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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

3.810 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Bibel, Jesus, Wahrheit, Christ, Interpretation, Inspiration, Blasphemie

Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.03.2014 um 01:30
@Tommy57
Tommy57 schrieb:Sollte man auf diese Schriftstellen näher eingehen, um die Frage zu klären, ob Tote noch leben oder bei Bewusstsein sind?
Ja. würde mich interesseiren.
Aber könnten wir das bitte noch eine Weile zurückstellen (vielleicht kannst Du Dir das speichern), ich würde gerne mit Dir erst mal noch das Aktuelle fertig besprechen bzw. hätte ich gerne bei Gelegenheit noch ein Feedback zu allen Argumenten aus meinem letzten Posting.
Danke. :)

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Weiß ich auch nicht, warum es so in der Bibel beschrieben ist, aber in der Bibel sind in meinen Augen 3 Auferstehungsarten beschrieben. :)

-->T:
Hast du dich schon einmal gefragt, warum die Auferstehung in Offenbarung 20 : 6 die ERSTE Auferstehung genannt wird und was diese bedeutet?
Noch nicht so intensiv. Werde es aber jetzt mal versuchen. :)

1. Auferstehung deshalb, weil schon mal ein Teil der Toten aufersteht.
Darunter verstehe ich, dass deren geistiger Leib wiederhergestellt wird. Denn ich gehe ja - wie Du weißt - davon aus, dass deren Geist lebendig geblieben ist (sh. Taufe....)

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1 Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herniederkommen, welcher den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand hatte. 2 Und er griff den Drachen, die alte Schlange, welche der Teufel und der Satan ist; und er band ihn tausend Jahre, 3 und warf ihn in den Abgrund und schloß zu und versiegelte über ihm, auf daß er nicht mehr die Nationen verführe, bis die tausend Jahre vollendet wären. Nach diesem muß er eine kleine Zeit gelöst werden.
Das fassen manche so auf, dass diese 1000 Jahre schon längst angebrochen sind.
Satan ist gebunden, er kann nicht mehr so ohne weiteres den Menschen schaden, dies kann er nur bei denen, die es herausfordern/zulassen.
Zu vergleichen mit einem Hund an der Kette.
Darüber kann man nun geteilter Meinung sein (bin mir da noch uneins darüber, was ich diesbezüglich glauben soll). Möchte das jedoch erst mal noch zurückstellen, weil generell die Offenbarung nicht so einfach zu verstehen ist.
Habe das jetzt nur erwähnt, damit Du weißt, dass ich bei den 1000 Jahren von einer anderen Voraussetzung ausgehe als Du. :)
4 Und ich sah Throne, und sie saßen darauf, und es wurde ihnen gegeben, Gericht zu halten; und die Seelen derer, welche um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet waren, und die, welche das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und an ihre Hand, und sie lebten und herrschten mit dem Christus tausend Jahre.
Wenn man nun also die 1000 Jahre als GEISTIGE Herrschaft sieht, welche jetzt schon voll im Gange sein könnte (die bekehrten Christen haben ja jetzt schon ihren seelischen Frieden... - passt schon auch zu dem 1000-jähr. Friedensreich...), dann bedeutet es, dass auferstandene Menschen als Könige mit Christus über unsereins regieren...
Optimist schrieb am 10.03.2014:5 Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren.
Damit könnten die Ungläubigen gemeint sein. Und in Vers 4 und 6 alle die IN und FÜR Christus gestorben sind.
Dies ist die erste Auferstehung.
Bezieht sich in meinen Augen auf die Toten in Vers 4.
Tommy57 schrieb:Sind für dich die Könige, die zum Leben kommen ( Offenbarung 20 :4 ), die mit dem Christus für 1000 Jahre regieren werden, mit denen der 1. Auferstehung identisch?
Ja.
11 Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. 12 Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan; und ein anderes Buch ward aufgetan, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.
Hier geht es in meinen Augen nur um die Ungläubigen bzw. Nicht-Bekehrte.
13 Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.
Hier geht es mMn um die Gleichen.
Tommy57 schrieb:Offenbarung 20:5 spricht von übrigen Toten, die nicht in der 1.Auferstehung zum Leben kommen, sind diese mit denen aus Offenbarung 20:11 - 13 identisch?
Ja, denke ich.
Tommy57 schrieb:Von welcher Auferstehung ist nach deinem Verständnis in Offenbarung 20 :11-13 die Rede?
Die 2. Auferstehung. Die Auferstehung entweder zum Tode oder zum ewigen Leben.
Tommy57 schrieb:14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen.
Hiier ist die Frage: mit oder ohne Tote darin? Stehen die Toten noch vor Gericht?
15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buche des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.
Hier geht geht es eigentlich hervor, dass im Hades kein Mensch mehr drin gewesen sein konnte, als dieser im Feuersee landete. Die Ungläubigen flogen direkt in den Feuerseee.
Tommy57 schrieb:In Offenbarung 20: 14 + 15 wird davon gesprochen, dass Tod, Hades in den Feuesee kommen. Der Feuersee ist der 2. Tod, dahinein kommen auch diejenigen, die nicht im Buch des Lebens stehen! Wer ist das nach deinem Verständnis?
Die von Vers 4, 11 und 13


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.03.2014 um 01:31
@Optimist
Da wir uns am Ende der Tausend Jahre Herrschaft Jesu befinden, kann es in dem Sinne keine Ungetauften oder Ungläubige geben so wie das heute noch der Fall ist.
Da müssten wir erst mal klären, wie das mit den 1000 Jahren gemeint ist.
Manche sind ja der Ansicht, es handelt sich da um ein geistiges Reich, was schon längst begonnen hat, also schon in der heutigen Zeit existiert. Und dieses besteht nach dieser Theorie aus allen Getauften Nachfolgern Christi. Das sind dann also die geistig Lebenden.
Hallo lieber Optimist!

Könntest du mir bitte einmal erklären, wie man aus deiner Sicht darauf kommt, dass das 1000 jährige Reich Christi schon längst begonnen hat und wann es begonnen hat?

Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.03.2014 um 01:44
@Optimist
Und falls einer meint , da stehen Auferstandene aus dem Gedächnis Gottes,frag ich mich wieso kann ein Replikat oder ein Klon (denn was anderes wäre es nicht) verantwortlich gerichtet werden für das Original was nicht mehr existiert
Zum einen wäre ein Auferstandener aus einer Nichtexistenz kein Klon oder Replikat von jemandem, der nicht mehr existiert!

Wenn Gott eine Person zu Auferstehung bringt, dann stellt er die gleiche Person wieder her, mit ihrem letzten Gedanken, den sie gedacht hat. Das kann der Schöpfer alles aus seinem Gedächtnis genau wieder erschaffen!

Die Person wird natürlich nicht für ihre Sünden gerichtet, die sie in ihrem früheren Leben begangen hat, denn dafür hat sie bereits mit ihrem Tod bezahlt!

Die Grundlage für das Gericht der jetzt Auferstandenen werden gemäss Offenbarung K 20 Buchrollen sein, die geöffnet wurden.

Diese Buchrollen beinhalten Gesetze und Richtlinien, die für die Menschheit während der Tausendjahrherrschaft Christi geltend gemacht wurden. Die Auferstandenen werden demnach am Ende der Tausend Jahre danach gerichtet, wie sie sich während dieser Zeit nach ihrer Auferstehung, entwickelt haben.
Nach den Tausend Jahren entscheidet der himmlische Thon ob diese Auferstandenen Recht auf ewiges irdisches Leben haben oder nicht!

Dieses Verständnis setzt natürlich voraus, dass die Milleniumherrschaft Jesu Christi buchstäblich zu verstehen ist, noch in der Zukunft liegt und dieses Königreich über die buchstäbliche Erde über Menschen regiert und die Erde wieder zu einem Paradies umgestaltet wird.

Gruß, Tommy


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14.03.2014 um 02:05
@Tommy57
Tommy57 schrieb:Könntest du mir bitte einmal erklären, wie man aus deiner Sicht darauf kommt, dass das 1000 jährige Reich Christi schon längst begonnen hat und wann es begonnen hat?
Wann, kann ich Dir sofort sagen: Es wird vermutet, dass dies entweder direkt seit dem Opfertot Jesu geschah oder so ungefähr seit diesem Zeitpunkt.
Manche meinen auch, seit sich Christen taufen ließen, weil ja seit diesem Zeitpunkt Christen "rein gewaschen worden sind", geistig lebendig wurden und sich von Satan versuchen fern zu halten.... und ihren inneren Frieden haben.
Die 1000 Jahre symbolisieren sozusagen ein iINNERES geistiges Reich bzw. innerhalb des Leibes Christi wozu ja jeder einzelne bekehrte und getaufte Christ gehört.

Die Stelle im AT, wo es um den friedlichen Löwen usw. geht, fassen sie als Sinnbild für friedliche Zeiten auf.
Tommy57 schrieb:Könntest du mir bitte einmal erklären, wie man aus deiner Sicht darauf kommt, dass das 1000 jährige Reich Christi schon längst begonnen hat
Das kann ich im Moment nicht so auf die Schnelle beantworten. Ich wusste mal die Begründung, habs aber im Moment nicht auf dem Schirm. Ich mache mich noch mal schlau darüber.

Könntest Du aber inzwischen mal bitte auf meine letzten beiden Postings eingehen? ... so, wie es Deine Zeit erlaubt natürlich. :)

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Tommy57 schrieb:Die Person wird natürlich nicht für ihre Sünden gerichtet, die sie in ihrem früheren Leben begangen hat, denn dafür hat sie bereits mit ihrem Tod bezahlt!
Nein, das sehe ich nicht so.
Es heißt zwar, der Sünde Lohn ist der Tod, aber damit ist mMn. der geistige Tod gemeint.
Hier geht es doch aber um physisch Tote. Und Sterben mussten und müssen auch gerecht gesprochene Christen. Diese jedoch nicht wegen ihrer Sünden, denn die sind ja vergeben worden, sondern weil eben jeder Mensch erst mal leiblich sterben muss. So sehe ich das zumindest.

Wem aber seine Sünden nicht vergeben worden sind, der bekommt als "Strafe" nicht den normalen leiblichen Tod, sondern:
Tommy57 schrieb:Die Grundlage für das Gericht der jetzt Auferstandenen werden gemäss Offenbarung K 20 Buchrollen sein, die geöffnet wurden.
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Tommy57 schrieb:Diese Buchrollen beinhalten Gesetze und Richtlinien, die für die Menschheit während der Tausendjahrherrschaft Christi geltend gemacht wurden.
Ja und diese Richtlinien hatte Jesus zu seinen Lebzeiten verkündet. ...
... u.a. deshalb passt es für mich auch, die 1000 Jahre als schon angebrochen und als geistige Herrschaft zu sehen.
Tommy57 schrieb:Die Auferstandenen werden demnach am Ende der Tausend Jahre danach gerichtet, wie sie sich während dieser Zeit nach ihrer Auferstehung, entwickelt haben.
So steht das aber nicht direkt in der Bibel?
Man könnte es evtl. so auffassen. Man kann es aber genauso gut in meinem Sinne auffassen, oder?

Irgendwie passt da etwas bei Deiner Auslegung für mich nicht.
Auf welchen Bibelvers genau beziehst Du dich da?
Es geht doch um die Ungerechten. Diese, welche zu ihren Lebzeiten Gott abgelehnt hatten, bekommen Deiner Meinung nach beim Gericht noch einmal die Chance, sich für Gott zu entscheiden und dann seine Richtlinien einzuhalten?

Aber wie gesagt, mit den 1000 Jahren ist ein anderes Thema und ich wäre wirklich dafür, wenn wir das gesondert abhandeln könnten, oder zumindest jetzt noch nicht so in die Tiefe damit gehen, einverstanden?

Muss mich jetzt auch erst mal verabschieden, es ist schon spät.
Wünsche Dir eine gue Nacht. :)


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.03.2014 um 02:15
@Optimist
So möchte ich dich jetzt bitten, mir einige Schriftstellen zu posten, aus denen hervorgeht, dass der Mensch im Tod als ein "unsterbliches Geistwesen" weiter existiert!
Solche Stellen hatte doch aber domitian und auch ich schon gepostet?
Hallo lieber Optimist!

Das mag sein, aber könntest du dir bitte noch einmal die Mühe machen, zumindest ein paar davon noch einmal reinzuposten, damit wir das aus gegenwärtiger Sicht untersuchen könnten!
Ich bin zeitlich leider etwas eingespannt und habe im Moment vielleicht nicht soviel Zeit wie ihr!
Außerdem möchte ich gerne wissen auf welche Schriftstellen ihr euch da stützt und wie ihr sie interpretiert!
Vielen Dank schon einmal im voraus!

Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.03.2014 um 05:40
@Optimist
Optimist schrieb:Könnte damit nicht das Grab der geistig Toten gemeint sein?
Hallo lieber Optimist!

Ich gehe gerne auf deine Argumente ein.

Grundlegend muss ich dazu aber auch noch einmal erwähnen, dass wir uns im Moment basierend auf sehr gegensätzlichen Grundverständnissen der biblischen Gesamtlehre, jetzt mit einzelnen Schrifttexten auseinandersetzen die jetzt jeder versucht in sein "Puzzle - Gesamtbild" einzugliedern.

Es wird in diesem Fall schwierig bei jedem einzelnen Schrifttext, den du in deinem Sinne kommentierst, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.


Zur obigen Aussage:

Nach meinem Verständnis der biblischen Gesamtlehre gibt es keine Schriftstelle, die sagt, dass Personen, die in z. B. in vorchristlicher Zeit in Gottes Gunst gelangt sind, nach ihrem physischen Tod irgendwo in einem Zwischenreich weiterleben würden.
Im "Scheol" oder "Hades" befinden sich alle Menschen, Gläubige wie auch Ungläubige, die jedoch einer Auferstehung würdig sind. Aus meiner Sicht des biblischen Verständnisses haben alle Verstorbene aus vorchristlicher Zeit die Hoffnung auf eine irdische Auferstehung.

Lass mich das bitte nochmal etwas umfassender erklären:

Als Jesus Christus auf die Erde kam, öffnete er einen neuen Weg für eine himmlische Auferstehung.

Diese himmlische Auferstehung ist aber nicht für alle Nachfolger Jesu und auch nur für diejenigen, die noch nach Jesu Tod, Auferstehung, Himmelfahrt und Pfingsten am Leben waren und die Geistsalbung empfingen. deswegen sagte z. B. auch Jesus von Johannes dem Täufer, der ja für ihn ein Vorbereitungswerk verrichtete:
Lukas 7:28
"Ich sage euch: Größer unter Geborenen von Frauen als Johannes niemand ist; aber der Kleinere im Reich Gottes größer als er ist."

Inwiefern?

Nun der Zusammenhang der biblischen Lehre nach meinem Verständnis zeigt, dass Johannes zwar ein großes Vorbereitungswerk für Jesus leistete und deshalb in der Bibel eine sehr bekannte Persönlichkeit wurde, jedoch starb er bevor Jesus starb und sein Loskaufsopfer für die Menschheit erbrachte.

Jesus öffnete erst durch seinen Tod und seine himmlische Auferstehung und seine Rolle als Hoherpriester, bei der er den Wert seines Blutes vor Gott im Himmel ins Allerheiligste brachte, die Möglichkeit der Gerechtsprechung für unvollkommene Menschen, die zu einem himmlischen Leben mit Christus auserwählt werden. Diese Gerechtsprechung ist notwendig, damit sie als Söhne Gottes angenommen werden können, da sie ja noch Sünder sind, selbst wenn sie sich grosse Mühe geben, können sie trotzdem nicht ohne Fehler sein. Dafür tritt das Sühnopfer Jesu für sie ein und befreit sie von der Sündenschuld und sie können so im Sinne der göttlichen Gerechtigkeit trotz eines sündigen Leibes mit einem vollkommenen himmlischen Geistesleib auferweckt werden um mit Christus als Könige und Priester im Himmel zu herrschen. Diese himmlischen Könige und Priester gebraucht Gott und Christus als liebevolle Hilfe für alle anderen Menschen, ob einst Gläubige oder Ungläubige, unter seiner Tausendjahrherrschaft, um ihnen den Weg zur menschlichen Vollkommenheit zu ermöglichen, die Vollkommenheit ( körperlich und geistig ) die einst Adam und Eva beim Sündenfall verloren haben.

Weisst du lieber Optimist, das macht für mich erst Sinn, wenn man das versteht, warum Gott überhaupt Menschen in den Himmel holt um als Könige und Priester zu dienen.

Von Jesus wird ja gesagt:
Hebräer 2: 16 - 18:
"Denn er nimmt sich tatsächlich überhaupt nicht der Engel an, sondern er nimmt sich des Samens Abrahams an. 17 Folglich mußte er in allen Beziehungen seinen „Brüdern“ gleich werden, damit er in den Dingen, die Gott betreffen, ein barmherziger und treuer Hoherpriester werde, um für die Sünden des Volkes ein Sühnopfer darzubringen. 18 Denn worin er selbst gelitten hat, als er auf die Probe gestellt wurde, kann er denen zu Hilfe kommen, die auf die Probe gestellt werden."


Jesus kam nicht nur auf die Erde um uns von Sünde und Tod zu erlösen, er kam auch um geeignet gemacht zu werden, für die Menscheit ein barmherziger und treuer Hoherpriester zu werden, der uns als Menschen mit unseren Schwachheiten gut verstehen kann. Das konnte er ab dem Zeitpunkt umso besser, als er Mensch wurde und als Mensch auch unter Leiden geprüft wurde, ja bis zumTod! Nun konnte er dem "Samen Abrahams", seinen treuen Nachfolgern, die zu himmlischen Leben berufen werden, eine grosse Hilfe sein. Er kann jetzt als Hoherpriester, der zuvor selbst Mensch war, Menschen in ihrer Situation besser verstehen und ihnen beistehen und als Priester vor Gott für sie eintreten.

Diese Gruppe Menschen, Jesus nennt sie an einer Stelle auch "kleine Herde" ( Lukas 12:32 ) die als Könige und Priester in den Himmel berufen werden für sein Reich , werden ja dann selbst Könige und Priester! Aber für wen? Für die übrige Menschheit, die nicht himmlisches Leben sondern irdisches erhalten sollen.

Dazu wird dann übrigens auch Johannes der Täufer gehören. Da er starb, bevor der Weg in den Himmel geöffnet wurde, deshalb wird er eine irdische Auferstehung erfahren.
Aus diesem Grunde ist z. B. ein Kleinerer ( weniger Bekannter ) Christ mit einer himmlischen Berufung als König und Priester in seiner himmlischen Stellung größer als er.


Doch warum holt Gott überhaupt unvollkommene Menschen in den Himmel um als Könige und Priester zu dienen?

Jesus Christus ist zwar selbst Mensch geworden und musste als Mensch viel Leid ertragen und ist daher für seine gesalbten Brüder eine wertvolle Hilfe.

Doch die übrige Menschheit, worunter sich Milliarden in der Vergangenheit Verstorbene Personen befinden, die noch nie von der christlichen Botschaft gerhört haben, werden durch diese einst unvollkommenen Menschen, die nun zu Königen und Priester im Himmel berufen wurden, eine wertvolle und gute Hilfe erhalten.
Da Jesus als Mensch ja nie unvollkommen war und nie sündigte, haben diese einst unvollkommenen Menschen als Könige und Priester natürlich ein noch weit größeres Verständnis menschlicher Unvollkommenheiten wie Jesus Christus.

Sie können dann der unvollkommenen Menschheit während der Tausendjahrherrschaft die bestmögliche Hilfe zuteil werden lassen auf dem Weg zu menschlicher Vollkommenheit!

Das zeigt mir mit welch grosser Liebe unser himmlischer Vater an alle sündige Menschen denkt und ihnen die beste Hilfe zuteil werden lassen möchte, damit sie es schaffen, wieder in den Stand menschlicher Vollkommenheit zu kommen wie einst Adam und Eva.

Es ist für mich biblisch logisch und richtig, dass Gott sein ursprüngliches Vorhaben mit der Menschheit nicht aufgegeben hat.

Am Ende der Zulassung des Bösen wird er nach erfolgreicher Regentschaft des Königreiches Gottes, als nach den Tausend Jahren Herrschaft Jesu und seiner Mitregenten die Erde mit einer vollkommenen Menschheit gefüllt haben, so wie er das einst in Auftrag gegeben hatte.

1. Mose 1: 28:
"Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!"

Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!"

Jesaja 55:8 -11
"
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht Jehova. 9 Denn wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. 10 Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel herabfällt und nicht dahin zurückkehrt, er habe denn die Erde getränkt und befruchtet und sie sprossen gemacht, und dem Säemann Samen gegeben und Brot dem Essenden:

11 also wird mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht; es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe."

GOTTES WORT WIRD IMMER ERFÜLLT! WAS ER EINMAL GESAGT HAT UND SICH VORGENOMMEN HAT, KANN NIEMAND VERHINDERN!


Die von mir erörterten Gedanken mögen jetzt nicht deiner Glaubensvorstellung entsprechen.
Doch die Gesamtlehre der Bibel ergibt für mich dieses Verständnis!

Im NT ist natürlich hauptsächlich von der himmlischen Berufung die Rede, weil diese zu diesem Zeitpunkt, im 1. Jahrhundert bei der Eröffnung des christlichen Weges, die primäre Botschaft war.
Dennoch kommt selbst im NT durch verschiedene Texte zum Ausdruck, dass nicht nur die himmlische Berufung der göttliche Weg der Rettung ist!

Beispiele:

Matthäus 5:5:
"Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land ererben."

Jesus zitiert hier aus Psalm 37:11:
"Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen, und werden sich ergötzen an Fülle von Wohlfahrt."

Da Jesus auf diese göttliche Verheissung in seinen Seligpreisungen Bezug nimmt, zeigt an, dass diese prophetischen Worte noch eine irdische Erfüllung in der Zukunft haben werden.


Des weiteren die Worte des Apostels Paulus aus:
Römer 8: 18 - 23:

"Denn ich halte dafür, daß die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.19 Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. 20 Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden (nicht mit Willen, sondern um deswillen, der sie unterworfen hat), auf Hoffnung,21 daß auch selbst die Schöpfung freigemacht werden wird von der Knechtschaft des Verderbnisses zu der Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. 22 Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt. 23 Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes."


Die Schöpfung ( Menschen ) wartet, harrt auf die "Offenbarung der Söhne Gottes", ( die zu himmlischen Erbe berufenen Könige und Priester ) um auch frei gemacht zu werden zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. ( Menschen, die auf Erden wieder Vollkommenheit erreichen durch die Priesterdienste der zu himmlischen Leben berufenen Nachfolgern Jesu die dann als Könige und Priester amten und ihnen dienen).
Adam und Eva waren vor dem Sündenfall Kinder Gottes. Dahin soll die gehorsame Menschheit, die zum Glauben kommt und nicht für den Himmel vorgesehen ist, wieder gebracht werden.

Eine grosse Gruppe gläubiger Menschen wird das künftige Gericht am Ende dieser Weltordnung überleben und unter der Tausendjahrherrschaft Jesu Christi die Dienste dieser himmlischen Regierung annehmen und Milliarden Verstorbener, die unter Christi Herrschaft auferstehen, haben auch diese Möglichkeit!

Auferstehung der Toten:

ERSTE AUFERSTEHUNG: die zu himmlischen Leben Berufenen, die dann der Menschheit als Könige und Priester dienen werden.

ALLGEMEINE AUFERSTEHUNG:

Das ist diese Gruppe, die in Offenbarung 20:12 - 13 erwähnt wird, die nicht an der ersten Auferstehung teilhaben. Es ist eine irdische Auferstehung unter der Herrschaft des Christus.

Offenbarung 20: 5 ...die übrigen Toten, die nicht zum Leben kommen, bis die Tausend Jahre zu Ende sind,

Die Menschen, die in der allgemeinen Auferstehung zum Leben kommen, kommen jedoch in den Augen Gottes erst "zum Leben", wenn sie am Ende der Tausend Jahre menschliche Vollkommenheit erlangt haben und dann in der SCHLUSSPRÜFUNG ( Offenbarung 20: 7 - 10 ), am Ende der Tausend Jahre ihre Treue unter Beweis gestellt haben. Erst dann werden sie wieder zu "menschlichen Kindern Gottes" wie es einst Adam und Eva waren.

In diesem geprüften Stand menschlicher Vollkommenheit haben sie dann das "Recht auf ewiges irdisches Leben".

Das symbolisierte übrigens der "Baum des Lebens" im buchstäblichen Garten Eden am Anfang der Menschheit.
Adam und Eva durften von diesem Baum nach dem Sündenfall nicht essen, der Baum wurde durch Engel bewacht!


Lieber Optimist!
Warum habe ich dir diese umfangreiche Erklärung zu meinem Verständnis der Bibel in den zu oben genannten Punkten gepostet!

Aus folgendem Grund;

Ich möchte dir vor Auge führen, auf welch unterschiedlichen Vorstellungen zur Gesamtlehre der Bibel wir unsere Argumente zu einzelnen Bibelstellen vorbringen.

Nur wenn man das Gesamtbild des anderen versteht, kann man z. B. auch verstehen, warum dann beim Verständnis zu einem Bibeltext, kein Zugeständnis gemacht werden kann.
Das ist dann selbst dann so, wenn der einzelne Bibeltext in seiner Formulierung beide Auslegungen zulässt.

Beispiel: Lukas 23 : 42,43:


Wahrlich ich sage dir heute du wirst mit mir im Paradiese sein!


Der Text selbst beweist weder das eine noch das andere, da es zur Zeit der Niederschrift keine Zeichensetzung gab.

Jemand, der jetzt z. B. dein Gesamtbild biblischer Lehre vertritt, versteht das heute bezogen auf die Verheissung.

Jemand der das Gesamtbild der biblischen Lehre nach meinem Verständnis vertritt, bezieht das heute auf den TAG des Gesagten!

Denke einmal über folgendes nach:
Das HEUTE als Betonung für den Tag der Äusserung:

Was übrigens Sinn macht, wenn du bedenkst unter welchen Bedingungen und in welcher Situation Jesus diese Aussage machte.
Er hing am Marterpfahl und war kurz vor dem Sterben!
Er war in einer ganz besonderen Situation, denn in diesen letzten Minuten seines Lebens, erbrachte er den Beweis seiner absoluten Lauterkeit Gott gegenüber, etwas was Satan ja im Bibelbuch Hiob von jedem Menschen angezweifelt hatte.

Damit klagte Satan aber auch gleichzeitig Gott den Schöpfer an, da Gott ja den Menschen erschaffen hatte. E brachte praktisch zum Asdruck: Die Erschaffung des
Menschen war ein göttlicher Fehler.

An diesem Tag, am 14. Nisan des Jahres 33 hat Jesus Christus durch seine Treue bis in den Tod nicht nur das Loskaufopfer erbracht um die Menschheit von Sünde und Tod zu erlösen, er hat auch bewiesen das die Schöpfung Mensch KEIN göttlicher Fehler war. Durch seine Treue bis in den Tod bewies er sozusagen HEUTE ( an seinem Todestag ), das Gott in der Streitfrage Recht behält und er öffnete durch seine Treue an diesem Tag den Weg der Rettung für die ganze Menschheit,

Deswegen: Wahrlich ich sage dir HEUTE: Du wirst mit mir im Paradiese sein!

Hätte Jesus in dieser letzten Stunde versagt, hätte es keinen Weg der Rettung gegeben!

Deswegen gilt in meinen Augen das Argument nicht, welche Redewendungen Jesus sonst gebrauchte! Darum ging es in dieser Situation doch gar nicht!
Kannst du das verstehen?

Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.03.2014 um 10:29
@Tommy57
So möchte ich dich jetzt bitten, mir einige Schriftstellen zu posten, aus denen hervorgeht, dass der Mensch im Tod als ein "unsterbliches Geistwesen" weiter existiert!

-->O:
Solche Stellen hatte doch aber domitian und auch ich schon gepostet?

-->T:
Das mag sein, aber könntest du dir bitte noch einmal die Mühe machen, zumindest ein paar davon noch einmal reinzuposten, damit wir das aus gegenwärtiger Sicht untersuchen könnten!
Ich bin zeitlich leider etwas eingespannt und habe im Moment vielleicht nicht soviel Zeit wie ihr!
Außerdem möchte ich gerne wissen auf welche Schriftstellen ihr euch da stützt und wie ihr sie interpretiert!
Vielen Dank schon einmal im voraus!
Verstehe Dich, dass Du keine Zeit hast. Mir geht es im Grunde genauso (es ist schlimm, niemand hat heutzutage Zeit, alle im Stress, liegt an diesem System... :( ) - ob snafu Recht hat und die "Zeit" das Mal des Tieres sein könnte? ;)

Deshalb kann ich im Moment auch nichts raussuchen (vielleicht hast Du, @domitian zufällig etwas Zeit übrig? :) ).
Werde aber mal aus dem Gedächtnis versuchen, 2 Bibelstellen zu beschreiben:

Das, wo hervorgeht, dass man bei der Taufe ewiges Leben haben wird, weil man geistig auferstanden ist.

Dann die Stelle, wo es heißt, dass der Geist zu Gott zurückkehrt. Was will Gott mit einem toten Geist? Der tote Geist geht doch gerade NICHT zu Gott, weil dieser noch von Gott getrennt ist - aufgrund der Sünde...
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Tommy57 schrieb:Grundlegend muss ich dazu aber auch noch einmal erwähnen, dass wir uns im Moment basierend auf sehr gegensätzlichen Grundverständnissen der biblischen Gesamtlehre, jetzt mit einzelnen Schrifttexten auseinandersetzen die jetzt jeder versucht in sein "Puzzle - Gesamtbild" einzugliedern
Das sehe ich genauso. Das ist eben das schwieige an solchen Diskussionen, dass man z.B. erst mal über die 1000 Jahre und ob es irdische oder himmlische Hoffnung gibt, reden müsste, um dann unser bisheriges Thema aufzurollen.

Wir könnten ja evtl. erst mal eine Pause machen, uns diese Seitenzahl merken, bzw. diese Seite als Link abspeichern und machen erst mal mit den 1000 Jahren usw. weiter? Was hältst Du davon?

Ich werde aber trotzdem erst mal noch auf Dein letztes Posting antworten, wir könnten ja dann daran SPÄTER anknüpfen.
könnte damit nicht das Grab der geistig Toten gemeint sein?

-->
Nach meinem Verständnis der biblischen Gesamtlehre gibt es keine Schriftstelle, die sagt, dass Personen, die in z. B. in vorchristlicher Zeit in Gottes Gunst gelangt sind, nach ihrem physischen Tod irgendwo in einem Zwischenreich weiterleben würden.
Genau so meinte ich es auch. Deshalb sehe ich als Hades ein geistiges Reich für die geistig Toten. Und die geistig Lebenden kommen eben nach dem Tod NICHT in dieses Reich, sondern in Gottes Reich.
Tommy57 schrieb:Nach meinem Verständnis der biblischen Gesamtlehre gibt es keine Schriftstelle, die sagt, dass Personen, die in z. B. in vorchristlicher Zeit in Gottes Gunst gelangt sind, nach ihrem physischen Tod irgendwo in einem Zwischenreich weiterleben würden.
...
Im "Scheol" oder "Hades" befinden sich alle Menschen, Gläubige wie auch Ungläubige, die jedoch einer Auferstehung würdig sind.
Das widerspricht sich doch aber?
Ich dachte, wir waren uns einig, dass Hades/Schoel kein buchstäbliches örtliches, sondern ein geistiges Reich ist? So hatte ich dich zumindest gestern an irgendeiner Bibelstelle verstanden.

Oder meinst Du, Hades/Schoel wären die buchstäblichen Gräber der Menschen? Das kann doch nicht sein, denn die Körper dort drin verwesen, was will Gott also mit diesen Gräbern und warum sollte er die Laichen in seinem Gedächtnis behalten? Es ist doch logischer, dass er nur Geist oder Geist-Körper imm Gedächtnis behält?
Es kann sich bei Hades doch dann wirklich nur um "geistige Gräber" handeln, wo der Ruach (Geist/Seele oder ähnliches) landen - ob tot oder lebendig sei jetzt mal dahingestellt dazu sagte ich oben, wie ich das sehe.
Aus meiner Sicht des biblischen Verständnisses haben alle Verstorbene aus vorchristlicher Zeit die Hoffnung auf eine ... Auferstehung.
Ja, das sehe ich auch so, für mein Verständnis sind diese aber alle im Hades, was ein geistiges Reich ist, aber NUR für die geistig TOTEN.
Also nur für Diejenigen aus vorchristlicher Zeit, welche sich NICHT an die Gesetze gehalten hatten und welche NICHT geopfert hatten, wenn sie gesündigt hatten. Also alle Diejenigen, welche WUSSTEN dass es Gott gibt und was er gerne möchte, dies jedoch ignoriert hatten. Kurz, alle Gott-LOSEN.

Für mich geht nicht aus der Bibel hervor, dass die Gottlosen aus vorchristlicher Zeit (z.B. die zu Zeiten Noas umkamen) beim Gericht noch mal eine Chance bekommen.
Die Einzigen, welche eine Chance bekommen, sind für mein Verständnis Diejenigen, welche NIE von Gott und Jesus etwas mitbekommen hatten, also zu LEB-Zeiten keine Cance bekommen hatten.
Das werden aber sehr Wenige sein.
Eigentlich dürfte das gar niemand sein, denn es hatten - lt. Bibel (den Vers weiß ich jetzt leider nicht, weiß jedoch, dass es den mit Sicherheit gibt) - also ALLE haben die Chance, Gott zu erkennen (z.B. in der Natur), bzw. dass es ihn gibt ... und aufgrund DESSEN können sie dann auch nach ihm fragen, ihn suchen... und dann finden oder auch nicht - je nachdem (was ihn ihrem Herzen geschrieben ist....). Geht alles SO aus der Bibel hervor.
Als Jesus Christus auf die Erde kam, öffnete er einen neuen Weg für eine himmlische Auferstehung.

Diese himmlische Auferstehung ist aber nicht für alle Nachfolger Jesu und auch nur für diejenigen, die noch Jesu Tod, Auferstehung, Himmelfahrt und Pfingsten am Leben waren und die Geistsalbung empfingen.
DAS sehe ich eben ein kleines bisschen anders.
Die Hoffnung ewig zu leben (jetzt mal egal ob irdisch oder himmlisch - DAS müssen wir ja auch erst noch klären), haben und hatten nach meinem Bibelverständnis schon immer ALLE Menschen.

In Zeiten des AT standen sie unter dem Gesetz und mussten sich danach richten. Wer das nicht immer einhalten konnte (und das konnte KEIN Mensch), musste opfern (Buße tun..) um so seine Sünde zu tilgen.
-> dann waren also auch diese Menschen gerecht gesprochen und erwarben sich sozusagen die Hoffnung.

Der Unterschied seit dem NT:
Es geht zwar auch noch darum, Regeln einzuhalten.
Aber im Gegensatz zum AT stehen die Menschen seit Jesu unter der Gnade und müssen zwecks Buße nicht mehr ofpern, weil das Jesus schon für alle Menschen getan hatte. Er ist also das Opferlamm, was von Gläubigen nur noch angenommen werden muss...
Tommy57 schrieb:Jesus öffnete erst durch seinen Tod und seine himmlische Auferstehung und seine Rolle als Hoherpriester, bei der er den Wert seines Blutes vor Gott im Himmel ins Allerheiligste brachte, die Möglichkeit der Gerechtsprechung für unvollkommene Menschen
Nein, wie gesagt, auch die Menschen im AT konnten durch die Buße des Opfers und das Blut der Opfertiere gerecht gesprochen werden.
Natürlich sind die ganzen Tiere nicht so viel wert wie das Opferlamm Jesu. Deshalb wollte Gott Gott diese Tieropfer mit dem neuen Bund auch abschaffen.
Jedoch der alte Bund (was mit den Opfertieren zusmamenhängt) war von der Wirkung her das Gleiche wie der neue Bund und somit wie das Opfer von Jesu.
Nur die Qualität ist unterschiedlich, aber wie gesagt, es kommt ja für die Gerechtsprechung auf die WIRKUNG an.
Tommy57 schrieb: deswegen sagte z. B. auch Jesus von Johannes dem Täufer, der ja für ihn ein Vorbereitungswerk verrichtete:
Lukas 7:28
"Ich sage euch: Größer unter Geborenen von Frauen als Johannes niemand ist; aber der Kleinere im Reich Gottes größer als er ist."....
Ja, somit stand Johannes noch unter dem Gesetz und musste Tiere opfern.
Tommy57 schrieb: Diese Gerechtsprechung ist notwendig, damit sie als Söhne Gottes angenommen werden können, da sie ja noch Sünder sind, selbst wenn sie sich grosse Mühe geben, können sie trotzdem nicht ohne Fehler sein. Dafür tritt das Sühnopfer Jesu für sie ein und befreit sie von der Sündenschuld und sie können so im Sinne der göttlichen Gerechtigkeit trotz eines sündigen Leibes mit einem vollkommenen himmlischen Geistesleib auferweckt werden um mit Christus als Könige und Priester im Himmel zu herrschen.
Das sehe ich alles genauso. Nur dass ich das mit der HIMMLISCHEN Hoffnung nicht nur auf ein paar Wenige beschränke, sondern das gilt in meinen Augen für ALLE gerechtgesprochenen Menschen. Aber wie gesagt, dass ist ein anderes Thema.
Tommy57 schrieb:Diese himmlischen Könige und Priester gebraucht Gott und Christus als liebevolle Hilfe für alle anderen Menschen
Ja, sehe ich auch so.
Alle Menschen, die dem geistigen Leib Jesu hinzugefügt worden sind (durch die Taufe), werden in der Bibel König und Priester genannt (Schade dass ich die Stelle jetzt auch nicht parad habe).
Und DIESE herrschen mit ihm geistig gesehen insofern, als dass sie das Salz und Licht dieser Erde sind - also Vorbild für andere Menschen und indem sie missionieren usw...
DAS sehe ich als dieses "Herrschen und Regieren" an. :)
Tommy57 schrieb:Weisst du lieber Optimist, das macht für mich erst Sinn, wenn man das versteht, warum Gott überhaupt Menschen in den Himmel holt um als Könige und Priester zu dienen.
Ja, DAS ist eben die große Frage und unsere Diskrepanz, WIE man das Herrschen und Regieren sieht. :)
Von Jesus wird ja gesagt:
Hebräer 2: 16 - 18: ...
Jesus kam nicht nur auf die Erde um uns von Sünde und Tod zu erlösen, er kam auch um geeignet gemacht zu werden, für die Menscheit ein barmherziger und treuer Hoherpriester zu werden, der uns als Menschen mit unseren Schwachheiten gut verstehen kann. Das konnte er ab dem Zeitpunkt umso besser, als er Mensch wurde und als Mensch auch unter Leiden geprüft wurde, ja bis zumTod!
Nun konnte er dem "Samen Abrahams", seinen treuen Nachfolgern, die zu himmlischen Leben berufen werden, eine grosse Hilfe sein. Er kann jetzt als Hoherpriester, der zuvor selbst Mensch war, Menschen in ihrer Situation besser verstehen und ihnen beistehen und als Priester vor Gott für sie eintreten.
Richtig. Und da die Christen, welche zu seinem geistigen LEIB gehören (durch die Taufe) Christus immer ähnlicher werden sollen, werden sie eben auch - zwar keine HOHE-Priester (das kann nur Jesus als das HAUPT) - aber diese Christen werden eben AUCH Priester und Könige und ziehen MIT Jesus an einem Strang - als SEIN Leib....
(weißt wie ich das meine?)

Versuche mal bitte, das alles von DIESER Warte zu sehen, dann wirst Du sehen, wie auch das alles bibelmäßig stimmig ist.
Ich wollte nun aber NICHT meine Ansicht den Bibelversen passend machen, sondern diese Ansicht (welche zugegebenermaßen nicht auf meinem Mist wuchs) wurde aus den Bibelversen abgeleitet. Ich habe es nur geprüft und für gut befunden. :)

Versuche es bitte wirklich, alles auch mal von dieser Betrachtungsweise her "abzuklopfen" :)
Du musst nämlich bedenken, auch mir war vorher der Gedanke viel sympathischer, dass wir eine irdische Hoffnung haben könnten. Leider musste ich dann meine Anischt inzwischen revidieren.
Tommy57 schrieb:Diese Gruppe Menschen, Jesus nennt sie an einer Stelle auch "kleine Herde" ( Lukas 12:32 ) die als Könige und Priester in den Himmel berufen werden für sein Reich , werden ja dann selbst Könige und Priester! Aber für wen? Für die übrige Menschheit, die nicht himmlisches Leben sondern irdisches erhalten sollen.
Richtig. Aber das mit der "kleinen Herde" fasse ich so auf, dass es nur sehr Wenige sein werden, welche Jesus wirklich nachfolgen und ihm immer ähnlicher werden...

Bezüglich irdische Hoffung:
Tommy57 schrieb:Es ist für mich biblisch logisch und richtig, dass Gott sein ursprüngliches Vorhaben mit der Menschheit nicht aufgegeben hat.
Ja das ist schon ein gutes Argument. Das müssten wir dann, wenn wir über die 1000 Jahre und himmlische Hoffnung reden, auch mit beleuchten. :)
Tommy57 schrieb:Am Ende der Zulassung des Bösen wird er nach erfolgreicher Regentschaft des Königreiches Gottes, als nach den Tausend Jahren Herrschaft Jesu und seiner Mitregenten die Erde mit einer vollkommenen Menschheit gefüllt haben, so wie er das einst in Auftrag gegeben hatte.
NACH den 1000 Jahren könnte ich mir das auch vorstellen, aber eben NICHT während dieser 1000 Jahre.
Tommy57 schrieb:1. Mose 1: 28:
"Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!"
Hier wird aber nicht gesagt, dass die Erde EWIG bevölkert werden soll, oder? Sondern nur, DASS sie - zu dieser Zeit - bevölkert werden soll.
Ich weiß schon es gibt andere Bibelverse, welche für eine ewige Erde sprechen. Aber auch andere, welche wieder wie das Gegenteil wirken. Aber darüber wurde schon mal in einem anderen Faden diskutiert. Und das könnten wir dann alles in das andere Thema - falls wir damit dann anfangen - mit einbeziehen. :)
Tommy57 schrieb:Matthäus 5:5:
"Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land ererben."

Jesus zitiert hier aus Psalm 37:11:
"Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen, und werden sich ergötzen an Fülle von Wohlfahrt."

Da Jesus auf diese göttliche Verheissung in seinen Seligpreisungen Bezug nimmt, zeigt an, dass diese prophetischen Worte noch eine irdische Erfüllung in der Zukunft haben werden.
Das spricht schon eher für eine irdische Hoffung.
Tommy57 schrieb:Des weiteren die Worte des Apostels Paulus aus:
Römer 8: 18 - 23:
Das spricht für mich nicht für eine irdische Hoffnung (weder für irdische noch für himmlische, einfach für eine Hoffung auf eine Erlösung)
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Tommy57 schrieb:Offenbarung 20: 5 ...die übrigen Toten, die nicht zum Leben kommen, bis die Tausend Jahre zu Ende sind,

Die Menschen, die in der allgemeinen Auferstehung zum Leben kommen, kommen jedoch in den Augen Gottes erst "zum Leben", wenn sie am Ende der Tausend Jahre menschliche Vollkommenheit erlangt haben
Da stimmt etwas nicht. Es steht da: "die nicht zum Leben kommen" -> sie werden demnach NICHT zum Leben kommen, werden also keine Nachfolger Jesu werden, weil sie ihn ablehnen usw...
Sie werden ihn bis zum Ende der 1000 Jahre ablehnen und somit weder eine himmlische noch irdische Hoffnung haben.
SO sehe ich das zumindest.
Tommy57 schrieb:Ich möchte dir vor Auge führen, auf welch unterschiedlichen Vorstellungen zur Gesamtlehre der Bibel wir unsere Argumente zu einzelnen Bibelstellen vorbringen.

Nur wenn man das Gesamtbild des anderen versteht, kann man z. B. auch verstehen, warum dann beim Verständnis zu einem Bibeltext, kein Zugeständnis gemacht werden kann.
Das ist dann selbst dann so, wenn der einzelne Bibeltext in seiner Formulierung beide Auslegungen zulässt.
Hier stimme ich Dir zu, aber das gilt für uns Beide gleichermaßen.
Wie gesagt, wir müssten uns eben wirklich erst mal grundlegend über die irdische und himmlische Hoffung unterhalten, ansonsten würden wir uns nur im Kreis drehen. :)
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Beispiel: Lukas 23 : 42,43:
Wahrlich ich sage dir heute du wirst mit mir im Paradiese sein!
Der Text selbst beweist weder das eine noch das andere, da es zur Zeit der Niederschrift keine Zeichensetzung gab.

...
Denke einmal über folgendes nach:
Das HEUTE als Betonung für den Tag der Äusserung:

Was übrigens Sinn macht, wenn du bedenkst unter welchen Bedingungen und in welcher Situation Jesus diese Aussage machte.
Er hing am Marterpfahl und war kurz vor dem Sterben!
...
An diesem Tag, am 14. Nisan des Jahres 33 hat Jesus Christus durch seine Treue bis in den Tod nicht nur das Loskaufopfer erbracht um die Menschheit von Sünde und Tod zu erlösen, er hat auch bewiesen das die Schöpfung Mensch KEIN göttlicher Fehler war. Durch seine Treue bis in den Tod bewies er sozusagen HEUTE ( an seinem Todestag ), das Gott in der Streitfrage Recht behält und er öffnete durch seine Treue an diesem Tag den Weg der Rettung für die ganze Menschheit,

Deswegen: Wahrlich ich sage dir HEUTE: Du wirst mit mir im Paradiese sein!

Hätte Jesus in dieser letzten Stunde versagt, hätte es keinen Weg der Rettung gegeben!

Deswegen gilt in meinen Augen das Argument nicht, welche Redewendungen Jesus sonst gebrauchte! Darum ging es in dieser Situation doch gar nicht!
Kannst du das verstehen?
Ja, das ist ein ganz gutes Argument. :)

Aber wie gesagt, bevor wir nicht das mit den unterschiedlichen Auferstehungshoffnungen geklärt haben, bringt das Reden über die Detailfragen nicht viel, das ist jetzt meine Überzeugung. :)


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.03.2014 um 11:40
@Tommy57

Falls Du und auch @domitian mit meinem Vorschlag (erst mal die verschiedenen Hoffnungen zu beleuchten) einverstanden seid, wäre ich dafür, alles erst mal EINZELN auseinander zu nehmen, um es am Ende wieder zusammensetzen zu können.
Mir wäre es lieb, wenn wir nicht zu viele Teilaspekte auf EINMAL hineinbringen würden, weil man dann schnell die Übersicht verliert.

Also ich meine, dass wir uns einen Punkt hernehmen und EHE wir mit anderen Punkten weiter machen oder andere Aspekte einwerfen, DAZU erst mal unsere Meinungen austauschen, darauf erst mal eingehen (diesen "abarbeiten") – entweder bis zu einer Einigung, oder man muss es eben offen lassen.

Oder habt Ihr einen anderen Vorschlag?

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Als Beispiel fange ich mal an, zu zeigen wie ich es mir konkret vorstelle mit dem "abarbeiten" der Punkte :

Die Zeugen gehen doch auch – wie ich – davon aus, dass Jesus sein geistiges Reich derzeit SCHON aufrichtet oder aufgerichtet HAT.

Jetzt wäre meine Frage an Dich @Tommy57 :
Wie stellst Du Dir die Herrschaft von Jesus derzeit vor? Macht er das alleine?
Und wenn ja, warum sollte er dann SPÄTER erst Mitkönige brauchen/wollen?

Für mich wäre logischer, dass er von Anfang an Mitkönige hat (so wie ich es im anderen Posting beschrieben habe). Eben Diejenigen, welche von Anfang an zu seinem "Leib" gehören.
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Also ich meinte, dass wir jetzt erst mal NUR bei DIESEM Punkt bleiben.
Mir ist auch klar, dass es nicht in jedem Fall gelingen wird, genau bei EINEM Punkt zu bleiben, aber dass wir es zumindest versuchen. :)
... Und wenn man schon mal abgeschweift ist, dass man dann immer wieder auf den Ausgangspunkt zurück kommt.


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.03.2014 um 23:27
@Optimist
Optimist schrieb:Also ich meinte, dass wir jetzt erst mal NUR bei DIESEM Punkt bleiben.
Mir ist auch klar, dass es nicht in jedem Fall gelingen wird, genau bei EINEM Punkt zu bleiben, aber dass wir es zumindest versuchen. :)
... Und wenn man schon mal abgeschweift ist, dass man dann immer wieder auf den Ausgangspunkt zurück kommt.
Hallo lieber Optimist!

Ja, dass ist eine sehr gute Idee! Ich finde es auch wichtig, zunächst Mal bei einem Punkt zu bleiben, bis dieser, wenn möglich, geklärt ist!


Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

15.03.2014 um 05:01
@Optimist
Wie stellst Du Dir die Herrschaft von Jesus derzeit vor? Macht er das alleine?
Und wenn ja, warum sollte er dann SPÄTER erst Mitkönige brauchen/wollen?

Für mich wäre logischer, dass er von Anfang an Mitkönige hat (so wie ich es im anderen Posting beschrieben habe). Eben Diejenigen, welche von Anfang an zu seinem "Leib" gehören.
Hallo lieber Optimist!

Das Verständnis zum "Reich Gottes" oder "Königreich Gottes "und was es gemäss der Gesamtaussage der Bibel im Einzelnen bedeutet ist sehr umfangreich!

Fangen wir einmal mit der Auferstehung Jesu Christi an:

Nachdem Jesus mit einem geistigen Körper am dritten Tag von den Toten auferstanden ist, hat er sich gemäss Apg. 1:1-3 noch 40 Tage im Bereich der Erde aufgehalten und ist dann zu seinem Vater in den Himmel, in die Gegenwart Gottes, aufgefahren.

Zehn Tage später, an Pfingsten wurde dann der Heilige Geist Gottes auf die ersten Jünger ( 120 Personen im Obersaal versammelte ) ausgegossen und sie wurden mit "heiligem Geist gesalbt" und zu "Söhnen Gottes" gezeugt! ( Wundergaben des heiligen Geistes, wie z. B. das Zungenreden bezeugten das damals ) Apg. 2: 1 - 4 ; 22 - 35 ( wichtiger Text, bitte lesen! )


Die "Geistzeugung" bedeutete übrigens für sie die göttliche Auswahl ( Bestätigung ) als "geistige Söhne Gottes "wiedergeboren zu sein mit der Hoffnung auf eine geistige, himmlische Auferstehung.

Die "Geistsalbung" bedeutet die Einsetzung in ihr Amt als künftige Könige und Priester im Königreich Gottes.

Aus dem gleichen Grund musste übrigens auch Jesus, der sich im Wasser von Johannes dem Täufer taufen ließ, die Geistzeugung und die Geistsalbung erhalten.

Johannes taufte zwar die jüdischen Volksmengen seiner Tage mit einer Taufe zum Symbol der Reue ihrer Sünden. Dieses Werk des Johannes ging dem des Jesus voraus. Johannes bereitete gläubige Juden auf das Kommen des Messias vor.

Als dann Jesus zu Johannes dem Täufer kam, wollte ihn dieser zunächst gar nicht taufen.
Warum nicht? Weil Johannes wußte das Jesus sündenlos war und keine Taufe in diesem Sinne
( der Reue ) bedurfte!
Doch Jesus sagte: Laß es diesmal so sein! Matthäus 3:13 - 17; Lukas 3:23
Warum? Weil Jesu Taufe einen neuen Weg eröffnete, er stellte sich Gott dar, um von nun an im besonderen Sinne seinen ( Gottes ) Willen zu tun, ....im göttlichen Vorhaben mit der ganzen Menschheit.

Bei Jesu Taufe geschahen auch ganz besondere Dinge:
Es heisst: Der Himmel wurde geöffnet....offensichtlich ermöglichte der heilige Geist von dem Zeitpunkt an, dass er sich wieder an seine vormenschliche Existenz im Himmel erinnern konnte.
( Einzelheiten seines himmlischen Lebens, all diese Informationen wären wohl für ein menschliches Gehirn zu viel gewesen, wenn Jesus schon als Kind all diese Informationen im Gehirn gespeichert gehabt hätte! )

Bei Jesu Taufe wurde Jesus auch wieder als "Geistsohn Gottes" gezeugt, denn er war ja völlig Mensch geworden, wie Adam einer war vor dem Sündenfall. ( Also ein menschlicher Sohn Gottes )

Das musste übrigens wegen dem Loskauf so sein. Jesus musste völlig "Mensch" werden, der Wert seines Lebens, das er opferte, musste dem Adams entsprechen! ( Matthäus 20:28 )

Die "Geistzeugung" bei seiner Taufe gab ihm die göttliche Garantie der himmlischen Auferstehung, seine Rückkehr als Geistgeschöpf in den Himmel!
Er musste jedoch zuerst noch seinen irdischen Lauf in Treue vollenden!

Als Jesus getauft wurde, wurde er zum Messias (hebräisch: Gesalbter; Christus: griechisch: Gesalbter )
Er wurde gesalbt für sein Priesteramt als künftiger Hoherpriester und auch für sein Amt als König, als künftiger König des Königreiches Gottes. ( Nach der Weise Melchisedeks! Psalm 110 : 4
( prophetischer Psalm über den Messias ) Melchisedek war ein König - Priester (1. Mose 14:18,22 )
In Israel unter dem "Gesetz Mose" waren nämlich Königsamt und Priesteramt getrennt! )

In den hebräischen Schriften wurden Könige und Priester mit Öl gesalbt! ( Amtseinsetzung! )
Diese Salbung mit Öl war ein prophetisches Vorbild der Geistsalbung!

Im Lukasevangelium wird nach dem Bericht über Jesu Taufe das Geschlechtsregister Jesu Christi angeführt!

Das Geschlechtsregister sollte den Beweis erbringen:

1. ) Jesus ist ein direkter Nachkomme König Davids
2. ) Jesu Geschlechtslinie lässt sich zurückverfolgen bis zu Adam.


Warum war das notwendig?

Wenn du oben den Text in Apg. 2: 22- 35 gelesen hast, dann hast du in etwa einen Überblick der Dinge die Petrus den Juden damals in Bezug auf Jesus Christus und König Davids Königtum erklärte.

Ein paar Details sind noch wichtig!

Gleich nach dem Sündenfall und bei der Verurteilung der Rebellen gab Gott eine Verheissung!

Edenverheissung: 1. Mose 3:15:

"Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen."

Diese Worte waren an die Schlange ( Satan ) gerichtet und sagten folgendes aus:

Eine Feindschaft zwischen zwei "Samen":

Samen ( Nachkommen ) des "Weibes" ( Gottes "Weib" ), seine himmlische Organisation treuer Geistgeschöpfe)
Mit dem Weib ist nicht Eva gemeint, da Eva sich bereits auf die Seite Satans gestellt hatte! )

Samen ( Nachkommen ) der Schlange ( Satans ); Engel und Menschen die sich im Laufe der Geschichte auf Satans Seite stellen würden.

Dieser "verheissene Same" des Weibes war ein heiliges Geheimnis. Wenn man die biblische Geschichte verfolgt, wird man feststellen, über welche Geschlechtslinie die Linie zum verheissenen Samen laufen sollte.


Endergebnis: Der Same des Weibes soll dann am Ende der "Schlange" den Kopf zertreten.

Die Schlange soll dem "Samen" des Weibes eine Fersenwunde zufügen!

Die Edenverheissung in Verbindung mit dem "verheissenen Samen" und der Linie dieses Samens und seine Identifizierung zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Geschichtsbericht der hebräischen Schriften und geht dann über Abraham und seine Nachkommen bis König David und dann zum Messias.

Das ist ein sehr spannender Bericht, wenn man ihn im Lichte von 1. Mose 3: 15 verfolgt.
Denn hin und wieder offenbarte Gott weitere Einzelheiten in Verbindung mit diesem verheissenen Samen.

Beispiel: Abraham:

Durch seinen treuen Glauben machte Gott deutlich, dass die Linie des "verheissenen Samens" über ihn laufen sollte.

1. Mose 12: 1 -3:

"Und Jehova sprach zu Abram: Gehe aus deinem Lande und aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause, in das Land, das ich dir zeigen werde. 2 Und ich will dich zu einer großen Nation machen und dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen; und du sollst ein Segen sein! 3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!"

Gott erwählte Abraham für einen besonderen Zweck! Er soll eine große Nation werden und sich zum Segen erweisen.
Für wen? Schließlich sollen sich "alle Geschlechter der Erde" durch Abraham segnen können.

Später schloss Gott mit Abraham einen Bund, den "abrahamischen Bund"!
Dieser Bund verhieß dem Abraham auch Könige aus seiner Geschlechtlinie

Gott verhieß dem Abraham einen Samen, den "verheissenen Samen" durch seine Frau Sarah!
1. Mose 17:15 -19

Durch ein Wunder bewirkte Gott die Geburt Isaaks!

Gott stellte Abrahams Glaube und Gehorsam dann später auf die Probe, als er verlangte Isaak zu opfern.
Als Abraham seine Treue und sein Gehorsam bewies, sagte Gott zu ihm:

1. Mose 22:15 - 18:

"Und der Engel Jehovas rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel zu 16 und sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht Jehova, daß, weil du dieses getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, 17 ich dich reichlich segnen und deinen Samen sehr mehren werde, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und dein Same wird besitzen das Tor seiner Feinde;18 und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde: darum, daß du meiner Stimme gehorcht hast. "

Eine bedeutsame Verheissung: Durch den "Samen Abrahams" werden sich segnen können "alle Nationen der Erde"!

Die Linie des "verheissenen Samens ging dann weiter von Isaak über Jakob, über Juda etc.
Im Lukasevangelium kann man das im Geschlechtsregister verfolgen!

Im Bibelbericht findet man dann immer wieder prophetische Einzelheiten in Verbindung mit Personen, die zur Linie des "verheissenen Samens" gehörten und Gott warf weiteres Licht auf sein Vorhaben.

Eine weitere Verheissung in Verbindung mit diesem verheissenen Samen ist noch von Interesse:

Die Linie lief dann später über König David und Gott schloss mit David einen Bund für ein ewiges Königreich durch einen Nachkommen aus seiner Geschlechtslinie.

2. Samuel 7:12 - 16:

"Wenn deine Tage voll sein werden, und du bei deinen Vätern liegen wirst, so werde ich deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leibe kommen soll, und werde sein Königtum befestigen.13 Der wird meinem Namen ein Haus bauen; und ich werde den Thron seines Königtums befestigen auf ewig.14 Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein, so daß, wenn er verkehrt handelt, ich ihn züchtigen werde mit einer Menschenrute und mit Schlägen der Menschenkinder;15 aber meine Güte soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul weichen ließ, den ich vor dir weggetan habe.

16 Und dein Haus und dein Königtum sollen vor dir beständig sein auf ewig, dein Thron soll fest sein auf ewig."


Hier behalte man im Sinn, dass Gott dem David versprochen hat, dass seine Königslinie und sein Königtun letztendendes auf "ewig" bestehen sollte.

Nun wie und durch wen sollten sich diese Verheissungen und Prophezeiungen Gottes erfüllen:

Ein Auszug der vielen Prophezeiungen dazu:

Micha 5 : 1 nach Elberfelder 1905:

"Und du, Bethlehem, Ephrata, zu klein, um unter den Tausenden von Juda zu sein, aus dir wird mir hervorkommen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ausgänge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her."

Der verheissene Herrscher über Israel soll aus Bethlehem kommen und er stammt von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit!

Der Engel Gottes besucht die jüdische Jungfrau Maria und kündigt Jesu übernatürliche Geburt an:

Lukas 1: 30 - 33:

"Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden; 31 und siehe, du wirst im Leibe empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen. 32 Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; 33 und er wird über das Haus Jakobs herrschen ewiglich, und seines Reiches wird kein Ende sein."

In Galater 3 identifiziert der Apostel Paulus unter Inspiration den "Samen Abrahams":

Galater 3:16

"Dem Abraham aber waren die Verheißungen zugesagt und seinem Samen. Er sagt nicht: "und den Samen", als von vielen, sondern als von einem: "und deinem Samen", welcher Christus ist."

Galater 3:26 - 29

"denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christum Jesum. 27 Denn so viele euer auf Christum getauft worden sind, ihr habt Christum angezogen. 28 Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Weib; denn ihr alle seid einer in Christo Jesu.29 Wenn ihr aber Christi seid, so seid ihr denn Abrahams Same und nach Verheißung Erben."

Hier zeigt der Apostel Paulus deutlich, wer zum "verheissenen Samen " Abrahams gehört!


1. ) Primär : Jesus Christus
2. ) Sekundär: Die dem Christus Angehören, seine getauften und zu himmlischen Leben berufenen gesalbten Nachfolger.


Wichtig: Ursprünglich war von Gott vorgesehen, Glieder für die himmlischen Berufung um als Könige und Priester mit Christus zu herrschen, nur aus den natürlichen Nachkommen Abrahams zu nehmen. Wegen ihrer Untreue, und vor allem weil sie als "Nation den Messias verworfen" haben, musste Jesus Christus den Juden als ursprünglich auserwählter Nation, eine traurige Mitteilung machen:

Matthäus 21:42,43:

"Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen"?
Deswegen sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, welche dessen Früchte bringen wird."



Zu Pfingsten wurde in Verbindung mit der Ausgießung des Heiligen Geistes eine "neue auserwählte Nation" ins Leben gerufen, das "Israel Gottes", eine geistige Nation.

Deshalb schrieb der Apostel Petrus an die Christenversammlung, die aus Juden und Nichtjuden bestand, folgendes:

1. Petrus 2: 7 - 10:

"Denn es ist in der Schrift enthalten: "Siehe, ich lege in Zion einen Eckstein, einen auserwählten, kostbaren; und wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden." 7 Euch nun, die ihr glaubet, ist die Kostbarkeit; den Ungehorsamen aber: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden", 8 und "ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses", die sich, da sie nicht gehorsam sind, an dem Worte stoßen, wozu sie auch gesetzt worden sind.

9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;10 die ihr einst "nicht ein Volk" waret, jetzt aber ein Volk Gottes seid; die ihr "nicht Barmherzigkeit empfangen hattet", jetzt aber Barmherzigkeit empfangen habt."

Jesus und seine Apostel predigten die gute Botschaft über Gottes Reich zunächst nur Juden und jüdischen Proselythen.

Das war, weil die Verheißung Gottes, die "himmlischen Könige und Priester zu stellen, eigentlich den natürlichen Nachkommen Abrahams galt. ( Abrahamischer Bund )

Wegen der Untreue der Juden sollte sich das jedoch zu Gottes bestimmter Zeit änder



Gott erwählte angefangen mit Kornelius und seine Familie Apg. 10: 25 - 48 Menschen aus den "Nationen" zum "Samen Abrahams".


Ein wichtiges Verständnis:

Gottes Verheissung an Abraham, dass sich durch seinen Samen alle Nationen segnen können, erfüllte sich NICHT dadurch, dass nun "Menschen aus den Nationen" zum Samen Abrahams hinzugefügt wurden.

Warum nicht?

Weil in der Erfüllung die "fleischliche Nation Israel" NICHT mehr die "auserwählte Nation" war sondern die "AUSERWÄHLTE NATION " war nach den Wortes des Petrus die "gesalbte Christenversammlung", das NEUE VOLK GOTTES.
Paulus schrieb ja auch an die Galater;

Galater 3: 28:
"Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Weib; denn ihr alle seid einer in Christo Jesu."

Kein Unterschied mehr zwischen "Jude" und "Grieche"!

Warum ist dieses Verständnis so wichtig?

Weil man daraus erkennt, dass die "alle Nationen", die sich durch den "Samen Abrahams" gemäss der an Abraham ergangenen Verheissung, SEGNEN werden, Menschen sein werden, die "NICHT ZUM SAMEN ABRAHAMS" gehören. ( 1. Mose 22:15 - 18 )

Diese "Nationen" werden durch den "Samen Abrahams" gesegnet!


Das heisst im Klartext:

Diese zu himmlischen Leben Berufenen, die als Könige und Priester im Königreich Gottes amten, werden durch ihre Dienste, "Menschen aus allen Nationen" die Möglichkeit geben, sich segnen zu können.


Was können wir bis hierhin schon einmal für ein Fazit ziehen:

Mit der Herrschaft Christi als himmlischer König aus dem Hause Davids ist also mehr verbunden, als nur eine Herrschaft im Himmel auszuüben und Christen in den Himmel zu holen.

Menschen aus allen Nationen der Erde sollen sich segnen können!

Jesus Christus begann ab Pfingsten vom Himmel aus zu herrschen:

Kolosser 1: 13:

"der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe,14 in welchem wir die Erlösung haben, die Vergebung der Sünden;"
Und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung, welcher der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, auf daß er in allem den Vorrang habe; 19 denn es war das Wohlgefallen der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen.20 und durch ihn alle Dinge mit sich zu versöhnen, indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes, durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln."

Wie diese weiteren Verse des Kolosserbriefes zeigen, herrscht er aber in dieser Machtausübung nur über die irdische Versammlung seiner geistigen gesalbten Brüder.


Das Herrscherrecht des Königreiches Gottes in Verbindung mit den Verheissungen an Abraham und David, und allen anderen Prophezeiungen der Schrift in Verbindung mit Gottes Vorhaben sollte aber noch weit mehr einschliessen.

Darauf werde ich in meinem nächsten Post näher eingehen.


Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

15.03.2014 um 07:41
@Optimist

Das Königreich Gottes:

In meinem letzten Post zitierte ich zuletzt die Worte aus Kolosser 1: 13 - 20.

Aus diesen Versen ist zu erkennen, dass Jesus Christus gleich nach seiner Himmelfahrt ab Pfingsten über seine gesabten Brüder, die Christenversammlung, zu herrschen begann.

Gegen Ende des ersten Jahrhunderts, nachdem sich das christliche Predigtwerk der ersten Nachfolger Jesu im gesamten Mittelmeerraum ausgedehnt hatte, empfing der Aposel Johannes die Offenbarung. In seinen letzten Briefen warnte der Apostel Johannes vor dem Antichristen und dem Abfall vom wahren Christentum.

Jesus Christus erwähnte schon viele Jahre zuvor im Gleichnis vom Sämann und dem Unkraut auf dem Acker, die Entwicklung eines Scheinchristentums, verursacht durch den Einfluss Satans.

Matthäus 13: 24 - 30
" Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das "Reich der Himmel" ist einem Menschen gleich geworden, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging hinweg. 26 Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut. 27 Es kamen aber die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn Unkraut? 28 Er aber sprach zu ihnen: Ein feindseliger Mensch hat dies getan. Die Knechte aber sprachen zu ihm: Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen? 29 Er aber sprach: Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit demselben den Weizen ausraufet. 30 Laßt es beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Leset zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune."


Später fragte die Jünger Jesus, was dieses Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker bedeute?

Jesus gab ihnen zur Antwort:

Matthäus 13: 36 - 41:

"Dann entließ er die Volksmengen und kam in das Haus; und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut des Ackers. 37 Er aber antwortete und sprach: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen, 38 der Acker aber ist die Welt; der gute Same aber, dies sind die Söhne des Reiches, das Unkraut aber sind die Söhne des Bösen; 39 der Feind aber, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters, die Schnitter aber sind Engel. 40 Gleichwie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, also wird es in der Vollendung des Zeitalters sein. 41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reiche alle Ärgernisse zusammenlesen und die das Gesetzlose tun;"


Jesus erklärt in diesem Gleichnis, dass er selbst, der Sohn des Menschen, den guten Samen säte, dass aber eine Zeit kommen wird, wo auf dem Acker der Welt Unkraut erscheinen wird, Söhne des Bösen, gesät vom Teufel.

Nach der Frage, wann der Weizen, die "Söhne des Reiches", eingesammelt werden sollten, erwiderte Jesus, erst in der "Vollendung des Zeitalters".

Die "Erntezeit" ist die "Vollendung des Zeitalters."

Die Frage, die man sich nun hier stellt ist, was meinte Jesus mit der "Vollendung des Zeitalters"?

Wann ist das?

Der Apostel Paulus schrieb an die Thessalonicher einen inspirierten Brief etwa um 50. n. Chr. und rückte den Glauben der Versammlung zurecht, da einige glaubten, die Ankunft des Herrn Jesu und ihr versammelt werden zu ihm, stehe unmittelbar bevor.

Der TAG DES HERRN, seine ANKUNFT ist die VOLLENDUNG DES ZEITALTERS!

Er schrieb:
(Ich setze einige Ausdrücke in diesem Bibeltext in Anführungszeichen):

2. Thessalonicher 2: 1 - 11:

"Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der "Ankunft unseres Herrn Jesus Christus" und unseres Versammeltwerdens zu ihm hin, 2 daß ihr nicht schnell erschüttert werdet in der Gesinnung, noch erschreckt, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief als durch uns, als ob der "Tag des Herrn" da wäre. 3 Laßt euch von niemand auf irgend eine Weise verführen, denn "dieser Tag" kommt nicht, es sei denn, daß zuerst der "Abfall komme" und geoffenbart worden sei der "Mensch der Sünde", der Sohn des Verderbens,4 welcher "widersteht" und sich "selbst erhöht" "über alles, was Gott heißt" oder ein Gegenstand der Verehrung ist, so daß er sich in den "Tempel Gottes setzt" und sich "selbst darstellt, daß er Gott" sei.5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich dies zu euch sagte, als ich noch bei euch war? 6 Und jetzt wisset ihr, "was zurückhält", daß er zu seiner Zeit geoffenbart werde. 7 Denn schon ist das "Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam"; nur ist jetzt der, welcher zurückhält, bis er aus dem Wege ist, 8 und dann wird der "Gesetzlose geoffenbart" werden, den der "Herr Jesus verzehren" wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch "die Erscheinung seiner Ankunft",9 ihn, dessen Ankunft nach der Wirksamkeit des Satans ist, in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge 10 und in allem Betrug der Ungerechtigkeit denen, die verloren gehen, darum daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie errettet würden. 11 Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, daß sie der Lüge glauben, 12 auf daß alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit."


Der Apostel Paulus erklärt hier den Christen in Thessalonich, das die ANKUNFT DES HERRN JESUS CHRISTUS und ihr VERSAMMELT WERDEN ZU IHM ( ihre himmlische Auferstehung ) zu ihrer Zeit noch in der Zukunft liegen müsse.

Des weiteren erklärte er ihnen, dass BEVOR der "TAG DES HERRN" also seine ANKUNFT und IHR VERSAMMELT WERDEN ZU IHM von statten gehen würde, der ABFALL vom wahren Christentum kommen müsse.

Der ABFALL wird erkennbar, wenn der "MENSCH DER SÜNDE" geoffenbart wird.
Dieser MENSCH DER SÜNDE würde sich ERHÖHEN über ALLES WAS GOTT HEISST und sich selbst darstellen, als OB ER GOTT SEI.

WANN ist dieser MENSCH DER SÜNDE der sich ZUM GOTT ERHÖHTE, in ERSCHEINUNG getreten?



Was zeigt die Geschichte:
Der grosse ABFALL vom Urchristentum, das Jesus Christus und seine Apostel lehrten, sollte erst in Erscheinung treten, nachdem DER, DER ZURÜCKHÄLT AUS DEM WEGE ist.
Wer wirkte dem ABFALL entgegen. Solange die treuen APOSTEL JESU NOCH LEBTEN, hielten sie den ABFALL vom wahren Christentum noch zurück.
Der letzte Apostel, JOHANNES, starb etwa um 100 n. Chr.. Johannes erwähnte allerdings, das in seinen Tagen, der Abfall schon am Werke war.

Die Geschichte des Christentums zeigte aber, dass der ABFALL erst ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. in die Blütezeit kam.
Die GEISTLICHKEIT DER CHRISTENHEIT mit ihrem PAPSTUM, der sich "STELLVERTRETER GOTTES AUF ERDEN" nannte wurde zu diesem "MENSCH DER SÜNDE".

Paulus erklärte, das der HERR JESUS durch die "ERSCHEINUNG SEINER ANKUNFT" diesen "GESETZLOSEN" "MENSCH DER SÜNDE" verzehren wird.


Das ist bis zu heutigen Tag noch nicht geschehen, was zeigt, dass dieses "VERZEHREN DES MENSCHEN DER SÜNDE" selbst aus unserer Sicht noch in der Zukunft liegen muss.

Durch diese Erklärungen können wir erkennen, das die "Ankunft des Herrn" sich nicht schon bereits bald im ersten Jahrhundert ereignen sollte. Der vorhergesagte ABFALL herrschte ud herrscht über viele Jahrhunderte bis in unsere Zeit hinein.

Es gibt in dieser Verbindung noch viele weitere sehr interessante Prophezeiungen im prophetischen Bibelbuch Daniel.

Gemäss Daniel 12:4, 9,10 sollte seine prophetischen Worte geheimgehalten werden bis zur "Zeit des Endes".

Dann aber würde ein grosses Verständnis erfolgen, das "Verständige" erlangen sollten, "Gottlose" würden jedoch seine Worte nicht verstehen.

Das prophetische Buch Daniel hat fast in allen Kapiteln das "Königreich Gottes" zum Thema.
Die Visionen beschäftigen sich aber auch gleichzeitig mit weltlichen Nationen, mit Weltmächten, die im Laufe der Menschheitsgeschichte eine Rolle spielen sollten und an dere Verlauf und Erfüllung biblischer Prophetie, könnten Diener Gottes erkennen, wo sie sich im Strom der Zeit in Verbindung mit dem Vorhaben Gottes mit der Menschheit und seine Königreichsherrschaft des Christus befinden würden.

Dieses wichtige Thema werde ich die kommende Nacht weiter erörtern.


Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

15.03.2014 um 10:12
@Tommy57
Wie stellst Du Dir die Herrschaft von Jesus derzeit vor? Macht er das alleine?
Und wenn ja, warum sollte er dann SPÄTER erst Mitkönige brauchen/wollen?

Für mich wäre logischer, dass er von Anfang an Mitkönige hat (so wie ich es im anderen Posting beschrieben habe). Eben Diejenigen, welche von Anfang an zu seinem "Leib" gehören.

-->T:
Das Verständnis zum "Reich Gottes" oder "Königreich Gottes "....
Fangen wir einmal mit der Auferstehung Jesu Christi an:

Nachdem Jesus mit einem geistigen Körper am dritten Tag von den Toten auferstanden ist, hat er sich gemäss Apg. 1:1-3 noch 40 Tage im Bereich der Erde aufgehalten und ist dann zu seinem Vater in den Himmel, in die Gegenwart Gottes, aufgefahren.
Bis hierhin stimme ich Dir zu.
Tommy57 schrieb:... Die "Geistzeugung" bedeutete übrigens für sie die göttliche Auswahl ( Bestätigung ) als "geistige Söhne Gottes "wiedergeboren zu sein mit der Hoffnung auf eine geistige, himmlische Auferstehung.
Hier geht es schon wieder los, dass wir unterschiedlicher Auffassung sind. Ich glaube, dass dies lt. Bibel für ALLE Getauften gilt.
Tommy57 schrieb:Johannes taufte zwar die jüdischen Volksmengen seiner Tage mit einer Taufe zum Symbol der Reue ihrer Sünden. Dieses Werk des Johannes ging dem des Jesus voraus. Johannes bereitete gläubige Juden auf das Kommen des Messias vor.
Das ist richtig. Aber nach meinem Verständnis bekamen NACH Jesu Kreuzigung dann ALLE Gläubigen bei der Taufe den HG und wurden somit zu Söhnen Gottes.
Tommy57 schrieb:Als Jesus getauft wurde, wurde er zum Messias (hebräisch: Gesalbter; Christus: griechisch: Gesalbter )
Das gilt aber eben für ALLE Getauften - so geht es für mich aus der Bibel hervor.
Tommy57 schrieb:r wurde gesalbt für sein Priesteramt als künftiger Hoherpriester und auch für sein Amt als König, als künftiger König des Königreiches Gottes.
Er wurde HOHE-Priester und der "oberste" König. So wie er auch das Haupt der getauften Christen ist. Aber alle anderen getauften (mit HG gesalbten) Christen wurden eben AUCH Könige und Priester. Entsprechend dass diese ALLE den Leib Christi bilden...

Hier z.B. geht es gut daraus hervor (bitte die Hervorhebungen beachten):
Tommy57 schrieb:Galater 3:26 - 29
"denn ihr ALLE seid Söhne Gottes DURCH den GLAUBEN an Christum Jesum. 27 Denn so viele euer auf Christum GETAUFT worden sind, ihr habt Christum angezogen.
28 Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Weib; denn ihr alle seid einer in Christo Jesu.
Auch hier:
1. Petrus 2: 7 - 10:
10 die ihr einst "nicht ein Volk" waret, jetzt aber ein Volk Gottes seid;
Damit sind für mein Verständnis ALLE getauften Christen gemeint, diese bilden das Volk Gottes, indem alle DIESE Christen dem Leib Christi (eine große Geimeinschaft/Gemeinde) hinzugefügt wurden...
Tommy57 schrieb:Hier behalte man im Sinn, dass Gott dem David versprochen hat, dass seine Königslinie und sein Königtun letztendendes auf "ewig" bestehen sollte.
Ja ist schon richtig. Könnte man aber auch rein geistig auffassen. Also dass die Nachkommen ALLE im geistigen Reich ewig bestehen werden....
---------------------------------------------------------------------------

Nun könnten wir - wie Du schon alleine daran siehst - schon wieder vom 100ertsten ins Tausende kommen.
Deshalb wollte ich, dass wir erst mal nur bei einem Punkt bleiben. Und dieser war meine Frage oben.
Na mal sehen, ob dazu noch Deine Antwort kommt. ;)

Bis ich diese in Deinem Text gefunden habe, werde ich mal auf Deine weiteren Argumente nicht eingehen, bzw. dies auf später verlagern, bitte verstehe das (es ist wegen dem "100... ins 1000endste"). Aus diesem Grund möchte ich Dich bitten, diese ganzen Argumente bei Dir zu speichern, damit wir später noch mal darauf eingehen könenn - dann aber wirklich jeweils im EINZELNEN, sonst werden unsere Postings von Mal zu mal länger.
Ich weiß, es ist schwierig so vorzugehen, dass man den Gesamt-Kontext erst mal außen vor lässt, aber anders sehe ich keine Möglichkeit, dass wir uns auf irgendetwas einigen könnten.

Nur dazu kurz mal noch ein Feedback:
Bei Jesu Taufe geschahen auch ganz besondere Dinge:
Es heisst: Der Himmel wurde geöffnet....offensichtlich ermöglichte der heilige Geist von dem Zeitpunkt an, dass er sich wieder an seine vormenschliche Existenz im Himmel erinnern konnte.
( Einzelheiten seines himmlischen Lebens, all diese Informationen wären wohl für ein menschliches Gehirn zu viel gewesen, wenn Jesus schon als Kind all diese Informationen im Gehirn gespeichert gehabt hätte! )
Bei Jesu Taufe wurde Jesus auch wieder als "Geistsohn Gottes" gezeugt, denn er war ja völlig Mensch geworden, wie Adam einer war vor dem Sündenfall. ( Also ein menschlicher Sohn Gottes ). Das musste übrigens wegen dem Loskauf so sein. Jesus musste völlig "Mensch" werden, der Wert seines Lebens, das er opferte, musste dem Adams entsprechen! ( Matthäus 20:28 )
....
"Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen."
....
Samen ( Nachkommen ) des "Weibes" ( Gottes "Weib" ), seine himmlische Organisation treuer Geistgeschöpfe)
Mit dem Weib ist nicht Eva gemeint, da Eva sich bereits auf die Seite Satans gestellt hatte! ) ...
Das finde ich einen sehr guten Gedanken. :) Und noch einiges Andere was Du schriebst war sehr interessant.
Aber ehrlich gesagt, es gleicht eher einer Predigt als einer Diskussion, hoffe Du nimmst mir meine Erhlichkeit nicht übel?
Und wie gesagt, ich werde erst später darauf eingehen.
------------------------------------------------------------------------

Aha, hier kommt indirekt eine Beantwortung meiner Frage :) :
Tommy57 schrieb:Was können wir bis hierhin schon einmal für ein Fazit ziehen:

Mit der Herrschaft Christi als himmlischer König aus dem Hause Davids ist also mehr verbunden, als nur eine Herrschaft im Himmel auszuüben und Christen in den Himmel zu holen.

Menschen aus allen Nationen der Erde sollen sich segnen können!
Da kann ich aber nicht mitgehen, weil ich - wie Du weiter oben siehst - von anderen Vorraussetzungen ausgehe als Du.
Also schlage ich vor, dass wir jetzt zunächst dann erst mal meine Einwände oben klären, Einverstanden?

Übrigens, nun verstehe ich auch ein kleines bisschen, warum Du so weit ausgeholt hattest.
Tommy57 schrieb:Jesus Christus begann ab Pfingsten vom Himmel aus zu herrschen...
Da gehe ich mit. Und ich sehe es so, dass er seitdem immer mehr Glieder (getaufte Christen) seinem Leib zuführte und somit Söhne Gottes, welche mit ihm als Könige und Priester herrschen - indem sie für andere Menschen (auf der Erde) das "Salz und Licht der Erde" darstellen. :)

Insofern ist das dann natürlich richtig.
Tommy57 schrieb:Wie diese weiteren Verse des Kolosserbriefes zeigen, herrscht er aber in dieser Machtausübung nur über die irdische Versammlung seiner geistigen gesalbten Brüder.


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15.03.2014 um 10:27
@Tommy57
Das Königreich Gottes:
...
Jesus Christus erwähnte schon viele Jahre zuvor im Gleichnis vom Sämann und dem Unkraut auf dem Acker, die Entwicklung eines Scheinchristentums, verursacht durch den Einfluss Satans.
...
Nach der Frage, wann der Weizen, die "Söhne des Reiches", eingesammelt werden sollten, erwiderte Jesus, erst in der "Vollendung des Zeitalters".

Die "Erntezeit" ist die "Vollendung des Zeitalters."
Ja, verstehe ich als Ende der 1000 Jahre (symbolisch für "lange Zeit"), welche nach meinem Verständnis schon zu Pfingsten angefangen haben könnten. Ich weiß, dass Du das anders siehst, deshalb bitte ich darum, diesen Punkt mal noch zurückzustellen. :)
Tommy57 schrieb:Die Geschichte des Christentums zeigte aber, dass der ABFALL erst ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. in die Blütezeit kam.
Das ist richtig. Aber der richtig GROßE Abfall wird meiner Meinung nach noch kommen. Nämlich dann, wenn es keine Kirchen und keine Gläubigen mehr groß geben wird. Auch wenn ich von Kirchen als Institution nicht viel halte, aber darin sind u.a. auch Gläubige, welche nicht alle unbedingt die Dogmen angenommen haben müssen... Aber auch solche werden zunehmend ungläubig werden. Das denke ich ganz stark.
Das prophetische Buch Daniel hat fast in allen Kapiteln das "Königreich Gottes" zum Thema.
...
Dieses wichtige Thema werde ich die kommende Nacht weiter erörtern.
Ich möchte Dich bitten, zunächst erst mal NUR auf DIE Stellen einzugehen, welche sich darauf beziehen, ob nur EINIGE getauften Christen oder ALLE den HG bekommen haben und somit zu Königen und Priestern Gottes werden.
Sonst besteht wieder die Gefahr, dass wir uns verzetteln. Danke. :)

Ich danke dir trotzdem sehr für Deine Mühe die Du Dir bis hier her schon gemacht hattest. Es war mit Sicherheit nicht nutzlos und erweiterte meinen Horizont :)


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16.03.2014 um 00:16
@Optimist
... Die "Geistzeugung" bedeutete übrigens für sie die göttliche Auswahl ( Bestätigung ) als "geistige Söhne Gottes "wiedergeboren zu sein mit der Hoffnung auf eine geistige, himmlische Auferstehung.
Hier geht es schon wieder los, dass wir unterschiedlicher Auffassung sind. Ich glaube, dass dies lt. Bibel für ALLE Getauften gilt.


Tommy57 schrieb:
Johannes taufte zwar die jüdischen Volksmengen seiner Tage mit einer Taufe zum Symbol der Reue ihrer Sünden. Dieses Werk des Johannes ging dem des Jesus voraus. Johannes bereitete gläubige Juden auf das Kommen des Messias vor.
Das ist richtig. Aber nach meinem Verständnis bekamen NACH Jesu Kreuzigung dann ALLE Gläubigen bei der Taufe den HG und wurden somit zu Söhnen Gottes.


Tommy57 schrieb:
Als Jesus getauft wurde, wurde er zum Messias (hebräisch: Gesalbter; Christus: griechisch: Gesalbter )
Das gilt aber eben für ALLE Getauften - so geht es für mich aus der Bibel hervor.


Tommy57 schrieb:
r wurde gesalbt für sein Priesteramt als künftiger Hoherpriester und auch für sein Amt als König, als künftiger König des Königreiches Gottes.
Er wurde HOHE-Priester und der "oberste" König. So wie er auch das Haupt der getauften Christen ist. Aber alle anderen getauften (mit HG gesalbten) Christen wurden eben AUCH Könige und Priester. Entsprechend dass diese ALLE den Leib Christi bilden...

Hier z.B. geht es gut daraus hervor (bitte die Hervorhebungen beachten):

Tommy57 schrieb:
Galater 3:26 - 29
"denn ihr ALLE seid Söhne Gottes DURCH den GLAUBEN an Christum Jesum. 27 Denn so viele euer auf Christum GETAUFT worden sind, ihr habt Christum angezogen.
28 Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Weib; denn ihr alle seid einer in Christo Jesu.

Auch hier:


1. Petrus 2: 7 - 10:
10 die ihr einst "nicht ein Volk" waret, jetzt aber ein Volk Gottes seid;
Damit sind für mein Verständnis ALLE getauften Christen gemeint, diese bilden das Volk Gottes, indem alle DIESE Christen dem Leib Christi (eine große Geimeinschaft/Gemeinde) hinzugefügt wurden...
Hallo lieber Optimist!


In den von dir oben angeführten Punkten, gehe ich mit dir absolut einig!

Alle Christen im 1. Jahrhundert hatten diese himmlische Berufung und die Geistzeugung und die Geistsalbung!

Warum?

Ab Jesus Christus war die Zeit für Gott gekommen, die für das himmlische Leben vorgesehenen Menschen einzusammeln.


In meinem Post betonte ich nur deswegen eine "Auswahl", weil die Bibel deutlich macht, dass diese zu himmlischen Leben Berufenen nicht die einzigen sind die Rettung erlangen.

Ihr Amt als Könige und Priester dient dem Zweck, anderen zu helfen und auch ihre Rettung zu ermöglichen!

Darauf werde ich später nochmals eingehen!

Ich mache in meinem nächsten Post mit dem Königreich Gottes weiter!



Gruß, Tommy


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16.03.2014 um 00:44
@Optimist
Optimist schrieb:Das finde ich einen sehr guten Gedanken. :) Und noch einiges Andere was Du schriebst war sehr interessant.
Aber ehrlich gesagt, es gleicht eher einer Predigt als einer Diskussion, hoffe Du nimmst mir meine Erhlichkeit nicht übel?
Hallo lieber Optimist!

Es stimmt, mein Post war etwas lang! :-)

Es sollte aber keine Predigt sein, sondern ich möchte dir helfen, mein Gesamtbild eines Themas aus der Bibel zu erkennen.
Deshalb sei bitte nicht böse, wenn einige kommende Posts auch länger werden.

Ich denke, dass du erst beim Verständnis meines Gesamtbildes Argumente zu einzelnen Bibelversen aus meiner Sicht verstehen kannst.

Es wäre mir natürlich genauso eine grosse Hilfe, wie DEIN Gesamtbild zu einem Thema oder jetzt zum Thema Königreich Gottes aussieht.
Deswegen solltest du unbedingt auch mir ein Gesamtüberblick erstellen!

Erst wenn wir uns "GEGENSEITIG WIRKLICH VERSTEHEN", warum wir zu diesem oder jenen Schluss kommen, können wir auf Einzelheiten eingehen!

Sonst reden wir aneinander vorbei!


Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

16.03.2014 um 00:48
Lieber @Tommy57
Tommy57 schrieb:Ich denke, dass du erst beim Verständnis meines Gesamtbildes Argumente zu einzelnen Bibelversen aus meiner Sicht verstehen kannst.

Es wäre mir natürlich genauso eine grosse Hilfe, wie DEIN Gesamtbild zu einem Thema oder jetzt zum Thema Königreich Gottes aussieht.
Deswegen solltest du unbedingt auch mir ein Gesamtüberblick erstellen!
Das mache ich gerne.
Lies bitte mal ab hier (sh Link unten) , da geht es sehr gut hervor, was und wie ich das alles sehe.
Wenn dann noch Fragen offen bleiben, werde ich Dir heute Nachmittag dazu antworten (muss dann erst mal ins Nest :) ).

Also ab hier und die folgenden Seiten, da geht es um Jesu Wiederkunft, Gerichtszeitpunkt, 1000 Jahre ...
Diskussion: Was steht wirklich in der Bibel? (Beitrag von Optimist)

Tut mir leid, dass das nun auch etwas viel zum Lesen ist, aber es sind meist nur kurze Postings. :)


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

16.03.2014 um 00:57
@Tommy57
Tommy57 schrieb:Alle Christen im 1. Jahrhundert hatten diese himmlische Berufung und die Geistzeugung und die Geistsalbung!

Warum?

Ab Jesus Christus war die Zeit für Gott gekommen, die für das himmlische Leben vorgesehenen Menschen einzusammeln.
Da gehe ich auch mit Dir einig.
Jedoch geht für mich aus der Bibel hervor (werde ich später mal noch anhand von Bibelstellen belegen), dass dies alles eben nicht nur für die Christen im 1. Jahrhundert gilt, sondern für alle Nachfolgenden - für Alle, welche Jesus und die Apostel als Vorbild sahen und jetzt noch sehen.

Aber Du hast schon recht, es ist vielleicht besser wenn wir zuvor gegenseitig unser jeweiliges Gesamtbild aufzeigen. :)

Also dann bis später.


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

16.03.2014 um 08:58
@Optimist
Optimist schrieb:Ja, verstehe ich als Ende der 1000 Jahre (symbolisch für "lange Zeit"), welche nach meinem Verständnis schon zu Pfingsten angefangen haben könnten. Ich weiß, dass Du das anders siehst, deshalb bitte ich darum, diesen Punkt mal noch zurückzustellen. :)
Hallo lieber Optimist!

Um dir zunächst einmal mein weiteres Gesamtverständnis zum Thema "Königreich Gottes" zu vermitteln, möchte ich nun sehr bald mit den Prophezeiungen Daniels weitermachen.

Das würde auch die Frage klären, warum aus meiner Sicht der biblischen Lehre die 1000 Jahre Herrschaft Jesu Christi nicht symbolisch sind.
Außerdem möchte ich dir dadurch erklären, dass das Königreich Gottes nicht nur symbolisch sondern eines Tages buchstäblich über die Erde herrschen wird.

_________________________

Greifen wir das Thema noch einmal ab dem Zeitpunkt auf als Jesus auferstanden war und 40 Tage lang seinen Jüngern als Auferstandener in einem materialisierten Körper erschien.

In Apg. 1: 1 - 11 finden wir Einzelheiten dazu.

In Verbindung mit dem "Königreich Gottes", was ja ein Haupthema der Predigttätigkeit Jesu war, hatten die Jünger an Jesus kurz vor seiner Himmelfahrt noch einmal eine bedeutende Frage gestellt:

Apg. 1: 6:

"Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit dem Israel das Reich wieder her?"


Die Jünger Jesu wußten, dass das "Reich Gottes" ein Hauptthema der Bibel ist und wie du an ihrer Frage erkennen kannst, waren sie brennend daran interessiert, WANN diese Wiederherstellung des Reiches sein wird und ob das REICH GOTTES wieder für ISRAEL hergestellt wird.

( Zu diesem Zeitpunkt, vor der Ausgießung des heiligen Geistes, verstanden die Jünger offensichtlich eine buchstäbliche Wiederherstellung des Reiches Gottes aus der davidischen Königslinie für die NATION ISRAEL.Das war verständlich, denn die Königsdynastie Davids war seit dem Sturz des letzten Königs aus dem Hause Davids, Zedekia, unterbrochen.
Das babylonische Weltreich, ( König Nebukadnezar ) hatte Davids Königsdynastie schon Jahrhunderte zuvor gestürzt und damals beendet. Er hatte die Hauptstadt Jerusalem zerstört, die Regierungspaläste auf dem Berg Zion zerstört und den Tempel zur Anbetung des wahren Gottes auf dem Berg Moria ebenfalls. Seitdem herrschte kein König mehr aus dem Hause Davids. Der Tempel Jehovas wurde zwar nach der 70 jährigen Gefangenschaft der Israeliten in Babylon in dem wieder aufgebauten Jerusalem wieder hergestellt, der Königsthron Davids blieb jedoch verwaist. Es regierten in Israel nur Vasallenkönige unter der jeweiligen vorherrschen Weltmacht. Zur Zeit Jesu war die Weltmacht Rom der Herrscher über das Gebiet des einst verheissenen Landes. Die Juden hatten unter der Herrschaft Roms sehr zu leiden. Außerdem kannten sie die biblischen Prophezeiungen über den Messias und das er den verwaisten Königsthron Davids wieder einnehmen sollte.Sie kannten auch die Verheissung an König David, dass ein Nachkomme von ihm diesen Thron für ewig einnehmen sollte.)

Kein Wunder also, dass die Jünger Jesu dem auferstandenen Messias diese Frage stellten:

Apg. 1:6
" Herr, stellst du in dieser Zeit dem Israel das Reich wieder her?"

Was antwortete ihnen Jesus auf diese Frage:
Apg. 1: 7-9:
"Er sprach aber zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seine eigene Gewalt gesetzt hat. 8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. 9 Und als er dies gesagt hatte, wurde er emporgehoben, indem sie es sahen, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen hinweg."


Wichtiger Punkt:

Jesus antwortete nicht, dass die "Errichtung des Reiches Gottes" abgeblasen wurde. Er sagte ihnen zu diesem Zeitpunkt nur, dass es nicht ihre Sache wäre, über Zeiten und Zeitpunkte Kenntnis zu erhalten, die der Vater in seiner eigenen Gewalt hat.

Er sagte ihnen aber, dass sie, wenn der heilige Geist auf sie kommen würde ( zu Pfingsten ) , zehn Tage später, dass sie dann Kraft empfangen würden Zeugen von ihm zu sein bis an das Ende der Erde.

Die Jünger wussten aber:

Gemäss der Ankündigung des Engels an Maria zur Geburt Jesu ist Jesus Christus der rechtmässige Nachkomme des Königsthrones Davids!

Der Engel sagte ja:
" Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden; 31 und siehe, du wirst im Leibe empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen. 32 Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, "wird ihm den Thron seines Vaters David geben"; 33 und er "wird über das Haus Jakobs herrschen ewiglich", und "seines Reiches wird kein Ende" sein."

Jesus Christus ist also der rechtmässige vorausgesagte "ewige Erbe" des davidischen Königsthrones.

Das wussten die Jünger.

Als Jesu Jünger ihm die oben erwähnte Frage zur Wiederherstellung des davidischen Königreiches stellten, gab ihnen Jesus die bereits erwähnte Antwort, dass es nicht ihre Sache sei, über Dinge Kenntnis zu erhalten, die der Vater in seiner Gewalt hat.


Jesus sprach aber über die Ausgießung des heiligen Geistes, ein Ereignis das zehn Tage später erfolgen sollte.
Außerdem wusste Jesus, dass er sich nach seiner Himmelfahrt, gemäss der Prophezeiung zur rechten des Vaters setzen sollte. ( Psalm 110:1a ) Er wußte auch, dass er ab diesem Zeitpunkt schon als ein "König" regieren sollte. Er wurde der König über seine christlichen Nachfolger auf Erden.

Kolosser 1: 13 - 20:

"der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe,14 in welchem wir die Erlösung haben, die Vergebung der Sünden;"
Und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung, welcher der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, auf daß er in allem den Vorrang habe; 19 denn es war das Wohlgefallen der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen.20 und durch ihn alle Dinge mit sich zu versöhnen, indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes, durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln."

Wenn das Königtum Davids, das Christus Jesus rechtmässig geerbt hat, nur "diese Art himmlischer Königsherrschaft" bedeuten würde, nur ein geistiges Reich ohne künftige Herrschaft über die Erde, warum hat dann Jesus seinen Jüngern bei seiner Himmelfahrt nicht gesagt:

"Meine lieben Jünger, in zehn Tagen ist es soweit, da beginne ich über euch als König zu herrschen!"

Das wäre doch gar nicht mehr so ein grosses Geheimnis gewesen, oder was denkst du?

Offensichtlich bedeutete das Erben des davidischen Königsthrones noch wesentlich mehr!


Wie bereits schon im oberen Post erwähnt, ( Paulus zweiter Brief an die Thessalonicher ) erwarteten die Nachfolger Jesu im 1. Jahrhundert tatsächlich auch mehr.

Wie bereits erörtert, sollte das "versammelt werden zu ihm hin" und seine "Wiederkunft als König des davidischen Königtums" erst NACH dem vorausgesagten ABFALL erfolgen.

Gemäss den Worten des Apostels Paulus und des Apostels Johannes, war dieser Abfall in ihren Tagen schon am Wirken.
Jesu Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut ( Matthäus 13 ) erwähnte ebenfalls diesen Abfall, der von Satan verursacht werden sollte.

Der Weizen, die "wahren Erben des Königreiches" sollten aber erst am "ENDE des Zeitalters" eingesammelt werden. Nicht schon zu Beginn!

Das "Ende des Zeitalters" hat offensichtlich mit der "Wiederkunft des Herrn" zu tun und das "versammelt werden seiner Nachfolger" zu ihm, mit ihrer "himmlischen Auferstehung".

Paulus machte den Christen in der Versammlung in Thessalonich in seinem Brief, den er um 50 n. Chr. schrieb, deutlich, dass die "Ankunft oder Wiederkunft Jesu Christi" und ihr "versammelt werden zu ihm", noch nicht zu ihrer Zeit erfolgte.

Der "Abfall" musste erst noch kommen und der "Mensch der Sünde" müsste "offenbar" werden.

Wann würde dieser "Mensch der Sünde" von Jesus verzehrt werden?

Wir lesen in 2. Thessalonicher 2: 8:

"Dann allerdings wird der "Gesetzlose geoffenbart" werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den "Geist seines Mundes" und zunichte machen wird durch das "Offenbarwerden seiner Gegenwart.""

Jesus Christus wird den "Gesetzlosen", "Mensch der Sünde", durch den Geist seines Mundes zunichte machen. Wann? Zu einer Zeit, in der seine "GEGENWART", offensichtlich als himmlischer König, offenbar wird!

Dieses Ereignis liegt offenbar noch in der Zukunft, weil der "Mensch der Sünde", die abtrünnige Christenheit noch nicht gerichtet wurde.
( Im Bibelbuch Offenbarung gibt es zu diesem Punkt noch mehr Aufschluss, doch dazu später mehr! )


WIE KANN MAN AUS DER BIBEL ERKENNEN, DASS DAS KÖNIGTUM DAVIDS, DAS JESUS CHRISTUS ERBTE, MEHR BEDEUTEN MUSS ALS WIE SEINE KÖNIGLICHE HERRSCHAFT ÜBER SEINE VERSAMMLUNG AB PFINGSTEN?


1. ) Die messianische Prophezeiung aus Psalm 110: 1 - 5 sagte folgendes:
( Elberfelder Online Bibel 1905 )

"Jehova sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße! 2 Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden; herrsche inmitten deiner Feinde! 3 Dein Volk wird voller Willigkeit sein am Tage deiner Macht; in heiliger Pracht, aus dem Schoße der Morgenröte wird dir der Tau deiner Jugend kommen. 4 Geschworen hat Jehova, und es wird ihn nicht gereuen: "Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks!" 5 Der Herr zu deiner Rechten zerschmettert Könige am Tage seines Zornes."

Dieser prophetische Psalm wird im NT wiederholt auf Christus angewandt.

Hier wird folgendes gesagt:

Jesus sollte als König zur rechten des Thrones sitzen, bis Gott seine Feinde zum Schemel seiner Füße hinlegt.
Jesus soll als König herrschen, seine Macht wird ihm sein Vater aus Zion senden.
Er wird zunächst herrschen, inmitten seiner Feinde!

Aber dann: Der Herr zerschmettert Könige am Tage seines Zorns.

In dieser Prophezeiung werden offensichtlich unterschiedliche Zeitpunkte seiner messianischen Herrschaft beschrieben!


Wichtige Frage:

Finden wir in der Bibel einen Hinweis, der uns verstehen hilft, wann Jesus als HERRSCHER DES DAVIDISCHEN KÖNIGTUMS WIEDERKOMMT?

Ja, das finden wir im prophetischen Bibelbuch Daniel!

Jesus Christus machte bei einer Gelegenheit in der er die 2. Zerstörung der Hauptstadt Israels, Jerusalem, prophezeite, auch noch eine bemerkenswerte Äusserung:

Wir lesen:

Lukas 21: 20 - 24:

"Wenn ihr aber Jerusalem von Heerscharen umzingelt sehet, alsdann erkennet, daß ihre Verwüstung nahe gekommen ist. 21 Daß alsdann, die in Judäa sind, auf die Berge fliehen, und die in ihrer Mitte sind, daraus entweichen, und die auf dem Lande sind, nicht in sie hineingehen. 22 Denn dies sind Tage der Rache, daß alles erfüllt werde, was geschrieben steht.
( u. a. im prophetischen Bibelbuch Daniel Kapitel 9:26 )

23 Wehe aber den Schwangeren und den Säugenden in jenen Tagen! denn große Not wird in dem Lande sein, und Zorn über dieses Volk. 24 Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt werden unter alle Nationen; "und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden.""

In dieser Prophezeiung sagte Jesus die zweite Zerstörung der Hauptstadt Israels, Jerusalem voraus.

Am Ende machte er aber noch eine höchst interessante Bemerkung:

" Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden"

Was bedeuten diese Worte Jesu?

"Jerusalem", die "Hauptstadt des Volkes Israel" war der "Regierungssitz des davidischen Königtums". Die "Regierungsgebäude" befanden sich auf dem "Berg Zion".

Wichtiges Detail zum merken: Obwohl menschliche Könige im davidischen Königshaus regierten, saßen diese Könige auf dem "Thron Gottes", das heisst, sie vertraten in Wirklichkeit Gott, denn die Gesetze die sie geltend machten, waren göttlich.
1. Chronika 29:23:
"Und so setzte sich Salomo auf den Thron Jehovas als König an seines Vaters David Statt, und er hatte Gedeihen; und ganz Israel gehorchte ihm."

Jesus Christus erwähnte in Verbindung mit seiner Prophezeiung zur 2. Zerstörung Jerusalems, der eigentlichen Hauptstadt des Volkes Israel, das den "Regierungssitz Gottes" darstellt, das JERUSALEM noch von den Nationen zertreten werde, bist die "Zeiten der Nationen erfüllt" sein werden.

Um weiteres Verständnis in der Angelegenheit erlangen zu können, müssen wir uns jetzt mit den Prophezeiungen Daniels beschäftigen.

GRUNDLEGEND sei noch einmal folgendes gesagt:




Wie schon bereits im vorigen Post erwähnt, sagte der Engel zum Propheten Daniel, was das "Verständnis" seiner prophetischen Visionen betrifft folgendes:
Daniel 12: 4,9
"Und du, Daniel, verschließe die Worte und versiegele das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden es durchforschen, und die Erkenntnis wird sich mehren."

"Und er sprach: Gehe hin, Daniel; denn die Worte sollen verschlossen und versiegelt sein bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und weiß machen und läutern, aber die Gottlosen werden gottlos handeln; und keine der Gottlosen werden es verstehen, die Verständigen aber werden es verstehen."

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Das Verständnis dieser Visionen werden nur diejenigen erlangen, die sich reinigen und weiß machen und läutern!
Das heißt: Der Engel sagt nicht jeder wird es verstehen, sondern nur die, die sich in Gottes Augen besonders gereinigt haben. Die Gottlosen werden seine Worte schon einmal gar nicht verstehen.

Erläutern wir jetzt einmal einige prophetische Träume und Visionen, die mit dem Kommen des Königreiches Gottes zu tun haben:


Beginnen wir mit Daniel Kapitel 2:

Zum Verständnis: Die Juden befanden sich zur Zeit der Visionen und der Niederschrift der Prophezeiungen Daniels in babylonischer Gefangenschaft, der babylonische König war Nebukadnezar. ( 600 Jahre vor Christus )
Daniel wurde als junger Mensch als jüdischer Gefangener nach Babylon deportiert.

Der babylonische König Nebukadnezar hatte eines Tages einen "prophetischen" Traum den niemand deuten konnte, weil der König den Traum selbst niemandem mitteilte. Der König sagte, dass nur derjenige den Traum richtig deuten könne, der ihm auch sagen könne, was er geträumt habe.

Schließlich holte man Daniel um dem König den Traum zu deuten.
Der Traum und seine Deutung wurde dem Daniel nach einem flehentlichen Gebet zu Gott in einer nächtlichen Vision geoffenbart!

Der König sah ein RIESIGES STANDBILD EINES MENSCHEN, bestehend aus verschiedenen Metallen die von Kopf bis Fuss immer weniger wertvoll wurden.

Die Vision im Einzelnen:
Daniel 2 :31 -35

Kopf besteht aus Gold
Brust und Arme sind aus Silber
Bauch und Oberschenkel aus Kupfererz
Beine waren aus Eisen
Füße waren teils aus Eisen, teils aus Ton.



Im Traum war dann folgendes zu sehen:
Ein Stein wurde herausgehauen, nicht mit Händen, und der Schlug das Bild an seinen Füssen, so dass das gesamte Standbild zerstört wurde. Der Stein, der das Standbild traf, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.

Was bedeutete dieser Traum?

Daniel erklärte dem König folgendes:
Daniel 2:37 - 45

"Du, o König, du König der Könige, dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht und die Gewalt und die Ehre gegeben hat; 38 und überall, wo Menschenkinder, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels wohnen, hat er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gesetzt - du bist das Haupt von Gold. 39 Und nach dir wird ein anderes Königreich aufstehen, niedriger als du; und ein anderes, drittes Königreich, von Erz, welches über die ganze Erde herrschen wird. 40 Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen; ebenso wie das Eisen alles zermalmt und zerschlägt, so wird es, dem Eisen gleich, welches zertrümmert, alle diese zermalmen und zertrümmern. 41 Und daß du die Füße und die Zehen teils von Töpferton und teils von Eisen gesehen hast - es wird ein geteiltes Königreich sein; aber von der Festigkeit des Eisens wird in ihm sein, weil du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast. 42 Und die Zehen der Füße, teils von Eisen und teils von Ton: zum Teil wird das Königreich stark sein, und ein Teil wird zerbrechlich sein. 43 Daß du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast - sie werden sich mit dem Samen der Menschen vermischen, aber sie werden nicht aneinander haften: gleichwie sich Eisen mit Ton nicht vermischt.

44 Und in den Tagen dieser Könige wird der "Gott des Himmels ein Königreich aufrichten", welches ewiglich nicht zerstört, und dessen Herrschaft keinem anderen Volke überlassen werden wird; es wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber ewiglich bestehen: 45 weil du gesehen hast, daß von dem Berge ein Stein sich losriß ohne Hände und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott hat dem Könige kundgetan, was nach diesem geschehen wird; und der Traum ist gewiß und seine Deutung zuverlässig."


Dieser prophetische Traum Nebukadnezar ist von grosser Bedeutung!
Warum?

Dieser Traum zeigt am Ende an, V 44, dass Gott sein Königreich über die Erde aufrichten wird, dass ewig bestehen soll. Das Königreich wird alle Menschenherrschaft beenden und selbst über die ganze Erde herrschen und ewig bestehen!

Warum hat gerade König Nebukadnezar, der König der babylonischen Weltmacht, diesen prophetischen Traum von Gott erhalten?

Weil der babylonische König das davidische Königtum, welches eigentlich "Gottes Herrschaft" ist, sein Königtum auf Erden vertreten hat, gestürzt hatte. Der wahre Gott hatte das zugelassen, weil das davidische Königshaus von Gottes Wegen abwich und abtrünnig wurde.

Gott hatte aber vorher mit dem "König David" einen Bund für ein EWIGES KÖNIGTUM geschlossen mit einem Erben der EWIG auf dem Thron Davids sitzen sollte.

Der wahre Gott zeigte dem babylonischen König durch diesen Traum und treuen Dienern Gottes, das die davidische Königslinie nur unterbrochen werden würde.

Am Ende, wenn die durch das Standbild dargestellten Weltmächte in ihrer zeitlichen Abfolge bei den Füssen angekommen sind, dann wird GOTTES KÖNIGREICH sogar die WELTMACHT ÜBER DIE GANZE ERDE an sich nehmen und wird sämtliche Menschenherrschaft beenden.

Wen stellen diese WELTMÄCHTE im Traum Nebukadnezars dar?

Als dem Daniel der Traum Nebukadnezars die Nacht zuvor von Gott geoffenbart wurde, sagte er im Gebet zu Gott:
Daniel 2:20 - 22:
"Daniel hob an und sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! denn Weisheit und Macht, sie sind sein. 21 Und er ändert Zeiten und Zeitpunkte, setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen Weisheit und Verstand den Verständigen; 22 er offenbart das Tiefe und das Verborgene; er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht."

Daniel 2 : 37 - 43 lässt das folgendes erkennen:

Kopf aus Gold = Weltmacht Babylon

Brust und Arme aus Silber = Weltmacht Medo - Persien

Bauch und Oberschenkel aus Silber = Weltmacht Griechenland

Beine aus Eisen = Weltmacht Rom

Füsse teils Eisen, teils Ton = Anglo - Amerika


Die Abfolge dieser Weltmächte ist weltgeschichtlich belegt, denn die jeweilige Weltmacht wurde von der nächsten erobert! Ein prophetisches "Metall" löste ein weniger wertvolles Metall ab.

Interessantes Detail:

Es gibt in der Weltgeschichte bei der Ablösung der jeweiligen Weltmacht eine Ausnahme.

Die WELTMACHT ROM ist nie von einer Folgeweltmacht erobert worden.

Die WELTMACHT ROM ist zerfallen und aus einem Teil der RÖMISCHEN WELTMACHT entstand das BRITISCHE WELTREICH. Aus den Kolonien des BRITISCHEN WELTREICHES entstand später die Weltmacht AMERIKA!
GROSSBRITANIEN und AMERIKA wirken und arbeiten heute zusammen als DOPPELWELTMACHT.

Aus diesem Grund ( da ROM NIE EROBERT WURDE ) werden die Füsse und die Zehen des Standbildes nicht mehr durch ein weiteres Metall dargestellt. Das Eisen setzt sich fort und vermischt sich mit Ton.
Warum?
Daniel 2: 43 sagt:
" Daß du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast - sie werden sich mit dem Samen der Menschen vermischen, aber sie werden nicht aneinander haften: gleichwie sich Eisen mit Ton nicht vermischt."

Alle vorher beschriebenen Weltmächte waren Königreiche!

Anglo - Amerikas Herrschaftsform ist eine demokratische Herrschaftsform, herrschende Elemente kommen aus dem "Samen der Menschen" ( aus dem einfachen Volk, durch eine Wahl ) und nicht mehr aus einem Königsgeschlecht. Aus diesem Grund hat diese im STANDBILD DARGESTELLTE WELTHERRSCHAFT Probleme, sie ist stark und schwach, weil das Volk im Herrschaftssystem mitmischt!
Daniel 2: 42
"Und die Zehen der Füße, teils von Eisen und teils von Ton: zum Teil wird das Königreich stark sein, und ein Teil wird zerbrechlich sein."

Jetzt nochmal Daniel 2 Vers 44:

"Und IN DEN TAGEN DIESER KÖNIGE wird der GOTT DES HIMMELS EIN KÖNIGREICH AUFRICHTEN, welches ewiglich nicht zerstört, und dessen Herrschaft keinem anderen Volke überlassen werden wird; es wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber ewiglich bestehen:"

Das gesamte Bibelbuch Daniel enthält noch eine grosse Anzahl weiterer Visionen, die alle zum Thema haben, das nach Ablauf dieser Weltmächte Gottes Königreich mit CHRISTUS JESUS ALS KÖNIG und MITKÖNIGE die Herrschaft über die Erde übernehmen werden. Es werden dann oft andere Aspekte in Verbindung mit der Machtergreifung des Königreiches Gottes prophetisch beleuchtet.

Eine weitere Vision möchte ich jetzt noch anführen:

Daniel 7:13,14:

" Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn; und er kam zu dem Alten an Tagen und wurde vor denselben gebracht.
14 Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird."

In dieser Vision kommt der MENSCHENSOHN ( der verherrlichte Jesus Christus ) und erhält vom Vater die Herrschaft, das Königtum.
Er kommt aber "mit den Wolken", was andeutet, dass der Beginn seiner Herrschaft, weil sich der Königsthron ( Sitz der Regierung ) im Himmel befindet, für Menschenaugen unsichtbar sein wird.

Aber: Es wird dann ein Zeitpunkt seiner Herrschaft beschrieben, wo ihm ( Menschen aus ) alle Völkern, Völkerschaften und Sprachen auf Erden dienen sollen.

Dieser himmlischen Vision der Inthonisierung Jesu, die Daniel erhielt, gingen in Daniel Kapitel 7 ab Vers 2 und im ganzen übrigen Kapitel eine Vision vier verschiedener Tiere voraus.

Diese VIER TIERE und vor allem bei dem letzten TIER werden noch sehr interessante Details erwähnt, auf die ich jetzt aus Zeitgründen noch nicht eingehen möchte, die wiederum anzeigen, dass sich die Königsmacht Jesu in Verbindung mit seiner Inthronisierung als König des davidischen Königreiches in UNSERER ZEIT hier auf die MENSCHENHERRSCHAFT auswirken wird.

Die nachfolgende Vision zeigt jedoch:

Daniel 7: 17,18

"Diese großen Tiere, deren vier waren, sind vier Könige, die von der Erde aufstehen werden.

( hier haben wir wieder die Abfolge der Weltmächte von Babylon bis Rom und aus Rom entstand die gegenwärtige Weltmacht Anglo- Amerika. Die gegenwärtige WELTMACHT ANGLO - AMERIKA wird auf dem vierten Tier als "anderes Horn" dargestellt, welches aus den ZEHN HÖRNERN ( Königreiche ), in die das RÖMISCHE WELTREICH im Lauf seiner Geschichte zerfiel, drei erniedrigte um Weltmachtstellung zu erreichen.

Dieses "ANDERE HORN" ( Britannien ) erniedrigte die drei anderen aufstrebenden Weltmächte, dier sich aus dem zerfallenden römischen Reich entwickelten, nämlich Spanien, Frankreich und die Niederlande)

"18 Aber die Heiligen der höchsten Örter werden das Reich empfangen, und werden das Reich besitzen bis in Ewigkeit, ja, bis in die Ewigkeit der Ewigkeiten."

Das Fazit, das dem Propheten Daniel hier erklärt wird, ist das folgende:

Die Heiligen der höchsten Örter werden das Königreich empfangen.
In den Versen, die ich jetzt nicht im einzelnen erklärte, ist noch von einer Verfolgung die Rede, die Heilige, gesalbte Christen durch dieses "Andere Horn" auf Erden erleben würden.
( Das ist bereits Geschichte! )

Das würde aber nicht bedeuten, dass sie ihre Königsmacht nicht empfangen würden, nur weil auf Erden ein scheinbarer Sieg der weltlichen Elemente zu beobachten wäre.
( Ist auch schon Geschichte! )


Lieber Optimist, du magst jetzt wahrscheinlich einige Einzelheiten, die ich hierzu erklärte, nicht ganz verstanden haben, weil dir da noch etwas Hintergrundwissen fehlen mag. :-)
Das ist aber jetzt nicht von Bedeutung!

Für dich sollte durch einige Details aus dem Propheten Daniel klar werden, dass die messianische Herrschaft des Königshauses Davids sich sehr wohl bis auf die Erde ausdehnen wird.
Das Königreich Gottes ist nicht nur ein geistiges Reich, das sich allein im Himmel abspielen wird.

Die Bibel zeigt deutlich, dass dieses Königreich Gottes seine Herrschaft über Menschen auf Erden ausdehnen wird und in naher Zukunft die Weltherrschaft übernehmen wird.
Gemäss Daniel 2: 44

Doch wann sollte Jesus Christus seine Herrschaft antreten?

Geben uns da die Prophezeiungen Daniels auch näheren Aufschluss?

Glücklicherweise JA!

Es gibt im Bibelbuch Daniel zwei bemerkenswerte ZEIT - Prophezeiungen!

Die erste steht in Verbindung mit dem Erscheinen des Messias im ersten Jahrhundert.

Daniel 9:20 -27:

Der Engel Gabriel erschien dem Daniel und gab ihm folgenden Aufschluss:

"Während ich noch redete und betete, und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannte, und mein Flehen vor Jehova, meinem Gott, für den heiligen Berg meines Gottes niederlegte, 21 während ich noch redete im Gebet, da kam der Mann Gabriel, den ich im Anfang im Gesicht, als ich ganz ermattet war, gesehen hatte, zu mir her zur Zeit des Abendopfers.


22 Und er gab mir Verständnis und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren. 23 Im Anfang deines Flehens ist ein Wort ausgegangen, und ich bin gekommen, um es dir kundzutun; denn du bist ein Vielgeliebter. So merke auf das Wort, und verstehe das Gesicht:

24 Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um die Übertretung zum Abschluß zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen, und die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen, und Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben.

25 So wisse denn und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind sieben Wochen und 62 Wochen.

Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten. 26 Und nach den 62 Wochen wird der Messias weggetan werden und nichts haben. Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein; und bis ans Ende: Krieg, Festbeschlossenes von Verwüstungen. 27 Und er wird einen festen Bund mit den Vielen schließen für eine Woche; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen. Und wegen der Beschirmung der Greuel wird ein Verwüster kommen, und zwar bis Vernichtung und Festbeschlossenes über das Verwüstete."

Grundlegend zum Verständnis:

Bei den Israeliten gab es den Begriff "WOCHE" nicht nur für SIEBEN TAGE sondern auch für SIEBEN JAHRE!
Der SIEBTE TAG, war der Sabbattag, heute nach unserem Wochenverständnis der SAMSTAG.

Unter dem mosaischen Gesetz gab es das SABBATJAHR, daher war nach sechs Jahren das SIEBTE JAHR, das SABBATJAHR.

In der Prophezeiung über das erste Erscheinen des Messias im ersten Jahrhundert, beziehen sich diese PROPHETISCHEN WOCHEN daher auf JAHRWOCHEN von jeweils sieben Jahren.

Die Prophezeiung der 70 Jahrwochen ist sehr interessant und verrät genau, wann der Messias in Erscheinung treten sollte.

Die Prophezeiung umfasst insgesamt 490 Jahre und beginnt zu zählen, nachdem Jerusalem nach der ersten Zerstörung wieder völlig aufgebaut war,dass war im Jahr 455 v. u. Z. ( vor unserer Zeitrechnung ). Von diesem Zeitpunkt an gerechnet, sollte der Messias nach 483 Jahren in Erscheinung treten.
Interessantes Detail: Die Prophezeiung endet nicht bei Jesu Geburt als Mensch, sondern bei seiner Taufe! Jesus wurde erst bei seiner Taufe zum Messias/Christus weil er da erst mit heiligem Geist gesalbt wurde.

Rechnet man also von 455 v. u. Z. 483 Jahre weiter kommt man in das Jahr 29 u. Z.

Der Evangeliumschreiber Lukas beschreibt die Tauftätigkeit von Johannes dem Täufer und sagt, dass er im 15. Jahr des Tiberius Cäsar von Gott den Auftrag bekam!
Lukas 3: 1- 3,21:
"Aber im "fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius", als Pontius Pilatus Landpfleger von Judäa war, und Herodes Vierfürst von Galiläa, und sein Bruder Philippus Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene, 2 unter dem Hohenpriestertum von Annas und Kajaphas, GESCHAH DAS WORT GOTTES ZU JOHANNES, dem Sohne Zacharias', in der Wüste. 3 Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden;

Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde, und Jesus getauft war und betete, daß der Himmel aufgetan wurde,"....

Das 15. Jahr des römischen Kaisers ( Cäsar ) Tiberius war das Jahr 29. u. Z.
Kaiser ( Cäsar ) Augustus starb im Jahr 14. u. Z.
Tiberius war der Nachfolger des Augustus.

An der Erfüllung die prophetischen Zeitprophezeiung, die auch im Bericht des Lukas bestätigt wird, kannst du wieder einmal sehen, wie genau biblische Prophezeiungen sind und das ist sehr glaubensstärkend!
Der WAHRE GOTT hält immer seine Versprechen und hat einen GENAUEN ZEITPLAN innerhalb seines Vorsatzes mit der Menschheit!

Ich möchte mich jetzt heute nicht in weitere Details der Messias - Prophezeiung aus Daniel 9 verlieren.
Denn:
Ich führe diese Zeit- Prophezeiung aus Daniel K 9 nur deshalb an, weil im Bibelbuch Daniel eine ZWEITE Zeit- Prophezeiung steht, die für uns heute von noch größerer Bedeutung ist.

Diese finden wir in Daniel Kapitel VIER:

Interessanterweise hatte König Nebukadnezar noch einmal einen PROPHETISCHEN TRAUM.

Wir lesen in Daniel 4:10 - 18:

"Was nun die Gesichte meines Hauptes auf meinem Lager betrifft, so sah ich: und siehe, ein Baum stand mitten auf der Erde, und seine Höhe war gewaltig. 11 Der Baum wurde groß und stark, und seine Höhe reichte bis an den Himmel, und er wurde gesehen bis an das Ende der ganzen Erde; 12 sein Laub war schön und seine Frucht zahlreich, und es war Nahrung an ihm für alle; die Tiere des Feldes fanden Schatten unter ihm, und die Vögel des Himmels wohnten in seinen Zweigen, und alles Fleisch nährte sich von ihm. 13 Ich schaute in den Gesichten meines Hauptes auf meinem Lager, und siehe, ein Wächter und Heiliger stieg vom Himmel hernieder. 14 Er rief mit Macht und sprach also: Hauet den Baum um und schneidet seine Zweige weg; streifet sein Laub ab und streuet seine Frucht umher! die Tiere unter ihm sollen wegfliehen und die Vögel aus seinen Zweigen! 15 Doch seinen Wurzelstock lasset in der Erde, und zwar in Fesseln von Eisen und Erz, im Grase des Feldes; und von dem Tau des Himmels werde er benetzt, und mit den Tieren habe er teil an dem Kraut der Erde. 16 Sein menschliches Herz werde verwandelt und das Herz eines Tieres ihm gegeben; und SIEBEN ZEITEN sollen über ihm vergehen. 17 Durch Beschluß der Wächter ist dieser Ausspruch, und ein Befehl der Heiligen ist diese Sache: auf daß DIE LEBENDEN ERKENNEN, daß der HÖCHSTE ÜBER DAS KÖNIGTUM DER MENSCHEN HERRSCHT UND ES VERLEIHT, wem ER will, und den Niedrigsten der Menschen darüber bestellt. 18 Diesen Traum habe ich, der König Nebukadnezar, gesehen; und du, Beltsazar, sage seine Deutung, da alle Weisen meines Königreichs mir die Deutung nicht kundzutun vermögen; du aber vermagst es, weil der Geist der heiligen Götter in dir ist."

Der weitere Bericht in Daniel Kapitel 4 zeigt, dass dieser Traum eine erste Erfüllung an König Nebukadnezar selbst hatte. Er wurde 7 Jahre aus seinem Königsamt als WELTHERRSCHER entfernt weil er wahnsinnig wurde und sich wier ein Tier benahm.

Dieser PROPHETISCHE TRAUM sollte jedoch sicherlich nicht nur eine Erfüllung an Nebukadnezar haben.

Nein, in Wirklichkeit stellt dieser prophetische Traum noch etwas weit GRÖSSERES dar?
Warum?

Nun Nebukadnezar war ja derjenige, der GOTTES IRDISCHES KÖNIGTUM stürzte indem er Zedekia, den letzten König aus der Linie Davids entmachtete und Jerusalem zerstörte.

Der wahre Gott zeigte dem Weltherscher Nebukadnezar durch seinen prophetischen Traum, aufgezeichnet in Daniel Kapitel 2, dass die Unterbrechung des davidischen Königshauses ( Gottes irdische Vertretung seines himmlischen Thrones ) nur eine bestimmte Zeit andauern würde. Während dieser Zeit würden verschiedene Weltmächte auf der Weltbühne erscheinen. Am Ende würde er aber diese menschlichen Weltmächte beenden und sein Königreich wieder auf Erden aufrichten und zwar für ewig.

Der prophetische Traum Nebukadnezars hatte ja folgendes zum Thema:

Daniel 4: 17:

"auf daß DIE LEBENDEN ERKENNEN, daß der HÖCHSTE ÜBER DAS KÖNIGTUM DER MENSCHEN HERRSCHT UND ES VERLEIHT, wem ER will,"

Die Unterbrechung der davidischen Königslinie und die Wiedereinsetzung eines Königs aus dem Hause Davids wurde durch die Erfahrung des Weltherrschers Nebukadnezar prophetisch veranschaulicht.

NEBUKADNEZAR wurde SIEBEN ZEITEN , gemäss dem Traum, aus seinem Amt entfernt.

In der Erfüllung lässt der Bericht erkennen, dass dies SIEBEN JAHRE waren, und zwar SIEBEN MONDJAHRE von je 360 Tagen.

7x 360 = 2520 Tage

In der prophetischen Zeit - Prophezeiung über das Kommen des Messias wurde bei den 69 Wochen ein Tag für ein Jahr gerechnet.

In dieser zweiten prophetischen Zeit - Prophezeiung gilt die gleiche Regel und aus den 2520 Tagen werden 2520 Jahre.

Die Lehre, die Nebukadnezar aus diesem Traum und seiner Erfahrung ziehen sollte war ja folgende:
Daniel 4:25:
"es werden sieben Zeiten über dir vergehen, bis du erkennst, daß der Höchste über das Königtum der Menschen herrscht und es verleiht, wem er will."

In der größeren Anwendung soll uns daher gezeigt werden, WANN GOTT wieder SEINEN KÖNIG aus dem HAUSE DAVIDS auf den Thron setzt.

Zedekia wurde gestürzt im Jahre 607 v. u. Z.
Wie kommt man auf dieses Datum?

Die Juden waren gemäss der Prophezeiung Gottes 70 Jahre in babylonischer Gefangenschaft.

Die Weltmacht Babylon wurde vom der nachfolgenden Weltmacht Medo - Persien im Jahre 539 v. u. Z. eingenommen. Bis die Juden durch den Erlass des Cyrus, des König von Persien, frei wurden und wieder in ihr verödetes Heimatland zurückkamen verging einige Zeit und sie kamen erst 537 v. u. Z. wieder nach Jerusalem. Von 537 v. u. Z. rechnet man jetzt 70 Jahre zurüch und kommt so in das Jahr 607 v. u. Z.
Das ist das Jahr als Jerusalem und das davidische Königshaus gestürzt wurde.
Rechnet man jetzt von da an 2520 Jahre in die Zukunft, dann kommt man in das Jahr, in dem der wahre Gott wieder einen König auf den Thron Davids setzen würde.
Mit dieser prophetischen Zeit- Prophezeiung kommt man in das Jahr 1914 u. Z.

Aus der Prophezeizung Daniels in Kapitel 7 ging jedoch hervor, dass sich Jesus Christus nicht auf Erden auf den davidischen Thron setzen würde.

Jesus sagte ja auch den Juden, dass sie nicht mehr als Nation das auserwählte Volk sein würden.

Jesus Christus wurde also im Himmel, unsichtbar für Menschenaugen, auf den Thon gesetzt um als König des Königreiches Gottes zu herrschen.

Die Offenbarung, die Johannes etwa im Jahre 96 n. Chr. empfing und niederschrieb, sollte ihre Erfüllung ab wann haben? Ab Pfingsten? NEIN!

Offenbarung 1 : 9 ,10:

" Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse in der Drangsal und dem Königtum und dem Ausharren in Jesu, war auf der Insel, genannt Patmos, um des Wortes Gottes und des Zeugnisses Jesu willen. 10 Ich war an "des Herrn Tage im Geiste", und ich hörte hinter mir eine laute Stimme wie die einer Posaune, 11 welche sprach: Was du siehst, schreibe in ein Buch und sende es den sieben Versammlungen:"

Johannes war in den Visionen " AM TAG DES HERRN" im Geiste.
Der TAG DES HERRN ist der TAG DER INTHRONISIERUNG JESU CHRISTI, seine ANKUNFT, seine GEGENWART als HIMMLISCHER KÖNIG.

Alle VISIONEN DES JOHANNES, sollten sich also ab dem Jahr 1914 erfüllen!

In Offenbarung 11: 15 lesen wir eine bemerkenswerte Bekanntmachung:

" Und der siebte Engel posaunte: und es geschahen laute Stimmen in dem Himmel, welche sprachen: Das Reich der Welt unseres Herrn und seines Christus ist gekommen, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit."

Ab dem Jahre 1914 sollte der himmlische König das Recht erhalten, über die Menschenwelt zu herrschen.

Das ZERTRETEN JERUSALEMS, wovon Jesus in Lukas 21: 24 sprach, sollte enden, wenn die Zeiten der Nationen erfüllt sind. Die Zeiten der Nationen war die Zeitspanne von 2520 Jahren, in denen kein König aus dem Hause Davids auf dem Thron Jehovas saß!

Gemäss Psalm 110: 2 sollte der König aber noch eine Zeitlang inmitten seiner Feinde herrschen:

Psalm 110:2: "Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden; herrsche inmitten deiner Feinde!"

Aus diesem Grunde erfolgte die Machtübernahme auf Erden nicht im Jahr 1914!

Andere Prophezeiungen der Schrift in Verbindung mit dem "Tag des Herrn" zeigen, dass vorher noch eine große Einsammlung erfolgen sollte und zuerst noch ein grosses Werk zu tun sei!

Welches? Matthäus 24: 14:

"Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen."

Doch dazu später weitere Details!


Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

16.03.2014 um 19:33
@Tommy57
Tommy57 schrieb:... weil dir da noch etwas Hintergrundwissen fehlen mag. :-)
Nicht nur das, sondern ich sehe Einiges nach wie vor ganz anders. Jedoch NICHT, weil mir Hintergrundwissen fehlt, sondern weil man manche Bibelverse (auch im Kontext) so oder auch so auslegen kann. :)
Tommy57 schrieb:Für dich sollte durch einige Details aus dem Propheten Daniel klar werden, dass die messianische Herrschaft des Königshauses Davids sich sehr wohl bis auf die Erde ausdehnen wird.
Das ist eben unser beider Problem – Du siehst das SO und ich sehe das etwas anders. Wir werden wohl nicht drum rum kommen, einige Aussage und Bibelverse zu zerpflücken. Mich konnte bis jetzt jedenfalls der Kontext noch nicht überzeugen. :)

Nachfolgend möchte ich Dir anhand von Beispielen auch erklären, warum ich es anders sehe.
Tommy57 schrieb:Johannes war in den Visionen " AM TAG DES HERRN" im Geiste.
Der TAG DES HERRN ist der TAG DER INTHRONISIERUNG JESU CHRISTI, seine ANKUNFT, seine GEGENWART als HIMMLISCHER KÖNIG.
Wie kommst Du darauf?
“Tag des Herrn” ist in meinen Augen die SICHTBARE Wiederkunft Jesu – am Tag des Gerichts. :)
Deshalb ergeben sich alleine daraus schon wieder unterschiedliche Sichtweisen bei uns.
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Jetzt geht es weiter mit meiner Sichtweise und Feedback zu einigen Deiner Erklärungen:
Tommy57 schrieb:“ Der Weizen, die "wahren Erben des Königreiches" sollten aber erst am "ENDE des Zeitalters" eingesammelt werden. Nicht schon zu Beginn! “

Das "Ende des Zeitalters" hat offensichtlich mit der "Wiederkunft des Herrn" zu tun und das "versammelt werden seiner Nachfolger" zu ihm, mit ihrer "himmlischen Auferstehung".
Ich sehe es so:
himmlische Auferstehung des Geistkörpers und DIESER wird eingesammelt.
Deswegen kann der eigentliche Geist (Persönlichkeit) schon längst im geistigen Reich weiterleben.

Desweiteren: Das "versammelt werden seiner Nachfolger" muss doch nicht unbedingt mit dem "Einsammeln des Weizens" zu tun haben? Damit kann auch das Versammeln der Chrisen (IN Jesu LEIB) gemeint sein. :)
Tommy57 schrieb:Paulus machte den Christen in der Versammlung in Thessalonich in seinem Brief, den er um 50 n. Chr. schrieb, deutlich, dass die "Ankunft oder Wiederkunft Jesu Christi" und ihr "versammelt werden zu ihm", noch nicht zu ihrer Zeit erfolgte.
In Koll.1 geht es in meinen Augen nur um Versammlungen der Christen (Gottesdienst usw.). und diese werden in Bezug auf Jesu Leib genannt.
-> (das Fette):
Tommy57 schrieb:Kolosser 1: 13 - 20:
"der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe,14 in welchem wir die Erlösung haben, die Vergebung der Sünden;"
Und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung,
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Tommy57 schrieb:Der "Abfall" musste erst noch kommen und der "Mensch der Sünde" müsste "offenbar" werden.
Das fing doch schon sehr zeitig nach Jesu Tod an.
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2. Thessalonicher 2: 8:
"Dann allerdings wird der "Gesetzlose geoffenbart" werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den "Geist seines Mundes" und zunichte machen wird durch das "Offenbarwerden seiner Gegenwart."
...
Dieses Ereignis liegt offenbar noch in der Zukunft, weil der "Mensch der Sünde", die abtrünnige Christenheit noch nicht gerichtet wurde.
Doch, sie wurden SCHON gerichtet:
"wer nicht an Jesus glaubt, IST schon gerichtet", geht auch in Joh.12, 46 so hervor.
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Daniel 2:37 - 45

44 Und in den Tagen dieser Könige wird der "Gott des Himmels ein Königreich aufrichten", welches ewiglich nicht zerstört, und dessen Herrschaft keinem anderen Volke überlassen werden wird; es wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber ewiglich bestehen: 45 weil du gesehen hast, daß von dem Berge ein Stein sich losriß ohne Hände und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott hat dem Könige kundgetan, was nach diesem geschehen wird; und der Traum ist gewiß und seine Deutung zuverlässig."

Dieser prophetische Traum Nebukadnezar ist von grosser Bedeutung!
Warum?

Dieser Traum zeigt am Ende an, V 44, dass Gott sein Königreich über die Erde aufrichten wird, dass ewig bestehen soll.
Trotz Deiner Erklärungen und Details ZUVOR (und auch danach), geht für mich lediglich hervor, dass es sich ebensogut auch NUR um ein geistiges Reich handeln könnte.
Zudem lese ich da auch eher heraus, dass das Materielle (die Machtsucht und Gier der Könige) vergänglich ist und nur die geistigen Schätze (im geistigen Reich) Bestand haben werden.

So unterschiedlich können nun die Sichtweisen sein. :)
Für mich wird da wieder nur gesagt, dass Jesus sein geistiges Reich aufrichtet und ganz am Ende werden dann die Könige und ihre Habsucht zerstört. MEHR sehe ich da nicht. :)
Warum hat gerade König Nebukadnezar, ... diesen prophetischen Traum von Gott erhalten?

Weil der babylonische König das davidische Königtum, welches eigentlich "Gottes Herrschaft" ... auf Erden vertreten hat, gestürzt hatte. ...

Gott hatte aber vorher mit dem "König David" einen Bund für ein EWIGES KÖNIGTUM geschlossen mit einem Erben der EWIG auf dem Thron Davids sitzen sollte.
Ist für mich auch alles kein Beweis für eine irdische Herrschaft.

So wie z.B. die Tieropfer aufgehört hatten – als etwas Irdisches/Materielles – und durch Jesu Opfer ersetzt worden waren (geistige Sündenvergebung, nur noch symbolisches Blut zwecks Sühne...), so wurde in meinen Augen auch das irdische Königreich durch ein geistiges ERSETZT.
Tommy57 schrieb:Am Ende, wenn die durch das Standbild dargestellten Weltmächte in ihrer zeitlichen Abfolge bei den Füssen angekommen sind, dann wird GOTTES KÖNIGREICH sogar die WELTMACHT ÜBER DIE GANZE ERDE an sich nehmen und wird sämtliche Menschenherrschaft beenden.
Sehe ich auch so. Aber auch da geht für mich NICHT hervor, dass er eine IRDISCHE Weltmacht aufrichten wird.

@Tommy57, hast Du meinen Link in meinem vorigen Posting gelesen? (nur damit ich bescheid weiß, ich wollte Dich jetzt nicht drängeln).


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

17.03.2014 um 01:33
@Optimist
Optimist schrieb:Das ist eben unser beider Problem – Du siehst das SO und ich sehe das etwas anders.
Hallo lieber Optimist!

Vielen Dank, dass du meinen langen Beitrag untersucht hast!

Es ist mir klar, dass du verschiedene Aussagen der Bibel anders siehst!

Deshalb wollen wir uns ja jetzt ins Detail begeben und herauszufinden suchen, wenn möglich, welche Sichtweise in der Bibel geoffenbart wird.


Aus diesem Grund habe ich zunächst noch einmal ein paar Fragen an dich:

1. ) Glaubst du, dass Gott ursprünglich vorhatte, Menschen für immer auf Erden in einem weltweiten Paradies leben zu lassen ?
Wenn nicht, warum nicht?

2. ) Wird der Planet Erde in Zukunft ewig bestehen bleiben oder wird er deiner Ansicht nach zerstört?

3.) Kannst du aus der Bibel erkennen, dass es zwei Wege der Rettung gibt, einen himmlischen und einen irdischen?

4. ) Die Auferstehung: ist sie in deinen Augen nur himmlisch oder gibt es auch eine irdische ?

Gruß, Tommy


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