fassbinder1925
Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen
anwesend
dabei seit 2019
dabei seit 2019
Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen
Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005
um 15:53Bevor ich näher in den Fall eingestiegen bin, habe ich mir auch immer vorgestellt, die wäre in einem zwielichtigen Park umgebracht worden. Aber das ist ja bei weitem nicht so.smilesmile schrieb:Noch zu deinen Ausführungen:
Bzgl. der Heftigkeit der Stiche: Natürlich spricht, dass erstmal für jemanden mit Erfahrung/ mit Rapoldipark-Milieu. Für mich gibt es aber ein paar Dinge, die das relativieren. Wollte ich jemanden töten, würde ich auch hinzielen wo ich das Herz vermute. In der Enge einer Telefonzelle kann man auch nur bedingt frei stechen. Da sind Oberkörper und unterer Rücken naheliegend (was natürlich nicht heißen soll, dass er Zufall 'perfekt' getroffen hat). Es. gibt auch Studien, dass Menschen 'mit Erfahrung' auch in den Hals stechen, weil dort der Blutverlust so hoch ist. Gleichzeitig meiden 'unerfahrene' aufgrund der Drastik und wählen Stellen am Körper, die in ihren Augen weniger dramatisch sind. Außerdem, was mich an der Milieutheorie verunsichert ist einerseits die Uhrzeit. 5 Uhr, da ist im Rapoldipark sehr wenig los, auch bei den Dealern, etc. Auch hielten sich die Dealer im Rapoldipark meist außerhalb der Sichtweite an einer Bank im Inneren des Parks auf. Besonders zu späten Stunden, wenn nicht viel los war und man kontrollierenden Streifenfahrzeugen ausweichen wollte. Es fällt mir schwer, zu glauben, dass da jemand um 5 Uhr früh auf die angebliche Polizistin/ gestalkte Politikern Ausschau hält und dann in kurzer Zeit die Entscheidung zum Morden trifft . Auch wenn es um geschuldetes Geld geht, kriege ich ja kein Geld, wenn ich den Schuldner töte (bzgl. "hole es eh am Montag").
Ich habe bis heute nicht ganz verstanden, wie man sich diese Szene 2005 vorstellen muss.
Die Empfindungen sind da wohl sehr unterschiedlich. Sowohl in den alten Artikeln als auch hier im Thread. Es gibt in anderen Städten auch bekannte Hotspots. Aber da ist eben um die Uhrzeit einfach nicht viel los und hätte ich auch kein Problem in der Nacht durchzugehen. Aber der Park wird zwielichtiger als die Nokturngasse bei Harry Potter dargestellt.
Auch hier kann ich nochmal auf den Münchner Fall von dem Italienischen Paar verweisen. Das muss auch irgendein Irrer gewesen sein und die konnten auch anhand der DNA sogar Teile vom Aussehen und Herkunft der väterlichen Linie bestimmen, trotz allem ist der Täter seit über einem Jahrzehnt nicht gefunden.smilesmile schrieb:Auch wenn es im Drogenrausch, oder aufgrund von Trauma/ Psychose zur Tat kam, so bleiben solche Täter meist nicht unentdeckt, weil es sich wiederholt oder man sie im Zuge anderer Ermittlungen findet und dann in Verbindung bringt.
