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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

6.785 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Abtreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 11:02
Zitat von DoorsDoors schrieb:Alleinerziehende mit mehreren Kindern oder emotional instabile Frauen, die an einer sogenannten Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden, fühlen sich mit der Erziehung oft überfordert. Zwischen 1992 und 1996 erstickte eine Mutter mit Borderline-Syndrom ihre drei Kinder in Ratekau (Schleswig-Holstein), weil sie nicht aufhörten zu schreien.
heftig :( weiß man was aus der Mutter geworden ist ?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 11:04
Es gibt auch viele Fälle von Proxy Münchhausen (bzw Stellvertreter Münchhausen Syndrom), da schaden (meist) Mütter ihren Kindern um Aufmerksamkeit zu erhalten, meist dann von Ärzten.


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Venom ehemaliges Mitglied

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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:01
Obwohl ich Pro-Life war bin ich mittlerweile Pro-Choice geworden. Die Frau sollte selber entscheiden ob sie für ein Kind bereit ist. Eine Kirche die nicht mal Steuern zahlt und Sonstige haben da nichts zu sagen eigentlich bzw zu entscheiden.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:09
@Venom
Findest du, dass, wie hier schon gelegentlich erwähnt, der Mann bei der Entscheidung ein Mitspracherecht haben sollte?


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Venom ehemaliges Mitglied

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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:10
Zitat von KFBKFB schrieb:Findest du, dass, wie hier schon gelegentlich erwähnt, der Mann bei der Entscheidung ein Mitspracherecht haben sollte?
Mitspracherecht schon, das sollte man ja auch gemeinsam besprechen aber letztendlich entscheidet doch die Frau und das zurecht.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:12
@Venom
Mitspracherecht uneingeschränkt oder erst ab einem gewissen Beziehungsstatus?
Wenn der One-Night-Stand (Marlene, Marianne...?) deine Vaterschaft nachweisen kann, musst du ja löhnen. Aber wäre es okay, bei einem solchen Thema als Mann mitzubestimmen? Bei einer, im Grunde, gänzlich unbekannten Frau?


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Venom ehemaliges Mitglied

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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:19
Zitat von KFBKFB schrieb:Wenn der One-Night-Stand (Marlene, Marianne...?) deine Vaterschaft nachweisen kann, musst du ja löhnen. Aber wäre es okay, bei einem solchen Thema als Mann mitzubestimmen? Bei einer, im Grunde, gänzlich unbekannten Frau?
Weiß nicht, keine einfache Sache. Jedenfalls ist das ihr Körper und sie kann damit machen was sie will. Reden wir hier fast schon von einem Missbrauch seitens der Frau? Ich meine wenn das Kind zur Welt kommt muss der Vater wahrscheinlich Alimentationen zahlen. Aber abtreiben darf die Frau trotzdem selbst wenn der Mann dagegen ist.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:23
Zitat von VenomVenom schrieb:Reden wir hier fast schon von einem Missbrauch seitens der Frau?
Missbrauch würde ich das nicht nennen, eher Optimierungsbedarf im Rechtssystem.

Denn du hast mit Beidem Recht, der Mann wird sehr wahrscheinlich benachteiligt.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:38
@KFB
Anderseits ist es aber auch ein riesen Trauma wenn zb ein Gericht entscheidet (Für den Mann )weil der Mann das Kind haben will als Brutkasten herzuhalten weißt du wie ich es meine ?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:39
Zitat von KFBKFB schrieb:Missbrauch würde ich das nicht nennen, eher Optimierungsbedarf im Rechtssystem.
Wie würdest Du das optimieren, um beiden Beteiligten einen gleichen und fairen Anteil zuzusprechen?

Es wäre vergleichsweise leicht, wenn der Embryo nach der Befruchtung in einer künstlichen Gebärmutter heranreifen würde. Da könnte man sicher von einer 1:1 Entscheidung sprechen.
Aber der Embryo reift 9 Monate in der Frau und zwar unter massiven Veränderungen ihres Körpers und ihrer Psyche. Wie würdest Du diesen Umstand gerecht berücksichtigen?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:43
Zitat von KFBKFB schrieb:der Mann wird sehr wahrscheinlich benachteiligt
Auf der anderen Seite könnte er einfach abhauen, die Frau nicht.

Du hast recht, das ist ungerecht - aber alleine schon, weil die biologischen Umstände grundlegend verschieden sind. Und bei solche grundlegend unterschiedlichen Voraussetzungen eine gerechte Lösung zu finden, ist quasi unmöglich. Man muss es trotzdem versuchen, aber das Ergebnis wird von jeder Warte aus betrachtet immer ungerecht sein.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:47
@Illyrium
Wie wahrscheinlich ist das denn?
Ganz ehrlich, im Zweifel hat da die Frau das letzte Wort
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Wie würdest Du das optimieren, um beiden Beteiligten einen gleichen und fairen Anteil zuzusprechen?
Ich? Gar nicht, bin kein Jurist.
Aber ich finde es recht altmodisch, dass in den meisten Fällen, der Mutter das Sorgerecht zugesprochen wird und der Mann einfach löhnen muss (ja, ich pauschalisiere hier ein wenig).
Wenn die Partner/ehemaligen Partner nicht privat irgendetwas regeln, kann's duster werden.

Ja, das Familiengericht muss die beste Entscheidung für das Kindeswohl treffen.
Nein, das Familienrecht ist nicht modern.
Ja, ich finde es trotzdem gut, dass wir so etwas überhaupt haben.


Im Beispiel "Alimente nach One-Night-Stand" würde ich dem Erzeuger kein Entscheidungsrecht einräumen. Wenn er den Wunsch nach einer Abtreibung jedoch klar äußert, sollte das einen positiven Einfluss auf die Höhe der Alimente haben. Positiv für ihn, indem er weniger zahlen muss.
Das er aus der Nummer nicht komplett rauskommt, ist klar aber das soll er auch nicht.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Auf der anderen Seite könnte er einfach abhauen, die Frau nicht.
Wie meinst du das mit dem Abhauen?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:51
@KFB
Einige Männer würden es so gerne haben das man vor Gericht ziehen kann und die frau so zwingen kann das Kind auszutragen. Es gibt wirklich solche freaks.

Also meine Schwester hat 2 Kinder und eins davon Lebt beim Vater das hat das Gericht so entschieden. Was ich total krass finde Brüder auseinander zu reißen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:54
Zitat von IllyriumIllyrium schrieb:Einige Männer würden es so gerne haben das man vor Gericht ziehen kann und die frau so zwingen kann das Kind auszutragen. Es gibt wirklich solche freaks.
Geht aber nicht, kein deutscher Richter würde die Frau zum "Brutkastendasein" verurteilen. Nur weil es solche
Zitat von IllyriumIllyrium schrieb:freaks
gibt, heißt es nicht, dass ihren Wünschen stattgegeben wird.
Zitat von IllyriumIllyrium schrieb:Also meine Schwester hat 2 Kinder und eins davon Lebt beim Vater das hat das Gericht so entschieden. Was ich total krass finde Brüder auseinander zu reißen.
Okay, das passiert wohl leider. Aber das Gericht muss das Urteil doch auch begründen. Womit wurde es begründet?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:55
@KFB
Das weiß ich leider nicht keine Ahnung. Ich denke aber manchmal um die Männer Quote zu erhöhen. Damit sie sich eben nicht benachteiligt fühlen. Aber wie gesagt so denke ich aber keine ahnung warum es bei ihr so ist.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 14:58
Zitat von IllyriumIllyrium schrieb:um die Männer Quote zu erhöhen
Jetzt hör aber auf. Sorry, aber das Familiengericht ist bestimmt der letzte Ort wo sich irgendjemand um einen Scheißdreck wie eine Männerquote schert.
Zitat von IllyriumIllyrium schrieb:nicht benachteiligt fühlen
Gefühle haben vor Gericht auch nichts zu suchen, da geht um die Beurteilung einer bestimmten Sachlage. Wenn ein Elternteil aufgrund von "Gefühlen" (Depression, sonstiges) nicht zur Erziehung fähig ist, dann hat das natürlich Auswirkungen auf das Urteil (oder sollte es zumindest). Aber das Urteil wird doch nicht gefällt, damit der arme Kerl nicht traurig ist.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 15:00
@KFB
Wenn es so wäre warum ist dann der eine Bruder bei ihr ? Wie gesagt ich kann es mir nicht erklären. Und da es bei ihr immer noch eine offene wunde ist und ein Trauma werde ich sie ganz sicher nicht ausquetschen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 15:01
Zitat von IllyriumIllyrium schrieb:Wenn es so wäre warum ist dann der eine Bruder bei ihr
Ich bin kein Hellseher, ohne Einsicht in die Gerichtsakten kann ich dir 100% keine Auskunft geben.
Zitat von IllyriumIllyrium schrieb:ein Trauma werde ich sie ganz sicher nicht ausquetschen.
Völlig legitim.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 15:01
Zitat von KFBKFB schrieb:Wie meinst du das mit dem Abhauen?
Na ja. Angenommen A schwängert B. Dann kann A untertauchen, B aber nicht. B müsste erst mal A finden, um diesen am Kindesunterhalt zu beteiligen.
Aber das ist recht spitzfindig, es sollte nur verdeutlichen, dass der Mann durchaus einen Vorteil haben kann, das Kind nicht auszutragen.
Zitat von KFBKFB schrieb:Ich? Gar nicht, bin kein Jurist.
Aber Du wirst ein Empfinden für Gerechtigkeit haben. Das würde genügen, um ein paar Beispiele durchzusprechen.
Zitat von KFBKFB schrieb:Aber ich finde es recht altmodisch, dass in den meisten Fällen, der Mutter das Sorgerecht zugesprochen wird
Ja, das ist sicher altmodisch. Liegt aber letztlich daran, dass das Kind eben in den meisten Fällen den intensiveren Kontakt zur Mutter hat. Und diese Entscheidung berücksichtigt eben am meisten das Kindswohl. Das Wohl von Vater und Mutter kommt erst danach.
Zitat von KFBKFB schrieb:Wenn die Partner/ehemaligen Partner nicht privat irgendetwas regeln, kann's duster werden.
Das stimmt. Aber das liegt daran, dass die Beteiligten gerne auch lügen und wenn sie gut lügen, weiß das Gericht nicht, was nun die richtige Entscheidung ist. Das kommt dann beim "betrogenen" Teil nicht gut rüber. Leider sind den Gerichten hier die Hände gebunden. Sie haben nur beschränkte Möglichkeiten, die Wahrheit zu erfahren.
Zitat von KFBKFB schrieb:Im Beispiel "Alimente nach One-Night-Stand" würde ich dem Erzeuger kein Entscheidungsrecht einräumen.
Wo wäre dann die Grenze? Eine Nacht? Zwei Nächte? Eine Beziehung von einem Monat? Da wird es wirklich schwer, das gerecht abzugrenzen.
Zitat von KFBKFB schrieb:sollte das einen positiven Einfluss auf die Höhe der Alimente haben. Positiv für ihn, indem er weniger zahlen muss.
Das geht aber gar nicht. Was kann das Kind dafür, dass der Vater nur einmal ran wollte und nicht eine lange Beziehung führte oder dass er das Kind wollte oder nicht wollte?
Bitte bedenke auch hier, dass alleine das Kindswohl ausschlaggebend ist. Er zahlt für das Kind, nicht für die Mutter.

Du siehst das aus der Warte des Vaters. Und aus dieser Warte hast Du recht. Da müsste es einen Unterschied machen, ob der Vater ein Kind möchte, ob er von der Frau vielleicht sogar hinters Licht geführt wurde, was die Verhütung an belangt.
Aber das ist leider die falsche Warte. Bzw. sie spielt in der Abwägung der Interessen keine Rolle. Denn für das Kind darf es keinen Unterschied machen, ob der Vater es nun wollte oder wie sich seine Mutter verhielt.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

19.12.2017 um 15:05
Zitat von IllyriumIllyrium schrieb:Also meine Schwester hat 2 Kinder und eins davon Lebt beim Vater das hat das Gericht so entschieden. Was ich total krass finde Brüder auseinander zu reißen.
Das ist auch sehr selten. Aber es kann Umstände geben, die eine solche Trennung rechtfertigen. Aber auch hier steht das Kindswohl an oberster Stelle. Da spielen Quoten oder Befindlichkeiten keine Rolle (jedenfalls dem Grunde nach, auch Richter sind nur Menschen).


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