Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Die politische Entwicklung Russlands

87.800 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Russland, EU ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die politische Entwicklung Russlands

13.02.2026 um 10:57
https://mwi.westpoint.edu/urban-warfare-project-case-study-12-battle-of-kyiv/

Lies es einfach die Analyse aus West Point
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Die Truppen waren viel zu wenige
Nö, das ganze basiert ja darauf das der Wiederstand endet mit dem Entfernen der Regierung.

Siehe Ungarn 56
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Das setzt eine dauernde militärische Kontrolle voraus. Dies zeigt, dass du nichts verstanden hast.
Nein, in Tschetschenien sind auch keine Besatzungstruppen

Die Kontrolle macht die Marionette.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Also Maduro ist immer noch im Amt? Macht der das aus dem Gefängnis heraus?
Das Regime ist mehr als Maduro, sein ganzer Apparat ist noch Zugange

Die Vizepräsidentin ist im Amt.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:dich auf das Mitlesen beschränken. Aber du bleibst eh nicht bei deinem Wort. Das gleiche hast du sogar schon vorher heute morgen gesagt.
Mmh komisch , du glaubst du bist nicht der Geisterfahrer sondern die anderen threadteilnehmer🤣


2x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

13.02.2026 um 11:23
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Lies es einfach die Analyse aus West Point
Musst du mir sagen, was du meinst, üblich wäre Zitat, ggf. längeres.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Nö, das ganze basiert ja darauf das der Wiederstand endet mit dem Entfernen der Regierung.
Also du meinst, wenn die russische Armee durch einen Überraschungsangriff in Kiev einzieht, den Kopf des Selenski im Triumph aufführt, und Medwedtschuk zum "ewigen Diktator" ausruft, der dann ein Drittel des Staatsgebiets permanent an Putin überschreibt, dann rufen 44 Millionen Ukrainer (ok - von denen wären einige dann ja Russen ... oder so) - ohne irgendwelchen äußeren Zwang - "Yippie" und die gesamte Armee der Ukraine sagt: "Wir wollen in Zukunft lieber mit Putin gegen die NATO ziehen, als unsere Freunde und Verwandten im Osten vor grausamer Ermordung und Vergewaltigung zu schützen"? Es ist egal, dass wir gestern noch alle in die NATO reinwollten. Und wenn Putin dann wieder abzieht, lässt er eine Besatzungsgarnison dar, und das ist es dann gewesen. Stellst du es dir etwa so vor? Oder wie sonst?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Siehe Ungarn 56
Welche reguläre ungarische Partei wurde denn in Ungarn 56 von der Macht entfernt? Oder haben die Sowjets dem Regime nicht vielmehr gegen einzelne Aufständische, die nur kurz eine Gegenregierung bilden konnten, geholfen?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Nein, in Tschetschenien sind auch keine Besatzungstruppen
Welche Regierung wurde abgesetzt?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Das Regime ist mehr als Maduro, sein ganzer Apparat ist noch Zugange

Die Vizepräsidentin ist im Amt.
Also keine permantente Okkupation, im Gegenteil. Es läuft im Wesentlich ähnlich weiter, trotzdem erhofft Trump sich natürlich eine eher pro-amerikanische Nachfolge bzw. Venezuala ist bereits den Interessen der USA entgegengekommen. Also ein regime change.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Mmh komisch , du glaubst du bist nicht der Geisterfahrer sondern die anderen threadteilnehmer🤣
Es sind zwei bis drei übrig geblieben, die untereinander ganz verschiedene Ansichten haben, es gibt keinen Konsens. Du hast aber gestern OSINT mit dem wissenschaftlichen Literaturverzeichnis verwechselt und heute einen regime change mit einer dauernden Okkupation (wie auf der Krim...).


6x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

13.02.2026 um 11:52
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Nö, das ganze basiert ja darauf das der Wiederstand endet mit dem Entfernen der Regierung.
Also du meinst, wenn die russische Armee durch einen Überraschungsangriff in Kiev einzieht, den Kopf des Selenski im Triumph aufführt, und Medwedtschuk zum "ewigen Diktator" ausruft, der dann ein Drittel des Staatsgebiets permanent an Putin überschreibt, dann rufen 44 Millionen Ukrainer (ok - von denen wären einige dann ja Russen ... oder so) - ohne irgendwelchen äußeren Zwang - "Yippie" und die gesamte Armee der Ukraine sagt: "Wir wollen in Zukunft lieber mit Putin gegen die NATO ziehen, als unsere Freunde und Verwandten im Osten vor grausamer Ermordung und Vergewaltigung zu schützen"? Es ist egal, dass wir gestern noch alle in die NATO reinwollten. Und wenn Putin dann wieder abzieht, lässt er eine Besatzungsgarnison dar, und das ist es dann gewesen. Stellst du es dir etwa so vor? Oder wie sonst?
Kannst du dir nicht ausmalen, was du dir ausmalen kannst.
Wie funktioniert das, jeden Beitrag von der querstmöglichen Seite aus zu betrachten?
Ich mein, absolut jedem hier ist klar, wie @Fedaykin das gemeint hat.
Der russische "Plan" endete mit einer Blitzeinnahme Kiews inkl. Entfernung der Regierung. Dadurch, so das russische Kalkül, hätte die ukrainische Bevölkerung dann jeglichen Widerstandswillen verloren.

Du machst daraus, dass @Fedaykin sich diesen "Plan" quasi ausgedacht hätte, nur, um dich gleichzeitig dann darüber "lustig" machen zu können.

Wie kommt man auf so einen Quatsch?


1x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

13.02.2026 um 11:58
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Dadurch, so das russische Kalkül, hätte die ukrainische Bevölkerung dann jeglichen Widerstandswillen verloren.
Das ist das, was ich oben schrieb.

Militärisch hätte die russische Invasionsarmee niemals die Ukraine kontrollieren können. Im Erfolgsfall wäre ein Überraschungsüberfall auf Kiev gelungen oder man hätte Druck ausüben können, einen für Russland günstigen Friedensvertrag zu verhandeln.

Also warum hätte sowohl die ukrainische Armee als auch die Bevölkerung sich widerstandslos ergeben sollen, wenn dazu noch ihre Hoffnung auf Aufnahme in EU/NATO genommen wird und ein Drittel des Staatsgbiets dauernd an Russland verloren geht?
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Du machst daraus, dass @Fedaykin sich diesen "Plan" quasi ausgedacht hätte, nur, um dich gleichzeitig dann darüber "lustig" machen zu können.
Wer hat sich das sonst ausgedacht? Mein Formulierung oben war überspitzt, aber im Kern richtig und beschreiben das, was @Fedaykin selbst zuvor gesagt hat.


1x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

13.02.2026 um 12:34
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Militärisch hätte die russische Invasionsarmee niemals die Ukraine kontrollieren können
sagte auch niemand, ist auch nicht nötig.

Gemäß russischer Annahmen zur Ukraine.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Also warum hätte sowohl die ukrainische Armee als auch die Bevölkerung sich widerstandslos ergeben sollen, wen
Ziemlich eiderstandlo, glaubst du hätten sich ins Gewehrfeuer gestellt, und auch die Armee hätte nicht mehr organisiert auftreten können.

Ansonsten frag die Russen bzgl ihrer Fehleinschätzung zum widerstandswillen der Ukraine , sie erwarteten ja auch Blumenkränze.
Hatten sie dir Realität gewusst, hätte der Krieg in der Form erst hat nicht angefangen.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Wer hat sich das sonst ausgedacht
Das russische Oberkommando hat es wohl der Führung so verkauft.

https://www.blick.ch/ausland/geheimdienst-draengte-armee-darum-scheiterte-putins-blitzkrieg-id18159646.html


Ist zwar die Schweizer Bild...aber egal.


1x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

13.02.2026 um 13:26
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:und auch die Armee hätte nicht mehr organisiert auftreten können.
Eine Armee, die viel größer ist als die russische und vom Westen unterstützt wird, hätte "nicht mehr organisiert auftreten können" und warum nicht?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Ansonsten frag die Russen bzgl ihrer Fehleinschätzung zum widerstandswillen der Ukraine , sie erwarteten ja auch Blumenkränze.
Hatten sie dir Realität gewusst, hätte der Krieg in der Form erst hat nicht angefangen.
Zu dem Blumenkränzen hätte ich gerne mal ne Quelle.

Also du meinst, Putin wusste nicht, dass die Invasionsarmee viel kleiner war als die ukrainische und für eine Annexion nicht geeignet?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Das russische Oberkommando hat es wohl der Führung so verkauft.

https://www.blick.ch/ausland/geheimdienst-draengte-armee-darum-scheiterte-putins-blitzkrieg-id18159646.html


Ist zwar die Schweizer Bild...aber egal.
Kann die Aussage dort nicht finden.

Und ja, Quelle ist nicht so toll, gibt es keine bessere, was schreiben andere Zeitungen dazu?


melden

Die politische Entwicklung Russlands

13.02.2026 um 19:11
@Panaetius

Um deine Wissenslücken zu füllen, hier mal ein paar auserwählte Zitate aus einer seriösen Studie:
Russlands ursprüngliche Erwartungen bezüglich eines raschen Erfolgs seiner Militäroperation haben sich schon kurz nach Beginn der Operation als falsch herausgestellt. Die ukrainischen Streitkräfte haben erfolgreich den russischen Angriffen widerstanden und intelligent die zahlreichen Schwächen der russischen Operationsplanung und taktischen Umsetzung ausnutzen können.
Der Aufmarsch der russischen Armee ist gut dokumentiert. Ursächlich hierfür ist die Entscheidung der USA, Erkenntnisse aus dem Bereich der Nachrichtendienste großzügig zu teilen und auch zu veröffentlichen.
Die Russische Föderation hatte Ende Februar 2022 ungefähr 200.000 Soldaten und 550 Kampfflugzeuge um die Ukraine herum zusammengezogen. Die Heereskräfte entsprachen zwischen 80 und 120 bataillonstaktischen Gruppen (BTGs).
Für den Einsatz in der Ukraine war im Februar 2022 also ein erheblicher Anteil der verfügbaren Kampftruppenverbände aufgeboten worden. Die ungefähre räumliche Zuordnung der BTGs zu den Frontabschnitten ist in Abbildung 1 skizziert.
Während der Aufmarsch der russischen Truppen relativ gut dokumentiert wurde, war es für westliche Analysten schwierig, die vermutliche Absicht, also die Ziele eines möglichen Angriffs, herauszuarbeiten. Der russische Präsident Putin änderte während der Operation, je nach der Situation an der Front, die Rhetorik bei den Gründen für den Angriff. In den Medien wurden die folgenden Ziele von ihm genannt:

„Entnazifizierung“ und Entwaffnung der Ukraine;

Verhinderung einer NATO-Erweiterung bzw. der Stationierung von US-Militärkräften in der Ukraine[18];

„Befreiung“ der Einwohner des gesamten Territoriums der Gebiete Donezk und Luhansk vom „Völkermord an der russischsprachigen Bevölkerung“, begangen angeblich von der ukrainischen Regierung;[19]

Eingliederung der seit 2014 besetzten Gebiete in der Ostukraine und Verbindung mit der Krim auf dem Landweg, indem auch der Südosten der Ukraine annektiert wird (Projekt „Noworossija“).[20]
Nach Ansicht des US-Außenministers Antony J. Blinken verfolgte Russland drei Ziele: die Ukraine zu unterwerfen und ihre Souveränität zu zerstören, die russische Macht zu etablieren und den Westen zu spalten.[21]
Jetzt ein größerer Abschnitt zum Kampf Verlauf der ersten Tage:
4 Die ersten Kriegstage
Die aktiven Kampfhandlungen begannen in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar 2022. Russische Luftstreitkräfte attackierten sowohl zivile als auch militärische Ziele im ganzen Land. Landstreitkräfte starteten aus drei Hauptrichtungen: Bodentruppen griffen im Norden beiderseits des Dnjepr mit Ziel Kyjiw an, im Süden von der Krim aus in drei Stoßrichtungen (Westen: Odessa, Norden: Saporischschja, Osten: Mariupol), im Osten von Donetsk und Luhansk aus und einem weiteren Vorstoß mit Ziel auf die Großstadt Charkiw.

Der russische Vormarsch stieß schnell auf erbitterten Widerstand. Dieser wurde geschickt geführt und verlangsamte das Vordringen der russischen Armee erheblich. Zugleich mussten die russischen Angreifer starke Verluste hinnehmen. Im Internet häuften sich rasch Videos von abgeschossenen russischen Gefechtsfahrzeugen. In sozialen Medien bildeten sich Netzwerke, die jedes Wrack untersuchten und dokumentierten,[25] was eine Abschätzung der russischen Verluste ermöglichte. Der Generalstab der Ukraine veröffentlichte eine Übersicht der russischen Verluste bei Personal, Fahrzeugen und Luftfahrzeugen. Ein Vergleich der von Netzwerken in sozialen Medien ermittelten Verluste mit den Angaben der ukrainischen Streitkräfte ergab, dass letztere zwar höher lagen, aber keineswegs stark übertrieben schienen. Zudem näherten sich die unabhängig ermittelten Zahlen mit leichtem Zeitverzug stets den offiziell genannten Verlustzahlen an.

Schon zu Beginn des Kriegs war ersichtlich, dass die russischen Kräfte eher zu knapp bemessen waren, um den ihnen vorgegebenen großen Raum einnehmen zu können. Das zeigt sich besonders deutlich am Beispiel der auf der Krim stationierten BTG. Die 20 dort eingesetzten BTGs griffen auf drei Achsen an, die am Ende über 300 Kilometer auseinanderlagen. Die östliche Stoßrichtung verlief in Richtung Mariupol, wo es zu schweren Gefechten im Orts- und Häuserkampf kam. Die nördliche Richtung lief auf Saporischschja zu, die westliche Stoßrichtung sollte Odessa bedrohen. Die Kräfte der in jeder Richtung eingesetzten Truppen entstammten den ursprünglichen 20 BTGs, die am Vorabend bereitstanden. Für jede einzelne Angriffsachse blieben also nur etwa fünf bis acht BTGs übrig. Diese konnten sich zudem nicht gegenseitig unterstützen und mussten einen großen (ungefähr dem zwischen Flensburg und Braunschweig entsprechenden) Raum sichern.

In den ersten Kriegtagen schien es, als wären die eingesetzten russischen Kräfte über die Art des Vorgehens im Unklaren. Russische Einheiten wirkten bisweilen desorientiert und nicht wirklich auf Kampf eingestellt.[26] Ukrainischen Quellen zufolge lagen Aussagen gefangener russischer Soldaten vor, denen nicht klar war, dass sie sich in der Ukraine befanden und dort einen Krieg führen müssten. Die russischen Kriegsgefangenen, oft Wehrpflichtige, erzählten, sie seien zur Militärausbildung auf russische oder belarussische Felder geschickt worden.[27] Aus anderen Berichten des ukrainischen Geheimdienstes geht hervor, dass den russischen Auftragnehmern eine Operation nach dem „Krim-Szenario“ versprochen wurde: kein Widerstand seitens der Ukraine, ein ruhiger Dienst und die Bereitstellung von Wohnraum in den besetzten Gebieten.[28] Diese Kräfte schienen besonders von der ukrainischen Gegenwehr überrascht. Diverse Fotos von unbeschädigten, aufgegebenen russischen Fahrzeugen bestätigten den Eindruck, dass russische Soldaten nicht auf einen Kampf vorbereitet schienen.[29] Ein weiteres Indiz für die sinkende Moral in der russischen Armee sind Fälle, in denen russische Soldaten sich selbst in die Beine schossen, um eine Teilnahme an der Operation zu vermeiden oder sich zu ergeben.[30]

Die ukrainische Seite konnte sich schnell auf den Angriff einstellen und hat sofort erbitterten Widerstand geleistet. Auf russischer Seite waren die Verluste zu Beginn sehr hoch; bei einigen Einheiten, insbesondere den Angriffsspitzen, wurden ganze Bataillone vollständig aufgerieben. Eine große Luftlandung am Flugplatz Hostomel nördlich von Kyjiw musste man abbrechen, nachdem mehrere Transportflugzeuge abgeschossen wurden.[31] Diese Luftlandung sollte den Vorstoß der Panzerkräfte auf die ukrainische Hauptstadt flankieren. Ihre Zerschlagung wirkte sich negativ aus auf das Fortkommen der russischen Streitkräfte nördlich von Kyjiw und legte damit den Grundstein für das spätere Scheitern eines wesentlichen Teils der Operationsführung (Einnahme Kyjiw s und Sturz der ukrainischen Regierung).
Das Scheitern des russischen "Plans" wird offensichtlich:
Nach einigen Tagen Kampf war an allen Frontabschnitten zu beobachten, dass die russischen Einheiten unter Versorgungsmängeln litten. Ihre logistischen Vorbereitungen schienen ungenügend, Verpflegung, Munition und Kraftstoff fehlten. Deshalb konnte die russische Seite die Vorteile gepanzerter Kräfte (Beweglichkeit und Feuerkraft) nicht nutzen. Die Panzer blieben oftmals stehen und waren dann eine leichte Beute für ukrainische Kräfte, die sie mit Panzerabwehrmitteln angriffen. Russische Soldaten beklagten später das Fehlen von Feuerunterstützung durch eigene Artillerie,[51] ebenfalls eine Folge von Munitionsmangel. Ursächlich für die Versorgungsdefizite war neben schlechter Planung (da man keinen langen Krieg erwartete, meinte man auf ausreichende Versorgung verzichten zu können) insbesondere die geringe logistische Leistungsfähigkeit der russischen Armee. Die russische Armee setzt zur Versorgung ihrer Truppen traditionell stark auf Eisenbahntransporte, weswegen russische Verbände über wesentlich weniger Transportfahrzeuge verfügen als vergleichbare Verbände westlicher Armeen. Die Abhängigkeit von der Eisenbahnlogistik führte jedoch auch deshalb zu Verzögerungen, weil die Anzahl von Sabotageakten gegen Eisenbahnen zunächst in Belarus und dann in Russland zunahm.[52]

Aufgrund der Struktur des Eisenbahnnetzes der Ukraine und wegen der Zerstörung von Gleisen war eine Nachversorgung per Bahntransport kaum möglich.[53] Die Versorgungsmängel wurden durch die ukrainische Taktik des Angriffs in die tiefen Flanken der Angriffsspitzen verschärft. Dabei setzten die ukrainischen Streitkräfte kleine Kommandos ein, die auf leichten Fahrzeugen im Hinterland Angriffe gegen die russischen Kolonnen auf den Hauptstraßen durchführten. Wie zahlreiche vom Sicherheitsdienst der Ukraine veröffentlichte Aufnahmen zeigen, nutzt die russische Armee unsichere Mobilfunkverbindungen auch für die Logistik. Aus diesem Grund kann die ukrainische Seite sie leicht aufspüren und angreifen.[54]
Zur stetigen Abnutzung der russischen Kräfte beim Anrennen gegen Widerstände trat nach einigen Tagen hinzu, dass sich die Versorgungsmängel verschärften. Die russische Führung schien es nicht zu schaffen, den anfänglichen Fehler zu knapp bemessener Versorgung beherzt zu korrigieren. Berühmtes Symbol dafür wurde der über 60 Kilometer lange Versorgungskonvoi nördlich von Kyjiw.[55]

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die ukrainischen Streitkräfte schnell vom Schock des Angriffs erholt und erfolgreich zu einer beweglich geführten Verzögerung bzw. Verteidigung gegriffen haben. Die russischen Verbände erlitten erhebliche Verluste und konnten an keinem Frontabschnitt einen entscheidenden Erfolg erzielen (siehe Tabelle 1). Auch die ukrainische Luftverteidigung blieb aktiv, konnte mehrere russische Luftfahrzeuge abschießen und Russland daran hindern, seine luftgestützte Feuerkraft (Jagdbomber, Kampfhubschrauber) voll einzusetzen.
Ab dem zehnten Kriegstag (05.03.2022) konnte Russland keine bedeutenden Geländegewinne mehr erzielen. Die Ukraine behielt ihre bewährte Taktik bei, Angriffsspitzen frontal zu binden und deren tiefe Flanken und Versorgungswege mit leichten Kräften anzugreifen. Der Mangel an Nachschub blieb ein Problem der russischen Verbände, die im Lauf der Zeit zunehmend überdehnt waren. Dies lag nicht nur am geringen Kräfteansatz, sondern auch an dem immer größeren Gebiet, das russische Einheiten eingenommen hatten. Die im Westen von Kyjiw angreifenden Spitzen der russischen Verbände mussten rund 150 Kilometer Strecke von Weißrussland bis Kyjiw sichern und die östlich des Dnjepr angreifenden Verbände ungefähr 230 Kilometer.
Neben Überdehnung und Mangel an Nachschub litten die russischen Verbände zunehmend an Erschöpfung. Die der Truppe gestellte Aufgabe konnte nicht erfüllt werden. Zudem zeigten die hohen Personalverluste immer mehr Wirkung. Bei täglich etwa 300 Gefallenen und 900 Verwundeten ließ die Kampfkraft der russischen Verbände stetig nach.[56] Die Moral sank und Berichte über Waffenniederlegungen, Fahnenflucht und Befehlsverweigerung nahmen zu.[57] Die Personalnot verschärfte sich durch die Anweisung, in der Ukraine keine Wehrpflichtigen einzusetzen, machen diese normalerweise doch in einigen Einheiten der Kampftruppe 80 Prozent der Mannschaft aus.
Erste Versuche der Russen, mehr Personal zu generieren und die Feststellung, dass das Material nicht besser werden wird...
Die russische Führung begegnet diesem Problem mit verschiedenen Mitteln. Wehrpflichtige werden geworben, sich als Soldaten auf Zeit zu verpflichten. Trotz erheblicher Prämien scheint dieser Ansatz aber wenig erfolgreich zu sein.[59] Weiterhin lässt sie Einheiten aus ganz Russland herbeiführen.[60] Zudem beruft sie Reservisten ein und zieht Personal aus anderen Einheiten zum Auffüllen der geschwächten Verbände heran. All diese Maßnahmen bringen allerdings keinen durchschlagenden Erfolg. Ausbildungsstand, Fitness und mangelnde Gruppenkohäsion der neu gebildeten Einheiten erweisen sich als problematisch und ebenso die Ausstattung neu aufzustellender BTGs mit Material aus Depots. Dieses Material ist oftmals noch älter und in noch schlechterem Zustand als das der Einheiten, die in der ersten Welle eingesetzt wurden.[61] Es ist also zu erwarten, dass der Kampfwert der in der Ukraine mobilisierten russischen Verbände eher abnimmt.
Ich überspringe hier jetzt einen großen Teil der Studie, welche den Verlauf der nächsten Tage/Wochen/Monate zeigt, und mache auszugsweise mit dem Fazit weiter:
Russlands Überfall auf die Ukraine verläuft deutlich anders, als die meisten Analysten vermutet haben. Die russische Staats- und Armeeführung hat mehrere schwerwiegende Fehler begangen. Sie hat die eigenen Kräfte überschätzt und die der Ukraine unterschätzt. Daraus ergaben sich Folgefehler, die den Fortschritt der Operationsführung negativ beeinflusst haben.
Aufgrund der mangelhaften Lageeinschätzung hat die russische Militärführung einen nicht tragfähigen, allzu ambitionierten Operationsplan erarbeitet. Mit den eingesetzten Kräften ließen sich die gesetzten Ziele nicht erreichen. Überspitzt gesagt, waren die russischen Einheiten von Anfang an unterlegen – oder ihre (örtliche) Überlegenheit reichte für einen Angriffserfolg nicht aus. Darüber hinaus waren die russischen Kräfte unzureichend vorbereitet, erhielten zu wenig Nachschub und waren zunächst auf einen Kampf nicht eingestellt. Auch dies war eine Folge der ursprünglich gemachten Fehler bei der Einschätzung der Lage.

Überdies zeigte sich, dass der Zustand der russischen Streitkräfte deutlich schlechter ist als angenommen. Die erfolgreiche Nutzung militärischer Mittel in Syrien hat darüber hinweggetäuscht, dass die Masse der russischen Einheiten geringen Kampfwert besitzt. Auch ist die Struktur der russischen Armee anscheinend wenig geeignet, größere Verbände für einen länger andauernden Konflikt bereitzustellen.[103] Ebenso ist der technische Klarstand der Land- und Luftstreitkräfte offensichtlich mangelhaft und die Ausstattung mit modernem Material (etwa Kommunikationsmittel) unzureichend.

Der Luftwaffe scheint es an Ersatzteilen und an Hochwertmunition zu fehlen und sie hat Schwierigkeiten, effektive Luftnahunterstützung zu leisten. Dafür fehlen ihr vermutlich taktische Verfahren, Kommunikationsmittel mit Bodentruppen und Übung.

Die russische Armeeführung brauchte etwa fünf Wochen, um sich zu einer Änderung der Vorgehensweise zu entschließen. Mit dem Einstellen der Offensive auf Kyjiw verkürzte sie ihre Linien und verringerte die Überdehnung ihrer Kräfte.
Allerdings gelang es der russischen Armee auch in dieser Phase des Kriegs nicht, entscheidende Erfolge zu erzielen. Die russischen Verluste blieben hoch, die ukrainischen Verbände wurden weder eingeschlossen noch anderweitig geschlagen. Anfang Mai reagierte die russische Seite mit einer weiteren Reduzierung ihrer Offensive auf wenige Abschnitte. Während sie im Norden des Donbas auch damit nichts erreichte – mehrere Versuche, den Fluss Siwerskyj Donez zu überqueren, wurden abgewehrt –, gelang ihr im südlichen Abschnitt bei Popasna ein Erfolg. Doch selbst dieser brachte nicht den erhofften Durchbruch und die Umschließung der ukrainischen Verbände. Ab Anfang Mai 2022 konzentrierte die russische Armeeführung ihren Schwerpunkt auf Sjevjerodonezk, reduzierte also den Raum, in dem sie angriff, noch weiter. Hier konnte sie eine massive Überlegenheit an Feuerkraft und an Truppen herstellen und die ukrainische Verteidigung zunehmend dezimieren. Der Preis für diesen Erfolg bestand allerdings darin, dass er den möglichen Erfolg verringerte. Statt um Eroberung der östlichen Hälfte der Ukraine oder Eroberung des Donbas ging es nunmehr um die Einnahme einer einzelnen Stadt mit etwa 100.000 Einwohnern.

Die russischen Streitkräfte konnten kaum jemals, und das ist das Grundproblem, eine zahlenmäßige Überlegenheit herstellen. Ihr Kräfteansatz blieb in den meisten Fällen zu gering. Ihre Armee zeigte sich im weiteren Verlauf des Kampfes außerstande, genügend Kampfverbände aufzubieten. Erst die Reduzierung des Angriffs auf einen kleinen Abschnitt führte zu einer Überlegenheit und damit zu Erfolg.

Erhebliche Probleme sind auch beim russischen Oberkommando zu verzeichnen. Zum einen sind die Todesfälle von Generälen und Kommandeuren auf dem Schlachtfeld extrem hoch, zum anderen führte Putin höchstpersönlich mehrfach unerwartete Kommandowechsel und Säuberungen von möglichen „Verrätern“ an der Spitze der Armee durch. So wurde der Kommandeur der russischen Luftlandeeinheiten, Generaloberst Andrej Serdjukow ebenso abgelöst wie der Befehlshaber des Militärbezirk Süd, Armeegeneral Alexander Dwornikow. Der Austausch von kompetentem und erfahrenem Führungspersonal wirkt sich höchstwahrscheinlich negativ auf die Führungsleistung der russischen Armee aus und fördert zudem ein Klima des Misstrauens und Absicherungsdenkens.
Russlands Überfall auf die Ukraine hat sich in den ersten Monaten zu einer militärischen und politischen Niederlage entwickelt. Die militärischen Ziele wurden nicht erreicht. Erst eine deutliche Reduzierung des Ansatzes brachte Erfolge, ändert aber nichts am Gesamtbefund.
Quelle: https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/sirius-2022-3002/html

Hier als PDF: https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/sirius-2022-3002/pdf?licenseType=open-access

Damit sollte der Fall jetzt wohl endlich mal klar sein.

Aber, bevor wieder sinnloses Gemeckere durch Kontext-Entzug entsteht, sei noch erwähnt, dass diese Studio von Anfang September 2022 ist, also demzufolge noch vor der Teilmobilisierung erstellt wurde.


2x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 08:50
Keine Wissenslücken bzw nicht bei mir. Der entscheidende Satz ist:
war es für westliche Analysten schwierig, die vermutliche Absicht, also die Ziele eines möglichen Angriffs, herauszuarbeiten.
Deutlich wird ansonsten nur, dass Russland unbedingtt den Donbass will, dass die russische Invasionsarmee für eine Okkupation der Ukraine zu klein war und dass Putin für den Angriff auf Kiev keinen Nachscub einplante. Also sollte diese nur wenige Tage dauern, es war keine Okkupation geplant, sondern die Truppen sollten wieder abziehen .

Deckt sich also mit der übrigen Literatur.


3x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 09:47
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:für den Angriff auf Kiev keinen Nachscub einplante. Also sollte diese nur wenige Tage dauern, es war keine Okkupation geplant, sondern die Truppen sollten
Nee das sollte geblitzt werden, Abzug wie gesagt nach Regime Change

Alles andere ist ja noch dämlicher.

Hat halt nicht geklappt wegen einer totalen Fehleinschätzung bzgl der Motivation der Ukraine

Und zum hundertsten mal Putin plant nicht am Kartentisch und Teil Nachschub und Brigaden ein.. 🤣🤣

Woher kommt diese Vorstellung


2x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 10:51
@Fedaykin

Wenn man von "Putin" als Akteur in Kriegshandlungen spricht, so ist jedem außer dir bewusst, dass es sich um eine übliche sprachliche Vereinfachung handelt und selbstverständlich auch andere Personen und Berater beteiligt sind. Nur würde durch die explizite Herausstellung dieser Trivialität eine sprachliche Kommunikationen unmöglich. Damit veralberst du dich nur selber. Trotzdem bleibe ich selbstverständlich dabei, dass wichtige Kriegsvorbereitungen nicht an Putn vorbeigehen. Als russischer Präsident ist er Oberbefehlshaber, daher ist es völlig richtig bzw. alternativlos, ihn als Subjekt eines Satzes zu russischen Kriegshandlungen zu machen, denn er ist am Ende der Befehlskette persönlich verantwortlich. Du veralberst dich selber, und man bekommt zunehmend den Eindruck, du hast noch nie einen Text formuliert, der über 2 bis 3 Hauptsätze hinausgeht, und dein Denken ist entsprechend eingeschränkt.

Ansonsten kommen wir uns aber näher. Putin hatte nie das Ziel, die Ukraine außerhalb des Donbass zu besetzen. Hier hatte er ursprünglich weitere Kriegsziele, von denen er aktuell nur minimale verfolgt. Wie soll man sonst die Unterstützung durch China erklären, denn an Kiev hat China kein Interesse?

Vielmehr wollte er Selenski bzw die Regierung Selsenski stürzen, ähnlich wie Trump Maduro stürzte. Sei es durch Tötung, Gefangennahme, Flucht oder Aufgabe. Dies sollte überfallartig geschehen, und die Truppen - außer aus dem Donbass - solltrn sofort wieder abziehen. Im besten Fall wäre die neue Regierung pro-russisch(er). Falsch ist es zu sagen, dass Putin glaubte die Ukraine damit - wie noch zu Warschauer Pakt-Zeiten - vollständig zu kontrollieren. Dies hätte eine dauernde Besatzung erfordert, und das war nie der Plan. Entscheidend ist also, das er den Donbass militärisch kontrollieren muss. Eine andere Regierung würde dies vlt leichter anerkennen, würde aber nicht von Russland nicht kontrollierte Gebiete an Russland "verschenken". Ebensowenig wie die Vizepräsidentin von Venezuela ihr Land an die USA verschenkt. Ein regime change ist keine Annektion. Dies ist ein wichtiger Unterschied.


2x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 11:03
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:es war keine Okkupation geplant, sondern die Truppen sollten wieder abziehen .
Wo steht das?
Belege bitte.


2x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 11:16
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Wo steht das?
Belege bitte.
Sollte mittlerweile bekannt sein:
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb am 05.02.2026:Ich zitiere gerne nochmal die wissenschaftliche Quelle dazu:
Russian invasion plans did not envision occupation or annexation of entire Ukraine, in particular Western and Central Ukraine
Such size of the Russian force was insufficient to occupy the entire Ukraine and capture Kyiv.
Quelle: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-98724-3_12
Wie kommst du, anderhersum gefragt, darauf, dass Putin eine dauernde Besatzung bzw. Okkupation der Gesamtukraine (nicht nur des Donbass) plante?

Alles spricht dagegen:
- das Invasionsheer, vor allem jenes, welches gegen Kiev zog, war viel zu klein, um die Ukraine besetzen zu können. Es hätte nur für den überfallartigen regime change gereicht
- es gab noch nicht mal Pläne zur Nachubversorgung, die über wenige Tage hinausgingen. Also kann keine längere Stationierung bzw. Besetzung/Annektion Teil des Planes gewesen sein
- selbst die von Putin selbst formulierten "Kriegziele" deuten nur auf den regime change hin. Dies, obwohl man von einem Grad der propgandistischen Überhöhung ausgehen muss.

Das deckt sich auch mit Rosemann (2022), oben von dir zitiert.


3x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 11:21
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Wo steht das?
Es ist mittlerweile auch die Ansicht von @Fedaykin geworden.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Abzug wie gesagt nach Regime Change



1x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 11:32
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Keine Wissenslücken bzw nicht bei mir.
Oh, ist dein zweiter Vorname, wobei es eher eine Wissensverweigerung ist.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Der entscheidende Satz ist:
war es für westliche Analysten schwierig, die vermutliche Absicht, also die Ziele eines möglichen Angriffs, herauszuarbeiten.
Nö. Dieser Satz ist überhaupt nicht entscheidend, zumal du ihn wieder mal aus dem Kontext gerissen hast. Tatsächlich geht es dabei nämlich darum, dass Russland keine für Außenstehende nachvollziehbare Begründung für seinen Überfall lieferte, sondern dazu eben lediglich nur ein Sammelsurium aus auswechselbaren Scheinargumenten von sich gab:
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Während der Aufmarsch der russischen Truppen relativ gut dokumentiert wurde, war es für westliche Analysten schwierig, die vermutliche Absicht, also die Ziele eines möglichen Angriffs, herauszuarbeiten. Der russische Präsident Putin änderte während der Operation, je nach der Situation an der Front, die Rhetorik bei den Gründen für den Angriff. In den Medien wurden die folgenden Ziele von ihm genannt:

„Entnazifizierung“ und Entwaffnung der Ukraine;

Verhinderung einer NATO-Erweiterung bzw. der Stationierung von US-Militärkräften in der Ukraine[18];

„Befreiung“ der Einwohner des gesamten Territoriums der Gebiete Donezk und Luhansk vom „Völkermord an der russischsprachigen Bevölkerung“, begangen angeblich von der ukrainischen Regierung;[19]

Eingliederung der seit 2014 besetzten Gebiete in der Ostukraine und Verbindung mit der Krim auf dem Landweg, indem auch der Südosten der Ukraine annektiert wird (Projekt „Noworossija“).[20]
Warum unterschlägst du das schon wieder, bzw versuchst stattdessen den Eindruck zu erwecken, dass sich die Unklarheit auf die sichtbare militärische Aktion bezog?
Da war nichts unklar - das geschah auf dem Präsentierteller.
Unklar waren und sind lediglich die dafür herangezogenen "Begründungen".
Kurzum:
Hätte Putin stattdessen gesagt, ihm war langweilig und er hatte Bock auf Krieg, außerdem dachte er, dass Russland viel stärker ud die Ukraine viel schwächer sei, aber nun haben wir den Salat, und ich höre auch nicht mehr auf.... hätte es die oben beschriebene Unklarheit dann auch nicht gegeben.

Der Fehler, wenn man so will, war, dass man diesen Mumpitz-Begründungen anfänglich überhaupt irgendeine Art von Relevanz zugestanden hat.

Aber, ich sehe gerade, du kochst ja sowieso auch schon wieder dein eigenes Süppchen der Wahrheit.
Ich bin dann erstmal so lange raus, bist du deine Kontextverzerrung abgeschlossen hast...


1x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 11:44
Ein Nachtrag noch:

Da es dir offensichtlich ja Schwierigkeiten zu bereiten scheint, die entscheidende Sätze aus einer Studie herauszufiltern, helfe ich dir dabei noch mal auf die Sprünge:
Aufgrund der mangelhaften Lageeinschätzung hat die russische Militärführung einen nicht tragfähigen, allzu ambitionierten Operationsplan erarbeitet. Mit den eingesetzten Kräften ließen sich die gesetzten Ziele nicht erreichen. Überspitzt gesagt, waren die russischen Einheiten von Anfang an unterlegen
Die russische Armeeführung brauchte etwa fünf Wochen, um sich zu einer Änderung der Vorgehensweise zu entschließen. Mit dem Einstellen der Offensive auf Kyjiw verkürzte sie ihre Linien und verringerte die Überdehnung ihrer Kräfte.



2x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 11:48
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Wie kommst du, anderhersum gefragt, darauf, dass Putin eine dauernde Besatzung bzw. Okkupation der Gesamtukraine (nicht nur des Donbass) plante?
Wenn ich mich recht entsinne und nicht täusche, ging es lediglich um die Westukraine um Lemberg & Co., die eigenständig bleiben dürfen oder halt Polen beitreten sollen.


1x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 11:52
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Wenn ich mich recht entsinne und nicht täusche, ging es lediglich um die Westukraine um Lemberg & Co., die eigenständig bleiben dürfen oder halt Polen beitreten sollen.
Ja, das ist auch noch so ein Märchen - man wäre quasi Polen zuvorgekommen.


melden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 12:37
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:„Entnazifizierung“
ist Propaganda-Sprech für "regime change".

Für Trump ist Maduro ein Drogendealer, für Putin Selenski ein "Nazi". -> es geht um die Dämonisierung des Regierungschefs bzw. der Regierung, um ihn/sie zu delegitimieren. Im Blick dabei ist natürlich die innere Opposition, sei es jetzt in Venezuela oder in der Ukraine (wo es pro-russische Minderheiten gibt).
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Entwaffnung der Ukraine

Verhinderung einer NATO-Erweiterung bzw. der Stationierung von US-Militärkräften in der Ukraine[18];
Ist auch bereits von Professor Katchanosvki herausgearbeit worden, wenn man nicht schon selbst darauf kommt: Es geht um den Friedensvertrag nach der russischen Okkupation des Donbass. Klar, eine anderes regime als das von Selenski hätte Putin in die Karten gespielt.
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:„Befreiung“ der Einwohner des gesamten Territoriums der Gebiete Donezk und Luhansk vom „Völkermord an der russischsprachigen Bevölkerung“, begangen angeblich von der ukrainischen Regierung;[19]

Eingliederung der seit 2014 besetzten Gebiete in der Ostukraine und Verbindung mit der Krim auf dem Landweg, indem auch der Südosten der Ukraine annektiert wird (Projekt „Noworossija“).[20]
Also ging es nicht um eine Annexion der Gesamtukraine, sondern lediglich des Donbass. Mit Schwerpunkt auf der Schwarzmeeregion. Warum sonst sollte China Putin unterstützen?

Mein Tipp an dich: Lerne erstmal, richtig zu lesen. Bevor du jedesmal krachend auf die Schnauze fällst.

Und außerdem: war es bisher nicht so, dass das, was der Kreml selbst sagt, bzw. die Anführung dieser Selbstaussagen des Kreml als Argument in der Diskussion, ein absolut sicheres Zeichen dafür war, dass der, der das tut (in diesem Fall du, oben) ein Kremlpropagandist und Russki mir-Troll ist? Gilt das jetzt nicht mehr und warum?


4x zitiertmelden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 12:46
Und wieso habe ich die Kriegsziele "unterschlagen", wenn ich diese oben ausdrücklich zu meinem Argument gemacht habe?
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:- selbst die von Putin selbst formulierten "Kriegziele" deuten nur auf den regime change hin. Dies, obwohl man von einem Grad der propgandistischen Überhöhung ausgehen muss.



melden

Die politische Entwicklung Russlands

14.02.2026 um 12:51
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Also ging es nicht um eine Annexion der Gesamtukraine, sondern lediglich des Donbass.
Sind wir wieder an dem Punkt, wo wir Propaganda nicht erkennen, selbst wenn sie einem mit einem mit einem extra großen Pfeil ins Gehirn geschlagen wurde?

Wie kann man nur so weltfremd sein?


3x zitiertmelden