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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

14.182 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vorfall, Dyatlov, Dyatlov Pass ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 13:40
Zitat von Tron42Tron42 schrieb:Aber das ist noch lange kein Grund alles mit IS beantworten zu müssen
Nein. Der IS ist dann "nur" der letzte Tropfen, der das Faß zum überlaufen bringt. Eine Streßsituation war es sicherlich schon vorher, nur halt eine, die man noch aushalten konnte. Dann fängt womöglich die Plane irre an zu flattern, die Abspannleinen surren stark und dann kommt der schlagartig auftretende IS dazu und einer fängt an, durch zu drehen. Und alles schaukelt sich schnell hoch.

Ich muß bei dem IS immer an diese Mansi-Sagen denken, die davor warnen, auf diese Berge zu gehen. Womöglich wäre IS eine Erklärung dafür? Sowas tritt dort vielleicht alle 100 oder 200 Jahre mal auf und das geht dann in die Folklore ein, wenn es mal jemand erlebt und überlebt hat.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 13:48
Zitat von Tron42Tron42 schrieb:Oh denk darüber bitte nochmals nach ;) So ganz einfach ist das nämilch nicht, um dann zu sagen, sie konnten aufgrund von Schnee nichts mehr mitnehmen.
Ich denke schon, dass sie etwas mitnehmen hätten können, wenn sie etwas Zeit investiert hätten. Es sind schließlich alle Zeltinsassen herausgekommen. So schwer kann das Zelt also nicht verschüttet gewesen sein. Aber das Herausholen von Gegenständen war wohl wegen ihrer geistigen und körperlichen Verfassung nicht ihr oberstes Ziel. Geschockt vom Einschlag ins Zelt und Angst habend vor neuen Schneebrettern machten sie sich erst mal Gedanken, wie sie die Verletzten nach unten bringen könnten.
Natürlich war es ein Fehler keine Kleidung und Äxte mitzunehmen. Ein Fehler, der ihnen offensichtlich wurde, als es nicht möglich war ein ausreichend wärmendes Feuer zu entzünden. Deshalb machten sich zwei oder drei Personen wieder auf in Richtung Zelt. Aber da war es schon zu spät.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 14:35
Also, wenn ich mir vorstelle das dieses und jenes irrationale Handeln einzelner, so arg Panik bei anderen bzw. bei allen anderen ausgelöst haben soll, denn denke ich dass das ja noch schlimmer als jeder schlechte LSD Trip sein müsste. Und das ist echt schwer vorstellbar für mich, und ich weiß wovon ich rede.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 16:26
Sie haben deswegen nichts mitgenommen, weil sie davon ausgingen, dass unmittelbar eine noch größere Schneemenge kommen würde und jede Sekunde zählte, wenn wir die Schnee-These weiterverfolgen.


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01.05.2021 um 16:30
Zitat von NemonNemon schrieb:Es gibt stärkere Indizien, die dagegen sprechen. Es spricht ja gerade viel dafür, dass "4+2+1+1+1" Personen auf unterschiedlichen Routen unterwegs waren.
Das oben angesprochene kann ich aus den Ermittlungsakten nicht herauslesen.

Pertinent testimonies from the criminal case files:

Maslennikov
“When we finished taking inventory of the tent’s contents, we moved it to the helicopter pad, about 600-700 m away.” Radiogram: “We managed to identify footprints of eight or nine people starting from the tent and going about 1 km down the slope, and then they were lost. One person was in boots, the others were only in socks and barefoot.”

Some members of the rescue team claimed these footprints started from right outside the tent, and others that they started a little to the side of the tent.

Atmanaki
”There were no footprints right around the tent because when the Dyatlov group dug they had stacked the snow all around, and later this snow was drifted by the wind, thus covering all the tracks. But 30 or 40 m down there was a file of very well preserved footprints.”

Slobtsov
”There were footprints of bare feet, but in socks. Some were from valenki, and occasionally we could make out the tread of a ski boot. All of these prints were raised higher than the actual wind-scoured surface of the slope. We followed these prints from the tent in the direction of a spreading cedar, which was clearly prominent on the hill. First we lost, and then we found, the tracks again. They appeared again in the birch-tree undergrowth, and then they went down along the ravine which led to the Lozva River.”

Brusnitsyn
”Footprints can be preserved in the mountains because of the way the wind works there. You see the prints not as lowered imprints, but rather as raised columns, because the snow under the print is left compacted and cannot be eroded by the wind, but the area around it is scoured by the wind. Then the sunrise makes the print area become even firmer, and in this way it can be preserved for the entire winter.”

Captain Chernyshov
”When they crossed a stony ridge where the tracks disappeared, but further down they appeared again, and then they were lost. The prints were very distinct. In some of the prints one could see whether the person was barefoot or in socks because you could see the toes.”


Diese Angaben übersetze ich so:


Zeugenaussagen aus den Strafprozessakten:

Maslennikov
"Als wir mit der Katalogisierung des Zeltinhalts fertig waren, brachten wir es zum Hubschrauberlandeplatz, etwa 600-700 m entfernt." Telegramm: "Es gelang uns, Fußabdrücke von acht oder neun Personen zu identifizieren, die vom Zelt aus etwa 1 km den Hang hinuntergingen, bis sich die Spur verlor. Eine Person trug Stiefel, die anderen trugen Socken bzw. waren barfuß."

Einige Mitglieder des Rettungsteams behaupteten, dass diese Fußabdrücke direkt vor dem Zelt begannen, andere, dass sie ein wenig seitlich vom Zelt begannen.

Atmanaki
"Es gab keine Fußabdrücke direkt um das Zelt herum, denn als die Dyatlov-Gruppe den Platz für das Zelt anlegte, hatten sie den Schnee rundherum aufgeschichtet, und später wurde dieser Schnee durch den Wind abgetragen, wodurch alle Spuren verdeckt wurden. Aber 30 oder 40 m hangabwärts gab es eine Reihe von sehr gut erhaltenen Fußabdrücken."

Slobtsov
"Es gab Fußabdrücke von nackten Füßen, aber in Socken. Einige stammten von "Valenki- Stiefeln", und gelegentlich konnten wir den Abdruck eines Skistiefels erkennen. Alle diese Abdrücke waren höher als die eigentliche vom Wind geformte Oberfläche des Hanges. Wir folgten diesen Abdrücken vom Zelt aus in Richtung einer sich ausladenden Zeder, die sich deutlich auf dem Hügel abzeichnete. Erst verloren, dann fanden wir die Spuren wieder. Sie tauchten wieder im Birkenwäldchen auf, und führten entlang der Schlucht hinab zum Fluss Lozva."

Brusnitsyn
"Fußabdrücke können in den Bergen erhalten bleiben, weil der Wind dort wirkt. Man sieht die Abdrücke nicht als abgesenkte Abdrücke, sondern eher als erhabene Säulen, weil der Schnee unter dem Abdruck verdichtet bleibt und nicht vom Wind erodiert werden kann, aber der Bereich um den Abdruck herum wird vom Wind abgetragen. Mit dem Sonnenaufgang wird die Abdruckfläche dann noch fester, und so kann sie den ganzen Winter über erhalten bleiben."

Hauptmann Tschernyschow
"Als sie einen steinigen Grat überquerten, verschwanden die Spuren, aber weiter unten tauchten sie wieder auf, und dann waren sie nicht mehr erkennbar. Die Abdrücke waren sehr deutlich. Bei einigen der Abdrücke konnte man erkennen, ob die Person barfuß oder in Socken unterwegs war, weil man die Zehenabdrücke erkennen konnte."




Anhand der getroffenen Aussagen ist nicht erkennbar, das sich alle zu gleicher Zeit Richtung Wald aufgemacht haben. Wohl aber, das man den selben Weg nahm (auf ein paar Meter hin oder her kommt es hier nicht an).

Wenn man einen Rückzug in Grüppchen (oder gar einzeln) annimmt, setzt das eine Möglichkeit der Orientierung voraus. Angenommen, man folgt dann den Spuren der Vorangegangenen, das hätte aber auch zurück genauso funktioniert.
Im allgemeinen nimmt man aber an, das die Gruppe den Weg zurück zum Zelt nicht mehr fand.

Klingt für mich nicht plausibel.
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:Naja, "abwärts" und "mit dem Wind" dürfte wohl instinktiv die erste "Richtung" sein, wenn man vor etwas wegläuft, dessen Herkunftsrichtung man nicht kennt.
Klingt auf den ersten Blick logisch.
Aber von einem Punkt an einem Berghang geht es in einem Radius von 180° bergab. Warum dann diese Richtung? Die Richtung, aus der sie kamen, würde ebenfalls bergab führen.

Und "mit dem Wind" macht auch nur Sinn, wenn es eine konstante Windrichtung gibt.
Allerdings werden bei den Wind/Infraschall-Theorien immer Wirbel oder zumindest ständig wechselnde Windrichtungen angenommen.
Wie soll man in dem Fall mit dem Wind gehen?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 16:42
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Wohl aber, das man den selben Weg nahm (auf ein paar Meter hin oder her kommt es hier nicht an).
Nein. Es gibt nur ein paar Streckenabschnitte, wo die Spuren zusammen zu sehen sind und niemand weiß genau, wo das war. Es kommt durchaus auch auf ein paar Meter an. Maslennikovs Angaben zu den Distanzen stimmen ohnehin nicht. Das waren geschätzte Werte.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Wenn man einen Rückzug in Grüppchen (oder gar einzeln) annimmt, setzt das eine Möglichkeit der Orientierung voraus.
Wie meinst du das?
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Im allgemeinen nimmt man aber an, das die Gruppe den Weg zurück zum Zelt nicht mehr fand.
Ich wüsste nicht, dass das so wäre. Die Drei, die überhaupt nur dafür infrage kommen, sind ja auch weit entfernt vom Zelt erforen.
Richtig ist aber, dass das Zelt nicht mehr zu finden gewesen wäre, auch hätte man den Aufstieg nicht mehr bewältigen können.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Aber von einem Punkt an einem Berghang geht es in einem Radius von 180° bergab. Warum dann diese Richtung? Die Richtung, aus der sie kamen, würde ebenfalls bergab führen.
Wie ist das gemeint?


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01.05.2021 um 17:16
Zitat von skagerakskagerak schrieb:Also, wenn ich mir vorstelle das dieses und jenes irrationale Handeln einzelner, so arg Panik bei anderen bzw. bei allen anderen ausgelöst haben soll, denn denke ich dass das ja noch schlimmer als jeder schlechte LSD Trip sein müsste. Und das ist echt schwer vorstellbar für mich, und ich weiß wovon ich rede.
Der beste Beitrag seit langer Zeit. Ich lach mich schlapp 😂


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01.05.2021 um 17:20
Zitat von NemonNemon schrieb:Es gibt nur ein paar Streckenabschnitte, wo die Spuren zusammen zu sehen sind und niemand weiß genau, wo das war. Es kommt durchaus auch auf ein paar Meter an.
Stimmt. Auf den vom Wind freigelegten felsigen Flächen waren natürlich keine Spuren zu finden.
Ebenso im Bereich kurz vor dem Wald, was durch Triebschnee zu begründen sein dürfte.
Zitat von NemonNemon schrieb:Wenn man einen Rückzug in Grüppchen (oder gar einzeln) annimmt, setzt das eine Möglichkeit der Orientierung voraus.

Wie meinst du das?
Es kann bei einem zeitlich versetzten chaotischen Rückzug ohne Orientierung davon ausgegangen werden, das verschiedene Richtungen eingeschlagen würden.
Zitat von NemonNemon schrieb:Richtig ist aber, dass das Zelt nicht mehr zu finden gewesen wäre,
Verstehe ich nicht. Man kann die Spuren 2 Wochen später noch erkennen. Warum also nicht in der Nacht?

Igor Dyatlov, Zinaida Kolmogorova und Rustem Slobodin waren doch auf dem richtigen Weg Richtung Zelt?
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Aber von einem Punkt an einem Berghang geht es in einem Radius von 180° bergab.
Zitat von NemonNemon schrieb:Wie ist das gemeint?
Sie sind quasi genau in die entgegengesetzte Richtung "geflüchtet", aus der sie gekommen sind. Die Fluchtrichtung war bergab. In Richtung "Labaz" wäre es aber auch bergab gegangen.
Das ist mit den 180° Grad gemeint.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 17:30
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Verstehe ich nicht. Man kann die Spuren 2 Wochen später noch erkennen. Warum also nicht in der Nacht?
Man hat zufällig ein paar extrudierte Abdrücke irgendwo auf den Berg gefunden. Es gibt eben keine Spur, der man von oben bis unten hätte folgen können und zurück. Erst recht nicht unter den Umständen.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Igor Dyatlov, Zinaida Kolmogorova und Rustem Slobodin waren doch auf dem richtigen Weg Richtung Zelt?
Ich bin bei der Version, wo das nicht der Fall ist.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Die Fluchtrichtung war bergab. In Richtung "Labaz" wäre es aber auch bergab gegangen.
Das wäre eine rationale Flucht mit Orientierungsmöglichkeit gewesen aber auch mit zu langer Strecke. Der kürzeste wäre Richtung Zeder gewesen. Aber da sind sie zufällig hingekommen - die, die hingekommen sind. Sie hatten schon am Tag kaum Fernsicht, nachts im Sturm erst recht nicht. Sie sind ja nicht alle in einer Linie runter, sondern eher durch die Trichter-Wirkung der Rinne am Ende dahin kanalisiert worden. Die Grafik von WAB zeigt das im Schema, wie sie unterwegs gewesen sein könnten.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 17:47
Zitat von NemonNemon schrieb:Sie sind ja nicht alle in einer Linie runter, sondern eher durch die Trichter-Wirkung der Rinne am Ende dahin kanalisiert worden.
@Nemon
Beziehst du dich da auf diese Angabe?
Zitat von wabwab schrieb am 03.12.2019:Ihre Bewegung erfolgte höchstwahrscheinlich entlang der "Hindernislinie", nämlich parallel zum ersten und zweiten Strom. An diesem Ort kamen sie ausschließlich durch Zufall an.



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01.05.2021 um 18:05
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Beziehst du dich da auf diese Angabe?
Jain. Ich glaube, wab meint da die Situation ein Stück tiefer im Wald, wo sie durch das Gelände und die Tiefschnee-Zone auf die einzig gangbare Route gebracht werden und dann auf die Zeder stoßen. Was ich mit dem Trichter meinte ist die Rinnes des Baches/Schmelzwasserabflusses, die das Ganze in den Wald hinein kanalisiert.

Diese Abbildung ist ein bisschen trügerisch, weil sie gleichzeitig falsche Lokalisierungen korrigiert und schematisch die Wege von 4+2+1+1+1 zeigt:

tmxyhwvtcboh6 tlypbxtnthfla 04f1dff6f359

Siehe in der Ravine-Grafik die angenommene Route von 2x Yuri:

Dyatlov-pass-ravine-map-Borzenkov 1Original anzeigen (0,5 MB)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 18:27
Zitat von StreuselStreusel schrieb:Geschockt vom Einschlag ins Zelt und Angst habend vor neuen Schneebrettern machten sie sich erst mal Gedanken, wie sie die Verletzten nach unten bringen könnten.
Das hatten wir schon alles besprochen.
DMn waren sie ja unerfahren um dieses Szenario plausibel zumachen. Wenn Sie erfahren waren kommt ja das auch für dich nicht in Frage.

Konntest du dir bereits ein Bild machen wie erfahren Sie tatsächlich waren ?
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:Sowas tritt dort vielleicht alle 100 oder 200 Jahre mal auf und das geht dann in die Folklore ein, wenn es mal jemand erlebt und überlebt hat.
Die Mansi denken eher in Richtung Yeti bzw Monster. Hab noch kein Video von ihnen gesehen in dem Sie es anders erklären.
Zitat von skagerakskagerak schrieb:schlimmer als jeder schlechte LSD Trip sein müsste.
:D :D :D
Es gibt tatsächlich eine Drogen-Theorie :) Pilze ! Vielleicht ist doch etwas dran ;)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 18:28
Zitat von NemonNemon schrieb:ch glaube, wab meint da die Situation ein Stück tiefer im Wald, wo sie durch das Gelände und die Tiefschnee-Zone auf die einzig gangbare Route gebracht werden und dann auf die Zeder stoßen.
So hab ich das auch aufgefasst.

Aber nach wie vor kann ich mir aufgrund der Spurenlage nicht erklären, wie man da die Wege einzelner Personen (wenn auch schematisch) nachvollziehen konnte.
Zitat von NemonNemon schrieb:MettMax schrieb:
Igor Dyatlov, Zinaida Kolmogorova und Rustem Slobodin waren doch auf dem richtigen Weg Richtung Zelt?

Ich bin bei der Version, wo das nicht der Fall ist.
Dem kann ich mich nicht anschließen.

Ich nehme an, wenn sie den Wald als Ziel hatten, mit dem Kopf auch in diese Richtung gefunden worden wären.
Wenn sie vor Entkräftung nicht mehr aufrecht gehen konnten zwingt sie der Selbsterhaltungstrieb bis zum Schluss zum (weiter)kriechen. Folglich hätte man sie mit dem Kopf Richtung Wald/Tal auffinden müssen.


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01.05.2021 um 18:41
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Dem kann ich mich nicht anschließen.
Wer nicht auf der Stelle tot umfällt, sondern sich noch versucht aufzurappeln, wendet sich dabei instinktiv bergauf.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Aber nach wie vor kann ich mir aufgrund der Spurenlage nicht erklären, wie man da die Wege einzelner Personen (wenn auch schematisch) nachvollziehen konnte.
Das ist auch nicht anhand der Spurenlage angenommen. Die ist nur Hörensagen und gibt nichts her. Es sind andere Dinge, unter anderem etliche Begehungen des Geländes und die Situation, wie sie sich am Ende darstellt anhand der Fundorte. Z. B. lag Rustem mit seiner Kopfverletzung nur wenige Meter von der Absturzkante, die er nicht sehen konnte. Solche Dinge sind das.


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01.05.2021 um 18:50
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:Wenn sie aus dem verschütteten Zelt raus konnten, kann das nicht so viel gewesen sein.
Raus aus der anderen Seite, hangabwärts, wo die Verschüttung nicht stattgefunden hatte.


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01.05.2021 um 18:52
Zitat von Tron42Tron42 schrieb:Die Mansi denken eher in Richtung Yeti bzw Monster. Hab noch kein Video von ihnen gesehen in dem Sie es anders erklären.
Was genau die sich denken, weiß ich nicht. Ein extremes IS-Ereignis kann man, denke ich, aber wohl sicherlich auch als "Monster, das da oben haust und brüllt und evtl. Leute umbringt" , interpretieren.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Ich nehme an, wenn sie den Wald als Ziel hatten, mit dem Kopf auch in diese Richtung gefunden worden wären.
Wenn sie vor Entkräftung nicht mehr aufrecht gehen konnten zwingt sie der Selbsterhaltungstrieb bis zum Schluss zum (weiter)kriechen. Folglich hätte man sie mit dem Kopf Richtung Wald/Tal auffinden müssen.
Sehe ich auch so. Mir will nicht in den Kopf wie man glauben kann, das Leute, die bergab laufen, mit dem Kopf bergaufwärts zu liegen kommen, wenn sie entkräftet umfallen. Allenfalls, wenn sie es sich beim bergab laufen anders überlegt und umgekehrt wären.


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01.05.2021 um 18:55
Zitat von NemonNemon schrieb:Wer nicht auf der Stelle tot umfällt, sondern sich noch versucht aufzurappeln, wendet sich dabei instinktiv bergauf.
Auf nem steilen Hang vielleicht, wahrscheinlich, aber doch nicht auf so einem Hang. Da steht man auf, ordnet sich neu und läuft weiter.
Aber das Thema hatten wir schon...


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

01.05.2021 um 18:58
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:Da steht man auf, ordnet sich neu und läuft weiter.
Am Ende, wenn die letzte Kraft schwindet, eben nicht mehr. Und niemand, der noch ein bisschen mobil ist, legt sich mit dem Kopf hangabwärts. Aber richtig, da gibt es nicht mehr viel zu diskutieren.


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01.05.2021 um 18:58
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Raus aus der anderen Seite, hangabwärts, wo die Verschüttung nicht stattgefunden hatte.
Wenn nur eine Seite verschüttet wurde, und das Zelt nur ein paar m2 Fläche hat, könnte man es wohl zumindest so weit frei schaufeln, das man sich irgendwas brauchbares greifen kann. Zumal der Eingangsgiebel wohl noch stand und offen war. Da lagen neben dem Eingang noch ne Axt und Stiefel, glaub ich.


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01.05.2021 um 19:11
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:Zumal der Eingangsgiebel wohl noch stand und offen war.
Ganz recht. Und die beiden Ski zur Zeltabspannung standen bekanntlich ebenfalls aufrecht.
An dieser Tatsache scheitern meines Erachtens sämtliche Schneebrett,- und Lawinenszenarios.
Dieser Meinung muss man sich freilich ebenfalls nicht anschließen. ;)


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