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Unruhen in der Ukraine - reloaded

80.040 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krieg, EU, Merkel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 02:48
@Narrenschiffer

Woher schließt Du eig. aus, dass es in der Ukraine oder auf der Krim nicht auch Wähler gab, die den Zettel gefaltet und gültig eingereicht haben und darauffolgend zwangsläufig auch keinen Polizeibesuch erhielten?

...und was ist mit den Menschen, die zwischen offen und gefaltet keinen Unterschied machen?


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 02:50
Zitat von BabushkaBabushka schrieb:wir haben da jetzt 1,2 Millionen mit Ja angekreuzte Wahlzettel im Keller der Wahlkommission von Simferopol rumliegen. Was machen wir damit? Alles ungültig?
Ich habe keine Ahnung, wieviele davon offen eingeworfen wurden. Diejenigen, die offen abgegeben wurden, hätten von der Wahlkommission zurückgewiesen werden müssen, wenn es geheime Wahlen gewesen wären.

Das waren keine geheimen Wahlen und damit entsprachen sie keinem demokratischen Grundstandard.
Woher schließt Du eig. aus, dass es nicht auch Wähler gab, die den Zettel gefaltet und gültig eingereicht haben
Wo schrieb ich das?

Jede gefaltet abgegebene Stimme ist eine gültige.
Jede offen abgegebene Stimme ist eine ungültige.
So laufen wirklich geheime Wahlen ab.


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 02:51
curtisNewton schrieb:
@mainstream0815

Sorry, mainstream, das ist es nicht.

@lilienherz
Wenn NTV vorher nicht als valide Quelle mit Beweiskraft galt, warum dann jetzt auf einmal?

Diese Betrachtungsweise ist völlig legitim, und die Bezeichnung des "Trollens" nur eine einfältige Flucht aus der Zwickmühle, in die er sich grad selbst begeben hat!
Nein, Du trollst wirklich.
Es gibt hier höchstens 2 im Forum die was anderes sagen würden aber nur weil Du nicht gegen sie schreibst.
Dein NtV kann genauso wie Russische Quellen oder auch Al Dschassira oder Tageschau benutzt werden.
Und Nichts davon sind Belege denn Alle können lügen oder aber die Wahrheit schreiben.
Das hat aber nichts damit zu tun dass Du definitiv trollst, - ich bescheinige es Dir hiermit !
_______________________________________________________________________________
Nachtrag:
(jetzt kommt Dein Part wo Du Valide Belege dafür forderst ein Troll zu sein.)


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 02:59
@Foss
rechtversteher schrieb:
Jetzt so zu tun als wenn unsere Glaubwürdigkeit darunter leidet, macht Deine Glaubwürdigkeit völlig zu Nichte.
foss schrieb:
Es geht nicht um Glaubwürdigkeit. Hier wurden oft die "MSM" als solche definiert (alle westlichen, also die, die nicht der russischen Propaganda nachplappern) und der Falschaussage bezichtigt. Sogar die kontrollierte Verleumdung hat man ihnen unterstellt. Im Grunde einfach nur eine Masche, um nicht auf die Aussagen aus der Menge der "MSM" einzugehen.
Im Gegensatz zu Einigen hier lese ich in den verschiedensten Medien,
trotzdem behalte ich mir vor bestimmte Neuigkeiten als dass einzustufen
was sie sind.
Das bemerkt man wenn man die News miteinander vergleicht wenn es dabei
um ähnliche Themen geht.

Trotzdem kann ich mich auf eben diese Medien berufen.
Das macht ihr Übrigens auch wenn da was drinn steht was Eure Argumentationslinie stützt.
Das heisst:
Ihr könnt ruhig Russland TV als Quelle benutzen genauso wie ich die Deutsche Tageschau als Quelle benutzen darf.
Wo ich bisher den meisten Stuss gelesehen habe war aber "Die Welt", ein richtiges Schmierblatt.


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 03:20
@CurtisNewton
mainstream0815 schrieb:
weil es für ihn ja als glaubwürdige Quelle akzeptiert wird

Ich hab Dich doch aber nach einer Quelle gefragt, die für DICH valide und beweiskräftig ist.
Und bitte bitte....tu doch nicht so, als hätte ich hier NTV als Quelle nicht schon in Frage gestellt.

Hast Du keine andere journalistische Quelle als NTV um Deine ursprüngliche Aussage zu untermauern? Dann sag das doch einfach und das Thema ist durch!
jeder darf Jede Quelle benutzen.

Ob glaubwürdig oder nicht ist Ansichtssache.

Wenn sich allerdings jemand (Du!) immer, oder sagen wir, fast immer auf die Quelle beruft dann liegt es doch auf der Hand dass Dein Gesprächspartner eben diese Quelle bemüht um es zu untermauern weil Du ansonsten kontern könntest dass die Quelle nicht valide ist.
Sowas pauschal zu behaupten (dass es nicht valide ist) wird natürlich schwieriger wenn er Dein Quelle NTV benutzt, daher ärgert es Dich dass Du es nicht als unseriöse Quelle einstufen kannst.
Aber auch ein Blindes Huhn fibdet mal ein Korn - so wie NTV manchmal.


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 03:24
@Narrenschiffer
Zitat von NarrenschifferNarrenschiffer schrieb:Ich habe keine Ahnung, wieviele davon offen eingeworfen wurden. Diejenigen, die offen abgegeben wurden, hätten von der Wahlkommission zurückgewiesen werden müssen, wenn es geheime Wahlen gewesen wären.
Ok, dann war es meinetwegen keine Geheime Wahl.

Aber gibt es einen Grund zur Annahme, dass das tatsächliche Ergebnis des Referendums dadurch verfälscht worden ist, bzw dass es nicht dem freiem Willen der Bevölkerung entspricht?

Ich meine, immerhin 96% bei 80% Wahlbeteiligung. Die müssen ja massiv eingeschüchtert worden sein wenn sie in Wirklichkeit lieber bei der Ukraine bleiben wollten.

Was machen wir jetzt nur mit den 1,2 Millionen mit ja angekreizte Zettel? Wie willst du das der Bevölkerung erklären? Hättet ihr bloß geheim abgesimmt?


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 03:31
@canales
@mainstream0815
Der Begriff tendenziös liegt im Auge des Betrachters...
Hast Du das jetzt nur geschrieben um was zu erwirdern oder meinst Du das ernst ?
Man könnte Deine Aussage so deuten als gingest Du mit George Soros Geschreibsel
konform. Mag im Auge des Betrachters liegen, einige mögen auch schlechte Augen haben.
Aber fände eine Umfrage statt bin ich mir sicher dass kaum jemand das Schreiben irgendwie als Neutral oder gemässigt einstufen würde. Das ist doch ein Aufruf zu einem neuen Kreuzzug "mit allen zur verfügung stehenden Ressourcen", - "Existenzkampf Europas" und son blabla

Meiner (subjektiven, schwer validier-belegbaren!) Meinung, vernichtet sich Europa erfolgreich selbst. Es befindet sich in einem Identitätskonflikt und Russland tut gut daran sich abzuschotten und zu warten bis der Sturm vorübergezogen ist. Sogar Helmuth Schmidt, meinte in einer seiner kürzlichen Reden er habe das Gefühl das es in nächster Zeit zu tiefgreifenden Veränderungen revolutionärer Art kommen könnte, was er aber nicht bestätigen könne - also weder Zeitpunkt noch Ort - aber der Mann hat schliesslich politische Erfahrung. Auch ander Politiker behaupten sowas. Positiv in die Zukunft blicken eigentlich nurnoch die Grünen und die Merkelbande.
Glaube kaum dass ein neuer Kreuzzug im Osten Europa retten würde, es würde den Zerfall nur weiter beschleunigen.
Was Europa braucht sind Reformen im innern, und keine Einmischung in äussere Angelegenheiten. Das kann man machen wenn man seine eigenen Probleme im Griff hat anstatt vorher schon mit dem Finger auf Andere zu zeigen.

mainstream0815
klaro, aber sag doch mal deine Meinung zu dem Sorros Artikel.
würd mich auch brennend interessieren.


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 03:40
@CurtisNewton

schrieb:
an Mainstream0815:
Dein persönlicher Mist, der sich wieder mal durch Deine Beiträge zieht, die sonst NICHTS Produktives zum Thema beitragen....wurde wieder mal gemeldet!
nicht nur Troll sondern auch noch ein ######er Denunziant !
Erst die user aufstacheln und danach schön melden.

Ich hoffe Deine Meldung geht nicht wieder an einen
parteiischen Admin und dass dieser zuerst Deinen Mist
liest den Du vorher geschrieben hast !

Ver##mmte #### !!


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 03:45
@canales:
@mainstream0815
Einige Sachen kann ich unterschreiben, andere sind mir etwas einseitig.
Unterschreiben kann ich z.B. dass die Maidan-Bewegung überwiegend von jungen Leuten unterstützt wurde, welche mit Ultranationalismus oder Faschismus nichts am Hut hatten.
wenn man die Sache mit George Soros so einseitig sieht dann könnte man auch einige Sachen unterschreiben die Hitler mal schrieb, weil war ja nicht alles so Hardcore was der schrieb, nicht ?
Sicherlich hatte der auch positive Seiten, war Vegetarier und Tierfreund.
Das ist keine Unterstellung für irgendwas, ich meine damit nur, wenn man sich anstrengt kann man jedem Scheiss irgendwas "positives" abgewinnen. Kapier nur nicht warum Euch das dann nicht bei unsere Beiträgen gelingt aber beim George Soros schon ...


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 03:58
@ruhigbleibe
CurtisNewton schrieb:
Dein persönlicher Mist, der sich wieder mal durch Deine Beiträge zieht, die sonst NICHTS Produktives zum Thema beitragen....wurde wieder mal gemeldet!
ruhigbleiben schrieb:
Dann ist vorauszusehen wenn der Tread gesperrt wird, Danke!
Nun, da scheinen einige zu glauben
hier Narrenfreiheit zu besitzen (kommt mir allmählich auch schon so vor dass es so ist)
und jeden melden zu dürfen während sie munter weitertrollen.


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 04:13
@canales
@Moses77 Gekauft, wie soll das erfolgt sein, hat jedem der 700.000 100 € in die Hand gedrückt?
canales, canales ...
Diese Frage hattest Du vor etlichen Wochen bereits gestellt und verschiedenen Antworten gekriegt.
Entweder machst Du das mit Absicht oder Du verfügst über einen Reset-Knopf, wo Du Dich von Unbequemem nach einiger Zeit befreist.
Behauptest Du allen Ernstes dass Dir nicht klar ist wie so etwas abläuft ? Willst Du jetzt auf dieselbe Schiene von gewissen Forentrollen aufspringen ? Ich tue einfach mal so dass Du es "vergessen" hast was bereits dazu geschriben wurde, also: man muss nicht alle kauifen sondern nur die Anführer. Diese stacheln dann den Rest auf.
Oder meinst Du hat Hitler damals jedem Deutschen 100 € in die Hand gedrückt, oder was soll der Kommentar ? Und seit wann repräsentieren 700000 das gesamte Ukrainische Volk, das ist doch nur ein Bruchteil der Bevölkerung, der Rest wurde garnicht gefragt. Wir haben also dieselbe Situation wie in den Separatistengebieten.


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 04:20
@canales
@Egalite
Stimmt doch nicht, ich erinnere an die Übergriffe der Polizei gegen Schwarze, dies wird genauso verurteilt
ja, aber Du würdest keine Sanktionen gegen die USA fordern.
Wenn schon denn schon.
Was für eine Seite gilt muss für Alle gelten.
Aber wenn so jemand etwas verurteilt dann ...wird es verurteilt und dann ... *stille*...Themenwechsel.
Bedeutet also: "Warum tut ihr das ? - Weil wir es können. Findet Euch damit ab ! Wenn wir wollen dann verurteilen und sanktionieren oder bomben auch denn die Bomben gehören uns werden von den US-Steuerzahlern bezahlt" und wie Bush mal auf Kritik reagierte:"Ich wurde nicht von der UNO gewählt sondern von den US--BÜrgern".

Hört sich, nur auf den ersten Blick, filosofisch an aber,
warum darf ein Angeklagter auch Kläger und Gleichzeitig Richter sowie Vollstrecker sein ?!


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 04:42
@mainstream0815
@canales

Gesprächsverlauf über Unterstützung der Rebellen durch Kreml:
@mainstream0815
"Machst Du jetzt aus einer Momentaufnahme die ganze Geschichte des Konflikts?"
@canales
"natürlich nicht, aber ein schönes Beispiel wie du immer alles biegst bis es dir passt :)"

Alle instrumentalisierte Rebellen oder Widerstandskämpfer/Terroristen verselbstständigen sich irgendwann von ihren Gönnern, ab dem Zeitpunkt wenn sie sich entweder hintergangen oder mächtig genug fühlen um auf eigenen Beinchen zu stehen.
War doch bei den Muddschahheddin/Taliban und AlQuaida (und womöglich Isis) auch so.
Die meisten Rebellen oder Terroristen auf der Welt (auch die Aktivisten in Hong Kong) werden auch tatsächlich von irgend einer Seite, politisch und/oder wirtschaftlich militärtechnisch unterstützt.


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 05:39
@CurtisNewton
@Shpongled
Aha, wenn es um die Verantwortung für die Zivilbevölkerung geht, ist jetzt die territoriale Integrität der Ukraine maßgebend, andernfalls aber nicht. Da solle man sich dan "raushalten", heißt es oft zu lesen.

Wieso eigentlich?

Schliesslich sind doch DNR und LNR lt. eigenem Willen nun autark? Gleiches gilt für die Krim!
Wenn die bis zum Winter nicht ne eigene Stromversorgung aus Russland geregelt bekommen, wirds sehr düster aussehen (im wahrsten Sinne des Wortes!)
Wenn ich Deiner Argumentationsrichtung folge dann komme ich zu dem Schluss dass die Gebiete tatsächlich autark sind da sie kein Strom und Wasser mehr erhalten, dann müssten die Angriffe der UA aber auch umgehend gestoppt werden weil wofür wird dann noch gekämpft ?

Also entweder oder.
Entweder erhalten die Gebiete weierhin Strom/Wasser und die Regierung bekämpft die "Terroristen" im Rahmen ihrer ATO vor Ort.
Oder aber die Armee zieht sich zurück, gibt sich geschlagen und kürzt das Wasser und Strom, aber Beides geht dann nicht.

Ansonsten würdest Du Dir ja selbst widersprechen. Sowohl Angreifen als auch Strom/Wasser abstellen geht nicht. Genauso wie sie nicht unabhängig aber gleichzeitig zur Ukraine gehören können.

Ausserdem, wenn der Rückhalt der Bevölkerung, wie ihre behauptet, kaum vorhanden ist dann macht es noch weniger Sinn denen den Strom abzustellen. Dadurch macht sich die Regierung doch nurnoch unbeliebter.


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 05:52
@CurtisNewton
@Interalia

Und, was hat die USA dort zu suchen?

Das hast Du nun schon gefühlte 1000x mal im Thread gefragt und es hat sich auch bis JETZT NICHTS an der Tatsache geändert, dass sie NICHT DORT sind....also hör doch bitte auf damit rumzunerven!

Sie sind NICHT DA!

*facepalm*
Sie sind nicht DA aber Dort (vor Ort).


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 06:46
Fünf Monate nach dem von Berlin energisch geförderten Umsturz in Kiew sehen Umfragen in der prowestlich gewendeten Ukraine eine Partei der extremen Rechten als stärkste politische Kraft. Wie aktuelle Erhebungen des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie zeigen, könnte die Radikale Partei des Rechtsaussen-Politikers Oleh Ljaschko gegenwärtig bei Wahlen mit 23,2 Prozent der Stimmen rechnen - mehr als jede andere Partei. Ljaschko hatte bereits bei den Präsidentenwahlen vom 25. Mai mit 8,3 Prozent quasi aus dem Nichts einen Überraschungserfolg erzielt. Seine Popularität beruht vor allem darauf, dass er sich mit brutalen Aktionen aus dem Kampf gegen Regimegegner in der Ostukraine in Szene setzt.

Am 7. Mai etwa hatte Ljaschko auf seiner Website ein Video publiziert, das ihn zeigt, wie er einen beinahe nackten, blutenden Gefangenen verhört - einen ostukrainischen Aufständischen. Auf der Liste von Ljaschkos Radikaler Partei für die Kiewer Stadtratswahlen kandidierten im Mai führende Mitglieder der faschistischen Organisationen «Sozial-Nationale Versammlung» und «Patriot der Ukraine». Zu seinen 23,2 Prozent kämen laut der Umfrage 5,7 Prozent für die faschistische Partei Swoboda und 1,9 Prozent für den gewalttätigen Prawy Sektor (Rechter Sektor) hinzu. Insgesamt erhielten Parteien der extremen Rechten damit fast ein Drittel der Stimmen.

Niemandem jubeln die TV-Zuschauer in Talkshows in diesen Tagen lauter zu als Oleh Ljaschko. Er ist der Anführer der nationalistischen "Radikalen Partei", 42 Jahre alt und Stammgast beim "Schwarzen Spiegel". Mal tritt er schick im Maßanzug auf, mal in schwarzer Kampfmontur. Rechtsradikal sind seine Parolen immer. Er fordert die atomare Wiederbewaffnung der Ukraine. Kämpfer der Antifaschisten und Separatisten in der Ostukraine will er ohne Gerichtsurteil hinrichten bzw. auf der Stelle exekutieren lassen. Wenn die Ukrainer am Sonntag ein neues Parlament wählen, dürfte Ljaschko damit Erfolg haben.

Denn seine rechten Parolen befördern ihn in den Umfragen auf den zweiten Platz, hinter dem "Block Poroschenko". Auch Poroschenko finanzierte als Oligarch faschistische Milizen auf dem Maidan und bewaffnete sie. Auch er zieht rechtsradikale Wähler stark an.
Zum Treffen mit Journalisten kommt Ljaschko in Springerstiefeln und grüner Lederjacke. Er trägt eine Sonnenbrille wie einst Hollywoodstar Tom Cruise im Film "Top Gun". Der Krieg im Osten des Landes bildet die Kulisse für den Wahlkampf des Rechtspopulisten. Ljaschko lässt seine Besuche an der Front in Szene setzen.

Die Eskalation im Osten kam für ihn gerade zur rechten Zeit. Als Putins Soldaten die Macht auf der Krim übernahmen, forderte Ljaschko, die dort stationierten ukrainischen Truppen sollten den Russen eine Schlacht liefern. Folge wäre ein sinnloses Blutbad gewesen, aber Ljaschkos rauer Ton kam bei vielen gut an. Bei ihm ist von Durchhalten die Rede und von Waffenlieferungen aus dem Westen: Er wünscht sich Luftabwehrsysteme der Nato, Präzisionsraketen und "ein paar Luftschläge von Amerikas Drohnen". Man müsse dem Kreml in der Ostukraine "ein zweites Afghanistan" bereiten.

Derzeit sieht es so aus, als könnte Ljaschko mehr Stimmen bekommen als Premierminister Arsenij Jazenjuk und Tymoschenko zusammen. "Wir brauchen keinen Oligarchen als Präsidenten, sondern einen Krieger", sagt der Rechtspopulist.
Dabei gilt es in Kiew als offenes Geheimnis, dass der Scharfmacher selbst eng mit den mächtigen Superreichen verbandelt ist. Politische Beobachter sind überzeugt, dass bei der "Radikalen Partei" in Wahrheit der zwielichtige Gasmagnat Dmytro Firtasch die Strippen zieht. Gemeinsam mit Serhij Ljowotschkin, unter Ex-Präsident Janukowitsch, Chef der Präsidentenadministration.
Das Gespann hat früher Dutzende Abgeordnete von Janukowytschs "Partei der Regionen" kontrolliert. Im Parlament bildeten sie eine mächtige Schattenfraktion der Oligarchen. Nun wollen sie mit der "Radikalen Partei" ihren Einfluss wahren, heißt es in Kiew. Dazu würden auch Ljaschkos regelmäßige Auftritte in der Talkshow "Schwarzer Spiegel" passen. Der Kanal Inter wird vom Duo Firtasch und Ljowotschkin gesteuert.

Dort hat Ljaschko die Bühne für sich. Zuletzt durfte er in der Talkshow einem Millionenpublikum einen angeblich gefangenen Soldaten der russischen Armee vorführen. Die Zurschaustellung von Kriegsgefangenen wird zwar durch die Genfer Konventionen geächtet. Beim TV-Sender Inter aber sieht man das nicht so eng.

Zensur für russische Filme und Bücher

Charakteristisch für die Aktivitäten, die die von Berlin unterstützte Regierung in Kiew - den aktuellen Rechtstrend nutzend - entfaltet, sind umfassende Bemühungen, jeglichen russischen Einfluss so weit wie möglich zu eliminieren. Der jüngste Schritt beinhaltet Restriktionen auf dem Gebiet der Kultur. So teilt die staatliche Kinoagentur mit, sie werde Filme aus Russland in Zukunft genauestens «prüfen», bevor sie für die Ukraine zugelassen würden. Erste Produktionen sind bereits der Zensur zum Opfer gefallen.

Auch der Verkauf von Büchern aus Russland soll strikt beschränkt werden. In der Ukraine würden bislang nur ein Fünftel aller verkauften Bücher im Land selbst hergestellt, lässt sich Oleksandr Sytsch, stellvertretender Ministerpräsident der Kiewer Regierung, zitieren. Tatsächlich werden in der gesamten postsowjetischen Welt russische Bücher aufgrund der nach wie vor verbreiteten Russisch-Kenntnisse bis heute stark rezipiert. Man sei «gezwungen, den ukrainischen Verbraucher vor fremdenfeindlichen Verlagsprodukten zu schützen», behauptet der Vize-Ministerpräsident nun: «Wir führen eine Lizensierung russischer Bücher und eine Quote für ausländische Bücher ein». Sytsch ist Mitglied der faschistischen Partei Swoboda, deren Chef Oleh Tjahnybok einst mit der Aussage von sich reden gemacht hat, die Ukraine müsse von einer «jüdischen Mafia aus Moskau» befreit werden.

Einschränkung der politischen Rechte

Swoboda nähert sich auch der Verwirklichung eines zweiten ihrer Kernanliegen: dem Verbot der Kommunistischen Partei der Ukraine (KPU). Im Kampf gegen die KP hatte zunächst die Swoboda-nahe paramilitärische Organisation C14 unmittelbar nach dem Umsturz vom 22. Februar deren Kiewer Hauptquartier der Kommunistischen Partei besetzt; auch weitere KP-Büros wurden von faschistischen Organisationen attackiert. Als die Besetzer am 10. April aus den Räumlichkeiten in Kiew abzogen, steckten sie sie in Brand. Swoboda hat sich zunächst im ukrainischen Parlament um ein Verbot der KPU bemüht, scheiterte jedoch aus formalen Gründen: Nur ein Gericht kann ein Parteiverbot aussprechen.

Inzwischen liegt ein Antrag auf Auflösung der KPU bei der Justiz. Das Parlament hat zusätzliche Schritte gegen die Partei unternommen: Es hat die Mindestgrösse für eine Fraktion nachträglich auf eine Zahl von Parlamentariern festgelegt, die diejenige der kommunistischen Abgeordneten übersteigt, und der kommunistischen Fraktion den Fraktionsstatus entzogen. Parteichef Petro Symonenko und eine ganze Reihe weitere KP-Aktivisten sind in den letzten Monaten mehrfach körperlich brutal attackiert worden - auch im Parlament. Oleh Ljaschko hat darüber hinaus auch ein Verbot der Partei der Regionen des gestürzten Präsidenten Wiktor Janukowitsch gefordert.
«Befreiung der weissen Rasse»

Während die KPU verboten werden soll, muss die Organisation «Sozial-Nationale Versammlung» nichts dergleichen befürchten. Sie ist 2008 als Zusammenschluss mehrerer faschistischer Gruppen gegründet worden und hat sich im November 2013 anlässlich der Maidan-Proteste am Aufbau des Prawy Sektor (Rechter Sektor) beteiligt. Laut eigenen Angaben kämpft sie «für die Befreiung der gesamten Weissen Rasse von der Herrschaft des internationalistischen spekulativen Kapitals» - eine bekannte antisemitische Chiffre - und für «harte Bestrafung sexueller Perversionen und aller Kontakte zwischen Rassen, die zur Auslöschung des weissen Mannes führen».

Anton Heraschtschenko, ein leitender Berater des ukrainischen Innenministers, bescheinigt der Sozial-Nationalen Versammlung ausdrücklich, sie sei «keine Neonazi-Organisation», sondern eine «Partei ukrainischer Patrioten». Anlass seiner Äusserungen war der Hinweis einer Reporterin der BBC, ein Anführer der Vereinigung, Andrij Biletsky, kommandiere derzeit das Bataillon Asow, eine mehrere hundert Mann starke Einheit, die vom ukrainischen Innenministerium für den Krieg in der Ostukraine gegründet und ausgerüstet worden ist. Tatsächlich kämpfen im Bataillon Asow zahlreiche Aktivisten der Sozial-Nationalen Versammlung und ihres paramilitärischen Flügels, des «Patriot der Ukraine». Letzterer wurde in den 1990er Jahren von einem gewissen Andrij Parubij geführt. Parubij trägt heute als Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine in hohem Masse Verantwortung für den Krieg im Osten des Landes.

Rechtsextreme Bataillone Asow, Dnipro und Donbass

Das Bataillon Asow hat jüngst international für Aufsehen gesorgt. Berichten zufolge gehören der Einheit auch Neonazis aus dem europäischen Ausland an, etwa aus Italien, Frankreich und Schweden. Das Bataillon wird offenbar professionell trainiert; unter anderem ist zu hören, ihm stehe ein Spezialkräfte-Ausbilder aus Georgien zur Verfügung. Es gilt als eines von drei im Aufbau begriffenen Spezialkommandos der prowestlich gewendeten Ukraine - neben dem Bataillon Dnipro und dem Bataillon Donbass. In ihm kämpft unter anderem der schwedische Neonazi Mikael Skillt. Skillt, ein Mitglied der faschistischen Svenskarnas Parti, berichtet, er nehme «mindestens» dreierlei Aufgaben in der Einheit wahr: Er kommandiere «eine kleine Aufklärungseinheit», sei «als Scharfschütze» aktiv und wirke zuweilen «als Sonderkoordinator, um Häuser zu säubern und in zivile Gebiete einzudringen».

Der Mann, der laut Gerüchten inzwischen von ostukrainischen Aufständischen gefangengenommen worden sein soll, war zuvor sechs Jahre lang Scharfschütze in den schwedischen Streitkräften. Er will sich erst seit März an den Kämpfen in der Ukraine beteiligt haben. Allerdings gibt er an, mit mindestens zwei Scharfschützen gesprochen zu haben, die während der Maidan-Proteste vom Kiewer Gewerkschaftshaus aus - dieses galt als Hauptquartier der damaligen Opposition - gezielt auf Polizisten schossen. «Ihr Auftrag war es, die Berkut-Scharfschützen auszuschalten», erklärt Skillt. Die Todesschüsse vom Maidan, die vom Westen propagandistisch genutzt wurden, um den Sturz des damaligen Präsidenten Wiktor Janukowitsch zu legitimieren, sind unter der Umsturzregierung nie umfassend aufgeklärt worden; Berlin hat dahingehend nie Druck ausgeübt.

Faschisten profitierten von staatlicher Amnestie

Das Bataillon Asow ist Oleh Ljaschko eng verbunden, dessen Radikale Partei zur Zeit bei Wahlen fast ein Viertel aller Stimmen erzielen könnte. Ljaschko gilt als einer seiner Gründer; er lässt sich für Internet-Videos bei gemeinsamen Aktionen mit Asow-Kämpfern filmen. Über die Liste seiner Radikalen Partei wurde am 25. Mai der stellvertretende Kommandeur des Bataillons Asow, Ihor Mosiychuk, in den Kiewer Stadtrat gewählt. Für den Mann hatte sich Ljaschko schon zuvor eingesetzt. Mosiychuk war am 10. Januar 2014 gemeinsam mit zwei weiteren Faschisten wegen eines für August 2011 geplanten Sprengstoffanschlags zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Noch am Abend des 10. Januar kam es bei ultrarechten Protesten gegen das Urteil zu Zusammenstössen mit der Polizei, die Berlin, Brüssel und Washington nutzten, um der Regierung Janukowitsch übermässige Gewalt gegen die «Demokratiebewegung» vorzuwerfen. Die Proteste blieben erfolglos, doch profitierten Mosiychuk und seine Mittäter unmittelbar nach dem Kiewer Umsturz von der Amnestie, die das prowestlich gewendete ukrainische Parlament am 24. Februar 2014 «politischen Gefangenen» zukommen liess. Dafür, dass Mosiychuk an der Amnestie teilhaben durfte, aus der Haft entlassen wurde und sich am Aufbau des Bataillons Asow beteiligen konnte, hatte sich massgeblich Ljaschko eingesetzt.
Der Artikel ist gekürzt und komplett lesbar auf: http://german-foreign-policy.com/de/fulltext/58924 (Archiv-Version vom 14.09.2014)


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 07:11
Zitat von BabushkaBabushka schrieb:Für die Unabhängigkeit haben gestimmt 2 252 867 (89.07 %)
dagegen 256 004 (10.19 %)
ungültig 0.74 %
Wahlbeteiligung: 74,87%
Moin. Hier müsste ein Lämpchen angehen . Geht mal vom ganzen wahlpotential aus hatten wir hier eine Wahlbeteiligung weit unter 50 Prozent . Man weiß , das zur Ukraine Wahl Wahllokale von den Rebellen zerstört worden sind . Schlangen vor den Wahllokalen sind dann auch genau zu betrachten ... Wenn in einer Millionenstadt nur 10 lokale aufhaben gibt es Engpässe , als Beispiel . Hinzu kommt das die , die abgestimmt haben , sich sicher nicht vorstellen konnten das sie ihr kreuzschen für ein Krieg abgeben . Es ging doch wohl erstma nur um mehr Autonomie .


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24.10.2014 um 07:19
Und klar , hardliner gibt es mehr wie genug Auf beiden Seiten die mit Schaum vorm Mund abstimmen .


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Unruhen in der Ukraine - reloaded

24.10.2014 um 07:41
@Babushka
@Narrenschiffer
@Interalia

Zu den Stimmzetteln:
Ich finde auch dass ein Stimmzettel gefaltet sein muss.
Sogar die gefalteten Stimmzettel werden ungültig wenn ein teil nicht gefaltet ist.

Für mich kam es zu Verfahrensfehlern beim Referendum, dadurch ist es nicht komplett ungültig aber hat nicht unbedingt den Stellenwert den es gehabt hätte wenn es richtig durchgezogen worden wäre.
Beim Bush-Wahlkampf kam es auch zu Fehlern, diese haben Al Gore das Präsidentenamt gekostet und Jorge W. Bush stattdessen Präsident. Am Ende entschied dann ein Richter darüber wer Präsident wird (also zum ersten Mal in der Geschichte nicht das Volk).

Beim gezeigten Bild kann es sich um eine Fotomontage handeln, ich meine damit dass es gemacht wurde um die 2 Optionen auf dem Stimmzettel demonstrativ zu zeigen, bringt ja Nichts wenn man ein Foto macht mit einer Hand die einen geknickten Zettel hält. Man wollte auf dem Foto also den Inhalt vom Zettel wiedergeben.

Für den Fall dass Narrenschiffers recht hat und viele oder einige Zettel offen eingeworfen wurden muss ich ihm recht geben, dann wär die Wahl nicht mehr so represäntativ.
Hätte dann höchsten noch symbolischen Charakter

Wenn ich nämlich den Wahlzettel offen einwerfe, signalisiere ich damit eine "regimekonforme" Wahl getroffen zu haben.
Im Umkehrschluss bedeutet es dass aber auch dass die geknickten Zettel von Wählern stammen die eine für das Regime ungünstige Wahl beinhalten !

Wenn jetzt die geknickten Zettel von den offenen getrennt werden und untersucht dann wird man schnell so eine Tendenz erkennen . . .

Deshalb sind, in so einem Szenario, sogar die geknickten Wahlzettel, strenggenommen ungültig !

Möchte deswegen nicht behaupten dass das Volk der Krim nicht in die Richtung tendiert aber es wäre nicht auf über 90 % gekommen, vllt auf 70 %.

Um das Ergebniss wirklich glaubhaft zu machen solte es ein neues Referendum geben, nicht sofort sondern wenn sich die Lage insgesamt beruhigt hat. Dann sollte man im Vorfeld dafür sorgen dass die Beobachter auch wirklich kommen am besten Uno-beobachter.
Ich weiss die kamen nicht, muss man halt warten bis sich die Internationalen Beziehungen wieder gebessert haben, bis dahin kann man die Zeit nutzen die Bevölkerung auf die Sache einzuschwören (Investitionen und Werbung usw.)
Sobald die "Touristensaison" in Neurussland zuende geht
können sie die Krim besuchen kommen und ihre Veteranengeschichten zum Besten geben. :)
Je mehr Touristen desdo besser für die Krim.


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24.10.2014 um 07:47
Nachtrag:
hab nicht gesehen dass beim Schottischen Referendum die Wahlzetttel geknickt waren.


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