SvenLE schrieb:Das Versenken von Babys im Lake Michigan ist ein solches.
Das ist halt leider echt die gleiche verquere Pseudologik wie bei den Anhängern von QAnon, Pizzagate und wie der ganze Irrsinn noch so geheißen hat. Am Ende dieser Denkweise steht, dass eine Behauptung gerade darum besonders glaubwürdig ist, weil sie so völlig absurd klingt, und die Abwesenheit jeglichen objektiven Beweises ist quasi ein Nachweis, weil das nur zeigt wie effizient die Verschwörung agiert. Mit diesen "Denktools" kann man sich jedes beliebige Ereignis zurechtspinnen...
Es gibt zahlreiche gut belegte und plausible Vorwürfe gegen Donald Trump, auch wenn diese teilweise aufgrund der verstrichenen Zeit und der Ausgangssituation nicht mehr gerichtsfest nachweisbar sind, da braucht es keine komischen Kindermord-Stories auf Basis von Hörensagen.
Es laufen wirklich sehr viele Menschen mit psychischen Problemen herum, "Beziehungswahn" zu Prominenten ist ein bekanntes Phänomen - solange da nichts Handfestes kommt, ist es eben sehr wahrscheinlich, das solche extremen Stories eher auf solche Ursachen zurückzuführen sind als auf objektives Geschehen. Bei nachvollziehbaren Vorwürfen, bei denen klar ist dass die Personen sich kannten, zur gleichen Zeit am gleichen Ort oder im gleichen Umfeld unterwegs waren usw. ist doch bereits die Ausgangslage eine ganz andere.