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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

17.09.2016 um 18:33
@FF
FF schrieb: @Libertin
Ich gönne es Dir ja, aber Religionen lassen sich nicht isoliert von allem anderen betrachten. Der Islam fußt auf dem Alten Testament, ebenso wie das Juden- und Christentum und wenn jemand behauptet, dass er friedensfeindlich ist, dann sollte erlaubt sein, über die gesellschaftiche Bedeutung von Religionen zu diskutieren und dazu braucht es Vergleiche um zu verdeutlichen, dass man entweder allen Religionen Friedensfeindlichkeit vorwerfen kann, oder keiner speziell.
Aber Du kannst meine Beiträge gerne als off-topic melden.
Ich schätze mal du meintest hier @99ProzHetero.
Ich stimme mit dir da nämlich überein.


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CosmicQueen
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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

17.09.2016 um 20:04
Nun, schaut man sich die Liste der andauernden Kriege und Konflikte an, fällt auf, dass hier Länder islamischer Prägung besonders vertreten sind. Somit ist es für mich klar und deutlich, dass der Islam keine Religion des Friedens und somit friedensfeindlich ist.

Interessante Artikel dazu hier.
http://www.deutschlandfunk.de/islam-gewalt-ist-folge-der-lehre-mohammeds.694.de.html?dram:article_id=317521

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/hamed-abdel-sama-islam-kritik-muslime-fundamentalismus

http://www.huffingtonpost.de/maximilian-gerber/islam-nicht-friedlich_b_8344340.html


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

17.09.2016 um 20:43
@CosmicQueen
Danke für die Links.
Ein Zitat daraus:
es gibt die reformistischen Muslime. Und die Gruppe der Reformer wächst. Das sind die Muslime, die sagen, es müssen Bestandteile des Islams verändert werden, lasst uns das tun - das ist die wichtigste Gruppe.
(...)
2010 habe ich während der Demonstrationen des Arabischen Frühlings große Gruppen von Gegnern der Scharia gesehen. Vielleicht ist das eine Minderheit, aber sie waren groß genug, um gesehen und gehört zu werden. Ich denke, wenn man sich die Anzahl der Frauen anschaut, die innerhalb des Islams für ihre Rechte kämpfen, und sogar einige der Imame, die hervortreten und ganz deutlich sagen, dass Religion und Politik im Islam getrennt werden müssen - wenn man all diese Entwicklungen zusammen betrachtet, ist da eine Möglichkeit für Reform. Ich sehe Grund für Optimismus.
http://www.deutschlandfunk.de/islam-gewalt-ist-folge-der-lehre-mohammeds.694.de.html?dram:article_id=317521
Was in diesem Link gesagt wird, bestätigt, was ich geschrieben habe: Man kann die Teile des Korans nicht ohne den Hintergrund betrachten.
Ayaan Hirsi Ali betrachtet den Teil, der in Medina entstand, als "kriegerisch" und sieht den Teil, der dann mit dem Umzug nach Mekka folgte, als Entwicklung an, die als Grundlage für einen reformierten Islam dienen kann.

Das Christentum benötigte 30 Jahre Krieg in Deutschland und noch einige Pogrome und Kriege, bis sich die Trennung von Staat und Religion durchsetzte.
Damals war der Rest der Welt von diesen Scharmützeln unbeeindruckt, denn sie blieben lokal begrenzt und nach 30 Jahren gingen sämtlichen Kriegsparteien die Mittel und die Söldner aus, auch dank der Pest.

Die Spannungen des Islam entladen sich durch die viel weitreichenderen Verbindungen und Verstrickungen nicht nur lokal, es sind viel mehr Menschen betroffen und die Auswirkungen sind entsprechend international.
Hoffen wir, dass es nicht zu einer ähnlichen Katharsis kommen muss, um Reformen durchzusetzen.
Vergessen darf man dabei nicht, dass im einen wie im anderen Glaubenskrieg der Glaube kaum noch eine Rolle spielt. Weder der eine noch der andere Gott und schon gar nicht der eine, der mit beiden Religionen gemeint ist, rechtfertigt solches Gemetzel, wie es damals und jetzt stattfindet.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

17.09.2016 um 21:04
FF schrieb:Das sind die Muslime, die sagen, es müssen Bestandteile des Islams verändert werden, lasst uns das tun - das ist die wichtigste Gruppe.
Also wenn du die gut findest, dann bist du wohl auch der Meinung der anderen hier, dass der Islam verändert werden muss.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

17.09.2016 um 21:37
@Durchfall
Das sind die Muslime, die sagen, es müssen Bestandteile des Islams verändert werden, lasst uns das tun - das ist die wichtigste Gruppe.

Also wenn du die gut findest, dann bist du wohl auch der Meinung der anderen hier, dass der Islam verändert werden muss.
Die einen Verändern die anderen aber nicht, solche Muslime gab es zur zeiten Mohammeds und die gibt es heute, die Frage
bleibt aber, was bringt das ?


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

18.09.2016 um 00:04
@FF
FF schrieb:Das ist alles krank, was da steht? Dann haben die Menschen damals krank gedacht. Oder haben sie einfach entsprechend ihrer Zeit und ihres Wissens gedacht?
Ja, haben sie. Im Vergleich zu heute. Dummerweise sehen wir einen guten Teil der kranken Ideologie noch immer in Teilen der islamischen Welt. Nehmen wir die Frauenrechte. Die haben sich eigentlich durch den Islam auf der arabischen Halbinsel zumindest verbessert. Man hatte einen rechtlichen Rahmen und war als Frau auch erbberechtigt. Das alles hat aber null Relevanz, da sich der Koran als zeitloses Dokument für die Ewigkeit sieht und alles was es beschreibt als perfektes, gottgewolltes Model betrachtet. Unter diesem Anspruch bleibt auch das Frauenrecht absolut krank und für eine heutige Gesellschaft absolut ungeeignet.

Die Frau ist ganz klar untergeordnet, das kannst du dir auch nicht zurecht auslegen. Das ist Fakt. Sie ist in der Ehe ein Spielball der männlichen Triebe. Erbt weniger. Du kannst dir auch gerne mal durchlesen, was einer Frau übrig bleibt, die bezichtigt wird, außerehelichen Sex zu haben. Eine Vergewaltigung ist praktisch erst gar nicht beweisbar.
Sklaven sind erlaubt, ausdrücklich. Ihre Lage mag vordergründig verbessert worden sein, die Rolle des Islams und der Araber bei der Versklavung der Schwarz-Afrikaner wird aber erst nach und nach aufgearbeitet. Mauretanien betreibt es sogar noch halb-offiziell. Wieder die Anmerkung, es ist Gottes letztes Wort. Daran muss es bemessen werden.
Kinderehen sind ausdrücklich erlaubt. Da interessiert mich genauso wenig, dass es früher üblich war, Mädchen jung zu verheiraten.

Das alles ist nur ein Teil der Gründe wieso es friendesfeindlich ist. Die Kriege, Feldzüge die Muhammed selbst oder seine Nachfolger geführt haben, können wir auch gerne diskutieren; ebenso wie die Aufforderungen im Koran selbst. Ziel ist, die gesamte Welt zu islamisieren. Alle Ungläubigen haben ihre Extra-Steuer zu bezahlen, sollten sie noch leben und sind Bürger zweiter Klasse.

Mein muslimischer Nachbar interessiert mich da wieder nicht. Entweder kennt er den Koran nicht oder er befolgt ihn nicht richtig. So oder so, meine Kritik gilt ohnehin der Religion/dem Islam und nicht allen Muslimen.
Und ich muss mich schon wieder wiederholen. Wir diskutieren hier den Islam, nicht das Christentum, nicht Menschen im Allgemeinen. Denen unterstelle ich sowieso pauschal eine potenziell friedensfeindliche Gesinnung. Der Punkt ist der, dass der Islam diese Gesinnung direkt anspricht, sie anstachelt und das kriegerische im Menschen legitimiert; von höchster Stelle. Das ist einfach friedensfeindlich, weil es weder friedliebend noch neutral ist.

Das alles ist aber eigentlich noch nicht einmal mein größter Kritikpunkt, der ist nämlich die Natur dieser und auch anderer Religionen. Die Trennung zwischen Gläubigen und Ungläubigen, mitsamt dem Fegefeuer für die einen.
Ein Gott, der für ganz normale sogar gute, friedliche Menschen für alle Ewigkeiten das Höllenfeuer zubereitet, ihnen immer wieder eine neue Haut überzieht, damit diese wieder verbrennen kann und kochendes Wasser zu trinken gibt, der ist ein kranker sadisitischer Gott. Diesem Gott sich zu unterwerfen, macht den Gläubigen für mich ebenso krank. Überleg dir das Konzept doch bitte. 20 Lebensjahre reichen schon aus um für alle Zeit zu brennen? Wirklich, daran glaubst du? :D

Wie gesagt, wir können uns auf die Verse selbst, auf die Handlungen Muhammeds, seiner Nachfolger oder was auch immer konkretisieren. Das alles gab und gibt es in ähnlicher Form auch in anderen Religionen und Kulturen, das macht den Islam aber nicht friedlicher. Schau dir einfach nur die Verbreitung der ersten Jahrzehnte und Jahrhundert an. Damit sollte dir eine Aufarbeitung sowieso witzlos erscheinen.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

18.09.2016 um 00:23
FF schrieb:Letztendlich will ich darauf hinaus, dass der Hass auf Religionen allgemein und den Islam speziell nichts zur Entspannung der Situation beiträgt ... im Gegenteil.
Wenn sich die Nichtmuslime endgültig darauf einschießen, dass der Islam gefährlich ist, dann können wir die Idee, Muslime hier zu integrieren und einen gemeinsamen Weg zu finden, vergessen. Dann muss sich Europa aber auch gegen die islamischen Nachbarn abschotten, den Islam verbieten, Muslime vertreiben.
Oh, der Teil ist natürlich besonders geil. Ganz überlesen.
Ich schreibe nirgends von Hass. Weder verspüre ich ihn, noch will ich ihn fördern. Den Vorwurf solltest du mal lieber an die Gläubigen selbst richten, die sind da was den Hass anbelangt doch relativ gut im Rennen.

Du hast also nur Angst vor den Folgen und spielst deswegen den Moralapostel? Weil sich gesellschaftliche Verwerfungen bilden könnten? Das wird durch so eine heuchlerische Einstellung nicht besser. Den Islam ständig in Schutz zu nehmen wie ein kleines Kind und berechtigte Kritik abzuwenden oder zu relativieren, fördert den Hass nur noch mehr; wird die Kritik nicht auf ein vernünftiges Fundament stellen, sondern Kritiker durch das Befördern ins Jenseits (so wie du mir schon gedroht hast), nur noch mehr hetzerischen Elementen in die Arme treiben.
Muslime lassen sich schon integrieren, da habe ich sogar weniger Sorgen als du. Sie sind eben nicht alle streng religiös und wollen auch nicht alle die säkulare Struktur aufweichen oder aufheben. Dafür ist das Leben in Deutschland zu gut. Sie müssen und werden sich aber zwangsweise immer mehr der Auseinandersetzung stellen.
FF schrieb:Oder genügt es Dir, einfach so ein bisschen auf der Religion rumzutrampeln und sie für das Übel in der Welt verantwortlich zu machen, muss man sich da gar nicht über Konsequenzen den Kopf zerbrechen?
Nein, das genügt mir nicht. Ich will, dass Menschen aufhören auf anderen Menschen rumzutrampeln im Namen der Religion, Allahs, Jahwes oder ganz einfach nur so.


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noilluminati
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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

18.09.2016 um 08:21
@FF

Ich habe was gefunden, was deine Aussage zu Mohammed stützen könnte.

Du hast Recht Mohammed könnte den Krieg auch nur zur Verteidigung geführt haben.

Wer sagt, dass Mohammed die gewaltverherrlichenden und menschenerachtenden Suren im Koran empfangen hat?

Hier unten ein Ausschnitt aus einer Doku von Arte dazu, der nicht zu lang ist. Inhalt:
Es gab auch noch andere Koranversionen. Ali, der rechtmäßige Nachfolger von Mohammed, hatte einen etwa dreimal !!! größeren Koran als Osman.

Dort könnten die Verse anders stehen oder zumindest besser erklärt. Auf jedenfall wurde stark gekürzt.



Leider wurden die konkurrierenden Schriften verbrannt genauso wie im Christentum die nichtgeliebten Schriften vom Vatikan vernichtet wurden. Hier hat ein Despot Osman bestimmt was im Koran steht.

Den Koran hat nicht Mohammed geschrieben, sondern der ebengenannte Osman hat ihn zusammengestellt und so sollte man ihn auch betrachten. Den Tanach und die Bibel haben auch irgendwelche anderen Menschen geschrieben und meist nicht die Propheten oder Jesus.

Wenn man das in den Religionen beachten würde, könnte man sich auch von den Büchern distanzieren und sich auf die Mystik konzentrieren. Leider wird immer gesagt, dass die Schriften absolut richtig sind.


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noilluminati
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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

18.09.2016 um 08:28
@Vincent

Gute Beiträge. Ein Lob dafür.

Angeblich hatte Mohammed diese Zeit vorhergesehen. Auch soll er gesagt haben, dass der Koran in 73 Sekten aufgeteilt wird und alle in die Hölle gehen bis auf eine:
Der Prophet sagte weiter:

„Über den Islam kommt eine Zeit, in der nichts von ihm übrig bleiben wird als sein Name und Nichts von Qura’an vom übrigbleiben wird als seine Schrift. Die Moscheen jener Menschen werden zwar äußerlich bevölkert sein, aber sie werden ohne Führung und Rechtleitung sein. Ihre Gelehrten (Ulema) werden die Schlimmsten unter dem Himmelzelt sein. Von ihnen wird Unruhe und Unfriede ausgehen und auf sie zurückgreifen.“
(Mischkaat „Kapitel Wissen)

In einem anderen Spruch sagte der Heilige Prophet:

„Die Kinder Israels (Juden) hatten sich in 72 Sekten gespalten, meine Leute werden sich aber in 73 Richtungen spalten. Alle werden in die Hölle gehen, außer einer Gemeinde.“
(Tirmizi, (Kapitel Glaube)
http://ahmadiyya.at/Ahmadiyya%20Sites/Prophezeiungen_des_prophet%20Mohammad.htm


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CosmicQueen
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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

18.09.2016 um 12:16
FF schrieb:Ayaan Hirsi Ali betrachtet den Teil, der in Medina entstand, als "kriegerisch" und sieht den Teil, der dann mit dem Umzug nach Mekka folgte, als Entwicklung an, die als Grundlage für einen reformierten Islam dienen kann.
Man kann also sagen, dass der Islam so wie er jetzt noch zum größten Teil praktiziert wird, keine Religion des Friedens ist. Der Islam ist sexistisch, extrem patriarchalisch und Konflikte werden größten Teils mit Gewalt gelöst.

Man kann also nur hoffen, dass die Muslime selbst erkennen dass das so ist und ihn selbst refomieren wollen.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

18.09.2016 um 13:07
Nich mehr oder weniger friedensfeindlich als Judentum und Christentum meiner Meinung nach. Letzendlich sind es eher die Menschen die friedensfeindlich sind (oder auch nicht - je nachdem von welchem Menschen man gerade redet).

Und Kreuzzüge im Mittelalter waren jetzt auch nicht gerade so friedensstiftend. (Okay wenn man alle Feinde im Namen der Religion tötet dann is auch am Ende kein Krieg mehr, weil keine Feinde mehr da - und dann Frieden.)


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

18.09.2016 um 20:46
@Durchfall
"Der Islam" existiert sowieso nicht. Es gibt verschiedene Auslegungen und Glaubensrichtungen, die einander widersprechen, der Koran ist für viele Gläubige in einer Fremdsprache geschrieben, und wird nur durch die Auslegung des örtlichen Imam verstanden. In Ägypten und Afghanistan z.B. können viele überhaupt nicht lesen und schreiben, auch nicht die eigene Sprache und schon gar nicht die des Koran. In den Koranschulen wird phonetisch auswendig gelernt.

Ich denke nicht, dass der Islam sich verändern muss ... ich denke, dass er das sowieso die ganze Zeit tut und man die Chance hätte, einen reformierten Islam zu stärken.

Dazu muss nicht der Koran umgeschrieben werden, genauso wenig wie man die Bibel umschreiben musste, um die katholische Kirche zu reformieren und die protestantischen Kirchen zu gründen, oder um den Gläubigen die Freiheit zu vermitteln, ganze Passagen der Bibel nicht wörtlich, sondern als mythische, mystische Texte zu verstehen.


@Vincent
Hier soll es also darum gehen, ob der Islam friedensfeindlich ist. Entweder ist die Frage unvollständig, wenn damit gemeint sein soll "im Gegensatz zu anderen Religionen", oder sie lässt sich nur für alle Religionen beantworten, dann ist sie falsch gestellt.
Darum geht es nicht ohne den Bezug zu anderen Religionen.

Du hast also den Koran gelesen, um festzustellen, dass er u.a. frauenfeindlich ist und die Sklaverei befürwortet.
(Jesus hat sich zu solchen Feinheiten wie Eherecht oder Sklaverei nicht geäußert, sondern ausdrücklich auf die Thora verwiesen. Die deutlich weniger fortschrittlich war.)
Und nochmals: Alle Schriften, Bibel, Veden und Koran und auch alle anderen, sind vor dem Hintergrund ihrer Zeit geschrieben worden. Damals waren sie fortschrittlich ... im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Man fand auch mal fortschrittlich, dass Frauen überhaupt die Pille nehmen dürfen, da war man von Abtreibungsrecht noch weit entfernt und im Straßenverkehr galten Fahrerinnen als Risiko.
Wie viel Fortschrittlichkeit kann man von einer Religion oder Ideologie verlangen? Wie muss sie formuliert sein, damit sie auch in 2000 Jahren noch wörtlich genommen werden kann? Das weiß niemand, da die Sache mit den Schriftreligionen noch gar nicht alt genug ist.
Welchen Anspruch hat man also an eine solche Schrift?

Andere religiöse Schriften haben die Skaverei auch nicht verdammt, die Bibel schon gar nicht. Trotzdem sind sich die meisten Menschen heute einig, das Sklaverei nicht ok ist, udn dennoch findet sie faktisch in vielen Ländern statt, nicht nur in manchen muslimischen. Wie der ist das kein Alleistellungsmerkmal des Islam, der aber wenigstens versucht hat, verbindliche Regeln dafür einzuführen.
Im Übrigen tat sich selbst die Aufklärung schwer damit, die Sklaverei zu verdammen: Wikipedia: Sklaverei#Aufarbeitung_der_Geschichte
Das alles ist aber eigentlich noch nicht einmal mein größter Kritikpunkt, der ist nämlich die Natur dieser und auch anderer Religionen. Die Trennung zwischen Gläubigen und Ungläubigen, mitsamt dem Fegefeuer für die einen. (...) Wirklich, daran glaubst du?
Ich bin kein bibeltreuer Christ, daher gibt es für mich weder die Erschaffung der Erde in Sieben Tagen, noch eine Hölle, in der jemand schmoren muss. Es erstarrt auch niemand wegen Neugier zur Salzsäule und es müssen nicht alle Juden nach Israel zurückkehren, damit die Apokalypse eintreten kann und alle, die nicht sofort noch schnell an Jesus und Gott glauben, in eine Hölle kommen, wie immer die aussieht. Du hast da den falschen angesprochen.

Wenn man schon ganze Teile der Schriften nicht wörtlich nimmt, weil es sich mit unseren heutigen Kenntnissen über Natur und Wissenschaften nicht vereinbaren lässt ... an welcher Stelle schlägst Du denn vor, dass man wörtlich zu nehmen hat, und warum da und nicht dort?
Oder darf ein Gläubiger selbst entscheiden, ob er den Teil mit der Hölle und den mit der Apokalypse als bildhafte Darstellung innerer Qualen betrachtet, die einem aber nicht von anderen Menschen oder einem Popanz mit Hörnern und Hinkefuß, sondern vom eigenen Ich auferlegt werden - und nicht, weil man die eine oder andere Gipsfigur nicht anbeten möchte, sondern weil man elementare Regeln des Zusammenlebens nicht begriffen hat?

Und wenn ich schon nicht an die Hölle als Bürgerbraterei glaube, warum muss ich dann die Regeln des Alten Testamentes befolgen oder als Muslim wörtlich die des Koran? Oder kann ich auch die als Beispiele für "Du sollst Dich nicht wie ein Idiot aufführen, sondern Dich entsprechend den Anforderungen Deiner Zeit und Gesellschaft immer einen Schritt besser und vernünftiger verhalten, als es andere vielleicht tun und möglichst in allen Bereichen Deines Lebens überprüfen, ob Du für Dich und andere das richtige tust" ?
Das ist jedenfalls, wie viele Gläubige es betrachten und leben und warum viele Muslime überhaupt kein Problem haben, mit Christen und Atheisten oder Andersgläubigen zusammen zu leben.

(Weiter führende theologische Gespräche bitte in anderen Threads.)

Oder möchtest Du auch den Juden, die nicht als Orthodoxe leben, erklären, dass sie die Thora nicht gelesen oder verstanden haben?
Wikipedia: 5._Buch_Mose#Die_Verk.C3.BCndigung_des_Gesetzes_.284.2C44.E2.80.9328.2C68.29
Das ist dann wohl auch eine Antwort auf Dein
Vincent schrieb:Der Punkt ist der, dass der Islam diese Gesinnung direkt anspricht, sie anstachelt und das kriegerische im Menschen legitimiert; von höchster Stelle. Das ist einfach friedensfeindlich, weil es weder friedliebend noch neutral ist.
das dann auch gleich auf mehrere Religionen zutrifft, nicht nur den Islam.

Das hat aber die Juden nicht gehindert, sich in Deutschland zu integrieren und zum Teil vollkommen zu assimilieren und trotzdem dann aufgrund der Religion mit der Begründung, sie sei "volksschädigend" und mit vielen Moses-Zitaten belegt, zum Übel der Zivilisation erklärt zu werden. Mit den bekannten Folgen.
Hoppla! ... schon wieder eine andere Religion. Aber erkläre mir doch bitte, ob es nur unsere Gesetzeslage ist, warum wir hier über den Islam und nicht auch das Judentum diskutieren, wenn es um Grundlegendes geht, und nicht, wie Dein Nachbar mit Dir klarkommt:
Vincent schrieb:Mein muslimischer Nachbar interessiert mich da wieder nicht. Entweder kennt er den Koran nicht oder er befolgt ihn nicht richtig.
Es ist überhaupt nicht möglich, eine der Schriften "richtig" zu befolgen, wenn damit "wörtlich" gemeint ist, weil sie einander widersprechende Aussagen enthalten, weil die Verhaltensregeln zum Teil gegen unsere Gesetze verstoßen und weil man menschlich, moralisch und wissenschaftlich ein paar Schritte weiter ist als damals.
Darum braucht es die Deutungen, gibt es die verschiedenen Glaubensrichtungen und -Schulen, um per Auslegung daraus Handlungsanweisungen zu stricken, die nicht vollkommen verwirrend sind.
Falls man das Ganze nicht sowieso symbolisch nimmt.
Vincent schrieb:Du hast also nur Angst vor den Folgen und spielst deswegen den Moralapostel? Weil sich gesellschaftliche Verwerfungen bilden könnten? Das wird durch so eine heuchlerische Einstellung nicht besser.
Muss man eigentlich so beleidigend werden, und noch dazu Blödsinn unterstellen?
Vincent schrieb:Den Islam ständig in Schutz zu nehmen wie ein kleines Kind und berechtigte Kritik abzuwenden oder zu relativieren,
Der Hinweis, dass andere Religionen ähnliche, die gleichen oder noch kritikwürdigere Grundlagen haben, oder vor welchem Hintergrund die Texte entstanden, ist wohl kaum eine Relativierung.
Zu einer Diskussion über ein Thema gehört auch, Hintergründe und Entwicklungen zu berücksichtigen, oder gelten hier nur "Ja" oder "Nein"?
Vincent schrieb:fördert den Hass nur noch mehr;
Steile These, dass Erklärungen und Diskussion Hass mehr fördern als die Feststellung, dass ein Glaube krank und seine Anhänger was Hass angeht "gut im Rennen" sind.
Vincent schrieb:(...) wird die Kritik nicht auf ein vernünftiges Fundament stellen, sondern Kritiker durch das Befördern ins Jenseits (so wie du mir schon gedroht hast), nur noch mehr hetzerischen Elementen in die Arme treiben.
Ich weise Dich darauf hin, dass Deine Aussagen auf etwas hinaus laufen können, was hier ein Sperrgrund wäre, ja. Nicht, um Dir zu drohen, sondern um Dich auf die Grenze zwischen Kritik und Hetze aufmerksam zu machen.
Vincent schrieb:Muslime lassen sich schon integrieren, da habe ich sogar weniger Sorgen als du.
Wo habe ich meine Sorgen darüber geäußert?
Vincent schrieb:Sie sind eben nicht alle streng religiös und wollen auch nicht alle die säkulare Struktur aufweichen oder aufheben. Dafür ist das Leben in Deutschland zu gut. Sie müssen und werden sich aber zwangsweise immer mehr der Auseinandersetzung stellen.
Sie werden sich keiner Auseinandersetzung stellen, in der sie von vornherein als Gläubige für Irre erklärt werden oder für inkonsequent, wenn sie nicht an einen Gott der Kinderf***er glauben.

Ein reformierter Glaube, wie er längst existiert, ist nicht inkonsequent und kein Ergebnis von Unkenntnis des Koran, sondern ein Ergebnis einer Entwicklung. Beharren die Kritiker des Islam ständig darauf, dass alle gemäßigten Muslime keine "echten" Muslime seien, dann gibt es nichts zu diskutieren oder gemeinsam zu entwickeln, weil dann der Gesprächspartner von vornherein nicht ernst genommen wird.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

19.09.2016 um 15:34
Ein Blick ins Geschichtsbuch sollte doch eigentlich belegen, dass es keine "friedensfreundliche" Religion gibt.
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffen überall Abgründe bzw. Massengräber.


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mikala
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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

19.09.2016 um 16:13
Doors schrieb:Ein Blick ins Geschichtsbuch sollte doch eigentlich belegen, dass es keine "friedensfreundliche" Religion gibt.
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffen überall Abgründe bzw. Massengräber.
Yep. Genau so ist es.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

17.10.2016 um 21:37
Manche Sachen sind aber auch einfach nur zum Kopf-an-die-Wand-Schlagen ;)

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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

20.10.2016 um 10:00
@Doors
Kein Kunststück, da es keine Kultur ohne Religion gab.

Und wo Religion verboten wurde, ging es auch nicht friedlicher zu.

Der machtbesessene Mensch wird immer eine Begründung finden, warum sein Volk, seine Anschauung, seine Kultur das Recht hat, andere zu unterdrücken oder sogar auszulöschen.
Mit dem Darwinismus fand sich sogar eine Wissenschaft, die sich dazu missbrauchen lässt.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

20.10.2016 um 10:17
FF schrieb:Kein Kunststück, da es keine Kultur ohne Religion gab.
Wie kommst du denn auf so eine Behauptung?


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

20.10.2016 um 10:30
@Vincent
Kennst Du eine menschliche Kultur, die ohne Religion entstanden wäre?
Kaum organisieren sich Menschen über längere Zeit in größeren Gruppen, fangen sie an, darüber nachzudenken, woher wir kommen und wohin Tote gehen, suchen Bedeutung in Naturerscheinungen und denken sich eine Mythologie aus. Kein Stamm kam ohne Geister und Dämonen aus - selbst wenn er ganz friedlich im Einklang mit der Natur und den Nachbarstämmen existierte.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

20.10.2016 um 11:10
@FF
Ziemlich einfach, sich alle Kulte wie den Totenkult als Religion auszulegen, um die Behauptung aufrecht zu erhalten. Klar gibt es verschiedenste Kulturen, Weltanschauungen etc., die teilweise ohne einen Gott auskamen. Siehe beispielsweise Taoismus oder diverse "Naturreligionen"..


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

21.10.2016 um 09:43
@Vincent
"Naturrreligionen" sind auch Religionen, die Chinesen bezeichnen den Daoismus selbst als Religion und beides hat nicht zu einer friedlicheren Gesellschaft geführt.

Zu einem Totenkult gehören meist auch Dämonen und Geister, Schöpfungsgottheiten und das ganze Programm.


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