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Niedersachsen schafft schriftliche Division in Grundschulen ab

155 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Niedersachsen, Grundschule, Lehrplan ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Niedersachsen schafft schriftliche Division in Grundschulen ab

13.01.2026 um 12:01
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Schulleistungsstudien zeigen doch insbesondere, dass ein "Weiter so" nicht mehr möglich ist.
Auf welche Zeit wird das "weiter so" bezogen? Auf 1970 oder auf 2010?


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Niedersachsen schafft schriftliche Division in Grundschulen ab

13.01.2026 um 12:02
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Schulleistungsstudien zeigen doch insbesondere, dass ein "Weiter so" nicht mehr möglich ist.
Wird es besser, wenn Grundschulinhalte in die hoeheren Klassen geschoben werden?
Da bleibt doch dann fuer andere Inhalte weniger Zeit bzw. sie muessen gestrichen werden.

Das Thema Division wird zeitlich aufgeblaeht. Und da sind wir wirklich ganz tief in den Grundlagen.


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Niedersachsen schafft schriftliche Division in Grundschulen ab

13.01.2026 um 12:04
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das Thema Division wird zeitlich aufgeblaeht. Und da sind wir wirklich ganz tief in den Grundlagen.
Ich habe in BaWü noch das gesamte lateinische Schreibschrift-Alphabet in der ersten Klasse gelernt.

Heute lernen Kinder Blockschrift (!) auf die ersten zwei Jahre verteilt. Und wir waren in BaWü längst nicht alle "Käpsele", wie man dort sagt. Geschafft hat es damals trotzdem fast jeder.

Verlangsamen des Lernens, Aufschieben von Schwierigkeiten nach später - wem genau nutzt das?


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13.01.2026 um 12:08
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Klingt nach: fuer die Schule lernen wir, nicht fuers Leben.
Spaeter trifft das sicherlich oefter mal zu, aber in der Grundschule.....
Auf schriftliches dividieren trifft das zu. Ich habe das ausnahmslos NUR für die schule gemacht. Es war mir einfach zuwider ein vorgefertigtes schema nutzen zu müssen, obwohl ich mit halbschriftlich viel besser klar kam. Aber durfte ich nicht :shrug:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Oft unterstuetzt von Eltern, Grosseltern, Verwandten.
Na ist doch super, dann können die verwandten, die das alle noch gelernt haben, auch wissen vermitteln :Y:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich finde es nicht gut, Kindern hier Schwierigkeiten einzureden, die fuer die frueheren Generationen schlicht nicht existent waren.
Hier werden keine schwierigkeiten eingeredet. Es wird nur anders an die sache rangegangen. Das ist vollkommen ok. Ich habe auch nicht zu dem lehrplan meiner oma gelernt. Und das ist gut so, denn damals ging es nicht ums verstehen, sondern ums ausführen. Auswendig lernen, nach schema F arbeiten. Niedersachsen möchte in der grundschule nun ersteinmal das strategien entwickeln beibringen, rechenwege erklären, zerlegen, abschätzen, verschiedene wege zum ziel erlauben. Mehr erklärung, weniger drill. "Früher" wars andersrum. Selbst in meiner grundschulzeit hieß es viel auswendig lernen statt verstehen. Mach das so, wie ich es sage und nicht so, wie es für dich sinnvoll ist. Das ist blödsinn und ich bin froh, dass wir unsere kinder in der schule mehr und mehr zum denken animieren und nicht zum nachmachen.


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13.01.2026 um 12:10
Zitat von VespasianVespasian schrieb:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ach, ich vergass - das Abi ist auch deutl. einfacher geworden.
Ist das so? Gibt es dazu empirische Studien?
Der Lehrerverband unterstuetzt diese Aussage:
Es gibt also tatsächlich klare Indizien dafür, dass der Anstieg der guten und sehr guten Abiturnoten, aber auch der Rückgang von Abbrecher- und Sitzenbleiberquoten nicht überwiegend auf Leistungssteigerungen zurückgeführt werden kann, man also auch im Schulbereich von einer Noteninflation sprechen kann.
Quelle:

https://www.lehrerverband.de/tag/noteninflation/

Ein langer, lesenswerter Text.
Zitat von gastricgastric schrieb:Hier werden keine schwierigkeiten eingeredet. Es wird nur anders an die sache rangegangen.
Wenn Kinder nicht mehr mit komplexeren Fragestellungen behelligt werden sollen, ist die andere Seite der Medaille doch, dass diese Sachen nun als 'zu schwierig' fuer den Entwicklungsstand eingestuft werden.

Nochmal: die vorherigen Generationen sind daran nicht gescheitert.....


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13.01.2026 um 12:12
Zitat von gastricgastric schrieb:Das ist blödsinn und ich bin froh, dass wir unsere kinder in der schule mehr und mehr zum denken animieren und nicht zum nachmachen.
Das ist leider etwas intellektualistisch gedacht, weil es einen bestimmten Lerntypus bevorzugt. Es muss für Kinder aus verschiedenen Lernkulturen und aus unterschiedlichen intellektuellen Niveaus Angebote geben, die für sie zum Erfolg führen. Auch die Mentalität, wie man an Aufgabenstellungen am besten herangeht, variiert stark. Menschen sind unterschiedlich.

Einige Kinder brauchen Sicherheit darin, den richtigen Weg nachzuvollziehen, andere brauchen eigene Wege.

Warum spricht man dauernd von Vielfalt und Diversität, springt aber stattdessen nur zwischen den Extremen hin und her?


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13.01.2026 um 12:21
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ein langer, lesenswerter Text.
Aber eine Noteninflation sagt doch nichts über den Anspruch des Abiturs an sich aus.
Das sagt erstmal nichts darüber, ob das Abitur selbst "schwerer" oder "leichter" geworden ist. Platt gesagt: Wenn die Durchschnittsnoten im großen und ganzen gleich bleiben, kann man das verschieden interpretieren:

Interpretation 1: Die Anforderungen sind gleich geblieben.

Interpretation 2: Die Schüler sind im Schnitt (weil auch so viele Abitur machen) "schlechter" geworden - da aber auch weniger verlangt wird, schreiben sie im Schnitt noch immer ungefähr die gleichen Noten.

Interpretation 3: Die Anforderungen sind gestiegen - aber z.B. durch einen verbesserten Unterricht und entsprechenden Ehrgeiz konnten die Schülerinnen und Schüler mithalten.

Wer von Noteninflation spricht, geht meist von Interpretation 2 aus: Weniger leistungsfähige Schüler machen heute ein lascheres Abitur - und kommen so auf gute Noten. Doch beweisen lässt sich das kaum, da sich die Anforderungen objektiv schwer vergleichen lassen. Denn heute werden zum Teil ja andere Kompetenzen gefordert und für relevanter erachtet als früher.
Quelle: https://www.bpb.de/themen/bildung/dossier-bildung/306866/faktencheck-noteninflation-wird-das-abi-wirklich-immer-leichter/


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13.01.2026 um 12:22
Zitat von gastricgastric schrieb:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Oft unterstuetzt von Eltern, Grosseltern, Verwandten.
Na ist doch super, dann können die verwandten, die das alle noch gelernt haben, auch wissen vermitteln :Y:
In dem Zusammenhang ging es um das Stellen von Aufgaben. Und wenn etwas zu rechnen war, haben meine Eltern mich mitrechnen lassen, wenn es sich geeignet hat, ebenso wenn es um das Lesen ging.
Nicht immer, nicht staendig, aber das war Teil unseres Miteinanders. Das Foerdern der Faehigkeiten im Alltag, die man in der Schule erlernte.


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13.01.2026 um 12:33
@Vespasian

Es wird gerade OT, aber ich verweise gerne nochmal auf die Analyse des Lehrerververbandes (die einen dtl. laengeren Zeitraum betrachtet als die BPB und auch die Schwaechen der Methoden diskutiert).
Mit der Analyse von Benedict verliert die sympathischste Erklärung für immer bessere Noten, nämlich dass die Leistungsfähigkeit der Studierenden seit Ende der 60er-Jahre (davor ja nicht!) kontinuierlich zugenommen habe, an Überzeugungskraft.
Quelle: s.o.

Die Leistungsfaehigkeit hat nicht zugenommen, und die Noten sind besser geworden bei weniger Sitzenbleibern und Schulabbrechern.
Mmmm. Waere es moeglich, dass die Anforderungen gesunken sind? ??


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13.01.2026 um 12:48
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Waere es moeglich, dass die Anforderungen gesunken sind?
Möglich, auch wenn es dafür keinen kausalen Zusammenhang gibt. Könnte auch einfach sein, dass Lehrkräfte netter bewerten. Oder fachliche Defizite haben, um adäquate Kritik zu üben. Oder den Lernenden der inhaltliche Wandel hin zu Problemlösung und alltagsnahen Beispielen mehr liegt. Oder, oder, oder. Von einer reinen Noteninflation auszugehen, verkürzt die Debatte.

Ich würde eher behaupten, dass die Abiturprüfungen grds. anspruchsvoller geworden sind, da es nicht mehr um reines Auswendiglernen geht, sondern um Problemlösung. Die (relativ neue) Prüfungsform des materialgestützten Schreibens im Fach Deutsch erfordert höhere kognitive Operationen als bloßes Interpretieren, ist gar als Vorstufe einer wissenschaftlichen Hausarbeit zu betrachten.


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13.01.2026 um 12:56
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Ich würde eher behaupten, dass die Abiturprüfungen grds. anspruchsvoller geworden sind, da es nicht mehr um reines Auswendiglernen geht, sondern um Problemlösung. Die (relativ neue) Prüfungsform des materialgestützten Schreibens im Fach Deutsch erfordert höhere kognitive Operationen als bloßes Interpretieren, ist gar als Vorstufe einer wissenschaftlichen Hausarbeit zu betrachten
Dazu kann ich nichts sagen. Ist hier aber auch nicht Thema.
Zitat von VespasianVespasian schrieb:. Könnte auch einfach sein, dass Lehrkräfte netter bewerten.
Nettere Bewertungen zeigen doch an, dass Abstriche in den Anforderungen gemacht werden.
Zitat von VespasianVespasian schrieb:. Oder fachliche Defizite haben, um adäquate Kritik zu üben.
Aeh? Weil Lehrer ihre eigenen Aufgaben nicht mehr verstehen und mit deren Bewertung ueberfordert sind?Oder weil sie - wie oben - nachsichtiger agieren?
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Von einer reinen Noteninflation auszugehen, verkürzt die Debatte
Das tut der Lehrerverband ja auch nicht.
Es ist eine Eroerterung der Thematik unter verschiedenen Gesichtspunkten.


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13.01.2026 um 13:03
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Weil Lehrer ihre eigenen Aufgaben nicht mehr verstehen und mit deren Bewertung ueberfordert sind?
Es geht um Abiturprüfungen. Die kommen zentral vom jeweiligen Bundesland. Aber ja, du würdest dich wundern, was für ein großes Problem die fachliche Korrektheit (die eben mit Bewertungskompetenz u. a. auch einhergeht) in neueren Studien darstellt. Aber es kann auch mit der Institution Schule an sich zusammenhängen: Wenn man wenig Zeit für Korrekturen hat, übersieht man gerne auch mal etwas.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das tut der Lehrerverband ja auch nicht.
Es ist eine Eroerterung der Thematik unter verschiedenen Gesichtspunkten
Allein der Begriff "Noteninflation" zeugt nicht gerade von Sachlichkeit und Objektivität. Aber am Ende sind Lehrer auch nur Menschen (mit Auffassungen, Ideologien und Ansichten), auch die im großen, unfehlbaren Lehrerverband. :)


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13.01.2026 um 13:06
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Allein der Begriff "Noteninflation" zeugt nicht gerade von Sachlichkeit und Objektivität.
Einen Begriff, der aus dem englischsprachigen Raum uebernommen wurde. Dort wurde diese Theamtik auch bereits frueher benannt und untersucht als in Dtl..
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Aber am Ende sind Lehrer auch nur Menschen (mit Auffassungen, Ideologien und Ansichten), auch die im großen, unfehlbaren Lehrerverband.
Du hast es nicht gelesen, nicht wahr?
Aber mit Allgemeinplaetzen draufhauen....
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es wird gerade OT, aber ich verweise gerne nochmal auf die Analyse des Lehrerververbandes (die einen dtl. laengeren Zeitraum betrachtet als die BPB und auch die Schwaechen der Methoden diskutiert).



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13.01.2026 um 16:16
Auch die Betriebe beklagen die sinkenden Leistungsstandards. Und die zunehmennde Belastung, die sie dadurch haben:
Seit Jahren klagen Unternehmen darüber, dass sie Auszubildenden Grundlagen beibringen müssen, die früher selbstverständlich waren. Lesen, Schreiben, Rechnen. Das alles wird zunehmend zur Aufgabe der Betriebe.
Niedersachsen liefert nun ein weiteres Beispiel dafür, wie die Wirtschaft zum Reparaturbetrieb einer verkorksten Bildungspolitik gemacht wird.

Dort sollen Grundschüler künftig schriftliches Dividieren nicht mehr lernen, das Rechnen mit Kommazahlen entfällt weitgehend. Nur beim Umgang mit Geld macht man eine Ausnahme.

Das Ministerium verkauft das als pädagogische Entlastung. In Wahrheit ist es ein weiteres Absenken von Leistungsstandards. Statt die Ursachen von Lernschwierigkeiten anzugehen, senkt man die Anforderungen. Seit Jahren zeigt der internationale Schulvergleichstest Pisa, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler in Deutschland an den Mindestanforderungen in Mathematik scheitern.

Die Folgen sind längst im Berufsalltag angekommen. Industrieunternehmen berichten, dass sie mehr als 60 Prozent ihrer Auszubildenden in Zusatzkursen Bruch- und Dezimalrechnung erklären müssen, weil diese Maße und Toleranzen nicht verstehen. Im Handwerk ist die Notwendigkeit für Nachhilfe ebenfalls Alltag. Bau-, Metall- oder Lebensmittelbetriebe üben mit ihren Lehrlingen Prozentrechnung, Gewichte und Längen. Dabei sind das alles Grundlagen, die eigentlich in der Schule gelegt werden sollten.

Das Absenken der Standards beschränkt sich jedoch nicht auf Mathematik. In vielen Schulen werden Rechtschreib- und Grammatikfehler nur noch eingeschränkt bewertet, um Kinder nicht zu „demotivieren“. Die Folge ist, dass Schulabgänger Schwierigkeiten haben, einfache Berichte oder E-Mails fehlerfrei zu verfassen. Auch hier springen Betriebe mit Schreibtrainings ein.

Die Botschaft der Politik ist also: Wir senken lieber die Messlatte, als Kindern zu helfen, darüberzuspringen.
Quelle:
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/schriftliches-dividieren-wieder-muessen-unternehmen-die-bildungspolitik-reparieren/100190665.html

Lesen, Schreiben, Rechnen, eine praktische Vorstellung von Laengen, Volumina, Gewichten - so ganz normale Sachen halt.


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13.01.2026 um 17:13
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Auch die Betriebe beklagen die sinkenden Leistungsstandards. Und die zunehmennde Belastung, die sie dadurch haben:
Nicht nur Betriebe. Die hohen Durchfallquoten bei Fahrschülern in der theoretischen Prüfung könnten auch auf ähnlich gelagerten Problemen beruhen.

Ich finde den Artikel leider nicht mehr, ein Fahrlehrer hatte auf den Tacho seines Fahrschulwagens Post-It aufgeklebt, mit Pfeilen, wo links und wo rechts ist.

Also gibt es 18jährige, die Autofahren lernen wollen, und nicht sicher links und rechts unterscheiden können. Mir macht das langsam Angst.


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13.01.2026 um 17:36
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Also gibt es 18jährige, die Autofahren lernen wollen, und nicht sicher links und rechts unterscheiden können. Mir macht das langsam Angst.
Wieso erst langsam? Ich leb mit meiner links -rechts schwäche jetzt bereits fast 40jahre. Mit 18 hatte ich die auch schon und den Führerschein hab ich damit auch bestanden. Ist nichts schlimmes, betrifft ca 20% der menschen und geht wohl darauf zurück, dass im Kleinkindalter nicht wirklich gekrabbelt wurde und somit die linke und rechte gehirnhälfte nicht richtig vernetzt sind.


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14.01.2026 um 08:10
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Nicht nur Betriebe. Die hohen Durchfallquoten bei Fahrschülern in der theoretischen Prüfung könnten auch auf ähnlich gelagerten Problemen beruhen.
Die Anforderungen sind hier aber auch extrem höher als vor 20 Jahren. Meine Kids haben erst gemacht und auch beim ersten Mal bestanden aber die mussten wirklich lernen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich viel lernen musste. Es sind heut ca 600 mehr Fragen als damals. Nee, ich wollte den jetzt nicht neu machen :D
Zitat von gastricgastric schrieb:Ich leb mit meiner links -rechts schwäche jetzt bereits fast 40jahre.
Da gibt es viele. Ich glaube das wird erst ein Problem wenn einem der Weg gesagt wird, wenn man selbst fährt weiß man ja " Nach da oder nach da" egal wie das heißt. Als Beifahrer hab ich mir angewöhnt in die Richtung zu "fuchteln", die ich ansage, dann gibt es keine Missverständnisse :D

Ich finde Rechenwege sollten den KIndern überlassen werden, wie es ihnen beliebt, so lange man noch erkennen kann, dass das Ergebnis selbst erarbeitet wurde ist doch alles ok.


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14.01.2026 um 10:54
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Die Anforderungen sind hier aber auch extrem höher als vor 20 Jahren. Meine Kids haben erst gemacht und auch beim ersten Mal bestanden aber die mussten wirklich lernen.
Ich habe den Testbogen Nr. 181 auf fahrschule.de ausgefüllt und auch nicht bestanden :( Welche Fahrerlaubnis man zum Abschleppen eines defekten Fahrzeugs benötigt, habe ich z.B. falsch ausgefüllt, und fälschlicherweise gedacht, dass man auf Kraftfahrstraßen schneller fahren darf, als das eigene Abblendlicht reicht - auf Autobahnen ist das nämlich so, wenn fremdes Licht den Verlauf der Fahrbahn erkennen lässt.

Bei einem der Videos habe ich einen Radfahrer nicht wahrgenommen- das wäre mir im RL nicht passiert.

Ich vermute aber, dass es bei Fahrschülern auch am sinnentnehmenden Lesen der Fragen hapert.

Die Anforderungen sind aber schon hoch - auf einem der Videos überfahrt ein nachfolgendes Motorrad verkehrswidrig die schraffierte Fläche der Linksabbiegerspur - was man natürlich nur im Rückspiegel des Filmautos sieht. Man muss langsamer fahren und darf nicht nach links wechseln, also auf Fehlverhalten anderer richtig reagieren.

Insgesamt folgt die Fahrschulausbildung aber dem gleichen gefährlichen Trend wie die Mathematikdidaktik, die zur Abschaffung der schriftlichen Division führt.

Man lädt die Didaktik mit der Maximalvorstellung eines ständig optimal mitdenkenden, problemlösenden und reflektierenden Menschen auf und vernachlässigt gleichzeitig sicher erlernbares, abrufbares Grundwissen, das grundsätzlich jedem zugänglich ist.

Dieses Art der Didaktik vernachlässigt praktische Anwendbarkeit aus ideologischen Motiven. Nicht umsonst hat pädagogische Ausbildung in der Vergangenheit immer einen engen Praxisbezug gehabt, und konnte so einseitige intellektuelle Entwürfe aus dem Elfenbeinturm durch Praxiserfahrung entschärfen.

Der Führerschein, die Jägerprüfung - all das sollte eigentlich nur Grundwissen abprüfen, das in der Praxis weiterentwickelt und vertieft wird.

In der Grundschule müssen mMn Rechenwege und -methoden gelehrt werden, die allen Kindern zugänglich sind.

Dafür fehlt Politikern und Ministerialbeamten heute schlicht und einfach der eigene Praxisbezug. Sie leben ihre Maximalvorstellung aus.


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14.01.2026 um 11:05
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ich habe den Testbogen Nr. 181 auf fahrschule.de ausgefüllt und auch nicht bestanden :(
Ich hab gar nicht erst angefangen weil ich mich nicht blamieren wollte :D Da könnte schon viel wieder raus wie die Fragen zu "Anhängern" ich hatte noch nie eine Anhängerkupplung z.B. Ich finde, wer mit Anhänger fahren will, könnte doch einen extra kleinen Test dafür machen , wozu müssen das alle wissen?


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14.01.2026 um 11:22
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ich habe den Testbogen Nr. 181 auf fahrschule.de ausgefüllt und auch nicht bestanden :(
Auf den ersten Anhieb - aber das sind jetzt wirklich keine schwierigen Frage und in der naechsten Runde wuerdest Du die richtigen Antworten parat haben.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:auf einem der Videos überfahrt ein nachfolgendes Motorrad verkehrswidrig die schraffierte Fläche der Linksabbiegerspur - was man natürlich nur im Rückspiegel des Filmautos sieht. Man muss langsamer fahren und darf nicht nach links wechseln, also auf Fehlverhalten anderer richtig reagieren.
Das finde ich wiederum sinnvoll - das ist nun ein Beispiel, wie es zu einer gefaehrlichen Situation kommen kann, wie es auch im echten Leben passiert.
Aber auch hier: mit ein bisschen Ueben hat man sich doch darauf eingestellt.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Der Führerschein, die Jägerprüfung - all das sollte eigentlich nur Grundwissen abprüfen, das in der Praxis weiterentwickelt und vertieft wird.
Klar, Fahren lernt man vom Fahren - aber hier finde ich es gut, dass statt der alten, simplen Ankreuzboegen nun mit Hilfe der Technik komplexere Dinge abgeprueft werden.

Der Verkehr hat ueber die letzten Jahrzehnte wahnsinnig zugenommen. Ich werde oft auf der Autobahn rechts ueberholt, obwohl ich mit Hoechstgeschwindigkeit+4kmh unterwegs bin und andraengeln ist normal.... irgendwie blinkt auch kaum einer, wenn er den Kreisel verlaesst... Blinken scheint ueberhaupt out zu sein...
Viele sind sehr ruecksichtslos unterwegs, und es ist gut, junge Leute darauf vorzubereiten.
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:.B. Ich finde, wer mit Anhänger fahren will, könnte doch einen extra kleinen Test dafür machen , wozu müssen das alle wissen?
Weil der Standard-Fuehrerschein das mit abdeckt.
Und soo viel kann es doch nicht sein, was es dazu zu wissen gibt.
Und wir mussten dazu ein paar Dinge wissen, damals, zum Pruefungszeitpunkt.
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Die Anforderungen sind hier aber auch extrem höher als vor 20 Jahren. Meine Kids haben erst gemacht und auch beim ersten Mal bestanden aber die mussten wirklich lernen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich viel lernen musste. Es sind heut ca 600 mehr Fragen als damals
Die Anzahl an Fragen aus dem Pruefungspool hat doch keine Aussagekraft. Die Inhalte koennen sich doch nicht so drastisch veraendert haben, die Verkehrsregeln haben sich ja auch nicht drastisch verkompliziert in den letzten Jahren.

Mit dem kleinen Einblick den ich hier bekommen habe, wuerde ich sagen, dass der Fokus mehr auf Sicherheit liegt.


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