Die politische Entwicklung Russlands
gestern um 20:56Ja, gutes Video. Die meisten Aussagen kann man sicher teilen. Hauptaussage ist, dass Russland nicht mehr die Sowjetunion ist. Das ist sicher richtig.Zz-Jones schrieb:Da du anscheinend immer noch auf die Shit-Show reinfällst, brauchst du wohl mal jemanden, der Tacheles redet:
Gestatten, Militärökonom Dr. Marcus Keupp, Dozent an der Militärakademie der ETH Zürich:
Aber der Vergleichspunkt sind vor allem die USA. Für Europa könnte Russland trotzdem ein gefährlicher Gegner sein (meine Meinung), wenn eine Mehrzahl oder alle der folgenden Szenarien eintreten:
- China beginnt einen größeren militärischen Konflikt, z.B. um Taiwan. Die USA werden dort involviert, evtl. noch andere Länder (z.B. UK, Frankreich, Australien)
- Die USA kündigen die NATO oder fliegen raus, z.B. weil sie Grönland annektieren wollen oder weil die EU das Freihandelsabkommen kündigt und Trump im Gegenzug aus den NATO-Verpflichtungen aussteigt (Keupp spricht das Grönland-Szenario an und hält es für unwahrscheinlich, aber die USA unter Trump/Vance könnten auch ohne dem Unterstützung verweigern und ohne die würde auch die Ukraine wahrscheinlich nicht lange durchhalten können)
- Im UK gewinnt spätestens 2029 Nigel Farage (Reform UK) die Parlamentswahl und steigt aus NATO/Europa aus, die damit bis zu 25% an Ausgabenvolumen, geheimdienstliche Zusammenarbeit usw. verliert
- Auch in anderen europäischen Ländern gibt es Rechtsaußenregierungen, die internationale Bündnisse ablehnen oder sich sonst nicht zuständig fühlen (Griechenland erinnert sich noch an die Austeritätspolitik usw.).
- Nordkorea, Iran oder auch andere Länder unterstüzten die russische Armee insbesondere personell.
Die Frage, ob Putin Waffen, insbes. Panzer für einen möglichen späteren Angriff gegen die NATO zur Seite stellt, ist in dem Interview nicht angesprochen. Auch nicht, ob die langsamen Fortschritte in der Ukraine an dem derzeigen Personal liegen ("Halbfreiwillige", also z.B. Straftäter, die im Gegenzug ihre Strafe erlassen bekommen).
In Deutschland könnte ein Problem sein, dass Männer im wehrfähigen Alter relativ häufig zwei Staatsangehörigkeiten haben, was rechtliche Fragen zur Verpflichtung aufwerfen könnte.


