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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

335 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Erziehung, Restaurants ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

gestern um 11:30
Zitat von LepusLepus schrieb:Die Kinder waren sehr süß und wenn es doch mal lauter wurde oder ein Kind nahe an den Tränen war, haben die Eltern direkt interveniert.
Und das ist meiner Meinung nach der Schlüssel: Eltern, die sich tatsächlich kümmern und nicht dauernd am Smartphone hängen und ihre eskalierenden Kinder ignorieren.
Neben stattfindender Erziehung finde ich auch eine entsprechende Planung, wenn mit Kindern zu rechnen ist, wichtig. Denn irgendwann wird den Kids halt langweilig und wenn man dann nicht möchte, dass sie als Konsequenz laut werden, muss man das mit einem - bestenfalls ordentlich betreuten - Angebot abfangen. Sei es durch einen Basteltisch, einen Bereich mit Spielen, etc.
Zitat von LepusLepus schrieb:Genau das.
Ich trage jetzt immer so in-ear-Stöpsel und es beruhigt mich sehr, die trage ich auch im Büro.
Und ich habe mir auch so geräuschmindernde Kopfhörer besorgt.
Leider kann ich bei der Arbeit keine Kopfhörer tragen, weder "in ear" und erst recht keine "on ear". Ich habe mal eine Weile Loop-Ohrstöpsel getragen, die optisch eher wie Schmuck aussehen. Ich hab die aber ständig verlegt und war auch regelmäßig in Situationen, in denen ich sie nicht tragen konnte. Dass die eigene Stimme plötzlich lauter klingt und hallt ist dann leider doch nicht so toll, wenn man selbst viel reden muss und dass man besonders leise und/oder nuschelnde Menschen schlecht versteht, ebenso nicht.

Ich habe aber vor kurzem teilweise den Arbeitsplatz gewechselt und arbeite jetzt nur noch ca 2/3 meiner Arbeitszeit im direkten Menschen- und somit auch Kinderkontakt. Die restliche Zeit hab ich ein Plätzchen im Zweierbüro. Da ist es ruhig, dunkel und mein Blick richtet sich auf eine weiße Wand. Das ist einfach herrlich reizarm.

Außerhalb meiner Arbeit trage ich häufig meine "On ear"-Kopfhörer. Manchmal vergesse ich sogar, meine Musik an zu machen. Dann höre ich meine Umgebung immer noch, aber immerhin gedämpft - und wunder mich dann irgendwann, warum ich mich weniger gestresst fühle, bis ich realisiere, was ich da auf dem Kopf habe. Ich habe die Kopfhörer mittlerweile sogar doppelt - einen für daheim, weil ich in einer Wohnung mit dünnen Wänden wohne und aufgrund meiner Eigenerfahrung nicht möchte, dass andere sich gestört fühlen, wenn ich eine Serie gucke oder Konsole zocke und einen für unterwegs. Ist jeweils das gleiche Modell für je ca 100 €.

Wenn ich bedenke, dass es mittlerweile Teil der pädagogischen Praxis an einigen Schulen ist, den Kids unter anderem Gehörschutz zu geben, wenn sie sich bei Einzelarbeiten wegen der Gesamtlautstärke nicht konzentrieren können, dann sehe ich auch nicht, warum das falsch sein sollte. Zumal ich im Gegensatz zu irgendwelchen Sechsjährigen auch längst gelernt habe, zu maskieren. Wobei das an sich auch nichts Gutes ist.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

gestern um 11:47
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Neben stattfindender Erziehung finde ich auch eine entsprechende Planung, wenn mit Kindern zu rechnen ist, wichtig. Denn irgendwann wird den Kids halt langweilig und wenn man dann nicht möchte, dass sie als Konsequenz laut werden, muss man das mit einem - bestenfalls ordentlich betreuten - Angebot abfangen. Sei es durch einen Basteltisch, einen Bereich mit Spielen, etc.
Stimmt, daran dachte ich noch gar nicht.
Die Kinder haben sich gemeinsam mit ein paar Erwachsenen an einen Tisch gesetzt und gegessen.
Dann bekamen die kleineren so Spielbücher zum Malen und mit Stickern und Stifte.
Das war so süß, sie haben sich dann hingesetzt und zusammen geklebt und gemalt.
Die größeren haben dann Fangen gespielt und die Kleinen haben irgendwann mitgemacht.
Sie haben sich alle miteinander beschäftigt, das war schön.
Nur einmal musste eine Mutter etwas sagen, als ihre Tochter etwas zu laut wurde.
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Ich habe mal eine Weile Loop-Ohrstöpsel getragen, die optisch eher wie Schmuck aussehen. Ich hab die aber ständig verlegt und war auch regelmäßig in Situationen, in denen ich sie nicht tragen konnte. Dass die eigene Stimme plötzlich lauter klingt und hallt ist dann leider doch nicht so toll, wenn man selbst viel reden muss und dass man besonders leise und/oder nuschelnde Menschen schlecht versteht, ebenso nicht.
Loops habe ich auch, aber ich bin noch nicht wirklich überzeugt davon.
Ich höre immer noch Sachen, die ich nicht hören will und in Gesprächen ist es so unangenehm.
Ich höre auch mein Atmen und meine Bewegungen und es quietscht beim Gehen.
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Ich habe aber vor kurzem teilweise den Arbeitsplatz gewechselt und arbeite jetzt nur noch ca 2/3 meiner Arbeitszeit im direkten Menschen- und somit auch Kinderkontakt. Die restliche Zeit hab ich ein Plätzchen im Zweierbüro. Da ist es ruhig, dunkel und mein Blick richtet sich auf eine weiße Wand. Das ist einfach herrlich reizarm.
Das klingt super!
Ich habe so ein Glück nicht, im Büro ist es überall laut und man wird genervt.
Auch oft von Eltern, die ihre Kinder ignorieren.
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Außerhalb meiner Arbeit trage ich häufig meine "On ear"-Kopfhörer. Manchmal vergesse ich sogar, meine Musik an zu machen. Dann höre ich meine Umgebung immer noch, aber immerhin gedämpft - und wunder mich dann irgendwann, warum ich mich weniger gestresst fühle, bis ich realisiere, was ich da auf dem Kopf habe. Ich habe die Kopfhörer mittlerweile sogar doppelt - einen für daheim, weil ich in einer Wohnung mit dünnen Wänden wohne und aufgrund meiner Eigenerfahrung nicht möchte, dass andere sich gestört fühlen, wenn ich eine Serie gucke oder Konsole zocke und einen für unterwegs. Ist jeweils das gleiche Modell für je ca 100 €.
Mir ist das schon wieder zu teuer, aber ich muss mich wohl mal dazu durchringen, wenn ich was vernünftiges haben möchte.
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Wenn ich bedenke, dass es mittlerweile Teil der pädagogischen Praxis an einigen Schulen ist, den Kids unter anderem Gehörschutz zu geben, wenn sie sich bei Einzelarbeiten wegen der Gesamtlautstärke nicht konzentrieren können, dann sehe ich auch nicht, warum das falsch sein sollte. Zumal ich im Gegensatz zu irgendwelchen Sechsjährigen auch längst gelernt habe, zu maskieren. Wobei das an sich auch nichts Gutes ist.
Diese Entwicklung ist für mich eher schlimm, denn es zeigt mir, wie übel es in manchen Schulen zugeht, dass man zu solchen Maßnahmen greifen muss. -.-
Ich war in einer Klasse mit 15 Schülern, selbst da war es oft übelst laut.
In der Berufsschule waren wir 39 Schüler in einer Klasse, kurzzeitig auch mal 42.

Ja, maskieren ist extrem anstrengend.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

gestern um 15:09
Zitat von LepusLepus schrieb:Diese Entwicklung ist für mich eher schlimm, denn es zeigt mir, wie übel es in manchen Schulen zugeht, dass man zu solchen Maßnahmen greifen muss. -.-
Ich war in einer Klasse mit 15 Schülern, selbst da war es oft übelst laut.
In der Berufsschule waren wir 39 Schüler in einer Klasse, kurzzeitig auch mal 42.

Ja, maskieren ist extrem anstrengend.
Ich persönlich finde die Notwendigkeit schlimm, aber dass diese Kopfhörer zur Verfügung stehen, gut. Zu meiner Schulzeit gab es sie noch nicht.
Nach Pausen war ich fix und fertig, Rückzugsverhalten wurde negativ bewertet ("sucht wenig den Kontakt zu anderen", "zieht sich in Pausen zurück", "muss mehr auf andere zugehen" - wenn's halt immer so laut ist, anstatt dass man sich mal nett zu zweit zusammensetzen kann....).
Auch da waren die Klassen anfangs klein, 13 - 15 Schüler (je nachdem ob jemand dazukam oder weggezogen ist), kleine Dorfgrundschule. Danach typischere Klassengrößen mit knapp unter 30 Schülern.
Typische Pausensituationen - Schreien, Rennen - haben mich immer überfordert, und so sehr ich das denjenigen rückblickend gönne sich in Pausen ausgetobt zu haben: Es gab leider keine Alternativen, das ist IMHO der Knackpunkt. Die stilleren, geräuschempfindlichen, neurodivergenten Kinder existieren, und hätten ggf. auch mal eher Kraft für soziale Interaktionen die sie ggf. doch mal möchten (nicht jeder mag, manche möchten aber doch), wenn es die Option gäbe diese in einem ruhigeren Umfeld ablaufen zu lassen für diejenigen die es so benötigen oder auch nur mal ausprobieren wollen. Schallschutz-Kopfhörer etwa, zweiter "stiller Pausenraum" in dem man z.B. malt, liest und sich allenfalls leise unterhält. Anstatt dass man nach der Pause fix und fertig ist, in dieser gar nicht zurechtkam und hinterher muffig, launisch, genervt, "verhaltensauffällig" ist wenn man evl. nicht mehr so gut maskiert.
Zitat von LepusLepus schrieb:Ja, maskieren ist extrem anstrengend.
In der Tat.
Auch ich mache das wenn nötig: Nichts sagen, durchhalten. Zwar kennt man da als Erwachsener auch seine Strategien und kann diese eher nutzen ("eher" heißt nicht "immer"), dennoch strengt es an.

Kindern Spaß, Toben, Lachen etc. verbieten willl ich jedenfalls keinefalls.

Wichtig finde ich persönlich diese beiden Punkte:
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:
Zitat von LepusLepus schrieb:Die Kinder waren sehr süß und wenn es doch mal lauter wurde oder ein Kind nahe an den Tränen war, haben die Eltern direkt interveniert.
Und das ist meiner Meinung nach der Schlüssel: Eltern, die sich tatsächlich kümmern und nicht dauernd am Smartphone hängen und ihre eskalierenden Kinder ignorieren.
Neben stattfindender Erziehung finde ich auch eine entsprechende Planung, wenn mit Kindern zu rechnen ist, wichtig. Denn irgendwann wird den Kids halt langweilig und wenn man dann nicht möchte, dass sie als Konsequenz laut werden, muss man das mit einem - bestenfalls ordentlich betreuten - Angebot abfangen. Sei es durch einen Basteltisch, einen Bereich mit Spielen, etc.
Dass Eltern (oder wer auch immer gerade für die Betreuung der Kinder zuständig ist) da sind und sich kümmern.
Und dass man auch mal überlegt wie laut es abschätzbar werden dürfte, und ggf. gewisse Aktivitäten nicht immer anbietet.
Wenn man eine Hüpfburg aufbaut und einen Animateur bucht, wird es laut, ganz natürlicherweise. Da kann man sich IMHo schon überlegen, ob man derartiges und vergleichbares für jedes Wochenende bestellt* oder evl. einmal im Jahr zum Kindergeburtstag oder zum Kindergarten-Sommerfest, und es ansonsten bei z.B. ein, zwei Freunde einladen, drinnen oder im Garten spielen, den Spielplatz besuchen belässt.
Oder ob man, Posting von MissMary weiter oben, (fast) jeden Sonntag viele Kinder nach Hause einlädt, oder nicht doch ggf. sich reihum einlädt, mal auf den Spielplatz geht... was dann ggf. nur jedes zweite, vierte... Wochenende so eine Aktion bei jedem zu Hause ergibt.

*Jede Woche Hüpfburg und Animateur buchen wird man sich privat eher nicht leisten können; hier macht das aber in der Tat die Hausverwaltung im wärmeren Halbjahr. Das ergibt jeden Samstag und Sonntag eine Geräuschkulisse wie bei einem Kindergartensommerfest o.ä., inkl. Animateur/Ansager mit Mikrofon, der Kinderlieder singt, Spiele ansagt, zum Schreien/Rufen/Pfeifen animiert (a la "Eins, zwei, dreeeeei" - "Yeeeah!") die Gewinner durchgibt...
Ich beschwere mich nicht (= maskieren), Fenster/Balkontür sind relativ schalldicht. Aber auf die Idee, sowas jedes Wochenende für die ganze Wohnanlage zu bestellen, käme ich definitiv nicht - ggf. einmal im Jahr, Sommerfest.
Kontrast: Es gibt unten auch einen Spielplatz und einen Kinderpool. Da hört man mal Lachen und mal Fangen spielen, mal Planschen, kaum eine Kindergruppe würde für Stunden bleiben, Spaß und doch recht dezent. Am lautesten von obiger Variante ist wirklich der Ansager, die Musik und das Animieren zu lautem Schreien/Rufen/Pfeifen.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

gestern um 15:19
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Rückzugsverhalten wurde negativ bewertet
Das finde ich rückblickend auch seltsam, dass ein "zu ruhig" oder "zu schüchtern" als negativ im Sozialverhalten beurteilt wurde. Genauso, wie man als introvertierter Mensch gezwungen wurde (und noch immer wird), über Mitarbeitsnoten am Unterricht verbal teilzunehmen.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

gestern um 15:23
Zitat von VespasianVespasian schrieb:
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:zugsverhalten wurde negativ bewertet
Das finde ich rückblickend auch seltsam, dass ein "zu ruhig" oder "zu schüchtern" als negativ im Sozialverhalten beurteilt wurde. Genauso, wie man als introvertierter Mensch gezwungen wurde (und noch immer wird), über Mitarbeitsnoten am Unterricht verbal teilzunehmen.
Genau das!
Mir ging es genauso.


Jedenfalls bin ich gespannt auf die nächste Feier mit Kindern.
Und auf die nächste Woche, vermutlich werde ich wieder viele Handyzombie-Eltern aushalten müssen in der Bahn.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

gestern um 15:45
@Vespasian
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Das finde ich rückblickend auch seltsam, dass ein "zu ruhig" oder "zu schüchtern" als negativ im Sozialverhalten beurteilt wurde.
In den meisten meiner Schulzeugnisse wurde das kritisierend geschrieben ("hat immer noch nicht...", "auch in diesem Schuljahr", "muss mehr"), erst später (8., 9. Klasse und aufwärts) neutral bis geschätzt (etwa: "die ruhige Schülerin zeigt ein hohes Verantwortungsbewusstsein", "ruhig und gewissenhaft").

(Mitarbeitsnoten rein bzgl. der Wissensabfrage fand ich persönlich nicht problematisch. Gemeldet habe ich mich, eine Frage zu beantworten war kein Problem. Mich extravertiert geben, z.B. bei der Schülerzeitung Interviews machen, Referate üppig durch Mimik und Gestik zu unterstützen, oder an einem Stand stehen: viel mehr ein Problem. (Dass es anderen ggf. anders geht und sie sich z.B. nicht trauen sich auf eine Frage hin zu melden: Das ist mir bewusst.)
Heutzutage, als Erwachsene, habe ich mit "frei sprechen zu Sachthemen" kein Problem, finde es aber nachwievor anstrengend wenn eine Aktivität unstrukturiert, laut, wuselig ist, sowie der Redebeitrag extravertiet und emotional rüberkommen soll. Exemplarisch: Mathematikvorlesung oder Hackathon halten ist kein Problem, Hochzeitsrede halten oder Anmoderation Sommerfest mache ich nicht, der Schüler-Uni-Tag ist schaffbar (stressig) aber ich nehme da lieber die Zehntklässler bis Abiturienten denn die Grundschüler. Beim Sommerfest am Arbeitsplatz kümmere ich mich lieber um die Technik und die Planung denn z.B. ums Austeilen am Kuchenbuffet oder die Kinderecke.)

Was auch oft übersehen wird, und darum hatte ich oben darauf hingewiesen:
Gerade ruhige Kinder sind durch Pausen- und Freistundenverhalten extravertierter Kinder oft so überfordert, dass ihnen irgendwann, mal so gesagt, "die Hutschnur platzt" ("ist verhaltensauffällig"). Oder auch sie, schon maskierend, im Unterricht unaufmerksam sind da ihnen der Kopf dröhnt ("träumt"). (Selbst: Durchaus mal genervt etwas gesagt, nie jemanden körperlich angegriffen aus Wut aber doch ein "aufhören!", oder auch mir die Ohren und Augen zugehalten, aufs Klo weinen gegangen (Grundschule) dann aber immer wieder uns es still unterdrückt (danach).)

Kopfhörer, ein zusätzlicher Pausenraum für eine ruhige Pause (ob sich da wirklich kein Raum fände, z.B. ein in der Pause logischerweise nicht genutzter Fachraum? ob sich wirklich keine Aufsicht fände?) würde da Abhilfe schaffen, ohne jemandem etwas wegzunehmen.
Wer sich in der Pause durch Fangenspielen, Ballspielen, Toben und Schreien erholt und Abstand gewinnt, soll das dürfen.
Wer in der Pause sich besser mit Buch, Buntstiften oder einem Gespräch zu zweit erholt, oder auch nur irgendwo beiseite in einer Ecke sitzen, die Augen schließen und nichts tun möchte, soll das dürfen.
(Meine Pause zu Berufsschulzeiten: Gespräch in kleinen Gruppen, immerhin ruhiger Charakter der meisten Mit-Azubis, ähnliche Interessen.
Meine Pause in der Uni: Botanischer Garten gegenüber, Eintritt war frei. Rübergehen, Pflanzen und Tiere beobachten, auf einer Bank mein mitgebrachtes Pausenessen essen. Gruppenräume (in denen man z.B. Übungszettel rechnen konnte) waren für mich nicht nutzbar, es war viel zu laut.)
Meine Pause am Arbeitsplatz: rausgehen, Spaziergang, meist allein, selten zu zweit.
Als Erwachsene habe ich da immerhin mehr Flexibilität und bin, anders als zu Schulzeiten, nicht mehr dazu gezwungen, mich in einer "Lärmhalle" (Pausenhalle, Pausenhof) aufzuhalten.)


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

gestern um 17:35
Zitat von LepusLepus schrieb:KRASS! So was wünsche ich mir auch.
Ich tippe mal auf über 200 Euro?
Er hat knapp 500 Euro bezahlt, aber wenn einen laute Umgebungsgeräusche stören und es einem das Wert ist. :shrug:

Aber man hört wirklich absolut nix von der Umgebung.
Wäre mir tatsächlich zu still.....


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 16:54
Zitat von XsaibotxXsaibotx schrieb:Aber man hört wirklich absolut nix von der Umgebung.
Wäre mir tatsächlich zu still.....
Einerseits finde ich sowas traumhaft.
Andererseits: In der Öffentlichkeit möchte ich sowas nicht nutzen, da ich Bedenken hätte, Wichtiges zu überhören, z.B. eine Durchsage im Zug, einen Alarm, oder wenn sich außerhalb meines Blickfelds eine Situation zuspitzt.
Aus genau diesem Grund nutze ich in der Öffentlichkeit gar keine Kopfhörer, weder mit noch ohne Musik.


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um 18:37
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Aus genau diesem Grund nutze ich in der Öffentlichkeit gar keine Kopfhörer, weder mit noch ohne Musik.
Mache ich genau so.
Und kann es nicht verstehen, wie so viele Menschen mit Kopfhörern durch die Gegend latschen.
Dabei würde ich mich absolut unwohl fühlen, wenn ich meine Umgebung akustisch nicht mehr wahrnehmen könnte.

Zum Schlafen wiederum wäre das perfekt für mich.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 18:44
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Mache ich genau so.
Und kann es nicht verstehen, wie so viele Menschen mit Kopfhörern durch die Gegend latschen.
Dabei würde ich mich absolut unwohl fühlen, wenn ich meine Umgebung akustisch nicht mehr wahrnehmen könnte.
Da schließe ich mich an. Ich antworte auch aus Prinzip niemandem, der gleichzeitig zum Gespräch Kopfhörer trägt, oder aufs Handy starrt. So lange bleib ich stumm
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Das finde ich rückblickend auch seltsam, dass ein "zu ruhig" oder "zu schüchtern" als negativ im Sozialverhalten beurteilt wurde. Genauso, wie man als introvertierter Mensch gezwungen wurde (und noch immer wird), über Mitarbeitsnoten am Unterricht verbal teilzunehmen.
Ist heute auch oft noch so. Gilt als schlechte mündliche oder "Mitarbeit". Träumer


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 19:00
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Mache ich genau so.
Und kann es nicht verstehen, wie so viele Menschen mit Kopfhörern durch die Gegend latschen.
Dabei würde ich mich absolut unwohl fühlen, wenn ich meine Umgebung akustisch nicht mehr wahrnehmen könnte.
Bin sehr geräuschempfindlich - möchte aber definitiv nicht z.B. eine Fahrradklingel, Rufen statt Fahrradklingel, sich ggf. nicht immer korrekt verhaltende Verkehrsteilnehmer (ein ausparkendes Auto, einen Rollschuh-/Inliner-Fahrer, einen Roller-/e-Scooter-Fahrer, einen nicht klingenden Fahrradfahrer .... ), eine Durchsage im ÖPNV, beginnende Gewalt hinter mir, ... überhören. (Erst recht, da es mir schwer fällt, Menschen einzuschätzen, "den Raum zu lesen", d.h.: Ich kann nicht so leicht etwas am Verhalten anderer ablesen.)
Dafür nehme ich es in Kauf, ggf. (leider) durch Lärm belästigt zu werden.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Zum Schlafen wiederum wäre das perfekt für mich.
Unsere Wohnung ist immerhin üblicherweise leise, da brauche ich nichts für nachts.
Nur für den Wecker müsste man sich mit solchen Kopfhörern etwas einfallen lassen, z.B. Wecker für Gehörlose verwenden.
Für ggf. andere wichtige Geräusche wie Rauchmelder würde ich mir dann aber auch eine Alternative überlegen, z.B. mit kräftigem Blitzlicht das weckt (existiert).
Zitat von abberlineabberline schrieb:Da schließe ich mich an. Ich antworte auch aus Prinzip niemandem, der gleichzeitig zum Gespräch Kopfhörer trägt, oder aufs Handy starrt. So lange bleib ich stumm
Ebenso. (Warum auch sollte man die weitertragen?)
Die Kopfhörer gehören runter. Zumindest zum Beginn des Gesprächs sollte man sich schon dem Gegenüber zuwenden (situativ ist das Zeigen von etwas auf dem Handy okay, wie das auch auf Papier wäre, aber auch da beginnt man kein Gespräch mit Blick auf einen Zettel, sondern z.B. mit einem "Hallo, können Sie mir evl. weiterhelfen? Ich suche diese Adresse hier" und dann Blick auf Zettel, Handy und zeigen.)


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 19:36
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ich antworte auch aus Prinzip niemandem, der gleichzeitig zum Gespräch Kopfhörer trägt, oder aufs Handy starrt. So lange bleib ich stumm
Ich erleb's kurioserweise oft, dass ich trotz on-ear- Kopfhörern angesprochen und etwas gefragt werde. Scheen, ik hör nur nüscht. Nebendran stehen zig Leute ganz ohne Kopfhörer. Verstehe ich nicht :shrug:


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um 19:59
@sooma
Ich würde eine Person mit Kopfhörern auch nicht ansprechen, außer es ist etwas extrem dringendes (Notfall, der auch diese Person betrifft, z.B. Evakuierung).

(Zudem: Eine Person anzusprechen fällt mir sowieso schwer, sodass ich immer versuche, mir ohne eine Person anzusprechen weiterzuhelfen, und schonmal gar nicht jemanden "aus Jux und Dollerei", nur zwecks Unterhaltung, ansprechen würde. Eine Person ansprechen? Mache ich nur, wenn ich z.B. etwas suche, es trotz ausführlichem Schauen partout nicht finden kann, es aber dringend ist den Ort aufzusuchen - kommt seltener als einmal im Jahr vor.)


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um 20:24
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ich würde eine Person mit Kopfhörern auch nicht ansprechen, außer es ist etwas extrem dringendes (Notfall, der auch diese Person betrifft, z.B. Evakuierung).
Nö, geht immer nur um Smalltalk oder die Uhrzeit oder das Wetter oder sowas. Vielleicht, weil ich dabei nicht dauernd aufs Smartphone gucke? Ich hör sie aber trotzdem nicht. Will ich ja auch gar nicht.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 20:41
@sooma
Nein, auf derartiges reagiere ich nicht (werde immerhin selten angesprochen, schaue evl. nicht so zugänglich aus) und spreche Menschen als introvertierte Person auch nicht wegen derartigem an. Kein Bedürfnis an solcher Kommunikation.
(Selbst bei Dringendem fällt es mir schwer und ich überlege, ob sich das Problem nicht doch noch anderweitig lösen lässt.)
Auf mir potenziell noch als aus praktischen Gründen gestellt wirkende Fragen antworte ich freundlich, korrekt (also nicht z.B. Leute falsch irgendwohin schicken) aber knapp. (Früher: gar nicht.)
Eigenes Verhalten im ÖPNV: aus dem Fenster schauen oder etwas lesen.


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