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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

364 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Rassismus, Ethnopluralismus, Kulturelle Aneignung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

07.03.2017 um 11:09
Zitat von sandra.31sandra.31 schrieb:Es geht imo darum, ob es "letztlich auf das Gleiche hinausläuft".
Im Endeffekt wäre für mich das größte Kriterium dagegen, dass es bei der Idee der KA nicht um räumliche Abgrenzung geht, anders bei den Ethnos.
Der restliche Schauplatz ist eher sekundär, denn es kommt da:
-auf den konkreten Fall an.
-auf die konkrete Meinung des Kritikers an.


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

07.03.2017 um 16:54
Zitat von FFFF schrieb:Exakt damit wäre dann ein gesellschaftliches Tabu beschrieben.
Nein nicht wirklich. Es ist eine Persönliche abneigung.
Zitat von FFFF schrieb:Ich komme darauf, weil Du das geschrieben hast, was Du geschrieben hast. Es ist eine Antwort.
Wo `schrieb ich davon das alle menschen ohne persönlichkeit sein sollten
Zitat von FFFF schrieb:Das ist eine etwas oberflächliche Antwort, denn es geht hier nicht nur um Feminsimus, sondern um Bedeutungsinhalt von Symbolen und wie ernst sie trotz aller Kontroversen (z.B. dass der Federschmuck nicht von Frauen getragen werden konnte) von der betroffenen Gruppe genommen werden, b.z.w. wie diskriminiert sie sich bei Missbrauch fühlen.
Ja, toll dass es auch da eine feministische Bewegung gibt. Ändert aber nichts an der Bedeutung von Adlerfedern für Native Americans.
Es geht im grunde gar nicht um Feminismus... Sondern über die extremen auswüchse der Kulturelen aneignung bzw der gegner davon.. das währe das thema..
Zitat von FFFF schrieb:Ist das, wie @interrobang Zustimmung ausdrückt?
Ne. Das is wen ich nicht weis wovon du sprichst und was du mir mitteilen willst.
Zitat von FFFF schrieb:Ja, so beschreibt die Frau das, was sie kritisiert. Was ist daran linksextrem oder rassistisch? Sie beschreibt ausdrücklich äußerliche Attribute: Bekleidung und Accessoires.
Sie macht "rassen"unterschiede. Sie unterscheidet menschen an deren hautfarbe. Das ist das problem worum es eigentlich gehen sollte..
Zitat von FFFF schrieb:Es wäre schön, wenn Du zitieren und kommentieren würdest, worauf Du Dich beziehst. Nur ein Link zu einem ganzen Artikel bringt nichts.
Ich kann aus artikeln nichts mehr zitieren. Danke an die neue zitierfunktion..
Ich habe allerdings alles als Zitat erkenntlich gemacht.
Zitat von FFFF schrieb:Warum ist es rassistisch, wenn jemand etwas als rassistisch bezeichnet? Und warum muss das linksextrem sein... wegen der Quelle? Seit wann ist Rassismus überhaupt extremistisch? Fragen über Fragen...
Siehe oben. Sie teilt menschen nach der hautfarbe ein bzw teilt danach ein was jemand darf oder nicht.
Zitat von FFFF schrieb:Ja, aber keine Erklärung, warum es für Dich Ethnopluralismus ist, und sich nicht nur so anhört
Die person teilt menschen anhand deren Hautfarbe in gruppen ein. Genaueres hätte man ja diskutieren können. Nur interessiert ja niemanden das thema.
Zitat von FFFF schrieb:Nur bezog ich mich gerade nicht auf den Artikel, sondern auf die sich diskriminiert fühlenden Gruppen, die keinen Rassismus betreiben, da sie eine selbst erfundene kulturelle Gemeinschaft darstellen, die schon immer Menschen anderer Herkunft aufnahmen.  
Genauso kann die Autorin des Artikels sich auf die Kultur, nicht die Rasse bezogen haben, auch wenn sie den Terminus "Weiß" verwendete... aber auch der "weiße Mann" ist eher ein kultureller Begriff, als ein rassistischer.
Was ist "Weisse" Kultur? Norwegische? Italienische? Japanische? Russische? Türkische?
Zitat von FFFF schrieb:Das hat ja tatsächlich einen Nerv getroffen, will mir scheinen. Zumal Du den Iro auch nur aus modischen Gründen getragen hast, und nicht (wie meine Freunde damals) als Ausdruck der Rebellion gegen eine rassistische, militaristische, kommerzielle u.s.w. Kultur, als Hommage an eine Gruppe, die sich mit Würde gegen eine Übermacht stellte.
Im Übrigen hatten die Irokesen auch eine sehr coole soziale Struktur, warum sie auch so verehrt wurden:
Nein nicht aus Modischen. Darum weil ich es optisch ansprechend fand. Und Nerv getroffen.. anderen Usern wird für solch ein gebashe der Beitrag mindestens gelöscht..
Zitat von FFFF schrieb:Rassistisch waren sie dabei nie, sondern haben ständig Angehörige anderer Stämme adoptiert. (Wenn auch teilweise zuvor geraubt.)
Und warum entschuldigst Du Dich dann unentwegt bei mir? Ich bin kein Irokese.
Es gab und gibt viele, die kulturelle Symbole nur als modisches Accessoire getragen haben und die Diskussion dreht sich darum, ob die, deren Symbole man da trug, sich ausgebeutet fühlen können.
Möglich, dass Du da auch mal daneben gegriffen hast und wie Colin Pharell nicht nachgedacht hast... aber entschuldigen solltest Du Dich dann bei jemand anders als mir.
http://www.independent.co.uk/news/people/pharrell-williams-apologises-for-wearing-native-american-headdress-on-elle-cover-9490529.html
Vielleicht sehen die Irokesen das aber nicht so eng, denn die eigenen Haare müssen nicht erworben werden wie die als heilig betrachteten Adlerfedern der Plains-Indianer.
Naja, du scheinst mich aus irgentwelchen gründen anzugehen... immerhin wirst du persönlich und machst mich zum diskussionsgegenstand... Ich hätte da:
Interrobang
Zitat von FFFF schrieb:Weder habe ich von Rechtsextremen geschrieben, noch muss man sich für irgendwas bei mir entschuldigen. Nur war es für die Freunde von mir, die Irokesen trugen, normal, alleine für die Frisur Dresche zu beziehen. Da war es mehr als ein fashion statement und hätten Irokesen sich vielleicht auch eher geehrt und nicht veräppelt gefühlt, dass man ihre Frisur trug.
Meine statements gebe ich nicht mit klamotten sondern indem ich den Mund aufmache, Wählen gehe oder im Internet was schreibe
Zitat von FFFF schrieb:Was soll den das nun wieder? Niemand hat sich für seine Eltern zu entschuldigen oder dass er nicht so cool ist wie die. Nur sollte man dazu stehen und merken, wenn man anderen durchs Gemütsleben latscht.
quote=interrobang id=18760219]Gabs doch schon ewig.... Weis nicht was das problem für dich ist...
Ähm.... es ist eben nicht mein Problem, sondern das desjenigen, der die Frise trägt, weil er nicht nachgedacht hat und sie einfach schick findet, und desjenigen, der sich dadurch kulturell ausgebeutet fühlen könnte. Was wir jetzt nicht beurteilen können, da die Irokesen sich dazu noch nicht so explizit geäußert haben, wie die Plains-Indianer zu dem Federkopfschmuck.
Machen wir es wie in Nordkorea? Eine Liste von erlaubten Frisuren? Für alle "rassen" eine liste. :Y:
Zitat von FFFF schrieb:Das ist ein bisschen ignorant, nachdem ich einen langen, ausführlichen Beitrag schrieb.

Es wäre viel geholfen, wenn Du Dich nicht immer nur auf Dich selbst beziehen würdest. Es geht nicht nur um Deinen Iro (auch wenn ich den als Beispiel nahm), sondern um die Befindlichkeiten von Leuten, deren Frisur Du kopiert hast, deren Kopfschmuck kopiert wird, die sich kulturell ausgebeutet fühlen.
Dass Du den Iro nur als Accessoire getragen hast, ohne was über die tolle Kultur der Irokesen zu wissen, dafür können die Irokesen nichts.
Vielleicht gibt es ja auch einen Irokesen, der strammen Seitenscheitel mit ausrasiertem Nacken und Oberlippen-Hasenbärtchen schick findet, ohne was genaues über Hitler zu wissen. Das würden wir dann aber schon auf mindestens Uninformiertheit, eher noch krasse Ignoranz schieben und gut finden, wenn er das ändern würde, nachdem er darauf aufmerksam gemacht wurde, was die Haartracht bedeutet.
So ist das mit den kulturellen Eigenheiten.
Ja ein Langer Beitrag der kaum auf das thema einging.. Wenigstens ist deine meinung klar. Menschen müssen in stereotype gepresst werden. :Y:

DU hast dich auf mich bezogen.

Aber gut... wer hat die kanalisation erfunden? Alle anderen Völker haben nun ihre scheisse auf der strasse abzuladen. :Y: Es darf ja jede "Ethnie" nur ihres benutzen..

Man bin ich froh das das Feuer erfunden wurde bevor der Mensch aufhörte mensch zu sein und in Rassen eingeteilt wurde...


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

07.03.2017 um 17:06
ok. um mal auf den Kapitalismus einzugehen:
Ja, es gibt die Möglichkeit, Dinge oder Symbole oder sowas schützen zu lassen, als "eingetragenes Warenzeichen" .
Zum Beispiel
hat Dresden den "Dresdener Christstollen" schützen lassen.

Selbst wenn er als Originalrezept gebacken wird, darf er nicht mehr so genannt werden,
sondern es dürfen nur noch solche Stollen "Dresdner Stollen" genannt werden,
die tatsächlich in Dresden gebacken wurden.

Na gut. Sollen sie.
sandra


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

07.03.2017 um 18:06
@interrobang
Wenn man also von unterschiedlichen Kulturen spricht, dann darf man sich nicht auf die jeweiligen Völker, Menschen dieser Gruppe beziehen, weil das dann rassistisch ist? Wieso erwähnst Du dann dauernd, dass Deine Frau Türkin ist? Warum soll es rassistisch sein, Unterschiede zu benennen? Erklär mir das mal bitte. 


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

07.03.2017 um 21:35
Zitat von FFFF schrieb:Wenn Leute Dirndl tragen, dann kann man sie auch auf den schrecklichen Holocaust hinweisen, den die Deutschen verschuldet haben
Dirndl-Kleider sind von den Deutschen adaptiert worden.
Zitat von FFFF schrieb:Natürlich kann man an allen möglichen Kulturen, deren Attribute man adaptiert oder auch nur kommerziell verwertet, auch was negatives finden
Ja. Der Musikantenstadl hat mit alpiner und voralpiner Musik genau nichts zu tun, aber diese Volksmusik auf 1000 Jahre und mehr diskreditiert. Auch eine kulturelle Adaption.

Genauso wie das kroatische Volkslied, das in Tschindarassabumm-Version über verschiedenste Staatsformen hinweg als deutsche Hymne gedonnert wird, sodass Nicht-Deutsche schreiend davonlaufen. 

Dieses Volkslied ist sogar eine doppelte kulturelle Adaption: Haydn hat ein wunderschönes Quintett daraus gestaltet, die verschiedensten deutschen Staaten ein WUMM-TSCHAK-WUMM-TSCHAK-über-alles-Einigkeit-Gedöns. Kroatien und Haydn diskreditiert für immer und ewig.


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

07.03.2017 um 22:01
Zitat von FFFF schrieb:Und manche beides. Und trotzdem können andere Indianer, deren Kopfschmuck als modisches Accessoire verwendet wird, sich diskriminiert fühlen, auch wenn ihre Vorfahren in den kriegerischen Auseinandersetzungen noch nichts von Haager Landkriegsordnung gehört hatten.
Dennoch wird die Kriegsführung der Irokesen als genozidal ("genocidal") diskutiert. Nicht nur die Huron wurden von den Irokesen-Stämmen praktisch ausgelöscht.

Hier der Abstract eines Artikels des Historikers Jeffrey P. Blick im Journal of Genocide Research mit dem Titel The Iroquois practice of genocidal warfare (1534‐1787): http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/14623520120097215


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

07.03.2017 um 22:38
@Narrenschiffer
Darum schrieb ich ja, dass sie sich nicht um eine Haager Landkriegsordnung gekümmert haben.
Die Feinde allerdings auch nicht, und seit Kontakt mit Europäern wurden die Konflikte durch Handel, modernere Waffen, Alkohol und eingeschleppte Krankheiten noch verschärft.

@interrobang

(Wenn Du aus anderen texten zitieren möchtest: in der Steuerungsleiste über dem Eingabefeld auf die drei ... klicken, dann die Gänsefüsschen anklicken und Text einfügen.)

Es geht aber nicht um Rassen. Nochmals: Die Indianderstämme waren nicht rassistisch, sie haben ständig angehörige anderer Stämme und auch der Eroberer-Eindringlinge in ihre Clans aufgenommen.

Sie wollen eine Kultur erhalten, nicht eine Rasse.

Kultur ist etwas erworbenes, nicht angeboren. Man muss sie aber auch leben, und nicht nur konsumieren, man kann sich eine Kultur nicht kaufen sondern höchstens ihre Produkte.
Einige Produkte sind aber ideeller Natur und haben für die Angehörigen der Kultur eine tiefere Bedeutung und wenn dann andere, die davon keine Ahnung haben, darauf sch*****n und sich die Totenschädel der Ahnen als Briefbeschwerer hinstellen, weil sie das schick finden, dann sollte man Kritik über ein solches Verhalten ernst nehmen.

Man ist nicht weniger rassistisch, wenn man Symbole oder Kunstwerke anderer Kulturen konsumiert.
Respekt vor den Eigenheiten/Tabus anderer Kulturen ist kein Rassismus.

Da es irgendwie nicht ankommt, was ich meinte, nochmal von vorne:
Zitat von interrobanginterrobang schrieb:Da setzt für mich das problem ein das ich es nicht einsehe Menschen anderst zu behandeln weil sie eine ander Ethnie/Hautfarbe oder sonst was haben. Auf persönliches Rücksicht nehmen gerne. Aber nichts was Menschen in verschiedene Ethnien/Rassen einteilt.
Du sollst nicht die Menschen irgenwie anders behandeln, weil sie eine andere Hautfarbe haben, sondern ihre religiösen Symbole und Tabus achten (egal, welcher Ethnie sie angehören oder nicht). Einer verschleierten Frau würdest Du ja auch nicht zur Begrüßung den Schleier lüpfen und ihr Küsschen-rechts-Küsschen-links geben, wärest Du Franzose. Oder Deine Hindu-Freunde auf ein schönes Rindsgulasch einladen und die Muslim-Verwandten mit Schweineschnitzel bewirten.
Das hat nichts Rassismus zu tun, sondern mit Respekt vor den kulturellen und religiösen Eigenheiten.
Und nun stelle Dir vor, Deine Frau wäre eine Cherokee und Du würdest in ihrem Schrank den Federschmuck ihres Großvaters finden. Würdest Du den zu Fasching tragen oder auf einem Festival, auch wenn sie Dir die Bedeutung erklärt, die er für sie hat?
Oder Dir einen basteln, der aussieht wie die Karikatur auf den Federschmuck des Großvaters?

Natürlich ist es einfacher, Respekt gegenüber den Animositäten von Leuten zu haben, mit denen man persönlich zu tun hat. Wenn jemand Kaninchen als "unrein" empfindet und niemals Kaninchen essen oder als Haustier ertragen würde, kann man das ulkig und abwegig finden - bis man mit jemandem befreundet ist, der so empfindet. Dann muss man sich entscheiden, wie man damit umgeht.
Zitat von interrobanginterrobang schrieb:Nein nicht aus Modischen. Darum weil ich es optisch ansprechend fand.
Eben, dann nenne es eben ästhetische Gründe. Jedenfalls haben Dich die Hintergründe, woher die Frisur kommt, nicht interessiert. Offensichtlich nichtmal die, warum die Punks den Iro adaptiert haben.
Zitat von interrobanginterrobang schrieb:Was ist "Weisse" Kultur? Norwegische? Italienische? Japanische? Russische? Türkische?
Stellst Du Dich jetzt absichtlich so? Wie würdest Du denn die Eindringlinge Nordamerikas bezeichnen, wenn Du sie von den Native Americans unterscheiden wolltest? Oder ist die Unterscheidung schon rassistisch und man muss von einwandernden und verteidigenden Erdbewohnern schreiben?  Ist das dann neutral genug?
Zitat von interrobanginterrobang schrieb: immerhin wirst du persönlich und machst mich zum diskussionsgegenstand... Ich hätte da:
Nein, ich habe nur Deine Frisur und Haltung als Beispiel genommen, da Du Dich auch ständig auf Dich selbst beziehst.
Zitat von interrobanginterrobang schrieb:Meine statements gebe ich nicht mit klamotten sondern indem ich den Mund aufmache, Wählen gehe oder im Internet was schreibe
Nur dass Du Klamotten und Frisur einer ursprünglich auch politischen (Anti-)Bewegung getragen hast. Und nicht zufällig Springerstiefel und Lonsdale-Pullis, oder melierte Jogginghosen, oder auberginefarbene Anzüge aus leicht glänzendem Material. Und zufällig passte das Aussehen dann zu Deiner Einstellung.
Zitat von interrobanginterrobang schrieb:Machen wir es wie in Nordkorea? Eine Liste von erlaubten Frisuren? Für alle "rassen" eine liste. :Y:
Wie kommst Du eigentlich auf so einen Quatsch? Kannst Du mal raussuchen, was ich geschrieben habe, das einen solchen Schluss zulässt?
Es geht darum, sich über die Bedeuting von kulturellen Erfindungen, Symbolen u.s.w. seine Gedanken zu machen, und nicht wahllos zu konsumieren.
Gibt es dagegen irgend einen sinnvollen Einwand?
Zitat von interrobanginterrobang schrieb:Ja ein Langer Beitrag der kaum auf das thema einging.. Wenigstens ist deine meinung klar. Menschen müssen in stereotype gepresst werden.
Das ist die kraseste Fehlinterpretation seit langem.
Zitat von interrobanginterrobang schrieb:DU hast dich auf mich bezogen.
Ja, so ist das, wenn man auf jemanden antwortet.
Zitat von interrobanginterrobang schrieb:Aber gut... wer hat die kanalisation erfunden? Alle anderen Völker haben nun ihre scheisse auf der strasse abzuladen. :Y: Es darf ja jede "Ethnie" nur ihres benutzen..
Kannst Du bitte die Quelle verlinken, in der steht, dass die Kanalisation ein heiliges Gut einer noch lebendigen Kultur ist? Und dass es inzwischen keine parallel stattgefundene Entwicklung der Technik gegeben haben kann, oder dass Kanalisation nur diese Saison als Modespäßchen für gelangweilte Hipster en vogue ist?
Danke.


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

08.03.2017 um 23:41
Wenn ich so frei sein darf:
Zitat von FFFF schrieb:Und nun stelle Dir vor, Deine Frau wäre eine Cherokee und Du würdest in ihrem Schrank den Federschmuck ihres Großvaters finden. Würdest Du den zu Fasching tragen oder auf einem Festival, auch wenn sie Dir die Bedeutung erklärt, die er für sie hat?
Vielleicht, würde der es Spaß machen, wenn der Mann sich in Pocahontas (oder ein Cherokee adäquat) verkleidet und die als Oberbayer geht.
Nun haben die beiden allerdings ein Problem:
Manche nehmen ihre Kulturen Bier ernst und es ist daher absolut unmöglich die Kultur auch mal einfach nur aus Spaß zu konsumieren, das darf nicht sein.
Weil die sich den Spaß haben verderben lassen, bleiben beide zuhause und haben Sex.
Happy End.


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

25.10.2017 um 07:38
Ich musste gerade feststellen dass wir auch in der Schweiz solchen Schnickschnack diskutieren sollen :D
Darum der Appell von Brändle-Amolo: «Weisse, hört auf, unsere Kultur zu übernehmen und damit Geld zu machen, Dreadlocks oder afrikanische Kleidung zu tragen. Tragt unseren Schmuck und hört unsere Musik als Zeichen der Integration und der Anerkennung afrikanischer Kultur. Und nicht als austauschbarer Konsumartikel, an dem alle verdienen, nur nicht die Urheber.»
Dazu dann dieser Quatsch
Ist Cultural Appropriation Rassismus mit umgekehrten Vorzeichen? Nein, findet Brändle-Amolo: ««Im Gegensatz zu den Weissen nehmen wir ihnen nichts weg. Wir verlangen nur, dass sie den afrikanischen Ursprung ‹ihrer› Kreationen klar deklarieren und einen Teil des Gewinns in Afrika reinvestieren. Mit umgekehrten Rassismus hat das nichts zu tun.»
Also liebe Dreadlocks Träger, immer schön ein Etikett an den Filzfäden anheften, Made in Jamaika.  und den Schwarzen Mitmenschen würde ich empfehlen keine Hosen mehr zu tragen von weissen Farmern aus Nordamerika.

http://m.20min.ch/schweiz/news/story/16245386


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

25.10.2017 um 08:23
@wichtelprinz
Vor allem das mit den dreads is halt totaler Schwachsinn. Manche behaupten das es schwarze kultur sei.. Was eben nicht stimmt.

Hier ein video von zwei schwarzen welche zb dagegen sind.
Es geht hauptsächlich um einen rassistischen Vorfall einer schwarzen einem weissen gegenüber..
Youtube: SFSU 2016 - Black girl assaults white student for Dreads | Aba & Preach on Cultural Appropriation |
SFSU 2016 - Black girl assaults white student for Dreads | Aba & Preach on Cultural Appropriation |



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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

25.10.2017 um 08:47
@interrobang
Ich bin mir fast sicher das Neandertaler auch schon Dreads hatten :p

Genial find ich die Forderung es nicht als austauschbares, kapitalostisches Accessoire zu tragen. Und wenn den Gewinn in Afrika zu reinvestieren. ;p :D 


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

25.10.2017 um 12:42
Asiaten, hört endlich auf, uns unsere Kultur wegzunehmen!

R-2024500-1269626886.jpeg


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

25.10.2017 um 12:44
Noch ein Fall von kultureller Aneignung, wenn nicht gar Enteignung:

billy mo-ich kauf mir lieber einen tirolOriginal anzeigen (0,3 MB)


Wie wir wieder mal sehen: Nichts Neues unter der Sonne.


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

25.10.2017 um 13:22
@Doors
Naja, laut der linken ethnopluralisten können schwarze das nicht machen da diese die "macht" (tm) nicht besitzen. Wie es mit asiaten ist weis ich nicht.. Aber trotz der machr von Ländern wie china und japan zählen die wohl auch als machtlos..


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

25.10.2017 um 13:51
Das ist eine ganz witzige Satire zum Thema. Man kann halt immer übertreiben und muss immer im Dialog bleiben, denke ich. Ohne Sprechverbote.

http://www.taz.de/!5454458/


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

25.10.2017 um 13:57
@Cesare
So witzig finde ich das gar nicht. Das könnten durchaus echte Vertreter dieser leute sein..


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25.10.2017 um 14:00
@interrobang

Ach herrje...


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25.10.2017 um 14:01
@Doors
Aus meinem Link
Brändle-Amolo tritt regelmässig in Trachten als Jodlerin auf. Diese Art der kulturellen Aneignung findet sie unproblematisch: «Ich imitiere die Schweizer Kultur nicht, um damit Geld zu machen, sondern um mich zu integrieren und meiner neuen Heimat Anerkennung zu zollen. Und davon abgesehen, sind Trachten einfach schön, und es macht Spass, sie zu tragen.»
Natürlich trägt sie es nur aus spass und ästhetik.und andere nur aus der Absicht der kulturellen Aneignung ;)


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

18.02.2020 um 20:09
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 27.02.2017:Na mal wieder etwas völlig falsch interpretiert? Es geht um kulturelle Aneignung, was bedeutet, sich die Kulturellen Werte, Objekte und Traditionen anzueignen, sie aus dem eigentlichen Kontext zu reißen, die Deutungshoheit einzunehmen, zu verändern, zu Trivialisierung beizutragen und für sich zu nutzen, insbesondere kommerziell ohne das man zu dieser Kultur gehört. Es hat rein gar nichts damit zu tun, einen Menschen oder dessen Kultur höher oder besser zu werten, bzw. eine andere Kultur abzuwerten. Es hat auch nichts damit zu tun, aus rassistischen Gründen seine Kultur erhalten zu wollen oder keine andere Kultur zu akzeptieren oder als gleichwertig anzuerkennen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 28.02.2017:nein, ich ignoriere das Thema keineswegs. Es geht nicht darum, ich wiederhole mich, dass es keinen kulturellen Austausch geben darf, es geht auch nicht darum, eine oder alle Kulturen, Traditionen nicht nach "draussen" zu tragen. Es geht darum, dass die Kultur authentisch bleibt, im Kontext erhalten bleibt, und nicht als platte kommerzielle unreflektierte lustige Sache stark vereinfacht und ohne traditionellen, politischen oder religiösen Zusammenhang in die Welt getragen wird, um dort als stereotype Darstellung o.ä. zu enden oder irgendwen zu bereichern, im materiellen Sinn.
Du setzt antirassistische Kritik mit rassistischen Theorien gleich. Das ist ekelhaft.
Eine anständige Gesellschaft, eine integre Gesellschaft nimmt sich der Kritik an und sucht die Diskussion, um Lösungen zu finden, Menschen und ihre Kultur nicht auszubeuten, lächerlich zu machen, stereotyp darzustellen. Dann findet auch keine Aneignung, sondern ein Austausch statt.
Es geht um Menschenwürde.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 04.03.2017:Es geht nicht darum, sie nur dort zu erhalten, sondern den Kontext mitzuverbreiten, damit es eben keine Stereotype sind, anhand derer man glaubt, eine Kultur zuordnen zu können. Es geht auch darum, die Angehörigen der jeweiligen Kultur mitbestimmen zu lassen. Und nicht nur etwas rauszurücken und unreflektiert in die Welt zu tragen mit dem Anspruch, dies oder das sei jetzt diese Kultur. Auch geht es darum, Ausbeutung zu verhindern. "Indianer" haben nicht alle die gleiche Kultur, nicht die gleiche Sprache, nicht die gleichen Symbole. Generell lässt sich keine Kultur in einem Faschingskostüm oder durch ein Gericht darstellen. Das sind dann aus dem Kontext gerissene pauschalisierende Stereotype, die vermittelt und weiter getragen werden.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 06.03.2017:Musik zu hören aus anderen Kulturen, die Sorache zu sprechen o.ä. sehe ich nicht als kulturelle Aneignung. Die Symbole etc. aus dem Kontext zu reißen, und das veränderte kulturelle Werk als das einer anderen Kultur auszugeben, daraus dann auch noch Profit zu machen, schon. Oder gar nichts zu verändern und daraus Profit zu machen. Es handelt sich bei der Kritik an kultureller Aneignung darum, dass Minderheiten ausgebeutet werden, auf diesem Weg dann wieder etwas beraubt zu werden, ohne Einfluss nehmen zu können. Das darf Mann nicht missachten.
Und bei Karneval, wo ja angeblich alles erlaubt ist, ging es sicherlich nicht darum und sollte es auch nicht darum gehen, die Schwächeren durch den Dreck zu ziehen bzw. sich über sie lustig zu machen. Ganz im Gegenteil. Es geht um einen Rollentausch, weshalb es auch eigentlich nur um Rollen aus der eigenen Kultur bzw. der Kultur, in der man gerade den Karneval feiert, gehen sollte und dies nicht kulturübergreifend und schon gar nicht zum Nachteil von Minderheiten stattfinden sollte. Das ist keinesfalls der Sinn von Karneval.
@Gwyddion
so, da kannste mal lesen, so Du möchtest, was ich so dazu geschrieben habe......ich hoffe die Erklärungen reichen?


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"Kulturelle Aneignung" vs. "Ethnopluralismus"

18.02.2020 um 20:30
Hmja.. okay. Werde morgen mal auf einzelne Positionen eingehen.


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