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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

53.747 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Flüchtlinge, Gesetze, Asyl ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 11:26
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nee, ich meine die Bürger, die die Karten gegen Geld tauschen.
Ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen. Bürger sind Steuerzahler, und vermutlich zahlen auch einige Steuern die an der Tauschaktion teilnehmen ja. Aber sie haben damit doch nicht automatisch das Recht darüber zu entscheiden, dass von Steuermitteln anderer Bürger bereitgestellte System der Bezahlkarte eigenmächtig auszuhebeln.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 11:28
@behind_eyes
es ist aber eben deren Geld....da kann man doch nicht einfach den Steuerzahler pauschal vorschieben, wenn man eben nicht weiß, wer diese "Bürger" sind.

@Voussoir
sie können aber doch mit ihrem Geld machen, was sie wollen, oder möchtest Du, dass Dir das jemand vorschreibt, so wie mit der Bezahlkarte?


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 11:32
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es ist aber eben deren Geld....da kann man doch nicht einfach den Steuerzahler pauschal vorschieben
Wieso vorschieben? Die stehen sich gegenüber, auf der einen Seite alle Steuerzahler die dieses System finanzieren, auf der anderen Seite einzelne Bürger die dieses System untergraben. Da wird nichts vorgeschoben.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 11:34
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:sie können aber doch mit ihrem Geld machen, was sie wollen, oder möchtest Du, dass Dir das jemand vorschreibt, so wie mit der Bezahlkarte?
Das war ja mein ursprünglicher Kritikpunkt, natürlich ist das Geld nicht weg, sodern landet bei anderen Bürgern die dann selbst den Gutschein auslösen, aber das hebelt den Ursprungsgedanken hinter der Bezahlkarte aus, zu kontrollieren, dass das Geld möglichst zur Versorgung des Asylbewerbers dient und nicht für andere Zwecke verwendet werden. Deswegen habe ich auch nicht pauschal das Ausgeben des Geldes kritisiert, sondern das niemand die Verantwortung übernimmt, was dann mit dem ausgeteilten Geld passiert.
Nur weil das Geld einmal physisch die Form gewechselt hat, ist doch damit nicht plötzlich reingewaschen und kann für beliebige Zwecke verwendet werden.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 11:35
@behind_eyes
aus meiner Sicht schon.

Mal ein paar Infos zum Thema:
tartete Bayern als erstes Bundesland mit der Einführung der Bezahlkarte für Asylsuchende und Geduldete. Ein wesentliches Argument damals: Rücküberweisungen in Heimatländer sollten erschwert werden. Nun zeigen neue Zahlen der Bundesbank: Rücküberweisungen ("Remittances") in Geflüchteten-Herkunftsländer nehmen weiter zu. Sie machen aber immer noch nur einen kleinen Teil der Rücküberweisungen aus. Der Großteil stammt laut Experten von Arbeitsmigranten oder Geflüchteten, die in Deutschland einen Job gefunden haben.
Quelle: https://mediendienst-integration.de/news/mehr-rueckueberweisungen-ins-ausland/
Prof. Matthias Lücke, Ökonom am Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel)
"Die neuen Schätzungen der Bundesbank zeigen einen weiteren Anstieg der Rücküberweisungen. Nur 2023 gab es einen kurzen Rückgang. Warum die Schätzungen der Bundesbank damals niedriger ausfielen, darüber kann man nur spekulieren. Viele kleine Überweisungen werden ja in diesen Schätzungen gar nicht erfasst.
Die Bezahlkarte wird niemanden davon abhalten, Geld nach Hause zu schicken. Wer Geld ins Ausland überweist, sind ohnehin eher Migrant*innen, die hier arbeiten und Geld verdienen. Sie dürfen natürlich weiter ihr Geld überweisen. Wer von 440 Euro Sozialhilfe im Monat lebt, der hat am Monatsende nicht viel übrig.
Es gibt eine breite Forschung zu den Folgen von Rücküberweisungen . Die sind überwiegend positiv. Sie reduzieren die Armut in den Herkunftsländern und können auch der lokalen Wirtschaft dort helfen. Haushalte können damit dringend notwendige Dinge bezahlen, wie einen Schulplatz für die Kinder, Medikamente oder Reparaturen am Haus. So können Rücküberweisungen zu weniger Migration führen."
Quelle: s.o.

aber ist ja scheisse, wenn die Geld nach Hause überweisen......


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 11:50
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Nur weil das Geld einmal physisch die Form gewechselt hat, ist doch damit nicht plötzlich reingewaschen und kann für beliebige Zwecke verwendet werden.
Im Prinzip ist das nichts anderes als Geldwäsche, da hat man von Seiten der Politik nicht bedacht, dass Leute auf die Idee kommen, ein solches System zu torpedieren.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 11:52
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Mal ein paar Infos zum Thema:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:aber ist ja scheisse, wenn die Geld nach Hause überweisen......
Ich hatte eigentlich erwartet, daß du deine Quelle mit wenigstens einer einzigen Einordnung versiehst anstatt mit Fäkalsprache.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:05
@Tussinelda

Aus deinem Link....Klar, es ist ja immer nur eine Minderheit, die sich hier den Arsch aufreißt, um das System auszutricksen.
Alleine die Tatsache, das so ein Tauschsystem überhaupt existiert und dass es offenbar genug Arschlöcher gibt, die null Bock haben, auch nur einen Funken Verstand zu verschwenden, dass mit solch Sabotageaktion ein Signal an die restliche Bevölkerung das Signal senden, dass es Ihnen Scheiß egal ist, dass sich Menschen darüber Gedanken gemacht haben, wie man das Asylsystem besser steuern kann, damit es Akzeptanz in der Bevölkerung findet, populistische Ströme eindämmt und dennoch gerecht ist.

Deswegen möge man mir ruhig eure zig Quellen um die Ohren schemißen wo wieder steh, es ist nur eine kleine Minderheit! Ausnahmen! Einzelfälle! Nicht flächendeckend usw. Es geht um den Grundgedanken, denn damit schafft man wieder Ungleichheiten innerhalb des Asylsystems, was wiederum Frust bei anderen Asylbewerbern erzeugen kann, die sich an die Regeln halten und die Bezahlkarte verwenden und dankbar sind, dass sie wenigstens eine Karte haben, mit der sie sich selbst Essen kaufen können statt Zwangsfraß in irgendeinem Camp vorgesetzt zu kriegen.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:11
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:aber ist ja scheisse, wenn die Geld nach Hause überweisen......
Wenn Migranten arbeiten und somit selbst Geld verdienen, ist es natürlich ihr gutes Recht damit zu verfahren wie sie wollen und es nicht verwerflich das sie damit auch ihre Familien in den Heimatländern unterstützen. Würde ich ebenso halten.

Es ist allerdings nicht Sinn von Bezahlkarten, damit Entwicklungshilfe zu betreiben.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:44
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Deswegen möge man mir ruhig eure zig Quellen um die Ohren schemißen wo wieder steh, es ist nur eine kleine Minderheit! Ausnahmen! Einzelfälle! Nicht flächendeckend usw. Es geht um den Grundgedanken, denn damit schafft man wieder Ungleichheiten innerhalb des Asylsystems, was wiederum Frust bei anderen Asylbewerbern erzeugen kann, die sich an die Regeln halten und die Bezahlkarte verwenden und dankbar sind, dass sie wenigstens eine Karte haben, mit der sie sich selbst Essen kaufen können statt Zwangsfraß in irgendeinem Camp vorgesetzt zu kriegen.
geht es immer um den Grundgedanken? Dann müsste man ja alles verteufeln, wo irgendeine Minderheit sich nicht an die "Regeln" hält.
Das ist eben so, wird es - egal was betreffend - immer geben. Es gilt aber eben, so etwas einzuordnen....da scheinst Du keine rechte Lust dran zu haben, dabei wären da solche Artikel eben hilfreich.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:51
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es gilt aber eben, so etwas einzuordnen....da scheinst Du keine rechte Lust dran zu haben, dabei wären da solche Artikel eben hilfreich.
Ich nehme durchaus zu kenntnis und habe auch bereits geschrieben, dass es mir auch gesagt mir ist egal, ob die Sabotage von einer Minderheit ausgeht, denn das Problem ist das Signal was damit ausgesendet wird.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Dann müsste man ja alles verteufeln, wo irgendeine Minderheit sich nicht an die "Regeln" hält.
Richtig, ist das so falsch? Straftaten werden auch von Minderheiten bzw. von wenigen Menschen begangen, nur mal so als Beispiel.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:53
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Richtig, ist das so falsch?
nee aber wird sich an denen auch so abgearbeitet?
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:denn das Problem ist das Signal was damit ausgesendet wird.
das Signal ist, dass nicht jeder die Gedanken, die sich irgendwer gemacht hat und deren Umsetzung gut findet. Was genau ist da jetzt wieder das Problem?


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 13:18
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Was genau ist da jetzt wieder das Problem?
Es wurde demokratisch beschlossen. Was dort stattfindet ist legal aber undemokratisch. Es dient aus meiner Sicht einzig und allein daraus sich pauschal idealistisch/moralisch zu erheben "ich tue etwas Gutes", ohne eine Folgeabschätzung zu machen oder auch nur irgendeine Form von Verantwortung zu übernehmen.

Ich mache es mal an einem fiktiven Beispiel fest, um zu erklären was ich meine. Die Tauschaktion wächst und viele Bürger wollen was Gutes tun. Ergo, damit werden es auch mehr die Asylbewerber die tauschen wollen (in dem Artikel steht auch es wurden immer mehr)
Erst reichen 50 €, dann werden es schnell 100€ Gutscheine usw. Die Freiwilligen bekommen plötzlich eine Flut an Gutscheinen vor die Füße gekippt, die gar nicht alle so schnell eingelöst werden können in der Kürze der Zeit und deswegen muss die Aktion plötzlich pausieren. Frust pur für die Asylbewerber die sich mitlerweile auf den "Service" verlassen haben, nach dem Motto, "am Mittwoch krieg ich mein Bargeld". Und jedesmal wenn das Tauschbüro nach Pausierung wieder öffnet strömen Massen herbei weil sich der Druck Bargeld zu bekommen natürlich in der Zeit bei allen gesteigert hat. Das gibt Chaos, also einen Tag auf und dann gleich wieder zu usw.

Dann geht es weiter Asylbewerber mit dem zu getauscht hast, hat deine Adresse herausgefunden, klingelt plötzlich bei dir zu Hause, weil die Familie in Syrien in humanitärer Not ist, jemand stirbt, es werden dringend 200 € extra gebraucht, aber das Tauschbüro hat zu. Man gibt nach, weil Gewissen, weil Mitleid. Am nächsten Tag steht er wieder da. Und übernächsten. Und dann mit Cousin, Bruder, Kumpel. Plötzlich bist du nicht mehr Helfer, sondern wandelnder Geldautomat. Die moralische Falle schnappt zu und sagt du plötzlich nein bist du plötzlich der/die kalte Rassistin. Das ist doch ein Albtraum.

Ist natürlich komplett übertrieben, aber weiß man ob sich solche oder ähnliche Geschichten vllt. auch schon im Hintergrund abgespielt haben?
Deswegen plädiere ich für Ordnung i.S. der Mehrheitsentscheidung und keine Alleinegäng weil man doch was gutes tun will.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 13:20
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Ist natürlich komplett übertrieben
eben also warum sollte ich solch mMn hysterische Szenarien diskutieren? Bleiben wir doch einfach bei dem, was Fakt ist.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 13:25
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:eben also warum sollte ich solch mMn hysterische Szenarien diskutieren? Bleiben wir doch einfach bei dem, was Fakt ist.
Ja warum soll man überhaupt ein paar Risiken diskutieren, wenn man auch einfach nach 2 min flapsig mit nem Ausweichsatz, antworten kann. Warum überhaupt mit möglichen Schattenseiten von Themen, beschäftigen, die über das hinausgehen was schon im Artikel steht. In diesem Sinne, wieder was gelernt. Danke dir und schönen Sonntag.


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