Berryl schrieb:
taren schrieb:Ist schon faszinierend wie schnell die Positionen wechseln, Fall Ermordung Kirk und nun Ermordung Good ...
Könnt ihr denn überhaupt belegen dass es Mord war, also so wie man ihn definiert. Ich meine da nicht euer Weltbild sondern konkrete Urteile und Untersuchungsergebnisse.
Es braucht keine Urteile oder Untersuchungsergebnisse, Du verwechselst hier etwas, eventuell bewusst, vermutlich aber wohl aus Unwissenheit. Bleiben wir mal aber bei Deiner Unlogik, Trump hat Juan Orlando Hernández begnadigt, ist der dann nun unschuldig, oder bleibt er ein Drogenhändler?
Schau mal hier was die KI von Google zu "nicht verurteilter Mörder ausspuckt":
Ein "nicht verurteilter Mörder" ist eine Person, die eines Mordes verdächtigt wird, aber trotz Ermittlungen oder Gerichtsverfahrens nie rechtskräftig verurteilt wurde, sei es durch Freispruch, Einstellung des Verfahrens, fehlende Beweise oder weil sie unentdeckt blieb, ...
Die antwortet also nicht, es gibt keine "nicht verurteilten" Mörder. Suchen wir nach einem viereckigen Dreieck, wird das wohl nichts bringen, weil es so etwas nicht gibt.
Mal eine Liste von nicht verurteilten Mördern aus den USA:
- O.J. Simpson (1995): Der ehemalige Football-Star wurde des Doppelmords an seiner Ex-Frau Nicole Brown Simpson und Ron Goldman angeklagt. Trotz DNA-Beweisen und blutiger Spuren wurde er von einer Jury freigesprochen, was auf Rassenkonflikte und Verteidigungsstrategien zurückgeführt wird. Später wurde er in einem Zivilprozess haftbar gemacht und zu Schadensersatz verurteilt.
- Casey Anthony (2011): Anthony wurde des Mordes an ihrer zweijährigen Tochter Caylee angeklagt, deren Leiche in der Nähe des Hauses gefunden wurde. Trotz Indizien wie Lügen über das Verschwinden und forensischen Spuren (z. B. Chloroform im Auto) wurde sie freigesprochen. Die Jury sah keine ausreichenden Beweise für Vorsatz; der Fall gilt als einer der kontroversesten Freisprüche in der US-Geschichte.
- Lizzie Borden (1893): Borden wurde beschuldigt, ihren Vater und ihre Stiefmutter mit einer Axt ermordet zu haben. Trotz motivischer Gründe (Erbschaft) und blutiger Spuren im Haus wurde sie freigesprochen, da die Jury (ausschließlich Männer) eine Frau für unfähig hielt, eine solch brutale Tat zu begehen. Der Fall inspirierte Folklore und gilt als klassisches Beispiel für Geschlechterbias im Gericht.
- Bryant und Milam (Emmett Till, 1955): J.W. Milam und Roy Bryant ermordeten den 14-jährigen afroamerikanischen Jungen Emmett Till aus rassistischen Motiven. Eine rein weiße Jury sprach sie frei, obwohl sie später in einem Interview die Tat zugaben. Der Fall war ein Katalysator für die Bürgerrechtsbewegung und zeigt systemischen Rassismus.
Halten wir hier also mal fest, es gibt Mörder, die nicht verurteilt wurden.
Wenn hier nun User also von Mord schreiben und den Täter einen Mörder nennen, dann sollte auch Dir klar sein, dass das nicht um eine juristische Wertung geht, es geht nicht um die wörtliche Definition juristischer Texte, es geht um die Tat und die natürliche Bewertung, die ein jeder normale Mensch so mit seinem Verstand trifft.
Entscheidend ist hier, wollte der Täter das Opfer töten oder hat den Tod ohne Skrupel in Kauf genommen, oder war es ein Unfall, ein Versehen, was es Selbstverteidigung.
Nun schauen wir uns mal die Tat an, der Täter hat die Waffe schon gezogen, als der Wagen noch in einer Rückwärtsbewegung war und auf den Kopf der Frau gerichtet. Wenn ein Vermummter eine Waffe auf einen richtet, dann bekommt man ganz sicher Angst. Die Frau hat dann nach rechts gelenkt und wollte langsam an dem Beamten vorbeifahren, er stand links seitlich vor dem Fahrzeug, wurde eventuell auch vom Wagen gestreift. Er hat aber erst in dem Augenblick geschossen, als er nicht mehr vor dem Wagen war, leicht von der linken Seite, kann man auf den Aufnahmen recht gut erkennen, beide Füße von dem Täter sind zu sehen. Er befand sich beim ersten Schuss also nachweißlich nicht in Lebensgefahr.
Jetzt schießt er das erste Mal, noch vorne durch die Scheibe, dafür gab es schon keinen Grund mehr. Und er schießt danach noch zwei weiter Male durch das linke Seitenfenster, der letzte Schuss ist sogar schon leicht von hinten.
Wenn ein Mensch drei Schüsse gezielt aus der Distanz auf den Kopf eines anderen Menschen abgibt, mit was kann er dann wohl rechnen, als mit dem Tod der Person, auf die er schießt?
Eben, und was wird dann wohl sein Ziel gewesen sein, wenn nicht zu töten?
Du kannst nicht drei mal auf einen Menschen schießen, vor allem nicht auf den Kopf und dann sagen, ich wollte den nur erschrecken oder verletzen. Im besten Fall wäre das in den USA Mord zweiten Grades, aber faktisch ist es einfach Mord.
Nun schauen wir noch mal ein wenig nach dem Gesetz und den Regeln, den Anweisungen und Richtlinien für Polizeibeamte und für ICE-Agenten. Erstmal ganz wichtig, ICE Beamte sind keine Polizisten und haben bei weiten nicht die Rechte eines Polizeibeamten. Sie dürfen gar nicht einfach so Autos anhalten und beliebig Personen kontrollieren oder festhalten.
Dann dürfen weder Polizisten noch ICE Beamte auf ein fahrendes Auto schießen, es sei denn, das ist ganz klar eine Gefahr für andere Personen. Und sie sind angehalten, sich nie vor ein Auto zu stellen, und auch auszuweichen.
Der Beamte hat also gegen ganz viele Regeln und Vorschriften verstoßen, er hätte nicht da sein dürfen, wo er war, er hätte nicht schießen dürfen, er hätte Renée Good nicht mal anhalten und kontrollieren dürfen.
Das sind die Fakten, also doch, natürlich darf man hier den Täter einen Mörder nennen und die Tat einen Mord.
Aber wie willst Du es denn gewertet wissen und wertest es selbst, als Selbstverteidigung und Renée Good ist hier selbst schuld?
Berryl schrieb:
Interested schrieb:Renee hatte augenscheinlich keinerlei Absichten, ihn oder sonst jemanden anzufahren oder zu überfahren. Er hat noch bevor sie das Gaspedal betätigt seine Waffe gezogen und und direkt geschossen. Die Fahrerin wurde gefilmt. Das Kennzeichen war bekannt. Selbst wenn sie davongefahren wäre, hätte man ihre Identität und Adresse direkt ermitteln können und wenn man der Meinung war, es müsse eine Verhaftung nach sich ziehen, hätte man das ganz ohne Blutvergießen und dass ein unschuldiger Mensch sein Leben verliert, machen können.
Das war Mord und er ist ein Mörder.
Das alles bestimmen in einem Rechtsstaat die Gerichte und nicht du.
Nein, Gerichte "bestimmen" das nicht, sie urteilen über eine Tat. Und Du willst hier doch uns auch vorgeben, was es war oder eben nicht war. Du erklärt und behauptest doch, unsere Einschätzung, dass es Mord war, ist falsch. Oder zeitlich noch nicht zulässig, weil das ja Gerichte "bestimmen".
Berryl schrieb:Du kannst es also als deine persönliche Sichtweise ansehen, aber definitiv nicht als Fakt.
Doch, wir können das so weit als Fakt sehen, wie Du meinst uns hier als Fakt verkaufen zu können, dass wir es nicht als Fakt ansehen können.
;)
Was soll der Käse hier von Dir eigentlich, was ist Dein Ziel, Stimmung für Trump und sein korruptes Regime zu machen? Die Taten von ICE zu rechtfertigen?