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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

3.868 Beiträge, Schlüsselwörter: Glaube, Übernatürliches, Skeptiker, Skeptier
Kayla
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 23:26
@psreturns
psreturns schrieb:Wenn ich meine eigene Vorstellung proklamiere, muß ich auch mit Gegenwind umgehen können.
Gegenwind ist ok, aber nicht ok ist den anderen als geistig unterbelichtet hinzustellen zu wollen. Es geht darum, von welchem Standpunkt aus der jeweils Andere her argumentiert und das ist sehtr wohl allgemein verbindlich umrissen.

Im Alltagsleben und in den meisten naturwissenschaftlichen Betrachtungen wird die Existenz der Materie nicht infrage gestellt, da sie beständig zu Sinneserfahrungen führt, sowohl unmittelbar als auch in Untersuchungen und Experimenten mithilfe technischer Hilfsmittel. Allerdings setzt eine solche Argumentation für die Existenz der Materie die Prämisse voraus, dass alles existiert, was in irgendeiner Form von uns Menschen beobachtet werden kann. Sowohl die Gültigkeit als auch die Notwendigkeit dieser Prämisse wurden in Zweifel gezogen. Außerdem wirft diese Betrachtung die Frage auf, in welchem Verhältnis der Betrachter selbst zur Materie steht, etwa ob er in gewisser Weise unabhängig von ihr existiert oder nicht.

Und dann:

a) Dominanz:

Anhänger des Materialismus setzen die Existenz der Materie voraus und sehen alles andere als ihre Erscheinungsformen, insbesondere auch die Sinneserfahrungen und den Geist. Demokrit wird als früher Anhänger dieser Richtung gesehen, im 18. Jahrhundert sind als bedeutende Vertreter La Mettrie und d’Holbach zu nennen. Diese Denkrichtung wurde im 19. Jahrhundert auch von Naturwissenschaftlern wie Carl Vogt oder Jakob Moleschott vorangetrieben. Laplace etwa entwickelte ein streng deterministisches Weltbild, in dem jegliche weitere Entwicklung exakt vorausberechenbar wäre, wenn man den Zustand der Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt kennen würde (Laplacescher Dämon). Spezielle Formen des Materialismus, der dialektische und historische Materialismus finden sich bei Marx und Engels, die den Materiebegriff auf u. a. die Lebensverhältnisse ausdehnten.

b) Glauben und transzendente Betrachtung:

Im Gegensatz dazu steht der Idealismus, der dem Geist eine primäre Existenz einräumt. Hierbei wird unterschieden, ob es sich um ein allgemeines geistiges Prinzip handelt (objektiver Idealismus) oder das konkrete Bewusstsein des Menschen (subjektiver Idealismus). Prägend für den subjektiven Idealismus ist Berkeleys Satz: „Esse est percipi“ (Existieren ist Wahrgenommenwerden). Verwandt mit dieser Denkrichtung sind auch die Strömungen des Konstruktivismus.

und c)

Im Dualismus schließlich werden sowohl Geist als auch Materie als unabhängig voneinander existierend anerkannt. Descartes löste auf diese Weise das Leib-Seele-Problem, indem er annahm, dass beide aufeinander einwirken können. Leibniz ging noch einen Schritt weiter und lehnte eine Interaktion zwischen Geist und Körper ab. Karl Popper und John Eccles gelten als moderne Vertreter des Dualismus

Wikipedia: Materie#Materie_als_Gegenst.C3.BCck_zum_Geist

Da treffen angeborene oder erworbene Sichtweisen aueinander, aber von keiner ist erwiesen das sie als absolut zu setzen ist. Ausgenommen die Tatsache:

Im Alltagsleben und in den meisten naturwissenschaftlichen Betrachtungen wird die Existenz der Materie nicht infrage gestellt, da sie beständig zu Sinneserfahrungen führt, sowohl unmittelbar als auch in Untersuchungen und Experimenten mithilfe technischer Hilfsmittel.

Und diese Tatsache wird als absolut entgegengesetzt, nur das sie gar nicht in Frage gestellt wird, weil es bei den unterschiedlichen Standpunkten gar nicht darum geht.

Dazu dein Zitat:
psreturns schrieb:Gerade im Spiritusbereich gehen die meisten, so auch ich, doch nur auf diese absolutistische
Ausdrucksweise ein.
Mir ist noch nirgends aufgefallen, das Jemand die Sinneserfahrungen leugnet, das macht eigentlich so gut wie Niemand. Es sind verschiedene Wahrnehmungsebenen, wie der Wiki Beitrag schon zeigt.

Und im Spitualitätsbereich hat der Materiebegriff aus der Physik nicht den selben Stellenwert wie im Bereich Wissenschaft.

In der Physik hat die Materie den Stellenwert eines Grundbegriffs. Der Begriff besitzt aber im Gegensatz zu physikalischen Objekten wie Feldern oder physikalischen Größen wie Masse und Energie keine allgemein akzeptierte Definition. Als empirische Wissenschaft sieht die Physik die Existenz der Materie durch Beobachtungen als belegt an.

Wikipedia: Materie#Materiebegriff_in_der_Physik

Deswegen ist der Begriff Absolutheitsanspruch als Gegendarstellung gar nicht notwendig, weil dieser gar nicht in Frage gestellt wird, sondern lediglich die unterschiedliche wahrnehmende Herangehensweise an die uns umgebende Realität, welche sich aus den oben genannten Unterschieden heraus auch unterschiedlich wahrnehmen und damit auch jeweils unterschiedlich interpretieren läßt.

Als Erkenntnistheoretisch wahr kann man physikalische Meßbarkeiten setzen, aber nicht universal absolut, weil die Betrachtungsweise dabei nicht außer acht gelassen werden darf. Wie im Wiki Beitrag zu lesen ist.:)


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Kayla
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 23:37
@Driftwood
Driftwood schrieb:Mein Eindruck(!) ist, dass Du Kritik, selbst wenn sie nicht persönlich gemeint ist, als einen Angriff auf entweder Deine Intelligenz oder Dein Ego verstehst.
Ich verstehe schon, was du meinst und ich brauche auch nicht die einzelnen Beiträge, ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, das Jeder das auf sich beziehen kann. Und mit meiner Intelligenz oder meinem Ego hat das gar nichts zu tun. Und ich weiß nicht wieso du kritisierst, wenn du wie du sagst selbst beteiligt bist. Ich finde, das du dich ein wenig herausreden willst. Ist mir aber jetzt nicht mehr wichtig, weil es schon wieder darauf hinasuläuft, das ich irgendein Problem habe. Habe ich nicht, es ging mir um mehr Klarheit. Und schon wieder hast du einen Eindruck, welchen fu einfach nur hast, weil es gerade passt. Es geht um den ganzen Thread und nicht nur um 20 bis 30 Beiträge und was der Threadtitel aussagt. Aber du darfst gerne einen Eindruck haben und ich versichere dir, das er falsch ist.

Und wenn Jemand behauptet, das ich "Rotz" schreibe, dann muss mir das halt auch nicht gefallen Oder ?


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 23:43
@Kayla
Als Erkenntnistheoretisch wahr kann man physikalische Meßbarkeiten setzen, aber nicht als universal absolut. Wie im Wiki Beitrag zu lesen ist.:)
Ok, Thema verfehlt. Du solltest mal aufmerksamer lesen. Das scheint tatsächlich ein Problem
deinerseits zu sein.


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 23:45
Ich habe ja auch 'Jeden' gemeint...nicht nur hier, nicht nur in diesem Forum, sondern uns alle jederzeit. Das schließt mich mit ein.
Schlaf fein! (ehrlich jetzt)


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 23:47
@psreturns
psreturns schrieb:Ok, Thema verfehlt. Du solltest mal aufmerksamer lesen. Das scheint tatsächlich ein Problem
deinerseits zu sein.
Ok, absolut von der physikalisch wissenschaftlichen Seite her, hätte ich wohl noch dabei schreiben sollen. Nur das es im Spirtualitätsbereich nicht darum geht, darauf wollte ich hinweisen.:)


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 23:48
@Driftwood
Driftwood schrieb:Ich habe ja auch 'Jeden' gemeint...nicht nur hier, nicht nur in diesem Forum, sondern uns alle jederzeit. Das schließt mich mit ein.
Ok, alles klar !

Wünsche dir eine angenehme Nachtruhe. :)


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 23:49
@Kayla
:-)


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 23:52
@Kayla
Kayla schrieb: Nur das es im Spirtualitätsbereich nicht darum geht, darauf wollte ich hinweisen.:)
Ich auch, nur lassen das viele in ihren Beiträgen missen. ;)
Guts Nächtle. :)


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 23:53
@psreturns

Eine gute Nacht auch dir.:)


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RoseHunter
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 08:33
@Gruselflummi
Gruselflummi schrieb:Bin Ich jetzt skeptiker weil ich nicht sofort jeden Scheiss glaube der hier so gepostet wird und sachen hinterfrage?
Ich halte es für einen Ausdruck von gesundem Menschenverstand nicht alles zu glauben.
Skeptiker ist man deshalb noch nicht, sondern Skeptiker in diesem Sinne ist man erst, wenn man von vorn herein alles was "übernatürlich" (mMn ein selten unglücklicher Begriff) aussehen könnte ausschließt, weil dies nicht ins eigene Weltbild passt.

Eine mMn recht gute Differenzierung findest du hier:
http://www.psyheu.de/5728/skeptiker/

Ich halte die Herangehensweise von Commonsense für richtig:
Erst alles auf gewohntem Weg erklären: Also, wenn die Tür zuknallt, würde ich erst an Durchzug denken, nicht an Poltergeister.
Wenn es aussieht, als sei jemand psychotisch, testet man, ob er psychotisch ist.
Ist das nicht der Fall, prüft man die nächste Möglichkeit.
Sind alle handelsüblichen Erklärungsansätze ausgeschöpft - ich weiß nicht, ob Commonsense hier noch mitgeht -, wird man (wie im link beschrieben) glaube ich dann zum Ideologen, wenn man obwohl man nach menschlichem Ermessen keine plausible Erklärung findet, alles Außergewöhnliche dennoch aus Prinzip ausschließt.


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 09:30
RoseHunter schrieb: sondern Skeptiker in diesem Sinne ist man erst, wenn man von vorn herein alles was "übernatürlich" (mMn ein selten unglücklicher Begriff) aussehen könnte ausschließt, weil dies nicht ins eigene Weltbild passt.
Das ist ein sehr aussagekräftiger Satz, der den Standpunkt der "Gläubigen" und deren Unwissen gleichermaßen ausdrückt.
Es ist nämlich so, daß keiner der "Skeptiker" etwas ausschließt, weil es "nicht ins eigene Weltbild passt" sondern weil es keinen haltbaren Beleg für eine aufgestellte Behauptung gibt.

Alleine die Tatsache, daß den "Skeptikern" der gleiche Dogmatismus unterstellt wird, der bei den "Gläubigen" herrscht, ist symptomatisch.

Was würde denn dagegen sprechen, genauso wie die "Skeptiker" ansatzweise zu hinterfragen, ob das, was mir widerfahren ist, nicht doch eine Täuschung darstellen kann, die unser Unterbewußtsein für uns bereitgestellt hat?

Mit welchem Recht nehmen sich die "Gläubigen" die Gewißheit, daß alles, was sie erlebt haben, Real ist aber den Gedanken, diese Erfahrungen auch auf Plausibilität zu prüfen blenden sie aus?
RoseHunter schrieb:Eine mMn recht gute Differenzierung findest du hier:
http://www.psyheu.de/5728/skeptiker/
Finde ich nicht. Der Text ist in vielen Punkten fehlerhaft. Aber genau diese Fehlerhaften Punkte werden als Beleg verwendet. Also ein Zirkelschluss...


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Desmocorse
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 09:33
RoseHunter schrieb:Ich halte es für einen Ausdruck von gesundem Menschenverstand nicht alles zu glauben.
Skeptiker ist man deshalb noch nicht, sondern Skeptiker in diesem Sinne ist man erst, wenn man von vorn herein alles was "übernatürlich" (mMn ein selten unglücklicher Begriff) aussehen könnte ausschließt, weil dies nicht ins eigene Weltbild passt.
Das wäre ja eher ein Negierer....


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RoseHunter
ehemaliges Mitglied

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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 09:53
@Kurzschluss
Kurzschluss schrieb:Es ist nämlich so, daß keiner der "Skeptiker" etwas ausschließt, weil es "nicht ins eigene Weltbild passt" sondern weil es keinen haltbaren Beleg für eine aufgestellte Behauptung gibt.
Und welcher Beleg, wann, haltbar ist, darüber entscheidet wer?
Kurzschluss schrieb:Alleine die Tatsache, daß den "Skeptikern" der gleiche Dogmatismus unterstellt wird, der bei den "Gläubigen" herrscht, ist symptomatisch.
Meine Einstellung ist, dass es ein fließendes Kontinuum mit zwei extremen Enden gibt, das extremistische Skeptiker, die es mMn zweifelsfrei gibt und extremistische Gläubige, dies es auch zweifelsfrei gibt trennt und die von den extremen Enden in eine immer moderateres und weltanschauliches offeneres Terrain übergeht.
Kurzschluss schrieb:Was würde denn dagegen sprechen, genauso wie die "Skeptiker" ansatzweise zu hinterfragen, ob das, was mir widerfahren ist, nicht doch eine Täuschung darstellen kann, die unser Unterbewußtsein für uns bereitgestellt hat?
Nichts.
Wenn allerdings die Antwort negativ ist und man weiter insistiert, dass es aber eine Täuschung sein muss, dann hat man den Bogen überspannt.
Jemandem unbewusste Motive zu unterstellen, ist ein vergleichsweise billiges Spiel.
Es wird es dann vernünftig, wenn man gute Gründe dafür angeben kann, dass genau diese Motive vorliegen, sonst wird die Argumentation schnell dogmatisch oder zirkulär.
"Du kannst ja nur die Wahrheit nicht akzeptieren, würdest du sie akzeptieren können, müsstest du so denken, wie ich (oder "die Wissenschaft")" vereint gleich beides: Dogmatismus und petitio principii. Du wirst diese Figur häufig finden, nicht selten auch bei Skeptikern.
Kurzschluss schrieb:Mit welchem Recht nehmen sich die "Gläubigen" die Gewißheit, daß alles, was sie erlebt haben, Real ist aber den Gedanken, diese Erfahrungen auch auf Plausibilität zu prüfen blenden sie aus?
Du bist hier unscharf.
Das Recht zu behaupten, man hätte x erlebt, hat man tatsächlich. In der Philosophei nennt man das prima facie Berechtigung. Und, man kann dem anderen nicht ohne weiteres und sehr gute Gründe absprechen, dass er das so erlebt hat.
Eine andere Frage ist, ob seine Deutungen zu den Erlebnissen akzeptiert werden müssen.
Wenn jemand sagt, er habe auf einmal ein helles Licht gesehen ... okay, wenn er schließt, dies könne nur ein Ufo oder ein Engel gewesen sein, würde ich persönlich erst einmal Zweifel anmelden und dann so vorgehen, wie ich es im letzten Beitrag bereits beschrieben habe.
Kannst du da mitgehen?


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emanon
ehemaliges Mitglied

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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 09:57
@RoseHunter
Wie verhältst du dich im Falle eines gesehenen Engels?
Im Falle eines nahezu täglich gesehenen Engels?
Im Falle eines fast täglich anwesenden Engels, der zu allem Überfluss den Sehenden auch noch sexuell stimuliert, durch Vibrationen?


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RoseHunter
ehemaliges Mitglied

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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 10:08
@emanon
Wie verhältst du dich im Falle eines gesehenen Engels?
Im Falle eines nahezu tägliche gesehenen Engels?
Im Falle eines fast täglich anwesenden Engels, der zu allem Überfluss den Sehenden auch noch sexuell stimuliert, durch Vibrationen?
:D
Okay, ich weiß was du meinst, möchte hier aber nicht ad hominem gehen.
Ganz allgemein würde ich zunächst einmal (zu seiner und meiner Sicherheit) annehmen, dass jemand, der mir erzählt, dass er Engel sieht und mit ihnen spricht nicht alle Tassen im Schrank hat, im Sinne von psychotisch.
Ich würde dann versuchen herauszufinden, ob er wirklich psychotisch ist, dafür gibt es Kriterien, die man überprüfen kann.

Stellt sich heraus, dass jemand nicht psychotisch ist, würde ich annehmen, dass er auf andere Art psychopathologisch auffällig ist und würde versuchen das zu testen, soweit es der Kontext, die Situation hergibt.

Ich würde jemanden Fragen, was das für ihn bedeutet und mich würde tatsächlich interessieren, wie er zu diesem Kontakt kam, wie er darauf kommt, dass dies ein Engel ist und würde alles fragen, was man mit gesundem Menschenverstand fragen würde um so zu einem breiten Eindruck zu kommen.

Ich würde, nach der Erzählung, die ich nicht groß zerstören würde, Zweifel anmelden, falls ich welche habe und um Klärung bitten. Erscheint mir die Klärung plausibel würde ich schauen, was das für mich bedeutet, erscheint sie mir nicht plausibel, würde ich weiter nachfragen.


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emanon
ehemaliges Mitglied

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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 10:12
@RoseHunter
Deshalb habe ich auch keine Namen genannt.
Mir ging es darum zu erfahren wie weit bei dir das prima facie geht. Du behältst dir also vor bei allzu "ungewöhnlichen" Erfahrungen sofort Zweifel anzumelden.


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RoseHunter
ehemaliges Mitglied

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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 10:15
@emanon

Ja, das hatte ich ja klar zum Ausdruck gebracht.

Die andere Seite ist die, dass ich mir - wie ich finde, aus den gleichen rationalen Motiven - vorbehalte, dass dort wo die Zweifel nicht mehr begründbar werden, ich die Zweifel fallen lasse.

Das würde ich persönlich allerdings nicht als Glauben deklarieren.


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 10:21
Wenn man mal eine Zeit lang etwas anderes zu tun hat, als Allmy, muss man dann doch einiges an Stoff nachlesen, bevor man wieder im Bilde ist... :D

Nun hat sich die Diskussion also in die Gegenüberstellung von Naturwissenschaft und Parawissenschaft verloren. Ich finde, die Herangehensweise zwar etwas zu dogmatisch, aber ein besseres Verstehen der jeweiligen Standpunkte kann es ja zur Folge haben.

Es gibt allerdings ein paar Dinge, die ich unterwegs gelesen habe, die ich noch kommentieren möchte, obwohl die Diskussion eigentlich schon voran geschritten ist.

@Aoi

Deine persönlichen, provokativen und fast schon beleidigenden und vor allem unsachlichen Beiträge sind völlig indiskutabel und keinesfalls hilfreich, die Situation in irgendeiner Weise zu verbessern. Wer sich so aufführt, muss sich nicht wundern, wenn er sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit unfreundliche und überhebliche Kommentare einfängt.

@emanon

Ja, den wissenschaftlichen Standpunkt, wie auch die Standards wissenschaftlicher Arbeit hast Du hier gut und sachlich dargelegt. Nur bleibt weiterhin die Tatsache bestehen, daß dieser Anspruch nur an die wissenschaftlichen Rubriken gestellt werden kann. Du selbst machst das in einem Absatz Deiner Ausführungen deutlich, den ich hier gerne zitiere:
Wissenschaft und Glaube haben keinen Streit, zumindest nicht aus Seiten der Wissenschaft.
Warum soll die Wissenschaft Aussagen über Dinge machen, die nicht quali- und quantifizierbar siind, nicht erkennbar mit der realen Welt wechselwirken und über die nur subjektive Behauptungen und Spekulationen existieren?
Eben. Warum soll sie?
Und worin liegt dann der Sinn, es in den Mystery- und Spiritualität-Rubriken trotzdem immer wieder zu fordern?

Ich versuche nochmal, es so auszudrücken, daß alle Beteiligten es verstehen sollten:

- Trifft ein User eine Aussage, die eindeutig falsch und widerlegbar ist, dann ist es selbstverständlich zulässig, diese Widerlegung einzubringen, egal in welcher Rubrik.

- Beschreibt ein User in den (der Einfachheit halber abgekürzt) "SpirMyst" ein Erlebnis, dann ist die eindeutige Widerlegung nicht möglich, ergo kann auch kein Beweis eingefordert werden. Und wenn der User hundert Mal schreibt, das wäre genau so passiert und damit ein Fakt, bedeutet das nicht, daß ein Beweis eingefordert werden darf.

- Was möglich wäre, ist das Vorschlagen einer möglichen Erklärung (die allerdings nicht darin bestehen sollte, dem User zu allererst mal Drogenkonsum zu unterstellen! Ich hoffe, das ist angekommen, Herr @interrobang ), wenn jedoch erkennbar ist, daß diese Erklärung nicht akzeptiert wird, gibt es für den wissenschaftlich orientierten User keinerlei Anlass mehr, sich weiter an der Diskussion zu beteiligen.

- Und noch etwas wird mir hier zu oft eingeworfen und verfehlt Sinn und Zweck des Themas: Die Gruppendiskussion. Nein, emanon, die Gruppendiskussion ist nicht dazu gedacht, als letzter Ausweg und Refugium zu dienen, weil Skeptiker, Realisten und Trolle, die sich gerne als Skeptiker/Realisten aufspielen, den Anspruch auf das gesamte Forum erheben. Ihr habt Bereiche, in denen Ihr Euch tummeln könnt und in denen die wissenschaftlichen Standards absolut gelten und die "Believer" haben Bereiche, in denen sie ihre Ansichten darlegen können, ohne von "Skeptikern" auf wissenschaftliche Standards festgelegt werden zu können.

Dies ist Grundvoraussetzung für gegenseitig respektvolles Diskutieren. Damit sind die Realisten ja nun weiß Gott nicht in Gefahr zu vereinsamen, immerhin betrifft dies gerade mal zwei Rubriken - drei, wenn man Träume hinzuzählt. In allen anderen Rubriken sind wissenschaftliche Standards absolut in Ordnung.

Ich finde nicht, daß das zu viel erwartet ist. Wer trotzdem meint, er hätte das Recht in den "SpiriMyst"-Rubriken zu verfahren, wie er es für richtig hält, muss mit den Konsequenzen leben, die oben genanntes Fehlverhalten mit sich bringen.
RoseHunter schrieb:Ich halte es für einen Ausdruck von gesundem Menschenverstand nicht alles zu glauben.
Skeptiker ist man deshalb noch nicht, sondern Skeptiker in diesem Sinne ist man erst, wenn man von vorn herein alles was "übernatürlich" (mMn ein selten unglücklicher Begriff) aussehen könnte ausschließt, weil dies nicht ins eigene Weltbild passt.
Das ist leider die Beschreibung eines Skeptikers, wie sie sich hier im Forum etabliert hat, aber absolut keine zutreffende Definition des Begriffs.
Desmocorse schrieb:Das wäre ja eher ein Negierer....
Da hat er Recht!


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RoseHunter
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

11.09.2014 um 10:34
@Commonsense
Commonsense schrieb:Das ist leider die Beschreibung eines Skeptikers, wie sie sich hier im Forum etabliert hat, aber absolut keine zutreffende Definition des Begriffs.
Ich denke, man kann das durchaus begrifflich unterscheiden.
Die Ahnänger der philosophischen Tradition könnte man "Skeptizisten" nennen und so werden sie auch genannt. "Skeptiker" verstehen und definieren sich selbst gerne als gegen Übernatürliches, Paranormales und was sie dafür halten, eingestellt.
Man kann auch zwischen noch zwischen "moderatem Skeptiker" und "Skeptiker-Syndrom" unterscheiden.

Der Begriff "Gläubiger" ist ja auch sagenhaft grobschlächtig.


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