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Der Fall Sonja Engelbrecht

18.379 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Verschwunden, München, 1995, Sonja Engelbrecht

Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 22:12
SCMP77 schrieb:Ich greif das mal raus, was für eine Theorie hast Du dann, die erklären kann, dass M den Straßenbahnfahrer beschreiben konnte?
War seine Beschreibung des Trambahnfahrers denn überhaupt zureffend? Wir wissen soweit mir bekannt ist nicht, wie seine Beschreibung lautete und ob sie zutreffend war.

Davon abgesehen ist mir grundsätzlich rätselhaft warum Sonja am Stiglmaierplatz alleine verweilen wollte. Warum rannte sie nicht ebenfalls mit Markbert zur Tram? Es wäre doch ganz einfach für sie gewesen in diese Tram einzusteigen und damit nach Hause zu kommen.
Selbst wenn sie nicht mehr ganz so schnell zu Fuß war, ob durch Alkohol oder Müdigkeit, hätte sie Markbert doch sagen können dass er die Tram kurz aufhalten soll.
Sie soll also diese eigentlich sichere Möglichkeit nach Hause zu kommen absichtlich verstreichen lassen haben und stattdessen die Möglichkeit vorgezogen haben das ihre Schwester sie vielleicht abholen würde? Denn sicher war das ja gar nicht.
Ihre Eltern und ihre Schwester sagen, dass Sonja noch nie Nachts ihre Schwester angerufen hatte und sie gebeten hatte sie abzuholen. Warum soll sie das dann ausgerechnet in dieser Nacht zum ersten Mal gemacht haben? Sie konnte ja nicht mal wissen ob ihre Schwester überhaupt bereit gewesen wäre sie um immerhin nach 2 Uhr Nachts abzuholen.
Im Übrigen soll sie die Telefonnummer ihrer Schwester gar nicht auswendig gekannt haben, von daher fällt der Anruf so oder so flach.
Das ergibt für mich alles keinen Sinn.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 22:14
Was ist eigentlich, wenn der SMP gar nicht der Verschwindeort war? Vielleicht ist ihr eingefallen, dass sie die neue Nummer ja gar nicht kennt und sie ist weiter zum HBF und womöglich sogar nach Laim gefahren... vielleicht sollte man sich nicht so auf den SMP fixieren...


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 22:17
@mostellaria

Wenn sie aber doch in der Telefonzelle stand und bereits begann eine Nummer zu wählen. Welche Nummer hat sie denn dann gewählt? Die der Schwester kann es ja nicht gewesen sein, denn dort ging kein Anruf von Sonja ein.
Und warum rief Sonja dann nicht ihre Eltern an und bat sie, sie abzuholen? Die Eltern wären doch dazu bereit gewesen sie abzuholen.


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28.05.2017 um 22:20
@Dwarf

Es ist ja nicht sicher, dass sie überhaupt irgendeine Nummer gewählt hat. Vielleicht hatte sie auch niemanden erreicht oder wählte aus Versehen die alte Nummer. Und vielleicht sah sie keinen Grund, ihre Eltern anzurufen und dachte sich: "Dann laufe ich halt doch zum HBF und fahre mit den Öffis nach Laim."


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Cosmo69
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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 22:30
Dwarf schrieb:Das ergibt für mich alles keinen Sinn.
Wenn man die Diskussion so durchliest dann sehen sehr viele das an dem Abend nichts wirklich ungewöhnlich gewesen ist , hm tja ich kann mich beim besten Willen an nichts erinnern was zu meiner Jugend Heimkehr mäßig beim jemandem so schiefgelaufen ist wie bei Sonja !


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 22:38
mostellaria schrieb:Es ist ja nicht sicher, dass sie überhaupt irgendeine Nummer gewählt hat.
Markbert sagte, er hat gesehen dass sie die erste Ziffer einer Nummer gewählt hat.

Er behauptete weiter, daß er bei Sonjas angeblichem Telefongespräch mit in der Telefonzelle war. Sonja soll in seinem Beisein die erste Telefonziffer gewählt haben.

http://sonja-engelbrecht.de/am-stiglmaierplatz
mostellaria schrieb: Vielleicht hatte sie auch niemanden erreicht oder wählte aus Versehen die alte Nummer.
Die Schwester wohnte doch zuvor zu Hause. Die alte Nummer der Schwester, war also Sonjas eigene Nummer bzw. die Nummer ihrer Eltern.
mostellaria schrieb:Und vielleicht sah sie keinen Grund, ihre Eltern anzurufen und dachte sich: "Dann laufe ich halt doch zum HBF und fahre mit den Öffis nach Laim."
Das ist sicher eine Möglichkeit. Aber warum lässt man dann zuerst die Tram fahren, die einen doch zum Hbf hätte gebracht hätte?


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 22:49
SCMP77 schrieb: Zusätzlich kommt noch hinzu, dass er den Tramfahrer beschreiben konnte.
@SCMP77

Hier wäre es interessant zu wissen, wie genau und detailliert diese Beschreibung überhaupt war. Nur mal angenommen, Markbert hätte gesagt (sozusagen als 'Schuss ins Blaue' hinein) "braune Haare" - dann wäre die Wahrscheinlichkeit eines Treffers rein statistisch recht hoch ...


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28.05.2017 um 22:54
@Dwarf

Na ja, woanders heißt es aber, dass er ihr die Karte gegeben hat und dann weggerannt ist. Also weiß man es nicht so genau. Und ja, vllt. hat sie damit angefangen, ihre eigene Nummer zu wählen und hat es dann gemerkt. Vllt. wollte sie aber auch Markbert loswerden. Und dass sie nicht mitgefahren ist, kann entweder Verpeiltheit sein oder sie wollte eben Markbert loswerden, es wird doch Gründe gegeben haben, wieso sie als von ihm genervt beschrieben wurde. Ich will auch gar nicht darauf beharren oder jedes Detail erklären. Aber vllt. wäre man etwas weiter, würde man auch andere Orte in Betracht ziehen.


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Cosmo69
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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 23:00
mostellaria schrieb:oder sie wollte eben Markbert loswerden, es wird doch Gründe gegeben haben, wieso sie als von ihm genervt beschrieben wurde.
Na ja dann stellt sich aber wieder die Frage warum sie erst unbedingt noch mit ihm los ist wenn sie in der Nacht ein kompliziertes Manöver (das zur Katastrophe führte) veranstaltete um ihn
los zu werden.
mostellaria schrieb:Aber vllt. wäre man etwas weiter, würde man auch andere Orte in Betracht ziehen.
Glaub ich nicht.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 23:01
Aus der Homepage "Sonja Engelbrecht":
http://sonja-engelbrecht.de/der-rueckweg-von-der-schellingstrasse-zum-stiglmaierplatz
– Warum fiel es R.* erst später ein, dass Sonja angeblich austreten wollte?
Ist das so zu verstehen, dass in R.*s Aussage bei der (oder den) anfänglichen Vernehmung(en) das mit dem angeblichen Austreten von Sonja im Gebüsch (noch) nicht enthalten war?  


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 23:25
@Cosmo69

Man kann ja jemanden mögen, aber trotzdem öfters von ihm genervt sein. Gerade in dem Alter.

Und ich bin eben der Meinung, dass man auch andere Orte i betracht ziehen sollte. Könnte sie z.B. irgendwo abgestürzt sein? Gab es in Laim verdächtige Gestalten? Etc.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.05.2017 um 23:57
mostellaria schrieb:@Dwarf

Na ja, woanders heißt es aber, dass er ihr die Karte gegeben hat und dann weggerannt ist. Also weiß man es nicht so genau. Und ja, vllt. hat sie damit angefangen, ihre eigene Nummer zu wählen und hat es dann gemerkt. Vllt. wollte sie aber auch Markbert loswerden. Und dass sie nicht mitgefahren ist, kann entweder Verpeiltheit sein oder sie wollte eben Markbert loswerden, es wird doch Gründe gegeben haben, wieso sie als von ihm genervt beschrieben wurde. Ich will auch gar nicht darauf beharren oder jedes Detail erklären. Aber vllt. wäre man etwas weiter, würde man auch andere Orte in Betracht ziehen.
Natürlich sollte man alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, da stimme ich dir zu. Aber dennoch klingt das für mich alles nicht besonders schlüssig.
Sonja und Markbert hätten ja sowieso nur noch den Weg zusammen zum Hbf gehabt, danach hätten sich ihre Wege getrennt. Es sind nur zwei kurze Haltestellen vom Stiglmaierplatz bis zum Hauptbahnhof. Ich denke diese paar Minuten kann man es im Normalfall auch mit jemand aushalten von dem man genervt ist wenn man nach Hause möchte.

Wenn sie urplötzlich von ihm so genervt war, dann müsste ja eigentlich an diesem Abend irgendwas vorgefallen sein was dazu geführt hat. Oder sie war schon zu Beginn des Abends genervt von ihm, dann ist aber die Frage weshalb sie überhaupt mit ihm los ging.

Andere Orte wurden ja von der Polizei in Betracht gezogen, aber es hat nichts ergeben. Vielleicht auch weil sie erst viel zu spät nach Sonja gesucht haben.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

29.05.2017 um 00:02
In diesem Bericht steht übrigens auch etwas über Sonja:
https://www.tz.de/muenchen/stadt/kommissar-erklaert-so-handelt-polizei-bei-vermisstenfaellen-8355104.html


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SCMP77
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Der Fall Sonja Engelbrecht

29.05.2017 um 00:30
Dwarf schrieb:War seine Beschreibung des Trambahnfahrers denn überhaupt zureffend? Wir wissen soweit mir bekannt ist nicht, wie seine Beschreibung lautete und ob sie zutreffend war.
Meinst Du das hätten Engelbrechts nicht genau mitgeteilt?

Dann hätten sie auf der Homepage eine ganz andere Frage gestellt.
mostellaria schrieb:Was ist eigentlich, wenn der SMP gar nicht der Verschwindeort war? Vielleicht ist ihr eingefallen, dass sie die neue Nummer ja gar nicht kennt und sie ist weiter zum HBF und womöglich sogar nach Laim gefahren... vielleicht sollte man sich nicht so auf den SMP fixieren...
Eben, das ist vollkommen offen.
Dwarf schrieb:Wenn sie aber doch in der Telefonzelle stand und bereits begann eine Nummer zu wählen. Welche Nummer hat sie denn dann gewählt? Die der Schwester kann es ja nicht gewesen sein, denn dort ging kein Anruf von Sonja ein.
Darüber haben wir hier schon ausreichend gesprochen, vielleicht hatte sie einfach die Nummer der Schwester sich doch nicht ausreichend eingeprägt.
Dwarf schrieb:Und warum rief Sonja dann nicht ihre Eltern an und bat sie, sie abzuholen? Die Eltern wären doch dazu bereit gewesen sie abzuholen.
Hätte ich früher auch nie gemacht zu dieser Zeit, auch wenn das rein theoretisch meine Eltern sicherlich ageholt hätten.
Aggie schrieb:Hier wäre es interessant zu wissen, wie genau und detailliert diese Beschreibung überhaupt war. Nur mal angenommen, Markbert hätte gesagt (sozusagen als 'Schuss ins Blaue' hinein) "braune Haare" - dann wäre die Wahrscheinlichkeit eines Treffers rein statistisch recht hoch ...
Das wäre aber ein hohes Risiko, nur etwas ins blaue zu behaupten. Denn er hätte dies gar nicht behaupten müssen. Auch die Gruppe, welche ihm sagten "Zu spät für Dich" saugt man sich in einer Zeugenbefragung nicht aus den Fingern. Da belässt man es in der Regel bei erfundenen Geschichten bei wenig Details.
Aggie schrieb:    – Warum fiel es R.* erst später ein, dass Sonja angeblich austreten wollte?

Ist das so zu verstehen, dass in R.*s Aussage bei der (oder den) anfänglichen Vernehmung(en) das mit dem angeblichen Austreten von Sonja im Gebüsch (noch) nicht enthalten war?  
Wenn man sich etwas von den Problemen von Zeugenbefragungen eingelesen hat, ist das nicht verwunderlich. Psychologen raten den Ermittlern die Zeugen ihre Beobachtungen auch von hinten nach vorne zu erzählen, da kommt in der Regel noch weiter Details zum Vorschein. Aber das ist bei den Ermittlern heute leider noch nicht angekommen und 1994 war man in der Erkenntnis diesbzgl. auch nocht nicht so weit. Unser Gedächtnis arbeitet eben nicht wie ein Film.

Wer sich damit etwas mehr beschäftigen will, hier ein Artikel aus dem Spiegel:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-140750217.html

Da ist das ebennicht gerade verwunderlich, dass man bestimmte Dinge, die einem unwichtig erscheinen, erstmal nicht aus seinem Gedächtnis hervorkramt, man muss ja auch bedenken, es waren mehrere Wochen seit dem Ereignis bis zur ersten Befragung vergangen.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

29.05.2017 um 00:53
SCMP77 schrieb:Meinst Du das hätten Engelbrechts nicht genau mitgeteilt?
Wenn sie es wüssten, würden sie es sicher mitteilen. Wir wissen ja nicht, ob die Polizei ihnen diesbezüglich (egal ob Markbert zutreffende Aussagen machte oder nicht) irgendwas mitgeteilt hat.
SCMP77 schrieb:Darüber haben wir hier schon ausreichend gesprochen, vielleicht hatte sie einfach die Nummer der Schwester sich doch nicht ausreichend eingeprägt.
Laut der Eltern kannte Sonja die neue Telefonnummer überhaupt nicht. Nicht teilweise, sondern gar nicht. Und ich gehe davon aus, da die Eltern das seit Jahren immer wieder betonen, dass sie es deshalb auch ganz genau wissen. Sie sagen ja nicht, es wäre gut möglich das Sonja diese Telefonnummer nicht kannte. Sondern sie sagen mit Bestimmtheit, Sonja kannte diese Nummer nicht auswendig. Und wenn sie das so sagen, dann halte ich das erst mal für glaubwürdig. Diese Telefonnummer wird wohl mal Gesprächsthema innerhalb der Familie gewesen sein. Ich kann mir z.b. vorstellen, dass Sonja gegenüber ihren Eltern mal erwähnt hat, dass sie sich die Nummer ihrer Schwester nicht merken kann. Oder die Eltern sahen desöfteren, wenn Sonja ihre Schwester anrief, dass sie dabei die Nummer nachschlagen musste.
SCMP77 schrieb:Hätte ich früher auch nie gemacht zu dieser Zeit, auch wenn das rein theoretisch meine Eltern sicherlich ageholt hätten.
Das hilft uns hier aber nicht wirklich weiter wie du das damals gehandhabt hättest. Sonja war in dieser Hinsicht offensichtlich anders als du, denn sie lies sich ja desöfteren Nachts von ihren Eltern mit dem Auto abholen.


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SCMP77
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Der Fall Sonja Engelbrecht

29.05.2017 um 01:27
Dwarf schrieb:Wenn sie es wüssten, würden sie es sicher mitteilen. Wir wissen ja nicht, ob die Polizei ihnen diesbezüglich (egal ob Markbert zutreffende Aussagen machte oder nicht) irgendwas mitgeteilt hat.
Naja, immerhin habe sie uns mitgeteilt, dass M den Tramführer beschreiben konnte.
- Wie konnte Robert das Aussehen des Trambahnfahrers beschreiben, obwohl man als Fahrgast den Trambahnfahrer gar nicht richtig sehen kann, da er durch einen Vorhang abgegrenzt ist?
Aber an dieser Frage sieht man, dass Engelbrechts in München wohl selten mit der Tram gefahren sind. Der Vorhang ist da seitlich meist offen. Nur hinter dem Fahrer ist er meist zu. Das gleich gilt auch für das Schild, dass man nicht mit den Fahrer während der Fahrt sprechen soll. Das steht da, kaum einer hält sich dran. Wenn ein Kollege mitfährt, wird häufig u ständig gequatscht.
Dwarf schrieb:Laut der Eltern kannte Sonja die neue Telefonnummer überhaupt nicht. Nicht teilweise, sondern gar nicht. Und ich gehe davon aus, da die Eltern das seit Jahren immer wieder betonen, dass sie es deshalb auch ganz genau wissen. Sie sagen ja nicht, es wäre gut möglich das Sonja diese Telefonnummer nicht kannte. Sondern sie sagen mit Bestimmtheit, Sonja kannte diese Nummer nicht auswendig. Und wenn sie das so sagen, dann halte ich das erst mal für glaubwürdig.
Das kann man glauben, ist aber kein Fakt. Wir wissen nicht, wie wichtig die Nummer für Sonja war und ob sie diese nicht nur in ihrem Adressblock hatte sondern anderweitig aufgeschrieben hatte. Ich denke sogar, dass diese für Sonja wichtiger als viele andere Nummern war, es war schließlich ihre Schwester.

Ich habe in der vor Handy Zeit auch noch auf einem kleinen Zettel mit mir geführt, gerade die, welche ich mir nicht merken konnte.

Auch wenn das Engelbrechts tausende Mal wiederholen zum Fakt wird das in keiner Weise.
Dwarf schrieb:Das hilft uns hier aber nicht wirklich weiter wie du das damals gehandhabt hättest. Sonja war in dieser Hinsicht offensichtlich anders als du, denn sie lies sich ja desöfteren Nachts von ihren Eltern mit dem Auto abholen.
ÖFTER mag sein, aber was heißt des öfteren überhaupt? Immer wohl kaum. Auch das kann man wieder nicht als Fakt ansehen und bleibt eine reine Vermutung.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

29.05.2017 um 01:49
SCMP77 schrieb:Naja, immerhin habe sie uns mitgeteilt, dass M den Tramführer beschreiben konnte.
Gut, das ist richtig. Sie werden diese Information also sehr wahrscheinlich von der Polizei erhalten haben.
Dennoch wäre es interessant zu wissen, wie genau er den Trambahnfahrer beschrieb und ob seine Beschreibung zutreffend war. Es ist immerhin ein Unterschied ob man jemand genau beschreiben kann und z.b. sagt der Trambahnfahrer war schlank, trug eine Brille, hatte Sommersprossen und blonde Haare, oder ob man lediglich sagt er hatte dunkle Haare.
SCMP77 schrieb:Aber an dieser Frage sieht man, dass Engelbrechts in München wohl selten mit der Tram gefahren sind. Der Vorhang ist da seitlich meist offen. Nur hinter dem Fahrer ist er meist zu.
Das kann ich nicht beurteilen, da ich die Trambahnen in München nicht kenne. Aber wenn du dir da sicher bist, dann glaube ich dir das. Denn es klingt plausibel. Und genau so glaube ich den Engelbrechts Aussagen, die plausibel klingen.
SCMP77 schrieb:Das kann man glauben, ist aber kein Fakt. Wir wissen nicht, wie wichtig die Nummer für Sonja war und ob sie diese nicht nur in ihrem Adressblock hatte sondern anderweitig aufgeschrieben hatte. Ich denke sogar, dass diese für Sonja wichtiger als viele andere Nummern war, es war schließlich ihre Schwester.
Die Nummer ihrer Schwester zu kennen war für sie eben gerade nicht wichtig. Denn die Schwester wohnte nicht weit entfernt und kam nach ihrem Auszug täglich persönlich in die Wohnung ihrer Eltern, da die Eltern sich damals um ihre kleine Tochter kümmerten. Damit erklären die Eltern ja auch, dass Sonja ihre Schwester so gut wie nie anrief. Denn es ist ja nicht oft nötig jemand anzurufen, denn man ständig persönlich antrifft.

Sonja soll ein Adressbuch gehabt haben, dass sie aber an diesem Abend nicht dabei hatte.

Für mich klingen diese Erklärungen schlüssig.
SCMP77 schrieb:ÖFTER mag sein, aber was heißt des öfteren überhaupt? Immer wohl kaum. Auch das kann man wieder nicht als Fakt ansehen und bleibt eine reine Vermutung.
Darauf wollte ich auch nicht hinaus, dass sie sich immer von ihren Eltern abholen lies. Aber das sie sich desöfteren von ihnen abholen lies, zeigt doch immerhin, dass sie grundsätzlich kein Problem damit hatte sich von ihren Eltern abholen zu lassen. Das ist auch keine Vermutung, sondern die Eltern von Sonja sagten dies so. Warum sollte man das anzweifeln? Aus welchem Grund sollten die Eltern in dieser Hinsicht lügen?


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Der Fall Sonja Engelbrecht

29.05.2017 um 06:14
Dwarf schrieb:Darauf wollte ich auch nicht hinaus, dass sie sich immer von ihren Eltern abholen lies. Aber das sie sich desöfteren von ihnen abholen lies, zeigt doch immerhin, dass sie grundsätzlich kein Problem damit hatte sich von ihren Eltern abholen zu lassen. Das ist auch keine Vermutung, sondern die Eltern von Sonja sagten dies so. Warum sollte man das anzweifeln? Aus welchem Grund sollten die Eltern in dieser Hinsicht lügen?
Es fragt sich aber, weshalb sie an diesem Abend die Eltern nicht anrufen wollte, wenn sie es anscheinend sonst gemacht hat?

1. Weil die Eltern nicht damit einverstanden waren, dass sie überhaupt mit Markbert ausging.
2. Weil sie etwas getrunken oder Drogen konsumiert hatte, weswegen sie mit den Eltern Probleme bekommen hätte.
3. Weil sie der Meinung war, wenn Silvia schon das Auto bekommen hatte, dass sie sie dann auch abholen könnte.
4. Weil sie ganz einfach irgendwann im Laufe des Abends oder sogar schon vor dem Weggehen (woher zuerst die Anweisung zum Abwimmeln von Markbert und dann plötzliches Abheben des Telefons?) einen Plan im Kopf hatte, den sie endgültig am SMP umgesetzt hatte.

Möglichkeiten gäbe es bestimmt noch viel mehr. Ich weiß auch nicht, wo hier eine Auffälligkeit sein soll.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

29.05.2017 um 07:27
Sie handelte an diesem Abend anscheinend sowieso ganz anders, als wie es ihrer Gewohnheit entsprach. Oder legt man das nach so einem tragischen Verschwinden einfach anders aus?

1. Man kann sich auch genauso gut die Frage stellen, weshalb sie überhaupt ausgegangen ist, wenn sie doch müde war.

2. Weshalb ging sie ohne die Freundinnen aus, wenn sie es sonst nie gemacht hat? (mit 19 Jahren, kaum zu glauben) Sie wusste doch, dass sie mit Markbert bzw. den Jungs alleine sein würde.

3. Weshalb wählte sie gerade an diesem Abend ihre neue, knallenge Lederhose? An einem Abend, an dem sie nur mit einem eigentlich nervenden Kumpel nicht allzu lange ausgehen wollte?


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SCMP77
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Der Fall Sonja Engelbrecht

29.05.2017 um 08:57
Dwarf schrieb:Dennoch wäre es interessant zu wissen, wie genau er den Trambahnfahrer beschrieb und ob seine Beschreibung zutreffend war. Es ist immerhin ein Unterschied ob man jemand genau beschreiben kann und z.b. sagt der Trambahnfahrer war schlank, trug eine Brille, hatte Sommersprossen und blonde Haare, oder ob man lediglich sagt er hatte dunkle Haare.
Warum eigentlich?

Nur Dinge hinterfragen, die M entlasten können und im Falle der Familie alles schlucken, nur weil es scheinbar plausibel klingt?
Dwarf schrieb:Die Nummer ihrer Schwester zu kennen war für sie eben gerade nicht wichtig. Denn die Schwester wohnte nicht weit entfernt und kam nach ihrem Auszug täglich persönlich in die Wohnung ihrer Eltern, da die Eltern sich damals um ihre kleine Tochter kümmerten. Damit erklären die Eltern ja auch, dass Sonja ihre Schwester so gut wie nie anrief. Denn es ist ja nicht oft nötig jemand anzurufen, denn man ständig persönlich antrifft.
Das diese nicht wichtig sei, behaupten selbst die Eltern nicht, sie nehmen nur an, dass Sonja diese NOCH nicht auswendig kannte, weil sie neu war. WISSEN können sie es nicht, vielleicht hätte Sonja eine einfache Eselsbrücke gefunden. Und wie gesagt, ich nehme an, dass sie sich dies zusätzlich aufgeschrieben hat. Etwas anderes wäre es gewesen, wenn Sonja die noch gar nicht gekannt hätte. Das war aber nicht der Fall.
Dwarf schrieb:Sonja soll ein Adressbuch gehabt haben, dass sie aber an diesem Abend nicht dabei hatte.
Das wissen wir, ist aber für die Aufklärung ungeeignet, ob sie die Nummer nicht anderweitig ermitteln konnte. Klar hatte man früher ein Adressheft, wo die Nummern der Bekannten und Verwandten drin standen, aber das hat man doch nicht immer dabei, die wichtigsten hatte man im Kopf und ich auch in meiner Geldbörse.
Dwarf schrieb:Darauf wollte ich auch nicht hinaus, dass sie sich immer von ihren Eltern abholen lies. Aber das sie sich desöfteren von ihnen abholen lies, zeigt doch immerhin, dass sie grundsätzlich kein Problem damit hatte sich von ihren Eltern abholen zu lassen. Das ist auch keine Vermutung, sondern die Eltern von Sonja sagten dies so. Warum sollte man das anzweifeln? Aus welchem Grund sollten die Eltern in dieser Hinsicht lügen?
Ob sie hier Probleme mit dem Abholen hatte, kann man daraus nicht entnehmen. Ich denke, dass da das Herauskommen der Eltern eher das letzte Mittel war. Einen wirklich schwerwiegenden Grund gab es nicht wirklich, sie könnte am nächsten Abend lang ausschlafen. Sie hatte ja zusammen auch die möglichen Nachtverbindungen angesehen. ÖFTER ist alles andere als immer. Daher werden wir hier den Eltern auch keine Lügen vor, man muss aber auch kritisch ihre Schlussfolgerungen hinterfragen können und was anderes ist hier in letzter Zeit auch nicht erfolgt.

Und diese passen einfach mit den eigenen Erfahrungen, welche man beispielsweise in 35 Jahren Nahverkehr in München gesammelt hat, nicht zusammen (und nicht nur das). Schlussfolgerungen gehen eben nie nur in eine Richtung und die von Engelbrecht erscheinen mir doch häufig recht konstruiert.


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