AHero schrieb:villeicht sind es mehr kriminelle als Opfer, war bei dem Fentanyl Totem ja auch, werden dann halt hochstilisiert zu Opfern.
Idealerweise noch mit passendem Background.
Eher durchschaubar als sonstwas.
Durchschaubar sind alle möglichen Relativierungsversuche die hier mit manchen spitzbübischen Fragen (ob mit Kalkül oder dem fahrlässig-naiven 'Ich stelle doch nur Fragen'-Mindset) daherkommen.
Bei manchen Posts und Fragen kann man ja den "benefit of the doubt" geben und sie rein auf einer Sachebene wahrnehmen. Aber bei manchen Postings in Folge stelle ich mir dann doch manchmal die Frage ob Leute mit Nebelkerzen, kalkulierten Abmilderungen und schlussendlich coping ankommen weil sie das eigentlich Knorke finden was da passiert, Trump Knorke finden oder lieber Fehler bei Amtsvorgängern suchen.
Wen es halt betreffen möge.
Wie dem auch sei, viel Spaß bei den letzten zwei Toten die durch ICE-Beamte getötet bzw. fatal verletzt wurden, irgendwas markant Kriminelles zu finden. Erschossen wurden fahrlässig oder vorsätzlich eine Dichterin/Schreiberin und ein ICU Krankenpfleger. Zwei Menschen, die vom Umfeld ohne Raum für Zweifel als empathisch beschrieben werden. Die Ironie ist, dass sie eher als Umstehende zu Tode kamen. Mal salopp damit es klar wird: ICE geht massiv gegen illegale Migration oder was weiß ich vor und dann sterben vor allem amerikanische Bürger? Da müsste selbst bei MAGA-Fans irgendwo die Alarmglocke angehen, selbst wenn andere Fans das mit "ach war ja nur der politische Gegner, dann eher egal" abtun.
Und wie es jemand schon schrieb, selbst wenn die Person dann kriminelle Historie hatte rechtfertigt das keine schießwütigen Aktionen bei Szenarien wo der Schusswaffengebrauch sagen wir mal nett umschrieben sehr fraglich erscheint.
Greifen wir mal Pretti (Krankenpfleger) auf:
Pretti worked as an ICU nurse at the Minneapolis Veterans Affairs hospital, his family said in a statement. They told the Associated Press news agency (AP) that he was upset by US President Donald Trump's crackdown on immigration in the city.
Pretti's mother also said her son cared immensely about the Trump administration's rollback of environmental regulations.
"He hated that, you know, people were just trashing the land," Susan Pretti told AP.
She added: "He was an outdoorsman. He took his dog everywhere he went. You know, he loved this country, but he hated what people were doing to it."
Pretti had no interactions with law enforcement beyond traffic tickets, family say
Pretti loved adventures with his beloved Catahoula Leopard dog Joule, who died around a year ago, AP reported.
His family said he had no interaction with law enforcement beyond a handful of traffic tickets. According to AP, court records show he had no criminal record.
Pretti's parents, who live in Wisconsin, said they had also recently told their son to be careful while protesting.
"We had this discussion with him two weeks ago or so, you know, that go ahead and protest, but do not engage, do not do anything stupid, basically," his father Michael Pretti told AP.
"And he said he knows that. He knew that."
Pretti's family also explained he owned a handgun and had a permit to carry a concealed handgun in Minnesota - but they had never known him to carry it.
Minneapolis Police Chief Brian O'Hara also said police believed he was a lawful gun owner with a permit to carry, the BBC's US partner CBS reported.
'Please get the truth out about our son'
After seeing videos suggesting their son was a "domestic terrorist," Pretti's family issued a statement saying "the sickening lies told about our son by the administration are reprehensible and disgusting".
They claimed videos showed Pretti was not holding a gun when he was tackled by federal agents.
"Please get the truth out about our son. He was a good man," they urged in their statement.
Pretti was a Democratic voter and had taken part in the wave of street protests after George Floyd was killed by a Minneapolis police officer in 2020, his ex-wife told AP.
She said that he was someone who may shout at law enforcement officers at a protest but had never known him to be physically confrontational.
Quelle:
https://www.bbc.com/news/articles/c62r4g590wqoViel Spaß aus so jemanden einen "domestic terrorist" zu machen. Das war ein Mensch der unzufrieden mit der Entwicklung im Land war und auf die Straße ging um seinen Unmut auszudrücken, seine Meinung kundzutun und Regierungshandeln zu dokumentieren (weil er ein Handy filmend zu nutzen schien). Er verstarb augenscheinlich oder mutmaßlich durch zumindest (grob) fahrlässiges, wenn nicht vorsätzliches Handeln.
Die "MAGA/ICE is doing cool stuff"-crowd wären die ersten die heulen wenn das Szenario irgendwie rumgedreht wäre und deren Fans/Bubble eine besonders übergriffig wahrgenommene Polizeieinheit strukturell und massiv anginge, dabei besorgte oder unzufriedene Bürger protestieren und versuchen zu dokumentieren und dann dabei geben genau so Leute wie Alex Pretti und Renée Good durch schießwütige Cops umkommen.
Was hätten wir von der MAGA-crowd einen Aufschrei gehört und eine Welle der Kritik und Viktimisierung und Verurteilung (zu Recht ja wenn es rechtswidrig erscheint) erlebt. Hier passiert das aber dann dem wahrgenommenen 'politischen Gegner' und man hält gefühlt eher die Fresse, relativiert, redet klein. Weil nicht sein kann was nicht sein darf. Ich kenne politische Radikale und Extremisten gut genug als einer der im alten Leben selbst in gewisser Weise einer war, da geht dann im Kopf schon die Filterblase an und Selbstkritik kommt meist nie in den Sinn. Man bleibt mental wie ein Steinzeitmensch lieber beim Gruppendenken, beim "die bösen politischen Gegner da drüben und wir guten noblen politischen Streiter auf dieser, unseren Seite". Schwarz-Weiss-Denken ohne große Nuancen. Und dann kommt die eine Eskalation nach der anderen und man verliert jegliches Maß, jegliche Mitte. So was betrifft gefühlt leider immer mehr Menschen, wenn man sich diverse Aussagen und Wahlergebnisse anschaut.
Wer vernünftig ist sollte selbst als Trump-Republikaner oder MAGA-Fan, auch jene im Ausland, auch hier in Deutschland und hier ggf. Mitlesende, wen es betreffen möge, so ein Verhalten hinterfragen und nicht eher noch zelebrieren. Das ist nämlich wie gesagt ganz schnell eine "slippery slope", Glatteis, weil man das Prinzip rumdrehen und gegen einen selbst rechtfertigen kann. Entweder will man einheitliche Gewaltenteilung und Rechenschaftspflicht für Polizeieinheiten als Bürger...oder man will doppelte Standards oder Doppelmoral.