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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 12:14
@tubul
Nein, ich habe eigentlich erwartet, dass du das schon einmal selbst gemacht hast, die Mühe die Kriege zu analysieren oder entsprechende Quellen hast, die die Arbeit übernommen haben. Schließlich behauptest du ja, dass Nicht-Muslime mehr Kriege vom Zaun gebrochen haben. Irgendwoher wird die Erkenntnis ja stammen.
tubul schrieb:Schlagende Argumente für die herausragende Friedensfeindlichkeit "des" Islam konnte ich bisher nicht finden.
Wer sie findet kann sie ja einstellen.
Dann kann man weitersehen.
Okay, willst du das ernsthaft angehen? Ganz ohne Spaß und persönlichem Blabla?


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 13:02
@mikala

Beantworte doch die Frage einfach. Welche Koran Version dir vorliegt bzw welche du zuletzt gelesen hast.
Wenn es schon an solch einfachen Fragen hapert, ist es mir klar dass du mit dem Koran hoffnungslos überfordert bist.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 17:59
Um darauf eine annähernd zufriedenstellende Antwort geben zu können, wäre als erstes eine sehr große Analyse notwendig (das liegt auch an dem hohen Allgemeinheitsgrad der Fragestellung, der eher kontraproduktiv ist). Dazu böte es sich an, kulturelle Räume, in denen der Islam prägnant war, herauszuarbeiten und sowohl das Verhältnis nach innen als auch nach außen festzustellen. Dazu zählen dann selbstverständlich auch historische Staats-/Herrschaftsgebiete etc.. Es geht also erstmal um eine Art Bestandsaufnahme bzw. Referenzen, um überhaupt vor Augen zu bekommen, wie die Menschen aktuell und in der Vergangenheit mit/unter dem Islam gelebt haben. Daneben wäre der zeitliche Kontext und eine Reihe weitere Umstände relevant, z.B. die Relation zu anderen Gebieten und Lebensformen oder die politische Situation. Es geht dabei also um die Analyse der Praxis oder des gelebten Islam, wenn man so will. Damit dürfte man schon ordentlich beschäftigt sein.

Zweite Aufgabe wäre unter anderem die Koranexegese/-analyse, also die Untersuchung des theoretischen Grundpfeilers dieser Religion, die oft auch als Ideologie fungiert. Da müsste man erstmal eine akkurate Herangehensweise erarbeiten, damit am Ende nicht hundert Interpretationen vor sich hat, mit denen man nichts anfangen kann. Und daneben ist nicht nur der Koran zu untersuchen, sondern alle Grundwerte, 'Gesetze', Sitten und so weiter - selbst wenn sie nicht im Koran erwähnt werden, aber institutionalisiert sind.

So würde ich es grob angehen.

Die Analyse der Praxis und der Schriften als Grundpfeiler der Religion ist sicher möglich, jedoch äußerst aufwendig und ich wette, viele Leute würden zu vielen Ergebnissen kommen. Dazu müsste man außerdem 'friedensfeindich' operationalisieren. Natürlich kann man behaupten, dass Menschen und organisierte Gebilde, die einer bestimmten Religion angehörig sind oder waren, sie politisch nutzen, leben oder vom Volk erwarten etc., so oder so oft Kriege geführt haben. Aber wie aussagekräftig ist sowas? Es sind meiner Ansicht nach beinahe zu viele Einflussfaktoren, um die man 'den Islam' bereinigen müsste, damit man sowas wie ein klares Bild des Islam' zeichnen kann. Davon ab gibt es innerhalb des Islam viele Strömungen, was ein weiteres Problem darstellt.

Eine Mammutaufgabe also...


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mikala
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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 18:23
@Capspauldin
lol, Textverständnis ist nicht so deins, oder?
Ich habe dich gefragt, ob du ihn gelesen hast. Deine Frage, die du mir jetzt als nicht beantwortet unterschiebst, hast du an @stichling gestellt.
Hoffnungslos, lassen wir das.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 18:26
@mikala
Habe ich und zwar ganz. Aber was soll ich mich um die Auskunft jener scheren, die über ein Facebook Niveau nicht hinaus kommen.
Schade dass man hier keine Fotos likes kann, die gegen den Islam sind, gell.

Fatwa sind ganz lustig, ok Endeffekt hätte ich nach solch einem dummen Einwurf wissen müssen, dass da nix substanzielles kommt.

Kurze Ergänzung.

Gestern kurz nach 23 Uhr, natürlich wenn man nichts zu sagen hat überliest man es gerne, gegen Spontanamnesie kann ich aber auch nichts machen.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 20:34
@vincent
Warum beginnt die Liste erst nach dem zweiten Weltkrieg?
Zuvor sah es für die christlich geprägten Staaten wohl eher mau aus, die zwei Weltkriege vom Zaun brachen, um mal nicht wieder von 30-jährigen Kriegen und Kolonisation anzufangen. Hm... Warum eigentlich nicht?

Niemand bestreitet, dass momentan der islamisch geprägte Nahe Osten ein Pulverfass ist und auch in Nord- und Zentralafrika islamistische Milizen Bürgerkriege schüren. Aber vor 100 Jahren hätte die Liste eben noch anders ausgesehen. Und auch die eher säkularen Diktaturen haben eine Geschichte der Gewalt zu verzeichnen.

Liegt es nun wirklich an der Religion, dass all diese aktuellen Konflikte ausgebrochen sind?
Der Iran hat aus dem Golfkrieg einen Religionskrieg gemacht - aber Hussein nicht, der ihn vom Zaun brach, der wollte die Ölquellen.
Wikipedia: Erster_Golfkrieg
Und der war kein frommer Muslim ... mein Onkel hat ihn sogar kennen gelernt, in den 60ern.

Und in Nigeria ... sind das Gotteskrieger, oder gierige Milizen, die an die Quellen von Öl und Geld wollen?

Um die Gründe von Konflikten zu erforschen genügt es nicht, die jeweilige Religion der Teilnehmer festzustellen.

@Aldaris
Das ist jetzt aber schon ganz schön intellektuellmäßig, dass Du versuchst, die Frage irgendwie zu strukturieren. ;)
Da redet man hier aber gegen Wände, wenn man darauf hinweist, dass die Religion ja nicht der einige Einfluss auf eine Gesellschaft ist. Dass z.B. ältere Traditionen existieren, dass die gleiche Religion in der einen Region ganz andere Interpretationen erfährt als in der anderen, dass Religion eben nicht nur das ist, was man nachlesen kann ...
Hier musst Du anhand des Korans nachweisen, ob mehr friedliche als kriegerische Verse zu finden sind. Und ob sich die Mehrheit der Muslime an die einen oder anderen hält.
Ein Trost ist: Die Mehrheit der Muslime hält sich tatsächlich an die Verse, die es verbieten, zu töten. Und man wird auch als erkennbare Nicht-Muslima auf der Straße oder im Supermarkt beim Nazar-Market an der Wilmersdorfer sehr freundlich behandelt. Heute wurde ich sogar um Rat gefragt, was man denn statt Lammkeule verwenden könne, und meine Antwort "Gulasch und dazu einige Knochen, wenn Sie sowieso Ragout kochen wollen" dankbar aufgenommen. Puh, eine Erleichterung.
Aber jetzt wird einem vermutlich nachgewiesen, dass sie nicht wegen, sondern trotz des Korans friedlich leben ...
Und bitte keine Vergleiche mit anderen Religionen, die sind hier off-topic, auch wenn sie unerlässlich sind, um das Wirken von Religionen in Gesellschaften allgemein beurteilen zu können.

So, dann mal ans Werk, wenn Du noch nicht total abgeschreckt bist. ;)


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 21:17
@FF
Was genau willst du mir jetzt sagen? Schon wieder, dass es auch ohne den Islam ganz viel Elend und Krieg gab und gibt? Habe ich nirgends bestritten. Aber wenn du jetzt deinen Kollegen ersetzen willst, bitte. Du kannst den Zeitpunkt gerne auch anders legen, der zweite Weltkrieg ist halt eine Zäsur. Dann fange also meinetwegen im 20. Jahrhundert an und klassifiziere die Kriege. Wenn du Zahlen hast, können wir auch schauen und prüfen, ob Nicht-Muslime mehr Kriege vom Zaun gebracht haben. Was mich übrigens immer noch nicht wirklich interessiert, um die Thread-Frage zu beantworten.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 21:26
@vincent
Ich denke, dass die Kolonisations-Kriege und die zwei Weltkriege da schon Maßstäbe gesetzt haben, was des Einflussbereich des Christentums angeht. Ohne das jetzt nachgerechnet zu haben, denn wie gesagt:
Um die Auswirkungen einer Religion zu beurteilen, muss man die jeweiligen gesellschaftlichen und historischen Voraussetzungen berücksichtigen.

Ist die Religion ein stärkerer Einfluss als z.B. schon vorher bestehende Clanstrukturen? Wird der chauvinistische Aspekt einer Religion in einer Gesellschaft besonders betont, oder die Gebote der Toleranz? Wie anpassungsfähig ist eine Religion an unterschiedliche Kulturen und wirtschaftliche Gegebenheiten?
Und so weiter.

Das müsste man auch für den Islam untersuchen, um die Frage beantworten zu können.

Als Beispiel: Die Frauenbeschneidung ist kein Merkmal des Islam, da sie auch unabhängig davon und auch außerhalb des Einflussbereichs praktiziert wird. Sie kann aber durch die Religion scheinbar legitimiert werden, wenn die Religion frauen- und lustfeindlich ausgelegt wird.
Man kann also die Frauenbeschneidung nur teilweise als Indiz für einen frauenfeindlichen Islam betrachten.


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mikala
ehemaliges Mitglied

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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 21:26
@Capspauldin
Ach, du meinst deine unhöfliche Gegenfrage. Sowas ignoriere ich in der Tat. So, genug OT.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 21:31
@mikala
Somit bleibt es haltloses und wildes Geschwätz, welches weder von dir belegt noch untermauert werden kann. Solch geistige Brandstifter sind es, die ewig Zwietracht sähen. Naja wenn es glücklich macht. "Unhöflich" ist es eher, ohne Wissen in eine Diskussion zu platzen und sich dann drücken wenn man diese Unwissenheit ertappt.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 21:44
@FF
FF schrieb:Das ist jetzt aber schon ganz schön intellektuellmäßig, dass Du versuchst, die Frage irgendwie zu strukturieren. ;)
Tja, im Grunde genommen ist das lediglich ein mögliches Vorgehen, wenn man sich dem Thema, insbesondere dieser sehr allgemein gestellte Frage tatsächlich wissenschaftlich nähern möchte. Andernfalls wird man der Komplexität des Ganzen nicht mal annähernd gerecht. Wobei ich, wie erwähnt, bezweifle, dass man überhaupt zu einemklaren Ergebnis kommen wird und vielleicht auch gar nicht kommen kann, weil da einfach zu viele Variablen eine Rolle spielen und gleich mehrere Fachbereiche berührt werden - sofern man es ernst meint.
FF schrieb:So, dann mal ans Werk, wenn Du noch nicht total abgeschreckt bist.
In dem (wissenschaftlichen) Umfang mache ich das nur, wenn mich jemand dafür bezahlt und dann auch nur aus der Perspektive heraus, mit der ich mich auskenne. ;)


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 21:52
FF schrieb:Man kann also die Frauenbeschneidung nur teilweise als Indiz für einen frauenfeindlichen Islam betrachten.
Ist das so? Dann können wir also festhalten, dass die "Männerbeschneidung" durchaus ein Indiz für einen männerfeindlichen Islam ist. Er wird in der muslimischen Kultur nahezu zu 100% angewendet.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

24.10.2016 um 22:42
@Aldaris
Ich frage mich ja vor allem, was einem die Erkenntnis nutzt. Spielt man das dann auch mit allen anderen Religionen durch und findet die friedlichste gut, die am wenigsten Kriege erzeugte?
Dann wäre der tibetanische Buddhismus ganz vorn, aber @vincent hat auch schon erkannt, dass eine Gesellschaft, die nach innen gewalttätig ist, nicht friedlich ist. Und das würde die tibetanischen Mönche mit ihrer Leibeigenschaft, den drakonischen Körperstrafen und so weiter weit zurückwerfen.

@vincent
Das wäre dann aber kein Alleinstellungsmerkmal des Islam, und die US-Amerikanische Gesellschaft in den 70ern und 80ern kann man wohl kaum als "männerfeindlich" betrachten - dort wurde aber auch die Mehrheit der männlichen Neugeborenen beschnitten. Oder wie ist das bei den Aborigine, die auch Beschneidungen bei Männern durchführen ... sind die männerfeindlich?
Ist Beschneidung also männerfeindlich?
Dazu müsstest Du die Gründe für die Beschneidung untersuchen.

Bei der Beschneidung der Frau gelten andere Begründungen als bei der der Männer. Die Frauen sollen ausdrücklich keine Lust empfinden, sollen für nur für die Empfängnis und mit dem Ehemann Sex haben, und es wird oft nicht nur außen herum etwas entfernt, sondern die Klitoris, und die Vagina zugenäht.
Ich sehe da einen Unterschied zur Beschneidung von Jungs, die den Penis nicht in der Funktion total blockiert.

Frauenfeindlichkeit wird dem Islam ebenso angelastet wie religiöse Intoleranz, die zu Kriegen führt. Oder welche Gründe für "Friedensfeindlichkeit" gäbe es sonst noch?
Und oberflächlich scheint es ja wirklich so, als wären es im Nahen Osten stets nur Schiiten gegen Sunniten gegen Islamisten gegen Gemäßigte, Alewiten und Alawiten. Und alle gegen Jesiden und Christen, natürlich. Und die alle gegen die Juden. Habe ich jemanden vergessen? Was ist mit den Drusen? Die waren im Libanon-Krieg ganz hoch im Kurs.

Aber wie gesagt: Ein Hussein kämpfte gegen den Iran nicht um Glaubensfragen, sondern um Ölquellen und Transportwege. Der Sechstagekrieg war auch kein Glaubenskrieg.
Ich behaupte: Die Region ist ein Pulverfass, egal welchen Glauben die Menschen annehmen. Clanstrukturen, zutiefst patriarchalische Gesellschaften und die Nachwehen der Kolonisation, Befreiung und Emanzipation davon treffen auf moderne Kampf- und Kommunikationsmittel, dazu kommen wirtschaftliche Stagnation und durch Tourismus und Internet verbreitete alternative Moralvorstellungen und Gesellschaftsmodelle ... fertig ist das Desaster.
Der Islam hat den Vorteil dass bestehende Kommunikationsstrukturen genutzt werden können: Für die Analphabeten Ägyptens ist das Wort eines Mullahs ausschlaggebend.

Der IS wiederum hat sich die modernen Kommunikationsmittel zunutze gemacht, das ist seine große Stärke.
Jeder Idiot kann sich auf youtube ansehen, wie Abtrünnige und Feinde geköpft, ersäuft oder erschlagen werden, verbrannt oder aufgehängt, live und in Farbe, beste Qualität und immer voll drauf gehalten. Fast wie Hollywood.
Bei den Roten Khmer und anderen Schlächtern dachte man noch, dass der Mangel an Öffentlichkeit sie zur Grausamkeit anspornen würde. Heute muss man lernen, dass eine hochauflösende Kamera nur zu noch mehr Grausamkeit anstachelt.
(Wer´s gesehen hat: Davon handelte "Natural Born Killers".)
Was das mit dem Islam zu tun hat? Nichts. Marx hat auch nicht geahnt, dass seine Philosophie mal benutzt wird, um weite Teile einer sowieso nicht sehr hoch entwickelten agrarischen Gesellschaft zu vernichten. Ob in Russland oder Kambodscha.
Jesus hat das sicher auch anders gemeint, als dass Indianerstämme in Nordamerika ausgerottet werden.

Marx und Jesus haben genauso wenig wie Mohammed geahnt, was auf ihre Anhänger zukommt. Und wenn die Autoren der Veden geahnt hätten, dass sie die Entwicklung eines ganzen Volkes massiv blockieren mit ihrem einstmals fortschrittlichen, heute komplett veralteten und menschenverachtenden Kastensystem, dann hätten sie sicher nochmal überlegt, wie sie das anders formulieren können. Nur haben sie nicht geahnt, wohin sich die Welt entwickelt ... weder Jesus, noch Marx, noch die Autoren der Veden.

Mann kann den Gläubigen vorwerfen, dass sie den Inhalt der Schriften nicht abstrahieren und auf heutige Verhältnisse übertragen. Aber kann man es der Religion vorwerfen?


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

26.10.2016 um 00:12
FF schrieb:Mann kann den Gläubigen vorwerfen, dass sie den Inhalt der Schriften nicht abstrahieren und auf heutige Verhältnisse übertragen. Aber kann man es der Religion vorwerfen?
Kann man das so trennen?
Eine Religion als abstraktes Gebilde wird reell durch ihre Gläubige (praktiziert niemand eine Religion, gibt es diese nicht) - es ist schwer die Gewalttätigen von den Friedlichen zu unterscheiden...wie soll man das tun?
Meine Meinung: wer das Wort seines Gottes über die Gesetze eines Staates setzt, gefährdet dort den (demokratischen) Frieden.
So lassen sich unkompliziert die Zusammenhänge zwischen Gläubige, Religion, Gesetze(Staat) und Frieden darstellen.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

29.10.2016 um 13:49
Interessante Buchbesprechung heute Morgen im Radio:

Samuel Schirmbeck:
Der islamische Kreuzzug und der ratlose Westen: Warum wir eine selbstbewusste Islamkritik brauchen
"Es lässt sich auch schon bei uns in Westeuropa beobachten: Forderung nach Gebetsräumen außerhalb der Moscheen, in Schulen, in Betrieben, an der Uni. Protestbeten unter freiem Himmel, wenn der Forderung nicht nachgegeben wird. Frauen den Handschlag verweigern, weil sie 'unrein' sind. Angst vor einem falschen Wort über den Propheten, das böse Folgen haben könnte: So hat es in Nordafrika angefangen",

…schreibt Samuel Schirmbeck in seinem Buch. Er schildert, wie fassungslos er war, wenn er Freunden in Deutschland seinen wachsenden Zweifel an der Friedfertigkeit des Islam schilderte – und sie ihn als Faschisten beschimpften. In Schirmbecks Augen sind Menschen wie sie "Von-Gestern-Linke" und mitverantwortlich dafür, dass sich der radikale Islam ungehindert in Westeuropa ausbreiten könne.
http://www.deutschlandradiokultur.de/samuel-schirmbeck-der-kreuzzug-des-islam-aufruf-zur.1270.de.html?dram:article_id=36...


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

29.10.2016 um 14:19
@Corky
Unterscheiden kann man friedfertige Menschen von gewalttätigen, indem man schaut, wie sie sich verhalten. Dazu muss man nicht deren Religion analysieren, die Schriften auf den Wortlaut prüfen, mit der eigenen Religion vergleichen und feststellen, dass sich selbst die Gläubigen, die sich auf die gleiche Schrift beziehen, sehr unterschiedlich verhalten. In allen Religionen.

Intoleranz und Fanatismus sind die Ausschlusskriterien, egal welche Überzeugung dahinter stecken soll.
Corky schrieb am 26.10.2016:Meine Meinung: wer das Wort seines Gottes über die Gesetze eines Staates setzt, gefährdet dort den (demokratischen) Frieden.
Stimmt einerseits, aber nur was die Gesetze angeht, die denen des Staates wiedersprechen.
Wenn ein Christ z.B. den Wehrdienst verweigerte, weil er das Töten an sich ablehnte, dann kollidierte das nicht mit den Gesetzen des Staates. Auch das Beten, selbst wenn darum bestimmte Berufe nicht ausgeübt werden können, kollidiert mit keinem Gesetz.
Kurz: Da, wo die religiöse Vorschrift eher weiter geht als das Gesetz, besteht eigentlich kein Konflikt, auch wenn der Christ zu Wehrdienst-Zeiten gesagt hätte, dass ihn die 10 Gebote Gottes über denen des Staates stehen. Kunststück: Unsere Gesetzgebung baut ursprünglich auf genau die in den 10 Geboten vermittelten Werte auf.
Die restlichen mehreren Dutzen Vorschriften das alten Testamentes haben die meisten Christen ad acta gelegt, aber sie finden sich trotzdem in der Bibel, samt den entsprechend zu verhängenden brutalen Strafen. Und nirgends steht da, dass diese Gesetze nicht mehr gelten sollen ... nähme man die Bibel nun genauso Vers für Vers wörtlich, wie es viele Koran-Kritiker tun, dann wäre da kein Unterschied zu erkennen.

Wer wem gegenüber eine Gesellschaft wie tolerant zu sein hat, das muss immer wieder neu ausgehandelt werden. Die Lösung kann aber nicht eine maximale Intoleranz gegenüber allen Religionen sein, oder gegenüber einer.
Ich finde es überhaupt nicht unkompliziert, aber sehr spannend und lösbar.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

29.10.2016 um 16:16
FF schrieb: Die Lösung kann aber nicht eine maximale Intoleranz gegenüber allen Religionen sein, oder gegenüber einer.
Darum würde ich auch Dinge allgemein begründen.

Zb. steht etwas Interessantes in dem Link.
muscaria schrieb:Forderung nach Gebetsräumen außerhalb der Moscheen, in Schulen, in Betrieben, an der Uni.
Ganz klar nein. Man gibt hier einer Religion (egal welcher) zu viel Gewicht. in einer Schule hat das nichts verloren.

Man würde signalisieren, dass Religion auch in der Öffentlichkeit mehr sichtbar, mehr Präsenz bekommt. Man würde weiter weg kommen von der Idee "Religion ist Privatsache".

Da bin ich ganz klar dagegen. Denn so bestünde sehr wohl die Gefahr, dass Religion in Jahrzehnten wieder mehr das Leben in der Öffentlichkeit bestimmen.

Religion soll in den Räumen wie Moscheen oder Kirchen ect. passieren. Und wenn eine Privatperson für sich im Privatleben entscheidet es möchte mit einem Kreuz oder sonst wie zeigen, dass es Christ ist, dann soll er das tun wie er will.
Oder mit Kopftuch.

Religionen müssen aber verstehen, dass sie nur ein Angebot am Rande sind und nicht etwas das man überall mit einfließen lassen muss.

Daher bin ich auch gegen die Kirchensteuer. Hier wäre es sinnvoller, dies mit normalen Steuern zu berücksichtigen, dann könnte man alle religiösen Stätten damit in Stand halten oder finanzieren.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

29.10.2016 um 16:28
@insideman
Absolut richtig, in einer Universität oder einer Schule haben Gebetsräume keinen Platz.
Da muss man hart bleiben.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

29.10.2016 um 18:49
@insideman
Keine Religion braucht Steuer - die nimmersaten "Priester" brauchen die.


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Ist der Islam eine friedensfeindliche Religion?

29.10.2016 um 18:53
Naja Kirchen, Moscheen usw. wollen auch in Schuss gehalten werden. Ich würde das Bereitstellen von solchen Gebäuden schon zur Religionsfreiheit zählen.

Und gerade beim Islam sieht man leider, dass man die Finanzierung lieber selbst in die Hand nehmen sollte.

Sonst kommen so unislamische Länder wie SA, Iran ect. und produzieren "keine echten Muslime".


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