@Zz-Jones Da es primär um die Umgehung von Sanktionen geht, werden natürlich wirtschaftliche Überlegungen hintangestellt.
Und 200.000-Tonnen-Tanker würde ich nicht als kleine Tanker bezeichnen. Das sind Supertanker, die für den interkontinentalen Frachtverkehr gedacht sind. Mit kleinen Schiffen meinte ich vielmehr die unauffälligen Zubringer von den diversen Schwarzmeerhäfen (insbes. Taman), wo die Strecken so kurz sind, dass die Größe für die Wirtschaftlichkeit relativ unerheblich ist (ggf. auch das Wasser zu flach für größere Schiffe).
Außerdem hatte ich oben bereits geschrieben, dass weitere STS vorkommen können (aktuell scheint das zwar nicht gerade die Regel zu sein, aber egal) und zwar in beiden Fällen: wenn das Öl "gewaschen" wurde oder auch nicht.
Daran ändert sich überhaupt nichts an dem Sachverhalt. Denn entweder die STS außerhalb der russischen Kontrolle im Schwarzen Meer sind legal, dann ist der Ursprungshafen sofort registriert und kann auch nicht effektiv verschleiert werden, gerade wenn dazu das Mittelmeer genutzt werden soll. Die Ladung Öl wäre also effektiv für den EU-Markt "verbrannt". Oder die STS sind illegal - dann fehlen dafür großflächig geeignete Alternativen, spätestens seit die Straße von Hormus gesperrt ist. Die nächste solche Alternative wäre die Straße von Malakka bzw. Malaysia. Der wirtschaftliche Vorteil wäre bei Transporten nach Asien dort natürlich nicht gegeben.
Zz-Jones schrieb:Lustig ist, uns STS als Putins strategische Meisterleistung verkaufen zu wollen und dabei auszublenden, dass es dafür geografisch bedingte Notwendigkeiten gibt.
Flußboote und Riesentanker einfach alle mal in einen Topf geworfen.
Zz-Jones schrieb:... und das ganze, um eine Überleitung zur Straße von Malakka zu finden.. Lol.
Das ist jetzt Unsinn, denn die STS in der Straße von Kertsch dienen ja nicht dazu, Tanker zu beladen, die zu groß für den Bosporus sind. Denn sie müssen erstmal da durch...
Diese illegalen STS dienen vielmehr zur Verschleierung der Herkunft. Russland führt diese (in größerem Umfang, Ausnahmen kommen vor) entweder nahe der Straße von Kertsch oder nahe Malaysia (Straße von Malakka) durch.

Ich hatte bereits mehrere andere Quellen dafür gepostet, jetzt nochmal die KI als Meta-Betrachtung. Wenn du etwas anderes behauptet möchtest, dass z.B. die STS in der Straße von Kertsch zumindest überwiegend aus logistischen Zwecken geschähen und nicht zur Verschleierung dre Herkunft aus russischen Häfen, dann müsste du doch irgendeine Quelle für deine Behauptung finden können oder etwa nicht?
Es ist auch keine "Meisterleistung" zuerst an die Kontrolle von Gewässern zu denken, und einen Angriffskrieg so zu planen. Das ist einfach naheliegend, dass Russland das Asowsche Meer aus Gründen wie diesen kontrollieren will.
@Jedimindtricks Vor dem Angriffskrieg von 2022 gab es keine Sanktionen der EU und des Westens, deshalb auch keine Notwendigkeit für illegale STS - auf welche die Ukraine dann überhaupt hätte reagieren können. Was es vor 2022 gab, waren hybride Kriegstaktiken Russlands im Asowschen Meer und der Straße von Kertsch - auch dies spricht klar dafür, dass es länger den Plan geben musste, diese See und mitsamt Küste und Hinterland zu kontrollieren.