@emanon Hast du dich überhaupt mit dem konkreten Sachverhalt befasst? Oder ist dir nur nicht aufgefallen, dass der Medienanwalt von CU nicht gegen alle Aussagen des Spiegelberichts (bzw. der Folgeberichte) vorgegangen ist?* Im Umkehrschluss heißt das, der RA widerspricht u. g. Dingen nicht:
Fellatix schrieb am 03.04.2026:Seit ungefähr zehn Jahren sei Fernandes Opfer eines "Identitätsdiesbtahls über soziale Netzwerke". Ulmen, so der "Spiegel", habe dort "mit Hunderten von Männern" in ihrem Namen Kontakt aufgenommen, ihnen auch erotische Fotos geschickt. Rund 30 Männer sollen reagiert und "unter der Identität seiner damaligen Frau Onlineaffären und Telefonsex gehabt haben". All dies sein "ohne das Einverständnis von Fernandes geschehen".
Quelle: https://www.focus.de/panorama/causa-ulmen-diese-vorwuerfe-greift-fernandes-ex-nicht-an_c76dbb44-a8b2-4bac-8d8a-b60bffd243db.html
Und der RA ist auch nicht dagegen vorgegangen, dass der Spiegel u. g. Passagen aus einer E-Mail des CU zitierte.
Dass CU vor der Formulierung der E-Mail schon persönlichen/mündlichen Kontakt zu seinen RA hatte und rechtlich beraten wurde, halte ich nicht für ausgeschlossen:
Grillage schrieb am 30.03.2026:und hier ist zu beachten, dass es in Anführungszeichen steht, es sich demnach um eine Zitat von CU handelt):Er habe, schrieb er, in den vergangenen zehn Jahren "leider einen sexuellen Fetisch" entwickelt: Immer wieder habe er auf den Namen seiner Frau Fakeprofile auf sozialen Medien angemeldet, über die Accounts habe er mit Männern gechattet, geflirtet, "bis hin zum Sex-Talk". Allein die Wortwahl "leider" soll ausdrücken, dass Christian Ulmen nicht proaktiv war, sondern quasi passiv von einer Art "höheren Macht" gelenkt wurde, diese Vergehen immer wieder aufs Neue zu begehen.
Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Ein-Fetisch-allein-macht-keine-Entschuldigung-id30502436.html
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emanon schrieb:und sich nicht an der sozialen und beruflichen Vernichtung eines Menschen beteiligen
Aber CF kann man das zumuten?
Dass die Verbreitung von Pornos und Dirty Talk unter der Identität der CF das Potenzial haben, ihr beruflich und privat zu schaden, kommt dir nicht in den Sinn? Dass Produzenten, denen entsprechendes Material zugespielt worden wäre oder sogar wurde, es als zu heikel einschätzen könnten, CF für ihr "sauberes" Film- o. Showprojekt bzw. Produktmarketing zu besetzen, ist m. E. naheliegend. (Siehe Shop-Apotheke)
Was du anscheinend auch nicht bedenkst, ist die einfache und unkontrollierte digitale Weiterverbreitung von Inhalten. Ich halte es für realitätsfern anzunehmen, dass keiner der Männer, die CU innerhalb der 10 Jahre kontaktiert hatte, das Material nicht weiterverbreitete.
watnu schrieb:Da digitale Inhalte per Click weitergeleitet werden können, kann CF nicht wissen, welche Kreise allein die Aktivitäten, die CU wohl einräumt, gezogen haben. (…) Hätte sie es nicht öffentlich gemacht, könnte sie nie wissen, ob jeweilige Personen die sie beruflich oder privat trifft, zum Empfängerkreis gehören oder nicht. Da die Weiterleitung auch über Dritte erfolgen kann, kann das m. E. grundsätzlich einer öffentlichen Verbreitung gleichkommen.
Und die Empfänger hätten ohne Veröffentlichung nie erfahren, dass es sich nicht um CF handelt.
Außerdem kommt noch hinzu:
Wenn CF nicht veröffentlicht hätte, was ihr angetan wurde, wäre sie zusätzlich mit der neuen TV-Serie des CU gequält worden, weil die dann nicht zurückgezogen worden wäre (
Beitrag von watnu (Seite 58)) .
*Soviel ich weiß, ist der komplette Artikel noch abrufbar (trotz Eilverfahren)