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Maria Baumer

4.197 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Maria Baumer
elisab
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Maria Baumer

03.12.2012 um 12:00
@herzchen0712
herzchen0712 schrieb:http://schwarze-sehnsucht.blogspot.de/2012/06/vermisst.html?m=1

gerade beim googeln gefunden. hier wird es anscheinend so dargestellt, als hätte man von anfang an von der Auszeit gewusst.
Aber was ist denn das für ein Forum: Schwarze-Sehnsucht, dem der C.F. offenbar angehört, wenn er ein guter Freund von der Verfasserin ist, die, so wie ich gesehen habe, in Dortmund ist.
Ich muß da an Okkultismus denken, kann mir da jemand weiterhelfen?


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Maria Baumer

03.12.2012 um 12:02
ich denke, dass die gedächtnisausfälle von maria ein sehr wichtiger ansatzpunkt sind. gedächtnisausfälle ohne organischen befund sind eine schwerwiegende psychiatrische störung und nicht einfach eine mehr oder weniger normale reaktion auf ein bisschen stress. i.d.r. tritt eine dissoziative störung auch zusammen mit anderen psychiatrischen störungen auf. eine besondere form der dissoziativen störung ist die dissoziative fugue, die häufiger bei personen auftritt, die bereits vorher andere formen der dissoziation zeigten. lest euch mal die diagnostischen merkmale durch!!

Diagnostische Merkmale
Das Hauptmerkmal der Dissoziative Fugue ist ein plötzliches, unerwartetes Weggehen von zu Hause oder vom gewohnten Arbeitsplatz, verbunden mit der Unfähigkeit, sich an seine gesamte oder an Teile der Vergangenheit zu erinnern (Kriterium A).

Das Weggehen kann von kurzen Ausflügen von nicht zu langer zeitlicher Dauer (d.h. Stunden oder Tage) reichen, bis zu weitreichenden, in der Regel unauffälligen Wanderungen über eine lange Zeitspanne (z. B. Wochen oder Monate), wobei einige Personen zahlreiche nationale Grenzen überschreiten und Tausende von Meilen reisen. Während einer Fugue erscheinen die Personen in der Regel psychopathologisch unauffällig und erregen keine Aufmerksamkeit. Klinisch auffällig werden sie dann gewöhnlich ab einem gewissen Punkt aufgrund der Amnesie für frühere Ereignisse oder eines Mangels an Bewußtheit für die eigene Identität. Kehrt die Person zu dem Zustand vor der Fugue zurück, so kann es zu einem Gedächtnisverlust für die Ereignisse während der Fugue kommen.

http://www.dissoc.de/issd12.html


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charms
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Maria Baumer

03.12.2012 um 12:28
@DrMiri
Genau das ist der Grund, weshalb ich die Gedächtnislücken am Ende eben doch noch in die Überlegungen einbezogen habe. Denn das ist für mich der einzige Punkt, der das atypische Verhalten Marias vielleicht doch noch erklären könnte. Allerdings muss man dafür wesentlich mehr psychiatrisches Wissen haben, um beurteilen zu können, wie sich solche Personen in bestimmten Situationen verhalten.

Nicht so schön fand ich auch, dass hier bereits direkt nach der Sendung der Hinweis auf Schizophrenie (was ich jetzt mal mit anderen psychiatrischen Störungen gleichsetze) einging, was von dem Bruder vehement abgeschmettert wurde. An anderer Stelle erwähnt dann wieder die Schwester, dass für Marias Verschwinden auch medizinische Gründe verantwortlich sein können.

Der Einfluss der Gedächtnislücken lässt sich halt für Außentstehende nur schwer einschätzen, da unbekannt ist, in welchem Ausmaß und in welcher Intensität diese vorher vorhanden waren.


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Maria Baumer

03.12.2012 um 12:36
@DrMiri,

das wäre durchaus eine mögliche Erklärung. Es stellt sich natürlich die Frage ob das in den Monaten zuvor schon aufgetreten ist. (nicht die Gedächtnislücken, sondern das unerwartete Weggehen)
Ich versuch grad die Telefongespräche damit in einen Zusammenhang zu bringen.
Interessant der Verlauf dieser Erkrankung aus Deinem Link:
Der Beginn der Dissoziativen Fugue steht in der Regel im Zusammenhang mit besonders traumatischen, belastenden oder überwältigenden Lebensereignissen. Die meisten Fälle werden bei Erwachsenen beschrieben. Am häufigsten wird von einzelnen Episoden berichtet, die Stunden bis Monate andauern. Die Besserung verläuft gewöhnlich sehr schnell, in manchen Fällen kann jedoch eine anhaltende Dissoziative Amnesie bestehen bleiben.


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Maria Baumer

03.12.2012 um 12:50
Das mit den Gedächtnislücken halte ich aber für abwegig, selbst wenn sie die hatte und das nachweisbar ist, dann wäre sie ja nach einiger Zeit wieder zur "Besinnung" gekommen und auch wieder zurück gekommen.


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charms
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Maria Baumer

03.12.2012 um 13:00
@herzchen0712
Sehe ich im Prinzip genauso. Hinzu kommt: Auch hier hätte man sie eigentlich nach dem Datum ihres Verschwindens noch einmal sehen müssen.


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Maria Baumer

03.12.2012 um 13:11
@charms
@canales

ich bin zwar psychologin, kenne mich aber mit dissoziativen störungen nicht besonders gut aus, auch weil sie nicht so häufig ist. die dissoziative fugue kenne ich nur aus dem studium.

mit schweren psychiatrischen störungen, die mit einer dissoziativen störung einhergehen, meinte ich eher verschiedene persönlichkeitsstörungen und depressive oder angststörungen. nach meinem kenntnisstand besteht keine enge verbindung zwischen dissoziativen störungen und der schizophrenie oder anderen psychotischen störungen.

gegen das vorliegen einer schwereren psychiatrischen störung spricht bei maria allerdings ihre sehr gute soziale integration und gute leistungsfähigkeit und fähigkeit zur alltagsbewältigung, - soweit sich das von außen beurteilen lässt. aber es gibt auch dissoziativen störungen, die bei personen mit einer entsprechenden disposition relativ spontan auftreten können. aus auslöser könnten die vielen veränderungen in marias leben (beruf, ehrenamt, heirat) gewirkt haben, die ja auch starke (versagens-) ängste mobilisieren können.


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elisab
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Maria Baumer

03.12.2012 um 13:14
Um Befangenheit bei der Untersuchung des Falls vor Ort auszuschließen, wäre es vielleicht gut, wenn Experten aus einer anderen Gegend hinzugezogen würden.

Ich sehe noch immer als heißeste Spur, daß ihr in der Nacht zum Pfingssamstag etwas zugestoßen ist!!!


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Maria Baumer

03.12.2012 um 13:24
@charms
charms schrieb:Auch hier hätte man sie eigentlich nach dem Datum ihres Verschwindens noch einmal sehen müssen.
das stimmt allerdings ...


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charms
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Maria Baumer

03.12.2012 um 13:31
DrMiri schrieb: nach meinem kenntnisstand besteht keine enge verbindung zwischen dissoziativen störungen und der schizophrenie oder anderen psychotischen störungen.
Die Schizophrenie weist diverse Ähnlichkeiten zu den dissoziativen Störungen auf.
Aber ich finde, wir sollten hier das Thema psychiatrische Störungen besser lassen, solange hier kein Fachmann ist. Wir reden uns sonst noch um Kopf und Kragen. ;-)
Der Übergang von gesund zu krank ist häufig fließend und ich persönlich glaube jetzt auch nicht, dass Maria an einer schweren neurotischen Störung litt, aber ich würde anderes jetzt auch nicht unbedingt ausschließen.

Ich halte es auch für möglich, dass sie gewisse Symptome zeigte, ohne dass gleich eine schwerwiegende Erkrankung vorliegen muss. Auffällig ist halt, dass ihr jeder diese Auszeit abgenommen hat.


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Maria Baumer

03.12.2012 um 13:32
Inzwischen geh ich auch davon aus, dass es ein Gewaltverbrechen war ..
angenommen sie wäre freiwillig gegangen - dann hätte sie doch in diesem halben Jahr mal ein Lebenszeichen gegeben? Selbst im Kloster hätte sie wahrscheinlich den Ratschlag bekommen, sich zu melden, damit sie nicht mehr gesucht wird. Und selbst im Kloster bekommt man doch mit, dass man gesucht wird von außen und dass im TV berichtet wird. Selbst wenn es Streit in der Familie gab, so lass ich meine Familie nicht in Sorge ..


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Maria Baumer

03.12.2012 um 13:43
Ich weiß nicht, wie stark im Ausland nach ihr gesucht wird und ob sie da erfährt, wie sehr sie hier gesucht wird, und ihr Focus ist daher noch zu sehr auf eine Auszeit eingestellt.


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Maria Baumer

03.12.2012 um 13:44
Naja, aber mit 300€ über 6 Monate auskommen ohne dass sie Geld vom Konto abhebt? Da muss sie ja schon sehr viel Glück haben und jemanden gefunden haben, der ihr "Leben" finanziert, denn wenn sie irgendwo 'nen Job hätte, vermute ich dass das auch rauskommen würde und sie gesehen wird. Vor allen Dingen muss sie ja erstmal ins Ausland gekommen sein, da hätte sie doch wahrscheinlich auch Papiere vorzeigen müssen.


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Maria Baumer

03.12.2012 um 13:46
Die Problematik bei Vermisstenfällen von Erwachsenen liegt darin, dass zunächst einmal abgewartet wird ob sich die Personen nicht doch melden. Bei Kindern läuft im Gegensatz dazu sofort die komlette Maschinerie an Aufrufen und Ermittlungen an. So vergehen erstmal Wochen an denen nicht viel geschieht. Hier noch unterstützt durch die Mitteilung einer Auszeit.
Nach dieser Zeit ist es äußerst schwierig zu rekonstruieren wo sich die Gesuchten aufgehalten haben, kurz nach dem Verschwinden. Das Erinnerungsvermögen hält halt nur eine bestimmte Zeit.
Eine so lange Auszeit oder auch ein Verschwinden aufgrund dieser speziellen Form der dissoziativen Störung ist zwar möglich wird aber auch meiner Meinung nach immer unwahrscheinlicher.


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charms
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Maria Baumer

03.12.2012 um 14:40
Das Problem ist doch, dass es keine logische Abfolge der Handlungen gibt, die ihr Verhalten wirklich erklären.

Spielen wir also das ganze Szenario noch einmal durch und lassen den Verlobten und die Nacht vor ihrem Verschwinden außen vor:

1. Sie hat ihre Auszeit "geplant", wobei anzunehmen ist, dass es sich in diesem Fall von Vornherein um eine längere Auszeit handeln sollte:
Dafür spricht, dass sie mit ziemlicher Sicherheit annehmen konnte, dass ihr Verlobter morgens joggen gehen würde. Dafür spricht auch, dass sie den Ring zurückgelassen hat.
Wenn die Auszeit aber geplant gewesen sein soll, wieso legt sie sich dann nicht einmal eine vernünftige Ausrede parat? Wieso ruft sie ihren Verlobten ZWEIMAL scheinbar übereilt und hastig an, während sie bei allem anderen scheinbar akribisch daran denkt, keine Spuren zu hinterlassen?
Wieso hat sie nicht mehr Klamotten mitgenommen oder wieso hat sie überhaupt Klamotten mitgenommen?
Dagegen spricht auch, dass es vor dem Tag ihres Verschwindens keinerlei Anzeichen zu geben scheint, dass sie vorhatte, ihre Angehörigen längerfristig zu verlassen.

2. Sie hat sich spontan dazu entschieden, eine Auszeit zu nehmen:
Dafür scheinen insbesondere ihre neuen Lebensumstände zu sprechen. Zudem scheint sie nur für eine kurze Auszeit gepackt zu haben.
Aber warum hinterlässt sie den Verlobungsring, wenn es sich von Vornherein nur um eine kurze Auszeit handeln soll?
Sie meldet sich also um 14 Uhr bei ihrem Verlobten, dass sie in Nürnberg ist.
Um 16.30 Uhr meldet sie sich wieder bei ihm, dass sie nun nach Hamburg fahren will.

Auch hier stellt sich die Frage: Warum dieser zweite Anruf?
Option 1: Sie hatte wirklich vor nach Hamburg zu fahren.
Warum aber hat sie sich dann zunächst bei ihrem Verlobten gemeldet statt bei ihren Freunden oder Angehörigen dort und klar zu machen, dass sie kommt? Das ergibt keinen Sinn. Hinzu kommt, dass diese
a) von nichts Bescheid wussten und
b) Maria dort nie ankam.
Wieviel kann aber schon auf dem Weg von Nürnberg nach Hamburg passieren?!

Option 2: Maria hatte gar nicht vor, nach Hamburg zu fahren und hat bei dem zweiten Anruf gelogen:
Warum um Himmels willen hatte Maria es in diesem Fall nötig, sich bereits schon wieder um 16.30 Uhr bei ihrem Verlobten zu melden? In diesem Fall hätte sie doch alle Zeit der Welt gehabt. Ihr Verlobte wusste bereits, dass sie in Nürnberg ist und eine Auszeit wollte. Warum brauchte es zu diesem Zeitpunkt einen zweiten scheinbar übereilten Anruf?
Wenn sie eine falsche Fährte hätte legen wollen, warum hat sie diese dann ausgerechnet nach Hamburg gelegt? Dies wäre doch für ihre Angehörigen besonders einfach nachzuprüfen gewesen und unter Umständen wäre es noch schneller herausgekommen, dass sie dort niemals war. Warum sollte Maria dieses Risiko eingehen?

Tatsache ist, dass sie seit diesem Tag nirgends gesehen worden ist.


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Maria Baumer

03.12.2012 um 14:45
@charms
charms schrieb:Tatsache ist, dass sie seit diesem Tag nirgends gesehen worden ist.
zumindest nicht nachweisbar. es sollen ja schon mehrere begegnungen mit ihr erfolgt sein, aber das hatten ja schon viele "zeugen" in anderen fällen behauptet und es stimmte nicht..
wurde denn eigentlich schon die spur überprüft mit dem jakobsweg?


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charms
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Maria Baumer

03.12.2012 um 14:58
@herzchen0712
Keine Ahnung. Ich glaube auch immer mehr, dass sich der Fall nicht auflöst, sofern die Vermisste nicht selbst irgendwann wieder auftaucht.

Ich stelle mir halt auch vor, wenn ich wirklich so selbstbestimmt und selbstbewusst wäre, dann hätte ich es auch gar nicht nötig unterzutauchen. Dann könnte ich alle Brücken abbrechen, ohne mich zu verstecken.


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Maria Baumer

03.12.2012 um 15:45
Ich habe mich auch schon gefragt: Könnten die "Gedächtnislücken" vielleicht damit zusammenhängen, dass sie in der Zeit, wo sie sich angeblich an nichts erinnerte, was gemacht hat, was sie verheimlichen wollte? z.B. Treffen mit einem anderen Mann? Der auch der Grund ist, warum sie abgehauen ist? Total verliebt, einfach das genießen und ausleben und nicht an morgen denken? Und jetzt traut sie sich nicht mehr, sich zu melden, weil sie sich schämt für ihr Verhalten, vor der Familie, den Freunden, dem Verein, dem Arbeitgeber? Wenn der Mann wohlhabend ist, könnte er sie ja irgendwie gelockt haben, komm mit, wir machen uns eine schöne Zeit, du brauchst kein Geld, pack einfach ein paar Sachen ein und komm mit mir....


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Maria Baumer

03.12.2012 um 15:50
@diegraefin

genau aus diesem grund bin ich vor einigen tage auf das beispiel mit der schwangerschaft durch sonstwen gekommen. danach totale scham, reue, angst vor ende der beziehung, platzen der hochzeit, auswirkungen auf beruf.. und dann mögliche gedächtnislücken als ansatz eines erklärungsversuchs, der dann aber nicht weiter verfolgt wurde, sondern in der flucht endete...
richtig überzeugen tut mich all das aber selbst nicht. eher etwas was 1850 sich so abgespielt haben könnte...


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Maria Baumer

03.12.2012 um 16:00
witzig, ich wollte gerade das gleiche posten wie thoelke: ist shcon eine weit hergeholte Theorie, aber was wäre wenn sie an besagtem Vormittag einen Schwangerschaftstest gemacht hat, der positiv ausfiel. und zwar schwanger von einem anderen. das würde auch erklären warum sie total aufgewüht war und ihr keine andere lösung eingefallen ist als abzuhauen.
und in streng katholischen kreisen kann mir keiner erzählen, dass das nicht DER skandal schlechthin wäre. gerade mit ihrer neuen stelle in der kathol. jugend.
eine abtreibung wenn man gottesfürchtig ist kommt dann auch nicht in frage.

ebenso kann ich mir vorstellen, dass in so einem fall nicht mal mehr die eigene familie hinter einem steht. zumindest nicht bis der erste schock verdaut wäre.

aber ich gebe zu, es ist eine weit hergeholte theorie.... kam mir nur heute im laufe des tages in den sinn.


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