Man muss sich an der Stelle nochmal verinnerlichen, dass ICE eine massive Anzahl an Menschen eingestellt hat, die Kriterien eher runtergeschraubt hat und die Trainings- bzw. Ausbildungszeiten massiv verkürzt hat.
Das kann nur Eskalation auf der Straße oder unprofessionelles/überfordertes/eskalatives Vorgehen fördern, ob willentlich von der Administration gewollt oder nicht.
On CNN’s State of the Union on Sunday, US Democratic Senator Mark Warner told anchor Jake Tapper the Trump administration had shortened ICE agents’ training time while scaling up its hiring.
“Remember, we’re beefing up ICE – 10,000 more agents,” Warner said. “They are not getting the traditional five months training. Literally, Jake, the training for the ICE agents now is 47 days. Why 47 days? Because Donald Trump is the 47th president.”
He also used this figure on Thursday, when talking to a liberal commentator, and on Monday, on CNBC’s Squawk Box.
Other lawmakers, social media posts and journalists repeated the same line in the days after ICE officer Jonathan Ross shot Renee Good.
The Trump administration has confirmed to multiple news organisations it shortened the duration of immigration agent training, while taking issue with some outlets’ framing and declining to answer follow-up questions. Neither the ICE nor the Department of Homeland Security (DHS) responded to PolitiFact’s queries. We were unable to confirm whether the number of training days is connected to Trump’s status as the 47th president.
Ross had been a deportation officer with the agency since 2015, The Associated Press news agency reported, so he was subject to earlier, longer training standards.
Quelle:
https://www.aljazeera.com/news/2026/1/13/has-us-ice-officer-training-been-reduced-to-47-daysTraurig ist: Jener der die Frau im Auto erschoss ist seit 2015 dabei und bringt ein Jahrzehnt normales Training sowie Berufserfahrung (mit vermuteten entsprechenden Fortbildungen) mit.
Unabhängig von diesem Fall ist Eskalation bzw. schlechtere Kompetenz gerade bei den "new hires" zu erwarten wenn man ein an sich meiner Meinung nach schon kurzes Trainingsprogramm von 5 Monaten geschweige denn 1,5 Monaten hat. Irre.
Unabhängig davon ob solche kurzen Ausbildungszeiten bei Vollzugsjobs in den USA normal sind:
Wer hier ne Ausbildung oder ein duales Studium in nem Bereich der mit Sicherheit (vom Security Mensch bis hin zum Zöllner, Polizisten, etc) selbst durchlaufen hat muss sich bei so was an den Kopf fassen. Ich würde mich absolut nicht bereit fühlen nach 1,5 oder gar schon 5 Monaten auf die Straße zu gehen um irgendein Recht durchzusetzen. Allein alles was man nach zumindest deutschem oder europ. Ausbildungs- oder Studienreglement an Inhalten vermittelt bekommen und lernen und dann anwenden müsste ist markant.
All die Rechtsfragen, gerade wenn teilweise Laien anfangen die damit bis dato wenig zutun hatten. Allein das ganze Einsatztraining. Würde ich irgendwo essen gehen wo die Köche nach 1,5 Monaten als fertig ausgebildet gelten und einen bekochen sollen? Lasse ich Rettungssanitäter nach 1,5 Monaten Ausbildung auf andere los? Ne, right? Warum lasse ich dann Menschen mit Waffen auf andere Menschen nach 1,5 Monaten los?
Selbst bei 5 Monaten ist das aus meiner Sicht riskant, wenn auch besser. Ich mutmaße mal nicht, dass US-Recht komplett vereinfacht ist und schnell vermittelbar ist, selbst wenn man sich auf einen konkreten Bereich konzentriert. In 1,5 Monaten kann ich doch kaum qualitativ sowohl robuste rechtliche Kenntnisse noch taktisches Einsatztraining, ja auch situative Deeskalation usw. vermitteln.
In deutschen / anderen Ausbildungen die mehrere Jahre gehen lernt man schon weitaus robuster Dinge und hat augenscheinlich eine wertigere Ausbildung bevor man sagt "Okay, jetzt bist du halbwegs ready" (der Rest ist dann zu erlangende Berufserfahrung).