Zu dem hier immer mal wieder aufkommenden Thema, wie die russische Bevölkerung zu Putin, seiner Politik und dem Krieg in der Ukraine steht, habe ich gerade auf NTV einen aktuellen (28.01.) Artikel gefunden, den ich lesenswert finde.
Viele Russen scheinen Russland als Opfer zu sehen und eine Mehrheit den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine zu unterstützen.
Viele Menschen in Russland sehen sich einer Umfrage zufolge von ausländischen Feinden umzingelt, während sie ihr eigenes Land als Opfer betrachten. Dies sei eine Folge der unablässigen antiwestlichen Propaganda, sagte der russische Soziologe Lew Gudkow vom unabhängigen Lewada-Zentrum Moskau in Berlin bei der Vorstellung seiner Ergebnisse.
und
Den Krieg sehen die Russen als vom Westen aufgezwungen an. Russland sei nie ein Aggressor oder Initiator von Konflikten mit anderen Ländern gewesen - im Jahr 1998 bejahten 36 Prozent der Russen diese Aussage. Bis 2024, als die Invasion in die Ukraine schon zwei Jahre dauerte, wuchs dieser Anteil sogar auf 65 Prozent.
. ..
In einem Interview mit dem "Spiegel" sagte Gudkow, eine große Mehrheit der Russen unterstütze noch immer den Krieg gegen die Ukraine. Dabei sei ihnen klar, "dass Putin diesen Krieg bis zur völligen Erschöpfung fortsetzen wird - ungeachtet aller Opfer und der gnadenlosen Zerstörung", sagt der Forscher. "Gleichzeitig aber nehmen wir eine große Kriegsmüdigkeit, Unsicherheit und diffusen Unmut in der Bevölkerung wahr."
Quelle:
https://www.n-tv.de/politik/Viele-Russen-waehnen-ihr-Land-als-Opfer-id30294068.html