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Was denkt ihr über Transgender?

6.035 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Frauen, Frau, Mann ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Was denkt ihr über Transgender?

26.03.2026 um 13:31
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:wie erklärst Du Dir denn Deine Geschlechtsidenitität?
Das ist eine spannende Frage, die schon fast einen eigenen Thread wert wäre. Ich denke, die meisten Menschen machen sich darüber auch nicht allzu viel Gedanken.


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Was denkt ihr über Transgender?

26.03.2026 um 13:32
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:wie erklärst Du Dir denn Deine Geschlechtsidenitität?
Ich fühle mich nonbinär. :-)
Aber ich kann dennoch in meinem biologischen Geschlecht verbleiben. Das war auch ein Prozess, sich darüber klar zu werden. Denn es hatte bei mir dann doch in erster Linie mit Konventionen und Rollenbildern zu tun, denen ich mich unzugehörig fühlte. Das kann ich heute besser trennen.

Dasselbe sagte mir auch ein Transmann. Also, dass es eigentlich eher die Stereotype waren, die dieses Gefühl von "falsch sein" bei ihm ausgelöst hatten. Die gesellschaftlichen Vorstellungen davon, wie ein Mann oder eine Frau zu sein und auszusehen hat.


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26.03.2026 um 14:56
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb:Das ist eine spannende Frage, die schon fast einen eigenen Thread wert wäre. Ich denke, die meisten Menschen machen sich darüber auch nicht allzu viel Gedanken.
Ja, die meisten Leute sind von dieser Frage einfach nicht "betroffen".


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Was denkt ihr über Transgender?

26.03.2026 um 15:41
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb:Das ist eine spannende Frage, die schon fast einen eigenen Thread wert wäre. Ich denke, die meisten Menschen machen sich darüber auch nicht allzu viel Gedanken.
Ob sich das auszahlt? Der grossteil wird sich da überhaupt keine gedanken drüber machen...


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Was denkt ihr über Transgender?

26.03.2026 um 18:05
Zitat von philaephilae schrieb:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Das kann niemand außer einem selbst wissen, es ist die eigene Identität.
Und wenn man es nicht weiß? Ich frage mich immer wieder, woran man das eigentlich festmacht.
Wenn ich nur auf das Wort schaue: Geschlechtsidentität.
Ich habe dies nie zuvor gehört, ausser jetzt im Zusammenhang mit dem SBGG.
Zu meiner Schulzeit gabs einfach noch ein Geschlecht (also 2 ;-)) und im Pass steht es ja auch nicht anders.
Ich glaube auch, dass es viele Leute gibt, die damit nichts anfangen können.

Ich kann auch mit dem Satz: "Ich fühle mich als Mann/Frau" nicht wirklich etwas anfangen. Ich leb halt mit dem Körper, mit dem ich geboren wurde.
Zitat von philaephilae schrieb:Aber ich kann dennoch in meinem biologischen Geschlecht verbleiben. Das war auch ein Prozess, sich darüber klar zu werden. Denn es hatte bei mir dann doch in erster Linie mit Konventionen und Rollenbildern zu tun, denen ich mich unzugehörig fühlte.
Bei mir waren es in jungen Jahren nicht die Rollenbilder, sondern mein Körper, also Teile davon, die ich mir anders gewünscht hätte.
Das Gefühl dazu war bei mir Unsicherheit. Aber ich denke, das ist auch ein Stück weit normal - man vergleicht sich mit anderen und andere sind größer, sportlicher, sehen besser aus...blablabla. inzwischen mag ich meinen Körper. Er leistet mir abgesehen von ein paar Wehwehchen auch gute Dienste :-)
Und das gehört doch auch zum erwachsen und alt werden dazu, dass man sich selbst besser kennenlernt: was interessiert mich; was mag ich; was fällt mir leicht; was will einfach nicht gelingen, auch wenn ich mich anstrenge; was klappt nicht, weil es mir einfach auch nicht wichtig ist.... - kurz, sich selbst mit all seinen Stärken, Schwächen und auch dem Körper zunehmend zu akzeptieren.

Ich bin froh, dass ich noch jung war, bevor all diese SchönheitsOPs so leicht zugänglich wurden. Zum Doppelkinn zu neigen und dies nicht alsbald zu ändern - da braucht man schon Selbstbewusstsein.

Rollenbilder - nee, da habe ich keinen Druck verspürt. Nicht den Konventionen zu entsprechen (welchen Konventionen übrigens - was, was die Eltern sich vielleicht gewünscht hätten? Das, was die Kumpel aus der Schule in späteren Jahren aus ihrem Leben gemacht haben?) - das war kein Thema.
Zitat von philaephilae schrieb:Dasselbe sagte mir auch ein Transmann. Also, dass es eigentlich eher die Stereotype waren, die dieses Gefühl von "falsch sein" bei ihm ausgelöst hatten.
Ich glaube, das kann ganz leicht passieren - dass man nicht auf die Stereotype scheisst und sein Ding macht, sondern anfängt, an seinem Körper herumzubasteln.
Und das ist schon schade, wenn Psychotherapie vielleicht der bessere Weg gewesen wäre als dem eigenen Körper Hormone zuzuführen und evt. weitere OPs zur Anpassung zu machen.


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26.03.2026 um 20:57
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:dass man nicht auf die Stereotype scheisst und sein Ding macht, sondern anfängt, an seinem Körper herumzubasteln.
herumzubasteln? Aha. Ich finde Deine Ausdrucksweise irgendwie unpassend.
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Und das ist schon schade, wenn Psychotherapie vielleicht der bessere Weg gewesen wäre als dem eigenen Körper Hormone zuzuführen und evt. weitere OPs zur Anpassung zu machen.
das war doch der bisherige Weg, was genau war denn daran besser? Gab es da keine Transitionen? Und meinst Du nicht, dass viele Trans*personen Therapie machen?


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Was denkt ihr über Transgender?

27.03.2026 um 08:31
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das war doch der bisherige Weg,
Was war der bisherige Weg?
Also wie hat sich denn die Begutachtungsleitlinie zu GA-Massnahmen geändert?
Und wo geht es hin?
Die S3 Leitlinie zu Geschlechtsinkongruenz ist auf 'in Überarbeitung' gesetzt.

Ist es in der Praxis einfacher geworden, die Übernahme von GA-Maßnahmen bewilligt zu bekommen?


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Was denkt ihr über Transgender?

27.03.2026 um 09:12
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb:Das ist eine spannende Frage, die schon fast einen eigenen Thread wert wäre. Ich denke, die meisten Menschen machen sich darüber auch nicht allzu viel Gedanken.
Das stimmt. Es stehen wohl die wenigsten Morgens auf und identifizieren sich mit sich oder ihrem Körper oder eben nicht.

Die Identitätsfrage kann auch gar nicht einfach erklärt werden.

Grundlegend glaube ich, dass aus dem Selbstbewusstsein erstmal nur die Selbsterkennung entsteht, also man kann sich erstmal nur mit sich als eigenständiger Mensch identifizieren.

Wenn sich nun jemand mit seinem Geschlecht also Körper nicht identifiziert geht es über Selbsterkennung hinaus. Aus welchen Gründen auch immer, das Thema WHO CD-11 gilt ja seit 2022 und erkennt diese Lage als Normvariante an und nicht mehr als Störung, aber was genau ist es wenn ein Mensch sich nicht also jener erkennt und etwas anderes sein will bzw fühlt?

Das ist ein sehr interessantes Thema......Vor allem weil es ja um nichts Messbares geht sondern Gefühltes.
Zitat von AniaraAniara schrieb:Ja, die meisten Leute sind von dieser Frage einfach nicht "betroffen".
Ja. Aber warum? Warum gibt es Menschen die diese Gedanken/Gefühle eben haben und viele nicht?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Und meinst Du nicht, dass viele Trans*personen Therapie machen?
Was mich zu der ernst gemeinten Frage bringt, warum Therapie wenn es doch eine Normvariante ist?! Hier scheinen sich Recht, Psychologie und Gedanke des jeweiligen Betroffenen nicht auf grader Linie zu befinden. Gibt es Unsicherheiten, also gedankliche? Die Sorgen und Gedanken die Transmenschen in die Therapie führen wären tatsächlich interessant um grundlegend sich ein Bild machen zu können.


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27.03.2026 um 09:45
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Was war der bisherige Weg?
na Zwangspsychotherapie, um überhaupt den Namen und Geschlechtseintrag ändern zu dürfen.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Was mich zu der ernst gemeinten Frage bringt, warum Therapie wenn es doch eine Normvariante ist?!
weil es nicht einfach ist, trans* zu sein, zum Beispiel. Weil man Diskriminierung, Ablehnung erfährt, weil man Angst hat, unsicher ist usw.
Außerdem - wenn es um eine Transition geht - ist das nicht nur empfehlenswert sondern auch nötig, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt.


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27.03.2026 um 09:57
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Weil man Diskriminierung, Ablehnung erfährt
Das wäre nicht nur bei Transmenschen ein Thema, aber nachvollziehbar sich da helfen zu lassen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:weil man Angst hat, unsicher ist usw.
Hmm da wird es dann spannend, Angst ist nachvollziehbar, weil die Gesellschaft eben binär aufgestellt ist, aber unsicher?

Das würde die Argumente eher stützen, dass man keine Transition bekommen darf oder gar rechtlich das Geschlecht wechselt. Oder?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:wenn es um eine Transition geht - ist das nicht nur empfehlenswert sondern auch nötig, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt.
Das finde ich am seltsamsten denn WHO ICD-11 hält das Trans-Sein in jeglicher Form für eine Norm und keine Störung, von daher würde die Krankenkassen das ja nicht anerkennen durch die Bedingung?


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27.03.2026 um 10:05
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Ablehnung erfährt
Die dürfen doch so sein, aber jeder darf es auch ablehnen.


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27.03.2026 um 10:08
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Was war der bisherige Weg?
na Zwangspsychotherapie, um überhaupt den Namen und Geschlechtseintrag ändern zu dürfen.
Es ging in der DIskussion doch nicht um eine Personenstandsänderungen, ondern um körpermodifizierende Massnahmen und Psychotherapie.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Außerdem - wenn es um eine Transition geht - ist das nicht nur empfehlenswert sondern auch nötig, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt.
Was ist denn nötig, damit die KK die Kosten für Psychotherapie und GA-Massnahmen übernimmt?
Es wird aus Deiner Aussage nicht klar, was Du mit 'das' meinst.


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27.03.2026 um 10:36
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Hmm da wird es dann spannend, Angst ist nachvollziehbar, weil die Gesellschaft eben binär aufgestellt ist, aber unsicher?
Kleine persönliche Anekdote: mit meiner Homosexualität habe ich mich anfangs v.a. als Pubertierender auch ziemlich unsicher gefühlt. Das ganze ist ja ein innerer Prozess, bis man mit sich im Reinen ist. Und das war sicherlich auch mit ein Grund, warum ich Depressionen entwickelt habe, die ich therapeutisch behandeln ließ. Ich denke, dass es Transmenschen auch ähnlich ergehen könnte.
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Die dürfen doch so sein, aber jeder darf es auch ablehnen.
Und jeder darf Ablehnung scheiße finden. Ablehnung trägt sicherlich nicht zur seelischen Gesundheit von Transmenschen bei. Man lehnt ja nicht eine Meinung o.ä. ab, sondern den Menschen. Ablehnung hat beispielsweise bei mir dazu geführt, dass ich mich unglaublich schwer damit getan habe mir meine Homosexualität einzugestehen und auch dazu zu stehen. Und ich glaube, dass es für Transmenschen noch um ein Vielfaches schwieriger ist.


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27.03.2026 um 10:38
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Die dürfen doch so sein, aber jeder darf es auch ablehnen.
Hab ich das richtig verstanden; Du findest es völlig in Ordnung, die Existenz bestimmter Menschengruppen abzulehnen?


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Was denkt ihr über Transgender?

27.03.2026 um 10:49
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Kleine persönliche Anekdote: mit meiner Homosexualität habe ich mich anfangs v.a. als Pubertierender auch ziemlich unsicher gefühlt. Das ganze ist ja ein innerer Prozess, bis man mit sich im Reinen ist. Und das war sicherlich auch mit ein Grund, warum ich Depressionen entwickelt habe, die ich therapeutisch behandeln ließ. Ich denke, dass es Transmenschen auch ähnlich ergehen könnte.
Ok, erstmal gut zu hören, das du deine Depression überwunden hast.

Ich meine aber tatsächlich es etwas anders. du beschreibst ja Unsicherheit. Die Frage die zu stellen ist, ist es Unsicherheit sich gegenüber oder der Wirkung auf die Anderen gegenüber?

Homosexualtät ist ja auch Neigung und daher anders als Identität, aber ggf verbindet das auch der Betroffenen miteinander?!

Ich denke persönlich, wenn man Angst hat wie Neigung und Identität auf Andere wirkt, ist das unrational und dass muss die Gesellschaft auch ändern, das Menschen sich so nicht fühlen. Angst wegen Wirkung auf andere ist unnötig.

Jetz beim Thema Transmenschen, frage ich mich aber, was ist wenn diese Menschen sich unsicher über Ihre Identität unabhängig was andere wohl denken? Ist dann ein Wandel, ein Identitätswechsel oder gar eine Transition richtig? Wenn man sich doch selbst unsicher ist, wie kann man sich sicher sein, das richtige für sich zu tun? Da halte ich ich es wie das DSM die Transmenschen eine Dysphorie ohne Krankheitsbild zuweisen.

Aber was bedeutete das? Ich versteh dies als Wahrnehmungsveränderung bzw Störung er Emotionellen Wahrnehmung. Somit ist das eigentliche Geschlecht gar nicht falsch, sondern nur das Gefühl dazu. Was ich do bisher über Depressionen kenne, ist dem Bild sehr nahe, daher wäre auch interessant wo der Unterschied besteht im psychologischen sinne zwischen einer Depression oder Dysphorie bei Transmenschen?
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Die dürfen doch so sein, aber jeder darf es auch ablehnen.
Du darfst anderer subjektiver Meinung sein, aber kein Mensch auf der Welt darf abgelehnt werden für das was er ist oder fühlt!


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27.03.2026 um 10:56
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Homosexualtät ist ja auch Neigung und daher anders als Identität, aber ggf verbindet das auch der Betroffenen miteinander?!
Ja, ich denke schon, dass das "anders sein" und der Gegenwind, den man erfährt und vielleicht auch der innere Prozess zu sich zu stehen in Teilen verbindet.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich meine aber tatsächlich es etwas anders. du beschreibst ja Unsicherheit. Die Frage die zu stellen ist, ist es Unsicherheit sich gegenüber oder der Wirkung auf die Anderen gegenüber?
Ich kann jetzt natürlich nur für mich sprechen: das gehörte bei meinem Prozess zusammen und bedingt sich ja auch gegenseitig. Ich hatte Angst vor der Wirkung auf andere, Angst vor Ablehnung und konnte/wollte mir nicht eingestehen homosexuell zu sein. Anfangs war es sicherlich auch eine Unsicherheit sich selbst gegenüber (bin ich wirklich schwul oder bi, habe ich noch nicht das richtige Mädchen getroffen...), später dann wohl eher die Unsicherheit gegenüber anderen. Also meiner Meinung nach gibt es da eine Wechselwirkung zwischen der eigenen, inneren Unsicherheit und der "äußeren" Unsicherheit. Bei mir ist das alles aber schon 25-30 Jahre her. In Bezug auf Homosexualität hat sich nach meinem Empfinden bei der heutigen Jugend doch einiges verändert, man ist offener.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Angst wegen Wirkung auf andere ist unnötig.
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Die dürfen doch so sein, aber jeder darf es auch ablehnen.
Naja....


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27.03.2026 um 11:07
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Also meiner Meinung nach gibt es da eine Wechselwirkung zwischen der eigenen, inneren Unsicherheit und der "äußeren" Unsicherheit.
Ok, gut beschrieben.

Ich persönlich kenne ja die Zweifel an meiner Identität nicht, weil ich diese nicht habe, von daher sind Meinung und Erfahrung Dritter da sehr befruchtend.

Aus meiner Sicht ist es halt so, dass ich nicht zweifelsfrei behaupten kann, dass die Identitätsproblematiken ein Wahrnehmungsproblem sind, aber eben auch keins sind. Für mich verbindet sich sich Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Identität zwingend miteinander. Wenn dann ein Ungleichgewicht herrscht, ist es für mich eine Art "Störung", von daher liegt mir die Definition des DSM besser als die der WHO.

Was aber nicht heißen soll, das ich Trans als Krankheit sehe falls mir das jemand in den Mund legen will.


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27.03.2026 um 11:10
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Für mich verbindet sich sich Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Identität zwingend miteinander.
Definitiv. Und wenn man dann als junger Mensch nicht mit großem Selbstbewusstsein gesegnet ist, sind solche Aussagen
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Die dürfen doch so sein, aber jeder darf es auch ablehnen.
dann natürlich Gift für den eigenen Prozess und die seelische Gesundheit.


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27.03.2026 um 11:18
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:wenn man dann als junger Mensch nicht mit großem Selbstbewusstsein gesegnet ist
Ja, soetwas kommt mit dem Alter. Von daher halte ich es auch schwierig, wenn Wünsche ggf in jungen Jahren aufkommen, obwohl man ggf noch gar nicht weiß wer man so richtig ist?! Da hat die offenen Gesellschaft eben Vor- und Nachteile. Vorteile, weil die den Weg gehen wollen mehr Möglichkeiten haben, und Nachteile, weil ggf jemand der sich nciht sicher ist, weil jung, unerfahren oder unsicher ggf auch verleitet wird zu glauben zu wissen was er will?

Das ist dann aber auch wieder ein Unterschied von Identität zur Neigung. Bei einer Neigung der man sich nicht sicher ist, kann man probieren und wird sich dann sicher. Bei Identität sind die Konsequenzen mal andere....
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:natürlich Gift für den eigenen Prozess und die seelische Gesundheit
Eine Art Rassismus aber eben nicht gegen Volksgruppen sondern gegen spezifische Minderheiten. Rassismus ist grundlegend dumm.


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Was denkt ihr über Transgender?

27.03.2026 um 11:38
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Hmm da wird es dann spannend, Angst ist nachvollziehbar, weil die Gesellschaft eben binär aufgestellt ist, aber unsicher?
ja, unsicher, Unsicherheit muss ja nicht nur die Transition betreffen aber auch diese, es handelt sich eben auch um teils schwerwiegende Eingriffe, OPs, Narkose, Risiken usw
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das würde die Argumente eher stützen, dass man keine Transition bekommen darf oder gar rechtlich das Geschlecht wechselt. Oder?
nein, natürlich nicht. Was ein kurz gedachter Schluss, den Du da ziehst.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das finde ich am seltsamsten denn WHO ICD-11 hält das Trans-Sein in jeglicher Form für eine Norm und keine Störung, von daher würde die Krankenkassen das ja nicht anerkennen durch die Bedingung?
sie erkennen es an, aber um die Kosten für geschlechtsangleichende OPs zu übernehmen, muss es eine medizinische Indikation geben.
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Die dürfen doch so sein, aber jeder darf es auch ablehnen.
trans*feindlich hoch 10
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Es ging in der DIskussion doch nicht um eine Personenstandsänderungen, ondern um körpermodifizierende Massnahmen und Psychotherapie.
nee, es ging um Geschlechtsidentität ;)
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Was ist denn nötig, damit die KK die Kosten für Psychotherapie und GA-Massnahmen übernimmt?
eine medizinische Indikation
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Homosexualtät ist ja auch Neigung und daher anders als Identität, aber ggf verbindet das auch der Betroffenen miteinander?!
auch Homosexualität ist Teil der Identität.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Jetz beim Thema Transmenschen, frage ich mich aber, was ist wenn diese Menschen sich unsicher über Ihre Identität unabhängig was andere wohl denken? Ist dann ein Wandel, ein Identitätswechsel oder gar eine Transition richtig? Wenn man sich doch selbst unsicher ist, wie kann man sich sicher sein, das richtige für sich zu tun? Da halte ich ich es wie das DSM die Transmenschen eine Dysphorie ohne Krankheitsbild zuweisen.
was genau meinst Du, könntest Du mal bitte aus dem DSM zitieren?
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Somit ist das eigentliche Geschlecht gar nicht falsch, sondern nur das Gefühl dazu. Was ich do bisher über Depressionen kenne, ist dem Bild sehr nahe, daher wäre auch interessant wo der Unterschied besteht im psychologischen sinne zwischen einer Depression oder Dysphorie bei Transmenschen?
was ist denn das "eigentliche" Geschlecht? Und warum ist das nicht falsch, wenn es mit der Geschlechtsidentität nicht übereinstimmt?
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Eine Art Rassismus
äh nein, bitte nicht den Rassismusbegriff strapazieren, wo es passende Begriffe gibt. Trans*feindlichkeit oder Trans*phobie


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