JöTe schrieb:Die gewonnene Zeit könnte man nutzen, um das Lesen zu üben.
Wenn das Lesen zu schwer ist, wuerde ich es auch streichen...
Im Ernst: wie weit moechte man die Standards denn noch senken?
Schreibschrift hat man gestrichen und fuer das Alphabeth braucht man jetzt 2 Jahre:
sallomaeander schrieb:habe in BaWü noch das gesamte lateinische Schreibschrift-Alphabet in der ersten Klasse gelernt.
Heute lernen Kinder Blockschrift (!) auf die ersten zwei Jahre verteilt. Und wir waren in BaWü längst nicht alle "Käpsele", wie man dort sagt. Geschafft hat es damals trotzdem fast jeder.
Verlangsamen des Lernens, Aufschieben von Schwierigkeiten nach später - wem genau nutzt das?
Ehrich gesagt: das nutzt nichts und niemanden.
Wenn man ein Jahr laenger fuer das Alphabet braucht, ist es auch ein Jahr spaeter, bis die Kinder normale Texte lesen koennen.
Ich finde, der Umgang mit Sprache muss frueher gefoerdert werden, schon in der Kita, durch vorlesen, Geschichten erzaehlen etc.
flipperonline schrieb:Jeder hat eine andere Lerngeschwindigkeit. Mehr Förderung anstelle von Leistungssenkung wäre der bessere Weg
Ja. Vielleicht sollte es Zeit fuer individuelle Lerngruppen geben - Stunden, in denen manche Kinder lesen, andere rechnen, andere schreiben - je nach dem, wo es am meisten hapert.
Angebote der Schule ausserhalb der Schulzeiten waere natuerlich auch schoen. Ich glaube, an meinem Ort gibt es das.
Und die Eltern sollten dazu angehalten werden, auch ihrerseits ihre Kinder zu foerdern.