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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.863 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

17.02.2021 um 16:30
@EinElch
Ja schon, aber man sollte doch dann schon alle gleich behandeln. Vielleicht fühlt sich ein Asiate diskriminiert weil schwarze von schwarzen gesprochen werden, aber Chinesen von weißen. Könnte ja sein.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

17.02.2021 um 16:47
@EinElch

Gefällt mir, die Zusammenfassung der Bewertungsmöglichkeiten.
Und es reicht eigentlich auch wenn man weiss, egal welchen Absatzes man sich zugehörig fühlt, dass es die anderen auch noch gibt und respektiert, dass ein anderer, egal aus welchen Gründen (außer Rechtsextremismus, Antisemitismus, Diskriminierung!) diese Betrachtungsweise für sich gewählt hat.

Und um den Kreis zu pc wieder zu schließen -> aus Respekt gegenüber derer, die rückständig, rassistisch, diskriminiert, abschätzig oder gar gänzlich ignorant übergangen werden, hat man ein gewisses Maß an "Grund-pc" einzuhalten/..... einzelne Begrifflichkeiten, Wörter/Formulierungen/Ortsnamen etc. ERSTMAL außenvor gelassen.
Ein Grundverständnis für pc sollte vorhanden sein
-> Warum ist pc wichtig
-> Warum fühlen sich Betroffene übergangen
-> Warum ist Gleichberechtigung nicht gleich gleiches Recht wenn es um moralische Grundfragen geht / abseits der juristischen Grundsätze

... um nur einige Fragen, die man sich UNBEDINGT selbst stellen sollte, in den Raum zu werfen.

Und vorallem muss man damit aufhören, pc'ler in eine Schublade zu verdonnern, die unweigerlich immer wieder dann verbohrt geöffnet wird, wenn ein neues, zu besprechendes, Thema aufkommt..... wo man erstmal generell schauen sollte, woher der Ursprung der "Forderung" herkommt - ob es wirklich mit pc allgemein zu tun hat/oder nur Meinung eines Einzelnen ist (oder zweier Universitäten, einer Regisseurin, eines Sprachwissenschaftlers, eines schwarzen Rappers, einer weißen Ärztin etc)
Hier gilt es, meiner Meinung nach, deutliche Unterschiede und Bewertungsfaktoren einzubeziehen denn was ein Einzelner fordert UND damit meint es sei eine pc-gerechte Forderung, muss noch lange keine sein.

Vereinfacht, wenn einer fordert das weisse Menschen auch schwarze Schauspieler synchronisieren sollten, dann ist das erstmal nur eine Meinung eines Einzelnen und die Forderung muss pc-gerecht durchgesprochen werden.
Es ist nicht zwingend jeder ein Ignorant oder pc-Gegner, der diese Forderung eines Einzelnen nicht sofort hände klatschend unterstützt.
Das ergibt sich nur, wenn die Masse der Betroffenen kunt tut, dass sie sich durch das Verhalten derer beleidigt, abschätzig behandelt und diskriminiert fühlen. DANN muss da was getan werden, weil ausgesprochen wurde, dass ein Missstand mehrere Menschen psychisch belastet oder gar im Berufsalltag/ Freizeit etc benachteiligt!
.... Aber dann auch bitte immer mit entsprechenden Nachweisen, Begründungen (genau das tut pc - es belegt konsequent die Missstände, bringt sie auf den Tisch, öffnet Augen und Ohren) usw. - und DAS gehört angehört, ernstgenommen und verbessert.

Hat einfach was mit Wertschätzung und Respekt zu tun.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

17.02.2021 um 17:37
@Foxy.Vapiano

Für mich nicht einfach für mich zu verstehen, was du schreibst. Ich sehe keine klare Linie darin. Außer eben das Richtige zu tun...

Auf der einen Seite schreibst du, dass nicht überall wo PC drauf steht auch PC drin ist. Erst wenn mehrere(?) Betroffene sich äußern, ist der Vorwurf wirklich safe? Oder aber wenn der geprüfte PC-Katalog durch das entsprechende PC-Gericht darüber urteilt? Das große Problem an den PC Standards ist aber doch gerade, dass entsprechende Kriterien im mehr oder weniger nicht messbarem Bereich liegen.

Dies wollte ich dir u.a. mit den zwei Artikeln eigentlich sagen...
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:(genau das tut pc - es belegt konsequent die Missstände, bringt sie auf den Tisch, öffnet Augen und Ohren)
Im ersten der verlinkten TAZ Artikel sind ja relativ verständliche Beispiele, die klar aufzeigen, dass die zunächst richtig gefühlte subjektive Verortung nicht immer später die ojektiv richtige ist.
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Hat einfach was mit Wertschätzung und Respekt zu tun.
Das scheint aber nicht in Stein gemeisselt zu sein!


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

17.02.2021 um 17:58
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Für mich nicht einfach für mich zu verstehen, was du schreibst.
Dafür kann ich jetzt aber nichts :ask:
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Auf der einen Seite schreibst du, dass nicht überall wo PC drauf steht auch PC drin ist.
Ja, genau das sage ich.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Erst wenn mehrere(?) Betroffene sich äußern, ist der Vorwurf wirklich safe? Oder aber wenn der geprüfte PC-Katalog durch das entsprechende PC-Gericht darüber urteilt?
Nein, nicht der pc Katalog prüft irgendwas sondern wenn eine Gruppe von Betroffenen äußert, dass sie sich abschätzig behandelt fühlen - dann sollte man nachdenken wie man den Missstand ändern kann.
Und dein sarkastischer Unterton muss bitte nicht sein. Das verkompliziert die Diskussion wieder nur, weil du anfängst mich und meine Aussagen persönlich lächerlich darstellen zu lassen. Es geht bitte ohne diesen Kindergarten.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Das große Problem an den PC Standards ist aber doch gerade, dass entsprechende Kriterien im mehr oder weniger nicht messbarem Bereich liegen.
Und deswegen sollte man es in allen Debatten einfach generell nicht mehr messen?
Ich erwähnte ja, einzelne Wörter (Beispiele aus deinem Link) außenvor gelassen gehts mir um das Grundverständnis von pc.
Und wenn man sich an einzelne Beispielen monatelang aufhalten muss, dann ist es am Grundverständnis einfach schon gescheitert. Und man kann kein Verständnis aufbauen wenn man die Aufgabenstellung schon nicht verstanden hat.

Sprich, wenn eine genderangleichende Sprache gefordert wird, dann muss man überlegen warum sie gefordert wird.
Das geschieht nicht weil einigen langweilig ist und sie irgendwas in den Raum hinein fordern, sondern weil ein BEDARF der Umsetzung (für viele) da ist.
Zum Beispiel im Berufsalltag - da ist es nunmal erforderlich das auch in Sachen Kommunikation die Frau, dem Mann nicht untergesetzt ist. Es gebietet der Respekt einer Frau die gleiche Karriereleiter zuzugestehen - "die Möglichkeit auf... " und das hat sich eben auch in der Kommunikation wiederzuspiegeln mit der verbalen Gendergleichstellung.

Wenn aber nur EINER fordert "ich will aber als Mann Frau Schmidt genannt werden" dann hat das nichts mit pc im allgemeinen zu tun, ist keine Forderung eines pc'lers, sondern eine persönliche. Über diesen Sachstand muss dann in der pc-Debatte nicht diskutiert werden und es brauch kein (so wie du es genannt hast) pc Gericht um darüber zu entscheiden - es ist Grundvoraussetzung sich daran zu halten, weil es nur die Person ansich erstmal betrifft.
Fordert er "alle Männer sollten ab sofort Frau Schmidt genannt werden" - ja dann gilt es das zu diskutieren und das wäre auch nicht pc. Aber genau das wird pc'lern gern unterstellt - dass wenn sie eine solche Forderung nicht händeklatschend unterstützen - heuchlerisch und inkonsequent wären.


Ich hoffe ich konnte es jetzt verständlich machen. Mit einfachen, verständlichen Sinnbildern.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

17.02.2021 um 18:17
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Und deswegen sollte man es in allen Debatten einfach generell nicht mehr messen?
Deswegen sollte man auch immer miteinander im Gespräch bleiben und das vorschnelle Urteil entsprechend zurückstellen...

Danke für die umfassende Erklärung. Manchmal brauch ich etwas länger ;)


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

17.02.2021 um 18:23
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Deswegen sollte man auch immer miteinander im Gespräch bleiben und das vorschnelle Urteil entsprechend zurückstellen...
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Nur der Austausch darüber kann zu Ergebissen führen - ganz gleich wie die aussehen mögen.
Und dazu gehört es auch Beispiele durchzukauen die mal für die eine Seite lächerlich sind und mal welche für die andere.
Und ich kann selbst als Mensch, dem pc sehr wichtig ist, mal eine persönliche Meinung vertreten, die nicht pc ist - ohne dabei dennoch den Anspruch der anderen daran (also die empfundene Wichtigkeit) zu schmälern. Meine eigene Meinung in manchen Bereichen macht mich nicht pc-inkonsequent, wenn mein Grundverständnis das richtige ist und ich nicht anti-pc handel oder Durchsetzenden damit im Wege stehe.
Wie ZB mit dem gendern bestimmter Begriffe.
Kann ICH persönlich nicht immer nachvollziehen, aber muss ich nicht wenn ich im Auge behalte das es anderen Sehr wohl wichtig ist und sie sich dadurch wertgeschätzter fühlen. Fällt mir kein Zacken aus der Krone zukünftig Briefzusteller*in zu schreiben/sagen.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Danke für die umfassende Erklärung. Manchmal brauch ich etwas länger
Sehr gerne und danke für den Austausch :)


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17.02.2021 um 18:26
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Weil der asiatische Filmmarkt etwa 5 Mal so Groß ist wie der des westlichen Kulturkreises und kein Empowerment braucht. Ein Chinesischer Film hat immerhin eine Milliarde potentieller Zuschauer im eigenen Land, ebenso bei Indischen Werken. Die stemmen da auch ohne die großmütige Hilfe der Weißen ganz schön was.
es geht doch nicht um den Filmmarkt eines Kontinentes, denn dann müsste man ja asiatische Filmmarkt mit afrikanischem, europäischem und amerikanischem Filmmarkt vergleichen.

wir könnten es auch auf Länderebene runterbrechen, dann reden wir vom indischen Film und vom nigerianischen Film, genauso wie vom deutschen und russischen Film.

aber was passiert hier:

Wir diskutieren die Frage entlang der Hautfarben schwarz-weiß. immer entlang alter Muster. Kann man das nicht mal durchbrechen, indem man Menschen statt ihrer Hautfarben in den Mittelpunkt stellt?

Übrigens:
Die Frage, warum Einwanderer aus aller Herren Länder (gern PoC genannt) nicht genauso wie Schwarze bevorzugt werden, bleibt bestehen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

17.02.2021 um 18:38
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Die Frage, warum Einwanderer aus aller Herren Länder (gern PoC genannt) nicht genauso wie Schwarze bevorzugt werden, bleibt bestehen.
Wobei nicht bevorzugt werden? Bei der Auswahl der Rollen in Filmen und Serien?
Falls ja, dann ist das nichts was mir bewusst auffällt. Da ich gerade die Serie Lost schaue, nehme ich diese als Beispiel. Vertreten dort sind Koreaner, Syrer, Amerikaner, Australier, Afrikaner etc.

Was mir dazu allerdings (gemessen an der Serie direkt jetzt) auffällt ist, das jede Rolle auch eine herkunfsbezogene Geschichte inne hat, die sich an absoluten Klischee's bedienen.
Also der Koreaner- der seine Gefühle nicht zeigt.
Der Afrikaner - der klischeebehaftet mit Drogen handelt um Impfungen fürs ärmliche Dorf zu generieren
etc.

Das ist etwas, was generell nicht sein muss.
Wenn ich einen schwarzen Schauspieler sehe, verbinde ich keine "typische" Herkunftsgeschichte mit ihm und ich persönlich mag es nicht, wenn man mir dies immer auferlegen möchte, indem man sich nur solcher Klischee"s bedient - als Macher einer Serie oder eines Films.
Das kann MAL so sein, aber leider ist es mehr als mal und es fällt in vielen Filmen und Serien auf.


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17.02.2021 um 18:43
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Was mir dazu allerdings (gemessen an der Serie direkt jetzt) auffällt ist, das jede Rolle auch eine herkunfsbezogene Geschichte inne hat, die sich an absoluten Klischee's bedienen.
Also der Koreaner- der seine Gefühle nicht zeigt.
Der Afrikaner - der klischeebehaftet mit Drogen handelt um Impfungen fürs ärmliche Dorf zu generieren
etc.
ok, da ich wenig Filme schaue und Serien noch weniger, wusste ich das nicht.
wenn es , vielleicht sogar negative Stereotype) verbreitet, ist das aber alles andere als pc ;)
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Wenn ich einen schwarzen Schauspieler sehe, verbinde ich keine "typische" Herkunftsgeschichte mit ihm und ich persönlich mag es nicht, wenn man mir dies immer auferlegen möchte, indem man sich nur solcher Klischee"s bedient - als Macher einer Serie oder eines Films.
ich verbinde auch im realen Leben keine Klischees mit Menschen. Außer, ich treffe sie in einer typischen Situation an (den schwarzen Dealer im Görlitzer Park; die immer freundliche Vietnamesin im Blumenladen oder der Änderungsschneiderei)


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

17.02.2021 um 19:00
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Außer, ich treffe sie in einer typischen Situation an (den schwarzen Dealer im Görlitzer Park; die immer freundliche Vietnamesin im Blumenladen oder der Änderungsschneiderei)
Da hast du aber einen kleinen Denkfehler.
Wenn du einen schwarzen Drogendealer im Görlitzer Park siehst, dann ist er nicht Drogendealer weil er schwarz ist. Also gibt es, aus meiner Sicht, keinen Bedarf das als typische Situation anzunehmen.
Und die Floristin ist nicht Floristin weil sie Asiatin ist. Verstehst du wie ich meine?
Es fällt dir vielleicht häufiger auf, weils häufiger der Fall ist - aber es macht das ganze zu keiner typischen Situation weil du ja sicher nicht den Laden betrittst (ich nehme jetzt extra den und nicht den Görli ^^) und direkt denkst "war ja klar das sie Asiatin ist, immerhin verkauft sie Blumen")
Denn das wäre das sich bedienen von Klischee's im Alltag.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:ist das aber alles andere als pc
Wenn es mal in einer Serie der Fall ist, ist damit die pc nicht gleich gefährdet. Wenn aber die Filmindustrie sich stets und ständig daran abrackert, nur weil sie den Zuschauer für zu blöd halten, einen schwarzen Menschen nicht mit zB Deutschland verbinden zu können - und ihn deswegen zum Dauer-Afrika-schwarzen Mann machen müssen, dann ja... dann ist es nicht mehr pc.


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18.02.2021 um 18:01
Die Talkshow „Five Souls“ vom SWR bildet nuanciert und mit Humor die tiefgründigen Gespräche eines Freundeskreises ab. Dabei dreht sich alles um Familie, Partnerschaft, Sex, Berufsleben oder die Beziehung zu sich selbst.

Es gibt den sonntäglichen Polittalk, es gibt Late-Night-Talkshows und es gab die große Ära der Mittagstalksendungen. Was bisher gefehlt hat? „Five Souls“! Das wöchentliche Talk-Format auf YouTube greift relevante Themen aus dem Beziehungskosmos auf und setzt diese humoristisch um, ohne dabei die Ernsthaftigkeit zu verlieren. Das Format ist leicht konsumierbar und stellt eine kleine Oase der Unterhaltung und des Wohlfühlens in politisch turbulenten Zeiten dar. Wie es eben bei Freund*innen so ist.
n der Pilotfolge von „Five Souls“ sprechen Hadnet Tesfai, YasminAyhan, Jasmina Kuhnke, Malcolm Ohanwe und Nadja Benaissa über Schwiegereltern. Sind Schwiegermütter tatsächlich „Schwiegermonster“ oder ist das ein altes Klischee? Müssen bei Oma und Opa dieselben Regeln für die Enkel gelten wie zu Hause bei den Eltern? Was ist ein absolutes No-Go, wenn es um potenzielle Schwiegerfamilien geht? Wie schätzen die Hosts sich selbst ein, wenn sie in die Zukunft blicken: Werden am Ende doch alle wie ihre Eltern?



„Five Souls“ ist eine Produktion des SWR in Zusammenarbeit mit der Kanakfilm Berlin.
Quelle: https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/pressemeldungen/swr-five-souls-2021-100.html

In bin gespannt, gespannt in mehrere Hinsicht. Losgelöst vom Thema der "Diversität", bleibt es interessant speziell im Kontext der PC, ob man dann einer "Freundin" Widerworte gibt und dies thematisiert.
Auch in einem Freundeskreis oder gerade da muss entsprechend kommuniziert werden.

In dieser Runde befindet sich zb YasminAyhan, PoetrySlamerin, "Comedien" und halt eine Freundin des Kreises.

YasminAyhan nutzt aber auch gerne antiisraelische Kampfrhetorik
Da hat man natürlich Hoffnung Frau Kuhnke wird dies aufnehmen und sich da klar positionieren, denn wer antisraelische Kampfrhetorik nutzt mit dem kann man kaum länger befreundet bleiben.

https://www.youtube.com/watch?t=153&v=jYfFIMLadug&feature=youtu.be


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.02.2021 um 13:35
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Das kann man machen, ich mache das auch so, aber ich werde trotzdem immer meine Meinung dazu sagen, auch wenn sie in dem Moment für "den Betroffnen" umbequem ist.
das ist eben der Unterschied, für Betroffene ist es nicht nur "unbequem", sondern sogar schmerzhaft, für die, die der Mehrheitsgesellschaft angehören ist die Kritik oder die Meinung Betroffener, etwas dass man ignorieren kann, wegwischen kann. Für Betroffene ist dies leider nicht so. Ganz davon abgesehen, dass die Meinung der Mehrheitsgesellschaft zählt, schon immer zählte und schon immer nicht nur gehört, sondern rausposaunt und auch entsprechend gehandelt wurde. Die Betroffener zählte nicht heute nur bedingt, wurde bis vor einigen Jahren weder wahrgenommen, noch hatten sie tatsächlich eine Stimme. Aber das wird eben immer vernachlässigt. Sich auch darüber Gedanken zu machen, sondern heutzutage macht man sich lustig darüber, wie "empfindlich" die doch alle sind, ohne zu überlegen, wie empfindlich man selbst ist, weil es einen nervt, dass man die Befindlchkeiten Betroffener auch noch zu hören bekommt.
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Ja wenn Betroffene ihre Forderungen durchsetzen können (was sie nur können wenn ihre Argumentation verständlich und gut aufgebaut ist, selbst für nicht Betroffene - oder gerade für die) dann bin ich bereit das zu akzeptieren weil es für mich persönlich kein Problem ist meine Sprache anzupassen.
nur dann? warum?
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Im Kontext zur gendergerechten Sprache, sehe ich da wenig Leidensdruck, der aus meiner Sicht begründet wäre. Auch im Bezug auf "Rassismusdebatten" a la "Mohrenapotheke" sehe ich da auch wenig Leidensdruck. Das stufe ich persönlich als Überempfindlichkeit ein und von diesen Beispielen rede ich.
s.o.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Daraus ergeben sich aber weitere Probleme...
Der Diskurs um PC lässt sich an den beiden eingestellten Artikeln gut nachvollziehen.
ja und die Kritik ist durchaus berechtigt, denn es sind komplett unterschiedliche Lebensrealitäten, die aufeinander prallen und die die eine Seite immer schön strikt von sich weist. Das Gute ist, dass auch sog. Mikroaggressionen benannt werden können, thematisiert werden, schlecht ist, dass man dies dann eben abtut, weil total übertrieben und angeblich auch noch quasi rassistisch.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Dazu ist die Rolle, die darzustellende Person und die Überschneidung im Äußeren zwischen Darsteller und Charakter nun mal maßgeblich. Das hat nichts Rassistisches an sich, sondern ist Ausdruck des Wunsch des Menschen, seine Umwelt nach Möglichkeit originalgetreu abzubilden, um ein uncanny valley zu vermeiden.
es hat genau dann etwas rassistisches an sich, wenn sich nicht darüber aufgeregt wird, dass weiße eine Rolle spielen, die nicht weiß ist. Weil es so normal ist, dass Weiße alle Rollen spielen/spielten, dass dies nie dafür herhalten musste - also bei der Argumentation Weißer - dass dies ja eine Fehlbesetzung sei. Das wurde und wird oftmals immer noch nicht so gesehen. Da regt man sich dann lieber darüber auf, wenn in irgendwelchen Filmen "N***er" gesagt wird und wie oft.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Wir diskutieren die Frage entlang der Hautfarben schwarz-weiß. immer entlang alter Muster. Kann man das nicht mal durchbrechen, indem man Menschen statt ihrer Hautfarben in den Mittelpunkt stellt?
könnte man, aber würde man dies machen, dann gäbe es die Besetzungs-Diskussion ja gar nicht. Dann ginge es darum, dass die, die die Rolle am besten spielen, sie spielen, ganz unabhängig davon, welche Hautfarbe sie hätten. Und dann wäre Diversität ja schon viel weiter in der Filmbranche.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:ich verbinde auch im realen Leben keine Klischees mit Menschen. Außer, ich treffe sie in einer typischen Situation an (den schwarzen Dealer im Görlitzer Park; die immer freundliche Vietnamesin im Blumenladen oder der Änderungsschneiderei)
und zack, erst angeblich keine Klischees und dann werden "typische" Situationen genannt. Das ist ein Widerspruch.
Zitat von CapspauldinCapspauldin schrieb:YasminAyhan nutzt aber auch gerne antiisraelische Kampfrhetorik
Da hat man natürlich Hoffnung Frau Kuhnke wird dies aufnehmen und sich da klar positionieren, denn wer antisraelische Kampfrhetorik nutzt mit dem kann man kaum länger befreundet bleiben.
ich denke da überschätzt Du das Format etwas. Erstens sind das nicht unbedingt "Freunde" und zweitens sind es ganz bestimmte Themen, um die es sich dreht. Da sind dann Kuhnke und Ayhan Gäste zu einem bestimmten Thema und die Runde ist so dargestellt, als könnte es eine Unterhaltung unter Freunden sein.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.02.2021 um 14:37
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Sich auch darüber Gedanken zu machen, sondern heutzutage macht man sich lustig darüber, wie "empfindlich" die doch alle sind, ohne zu überlegen, wie empfindlich man selbst ist, weil es einen nervt, dass man die Befindlchkeiten Betroffener auch noch zu hören bekommt.
Nunja, als Betroffener kann ich dir sagen das mir so vorkommt als sei es Trend geworden besonders empört zu sein. Sozusagen die Olympischen Spiele der Diskriminierung, wer wird mehr diskriminiert, wer ist die kleinere Minderheit.

Das man sich darüber lustig macht kann ich halt komplett nachvollziehen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nur dann? warum?
Warum sollte man die Sprache für eine klitzekleine laute Minderheit anpassen ? Warum? Und dann ist es nicht Mal gut argumentiert wieso man gendern sollte. Alles nur Blabla in meinen Augen bisher.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es hat genau dann etwas rassistisches an sich, wenn sich nicht darüber aufgeregt wird, dass weiße eine Rolle spielen, die nicht weiß ist.
Wenn man historische Dramen dreht, dann sollte es schon wenigstens ein wenig historisch akkurat sein, ohne ins total absurde und unrealistische abzudriften.
Eine Schwarze Königin von England ist genau so Absurd wie ein weißer Nelson Mandela. Punkt.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Und dann wäre Diversität ja schon viel weiter in der Filmbranche.
LOL. In Zeiten von forcierte Diversität sind Minderheiten mittlerweile überrepräsentiert.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.02.2021 um 14:39
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja und die Kritik ist durchaus berechtigt, denn es sind komplett unterschiedliche Lebensrealitäten, die aufeinander prallen und die die eine Seite immer schön strikt von sich weist. Das Gute ist, dass auch sog. Mikroaggressionen benannt werden können, thematisiert werden, schlecht ist, dass man dies dann eben abtut, weil total übertrieben und angeblich auch noch quasi rassistisch.
Letztlich entscheidend sind dann aber doch gewisse Alltagssituationen. Ich persönlich preferiere es mich so zu verhalten, dass sich meine Mitmenschen entsprechend nicht verletzt fühlen. Ich bin da durchaus flexibel, kein Problem.

Nun ergeben sich aus Teilen des politisch korrekten Handelns mMn aber immer wieder Momente, in welchem der eigene Selbstzweck samt Mehrwert nicht mehr zu leugnen ist. Darauf spielte der TAZ Link (Lust am Leiden...) an. Darin unterstrich der Autor an Beispielen, dass für halbwegs aufgeklärte Menschen nicht die mißverständliche/unbewusste Verletzung das unüberwindbare Problem darstellt, welches man im Dialog klären könnte, sondern vielmehr eine sich ständig wiederkehrende, selbsterfüllende Prophezeiung, die sich entlang eines groben Täter/Opfer-Schematas oft genug selbst genügt. Die Früchte dieser Spielart sind mMn eine ansteigende Verunsicherung mit der ständigen Infragestellung ob und wie ich mich nun am Besten richtig verhalte. Wenn man jetzt dieser "PC-Kultur" zustimmt, dann würde das bedeuten, dass man sich aus Gründen nie sicher sein kann und sich stattdessen immer wieder neu erfinden müsste. Wie selbstzerfleischend das im Praxistest aussehen kann, habe ich zur Genüge selber erfahren. Beispiele, wie feministisch vs transgender und der ewigen Frage, wie das Geschlecht jetzt nun endgültig definiert werden sollte, zeigen mir, dass eigentlich gute Absichten in erbittert geführten Debatten um Definitionsmacht enden. Mir fällt es wirklich nicht leicht zu schreiben, dass der Kurs wieder versöhnlicher werden müsste, Fehler verzeihlicher betrachtet werden, die individuelle Verletzbarkeit nicht als endgültiger Maßstab verstanden wird, das subjektive Erleben des einen, nicht per se über das subjektive Erleben des Anderen gestellt wird, dass die Schnappatmung nicht reflexhaft von Symbolik gesteuert wird... Aber man wird ja nicht jünger.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.02.2021 um 14:59
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nur dann? warum?
Nein, hab ich mich doof ausgedrückt.
Ich meinte wenn Betroffene das auch noch gut argumentieren können (und sollten - weil man bei erfahrenem Unrecht nie schweigen sollte) und ihre Gefühle dabei schildern, dann fällt es Nicht- Betroffenen vielleicht leichter es zu verstehen.
Wenn man das Wort der Betroffenen aber direkt immer im Keim erstickt mit "is doch alles quatsch" dann können sie nicht argumentieren und nichts durchsetzen, was sie fordern.
Und ich habe kein Problem damit diese Wünsche umzusetzen - selbst wenn ich persönlich, für mich, keinen Nutzen darin. Der Nutzen ist für die Betroffenen da und das reicht mir.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.02.2021 um 15:34
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und zack, erst angeblich keine Klischees und dann werden "typische" Situationen genannt. Das ist ein Widerspruch.
nein, kein Widerspruch.

Denn ich denke nicht, dass jede Vietnamesin in einem Blumenladen arbeitet oder immer freundlich ist.
Denn ich denke nicht, dass jeder Schwarze im Görli ein Dealer ist.

Eine Situation, wie sie sich vor Ort darstellt, ist kein Klischee sondern Realität.

Weil ich eben genau auf diese Realität blicke, muss ich mir keine Vorurteile zulegen. Ich bin daran gewohnt, den IST-Zustand zu beschreiben.
Für mich ist6 auch nicht jeder Mensch mit nichtweißer Hautfarbe ein "Betroffener" mitsamt "Betroffenheitsklischees-", sondern MENSCH.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:für Betroffene ist es nicht nur "unbequem", sondern sogar schmerzhaft,
das ist ein typisches Klischee bzw ein Stereotyp, was Menschen zu Opfern und Tätern erklärt, völlig ohne Rückfrage, und was festschreibt: nichtweiße Menschen erleiden durch Weiße ständig schmerzhafte Verletzungen.....

meine Güte....
ich hörte neulich Ranga Yogeshwar (Wiederholung einer Sendung ab Minute 2:02:50 )
https://dein.radiobremen.de/programm/3nach9/dreinachneun-september-100.html (Archiv-Version vom 02.12.2020)

Sinngemäße Wiedergabe/ Giovanni de Lorenzos Frage an Ranga Yogeshwar:
" Gäbe es eine Satire..... die Sie verletzen würde mit Ihrem Hintergrund?"
Antwort Ranga Yogeshwar:
"Alleine schon die Tatsache, dass ich mit meinem Hintergrund verletzt sein muss*, ist doch absurd!
Es gibt eine wunderbare Reihe in der BBC über eine indische Familie, bei der alle Klischees aufgefahren werden und die ist großartig. Das heißt, auch selber mal über sich selber lachen zu dürfen , ist okay. "
*fett markiert, weil RY dieses Wort stark betont

es ist geradezu politisch inkorrekt, dieses ständige "poc müssen sich verletzt fühlen" wie eine heilige Monstranz vor sich herzutragen und gar als Nicht-poc für poc zu behaupten.
Wenn mir RY ernsthaft versichtert, er fühle sich durch LE Satire nicht verletzt, braucht mir kein pcler ankommen, der das Gegenteil behauptet.
Ich nehme Individuen , vor allem Menschen , die sich für ein besseres Miteinander einsetzen, übrigens überaus ernst.
Darunter fallen aber keine Menschen, die Stereotype mit Stereotypen bekämpfen oder die neue Gräben und Fronten zwischen Menschen aufmachen statt auf gedeihliches Miteinander hinzuwirken.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.02.2021 um 15:48
wenn ich anderen Menschen begegne, egal wo, denke ich nicht bei jedem Vorbeigehen:
oh, ein von Alter Betroffener
oh, ein von Herkunft Betroffener
oh, ein von Hautfarbe Betroffener
oh, ein von Geschlecht und von sozialer Geschlechterrollen Betroffener
oh, ein von blonder Haarfarbe Betroffener
oh, ein von Groß/Kleinwuchs, Dick/Dünnsein Betroffener
....


Ich sehe Menschen. Ich teile sie nicht ein in Gruppen verschiedener Betroffenheiten (Betroffenen und Nichtbetroffenen) und
teile ihnen auch keine dementsprechenden Gruppeneigenschaften zu (Verletzte ...).
Ich sehe Menschen.
Punkt.
Und daran ändert zum Glück kein einziger Verfechter der political correctnes was.

Dabei bewahre ich mir die Empathie und die Schärfe der Sinne, tatsächliche Anfeindungen wahrzunehmen und dagegen vorzugehen!


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19.02.2021 um 17:48
@Seidenraupe
ja, Menschen sehen die meisten, die Frage ist, ob sie allen Menschen die gleichen Rechte zustehen, ob sie alle Menschen auf die gleiche Stufe stellen, wie sich selbst, die Frage ist auch, warum hervorgehoben werden muss, dass es nicht alle betrifft, wenn ich ausdrücklich und immer von Betroffenen schreibe. Wer also nicht davon betroffen ist, sich nicht betroffen fühlt oder nicht als betroffen kategorisiert werden will, der ist ja dann gar nicht gemeint.
Und zu Ranga Yogeshwar, eine comedy, gespielt von Indern, die indische Klischees, genau wie britische aufnimmt, die würde wohl kaum jemanden stören.
Zitat von Apache205Apache205 schrieb:LOL. In Zeiten von forcierte Diversität sind Minderheiten mittlerweile überrepräsentiert.
hast Du da Belege? Die hätte ich gerne für diese Behauptung


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19.02.2021 um 17:57
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:es ist geradezu politisch inkorrekt, dieses ständige "poc müssen sich verletzt fühlen" wie eine heilige Monstranz vor sich herzutragen und gar als Nicht-poc für poc zu behaupten.
Das ist leider nur ein Strohmann. Ich jedenfalls kenne niemanden, der sagt, jemand muss sich nun betroffen fühlen.
Das ist nur ein erfundener Mythos der PIC.

Aber du kannst mich gern widerlegen. Zitier einfach mal jemanden, der einem Betroffenen sagt, er MUSS sich von irgendwas betroffen fühlen.


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19.02.2021 um 19:23
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Das ist leider nur ein Strohmann. Ich jedenfalls kenne niemanden, der sagt, jemand muss sich nun betroffen fühlen.
Das ist nur ein erfundener Mythos der PIC.
Die Personen werden schlicht Tokens bezeichnet. Ziemlich zynisch sich gegen Fremdbezeichnungem auszusprechen, Schwarze jedoch so zu bezeichnen die sich zb gegen PoC Bezeichnungen aussprechen.


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