Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine
gestern um 20:44Sorry, aber 2014 oder auch 2022 hat Putin nie damit gerechnet, dass die Ukraine Drohnen bis nach Moskau schicken könnte.Siegelschild schrieb:Dafür ist es jetzt sowieso zu spät. Putin hatte genug Zeit, seit 22 oder 14, oder solang er diesen Krieg schon plante, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Man muss das so betrachten: Putin hatte immer mehrere Eisen im Feuer, um seine imperialistischen Bestrebungen nach und nach zu verwirklichen. Dazu gehörte eben auch dazu in mehreren Ex-Sowjetrepubliken Unruhen zu schüren und separatistisch Bewegungen zu unterstützen. Da verhinderte einen frühzeitigen NATO-Beitritt und ermöglicht es, diese einer nach der anderen zu vereinnahmen.
Dazu gehört auch, im EU- und NATO-Gebiet Parteien und Kandidaten zu unterstützen, die diesen Organisationen kritisch gegenüberstehen und ihren Zusammenhalt untergraben, so dass sie keine gemeinsame Linie finden würden, wenn es zu einer Krise kommt. Trump hat in seiner ersten Amtszeit das seine dazu getan, die NATO zu destabilisieren und für Verunsicherung zu sorgen (was Hillary Clinton nicht getan hätte). Die Brexit-Anhänger, Orban und die PiSser in Polen taten dasselbe auf EU-Ebene. Ja, auch die PiS ist nicht russlandfreundlich, dass war aber zu dieser Zeitpunk zweitrangig. Putin führte einen hybriden Krieg, nicht nur gegen die Ukraine, sondern gegen den gesamten freien Westen, da sollte ihm jedes Werkzeug recht sein.
Putin fand also 2022, dass es an der Zeit war, die Ukraine komplett zu übernehmen. Dass er angeblich ein guter Schachspieler wäre, hat ihn aber nicht davor geschützt, sich gewaltig zu verkalkulieren. Einerseits bei der Einschätzung der Widerstandsfähigkeit der Ukraine, die aus dem Krim-Debakel 2014 gelernt hat, und ihre Armee auch mit Hilfe aus dem Ausland auf Vordermann zu trimmen. Andererseits hat er die Europäer für komplett handlungsunfähig gehalten. Ja, sie waren zögerlich, aber letztendlich haben sie die Ukraine ausreichend unterstützt, damit diese sich halten konnte.
Und China? Naja, das schaut sich das in aller Ruhe von außen an. Wenn sie vin Putins Plänen vorab gewusst haben sollten, dan haben sie ihm womöglich freie Hand signalisierten oder sogar militärische Hilfe, wenn auch unter der Hand und über ihre Marionette in Nordkorea. Wenn sich Russland und Europa in diesem Krieg gegenseitig verausgaben, dann kann China am Ende davon nur profitieren. Trumps desaströses Vorgehen gegen den Iran ist da noch das Sahnehäubchen obendrauf.
Übrigens würd eich das nie mit einem Schachspiel vergleichen. Bei Schach kann man eigenlich nicht täuschen und bluffen. Alles liegt offen sichtbar auf dem Brett. Kein versteckter Turm, den man plötzlich im 40. Zug an entscheidender Position enttarnt. Keine hybride Kriegsführung.
Putin ist trotz aller Strategie kein 5D-Schachspieler. Gerade zeigt sich, dass er versagt.
Trump, nebenbei bemerkt, wäre selbst mit 1D-Schach überfordert.







