Tussinelda schrieb:äh, doch.
??? Wirklich? Also in den Vereinen, in denen ich im Vorstand war, bezeichnete sich niemand so. Es wäre ja auch nicht korrekt, da der Vorstand ein Vereinsorgan ist, das aus dem Ämtern Vorsitzender, stv. Vorsitzende, Kassier, Schriftführer und ggf. Beisitzern besteht.
Also ist man "Mitglied im Vereinsvorstand" oder genauer "Schriftführer" oder "Beisitzer im Vorstand" - aber nicht Vorstand.
Wenn das - wo auch immer - üblich ist, dann geht die Welt nicht unter.
Tussinelda schrieb:das eine ist ein Organ, das andere die Person, es gibt die gleiche Bezeichnung aber das bedeutet nicht, dass das Organ die Person ist bzw. sein muss.
Meinst Du "Der Oberbürgermeister der Stadt xy"? Das ist ein Amt, eine Behörde. Die gewählte Oberbürgermeisterin Frau XY ist dann die Behördenleiterin, aber sie ist nicht identisch mit der Behörde oder dem Amt. Sie kann abgewählt werden oder zurücktreten. Amt und Behörde bleiben.
Nachdem die Autoritätsgläubigkeit und -hörigkeit in der Bevölkerung immer mehr abnehmen und der Unterschied zwischen Amt und Person nicht mehr gemacht wird (die Leute nehmen es immer persönlicher, wenn das Ordnungsamt einen Strafzettel verhängt, auf dem "Der Oberbürgermeister" als Behördenname steht), ist der Trend, Behörden nicht nach dem Amt des Behördenleiters zu benennen, sondern abstrakt als Körperschaft "Stadt XY" oder als "Ministerium XY" zu bezeichnen. Die Institutionen werden so "entpersonalisiert", was klarer macht, dass hier nicht der gewählte Politiker handelt, sondern eine immerwährende Behörde.