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PEGIDA

PEGIDA

09.11.2015 um 22:45
@Nerok

Diese ableitet er vielleicht via Faceboock oder anderen Kommentarspalten heraus. Denn genau dort kann man annehmen, dass diese vermeintliche Mehrheit im Land auch eine ist.


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PEGIDA

09.11.2015 um 22:46
Nerok schrieb:Wie war das noch mit "Mehrheit des Volkes"? @greenkeeper
Nunja, wir haben Glaubensfreiheit, er darf glauben, was er will, auch die Aussagen und Zahlen der Lügenpresse ;)


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PEGIDA

09.11.2015 um 23:59
Ahja. Ein "greenkeeper" hat Zeit und Muse in nem Forum eine Stunde rumzu...äääh...eiern, aber sich dann doch mal live mit den Flüchtlingen auseinanderzusetzen geht nicht? I see.

------

Ich muss Montag abends immer bis ca. 23 Uhr arbeiten. Von daher leider erst 1x an ner GIDA-Gegendemo teilgenommen.


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Draiiipunkt0
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PEGIDA

10.11.2015 um 00:54
McPane schrieb:Ich muss Montag abends immer bis ca. 23 Uhr arbeiten. Von daher leider erst 1x an ner GIDA-Gegendemo teilgenommen.
Solche Probleme kennen die Pegida-Nazis nicht.
Die haben Montags nix weiter vor.


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PEGIDA

10.11.2015 um 01:24
@Issomad
Issomad schrieb:Legida (Leipzig, heute): 400-550 / NoLegida: 1700-2500
AfD (Erfurt, 4. Nov.): 2400-2700 / Mitmenschlich (heute): 2700-3600
Pegida (Dresden, heute): 7000-8500 / HerzStattHetze: 4000-6000
Mit ihrem Anspruch eine zweite "Wende" zu schaffen wie vor 26 Jahren sind sie jedenfalls gescheitert. Seit der einjährigen "Jubiläums-Pegida" gehts wieder Schritt für Schritt zurück. Während vor 26 Jahren in Dresden jede Montragsdemo fast die doppelte Menge der vorherigen hatte und am Ende die Tore aufgingen und die Mauer fiel. Eine Sache von einem Vierteljahr. Falls nicht noch was ganz Katastrophales mit den Flüchtlingen geschieht, wird Pegida langsam aber sicher verpuffen und am Ende werden sie noch schnell na Partei aufmachen, die dann mit der AfD fusioniert. Glaube daher kaum, dass Pegida den Winter überlebt, zumal die Intellektuellen doch arg rar dort sind.

Wenn jetzt demnächst die Bearbeitung der Asylanträge schneller geht als neue nachkommen, die Regierung also die Sache in den Griff kriegt, suchen sich die Medien neue Schlagzeilen von anderswo und das war's dann. Das Abendland wird noch einmal erneut schon wieder nicht untergegangen sein.

Man müsste sich eigentlich "nur noch" auf einen Verteilerschlüssel der Asylantragsteller in der EU einigen.

Und falls der Maizière-Putsch nicht gelingt und er mit Schäuble allein bleibt, wird Angie auch ihre Krise aussitzen und dann langsam ihre Nachfolgerin aufbauen.

Und alle, die ein neues System oder zumindest eine andere Regierung wollten, werden lange und bitter hier weinen. Stellen wir uns also auf eine Reihe von mimimi-Threads hier ein. :D


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PEGIDA

10.11.2015 um 05:33
Wenns nach mir ginge würde man sofort eine Dresdner Mauer bauen.
@Realo
Da hätte ich eine PETITION für dich.

Entlassung des Freistaates Sachsen aus der Bundesrepublik Deutschland (Säxit)

Der Freistaat Sachsen wird zum 01.01.2017 aus dem Bundesstaat der Bundesrepublik Deutschland entlassen. Sämtliche Transferleistungen des Bundes (z.B. Länderfinanzausgleich) werden zum 01.07.2016 eingestellt. Das Grundgesetz ist entsprechend zu ändern.

https://www.openpetition.de/petition/online/entlassung-des-freistaates-sachsen-aus-der-bundesrepublik-deutschland?langua...


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Deepthroat23
ehemaliges Mitglied

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PEGIDA

10.11.2015 um 08:56
@bit

Hier guck mal, ein Gesinnungsbruder!
Er fordert, dass man AfD und Pegida so lange einkesselt, bis sie sich aus Mangel an Toiletten in die Hose pissen. Anschliessend soll man sie mit Wasserwerfern weg spritzen.
Das muss doch ganz in deinem Sinne sein, oder?
These: Wenn sich die Mengen von rechtsaffinen Kleinbürgern in Dresden in einem dreistündigen Polizeikessel erst alle mal in die Hose gepinkelt haben und abschließend mit Wasserwerfern traktiert wurden, dann haben sie für eine geraume Weile genug vom Demonstrieren.
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/interview-mit-mainzer-politikwissenschaftler-mielke-afd-ist-speerspitze-der-peg...


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PEGIDA

10.11.2015 um 10:04
@Gwyddion
Demografischer Wandel hin, vergreiste Gesellschaft her. Ich kann das langsam nicht mehr hören.
Heißt es, die Flüchtlinge seien "verwertbare Arbeitskräfte" (im Sinne von "gut ausgebildet (was das im Einzelnen bedeutet ist ohnehin unklar, denn man kann Leute schließlich auch anlernen und qualifizieren (ich mach das inzwischen seit etwa 8Jahren) ; oder einfach nur Leute mit Potential) wird geheult, die nehmen uns Arbeitsplätze weg. Meist hört man dieses Argument von eher "weniger" gut Ausgebildeten.
Heißt es aber, alles Problemfälle, dann wird geheult, dass die unsere Kassen leersaugen und auf unsere Kosten leben.
Toll.

Frage: wie hätte man es denn gerne, hmm? Gebildete, die nix fressen und saufen und uns keine Arbeitsplätze wegnehmen? Oder Mindergebildete, die als "selbstständige Dienstleister" für weniger als den Mindestlohn unser hübsches Auto vorreinigen und Dachrinnen polieren dürfen?
Also, wie soll er denn aussehen, der Musterflüchtling, damit er uns in den Kram "passt"?

Weißt du, es wird (auch in diesem Forum) ständig vom kanadischen Modell gefaselt. Komisch nur, dass die Kanadier damit inzwischen gar nicht mehr so glücklich sind. Sie haben durch die selektive Auswahl nämlich längst das sonderbare Problem, dass Migranten trotz (oder wegen?) hohem und ständig anwachsendenem Bildungsniveau zunehmend schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Witzig ne? Davon reden die Luckes dieser Welt nie.

Aber egal. Wir sind nicht Kanada.
Mal unter uns, was soll eigentlich dieses pseudowirtschaftliche Gefasel? Ablenkungsmanöver? Es geht doch, das wollen wir bitteschön mal nicht vergessen oder kleinreden, um Kriegsflüchtlinge. Es geht um fucking Menschenleben und dann sabbelt man über wirtschaftliche Entwicklungen (die dann eh meist anders kommen)? Wann haben wir eigentlich das Menschsein eingestellt, frag ich mich. Gibt's Empathie nur noch unter Gleichen, oder was soll das?

Du gehörst ja auch schon zu den "älteren Allmy-Semestern", wenn ich.mich recht erinnere. Kannst du dich noch erinnern, welche kafkaesken Drohkulissen 1990 wie Schockwellen über die westdeutsche Hemisphäre rollten? Mit unserem Geld bekommen die die drüben neuste Technik und Produktionsanlagen hingestellt, und wir müssen den Mist denen sogar hinstellen, weil die zu blöd zum Kacken sind. In ein paar Jahren blüht deren Landschaft, weil sie dann in Sachen Infrastruktur und Produktionsmittel uns weit voraus sind. Wir exportieren unsere Jobs in den Osten und glotzen dann mit dem Ofenrohr ins Gebirge... So tönte es damals bei den Stammtischlern, gefüttert von ein paar "Klientelökonomen". Und was ist heute? Blühende Landschaften am Arsch, statt dessen fliegende Eier (auf den einstige Helden).
Erinnere dich bitte an die Jahre um 2000 herum, als der Boden für Schröders "Kahlschlag" bereitet wurde. Massenhaft wird die Industrie entfleuchen. Nach Rumänien wird sie ziehen und nach Absurdistan, weil es da so toll ist und die Leute so billig, hieß es. Wir werden auf die Schnauze fallen, aber sowas von. Durch Öffnung des Arbeitsmarktes werden uns einfallende Billiglöhner wegspülen und vor allem die niedrigen Jobs besetzen (/den 'hochgebildeten' Teutonen wegnehmen). Die EU schaufelt unser Grab. Wir werden verarmen, versiffen, verrecken. Und heute? Uns geht's so dreckig, dass hunderttausende Menschen unbedingt zu uns wollen um den Dreck mit uns zu teilen. Komisch das, oder?

Ich finde es befremdlich, dass die Leute sich so gerne die schauerlichsten Schreckensbilder malen, obwohl sie meist gar kein malerisches Talent besitzen. All jene pseudoökonomische Prophetien haben eins gemein: sie kommen irR ganz anders, oder zumindest deutlich weniger apokalyptisch. Der Kollaps bleibt aus, Jahr für Jahr, schon seit Jahrzehnten. Das angeblich längst mausetote System lebt heute mehr denn je.
Anders gesagt: die Empirie wiederlegt dieses Geheule immer wieder. Lernen die Heuleulen daraus? Nee, es wird lauter geheult. Heuleulen sind zähe Viecher, wenn sich die Prophetien nicht erfüllen, werden sie halt herbeigeschrieen.

Was soll das, gwiddy?
Mal im Ernst jetzt. Was, verflucht nochmal, soll das? Woher nimmst du die Kompetenz und Chuzpe dich als ökonomisches Orakel zu verdingen? Hast du ohne es uns mitzuteilen einen Wirtschaftsabschluss gemacht, bist du Chefökonom einer globalen, unabhängigen Organisation. Hast du Daten, die uns unbekannt sind. Hast du Prognosen errechnet und Modelle erstellt? Hast du Studien, Analysen... hast du überhaupt was? Oder argumentierst du rein aus dem Bauch, suchst dir selektive Aussagen sog Experten (wobei du die vielen Gegenstimmen, die es immer gibt, ignorierst) um dein Sorgenbildnis mit düsteren Schatten zu perfektionieren?
gwyddi, es geht hier um echte Menschen aus Fleisch und Blut. Menschen die sich keine Schrecken zusammenreimen müssen, sie haben sie erlebt.
Es geht nicht um die vermeintlich düstere Zukunftsszenarien, die sich manche aus den Hufen saugen. Szenarien, deren Eintreten wie alle bisherigen, verstrichenen Weltuntergangstermine auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssen.

Mensch, Gwyddi, du bist doch sonst nicht so! Hör doch auf, mit Argumenten aufzuprallen, die gar keine sind, diese Rolle steht dir nicht (und es gibt genug Freiwillige die du nicht lange bitten musst).
Das Leben ist schön, jedenfalls weit schöner als die wurmige Alternative. Erfreu dich dran und hör auf den Himmel mit fiktiven Wolken zu verdunkeln. Es gibt genug reale dunkle Wolken, da braucht es echt keine ausgedachten. Frag die Kriegsflüchtlinge, die können die einiges über dunkle Wolken erzählen.


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nickellodeon
ehemaliges Mitglied

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PEGIDA

10.11.2015 um 10:06
@Deepthroat23
Alles lupenreine Demokraten, wie in Paralelltreads, wo man unliebsame Medien verbieten will.


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PEGIDA

10.11.2015 um 11:37
@nickellodeon

eins mag ich am rechten wahnwichteljargon. nämlich die phrase: das wird man wohl noch sagen dürfen!
also auch für dich: pegidiasten nass machen und rt deutsch verbieten? also das wird man wohl noch sagen dürfen...


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PEGIDA

10.11.2015 um 13:21
Dann ist die Polizei wohl generell sehr antidemokratisch. Da gibt es diese "Kesseln bis die Aufgeben" Taktik nämlich seit vielen Jahren. Komisch dass das die besorgten erst in diesem Zusammenhang stört.


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Deepthroat23
ehemaliges Mitglied

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PEGIDA

10.11.2015 um 13:57
@paranomal

1. finde ich komisch, dass google kein einziges Suchergebnis hat für dein ständig angewandtes "Kesseln bis die Aufgeben"
2. würde es mich sehr wundern, wenn es in der BRD Gang und Gäbe wäre, dass man auf Grund seiner politischen Einstellung dazu gezwungen werden würde sich vollzupissen und im Anschluss mit Wasserwerfern weg gespritzt wird.
Bei Stuttgart 21 haben doch auch alle Wochenlang geheult, weil die aggressiven Demonstranten mit Wasserwerfen vom hausfriedensbruch abgehalten wurden.
Aber AfDler darf man einfach so einkesseln und weg spritzen?

Ich bin immer wieder faszieniert vom Demokratieverständnis der "besorgten Bürger", die unsere Demokratie so in Gefahr sehen durch Dorfdeppen wie Pegida.

Am besten sollte man die gleich mit Schlagstöcken weg knüppeln, oder noch besser: Polizei soll gleich weg bleiben, dann kann das die Antifa regeln.


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PEGIDA

10.11.2015 um 14:07
@Deepthroat23
Deepthroat23 schrieb:oder noch besser: Polizei soll gleich weg bleiben, dann kann das die Antifa regeln.
Und am Ausgang warten, dann kannse gleich alle Antifas mitnehmen und wir sind 2 Sorgen los.


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PEGIDA

10.11.2015 um 17:08
Deepthroat23 schrieb:1. finde ich komisch, dass google kein einziges Suchergebnis hat für dein ständig angewandtes "Kesseln bis die Aufgeben"
Vielleicht nicht so explizit, dass die Polizei das auch so kommuniziert, aber es gibt da schon genug Fälle, wo Leuten teils Stundenlang eingekesselt wurden und es keine Toiletten oder dergleichen gegeben hat.

http://rotehilfestuttgart.blogsport.eu/2012/12/04/repression-gegen-die-masse-polizeikessel/

http://www.tagesspiegel.de/politik/polizeikessel-von-dortmund-gruene-reicht-beschwerde-gegen-polizeichef-ein/188228.html

Und von Polizeikessel, vor oder nach einem Fußballspiel will ich gar nicht erst anfangen.


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PEGIDA

10.11.2015 um 17:29
@Deepthroat23
ich bewundere deine naive Blauäugigkeit. der Staat ging gegen Links schon immer etwas robuster vor als gegen Rechts.
Kleine Kostprobe gefällig? Hier ein 40 Jahrfe alter Tagebuchauszug von mir.

Heidelberg, 18. Juni 1975
Demo gegen Fahrpreiserhöhung. Tausende sind auf der Straße. Nicht nur auf der Hauptstraße, sondern auch in den Seiten- und Parallelgassen. Einige Leute hören Polizeifunk und geben Anweisungen. Immer wieder trennen sich kleinere Gruppen ab und stürmen woandershin. Es herrscht ein aggressives, zum Teil brutales Klima. Die Bullen verschanzen sich in irgendwelchen entlegenen Hintergassen-Toreinfahrten und preschen dann urplötzlich auf die Hauptstraße vor mit Tränengas, teilen keilförmig die Menge und treiben die Leuten in einzelne Seitengassen, um sie, so gespalten und isoliert, zu verfolgen, bis sie sich in irgendwelche Kneipen flüchten; dabei setzen sie volle Pulle Tränengas und Wasserwerfer ein. Jetzt fehlen nur noch Gummigeschosse. In dem "Wasser" ist irgendeine ätzende Chemikalie, die auf der Haut brennt und Brechreiz verursacht. Das ist Krieg, jedenfalls eine Vorform davon. Wir sind der Feind, wie immer. Kaiser Wilhelms und Adolfs Recken kennen keinen schlimmeren Feind als das Volk, wenn es sich erhebt. Dann ist es insgesamt der Feind. Wieder einmal hat sich die Regierung mit einem Volk auseinanderzusetzen, das sie sich nicht aussuchen konnte. In der Unteren Straße kommen dann plötzlich zwei Bullenfronten von beiden Seiten gleichzeitig an und kesseln uns ein; Flucht gibt es nur noch durch zwei Seitengassen Richtung Neckar, wenn sie uns da weiter runter jagen, werden sie uns in den Fluss treiben. Sollen sie doch allesamt ersaufen, die drecketen Kommunistenschweine! Als Alternative bieten sich nur die beiden Kneipen an, in die sich jetzt Hunderte von Leuten flüchten wollen, aber so viele Leute passen da doch gar nicht rein! Die Polizeiketten rücken unbarmherzig vor; sie nehmen uns in die Zange wie einen Haufen Schrott, der zusammengestampft werden soll. Die, die es nicht mehr schnell genug in die Kneipen schaffen, die, die nicht mehr hineinpassen, werden brutal verprügelt; Demonstrationsfreiheit heißt hier die Freiheit des Staates, seine Untertanen zu verprügeln wie Pack. Hier zeigt sich, wer der Souverän ist und wer der Betrogene. Aber das wird sich nicht ändern, solange dieser Staat Deutschland heißt. Ein Bulle stürmt in die Kneipe, schießt eine Salve Tränengas rein und verschwindet, so dass die, die das Pech haben, in der ersten Reihe zu stehen, halb erstickt, halb kotzend wieder raus müssen und durch den ätzenden Tränenschleier nicht wahrnehmen können, von wo die Knüppelschläge denn eigentlich kommen, die sich auf ihre Köpfe, die sie schützenden Hände und Schultern ergießen. Einmal gelingt es uns, auch mal den Spieß umzudrehen und einen Bullen zu isolieren und ihn halb tot zu schlagen. Dennoch ist es harmlos im Vergleich zu der Bestialität, mit der sich die Staatsgewalt an ihren Bürgern vergreift. Da wurde eine Frau festgehalten, während ein anderer wieder und wieder mit seinen Stiefeln in sie hinein trat, während die Kollegen daneben standen und feixten und einer nicht umhin konnte an das schäumende Publikum die Einladung zu richten: "Wer will noch mal, wer hat noch nicht..."
Und wieder kommen sie von oben und von den Seiten mit ihren Wasserwerfern und Tränengasketten; sie jagen uns; wir sind nicht mehr die Protestierer, sondern die Opfer; es geht hier nicht mehr um einen Dienstbefehl, sondern ums Schlachten; Blut muss fließen, sie wollen unser Blut; sie wollen uns killen; wir sind ihre Ersatzrussen; wir sind ihre Nachjuden; wir sind all das, was eines Tages, wenn endlich wieder ordentliche Verhältnisse hergesellt sind, als erstes ausgerottet wird; wir sind die Reichspest. Wenn erst mal wieder die Orden glitzern und zackige Symbole frei getragen werden können, nicht als Kainsmal, sondern zur Ehre, mit Stolz. Ich bin in einem Pulk von Leuten eingeschlossen und weiß nicht mehr, ob ich es rechtzeitig schaffe bis zum nächsten Kneipeneingang. Irgendwer stolpert, fällt hin und alle Nachdrängenden auch; von hinten wird so gewaltig gedrückt, dass ich fürchte gleich übertrampelt zu werden, kann mich gerade noch zur Seite werfen, stürze und knalle voll gegen die Hausmauer, einen Meter neben dem Eingang zur Pinte; die Schulter tut höllisch weh; dann mache ich noch einen Satz zur Seite, gerate ins Gewühl und werde in einem Flutsch zusammen mit anderen in die rettende Kneipe geschleudert. Während ich mir meine Kampfwunden lecke und gleichzeitig ein Bier bestelle, fange ich an, über diesen Rechtsstaat nachzudenken. Mal angenommen, wir Demonstranten wären welche vom rechten Rand – undenkbar, denn die demonstrieren nicht, sondern tragen ihre Meinung am Stammtisch aus –, aber nur mal angenommen, wir wären schwarze Horden mit braunen Einstichen und würden gegen alles linke Pack, alle Langhaarigen, Kommunistenschweine, Juden, Haschbrüder, Tripper, Schwule, Schwarze, Zigeuner, Türken und Penner demonstrieren, um sie aus der Stadt zu jagen – am besten alle in Fesselballons stopfen und dann nichts wie rüber mit ihnen nach drüben – die Bullen wären unser kollektive Freund und Helfer, würden vor uns hermarschieren, dicht hinter den Bulldozern, die das gaffende Volk aus dem Weg schieben, denn hier kommen wir, die braune Elite der Nation, für ein starkes Deutschland, für ein Reich, für einen Führer, Sieg Heil; und sie werden mit uns einstimmen in das Horst-Wessel-Lied und das Deutschlandlied in allen Strophen mitgrölen, wir werden den dummen Gaffern erklären, warum das hier ein Rechtsstaat ist und kein Linksstaat! – ich schwör's, so wäre es. Ich kenne ihre vibes; wir sind nicht die Andersdenkenden, die laut Demonstrierenden, meinetwegen die Pflastersteine Schmeißenden, wir sind nicht mal die Gegner, die Feinde, sondern wir sind der Feind; der Faschos Gegner sind keine verschiedenen feindlichen Individuen, sondern ein Einzelwesen, ein Idealtypus, der ideale Feind als ein Typuswesen, in dem alle aufgehen; man verfolgte nicht irgendwelche Juden, nicht mal die Juden, sondern den Juden.


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PEGIDA

10.11.2015 um 17:30
@Deepthroat23
Deepthroat23 schrieb:1. finde ich komisch, dass google kein einziges Suchergebnis hat für dein ständig angewandtes "Kesseln bis die Aufgeben"
Die Taktik gibt's aber schon seit Jahrzehnten. Ist nichts Neues.
Guckst Du hier:

Die Einkesselung der Demonstranten begann kurz nach 12 Uhr mittags und endete erst lange nach Mitternacht, als die letzten Menschen abtransportiert und auf Polizeiwachen in ganz Hamburg verteilt waren. Während der Einkesselung wurde zum Beispiel den Eingeschlossenen bis 17 Uhr der Gang zur Toilette verwehrt. Im weiteren Verlauf des Tages kam es rund um das Heiligengeistfeld zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Sympathisanten der Eingekesselten und der Polizei. Laut Innensenator Rolf Lange waren die Eingeschlossenen „Gewalttäter“, „polizeibekannte Sympathisanten der RAF“, „Leute aus der Hafenstraße und sogenannte Autonome“. Nach anderen Darstellungen handelte es sich um einen völlig wahllos herausgegriffenen Querschnitt durch die politische Landschaft, überwiegend aus dem „gemäßigten Spektrum“. Der Polizeibericht nannte insgesamt 838 Ingewahrsamnahmen und 22 Festnahmen, allerdings nur 15 eingeleitete Ermittlungsverfahren, sieben davon wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

In den Abendstunden, als noch immer hunderte Menschen im Kessel festsaßen, beschlossen Taxifahrer den Eingekesselten beiseite zu stehen und bieten eine kostenlose Fahrt nachhause an. Die Polizei griff dann nach 20 Minuten die ca. 30 bis 40 hupenden und blinkenden Taxis und vereinzelten Privatautos mit Gummiknüppeln an und zerstörten vereinzelt deren Scheiben.

Wikipedia: Hamburger_Kessel


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PEGIDA

10.11.2015 um 17:46
Realo schrieb:ich bewundere deine naive Blauäugigkeit. der Staat ging gegen Links schon immer etwas robuster vor als gegen Rechts.
Kleine Kostprobe gefällig? Hier ein 40 Jahrfe alter Tagebuchauszug von mir.
Dafür muss man sich doch nur vor 1-2 Monaten was war es? Freital? Heidenau? angucken..

2 Tage lang lässt sich die Polizei von Rechten auf der Nase rumtanzen und am 3 Tag findet sie plötzlich ihren Mut um auf linke Demonstranten loszugehen.


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PEGIDA

10.11.2015 um 17:49
@Deepthroat23
Deepthroat23 schrieb:Am besten sollte man die gleich mit Schlagstöcken weg knüppeln, oder noch besser: Polizei soll gleich weg bleiben, dann kann das die Antifa regeln.
Ja, bei solchen Belagerungen wie in Heidenau dieses Jahr sollten die Cops mal ordentlich dazwischen gehen. Machen sie leider nicht.
Haben sie damals in Rostock-Lichtenhagen in den 90ern auch nicht geschafft - komisch, oder?


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PEGIDA

10.11.2015 um 19:47
... was man auch an dem mangelnden Interesse der Tötungsdelikte durch Rechtsextremisten der Staats und Bevölkerung sieht.


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unico
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PEGIDA

11.11.2015 um 00:02
Wider des Vergessens:

Eine "Sternstunde" unserer Republik. Dieses menschenverachtende (Nicht)Verhalten darf sich nicht wiederholen.
Aber leider ist das Gegenteil der Fall! Eine Schande!


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