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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

6.785 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Abtreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

17.02.2017 um 19:09
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb: Ich weiss nicht, ob man zu viel verlangt, wenn man sagt, dass dann eben nur poppen sollte, was sich auch der Konsequenzen aus fehlerhafter Verhütung bewusst ist
Ich weiß auch nicht, ob es zu viel verlangt ist. Die Frage ist eher - ist es realistisch?
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Leider gibt es aber nunmal auch Personen, die mehr als eine Abtreibung vornehmen lassen und das finde ich bedenklich und wenn man denen dann die Meinung sagt, ist man scheinbar ein schlechter Freund.
Warum sollte man "denen" denn die Meinung überhaupt sagen? Genaugenommen ist es deine Meinung, deine Sicht der Dinge, dein Urteil, aber nicht deine Lebensrealität, denn in dieser stecken die betroffenen Frauen selbst. Du aber nicht.
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Ich habe in meinem Bekanntenkreis mehrere von denen und ich suche schon seit ewigen Zeiten nach einer Statistik, die erfasst, wieviele der Frauen, die abtreiben, dies mehrfach tun bzw. getan haben .. denn dann wäre da auch eine gewisse Unsensibilität mit der Thematik zu verorten. Könnte man auch "Gefühlskälte" nennen.
Und was hilft dir eine Statistik in deinem Bekanntenkreis? Manche Menschen sind mehrfach unachtsam in ihrem Leben oder kommen mehrfach in Situationen in denen sie keinen Ausweg sehen. Leben verlaufen nicht immer gradlinig.
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Und die Meisten werden es sich alles andere als leicht machen.
Eben. Und deshalb sollte "man" dann vielleicht auch ein wenig Empathie und Sensibilität walten lassen.
Zitat von FerneZukunftFerneZukunft schrieb: Auch wenn mich hier die wenigsten verstehen, es macht mich wütend, wenn Leute ein Leben auslöschen, nur weil sie selbst „Leben“ wollen. Geld, Ausgehen, auf Urlaub fahren, Freizeit ist das Wichtiger als ein Menschenleben? Ich könnte das alles nicht mehr genießen, wenn ich wüsste, dass mein Kind deshalb hat sterben müssen.
Ich habe in meiner ganzen Zeit in der Gyn-Ambulanz nicht eine Frau getroffen, die abgetrieben hat, damit sie in Ruhe in den Urlaub fahren kann. Und ich weiß auch nicht, wie man darauf kommt, so etwas Frauen pauschal zu unterstellen.
Macht mich wirklich fassungslos. 


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.02.2017 um 21:33
Ich denke das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er damit leben kann, oder nicht. Ich verurteile niemanden, der abtreibt. Wäre ich eine Frau, könnte ich es selbst nicht. Ich würde es austragen und zur Adoption freigeben, wenn ich es nicht will. Ausnahme ist die 24 Stunden Pille. 


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23.02.2017 um 16:52
@GranaPadano

Hier dann auch noch mal mein Statement:

Die Zahl der Frauen, die "aus Spass" abtreiben, weil gerade nichts interessantes im TV kommt, oder weil sie sich ohnehin schon alle Vierteljahr die Titten richten lassen oder sonst vor lauter Langeweile nicht wissen, was sie tun sollen, dürfte meiner Meinung nach ausgesprochen gering sein. Ausser im Trash-TV vielleicht, wo sie dafür bezahlt werden. In den seltenen Fällen mehrfacher Abtreibung "aus Spass an der Freud" würde ich die Motive eher im Bereich einer unterbewusst gewünschten Bestrafung oder selbstverletzenden Verhaltens verorten und die nähere Behandlung Profis überlassen.

Die meisten Frauen, die ich kennen gelernt habe, die abgetrieben haben, haben dies aus blanker Not heraus getan, weil es noch keine Pille gab, weil Verhütungsmittel ganz verboten waren, weil schon genug Mäuler zu stopfen waren, weil Platz und Geld hinten und vorne nicht reichten. Und diese Frauen standen dazu und sagten: Ja, ich habe es getan, mehrfach, und ich habe deswegen keine Gewissensbisse, keine seelischen Schäden, kein Nichts. Und das glaube ich ihnen sogar.

Sie haben sich das im Regelfalle sehr genau überlegt. Erst Recht in Zeiten und an Orten, wo dies mit einem hohem Risiko, gesundheitlich wie strafrechtlich, verbunden war.

Meine schwerstkatholische Schwiegermutter hat sieben Kinder geboren, mindestens noch mal so viele hat sie in die Tonne treten lassen. Warum? Weil in Irland Verhütungsmittel verboten waren, weil besoffene Ehemänner sich nicht um Einwände ihrer Partnerinnen scheren, weil Scheidung unmöglich war und weil das dortige soziale Netz vor 40, 50 Jahren keines war. Jedes Kind mehr bedeutete mehr Elend und mehr Gesundheitsrisiken. Da blieb nur der Gang zur Engelmacherin auf den Küchentisch. Ohne Desinfektion, ohne Narkose, ohne Erfolgsgarantie, ohne die Möglichkeit, bei lebensbedrohlichen Komplikationen einen Arzt zu konsultieren. Dann nämlich wäre im Überlebensfalle der Knast sicher gewesen.

Trotzdem hat sie es getan. Immer wieder. Und mit einem guten Gewissen. Denn was hätte ihr ein schlechtes geholfen?

Im erzkatholischen Irland der Fünfziger und Sechziger waren selbst Kondome verboten. Es gab keine, ich wiederhole: absolut keine Verhütungsmittel. Zwar wurden Kondome geschmuggelt, aber sie waren teuer und von schlechter Qualität, ausserdem wurden sie aus Armutsgründen mehrfach benutzt.

So gingen die Frauen halt zur Engelmacherin - meist öfter, als sie die Kinder austrugen. Von denen wiederum wurde eine ganze Anzahl Opfer rätselhafter plötzlicher Kindstode. Na, so ein Zufall. Allerdings war auch der Anteil der Frauen, die auf dem Küchentisch verreckten - oder danach, unglaublich hoch.

Nein, zum Spass treibt keine Frau ab - auch wenn viele Abtreibungsgegner das glauben machen wollen und sensationsheischende Krawall-Talkformate ihr Geschäft mit besorgen.

Wenn man sich mal die Mühe macht, mit "älteren Damen" über das Thema Abtreibung zu reden, wird man feststellen, dass die meisten von ihnen eine oder mehrere, damals illegale, während des Faschismus sogar mit Todesstrafe bedrohte, Abtreibungen hinter sich gebracht haben. Lebensgefährliche "Hinterzimmer-Operationen" für eine Menge Geld. Ich fürchte, davon kann sich die Nach-Pille-Generation kaum eine Vorstellung machen.

Zugegeben, meist bezogen sich meine Gesprächspartnerinnen, unter ihnen meine inzwischen verstorbene Mutter, durchaus auf die Zeit, bevor die "Pille" in der BRD erhältlich war.

In den Fünfziger Jahren wurden Gastwirte verklagt, weil sie Kondom-Automaten im WC hängen hatten. Beate Uhse wurde als junge Frau in der Zeit nach dem 2. WK, in dem sie für die Deutsche Luftwaffe flog, als Anbieterin von Rechentabellen für die Knaus-Ogino-Methode rechtlich belangt.

Natürlich stehen vor Abtreibung als Mittel der Empfängnisverhütung Aufklärung und Verhütungsmittel. Gerade zu diesem Punkt möchte ich auch noch mal meine Geschlechtskollegen abwatschen, die nach wie vor glauben, dies sei ausschliesslich Frauensache.


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23.02.2017 um 20:49
@Doors
Ich finde Knaus-Ogino gut, sonst wäre ich Einzelkind gewesen. ;)

Du beschreibst heute nicht mehr ganz aktuelle Situationen.
Heute sieht das manchmal so aus, dass man eben mit der ganzen Lebensplanung noch nicht so weit ist, einem aber die Hormone und ein gerissenes Kondom dazwischen kommen.
Wenn man keinen dauerhaften Freund hat, braucht man keine Pille... und dann kommt doch einer, und man will den nicht von der Bettkante schubsen.
Manche vertragen die Pille auch wirklich nicht und wenn ich mitbekomme, welche Kämpfe manche meiner Kolleginnen mit der Spirale auszufechten haben, ist das auch kein Zuckerschlecken.
Heute reden manche Gynäkologinnen den Frauen die Pille auch regelrecht aus... das unterschätzt man, wenn man einen anders gestrickten Arzt/Ärztin hat, welchen Einfluss das haben kann.
Nunja, die Beipackzettel sind ja auch nicht ohne.
Wenn jemand dann regelmäßig Darmprobleme hat, wie eine der Kolleginnen, funzt die Pille nicht. Lässt sie sich also die Spirale einsetzen und hat übelst Schmerzen. Plus die Tage, sogar noch stärker als zuvor.
Lässt sich die andere Kollegin (die aufgrund ihres etwas unsteten Lebenswandels keine gute Pillen-Kandidatin ist) darum eine Hormon-Spirale einsetzen (weil theoretisch keine Menstruation mehr), und es funzt nicht. Hat trotzdem Blutungen und Schmerzen.

Da ist gut Lachen: "Hätten die mal richtig verhütet". Wenn die beiden nach einem halben Jahr noch immer Schmerzen haben, werden sie die Spirale ziehen lassen und sind so schlau wie zuvor... bleibt noch das Kondom. Das ab und an reißt. (Oder wer von den Mädels hat auch immer Gleitcreme dabei?)

Und übrigens: Meine Schwester wurde trotz Spirale schwanger. Der Arzt erkannte nicht, das sie zwei Gebärmütter hat. Oooops...
Die andere Schwester hatte monatelang keinen Eisprung (laut Temperaturmessung, die vom Arzt veranlasst wurde). Darum müsse sie ja keine Pille nehmen, sagte der Arzt.
Nichte und Neffe sind jetzt Anfang 30. Sie hätten sich günstigere Umstände ihrer frühen Kindheit gewünscht.

Man kann natürlich argumentieren, dass man dann eben keinen Vaginal-Sex haben sollte und so weiter... aber das ist eben an den Realitäten vorbei. Man sollte auch nicht Rauchen, Saufen und den süßesten Kerl des Abends kennen lernen. Man sollte alles im Griff haben, und nicht trotz all der Verhütungsprobleme mit seinem langjährigen Freund immer noch Sex haben wollen, obwohl die finanzielle Situation katastrophal ist. Und die Wohnung zu klein, die Mieten zu hoch als dass man zusammen ziehen und ein Kind unterbringen könnte, die Ausbildungsorte ein paar hundert Kilometer entfernt.

Andere haben einen Betrieb und Angestellte und haben einmal einen Fehler gemacht... sollen jetzt die Angestellten gekündigt werden, weil mit Baby der Betrieb nicht zu wuppen ist?
Kann eine Chefin 9 Monate schwanger sein und dann nicht mit Baby im Betrieb stehen und alle neugierigen Fragen mit "Ich habe es zur Adoption freigegeben" beantworten?
Da war man ja vor 100 Jahren (bei wohlhabenden Leuten) noch besser dran... die Frau wurde 6 Monate auf Kur geschickt und dann hatte irgend eine andere Frau ein Baby. Manchmal gingen Mutter und Tochter auf Kur und kamen mit einem Geschwister zurück.
Das gleiche passierte bei ärmeren Leuten, indem sie umzogen, denn das Kind erfuhr ja nicht, welches die eigentliche Mutter war, bis irgend ein Amt nach der Geburtsurkunde fragte - und dann stand da vielleicht auch nur was von "adoptiert". Oder der Name der "Schwester". Ich habe eine Bekannte, die erst mit 18 erfuhr, dass die vermeintliche Schwester die Mutter war.

Nur hatten nicht alle die Möglichkeit, Schwangerschaften zu vertuschen. Und heute, wo eine Schwangere sehr auffällt und alle fragen würden, wie es dem Kind geht (und die Säuglingssterblichkeit nicht meh so hoch ist), wäre es ein Spießrutenlaufen...

Ja, man sollte alles im Griff und sehr viel Glück haben, dann würde sich die Frage nach einer Abtreibung heute nicht mehr stellen. Nur geht es, wenn es um Sex geht, eben immer um Menschen, und Menschen machen Fehler... und auch ein Kondom ist nicht unfehlbar.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

23.02.2017 um 22:17
Zitat von FFFF schrieb:Ja, man sollte alles im Griff und sehr viel Glück haben, dann würde sich die Frage nach einer Abtreibung heute nicht mehr stellen. Nur geht es, wenn es um Sex geht, eben immer um Menschen, und Menschen machen Fehler... und auch ein Kondom ist nicht unfehlbar.
Das kann man gar nicht oft genug wiederholen: Stichwort Pearl-Index(misst die Effektivität verschiedener Verhütungsmethoden bei perfekter Anwendung ). Und, oh Wunder - keine Methode funktioniert 100% sicher, selbst die Sterilisation nicht.


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24.02.2017 um 10:49
Die einzige Verhütungsmethode, die wirklich funktioniert, ist ein klares NEIN!


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24.02.2017 um 16:04
Zitat von DoorsDoors schrieb:Die einzige Verhütungsmethode, die wirklich funktioniert, ist ein klares NEIN!
Danke @Doors, du bringst es auf den Punkt. 

Doch auch helfen Kondome, Pille etc oder für die ganz heiligen nur Sex wenn man auch ein Kind will.

Zur abtreibung selbst habe ich folgendes zu sagen: 
Wer ungeschützten Sex hat ohne ein Kind zu wollen ist selbst schuld, doch es passiert auch, dass das Kondom reist die Pille wirkt nicht, oder man wird sogar vergewaltigt.

Die abtreibung finde ich nicht schlimm. Es ist aber natürlich verständlich, wenn viele denken, dass das nicht gehen würde. 
Ich finde aber, dass man aufpassen sollte um es nie zu so etwas kommen zu lassen. 


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

24.02.2017 um 16:13
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:doch es passiert auch, dass das Kondom reist
Es reist? Wohin?

Ach ja, vermutlich hierhin:

Condom (manchmal auch Condom-en-Armagnac genannt) ist eine französische Gemeinde im Département Gers in der Region Okzitanien und zugleich Hauptort (frz. chef-lieu) des Arrondissements und des Kantons Condom. (Wikipedia)

Obwohl Condom en Armagnac schon wieder nach Gummi im Schnapsglas klingt.


Aber nach der Frankreich-Exkursion zurück zum Thema:

Es ist in meinen Augen allein Sache der betroffenen Frau, zu entscheiden, ob sie das ungewollte Kind austragen möchte oder nicht. Da haben Aussenstehende nicht zu entscheiden. Es ist schliesslich ihr Körper!


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

24.02.2017 um 16:44
@Doors
Zitat von DoorsDoors schrieb:Es ist in meinen Augen allein Sache der betroffenen Frau, zu entscheiden, ob sie das ungewollte Kind austragen möchte oder nicht. Da haben Aussenstehende nicht zu entscheiden. Es ist schliesslich ihr Körper!
Danke, Du sprichst mir aus der Seele.
Und wenn ich hinzufügen darf; es ist nicht nur unser Körper sondern auch unsere Seele, unsere Psyche. 
Es ist nicht immer leicht, sich gegen ein Kind zu entscheiden und nein, es kann sich auch nicht jeder vorstellen ein Kind zu bekommen und es dann einfach herzugeben.
Und es gibt manchmal auch einfach nicht die Gewissheit, ob die Kinder gesund zur Welt kommen und ob man mit der Situation - selbst wenn die Kinder gesund sind - umgehen kann. Nicht immer ist es schön, wenn Kinder entstehen, schon mal daran gedacht?
Es wird immer welche geben die behaupten, Abtreibung sei Mord und es wird andere geben, die sagen "jedem das seine".
Aber es gibt tatsächlich Frauen, denen die Entscheidung, ob sie ein Kind zur Welt bringen oder nicht, sehr sehr schwer fällt und sie sich dannn - oft noch unter Zeitdruck - entscheiden müssen. Ich wünsche diese Entscheidung niemandem, ich  selbst musste sie treffen als ich noch jung war und mir ist keine Entscheidung in meinem bisherigen Leben so schwer gefallen und ich habe Jahre gebraucht um wieder normal leben zu können.
Auch ich verstehe Frauen nicht, die ein Kind nach dem anderem wegmachen lassen in der heutigen Zeit. Aber letztendlich ist auch das allein deren Entscheidung. Und wie sie wirklich damit leben weiß auch niemand genau. Wie sehr ich unter meiner Entscheidung jahrelang gelitten habe wussten auch die wenigsten.


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24.02.2017 um 16:45
Zitat von DoorsDoors schrieb:Es reist? Wohin?
An viele dunkle Orte :troll: :D 

Ich meine natürlich reißen. Also das Kondom :D 


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10.06.2017 um 13:53
Hatte mal eine Diskussion mit einer Dame die der Meinung wahr das selbst eine vergewaltigte 12 jährige gefälligst das Kind austragen soll und sich anschließend darum kümmern soll wenn sie abtreiben würde wäre sie schlimmer aus der vergewaltiger sie wäre ja dann einer Mörderin usw das Kind kann ja nichts dafür.

Ich wahr sprachlos und wusste in ersten Moment nicht was ich sagen soll.


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10.06.2017 um 15:13
Zitat von GranaPadanoGranaPadano schrieb am 17.02.2017:Und was hilft dir eine Statistik in deinem Bekanntenkreis? Manche Menschen sind mehrfach unachtsam in ihrem Leben oder kommen mehrfach in Situationen in denen sie keinen Ausweg sehen. Leben verlaufen nicht immer gradlinig.
Dennoch geht es hier um Lebewesen und man sollte doch verantwortungsvoll damit umgehen.

So lapidar sagen, sie waren halt mehrmals unachtsam, kann man so nicht gelten lassen, finde ich, wie gesagt, hier geht es um Leben.


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26.06.2017 um 17:29
Blattläuse, Bandwürmer und Kolibakterien sind auch Lebewesen, aber um deren Wohlergehen macht sich nie jemand Gedanken. Nur daran kann man es nicht hängen. Hier sollte eher das Wort "potentielle Menschen" stehen. Potentielle Menschen, die den Umständen zum Opfer fallen, egal ob durch natürlichen Abgang, durch unerwünschten Abgang - etwa durch Krankheit oder in einer Hungersnot, wenn die weiblichen Körper die Embryonen abstoßen oder absorbieren mangels Nahrung - oder eben durch gezielt hervorgerufenen Abgang. Das Leben ist kein Ponyhof, und solange unerwünschte Schwangerschaften "technisch" möglich sind, solange kein 100pro sicheres und jederzeit und überall verfügbares Verhütungsmittel erfunden ist, wird es auch Abtreibungen geben. So realistisch sollte man sein.


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26.06.2017 um 17:58
Wie kann man Parasiten mit Menschen im Entwicklungsstadium vergleichen? Kein normales denken mehr. Menschlich? Naja


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27.06.2017 um 11:17
@Etta
Ein Mensch im Entwicklungsstadium "haust" in einem fremden Körper. Genauso wie ein Bandwurm. Und genauso wie der Wurm muß er sich Schutztechniken bedienen, damit er nicht als Fremdkörper erkannt und vom Immunsystem der Mutter abgestoßen oder gefressen wird, weil er ja schließlich zur Hälfte aus körperfremdem Erbgut - dem des Vaters! - besteht. Er legt dazu selektiv das Immunsystem der Mutter lahm, per Ausstoßen bestimmter Substanzen. Schafft ein Embryo das nicht - dann hat er keine Überlebenschance. Man schätzt daß mindestens die Hälfte aller gezeugten Embryonen die ersten paar Wochen im Mutterleib nicht überstehen, aus allen möglichen Gründen, und ein zu starkes Immunsystem der Mutter gehört dazu. Deswegen sollen übrigens Frauen, die frisch schwanger sind oder schwanger werden wollen, keine Immunstärker in starken Dosen (z. B. Enzympräparate, die Sportler nach Verletzungen nehmen, um schnell wieder heil und fit zu sein) einzunehmen, weil das zu einem spontanen Abgang führen könnte.

Menschen im Entwicklungsstadium ähneln übrigens noch einer anderen unangenehmen Sache, nämlich Krebsgeschwüren. Die Wachstumsstrukturen von Embryonen und Krebs sind sich nämlich ähnlich, das ist zum Beispiel der Grund, warum Contergan, berüchtigt als Kinderverstümmler (da es das Wachstum von Blutgefäßen und der davon versorgten Organe verhinderte) auch als billiges und wirksames Mittel gegen Krebs verwendet wird, in Ländern wo man sich bessere Mittel nicht leisten kann. Die Wirkung ist die gleiche - auch Krebsgeschwüre brauchen zu ihrer Versorgung Blutgefäße, und deren Wachstum macht das Contergan zunichte.
Daß Krebsbehandlungen bei vorhandener Schwangerschaft immer ein Problem sind, weil die meisten Behandlungsarten automatisch den Embryo mit schädigen, mit Abwägung Interessenlage Überleben der Frau/Überleben des Ungeborenen, dürfte bekannt sein.


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27.06.2017 um 14:07
@Rao
Was fűr ein Stuss und ekelig einen Menschen, der nur noch wachsen muß, mit einem Parasiten zu vergleichen. Was ist das für eine kranke Welt.


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Rao ehemaliges Mitglied

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27.06.2017 um 14:14
Kein Stuss, sondern simple Biologie. Wächst alles nach dem gleichen Schema F. Und muß deshalb auch nicht als was super besonderes oder gar "heiliges" oder "unantastbares" in den siebten Himmel hochgejubelt werden. Natur eben.


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28.06.2017 um 16:27
Sobald der Samen gepflanzt ist, ist abreibung meiner Meinung nach Mord.

Der Mensch ist bereits am entstehen, er lebt!
Wenn er nicht leben würde, dann würde er auch nicht wachsen.

Ansonsten können wir doch gleich anfangen die alten Menschen in eine tonne zu kloppen, da sie eh schon kurz vor dem sterben liegen.

Das einzige was wir machen müssen ist bestimmen ab welchem alter son alter sack für die gesellschaft nichts mehr taugt, dann können wir den auch abtreiben.

Abtreibung ist Mord!


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