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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

3.810 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Bibel, Jesus, Wahrheit, Christ, Interpretation, Inspiration, Blasphemie

Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.11.2014 um 01:02
@Optimist


Hallo lieber Optimist!
Optimist schrieb:Warum steht hier "auch"?
Das klingt ja so, als sei den geistig Lebendigen AUCH gepredigt worden. Jedoch muss doch den geistig Lebendigen gar nichts mehr gepredigt werden, denn sie waren doch DURCH die Predigt erst mal lebendig geworden.
Das AUCH bezieht sich auf das, was im Vers zuvor gesagt wurde:

1. Petrus 4: 5:
"Diese Leute werden aber DEM RECHENSCHAFT ablegen, der bereit ist, die Lebenden und die Toten zu RICHTEN."

Gruß, Tommy 


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

14.11.2014 um 01:59
Lieber Tommy:
Bis vor kurzem dachte ich auch, es sind die geistig Toten gemeint.
Aber nun habe ich nochmals darüber nachgedacht. Der Kontext gibt es für mich doch nicht so richtig her, dass die geistig Toten gemeint sind. (am Ende ein Zitat des Kapitels). Bitte zeige mir die Stellen in diesem Kapitel, welche für Dich darauf schließen lassen.

Dass die Toten lt. anderer Bibelverse nichts mehr merken, ist für mich nicht unbedingt ein Beweis, dass Jesus ihnen nicht gepredigt haben konnte. Wie Du weißt, gehe ich davon aus - dass die Toten wie in einem Koma im Hades sind. Jesus könnte diese also kurzfristig aus diesem Koma geholt haben ... :)

-->
Wo steht in 1. Petrus 4: 6 dass Jesus Christus den Toten die gute Botschaft gepredigt hat?
--> hier:
Optimist schrieb:6 Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, ...
-----------------------------------------------------------
Warum steht hier "auch"?
Das klingt ja so, als sei den geistig Lebendigen AUCH gepredigt worden. Jedoch muss doch den geistig Lebendigen gar nichts mehr gepredigt werden, denn sie waren doch DURCH die Predigt erst mal lebendig geworden.

-->
Das AUCH bezieht sich auf das, was im Vers zuvor gesagt wurde:

1. Petrus 4: 5:
"Diese Leute werden aber DEM RECHENSCHAFT ablegen, der bereit ist, die Lebenden und die Toten zu RICHTEN."

Es könnten die geistig Lebendigen und geistig Toten gemeint sein. Es könnten doch aber auch die physisch Toten und Lebenden gemeint sein? Vielleicht hat es sogar eine Doppelbedeutung - nämlich physisch und geistig Tote und Lebende?

Wenn in Vers 5 die geistig Toten gemeint sein sollten, dann macht es für mich Sinn, dass in Vers 6 von physisch Toten die Rede ist.
Wenn nämlich in Vers 5 und 6 die Gleichen gemeint wären, macht mMn dieses "auch" keinen Sinn. Das würde nur dann Sinn machen, wenn in 5 und 6 eine UNTERSCHIEDLICHE "Gruppe" gemeint ist.

Also entweder sind bei 5 die physisch Toten gemeint, dann können bei 6 nur die geistig Toten gemeint sein, oder umgedreht. Ansonsten macht für mich wie gesagt das "auch" keinen Sinn.


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14.11.2014 um 04:05
@Optimist

Hallo lieber Optimist!
--> hier:
6 Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, ...
Nein, da steht NICHT, das Jesus Christus den Toten gepredigt hat!!!! NIRGENDWO!

Jedoch: Einige christliche Richtungen verbinden die Aussage des Petrus in 1. Petrus 4: 6 mit 1. Petrus 3: 18 - 20:

Dort lesen wir:

"Ja, auch Christus ist ein für allemal hinsichtlich Sünden gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott führe, [er,] der im Fleische zu Tode gebracht, aber im Geiste lebendig gemacht wurde. 19 In diesem [Zustand] ging er auch hin und predigte den Geistern im Gefängnis, 20 die einst ungehorsam gewesen waren, als die Geduld Gottes in den Tagen Noahs wartete, während die Arche errichtet wurde, in der wenige Personen, nämlich acht Seelen, sicher durch das Wasser getragen wurden."

Das Predigen den "Geistern im Gefängnis" verbinden sie mit der Aussage in 1. Petrus 4: 6, obwohl diese beiden Aussagen NICHTS miteinander zu tun haben!

Außerdem:
Würde man den Text genauer lesen, würde man erkennen, das Christus NICHT im Todeszustand sondern nach seiner Auferstehung den Geistern predigte.
Außerdem sind mit den Geistern, wie der Kontext zeigt, NICHT die Toten, sondern die abgefallenen Engel der Tage Noahs gemeint!

Gruß, Tommy


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14.11.2014 um 04:11
@Tommy57
6 Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, ...

-->
Nein, da steht NICHT, das Jesus Christus den Toten gepredigt hat!!!! NIRGENDWO!
Was steht dann Deiner Meinung nach dort?
Tommy57 schrieb:Das Predigen den "Geistern im Gefängnis" verbinden sie mit der Aussage in 1. Petrus 4: 6, obwohl diese beiden Aussagen NICHTS miteinander zu tun haben!
Genauso sehe ich das auch.
Mit den Geistern sind die abgefallenen Engel gemeint.
Tommy57 schrieb:Würde man den Text genauer lesen, würde man erkennen, das Christus NICHT im Todeszustand sondern nach seiner Auferstehung den Geistern predigte.
Sehe ich auch so.

Aber was hat das nun mit Petr.4 zu tun?


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14.11.2014 um 04:13
@Optimist
Optimist schrieb:Es könnten die geistig Lebendigen und geistig Toten gemeint sein. Es könnten doch aber auch die physisch Toten und Lebenden gemeint sein? Vielleicht hat es sogar eine Doppelbedeutung - nämlich physisch und geistig Tote und Lebende?

Wenn in Vers 5 die geistig Toten gemeint sein sollten, dann macht es für mich Sinn, dass in Vers 6 von physisch Toten die Rede ist.
Wenn nämlich in Vers 5 und 6 die Gleichen gemeint wären, macht mMn dieses "auch" keinen Sinn. Das würde nur dann Sinn machen, wenn in 5 und 6 eine UNTERSCHIEDLICHE "Gruppe" gemeint ist.

Also entweder sind bei 5 die physisch Toten gemeint, dann können bei 6 nur die geistig Toten gemeint sein, oder umgedreht. Ansonsten macht für mich wie gesagt das "auch" keinen Sinn.
Hallo lieber Optimist!

Die obigen Überlegungen sind interessant, erübrigen sich jedoch, da der Apostel Petrus mit seinen Worten in 1. Petrus 4: 6 nur allgemein das Predigtwerk angesprochen hat.

Das Predigtwerk erging von Lebenden Christen an ihre Zuhörer! Darunter befanden sich nur "geistig Tote", denn physisch Toten konnte ja kein Mensch auf dieser Erde predigen!


Gruß, Tommy


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14.11.2014 um 04:21
@Optimist
Optimist schrieb:Aber was hat das nun mit Petr.4 zu tun?
Hallo lieber Optimist!

Eben gar nichts! Doch einige christliche Richtungen verbinden diese beiden Texte miteinander und nur so kommen sie auf den Gedanken, dass in 1. Petrus 4 durch CHRISTUS im Totenreich den physisch Toten gepredigt wurde.
Das steht aber in 1. Petrus 4 überhaupt nicht sondern wird nur durch diese gezogene Verbindung mit 1. Petrus K. 3 hineininterpretiert!
Das ist aber eine irrige Verdrehung der Schrift!

Gruß, Tommy


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14.11.2014 um 04:25
@Tommy57
Tommy57 schrieb:denn physisch Toten konnte ja kein Mensch auf dieser Erde predigen!
Genau das ist es doch was ich bezweifle. :)
Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, ich glaube doch, dass etwas was von dem Leib abgeschieden wird in einen komatösen Zustand versetzt werden kann (davon konntet Ihr mich in dem aneren Faden nicht abbringen :) ) und dieser Zustand könnte kurzzeitig unterbrochen werden.
Tommy57 schrieb:Das steht aber in 1. Petrus 4 überhaupt nicht sondern ...
in 1.Petr. 4 steht wortwörtlich, dass den TOTEN die gute Botschaft verkündet wurde.

Dass es geistig Tote sein könnten, können wir nur spekulieren.

Muss jetzt erst mal ins Bett und wünsche Dir eine gute Nacht. :)


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14.11.2014 um 04:32
@Optimist

Hallo lieber Optimist!
Optimist schrieb:Genau das ist es doch was ich bezweifle. :)
Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, ich glaube doch, dass etwas was von dem Leib abgeschieden wird in einen komatösen Zustand versetzt werden kann (davon konntet Ihr mich in dem aneren Faden nicht abbringen :) ) und dieser Zustand könnte kurzzeitig unterbrochen werden.
Ja, ich kenne diese These von dir!
Doch ich wiederhole jetzt noch einmal die Frage: Wer hat dann diesen Toten gepredigt und wo steht das in der Bibel?

Denn in 1. Petrus 4: 6 steht das nicht, da sich dieser Vers mit keinem Gedanken auf das Totenreich bezieht, sondern auf das Predigtwerk, das von lebenden Christen durchgeführt wurde.
Keiner dieser Christen predigte im Totenreich!

Und Christus auch nicht, denn er predigte nach seiner Auferstehung den "Geistern im Gefängnis" und nicht den Toten!
Das wäre die einzige Belegstelle der Bibel ( 1. Petrus K. 3 ), in der man so etwas hineindeuten könnte!

Ich wünsche dir auch eine gute Nacht!

Gruß, Tommy


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14.11.2014 um 04:38
@Optimist
Optimist schrieb:in 1.Petr. 4 steht wortwörtlich, dass den TOTEN die gute Botschaft verkündet wurde.
Hallo lieber Optimist!

Ja, da Petrus jedoch allgemein vom Predigtwerk sprach, das von lebenden Christen hier auf Erden durchgeführt wurde und eben NICHT von einem speziellen Predigtwerk im Totenreich, können damit nur die geistig Toten gemeint sein!

Denn WER sollte den Toten im Jenseits gepredigt haben?

Das könnte, wenn, nur Jesus Christus gewesen sein. Doch die Belegstelle 1. Petrus K. 3 ist falsch interpretiert!
Eine andere Belegstelle für ein predigen im Jenseits gibt es in der Bibel nicht!


Gruß, Tommy


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14.11.2014 um 05:04
@Tommy57
ehe ich schlafe musste ich erst mal noch mit Hundi Gassigehen und bin jetzt wieder gekommen. :)
Wo steht in 1. Petrus 4: 6 dass Jesus Christus den Toten die gute Botschaft gepredigt hat?

--> hier:
6 Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, ...
Hatte Dich da missverstanden. Hättest das "Jesus Christus" evtl. Fett machen sollen, dann hätte ich sofort kapiert worauf Du hinaus wolltest. :) Dachte Dir ging es um die "Toten" oder "gute Botschaft".

Jetzt weiß ich endlich was Du meintest und muss Dir Recht geben. Da steht wirklich nicht, dass Jesus den Toten gepredigt hatte.
Es wird einem allerdings aus dem Kontext heraus (Vers 5) zu recht oder unrecht suggeriert ;) -> deshalb (das Fette):
Optimist schrieb:5 welche dem Rechenschaft geben werden, der bereit ist, Lebendige und Tote zu richten.
Mit dem der bereit ist, ist Jesus (oder evtl. Gott gemeint). Und deshalb dachte ich, Vers 6 bezieht sich auf IHN. :)
Tommy57 schrieb:Das könnte, wenn, nur Jesus Christus gewesen sein. Doch die Belegstelle 1. Petrus K. 3 ist falsch interpretiert!
Eine andere Belegstelle für ein predigen im Jenseits gibt es in der Bibel nicht!
Ja, da muss ich dir zustimmen.
Aber könnte es theoretisch denn nicht sein, dass 1.Petr.4 6 dann eben halt die einzige Belegstelle wäre, dass Jesus den Toten gepredigt hatte?


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14.11.2014 um 05:11
@Tommy57
Noch ein Gedanke dazu:
Tommy57 schrieb:Ja, da Petrus jedoch allgemein vom Predigtwerk sprach, das von lebenden Christen hier auf Erden durchgeführt wurde und eben NICHT von einem speziellen Predigtwerk im Totenreich, können damit nur die geistig Toten gemeint sein!
Das geht aus anderen Kapiteln hervor, dass Petrus allgemein vom Predigtwerk sprach. Jedoch aus 1.Petr.4, 1-6 geht das für mich NICHT hervor.
Da geht es mMn nur um den Vergleich derjenigen, welche ihren Begierden freien Lauf ließen und diejenigen welche das Evangelium SCHON kannten und den Fußstapfen Jesu folgten und sich auch nicht von den Spöttern und Verfolgern davon abbringen ließen.
Aber wie gesagt, es geht von 1-5 in meinen Augen nicht ums Predigen, sondern lediglich um die Ermahnung, die Lehren Jesu anzuwenden.


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14.11.2014 um 06:58
@Optimist
Optimist schrieb:Da geht es mMn nur um den Vergleich derjenigen, welche ihren Begierden freien Lauf ließen und diejenigen welche das Evangelium SCHON kannten und den Fußstapfen Jesu folgten und sich auch nicht von den Spöttern und Verfolgern davon abbringen ließen.
Aber wie gesagt, es geht von 1-5 in meinen Augen nicht ums Predigen, sondern lediglich um die Ermahnung, die Lehren Jesu anzuwenden.
Hallo lieber Optimist!

Ja, das sehe ich genauso, doch dann kommt die Aussage im Vers 5:

"Diese Leute werden aber dem Rechenschaft ablegen, der bereit ist, die Lebenden und die Toten zu richten."

Petrus zeigt hier, dass jeder Mensch vor Gott rechenschaftspflichtig ist.

Dann der Vers 6:

"In der Tat, zu diesem Zweck wurde die gute Botschaft auch den Toten verkündigt, damit sie, was das Fleisch betrifft, vom Standpunkt der Menschen aus gerichtet würden, doch was den Geist betrifft, vom Standpunkt Gottes aus leben könnten."

WAS IST MIT DIESER AUSSAGE DES PETRUS GEMEINT?


Es ist schon genug, daß ein Christ in der Vergangenheit Zeit darauf verwandt haben mag, seine sündigen Leidenschaften und Begierden zu befriedigen, als er Gottes Willen und Vorsatz noch nicht kannte.

Er sollte daher nie wieder den Wunsch verspüren, zu einem Leben zurückzukehren, das sich durch Ausschweifungen und durch sittliche Hemmungslosigkeit auszeichnet.

Vulgäre, obszöne Unterhaltung, unanständiges Tanzen und wilde, aufpeitschende Musik — Dinge, die in der Welt heute populär geworden sind — sollten einen wahren Nachfolger Jesu nicht anlocken, sondern abstoßen.

Es mag einem Christen zwar nicht leichtfallen, sich vielleicht von seinen früheren Gefährten verspotten zu lassen, weil er sich nun von solchen Dingen fernhält, doch ein Christ würde bestimmt nichts gewinnen, wenn er sich an ihren wilden Partys und ihrer zügellosen Lebensweise beteiligen würde.

Statt dessen hat ein Christ sehr viel zu verlieren, wenn er die weltliche Lebensweise annimmt!!

Alle, die Böses tun, müssen für ihre Handlungen vor Jesus Christus Rechenschaft ablegen, den der wahre Gott als Richter über die Lebenden und die Toten eingesetzt hat (2. Timotheus 4:1).

Weil dieses Gericht mit Gewißheit kommt, wurde die „gute Botschaft“ den „Toten“ verkündet, das heißt den "geistig Toten", die bereuen, umkehren und von Gottes Standpunkt aus zum Leben kommen müssen, indem der Nutzen des Opfers Christi auf sie angewandt wird.

( Epheser 2: 1: "Überdies [seid] ihr es, [die Gott lebendig gemacht hat,] obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und Sünden,.."




Diejenigen, die tatsächlich bereuen, sind in Gottes Augen wirklich kostbar, und er möchte, daß sie in alle Ewigkeit leben und glücklich sind.

Die Menschen dieser Welt erkennen jedoch nicht das gute Verhältnis, das wahre Christen zum Schöpfer haben.

Diese Weltmenschen blicken auf die Jünger Christi herab und richten sie, „was das Fleisch betrifft, vom Standpunkt der Menschen aus“, das heißt nach der äußeren Erscheinung.

Das sollte uns Christen jedoch nicht beunruhigen, dass wir von einem ungläubigen Umfeld ungünstig beurteilt werden.

Entscheidend ist, ob der wahre Gott und Jesus Christus uns für lebendig hält, „was den Geist betrifft“, das heißt, ob wir ein Leben als Geistesmenschen führen. Das wird dann der Fall sein, wenn unser Leben stets mit den Geboten des Höchsten in Übereinstimmung ist.


Gruß, Tommy


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14.11.2014 um 08:15
Lieber Tommy,

hab alles verstanden wie du es meinst und gehe im Grunde auch mit allem mit. Dennoch ist mir etwas unklar.
Tommy57 schrieb:Weil dieses Gericht mit Gewißheit kommt, wurde die „gute Botschaft“ den „Toten“ verkündet, das heißt den "geistig Toten", die bereuen, umkehren und von Gottes Standpunkt aus zum Leben kommen müssen, indem der Nutzen des Opfers Christi auf sie angewandt wird.
Du hast hier instinktiv kein "auch" reingebastelt ... warum nicht? Weil es unnötig wäre für das was Du aussagst.
Deshalb wundere ich mich nach wie vor, weshalb in 1.Petr.4, 6 dieses "AUCH den Toten..." steht und schließe daraus, dass es eine Bewandtnis haben muss. Auch aus dem Zusammenhang heraus erschließt sich mir die Notwendigkeit des "auch" nicht, es sei denn es ist so, wie ich es hier spekuliert hatte:
Warum steht hier "auch"?
Das klingt ja so, als sei den geistig Lebendigen AUCH gepredigt worden. Jedoch muss doch den geistig Lebendigen gar nichts mehr gepredigt werden, denn sie waren doch DURCH die Predigt erst mal lebendig geworden.

....
Es könnten die geistig Lebendigen und geistig Toten gemeint sein. Es könnten doch aber auch die physisch Toten und Lebenden gemeint sein? Vielleicht hat es sogar eine Doppelbedeutung - nämlich physisch und geistig Tote und Lebende?

Wenn in Vers 5 die geistig Toten gemeint sein sollten, dann macht es für mich Sinn, dass in Vers 6 von physisch Toten die Rede ist.
Wenn nämlich in Vers 5 und 6 die Gleichen gemeint wären, macht mMn dieses "auch" keinen Sinn. Das würde nur dann Sinn machen, wenn in 5 und 6 eine UNTERSCHIEDLICHE "Gruppe" gemeint ist.

Also entweder sind bei 5 die physisch Toten gemeint, dann können bei 6 nur die geistig Toten gemeint sein, oder umgedreht. Ansonsten macht für mich wie gesagt das "auch" keinen Sinn.
-----------------------------------------
Tommy57 schrieb:( Epheser 2: 1: "Überdies [seid] ihr es, [die Gott lebendig gemacht hat,] obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und Sünden,.."
Hier ist es für mich unstrittig, dass die geistig Toten gemeint sind. Aber das muss für mich nicht zwangsläufig mit 1.Pet.4 im Zusammenhang stehen.
Diese Weltmenschen blicken auf die Jünger Christi herab und richten sie, „was das Fleisch betrifft, vom Standpunkt der Menschen aus“, das heißt nach der äußeren Erscheinung.

Das sollte uns Christen jedoch nicht beunruhigen, dass wir von einem ungläubigen Umfeld ungünstig beurteilt werden.
Entscheidend ist, ob der wahre Gott und Jesus Christus uns für lebendig hält, „was den Geist betrifft“, das heißt, ob wir ein Leben als Geistesmenschen führen.
....

Petrus zeigt hier, dass jeder Mensch vor Gott rechenschaftspflichtig ist.

Dann der Vers 6:
"In der Tat, zu diesem Zweck wurde die gute Botschaft auch den Toten verkündigt, damit sie, was das Fleisch betrifft, vom Standpunkt der Menschen aus gerichtet würden, doch was den Geist betrifft, vom Standpunkt Gottes aus leben könnten."
Deine Übersetzung gibt das SO her.

Jedoch wirkt meine Übersetzung auf mich etwas anders:
5 welche dem Rechenschaft geben werden, der bereit ist, Lebendige und Tote zu richten. 6 Denn dazu ist AUCH den Toten gute Botschaft verkündigt worden, auf daß sie gerichtet werden möchten dem Menschen gemäß nach dem Fleische, aber leben möchten Gott gemäß nach
Und hier klingt es sogar noch eindeutiger in DIE Richtigung wie ich das auch von Anfang an aufgefasst hatte - auch DASS es Jesus war, der gepredigt hatte (Neue evang.Übersetzung):
5 Aber sie werden sich vor dem verantworten müssen, der bald sein Urteil über alle Menschen sprechen wird, über die Lebenden und über die Toten. (2. Timotheus 4.1) 6 Denn aus diesem Grund ist die gute Botschaft auch denen gepredigt worden, die inzwischen gestorben sind, damit sie wie Gott das Leben im Geist haben, obwohl ihr Körper wie bei allen Menschen mit dem Tod bestraft werden musste.
Hier wird interessanterweise sogar eindeutig gesagt, dass es sich um physisch Tote handelt.
Haben die so sehr falsch übersetzt?

Zumindest ist mir diese Variante im Kontext viel schlüssiger. Schon alleine wegen dem "auch", was HIER nun wirklich Sinn macht.


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14.11.2014 um 19:44
@Optimist

Hallo lieber Optimist!
Tommy:Weil dieses Gericht mit Gewißheit kommt, wurde die „gute Botschaft“ den „Toten“ verkündet, das heißt den "geistig Toten", die bereuen, umkehren und von Gottes Standpunkt aus zum Leben kommen müssen, indem der Nutzen des Opfers Christi auf sie angewandt wird.
Optimist:
Du hast hier instinktiv kein "auch" reingebastelt ... warum nicht? Weil es unnötig wäre für das was Du aussagst.
Deshalb wundere ich mich nach wie vor, weshalb in 1.Petr.4, 6 dieses "AUCH den Toten..." steht und schließe daraus, dass es eine Bewandtnis haben muss
Achte doch bitte einmal auf den Kontext, dann kannst du verstehen worauf sich das "AUCH" beziehen muss!

1. Petrus 4: 5,6:
"Diese Leute werden aber dem RECHENSCHAFT ABLEGEN, der bereit ist, die Lebenden und die Toten zu richten. 6 In der Tat, zu diesem Zweck wurde die gute Botschaft AUCH den Toten verkündigt, damit sie, was das Fleisch betrifft, vom Standpunkt der Menschen aus gerichtet würden, doch was den Geist betrifft, vom Standpunkt Gottes aus leben könnten."

Das AUCH bezieht sich offensichtlich auf die Aussage "Rechenschaft ablegen" und dann auf den nachfolgenden Satz in Vers 6:
"damit sie, was das Fleisch betrifft, vom Standpunkt der Menschen aus gerichtet würden, doch was den Geist betrifft, vom Standpunkt Gottes aus leben könnten."
Optimist:Und hier klingt es sogar noch eindeutiger in DIE Richtigung wie ich das auch von Anfang an aufgefasst hatte - auch DASS es Jesus war, der gepredigt hatte (Neue evang.Übersetzung):

5 Aber sie werden sich vor dem verantworten müssen, der bald sein Urteil über alle Menschen sprechen wird, über die Lebenden und über die Toten. (2. Timotheus 4.1) 6 Denn aus diesem Grund ist die gute Botschaft auch denen gepredigt worden, die inzwischen gestorben sind, damit sie wie Gott das Leben im Geist haben, obwohl ihr Körper wie bei allen Menschen mit dem Tod bestraft werden musste.
Hieran siehst du, WIE WICHTIG das richtige Verständnis zu einem biblischen Thema in der biblischen Gesamtaussage ist.

Es gibt biblische Aussagen, die kannst du wegen ihrer Formulierung SO oder ANDERS übersetzen oder SO oder ANDERS auslegen, wenn du den Text für sich alleine stehen lässt!

EIN BEISPIEL:

1. Johannes 5: 20:
"Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns ein Verständnis gegeben hat, auf daß wir den Wahrhaftigen kennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und [das] ewige Leben."

FRAGE: Auf wen bezieht sich jetzt hier das Wort: DIESER?

Auf Jesus Christus oder auf Gott ( den Vater Jesu? )

Dieser Text für sich alleine stehen gelassen läßt beide Auslegungen zu und es gibt keinen Beweis im Vers, auf wen sich nun das Wort DIESER beziehen soll!

Doch wenn ein Bibelleser die GESAMTAUSSAGE der Bibel berücksichtigt, dann weiß er, auf wen sich das Wort "DIESER" bezieht! Denn Bibel sagt in ihrer Gesamtheit eindeutig, dass Jesus der Sohn Gottes ist und nicht der WAHRE GOTT selbst!

Psalm 119: 160:
"Die Summe ( Gesamtzahl ) deines Wortes ist Wahrheit,..."

Nur wenn ein Bibeleser diese "göttliche Regel" anwendet, kann er sich dem Fallstrick einer persönlichen Textauslegung entziehen!
Optimist schrieb:Hier wird interessanterweise sogar eindeutig gesagt, dass es sich um physisch Tote handelt.
Haben die so sehr falsch übersetzt?
Nein, sie haben nicht "FALSCH" übersetzt aber bezogen auf ihre Sichtweise ( Auslegung ) der Schrift! Die Wortwahl im Vers läßt offensichtlich diese Übersetzungsvariante zu!

Wie übersetzen andere?

1. Petrus 4: 6: ( Elberfelder Online 1905 )

"Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, auf daß sie gerichtet werden möchten dem Menschen gemäß nach dem Fleische, aber leben möchten Gott gemäß nach dem Geiste."


1. Petrus 4: 6 ( Interlinear )

" Denn dazu auch Toten wurde die Frohbotschaft verkündet, damit sie gerichtet werden zwar nach Art Menschen nach Fleisch, leben aber nach Art Gottes nach Geist."

1. Petrus 4: 6 ( Luther 1912 )

" Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, auf daß sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben."

1. Petrus 4: 6 ( Schlachter 1951 )
"Denn dazu ist auch Toten das Evangelium verkündigt worden, daß sie gerichtet werden als Menschen am Fleisch, aber Gott gemäß leben im Geist."

Gruß, Tommy


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14.11.2014 um 20:37
Hallo liebe Brüder in Jesus Christus, ich las zufällig vor Kurzem das nach dem Griechisch-Wörterbuch von Liddell & Scott das in 1.Petrus 4,5-6 verwendete Wort nekroi "Verstorbene" heißt, also es wurde den "Verstorbenen" gepredigt, da gibt es nichts rumzudeuteln.

Wollt nur mal etwas Öl ins Feuer der Diskussion gießen, bin wieder weg :)


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15.11.2014 um 03:59
@Tommy57
Nach wie vor verstehe ich nicht, wozu bei 1.Petr.4, 6 dieses "AUCH den Toten" sein soll. Deine Erklärung leuchtet mir nicht ein.
Ja es bezieht sich auf das ""Rechenschaft ablegen"", aber das macht es mir trotzdem nicht klarer, weshalb es nicht gereicht hätte zu schreiben: "aus diesem Grund ist den Toten die gute Botschaft....".
Denn wie ich schon mal schrieb, den geistig Lebenden musste ja sowieso nicht mehr gepredigt werden und auch diese WAREN ja mal geistig tot - also musste so und auch so NUR geistig Toten gepredigt werden - es gab also NUR diese EINE "Gruppe".
Und deshalb ist mir nach wie vor nicht klar, was das "auch" soll, außer es sind eben wirklich die physisch Toten gemeint ...
... diese würden dann eben eine ANDERE "Gruppe" bezeichnen und DANN macht das "auch" Sinn. Dieses "auch" schreit für mich förmlich nach mindestens ZWEI "Gruppen" (wie gesagt, die geistig Lebenden fallen ja weg, weil diesen nicht gepredigt werden muss, sie kennen ja die Botschaft schon).
Verstehst Du mein Problem mit dem "auch"? :)
Tommy57 schrieb:Nur wenn ein Bibeleser diese "göttliche Regel" anwendet, kann er sich dem Fallstrick einer persönlichen Textauslegung entziehen!
Diese Regel bemühe ich mich auch immer anzuwenden. Und gerade deshalb erscheint mir meine Auslegung kein Widerspruch zu sein (wenn ich Indizien anderer Bibelstellen mit heranziehe...). Wie gesagt, ich gehe ja von einem komatösen Zustand aus, der kurzzeitig unterbrochen werden konnte. Desweiteren muss ja nicht mal Jesus den Toten gepredigt haben, sondern das können auch Engel gewesen sein.

Dann kommt doch auch noch hinzu, dass es schon alleine aus folgendem Grund Sinn machen würde, Verstorbenen das Evangelium zu verkünden:
In der Zeitspanne ab der es keine Tieropfer mehr gab (weil der neue Bund in Kraft getreten war) bis zum Vorliegen des Evangeliums (fertige Bibel) gab es doch sicher Menschen, welche von den ersten Christengemeinden nicht errreicht werden konnten und somit auch nichts von der Botschaft erfahren konnten, weil sie vorher gestorben waren. Sie konnten also keine Sündenvergebung durch Tieropfer bekommen, aber auch nicht, indem sie sich zu Jesus hätten bekennen können, weil sie von ihm nichts erfahren hatten.
Vielleicht sind es DIESE, welchen dann nachträglich noch die Chance eröffnet werden musste, sich zu Jesus zu bekennen?
1.Petr.4 lässt ja zudem auch offen, WANN das geschieht. dieses Verkünden an die Verstorbenen könnte ja z.B. auch zum Zeitpunkt um die Auferstehung herum passieren. :)


@BibleIsTruth
Danke für das Öl :)
das in 1.Petrus 4,5-6 verwendete Wort nekroi "Verstorbene" heißt
Das klingt auch sehr logisch, wenn man davon ausgeht, dass "Nekrose" etwas PHYSISCH Abgestorbenes bezeichnet.
@tommy, was meinst du zu diesem Wort "nekroi"?

@BibleIsTruth, Dein neuer Nic ist wirklich schlüssiger. ;)


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15.11.2014 um 05:16
@BibleIsTruth

Hallo!
Hallo liebe Brüder in Jesus Christus, ich las zufällig vor Kurzem das nach dem Griechisch-Wörterbuch von Liddell & Scott das in 1.Petrus 4,5-6 verwendete Wort nekroi "Verstorbene" heißt, also es wurde den "Verstorbenen" gepredigt, da gibt es nichts rumzudeuteln.
The NAS New Testament Greek Lexicon

Original Word Word Origin
nekroß from an apparently primary nekus (a corpse)

metaph. spiritually dead

Das griechische Wort nekros, welches in 1. Petrus 4: 6 in deutschen Übersetzungen mit "Toten" übersetzt wurde, kann beides bedeuten:

Buchstäblich Tote oder geistig Tote! Die Wortwahl im griechischen Text des NT beweist somit keineswegs, welche Art Tote in diesem Text gemeint sind!


Gruß, Tommy


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15.11.2014 um 05:40
@Optimist

Hallo lieber Optimist!

1. Petrus 4: 6: Elberfelder Online 1905 )
"Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, auf daß sie gerichtet werden möchten dem Menschen gemäß nach dem Fleische, aber leben möchten Gott gemäß nach dem Geiste."

Frage dich, was wollte Petrus aussagen?

Wozu ist den "Toten" gute Botschaft verkündigt worden?

Antwort des Petrus: auf daß sie gerichtet werden möchten dem Menschen gemäß nach dem Fleische, aber leben möchten Gott gemäß nach dem Geiste.

Buchstäblich Tote sind NICHT MEHR IM FLEISCH, auch nach deiner Vorstellung nicht, sollten sie tatsächlich in einem komaähnlichen Schlaf im Hades auf die Auferstehung warten.

Der Text kann sich daher nur auf "geistig Tote" beziehen, die physisch noch am Leben sind!
Optimist schrieb:In der Zeitspanne ab der es keine Tieropfer mehr gab (weil der neue Bund in Kraft getreten war) bis zum Vorliegen des Evangeliums (fertige Bibel) gab es doch sicher Menschen, welche von den ersten Christengemeinden nicht errreicht werden konnten und somit auch nichts von der Botschaft erfahren konnten, weil sie vorher gestorben waren. Sie konnten also keine Sündenvergebung durch Tieropfer bekommen, aber auch nicht, indem sie sich zu Jesus hätten bekennen können, weil sie von ihm nichts erfahren hatten.
Vielleicht sind es DIESE, welchen dann nachträglich noch die Chance eröffnet werden musste, sich zu Jesus zu bekennen?
Diese Überlegung würde sich erübrigen, wenn man die Worte des Paulus heranzieht:

Apg 24: 15:
"15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird."

Ungerechte stehen auf.....und das bestimmt nicht um automatisch zum Tod verurteilt zu werden!
Das würde keinen Sinn machen!

Wenn Gott Menschen zu einer Auferstehung bringt, dann um die Möglichkeit zu bekommen, ihr Leben nach Gottes Wegen auszurichten!
Für einen blossen Richterspruch braucht Gott keine Menschen zum Leben bringen!
Unter der Herrschaft Jesu Christi werden Menschen, die auferstehen, die Gelegenheit erhalten ihr Leben nach Gottes Maßstäben auszurichten.
Sollten sie das nicht tun, wird sich ihre Auferstehung als eine Auferstehung zum Gericht erweisen!

Gruß, Tommy


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

16.11.2014 um 00:30
Lieber Tommy,
Tommy57 schrieb:1. Petrus 4: 6: Elberfelder Online 1905 )
"Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, auf daß sie gerichtet werden möchten dem Menschen gemäß nach dem Fleische, aber leben möchten Gott gemäß nach dem Geiste."

Frage dich, was wollte Petrus aussagen?
Wozu ist den "Toten" gute Botschaft verkündigt worden?

Antwort des Petrus: auf daß sie gerichtet werden möchten dem Menschen gemäß nach dem Fleische, aber leben möchten Gott gemäß nach dem Geiste.

Buchstäblich Tote sind NICHT MEHR IM FLEISCH, auch nach deiner Vorstellung nicht, sollten sie tatsächlich in einem komaähnlichen Schlaf im Hades auf die Auferstehung warten.
Der Text kann sich daher nur auf "geistig Tote" beziehen, die physisch noch am Leben sind!
Ich fasse es alles so auf wie es hier übersetzt wurde:
Optimist schrieb:5 Aber sie werden sich vor dem verantworten müssen, der bald sein Urteil über alle Menschen sprechen wird, über die Lebenden und über die Toten. (2. Timotheus 4.1) 6 Denn aus diesem Grund ist die gute Botschaft auch denen gepredigt worden, die inzwischen gestorben sind, damit sie wie Gott das Leben im Geist haben, obwohl ihr Körper wie bei allen Menschen mit dem Tod bestraft werden musste.
Zu Deinen übrigen Argumenten schrieb ich vorhin im anderen Faden meine Meinung. :)
-> das Posting meine ich: Diskussion: Allmys-Online-Hauskreis (Beitrag von Optimist)


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Was steht in der Bibel - aus christlicher Sicht

18.11.2014 um 05:02
@Optimist

Hallo – ich war ne Weile weg vom geistigen Billardtisch hier -
Ich wärm' mal ein paar Baustellen auf ;)
Optimist schrieb:

letztens kam dieses Thema auf:
O:
Es kam das Argument, dass die Zeugen die Einzigen seien, welche jährlich des Todes Jesu gedenken und dass man u.a. auch DARAN die Früchte erkennen könne.
( Aus dem Verlauf der Diskussion ist jedoch zu entnehmen, das dies eigentlich nicht als Argument von waren Früchten angebracht wurde - sondern Teil einer Aufzählung war, wie die Zeugen u.a. die Aufmerksamkeit auf Jeus lenken, da der Eindruck im Raum stand, das diese Gruppe in der Praxis steht, Jesu Rolle "klein zuhalten" )



Unabhängig davon ist das Handling von dem Gedenken an Jesu Loskaufsopfer sicherlich nicht unbedeutend - und damit nun zu dem christlichen Gedenken an sich:
Sideshow-Bob schrieb:
"unabhängig welche Ansicht hier für das Abendmahl optimal ist – DAS aber Christen, für Tag und Zeitpunkt, wo sich Jesu Abendmahl tatsächlich jährt, überhaupt kein Bewusstsein haben, DAS dieser Tag, als wichtigstes Ereignis der ganzen Menschheitsgeschichte, in der ständigen Belichtung einfach untergeht, obwohl die ganze Bibel und unser ganzes Welt- und Kulturverständnis, wichtige Ereignisse stets als Gedenktage in Erinnerung und in Ehren hält ( unabhängig einer alltäglichen Aufmerksamkeit) irritiert im höchsten Maße und bewegt sich einfach außerhalb der Logik.

Es wäre für die Menschen undenkbar, den Tag des Mauerfalls nicht in besonderer Erinnerung auch an dem TAG zu Gedenken - aber bei der Wiedervereinigung zwischen Gott und Menschen, ist das natürlich bedeutungslos?

Man kann meintwegen "immer wieder" (aus dem Bibeltext zum Abendmahl) verstehen wie man will - aber wenn man jede Woche seine Ehe in Ehren hält - und deshalb darauf besteht, jährlich den Hochzeitstag vergessen zu können, ist das schlicht sonderbar ;) "


Optimist schrieb:
Im NT gibt es keinen Hinweis darauf, dass die damaligen Christen einen JÄHRLICHEN Gedenktag an Jesu LETZTEM „Abendmahl“ ausgeübt haben
Es gibt mit Sicherheit mehr Hinweise auf ein Bewusstsein für ein jährlichen Gedenktag, als auf die Annahme, das die ersten Christen tatsächlich ( und das wäre das konsequente alternative Verständnis ) bei JEDEM Zusammenkommen, den Prozess des Abendmals abgehalten haben.

Da Du die Christenversammlung hier u.a. bereits auf den Anspruch von Matt. 18:20 runtergebrochen hast, würde jegliches Zusammenkommen von Christen, die Zeremonie mit dem Brot und Wein etc. bedeuten – was bei den meisten Christen weder damals noch heute Praxis sein dürfte.





ungültige Feiertage
Optimist schrieb:
Im Gegenteil, im Brief an die Kolosser z.B. steht, lasst Euch bloß kein schlechtes Gewissen wegen irgendwelcher Tage machen.
Kol.2, 16+17

So laßt euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumonds oder Sabbats. Das ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig ist es in Christus.

Ihr haltet bestimmte Tage ein und Monate und Zeiten und Jahre. Ich fürchte (so Paulus), dass ich vielleicht vergeblich an euch gearbeitet habe., Gal. 4, 10+11.
--> "das ist nur ein Schatten..." ... ja, das Passahmahl war die Vorrausschattung auf das Opfer Jesu. Und im Zuge dieses LETZTEN Passahmahls setzte Jesus den neuen Bund ein...
In der Tat, in dem Bibelvers geht es doch gezielt um bestimmte Feier- und Gedenktage, die mit Jesu Auftreten und Rolle ihre Bedeutung verloren hatten – aber im jüdischen Alltag noch eine große Rolle spielten ( und genau das war auch das Problem in der Situation ).

Jesu Abendmahl und Opfertod war nun, der aktuelle Prozess – es wurde in dem Text mit Sicherheit nicht das GOTTGEGEBENE Prinzip von Gedenktagen verurteilt, sondern wie es heißt BESTIMMTE Tage, die ja auch dort aufgezählt wurden, und wie Du richtig festgestellt hast, lag die Krux darin, das diese speziellen Feiertage, keine geistige Bedeutung mehr hatten – und nicht etwa weil das göttliche Prinzip von Gedenktagen plötzlich kein Mittel mehr war, um Bedeutung und Erinnerung an ein wichtiges Ereignis zu pflegen - in keinem Fall wird jedoch hier wörtlich das Abendmal von einem jährlichen Gedenken freigesprochen, sondern die benannten ungültigen Feiertage.





Abendmahl - Mahlzeit oder Gedenken?
Optimist schrieb:
Man soll dieses Bundes bzw. seines Blutes und Leibes (seines Opfers) gedenken, jedoch nicht des Mahles an sich). Es erscheint mir also biblisch gesehen sinnlos, einer Mahlzeit zu gedenken. Es geht z.B. nach Lukas 22, 19+20 um das Gedenken an den TOD Jesu Christi, nicht an seine
letzte gemeinsame Mahlzeit mit den Jüngern.
Brot und Wein sind elementare Symbole, die Jesus eingesetzt hat, um seines Opfers und den damit verbundenen Bund zu Verstehen und zu Gedenken. Diese vom Gedenken an Jesu zu trennen, würde bedeuten, die von Jesus gegebene Symbolsprache und Praxis aufzuweichen.

Schau Dir genau die Einsetzung vom ersten Abendmal an – der Aspekt einer “Mahlzeit“ war nach dem reichlichen Festmahl um das Passah, sicherlich mehr als genügend beendet – Jesus kam mit der Zeremonie, um den Wein und das Brot, auf eine elementare Sichtweise zurück, die er schon in der Bergpredigt bezüglich seines Blutes und Leibes angekündigt hatte.

Dieses formale Handling hatte Nichts mehr, mit den Gedanken einer geselligen Mahlzeit zutun.

Daher kann sich Jesu Auforderung "tut dies immer wieder, im Gedenken an mich", auch nur auf diesen formal-symbolischen Prozess beziehen - und dies mit dem sehr starken Verdacht, das der gewählte Tag, auch eine Rolle spielen könnte - denn wenn es entgegen der bisherigen religiösen Gewohnheit und Verständnis NICHT so wäre, wäre dies mit Sicherheit auch ausdrücklich differenziert worden?!





Gedenken ohne zeremonieller Symbolik?
Optimist schrieb:
Ein selbst gewählter religiöser Feiertag, den ich im NT nirgendwo finde, zählt für mich zur „selbstgewählten Frömmigkeit und Demut“
sie sind aber nichts wert und befriedigen nur das Fleisch., Kol. 2,23.

Ich finde im Neuen Testament in bezug auf das „Abendmahl“ nur Hinweise auf das Brechen des Brotes in den Gemeinden des Herrn am ersten Tag der Woche, an dem die Christen das taten, was Jesus ihnen geboten hatte „dies tut zu meinem Gedächtnis“ : Apg. 20, 7 , 1. Kor 16,2.
Die formale Anleitung des Gedenkens, wurde aber so an alle Christen weitergegeben:
1. Kor 11: 23Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot,
24dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.
25Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
Tut mir leid, dieser und andere biblische Texte legen überhaupt nicht den Gedanken einer selbst ernannten Zeremonie nahe. Diese Handlung und Symbolik des Gedenkens hat die Bibel nicht in einen persönlichen Freiraum geführt.

Man kann also lediglich über Zeitpunkt und Häufigkeit diskutieren:






Das biblische Prinzip jährlicher Gedenktage


Es ist eigentlich ein Selbstverständnis, das Geburts- und Todestage, sowie sämtliche andere biblische Gedenktage von bedeutungsvollen Ereignissen, eine jährliche Angelegenheit sind, so das bei einer Niederschrift eben nicht noch mal ausdrücklich erwähnt werden muss, tut dies immer wieder, AN DEM JÄHRLICHEN TAG – weil es doch schlicht für alle Gedenktage klar ist.
Optimist schrieb:
Persönliche Gedanken zum Hochzeitstag oder zum Fall der Mauer haben für mich keine Relevanz
beim Austausch über ein biblisches Thema. ;)
Für Jesus hatten Dinge aus dem alltäglichen Leben, sehr wohl im verglichenen Verständnis eine Bedeutung, und standen so in seiner ständiger Praxis, wie z.B. in der Bergpredigt.

Für Gott hatte es auch stet's eine Bedeutung, wie Menschen Dinge, die ihnen von Bedeutung waren, behandelt und in Ehren gehalten haben, und er hat daher auf dieser Ebene ständig das Verständnis und eine Erwartung gesetzt.


Die Ehe ist Gott gegeben, warum sollte ein Gedenken daran nicht von geistiger Relevanz sein?

Der Fall der Mauer und Befreiung von einem Unrechtsregime, braucht nicht lange nach einer größeren Bedeutung in der Befreiung, die Jesus für diese Welt bedeutet, zu suchen.

Ein Gedenken und Wertschätzung für solche Ereignisse, deren Initialzündung an einem Tag festzumachen ist, sind ja nun Grundlage der diskutierten Begrifflichkeit hier:



Fragwürdig

Letztlich war es Gott selbst, der das Prinzip jährlicher Gedenktage, zum Beispiel bei der Befreiung vom ägyptischen Unrechtsregime, eingeführt und zu einem festen Gebot erhoben hat!

Warum sollte die Befreiung Jesus, nicht in diesem Prinzip und Gedenken stehen, handelt es sich doch um die größte Befreiung aller Zeiten???

So das es etwa angebracht scheint, die üblichen Mittel und das biblische Verständnis, eines kollektiven Gedenkens in einen willkürlichen Freiraum zu führen?!

Die Architektur der formalen Praxis vom Abendmahl, die biblischen Texte und die überlieferte Praxis schließen ein jährliches Gedenken in keinem Fall aus – sondern legen sogar eher diese Bedeutung nahe.







Biblische Harmonie und Gesamtsymbolik


Im biblischen Gesamtbild stellt sich ein jährliches Gedenken, im Bezug auf die Prozesse um Jesu Opfer, auch in einem Selbstverständnis dar:

Warum sollte die Vorschattung auf Jesus Opfer so funktionieren und der tatsächliche Tag des Opfers Jesu dann wieder nicht?

- hier mal ein Einblick, wie die Bibel mehre Gedenktage in der Angelegenheit, in einem Verständnis zusammen führt:

Die Juden haben in einer Zeremonie, an einem Tag im Jahr, der "Notwendingkeit" eines Opfers für den "Himmel" gedacht und zwar in der Zeremonie als der Hohepriester jährlich das Blut im Allerheiligsten dargebracht hatte - dieser Prozess wird im Hebräerbrief Jesu Opfer in gewisser Weise gleichgestellt - und war eine wichtige göttliche Anweisung.

Obwohl die Israeliten damals ständig persönliche Opfer gegeben haben, (das könnte unseren alltäglichen Opfern und Gedenken für Gott entsprechen) - gab es diese jährliche besondere Zeremonie - die der Sühnetag hieß ( an dem der Hohepriester Blut einerseits für die Priesterschaft und anderseits für das Volk darbrachte). Da der religiöse Apparat aus dem alten Israel in einem ständigen Symbol bzw. Vorschattung, insbesondere Jesu späterer Rolle steht - ist ein jährliches besonders Gedenken, daher biblisch absolut stimmig.


Und tatsächlich gibt es auch eine direkte Verbindung: denn als Jesus starb, riss der Vorhang im Tempel zum Allerheiligsten inzwei - um u.a. anzuzeigen das nun Jesus für dieses Sühnopfer steht.
( Heb:9:24 ) Denn Christus ist nicht in ein von Menschenhänden hergestelltes Heiligtum eingegangen, das nur eine Nachbildung des wahren (oder: eigentlichen) Heiligtums wäre, sondern in den Himmel selbst, um jetzt uns zum Heil (persönlich) vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen.

Damit finde ich den gesamten Gedanken, der menschlichen Befreiung, in der Bibel schön zusammengeführt!



UND genau deshalb gilt das Abendmahl auch als DIE gegenbildliche Passahfeier ( bei der Jesu im Grunde auch durch das Opferlamm vorgeschattet wurde) und DESHALB in 1. Korinther 5:7 „Christus, unser Passah“ genannt wurde.
1. Kor 5: 7Darum schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch wir haben ein Passalamm, das ist Christus, der geopfert ist.
8Darum lasst uns das Fest feiern nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern im ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit.
Hier werden ja nun direkt zwei Feiertage in eine übergreifende Rolle zusammen geführt bzw. in eine direkte Verbinung gebracht ( nebenbei wird auch deutlich, das neben dem bestimmten Wein, auch die ungesäuerten Brote, nicht Zutaten waren, die bei einer normalen Mahlzeit so stets vorlagen! - sondern extra für diese Zeremonie bereitgestellt wurden und eine bestimmte Bedeutung vermitteln).

Bei all dieser übergreifenen präziösen Symbolik - wäre es sehr befremdlich, wenn das elementare göttliche Verständnis von Gedenktagen, pötzliches unbegründet wegfallen würde!







Zur Terminsache

Jesus hätte eigentlich viele intensive Momente mit seinen Jüngern gehabt, um diese Zeremonie einzusetzen - doch obwohl die Passahfeier im Mittelpunkt stand, und sein Leben in eine kritische Phase tratt, war ihm scheinbar dieser Tag seines Todes, für diese Zeremonie wichtig ( selbst nach seinem Tod hätte er noch bei seinen Begegnungen mit den Jüngern diese Zeremonie einsetzen können - aber er wähle genau diesen Tag).


Da nach dem jüdischen Kalender ein Tag vom Abend des einen Tages bis zum Abend des nächsten Tages dauerte, war Abendmahl und Tod Jesu tatsächlich an einem Tag.
Auch Paulus erwähnt bei den späteren Anweisungen zum Abendmahl, den Zeitpunkt der Einsetzung:
1.Kor 11:23 In der Nacht, in der Jesus, der Herr, ausgeliefert wurde, nahm er Brot,
24sprach darüber das Dankgebet, brach es in Stücke und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch geopfert wird. Tut das immer wieder , damit unter euch gegenwärtig ist, was ich für euch getan habe!
Die Nacht vom 14 Nisan wird benannt, und die Zeremonie immer wieder zu tun ?! Was will man denn mehr?

Nenn' mich Haarspalter – aber hier steht nicht – Tut es immer wieder, wenn Ihr Euch versammelt, sondern es steht sogar im direkten Kontext zur ursprünglichen Ereignisnacht.

Und in dem berüchtigen Texten ist offenbar DAS Gedenke im Rahmen dieser Zeremonie, auch der eigentliche Anlass für das Versammeln: "Dies tut sooft ihr Euch versammelt zu meinem Gedenken." - ( neben dem alltäglichen Versammeln) - das ist ja nun nicht so weit hergeholt?!




Fazit

Man kann sicher nicht behaupten, das die Bedeutung eines Jahrestages abnimmt, je mehr man biblisch zusammen trägt - die Bibel macht übergreifend an dem Prinzip und der starken Symbolik von Gedenktagen vielmehr fest, als dies in eine getrenne Bedeutungslosigkeit zu führen.

Allerdings unterscheidet die Bibel auch zwischen dem allgemeinen "Brotbrechen", und dem so genanten wöchentlichen "Liebesmahlen" und einem persönlichen alltäglichen Wertschätzen von Jesu Loskaufsopfer – im Kontrast zu der eigentlichen Zeremonie des Abendmahls, dessen Praxis und Bedeutung sich damit eigentlich eben nicht aufgelöst hat.



Unterschied und christliche "Entwicklung" dieser Aspekte wird mit einem Zitat, der Beröaner-Gemeinde gewissermaßen auf den Punkt gebracht:
beroeaner.de / Der jährlich zu feiernde Gedenktag

Diese allgemeine Laxheit und das Versagen eine allgemeine Grundlage der Übereinstimmung zu finden, hat zwei Gründe:

Als vollkommen schriftwidrig verwarfen die Protestanten das Dogma der Messe, verließen es und kamen zur Feier des Abendmahls zurück. Da sie sich aber inzwischen an die Häufigkeit der Messe gewöhnt hatten, sahen sie das Problem, wie oft das Abendmahl des Herrn gefeiert werden sollte, lediglich als eins der Zweckmäßigkeit an. Folglich finden wir einige, die es einmal in vier Monaten, einige, die es einmal in drei Monaten, einige, die es einmal im Monat und einige, die es jeden Sonntag feiern.

1) weil Christen im allgemeinen die Tatsache übersahen, daß der Tod unseres Herrn der des gegenbildlichen Passahlammes war, und daß seine Feier das gegenbildliche jährliche Passahabendmahl ist;

2) weil sie die Worte unseres Herrn „So oft ihr dieses tut“ so mißverstanden, als sagten sie, tut dies so oft wie ihr beliebt. In Wahrheit geben diese Worte jedoch folgendes zu verstehen: So oft ihr, Meine Jünger (alle von ihnen sind Juden und hielten gewöhnlich das Passah), dieses vorbildliche Passahabendmahl haltet, haltet das gegenbildliche Passahabendmahl in Gedenken an Mich; nicht in Gedenken an das buchstäbliche Lamm und die vorbildliche Befreiung vom vorbildlichen Ägypten und seiner Knechtschaft durch das Vorübergehen an den Erstgeborenen.


Diejenigen, die das Abendmahl des Herrn wöchentlich feiern, denken, daß sie schriftgemäß handeln, da wir in der Bibel lesen, daß die Urkirche sich am ersten Tag der Woche versammelte und bei dieser Gelegenheit das „Brotbrechen“ beging. Dennoch ist es ein großer Fehler, dieses Brotbrechen mit dem Gedächtnismahl zu verwechseln, denn das Erste war nur eine gewöhnliche Mahlzeit. Der Bericht läßt keinen anderen Schluß zu; die Frucht des Weinstocks wird darin nicht erwähnt und es wird nie gesagt, daß darin der gebrochene Leib unseres Herrn repräsentiert wird. Es war eine freudige, gemeinschaftliche Gewohnheit der Urkirche am ersten Tag der Woche die Auferstehung des Herrn zu feiern, die ihnen half sich enger in den Banden der Geschwister und der Gemeinschaft zu vereinen. Das Volk des Herrn verfährt nach dieser Gewohnheit noch an vielen Orten. Die Versammlung in Philadelphia begeht solch ein Brotbrechen an jedem Tag des Herrn zwischen dem Nachmittag und den Abendvorträgen, um den Teilnehmenden behilflich zu sein und besonders, um eine begehrte Gelegenheit der Gemeinschaft mit dem Volk des Herrn zu bieten
Wer sich in der Angelegenheit, die christliche Geschichte näher anschaut, wird feststellen, das eine Begrifflichkeit eines jährlichen Abendmahls tatsächlich kein neuer Gedanke ist, der sich dann jedoch im Osterwesen aufgelöst hat.


Und wenn dieses Prinzip einst für Gott von Bedeutung war, wäre es besonders schade, wenn man es ausgerechnet in DER Angelegenheit, die Gott selbst am meisten bedeutet, leichtfertig aus den Angeln hebt.


Für meinen Geschmack, ist es einer der wenigen eindeutig kalendarisch übermittelten Tage in der Bibel, den die allgemeine Christenheit, offenbar völlig verkrampft ausblenden möchte, stattdessen hat man sich für einen jährlichen Fantasie-Geburtstag Jesu entschieden.


Es wäre zumindest für jemanden, der Jesus und sein Wirken in den Mittelpunkt stellen möchte, eine bedeutendes Wissen und Bewusstsein, statt dies alljärlich am betreffenden Tag, nur mit einem “Achselzucken“ zu protokollieren?!


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