Tussinelda schrieb:Was genau ist da jetzt wieder das Problem?
Es wurde demokratisch beschlossen. Was dort stattfindet ist legal aber undemokratisch. Es dient aus meiner Sicht einzig und allein daraus sich pauschal idealistisch/moralisch zu erheben "ich tue etwas Gutes", ohne eine Folgeabschätzung zu machen oder auch nur irgendeine Form von Verantwortung zu übernehmen.
Ich mache es mal an einem fiktiven Beispiel fest, um zu erklären was ich meine. Die Tauschaktion wächst und viele Bürger wollen was Gutes tun. Ergo, damit werden es auch mehr die Asylbewerber die tauschen wollen (in dem Artikel steht auch es wurden immer mehr)
Erst reichen 50 €, dann werden es schnell 100€ Gutscheine usw. Die Freiwilligen bekommen plötzlich eine Flut an Gutscheinen vor die Füße gekippt, die gar nicht alle so schnell eingelöst werden können in der Kürze der Zeit und deswegen muss die Aktion plötzlich pausieren. Frust pur für die Asylbewerber die sich mitlerweile auf den "Service" verlassen haben, nach dem Motto, "am Mittwoch krieg ich mein Bargeld". Und jedesmal wenn das Tauschbüro nach Pausierung wieder öffnet strömen Massen herbei weil sich der Druck Bargeld zu bekommen natürlich in der Zeit bei allen gesteigert hat. Das gibt Chaos, also einen Tag auf und dann gleich wieder zu usw.
Dann geht es weiter Asylbewerber mit dem zu getauscht hast, hat deine Adresse herausgefunden, klingelt plötzlich bei dir zu Hause, weil die Familie in Syrien in humanitärer Not ist, jemand stirbt, es werden dringend 200 € extra gebraucht, aber das Tauschbüro hat zu. Man gibt nach, weil Gewissen, weil Mitleid. Am nächsten Tag steht er wieder da. Und übernächsten. Und dann mit Cousin, Bruder, Kumpel. Plötzlich bist du nicht mehr Helfer, sondern wandelnder Geldautomat. Die moralische Falle schnappt zu und sagt du plötzlich nein bist du plötzlich der/die kalte Rassistin. Das ist doch ein Albtraum.
Ist natürlich komplett übertrieben, aber weiß man ob sich solche oder ähnliche Geschichten vllt. auch schon im Hintergrund abgespielt haben?
Deswegen plädiere ich für Ordnung i.S. der Mehrheitsentscheidung und keine Alleinegäng weil man doch was gutes tun will.