicht Wochen später? Und sie rief auch nicht die Polizei an, hat jetzt doch kurz runtergeschaut, weiß aber nicht, wie er aussah, sehr wohl aber, dass es Daniela Kammer war ... Diese Frau wirkt so seltsam auf mich - aber günstig für die Verteidigung, ihre Aussage. Aber ich glaube, wenn ich Geschworene wäre, hätte mich diese Frau extrem irritiert. Und ich frage mich auch, wie es möglich ist, dass nicht wer anderer auch was gehört und gesehen hat. Dieses Haus liegt direkt gegenüber vom Tatort, wo sie gewohnt hat, da sind viele Wohnung drin und es war eine heiße Sommernacht (offene Fenster sind da zu erwarten). Gibt es keine anderen Aussagen von Bewohner:innnen? Also dass würde mich sehr genau interessieren, welche Zeugenaussagen es da damals gab und wie genau der Wortlaut lautete. Da ist irgendwie der Wurm für mich drin. Müsste man auch nochmal nachschauen in den alten Polizeiprotokollen das alles, wenn man Staatsanwältin oder Verteidiger wäre.

Falls die Frau vom Gericht noch zugelassen wird, die mit Daniela Kammerer verwechselt worden sein soll, ist halt die Frage, was das bringt. Okay, man sieht dann vor Ort, ob sie ihr ähnlich sieht, man kann vielleicht auch Fotos von damals von ihr zeigen. Und sie kann was über die Rapoldiparkszene berichten. Aber ob da viel mehr rauskommt, weiß ich nicht. Denn sie war ja definitiv nicht anwesen in dieser Nacht, sie ist keine direkte Zeugin und es ist ja keiner aus der Rapoldiparkszene da und angeklagt, von dem sie sagen könnte: ,,Ja, der hat mich bedroht."

Ja und über das Messer kann man nicht viel sagen. Okay, es weist mehr auf die Rapoldiparkszene hin. Aber der Angeklagte war im Studentenheim im Gemeinschaftsbereich. Dass da Messer rum waren, ist wahrscheinlich. Hätte er in Wut mitnehmen und sie verfolgen können. Wenn er z.B. eifersüchtig war, dass sie jetzt noch zum anderen Freund in Pradl geht - eifersüchtige Männer können total durchdrehen. Oder es gab einen versuchten sexuellen Übergriff von ihm auf Daniela, sie flüchtete und er geriet in Panik, dass sie es wem erzählt und will sie daher bedrohen mit dem Messer, nimmt es mit ... und es eskaliert dann.

Und zur Rapoldiparkszene: Da gibt es wohl auch null Beweise oder Indizien dafür, sonst wäre ja da wer angeklagt worden. Für die Rapoldiparkszene spricht hat das Messer, das da wohl öfter mitgetragen wurde und dass man diesen Personen schwerer habhaft wird - den jetzt Angeklagten zu befragen und seine DNA zu bekommen ist leicht. Alle Rapoldiparkszenemenschen zu befragen, alle DNA zu bekommen, zu wissen, wo die jetzt sind - unmöglich. Also auch sehr gut möglich, dass es wer von denen war, v.a. wenn die Aussage der Ohren/Augenzeugin stimmt.

Fazit: Bin froh, hier nicht Geschworene zu sein. Sehr schwierig, denn wirkliche Beweise gibt es nicht. Wahrscheinlich halt eher in dubio pro reo und er wird freigesprochen, das ist meine Prognose.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 08:55
Zitat von mitleseramrandmitleseramrand schrieb:Du weißt aber nicht was der Richter bezwecken will, ausserdem spricht er ihn wegen dem nicht schuldig, den Wahrspruch tätigen die Geschworenen.
Was der Richter mit dieser Show wirklich bezwecken wollte weiß ich nicht. Aber man sollte sich klar machen, was gewesen wäre, wenn der Zeuge nicht standhaft geblieben wäre und auf den Angeklagten gezeigt hätte. Diese Befragung wäre höchst wahrscheinlich unzulässig gewesen und laut Rechtsprechung des BGH wäre dann der Zeuge nicht mehr zu gebrauchen gewesen. Ich denke, dass wird auch in Österreich zu sein, da das auf wissenschaftliche Erkenntnisse beruht.

Wenn nun der Angeklagte freigesprochen wird, müssen vielleicht doch mal die Ermittler ihre Arbeit tun und auch andere Verdächtige genauer untersuchen. Einen solchen möglicherweise zur Identifikation nicht mehr tauglichen Zeugen könnte diese Ermittlerarbeit dann weiter erschweren.

Wie gesagt, diese Aktion hätte der Richter niemals machen dürfen.

Dass die Geschworenen den Wahlspruch tätigen, ist bedeutungslos, denn gerade Laien könnten durch eine solche Aktion manipuliert werden, wenn diese Show erfolgreich gewesen wäre.
Zitat von Aspasia2015Aspasia2015 schrieb:Der Mitbewohner war ob des Outfits verwundert. Hier müsste man überprüfen, wann der Angeklagte wirklich bei der Polizei war das erste Mal. Gibt es ein Protokoll mit Uhrzeit und/oder ein:e Polizeibeamt:in, der/die sich erinnern kann? Man muss sich das durchdenken: Wenn er es war, geht er irgendwann zurück ins gemeinsame Zimmer. Hat er Blutspuren an der Kleidung, muss er sie vorher loswerden. Aber es ist die Frage, ob da unbedingt Blutspuren sein müssen. Vielleicht hat das gar nicht so gespritzt. Das Messer musste er halt loswerden. Aber wohl auch nicht schwer, in den Inn werfen, in ein Kanalgitter, etwas weiter weg ... Kann gut sein, dass das einfach nicht gefunden wurde bei der Suchaktion. Und falls es ein Messer z.B. aus einer Gemeinschaftsküche war: Es fällt niemanden auf, wenn da eines fehlt. Habe selbst in einem anderen Heim des gleichen Heimträgers gewohnt, da war immer so viel Zeugs vorhanden, hätte niemals bemerkt, wenn was weg gewesen wäre. Man hätte es sogar abwaschen und wieder zurücklegen können. Da das Heim nie genau untersucht wurde, wäre das auch nicht aufgefallen. Wäre ich die Staatsanwältin, würde ich aber noch einmal genauestens nachprüfen, was man über sein erstes Auftauchen bei der Polizei weiß.
Diese Gedanken führen doch nicht weiter.

Die Uhrzeit spielt trotzdem so gut wie keine Rolle. Möglicherweise war er länger befragt worden, möglicherweise hat ihn das so mitgenommen, dass an Schlaf nicht zu denken war und sich daher nicht sich zur Nacht zurecht gemacht hatte. Wie gesagt, da der Zeuge erwähnte, dass der Angeklagte behauptete bei der Polizei gewesen sei, ist es kaum anzunehmen, dass es die Tatnacht war.

Der Rest, den Du schreibst, ist zwar prinzipiell möglich, aber auch nicht nachweisbar. Der Zeuge verbindet das damit, dass der Angeklagte sagte, dass er bei der Polizei war. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass das ein Täter sagen würde, kurz nachdem er die Tat ausgeführt hat. Möglich ja, aber äußerst unwahrscheinlich, eigentlich nur eine rein theoretische Möglichkeit.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 08:59
Würde mich wundern, wenn um 5 Uhr in der Früh in einem Park, in dem gedealt wurde, soviel los gewesen wäre. Um diese Zeit kauft vermutlich keiner Drogen. Es ist die Zeit für Nachschwärmer bzw. Menschen die zur Arbeit gehen/fahren. Der Zeuge mit dem Auto, welcher beim Vorbeifahren am Tatort 2 Personen auf die Telefonzellen zugehen gesehen hat, war auch nicht sehr detailiert. Gewundert hat mich, dass er laut dem Kroneticker aussagte, dass man ihn das Phantombild (das dem Bosnier ähnlich schaut) vorgelegt hat. Dachte eigentlich, dass dieses Phantonbild von ihm stammt. Merkwürdig bleibt auch, dass man das Handy von Daniela der Familie zurückgegeben hat (Aussage Verteidiger) und die Schwester dann diese ominöse bosnische SMS entdeckte. Irgendwie hat man das Gefühl, als hätten die Ermittler gerne einen bestimmten Täter gehabt.....


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 09:04
Wurde eigentlich irgendwo ermittelt, dass Daniela Kontakte zu dieser Drogenszene hatte bzw. den Bosnier kannte. Die eigenartige Aussage der Ohren/Augenzeugin deutet irgendwo darauf hin, dass sie sich kannten. Die Aussage "Ausländischer Akzent" widerspricht den Berichten in Zeitungen (auch Ermittlern) kurz nach der Tat.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 09:07
PS:
Zitat von Aspasia2015Aspasia2015 schrieb:Und die Ohrenzeugin: Sehr seltsame Aussage. Und es gab ja da auch immer wieder widersprüchliche Meldung, ob der Mann, den sie gehört hat, akzentfreies Deutsch oder Deutsch mit Akzent gesprochen hat. Gabs da nicht noch eine weitere Zeugin? Und wann hat sich die gemeldet, die gestern ausgesagt hat, war das nicht Wochen später? Und sie rief auch nicht die Polizei an, hat jetzt doch kurz runtergeschaut, weiß aber nicht, wie er aussah, sehr wohl aber, dass es Daniela Kammer war ... Diese Frau wirkt so seltsam auf mich - aber günstig für die Verteidigung, ihre Aussage.
Ob die Zeugin glaubwürdig ist, weiß ich nicht. Aber wenn es wirklich andere Zeugen gegeben hätte, dann wären die geladen worden. Wir bekommen die Info nur über Dritte mit, da kann sehr viel durcheinander geraten. Allein dass sie von zwei Personen sprach, eine mit und eine ohne Akzent, kann natürlich dazu geführt haben, dass die Presse da etwas verwechselt hat und es in Wirklichkeit nur diese eine Zeugenaussage gab.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 09:12
Zitat von OzricsOzrics schrieb:Würde mich wundern, wenn um 5 Uhr in der Früh in einem Park, in dem gedealt wurde, soviel los gewesen wäre. Um diese Zeit kauft vermutlich keiner Drogen. Es ist die Zeit für Nachschwärmer bzw. Menschen die zur Arbeit gehen/fahren. Der Zeuge mit dem Auto, welcher beim Vorbeifahren am Tatort 2 Personen auf die Telefonzellen zugehen gesehen hat, war auch nicht sehr detailiert. Gewundert hat mich, dass er laut dem Kroneticker aussagte, dass man ihn das Phantombild (das dem Bosnier ähnlich schaut) vorgelegt hat. Dachte eigentlich, dass dieses Phantonbild von ihm stammt. Merkwürdig bleibt auch, dass man das Handy von Daniela der Familie zurückgegeben hat (Aussage Verteidiger) und die Schwester dann diese ominöse bosnische SMS entdeckte. Irgendwie hat man das Gefühl, als hätten die Ermittler gerne einen bestimmten Täter gehabt.....
In der Verhandlung geht es um die Frage der Schuld oder Unschuld des Täters. Wie wahrscheinlich ein Täter aus der Park-Szene ist, wäre Sache der Ermittler und nicht die des Gerichts. Auch spielt es keine Rolle, wie damals die Ermittlungen gelaufen sind, man kann durchaus Chancen der Aufklärung damals verpasst haben. Aber all das steht hier nicht zur Debatte. Es zählt nur, was in der Verhandlung eingeführt wurde.

Und wenn man das nüchtern betrachtet, ist nicht anderes als ein Freispruch zu erwarten.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 09:17
@Rigel92 - also, wenn sich DNA-Spuren erklären lassen - ich zitiere krone.at -
Aber wenn ich das Gesamtbild anschaue, kann ich sagen, dass wir sehr komplexe Spuren vorliegen und den Angeklagten an sehr vielen Stellen am Leichnam nachgewiesen haben – zum Beispiel an den Handgelenken und beim Fingernagelschmutz. Das ist eine Verdichtung von Indizien
Quelle: https://www.krone.at/4335131

dann kannst du das nicht einfach abtun als: ach, die haben halt zusammen gefeiert ein paar Stunden

Fingernagelschmutz??? DNA???

Er sagt ja selbst, da war gar nix zwischen ihnen. Gar nix. Ach so.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 09:23
@Atalanta89
Doch, das kann ich. Die Rechtsmedizinerin erläutert nie, wie diese an diese Stellen gekommen sein könnten. Die Tat selbst erfolgte sehr rasch, wahrscheinlich ohne jeglichen Körperkontakt mit dem Opfer. Von ihr wäre zu erwarten, diese Spuren mit der Tat in Verbindung zu bringen. Aber es kam nichts.

Zum Schluss sagte sie nur noch, sie könnte die Anwesenheit am Tatort mit diesen Spuren nicht beweisen. Es war in wirklich ein armseliges Schauspiel von Seiten der Rechtsmediziner und wollte durch gewisse Floskeln da eine gewisse Aufmerksamkeit erreichen. Und selbst der Berufsrichter sagte dann als Resümee inhaltlich, dass dieser Fingernagelschmutz nichts mit der Tat zu tun haben muss.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 09:42
@Ozrics Die 1. Ohrenzeugin aus der Tatnacht, die im Haus gegenüber wohnte, hat von Anfang an "Deutsch ohne Akzent" gesagt, die andere Ohrenzeugin kam erst, wenn ich mich recht erinnere, einige Monate später ins Spiel. Und nein, es wurde von Ermittlern ausgeschlossen, dass das Opfer irgendwelche Kontakte ins Drogenmilieu hatte.

In Innsbruck gab es zu jener Zeit eine aufgehetzte Stimmung gegen die Menschen im Rapoldipark, die dem Normalbürger auch nur irgendwie zwielichtig vorkamen. Da waren auch sofort alle Drogendealer, wenn sie nicht blauäuigig und weiß waren. Der Bosnier hat nach den ersten Tagen, da man eine Beziehungstat vermutete, perfekt ins Stimmungsbild gepasst - und einige Blätter sind ohne Scham auf der Welle geritten. Wie du richtig sagst - Drogengeschäfte um 5 Uhr morgens - mit Küchenmesser als Dealer da rumlaufen? Ist das glaubwürdig? Um die Zeit kamen die Betrunkenen von den Bögen oder Partys nach Hause. Die Dealer waren zu ganz anderen Zeiten unterwegs. Da ist man am Nachmittag auch öfters mal hinterm Sillpark angesprochen worden, ob man was möchte.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 09:52
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:. Wie gesagt, da der Zeuge erwähnte, dass der Angeklagte behauptete bei der Polizei gewesen sei, ist es kaum anzunehmen, dass es die Tatnacht war.
Es ist nicht schlüssig, aber deine Ableitung wackelt auch, ich kann gar nichts ableiten...


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 09:53
Der User Doverex hat hier immer behauptet, dass Daniela auf Grund ihrer Alkoholierung nicht mit dem Rad zum Tatort kommen konnte. Die Staatsanwältin sprach von 2,1 Promille. Weiters war am Rad der höchste Gang eingeschalten. Die beiden Zeugen (Plakatarbeiter u. Taxifahrer) konnten glaubwürdig von einer schwankenden blonden Frau berichten, welche sie gesehen haben. Natürlich ist es möglich, dass Daniele zuerst bei den Lokalen Nachschau hielt und dann nochmals zurück zum Wohnort des Angeklagten ging................. aber der sagte aus, dass sie "mit dem Rad" von ihm verabschiedete.....


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

um 10:06
Für mich ist die wichtigste Spur die an der Einstichstelle ist so da sie mit dem Mord höchstwahrscheinlich zu tun hat.

Nämlich bei zustechen wahrscheinlich entstanden.

Asiatische DNA - Bosnier und der zweite Bosnier mit der SMS waren beide Syrischer Abstammung - wo ist Syrien in Asien natürlich.

Da versteh ich nicht das das alles so abgetan wird auch hier von einigen das sie einfach den gar so armen Bosnier vertächtigt haben damals.

Er war erstens mal bekannt als Aggresiv- paar Tage zuvor war ein nachweisbarer Vorfall mit ihm.

Dann wenn man die Ohrenzeugin hernimmt würde es auch passen mit Akzent.( ich kenne diese nicht also kann ich nicht von Haus aus sagen die erzählt irgendwas wie hier einige behaupten)

Dann frag ich mich warum der Bosnier nach der Befragung von der Polizei - plötzlich nach Bosnien verschwand.

Dann plötzlich kurze Haare hatte und somit nicht mehr erkannt wurde vom Augenzeugen der zur Arbeit fuhr.

Dann wurde er laufen gelassen auf das hin.

Wegen ihm und der SMS waren die Beamten eben in Bosnien wo der mit der SMS auch nicht auffindbar war. Wurde dieser dann gefunden haben die DNA von beiden usw.

Es gibt keine Beweise dafür aber als Lächerlich abtun ist auch nicht der Richtige weg finde ich.

Weil natürlich spielt das der Verteidigung dann in die Karten.

Aber ich kann mir schwer vorstellen das TB sie gleich verfolgt hat - selbst betrunkenTB- eigentlich kein Motiv- dazu fuhr Daniela davor noch zu den Bögen wo sie gesehen wurde - vielleicht dort auch zu Fuß da sie Rad kurz abstellte da sie ihren On/off Tiroler Freund dort öfters war- dann erst zum Rapoldipark gefahren mit Rad um On/Off Freund zu besuchen und vorher zu telefonieren um niemanden mit läuten oder Klopfen zu wecken.

Was hat TB in dieser Zeit gemacht frag ich mich

Warum sollte er sie töten wollen? Wäre nur möglich wenn es einen Sexuellen übergriff gab von ihm an Daniela.

Dann fahr ich aber nicht noch zu den Bögen rauf sondern fahr gleich zum On/Off Freund.

Und die anderen Spuren von ihm an Daniela warum können die nicht beim Feiern entstehen muß mir wer erkläten.

Viele Leute eng nebeneinander oder vielleicht hat er mit Daniela getanzt oder sonst was oder rum geblödelt.

Warum kann es nicht sein das er sich vor der Abfahrt Daniela noch eine zigarette schnorrt in die Packung greift und so die DNA dort hin kommt.

Also alles in allem viel zuwenig das man zu 100 Prozent sagen kann er war es - also wird es Freispruch geben.

Ob er es jetzt war oder nicht steht dann nicht mehr zur Depatte und somit können es aber auch wieder andere Verdächtige die es ja gibt und gewesen sein könnten der Mörder sein auch wenn die Cold Case betont hat gibt nur mehr diesen einen Verdächtigen TB- das ist nicht due Wahrheit .

Es hätte einfach gleich gut ermittelt gehört dann wäre man dem Mörder besser auf die Schliche gekommen.

Meines Erachtens ist es zu verfahren das jemals ( ausser der Mörder gesteht selbst was ich nicht annehme) ein Mörder gefunden wird.

Ist dann aber der Fehler der Beamten nicht der des Gerichtes aber gut.


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