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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

13.438 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vorfall, Dyatlov, Dyatlov Pass ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

05.03.2021 um 21:41
@GrauerKranich
Das ist fragmentiertes Konvolut ;)
Vieles auf Russisch ist niemals online gegangen, jedenfalls nicht auf Deutsch. Die wichtigsten Sachen sind aber durchaus in verstreuten Links hier in den Threads zu finden.
Wer ernsthaftes, seriöses Interesse zeigt, dem wird auf Dauer schon nichts vorenthalten.

Bis vor ein paar Wochen war es hier lange Zeit aber so ruhig, dass die Arbeit daran nicht weiterging.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

05.03.2021 um 22:17
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Verließen sie denn das Zelt aus den Schnitten?
Das wüßte ich auch gerne sicher. Das große Aufreißen soll durch den Transport zum Hubi passiert sein, aber war vorher wirklich festgestellt worden, daß drei der Schnitte verbunden waren oder waren da tatsächlich nur diese waagerechten, ca. 30cm langen Schnitte?
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Oder sie konnten nicht zurück oder nicht so schnell, dass sie nicht gleich ohne wärmendes Feuer erfroren wären.
Jupp. Eben. Aber die Frage wäre dann immer noch: Warum überhaupt dort weg?
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Nur könnte das das Drittel sein, in dem die Sachen nicht lagen.

Was mich zu einer weiteren Frage führt, deren Antwort ich nicht kenne: Waren die Schnitte in dem Teil, in dem auch die Sachen gelagert waren?
Nein! Es ist völlig unerheblich, wo die Sachen lagen. Nachdem die Gruppe das Zelt verlassen hatte, war alles in relativ kurzer Zeit zugriffsbereit. Ich dachte, das ergibt sich.
Also nochmal einen Schritt zurück:
Die Gruppe lag wie die Heringe in der Büchse im Zelt. Sie nutzten eine (!) große Decke für alle. Anzahl der Wanderer auf die Zeltfläche gesehen, da müssen sie quasi die gesamte Zeltfläche unter dem Giebel eingenommen haben. Vielleicht etwas entspannter, da ein Teilnehmer ja nicht mitkam. Aber von vorne bis hinten. Geht gar nicht anders. Die Klamotten lagen dann außen an der Zeltwand.
Wir wissen aus mehreren Winterexpeditionen von WAB und den dortigen Wetterstationen, daß sich in dem Bereich am Paß durch den Wind kein hoher Schnee ablagern kann und es auch in der Nacht nicht geschneit hat.
Blenden wir das aber mal aus und gehen trotzdem von einer plötzlichen starken Schneeschicht auf dem Zelt aus, ob angetrieben oder hingerutscht...schnuppe, stellen wir uns eine plötzliche Schneeschicht vor, die die Gruppenmitglieder so niederdrückt, daß sie nichtmehr zum Zugang kriechen können sondern sich, wie immer gesagt, rausschneiden müssen.
Jetzt werden die Schnitte genau dort gemacht, wo der Ausgang daneben liegt. Ich schrieb es schon: Seltsam.
Wer noch mit einem Messer vor seinem Körper rechts und links Schnitte anbringen kann, sollte auch durch den Eingang rauskriechen können.
Aber geschenkt. Vielleicht konnte der Wanderer nur deshalb noch mit dem Messer hantieren, weil neben ihm der Eingangsgiebel noch aufrecht stand.
Und jetzt schneidet er sich raus und, tja, schiebt den Schnee weg und steht auf.
Und jetzt? Fand der Suchtrupp jetzt zwei bis drei Wanderer erfroren im Tal und die anderen tot im Zelt?
Nö. Alle kamen raus.
Wie denn? Der Schnittbereich und der Eingang nahmen ja nur den ersten Teil des Zeltes ein. Die anderen Kameraden müssen folglich immer noch so unbeweglich unter der Zeltbahn vom Schnee festgepresst gelegen haben, daß kein rauskriechen möglich war. Sonst hätten sie ja nicht schon direkt neben dem Eingang schneiden müssen.
Also krabbelten sie doch dann von ganz hinten bis vorne raus? (in diesem Szenario aber unlogisch, hätten sie auch dann gleich machen können),
oder die ca. 2 Kameraden, die sich, evntl. durch die Schnitte befreien konnten, verringerten die Schneelast auf dem Zelt so weit, daß alle rauskrabbeln konnten.
Aaaber, beide Möglichkeiten:
1. Sie konnten selber rauskrabbeln und
2. Die hypothetisch angenommene Schneelast auf dem Zelt wurde soweit reduziert, daß der Rest rauskrabbeln konnte.
zeigen das, was ich oben sagte:
Anschließend hätte man an alles Equipment relativ schnell drankommen können.
Die Tatsache, daß alle das Zelt verlassen haben, auch die, die ganz hinten lagen, zeigt, daß die Schneelast nicht mehr hoch gewesen sein kann, als dann die Gruppe schließlich komplett aus dem Zelt war. Sonst wären sie nicht von hinten rausgekommen.
Entweder sie konnten rauskrabbeln, dann war der Schnee auf dem Zelt nicht schwer, oder die Schneelast wurde von einem Teil der Gruppe verringert, um alle rauszubekommen.
Letztlich kann anschließend keine nennenswerte Menge Schnee mehr draufgelegen haben. Und zwar auf dem kompletten Zelt, die Wanderer lagen ja auf der kompletten, mittleren Fläche.
Alle Wanderer nur im vorderen Drittel des Zeltes hätte was von Tetris ;)
Ist verständlich geworden, was ich meine?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

05.03.2021 um 22:28
Zitat von PGR156PGR156 schrieb:da müssen sie quasi die gesamte Zeltfläche unter dem Giebel eingenommen haben
Flüchtigkeitsfehler: Ersetze "Giebel" durch "First".


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

05.03.2021 um 22:49
Zitat von PGR156PGR156 schrieb:Aber geschenkt. Vielleicht konnte der Wanderer nur deshalb noch mit dem Messer hantieren, weil neben ihm der Eingangsgiebel noch aufrecht stand.
Vielleicht darf ich noch mal auf meine offene Frage hinweisen, warum jemand, der Herr seiner Sinne ist, einen Notausgang in dieser Weise in die Plane schneidet. Sodass das Zelt unweigerlich und in dieser Nacht irreparabel zerstört ist. Noch mal: Würde er nicht horizontal am Boden lang schneiden, sodass man sich da 1. nur rausrollen muss und 2. den Schlitz mit Klamotten und Schnee anschließend wieder abdecken kann? Wo die Schlitze jetzt sind, kommt man da raus, ohne das ganze Zelt umzureißen? 9 Leute da durch? Quasi durch das Zeltdach gestolpert? Das passt für mich alles nicht.
Ich vermute eher eine einzelne irrationale Panik-Aktion, die das Zelt endgültig unbrauchbar gemacht hat und damit eine tödliche Kettenreaktion auslöste.

Memo:
It is important to know that a human body produces 40 watts. 9 people can increase the temperature in the tent by more than +15°C if there is no wind and the tent is intact.
Therefore, one would not expect less than - 10°C in the tent. It should be quite clear that otherwise the group would have spent the night in the valley.

But the tent was not intact. Therefore, the conditions changed for the worse.
Around </= 1% of the tent canvas had holes or rope-stitches.
In a storm, a tent flutters about 15 000 times in one hour. The free ends of the cracks in the tent wall oscillate in the audible range.
But the largest part of the air volume of 3-4 m3, oscillate with about 4-5 forced-oscillations per second (4-5 Hz = Infrasonic-Frequency-Range) with a result, there was a strong exchange of air with the outside air. This leads to a "Wind-Chill-Effect" in the tent.

Around 7 pm local time, a "Katabatic Wind" is generated by extremely cooled North-Western hillsides in the western "Pre-Valley" of the Kholat.
The wind speed caused by the inflow of air masses and Bernoulli-Effect at the "Kholat", increases the wind to 35 m/s (+/- 5 m/s) at the tent site. The temperature suddenly drops to -25°C to -30°C.
(Both values were also measured by Dr. Borzenkov (WAB) during an expedition (27.1.2015) and are not unusual at "Kholat" in winter).
R. Holmgren measured a temperature of -43°C in his tent at the campsite of the "Dyatlov group" shortly after he entering it at around 5 pm on 1 February 2019.
(R. Holmgren has completed a film with "Swedish Television" about his "Kholat Expedition" from 27 to 29 January 2019. There I present my latest research on a "Cold Air Drop" that came from 5 000m to 10 000m under the influence of high pressure.)

The American journalist (Joshua Gates) with his USA film team include "Teddy" from "Dyatlov-Pass-Forum" describes the evening on Kholat (09.2.2019) as - 35°C and feeling like - 55°C.

In a tent without damage, the Dyatlov-Group could have survived wind speeds of 35 m/s and temperatures of maximum -30 °C due to body heat. Now, however, the temperature inside the tent drops to -38°C due to the damage. Outside, wind chill brings it down to -45°C.

Around 9 p.m. local, the "Cold-Drop" suddenly breaks through the altitude of 1000 m (Kholat) with extremely cold air of -40°C to -50°C. Inside the tent, the felt temperature dropped to -60°C as result.
Quelle: https://forum.dyatlovpass.com/index.php?topic=542.0


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

05.03.2021 um 23:01
Zitat von NemonNemon schrieb:Vielleicht darf ich noch mal auf meine offene Frage hinweisen, warum jemand, der Herr seiner Sinne ist, einen Notausgang in dieser Weise in die Plane schneidet. Sodass das Zelt unweigerlich und in dieser Nacht irreparabel zerstört ist.
Wenn es überhaupt mehr als diese waagerechten Einzelschnitte waren. Aber nicht irreparabel. Das hätte man nähen können, oder überflicken.
Zitat von NemonNemon schrieb:Noch mal: Würde er nicht horizontal am Boden lang schneiden, sodass man sich da 1. nur rausrollen muss und 2. den Schlitz mit Klamotten und Schnee anschließend wieder abdecken kann?
Vorausgesetzt, das Zelt steht aufrecht und man kann sich bewegen.
Im von einigen Diskutanten angedachten Szenario, daß eine Schneelast das Zeltdach umgelegt hat liegt man halt unter dieser Dachfläche und kann im Armbereich nur diese Stellen erreichen.
Ich gehöre nicht zu dieser Fraktion, aber innerhalb dieses Szenarios erklärt sich das.
Zitat von NemonNemon schrieb:Wo die Schlitze jetzt sind, kommt man da raus, ohne das ganze Zelt umzureißen? 9 Leute da durch? Quasi durch das Zeltdach gestolpert? Das passt für mich alles nicht.
Wenn man davon ausgeht, daß das Zelt zum Zeitpunkt schon liegt, könnte man durch eine große Öffnung raus und würde das Zelt nicht umreißen, weil es schon liegt. Aber die anderen Kameraden lägen dann immer noch unter dem restlichen Zelt.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

05.03.2021 um 23:06
Zitat von PGR156PGR156 schrieb:Im von einigen Diskutanten angedachten Szenario, daß eine Schneelast das Zeltdach umgelegt hat liegt man halt unter dieser Dachfläche und kann im Armbereich nur diese Stellen erreichen.
Tja. Die Schneelast kommt von den Beinen her, wenn ich die Ausrichtung gerade richtig im Kopf habe. Oder haben sie vesetzt gelegen? Kopf an Fuß der Nachbarn?
Ich wälze mich dann schon einmal um die eigene Achse und liege auf dem Bauch — und kann meine Arme einsetzen, wie es sich gehört.
Aber ohne die erdrückende Schneelast, die einfach nicht plausibel ist … ich weiß gar nicht, warum ich über dieses Stöcken springe 🤷🏼‍♂️


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

05.03.2021 um 23:31
Zitat von NemonNemon schrieb:ich weiß gar nicht, warum ich über dieses Stöcken springe 🤷🏼‍♂️
:) Du hast gefragt...

Sie hatten auch nur ein oder zwei Messer dabei. Da muß dann auch noch ausgerechnet der Wanderer drankommen, der noch soeben die Arme bewegen kann...
Zitat von NemonNemon schrieb:Die Schneelast kommt von den Beinen her, wenn ich die Ausrichtung gerade richtig im Kopf habe
Wladimir hat ja die These aufgestellt, daß die Schneelast sich unbemerkt anlagerte, dann aber plötzlich der Verstärkungsskistock unter dem First brach und so plötzlich die Schneelast auf der ganzen Fläche drückte.
Aber da es keine Firststange gab und das Zelt recht lose gespannt wurde, müssen die Wanderer zwischen den 3 Punkten Zeltanfangs- und Endstock und Mittelskier die Plane schon auf der Nase gehabt haben, wenn gerade mal eine relativ geringe Schneemenge draufliegt.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

05.03.2021 um 23:34
@PGR156
Musst du mir nicht sagen ;)
Mir fällt nur wieder bei der Gelegenheit ein, dass ein Zeugenbericht aussagte, der Skistock für die Zeltmitte sei in mehrere Segmente zerstückelt/durchtrennt/zerschnitten im Zelt gefunden worden. was auch immer wir jetzt damit anfangen ;)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

05.03.2021 um 23:36
Zitat von NemonNemon schrieb:Ich vermute eher eine einzelne irrationale Panik-Aktion, die das Zelt endgültig unbrauchbar gemacht hat und damit eine tödliche Kettenreaktion auslöste.
Mir scheint, das ist die naheliegendste Version.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 09:34
Zitat von PGR156PGR156 schrieb:oder waren da tatsächlich nur diese waagerechten, ca. 30cm langen Schnitte?
Die wären zum Ausseigen nicht nur zu kurz gewesen, sondern waagrechte Schnitte reißen auch seitlich vertikal ein, wen man sich durch sie zwängt.
Zitat von PGR156PGR156 schrieb:Sonst wären sie nicht von hinten rausgekommen.
Vielleicht lagen noch nicht alle? Was auch den jeweils unterschiedlichen Bekleidungsstatus erklären könnte.
Zitat von NemonNemon schrieb:Ich vermute eher eine einzelne irrationale Panik-Aktion,
Ich vermute allerdings, dass Leute, die in Panik durch Schlitze türmen, diese erheblich einreißen. Noch mal stärker als bereits bei einem normalen Ausstieg

Ich meine mich zu erinnern, dass hier schon mal die Idee aufkam, dass die Schlitze nur der Luftzufuhr dienen sollten.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 11:32
Zitat von PGR156PGR156 schrieb:Das wüßte ich auch gerne sicher. Das große Aufreißen soll durch den Transport zum Hubi passiert sein, aber war vorher wirklich festgestellt worden, daß drei der Schnitte verbunden waren oder waren da tatsächlich nur diese waagerechten, ca. 30cm langen Schnitte?
https://dyatlovpass.com/1959-search?flp=1#the-tent
Diese Seite zeigt sehr deutlich die Widersprüche auf. Die Schema-Zeichnung der off. Untersuchung ist selektiv und hat sehr wenig mit dem tatsächlichen Zustand des Zeltes zu tun. Sie zeigt nur die Schnitte 1, 2 und 3 auf, die laut der Expertin sich von allen anderen Schnitten und Rissen unterschieden. Was auch immer das über den Hergang aussagen soll. Diese Schnitte sind auf dem Foto nicht zu erkennen, die Rakitin-Grafik lässt diese wiederum aus. Aufschlussreicher ist da schon das Foto 392 https://dyatlovpass.com/case-files-388-392?lid=1 Man müsste suchen, ob Yudin etwas dazu gesagt hat. Er dürfte aber vorsichtig gewesen sein, sich mit einem amtlichen Untersuchungsergebnis anzulegen.

Das, was da in Sverdlovsk über die Leine gespannt war, kann man ja kaum noch Zelt nennen. Die Transportschäden müssen erheblich gewesen sein, sonst hätten die Zeugenprotokolle mehr erwähnt als ein paar Schnitte. Ich würde mal vermuten, dass vor allem die Risse beim Schleifen über den Hang entstanden sind.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Ich vermute allerdings, dass Leute, die in Panik durch Schlitze türmen, diese erheblich einreißen. Noch mal stärker als bereits bei einem normalen Ausstieg
Ja, aber ein solcher Zustand wurde ja vor der Bergung eben nicht dokumentiert. Wir sehen diesen desolaten Zustand erst bei der „Rekonstruktion“ in Sverdlovsk.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Ich meine mich zu erinnern, dass hier schon mal die Idee aufkam, dass die Schlitze nur der Luftzufuhr dienen sollten.
Das kann nur aus Unkenntnis heraus geschehen sein oder einem Plauder-Modus geschuldet.

Niemand weiß, ob der Eingang offen vorgefunden wurde. Der Beschreibung zufolge gab es indessen keinen Verschluss. Hinter den zwei Vorhängen hing eine Stoffbahn. Man kommt also ohne Umstände hinein und hinaus.

Ist es nicht ziemlich kühn, angesichts dieser Faktenlage von rationalen, planmßigen Schnitten zur Schaffung eines Notausgangs (für alle 9] auszugehen und das zentral im Szenario anzuordnen?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 13:46
Zitat von NemonNemon schrieb:Aufschlussreicher ist da schon das Foto 392 https://dyatlovpass.com/case-files-388-392?lid=1
Ah, ja, danke. Das sieht schon so aus, als wären da einige durchgekrochen.

Bleibt noch immer eine meiner Frage: Welche Seite was das? Zum Hang hin oder weg?
Zitat von NemonNemon schrieb:Niemand weiß, ob der Eingang offen vorgefunden wurde.
Ich meine auf dem Foto auf dem die Retter ums Zelt stehen, ist er eher zu.
Zitat von NemonNemon schrieb:Ist es nicht ziemlich kühn, angesichts dieser Faktenlage von rationalen, planmßigen Schnitten zur Schaffung eines Notausgangs (für alle 9] auszugehen und das zentral im Szenario anzuordnen?
Tz, tz, tz keinen BIAS bitte. Nein, es besteht ja nach wie vor die Möglichkeit, dass die Eingänge nicht zu nutzen waren.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 13:56
Zitat von NemonNemon schrieb:Das, was da in Sverdlovsk über die Leine gespannt war, kann man ja kaum noch Zelt nennen. Die Transportschäden müssen erheblich gewesen sein, sonst hätten die Zeugenprotokolle mehr erwähnt als ein paar Schnitte. Ich würde mal vermuten, dass vor allem die Risse beim Schleifen über den Hang entstanden sind.
Zur Ergänzung: Weitere Schäden sind wohl insbesondere durch Slobtsov und Sharavin bei der Zeltentdeckung (sind Personen drin?) verursacht worden. Nur: Welche Schäden an der Plane sind auf sie zurückzuführen?
Michael Sharavin was with Boris Slobtsov when they dug out the tent. Sharavin did not testify in 1959, but gave a few interviews years later. In July 2012, in video interview with Aleksandr Koshkin Sharavin admitted that damages to the tent were partly done by them. The snow was dense as wood; they had to chop it with the ax they found at the tent; in the process they hacked the canvas on the right ramp along the ridge and yanked it down to get inside.
Quelle: DYATLOV PASS KEEPS ITS SECRET By Irina and Vlad Lobatchev, Amanda Bosworth, Seite 35.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 13:58
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Ah, ja, danke. Das sieht schon so aus, als wären da einige durchgekrochen.

Bleibt noch immer eine meiner Frage: Welche Seite was das? Zum Hang hin oder weg?
Wie gesagt: Dieser Zustand war nach Verbringung des Zeltes nach Sverdlovsk dokumentiert. Bei Auffinden durch den Bergungstrupp war keine Rede von einem völlig zerfetzten Zelt.

Das ist alles hangabwärts.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 14:07
Zitat von StecknadelkopfStecknadelkopf schrieb:Nur: Welche Schäden an der Plane sind auf sie zurückzuführen?
Auf der heute von mir verlinkten Seite stammt ein eher kleiner Schnitt oben, quer von Slobtsov.

Die meisten Beteiligten haben noch lange gelebt oder leben noch. Eigentlich hätte es möglich sein sollen, diese Sachverhalte seriös zu klären. (Stattdessen verläuft sich jeder in irgendwelchen Narrativen).
Zitat von StecknadelkopfStecknadelkopf schrieb:The snow was dense as wood; they had to chop it with the ax they found at the tent
Laut anderer Aussage war das eindeutig vereister - oder was auch immer der Fachbegriff ist - lockerer Triebschnee.
The entrance of the tent was looking south. The north part was covered with 15-20 cm of snow. It was concluded from general appearance and density that it was not a result of an avalanche but blown by the wind.
Quelle: ebenda
Man sieht Brocken. Dicht wie Holz ist eigentlich nicht anzunehmen bei dieser jungen Schicht 🤷🏼‍♂️


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 14:16
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Tz, tz, tz keinen BIAS bitte.
Aber das ist legitim anzunehmen?
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Das sieht schon so aus, als wären da einige durchgekrochen.
;)
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Nein, es besteht ja nach wie vor die Möglichkeit, dass die Eingänge nicht zu nutzen waren.
Welche Eingänge (Plural)? Warum wird dann der Eingang als einziges Teil des Zeltes stehend aufgefunden?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 15:11
Zitat von NemonNemon schrieb:Aber das ist legitim anzunehmen?
Durchaus, nur eben nicht ausschließlich. ;)
Zitat von NemonNemon schrieb:Bei Auffinden durch den Bergungstrupp war keine Rede von einem völlig zerfetzten Zelt.
Ah, wäre also immer noch möglich, dass die Schnitte zum Zeitpunkt des Unglücks doch kein Ausstieg waren.
Zitat von NemonNemon schrieb:Warum wird dann der Eingang als einziges Teil des Zeltes stehend aufgefunden?
Warum nicht? Unbenützbar kann auch fester, undurchdringbarer Schnee sein, der davor angesammelt liegt.
Zitat von NemonNemon schrieb:Das ist alles hangabwärts.
Auch das stützt eher eine Schneeverwehungs-These als dass es ihr widerspricht.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 17:29
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Ah, wäre also immer noch möglich, dass die Schnitte zum Zeitpunkt des Unglücks doch kein Ausstieg waren.
Jedenfalls keiner, der aus einem rationalen Plan hervorging.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Auch das stützt eher eine Schneeverwehungs-These als dass es ihr widerspricht.
Diese These ist eine Pyramide, die auf ihrer Spitze steht, indem nachrangige Indizien etwas stützen sollen, das von sich aus keine solide Basis hat bzw. mehr nachrangige Konstruktionen aufgesetzt werden, die sich gegenseitig halten, aber nicht stabil sind, weil die Grundlagen fehlen.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 18:23
Zitat von NemonNemon schrieb:Jedenfalls keiner, der aus einem rationalen Plan hervorging.
Doch, wenn die Eingänge nicht nutzbar gewesen wären.
Zitat von NemonNemon schrieb:Diese These ist eine Pyramide, die auf ihrer Spitze steht, indem nachrangige Indizien etwas stützen sollen, das von sich aus keine solide Basis hat bzw. mehr nachrangige Konstruktionen aufgesetzt werden, die sich gegenseitig halten, aber nicht stabil sind, weil die Grundlagen fehlen.
Hast Du schön gesagt. Gilt aber genau so für eine Panik These.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

06.03.2021 um 18:43
@off-peak
@Nemon

War der Eingang vom Zelt beim Auffinden nicht geschlossen? Und Reißverschluss hatten diese Art von Zelten mWn zu der Zeit noch nicht, das Öffnen und Schließen ist entsprechend aufwendig gewesen. Aber ausreichend Kleidung mitnehmen war gleichzeitig nicht möglich? Noch etwas, was Fragen aufwirft, wenn die Schnitte nicht als Ausgang dienten.

Dieser ganze Vorfall macht mich kirre. Bisher finde ich keine der entwickelten Theorien wirklich schlüssig und das schlimme ist, wirklich sicher werden wir niemals wissen, was vorgefallen ist. Argh!


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