Wurstsaten
Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen
anwesend
dabei seit 2019
dabei seit 2019
Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen
Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine
gestern um 10:42Damit wären wir möglicherweise bei der China-Option. Xi würde Russland vermutlich nicht uneigennützig retten, sondern sich die Hilfe teuer bezahlen lassen: mit langfristigen Rohstoffverträgen, Förderrechten, Infrastruktur, Absatzmärkten und politischem Einfluss in Sibirien und im Fernen Osten.SomertonMan schrieb:Müssen eben andere Staaten einspringen.
Eine militärische Besetzung halte ich dabei zunächst für weniger wahrscheinlich. China kann wesentlich billiger und risikoärmer dafür sorgen, dass der russische Osten wirtschaftlich immer stärker zu seinem Rohstoffhinterland wird. Russland bliebe auf der Landkarte bestehen, verlöre aber einen erheblichen Teil seiner wirtschaftlichen und politischen Handlungsfreiheit.
Auch die Ortsnamen sind zumindest symbolisch bemerkenswert. Auf chinesischen Karten muss Wladiwostok seit einer 2023 erlassenen Vorschrift zusätzlich mit seinem historischen chinesischen Namen »Haishenwai« (海参崴) bezeichnet werden; entsprechende Regelungen gelten auch für weitere Orte und Landschaften im russischen Fernen Osten. Das ist noch kein Beweis für konkrete chinesische Gebietsansprüche, zeigt aber, dass die Erinnerung an die im 19. Jahrhundert an Russland verlorenen Gebiete in China keineswegs verschwunden ist.
Putins Nachfolger könnten daher vor der Wahl stehen, entweder im Westen um Hilfe zu bitten oder sich von Peking wirtschaftlich ausschlachten zu lassen. China würde vermutlich keine Lebensmittel und Kredite verschenken, sondern sich den Zugriff auf Rohstoffe, Transportwege und strategisch wichtige Infrastruktur dauerhaft absichern.




