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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

1.205 Beiträge, Schlüsselwörter: Marine, Gorch Fock, Jenny Böken

Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 16:28
Die neuen Zeugen wurden scheinbar erst durch eine kürzlich stattgefundene TV-Sendung überhaupt dazu animiert sich zu melden.

Der alte Zeuge wurde scheinbar mit Erdrossellung bedroht.
...Unbeteiligten Dritte haben sich nach einem Auftritt des Vaters Uwe Böken in einer Fernsehsendung vor einigen Tagen bei der Familie gemeldet, sagte der Anwalt der Familie gegenüber unserer Zeitung.

...Ihnen seien die Vorfälle von einem Augenzeugen ebenso geschildert worden, wie sie ein erst kürzlich aufgetauchter Zeuge an Eides statt versichert hat....

....Die Staatsanwaltschaft will den Anfang September zuerst aufgetauchten Zeugen nun anhören.

...Er hatte versichert, kurz nach dem Tod der Kadettin von Sodatenkollegen bei einem Besuch in seiner Kaserne massiv bedroht worden zu sein. Ihm drohe möglicherweise dasselbe, was Jenny Böken bei der nächtlichen Wache auf Deck geschehen sei, wenn er nicht stillschweige. Sie sollen angedeutet haben, dass die junge Frau erdrosselt worden sei.....


...Der Anwalt der Familie Böken hat unterdessen bei der schleswig-holsteinischen Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack beantragt, die „Auswechslung der Staatsanwaltschaft Kiel in der Todesermittlungssache Jenny Böken“ zu veranlassen. Diese Staatsanwaltschaft sei in seinen Augen „zu einer sachgerechten Bearbeitung“ der Sache Jenny Böken „nicht mehr in der Lage“....


...Ministeriumssprecher Oliver Breuer bestätigte am Dienstag den Eingang des Schriftsatzes, für eine inhaltliche Stellungnahme sei es noch zu früh....
https://www.aachener-nachrichten.de/nrw-region/jenny-boeken-weiterer-zeuge-fuer-verdacht-auf-mord_aid-33289855


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01.10.2018 um 16:33
Also viel Gerede und Hörensagen, aber noch nichts Konkretes.
Der Vorstoss des Anwaltes, die Staatsanwaltschaft zu wechseln, wurde auch schon besprochen und ist seitdem nicht sinnvoller geworden.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 16:39
Zyklotrop schrieb:Also viel Gerede und Hörensagen, aber noch nichts Konkretes
Die neuen Zeugen berufen sich scheinbar auf einen weiteren Augenzeugen, der möglicherweise auch auf der Düsseldorfer Party war, vielleicht war dieser sogar auch an Board, es bleibt spannend.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 16:45
Das ist momentan Stand der Dinge
Medien-Information
12.09.2018
Eingabe des Herrn Rechtsanwalt Dietz im Fall Jenny Böken - Gorch Fock
Die Eingabe von Rechtsanwalt Dietz, dem Vertreter der Eltern der verstorbenen Soldatin
Jenny Böken, liegt der Staatsanwaltschaft Kiel zur Prüfung vor. Das Ergebnis wird zur
gegebenen Zeit bekanntgegeben.
Weitere Erklärungen werden derzeit nicht abgegeben.
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/STA/Staatsanwaltschaften/Kiel/Presse/Pressemitteilungen/_documents/...

Es bleibt abzuwarten wie es weitergeht.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 16:49
Seit zig Jahren haben all diese angeblichen Zeugen geschwiegen, aber jetzt auf einmal tauchen sie plötzlich auf...
. Unbeteiligten Dritte haben sich nach einem Auftritt des Vaters Uwe Böken in einer Fernsehsendung vor einigen Tagen bei der Familie gemeldet, sagte der Anwalt der Familie gegenüber unserer Zeitung. Ihnen seien die Vorfälle von einem Augenzeugen ebenso geschildert worden, wie sie ein erst kürzlich aufgetauchter Zeuge an Eides statt versichert hat. Der neue Augenzeuge soll jetzt über die Staatsanwaltschaft Kiel gesucht werden.
Unbeteiligte wurden also einfach mal so vom Augenzeugen des Mordes angesprochen und anstatt daß dieser zur Polizei geht, erzählt er es ihnen... Namentlich benennen konnten sie ihn aber anscheinend nicht, sonst müßte er ja nicht gesucht werden. Ja ne, is klar.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 16:59
Vielleicht bricht gerade einfach nur die gefühlte und lange beklagte
"Mauer des Schweigens"
ein.

https://m.focus.de/regional/kiel/unglueck-auf-gorch-fock-eltern-wollen-schiffsarzt-anzeigen-mauer-des-schweigens-brechen_id_5969278.html


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01.10.2018 um 17:24
Drosselpart schrieb:Vielleicht bricht gerade einfach nur die gefühlte
"Mauer des Schweigens"
ein.
Der Artikel ist über zwei Jahre alt und beschreibt nochmals sehr genau, was es mit der "Mauer des Schweigens" auf sich hat. Wiederholte Anzeigen gegen den Schiffsarzt wurden abgelehnt. Warum wohl ? Wurde da auch wieder was vertuscht ?

Sorry, aber dieses ganze Hörensagen hat doch keine Substanz. Dem wurde dieses angeblich erzählt, der und der hörte das... Alles beruht auf Gerüchten.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 17:34
Zyklotrop schrieb:Also viel Gerede und Hörensagen, aber noch nichts Konkretes.
Der Vorstoss des Anwaltes, die Staatsanwaltschaft zu wechseln, wurde auch schon besprochen und ist seitdem nicht sinnvoller geworden.
Eine Bedrohung einer Person ist kein Hörensagen, sondern eine direkte Aussage der betroffenen Person und kann strafbar sein. Leider wohl schon verjährt...


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 17:38
Wie kommst du dann darauf das er beim Bund wäre.
Drosselpart schrieb:Die neuen Zeugen berufen sich scheinbar auf einen weiteren Augenzeugen, der möglicherweise auch auf der Düsseldorfer Party war, vielleicht war dieser sogar auch an Board, es bleibt spannend.
Hörensagen vom Hörensagen. Wird nicht besser

ich hab nen Bruder dessen Freundin hat ne Schwester deren Vater früher mal sein Fußballtrainer war...


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 17:56
taren schrieb:Eine Bedrohung einer Person ist kein Hörensagen, sondern eine direkte Aussage der betroffenen Person und kann strafbar sein.
Im Moment gibts eine Menge Gerüchte, die meines Wissens nicht verifiziert sind. Ich kann auch jederzeit aussagen du hättest mich bedroht.
Interessant wird es doch erst wenn die Aussage be- oder widerlegt werden kann.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 17:58
Fedaykin schrieb:Wie kommst du dann darauf das er beim Bund wäre.
Drosselpart schrieb:
Die neuen Zeugen berufen sich scheinbar auf einen weiteren Augenzeugen, der möglicherweise auch auf der Düsseldorfer Party war, vielleicht war dieser sogar auch an Board, es bleibt spannend.
Hörensagen vom Hörensagen. Wird nicht besser

ich hab nen Bruder dessen Freundin hat ne Schwester deren Vater früher mal sein Fußballtrainer war...
Und der Fußballtrainer war beim Bund der Steuerzahler...oder der Vater beim Bund der Tierfreunde?
Langsam wird es hier echt zu Bund.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 18:01
Fedaykin schrieb:Hörensagen vom Hörensagen. Wird nicht besser

ich hab nen Bruder dessen Freundin hat ne Schwester deren Vater früher mal sein Fußballtrainer war...
Jep, so kommt es einem vor. Interessanter Weise bekommen all diese "Zeugen" angeblich was zu hören, obwohl sie gar nicht betroffen sind.

Aber hey, wem passiert das nicht, daß ihm irgendwelche Leute was von einem Mord erzählen, mal eben so...


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 18:36
Photographer73 schrieb:Der Artikel ist über zwei Jahre alt und beschreibt nochmals sehr genau, was es mit der "Mauer des Schweigens" auf sich hat. Wiederholte Anzeigen gegen den Schiffsarzt wurden abgelehnt. Warum wohl ? Wurde da auch wieder was vertuscht ?
Die sogenannte "Mauer des Schweigens" ist meineserachtens nicht auf eine Person eingegrenzt worden. Es scheint seit zwei Jahren immer mehr Zeugen/Personen zu geben, die sich jetzt auf einmal trauen den Mund aufzumachen und auf den rollenden Zug einfach mit aufspringen, vielleicht sprach daher auch der Anwalt vor zwei Jahren schon von diesen sogenannten Rissen.
Anwalt Rainer Dietz sieht dennoch Grund zur Hoffnung. Er spricht von einer "Mauer des Schweigens" im Fall "Jenny Böken". Diese habe Risse bei der Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster bekommen.
https://m.focus.de/regional/kiel/unglueck-auf-gorch-fock-eltern-wollen-schiffsarzt-anzeigen-mauer-des-schweigens-brechen_id_5969278.html


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

01.10.2018 um 21:37
@Drosselpart

Wohl kaum, da es bei diesem Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster um die Entschädigungsklage der Eltern im Bezug auf Lebensgefährdung im Dienst auf der GF ging und nicht um einen evt. Mord.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

02.10.2018 um 13:52
Hier wird ja auch gerne der Schiffsarzt angegriffen, er solle die Gesundheitskarteikarte von JB gefälscht bzw. Einträge unterschlagen haben.
Dazu gabs ja wohl auch die Zeugenaussage einer Sanitätsangestellten.
Liest man mal in den Gerichtsakten nach stellt sich das plötzlich ganz anders dar.
Das Einschlafen von K. C. ist auch nicht deswegen als dauerhafte Erkrankung zu werten, weil die Zeugin T. in der Befragung durch den Senat ausgesagt hat, das Einschlafen von K. C. sei sehr auffällig und auf dem ganzen Schiff, auch dem Schiffsarzt, bekannt gewesen. Zum einen besitzt nicht jedes auffällig häufige Einschlafen Krankheitswert; es kann andere Gründe dafür geben (z. B. vorübergehende Erschöpfung). Zum anderen hält der Senat diese Aussagen der Zeugin T. für unglaubhaft. Dies beruht auf Folgendem: Die Zeugin T. hat am 7. Januar 2015 ein langes Gespräch mit den Prozessbevollmächtigten der Kläger geführt. In dessen Verlauf hat sie den Zeugen Dr. G1. schwer belastet. Sie hat u. a. erklärt, sie sei ganz sicher, dass K. C. mindestens fünfmal im Schiffslazarett gewesen sei, mindestens dreimal davon habe der Schiffsarzt Dr. G1. K. C. auf jeden Fall gesehen; jedes Gespräch mit dem Arzt werde auf der Gesundheitskarte vermerkt. [In der dem Gericht vorliegenden Kopie der Gesundheitsakte findet sich jedoch nur ein Vermerk für einen Lazarettbesuch am 1. September 2008 um 8:30 Uhr und um 14:00 Uhr. Das Original der Gesundheitsakte existiert nach den Angaben der Beklagten in deren Schriftsatz vom 29. Juli 2016 nicht mehr.] Sie habe am 3. September 2008 in der Mittagspause die Äußerung von K. C. „San-Meister, auch wenn ich tot wäre, es würde keinen interessieren“ im Schiffslazarett in die dort befindliche Gesundheitsakte eingetragen und zwar auf ein Blatt der Akte, das schon teilweise beschrieben gewesen sei. Sie habe den Schiffsarzt Dr. G1. über diese Äußerung und ihre Eintragung in die Gesundheitsakte informiert. In der Nacht, in der K. C. über Bord gestürzt sei, habe sie die Gesundheitsakte aus dem Lazarett herausholen wollen, weil sie dem Schiffsarzt nicht getraut habe und die Akte habe kopieren wollen; sie habe ihm fachlich misstraut; es sei anzunehmen, dass die Akte beim Schiffsarzt gewesen sei. Alle Besatzungsmitglieder hätten von K. C. s Einschlafproblemen gewusst; diese sei auch deswegen von Kameraden ins Lazarett gebracht worden. Sie habe mehrfach mit dem Schiffsarzt über die Einschlafprobleme gesprochen; wenn er dies bestreite, lüge er.
So wurde es wohl, zumindest verstehe ich es so, vom Prozessbevollmächtigten der Eltern übermittelt.
Dann kams zur Verhandlung und "Blubb".
In der mündlichen Verhandlung vor dem Senat hat die Zeugin T. einen wesentlichen Teil ihrer eigenen Aussagen nicht mehr bestätigt. So hat sie nicht mehr angegeben, dass K. C. wegen des Einschlafens ins Lazarett gekommen sei. Sie wusste auch nicht mehr, wie oft K. C. überhaupt im Lazarett gewesen sei, sondern konnte nur noch angeben, dass es jedenfalls aber mehr als einen Besuch gegeben habe. Dass sie – die Zeugin – die Gesundheitskarte in der Unfallnacht noch einmal habe herausholen wollen, habe nichts mit Misstrauen gegenüber dem Schiffsarzt Dr. G1. zu tun gehabt; sie wisse nicht mehr, warum sie die Karte noch einmal habe sehen wollen. Sie wisse auch nicht mehr, ob auf dem Blatt, auf dem sie die Aussage von K. C. notiert habe, schon etwas gestanden habe. Sie wisse auch nicht, wie oft sie etwas in die Gesundheitsakte eingetragen habe. Sie sei davon ausgegangen, dass der Zeuge Dr. G1. am 3. September 2008 die Gesundheitsakte von K. C. in seiner Kammer gehabt habe, was völlig normal gewesen sei.
Warum findet sich dazu nichts in den Medien, die über den Fall berichten?
Müsste man natürlich die Medienvertreter fragen, aber da die Urteile öffentlich zugänglich sind, kann man wohl von einer schlechten Recherche ausgehen, wenn man nicht gar von tendenziöser Berichterstattung sprechen muss.
Nun zur Erklärung der Zeugin.
Während des Gesprächs mit den Prozessbevollmächtigten der Kläger im Januar 2015 sei sie emotional aufgewühlt gewesen und habe Dinge gesagt, die sie heute nicht wiederholen würde. Sie habe sich sowohl von der Klägerin als auch von dem Prozessbevollmächtigten der Kläger unter Druck gesetzt und in bestimmte Aussagen hineingedrängt gefühlt (z. B. bei der Frage nach der Zahl der Lazarettbesuche). Die Klägerin habe sie häufig angerufen und auch über WhatsApp kontaktiert.
...
Die Zeugin T. hat auch die Gründe für ihre damaligen nicht korrekten Angaben erläutert: Sie war damals emotional aufgewühlt und fühlte sich von der Klägerin persönlich und von dem Prozessbevollmächtigten der Kläger unter Druck gesetzt, bestimmte Aussagen zu machen. Diese in der mündlichen Verhandlung unwidersprochen gebliebene Einschätzung erscheint dem Senat plausibel: Zu den Klägern und ihrem Prozessbevollmächtigten hat bereits das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht in seinem Beschluss vom 12. Juni 2012 – 1 Ws 203/12 (113/12) – betreffend die Strafverfolgung des Zeugen T1. u. a. ausgeführt, die Kläger hätten den Sachverhalt unvollständig dargelegt, indem sie den Beschuldigten entlastende Umstände verschwiegen und teilweise Zeugenaussagen durch bewusste Auslassungen von entlastenden Umständen verfälscht wiedergegeben hätten; der Vortrag der Kläger erscheine manipulativ mit dem erkennbaren Ziel, die Witterungsverhältnisse als dramatischer erscheinen zu lassen, als sie tatsächlich gewesen seien. Dem 39‑seitigen Gesprächsprotokoll zwischen dem Prozessbevollmächtigten der Kläger und der Zeugin T. vom 7. Januar 2015 sind immer wieder suggestive Fragen und Feststellungen zu entnehmen.
Zitate entnommen bei http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/ovg_nrw/j2016/1_A_2359_14_Urteil_20160914.html

Hier werden übrigens auch die meisten anderen Vorträge der Klägerpartei sowie die Beurteilung besprochen. Es sollte für jeden am Fall Interessierten selbstverständlich sein das zu lesen.
Nun kann ich ja nicht beurteilen ob dieses Drängen und die tendenziösen Vorträge der modus operandi der hier angesprochenen Partei sind, es bleibt daher abzuwarten als wie verlässlich sich nun aufgetauchte Zeuge und seine Aussage entpuppt.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

04.10.2018 um 16:23
Hätte man an der Leiche nicht Spuren einer Erdrosselung finden müssen?

Und hieß es nicht im Obduktionsbericht, sie wäre lebend ins Wasser gekommen?

Waren da nicht Schreie zu hören?

Erdrosselte Tote schreien nicht und sind im Wasser wieder lebendig.

Ich finde, das ist schon ganz schöner Murx, den die Familie da veranstaltet.

Ein anderer Teil aus dem Urteil fiel mir besonders ins Auge:
Die geforderte Ehrlichkeit gegenüber dem Ausbildungspersonal habe sie nicht gewahrt./quote]

Wie darf ich das verstehen? Dass man alles daran gesetzt hat oder sich zurechtgerückt hat, um durch- und weiterzukommen?

Hinterlässt bei mir in der Gesamtschau ein Bild.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

04.10.2018 um 16:59
jerry142 schrieb:Hätte man an der Leiche nicht Spuren einer Erdrosselung finden müssen?

Und hieß es nicht im Obduktionsbericht, sie wäre lebend ins Wasser gekommen?

Waren da nicht Schreie zu hören?

Erdrosselte Tote schreien nicht und sind im Wasser wieder lebendig.
Laut Obduktionsbericht gibt es keinen Hinweis ob sie lebend ins Wasser gekommen ist, wobei lebend immer noch bedeuten kann, nicht bei Bewusstsein. Es konnte kein ertrinken festgestellt werden, dies wurde nur vermutet, kurzum die Todesursache konnte nicht festgestellt werden.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

04.10.2018 um 17:22
taren schrieb: Es konnte kein ertrinken festgestellt werden, dies wurde nur vermutet, kurzum die Todesursache konnte nicht festgestellt werden.
Konnte nicht? Was steht denn im Bericht..

Wie erwähnt der Mangel von Wasser in der Lunge schließt ein Ertrinken nicht aus.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

04.10.2018 um 19:16
Im Rahmen der Sektion wurden verschiedene Fotos angefertigt. Auf einem ist der in das bei der Bergung genutzte Netz gewickelte Leichnam ohne Parka und Kampfstiefel, im Übrigen aber bekleidet, zu erkennen. Nach dem Sektionsprotokoll vom 16. September 2008 war K. C. mit einem ehemals weißen Unterhemd, BH, einer dunklen Stoffhose, darunter einer Trainingshose, Gürtel, Slip und zwei Paar Socken (dunkle über weißen) bekleidet. Die Befundung sei aufgrund von Fäulnisbildungen erschwert gewesen. Trotzdem seien Hinweise auf ein Ertrinkungsgeschehen festzustellen, insbesondere anhand der Entspeicherung der Milz und der Blutfülle der Leber sowie der Ausweitung des Enddarms. Konkrete spezifische Befunde für einen Ertrinkungstod, z. B. ein sog. Schaumpilz, seien aufgrund der längeren Liegezeit nicht mehr zu erheben gewesen. Es seien keine Hinweise auf eine äußere Gewalteinwirkung infolge eines stumpfen oder scharfen Traumas festzustellen. Aus rechtsmedizinischer Sicht und in Anbetracht der Gesamtumstände sei davon auszugehen, dass die Verstorbene von Bord geraten sei, ohne sich dabei verletzt zu haben, und dann im Wasser ertrunken sei. Es handele sich am ehesten um einen Ertrinkungstod.
Nach einem chemisch-toxikologischen Gutachten desselben Instituts vom 7. Oktober 2008 ergaben sich keine Hinweise für eine Aufnahme von Drogen, Medikamenten oder organischen Giften, die zum Tod von K. C. hätten beitragen oder ihre Wahrnehmungsfähigkeit beeinträchtigen können.
http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/ovg_nrw/j2016/1_A_2359_14_Urteil_20160914.html

Soweit das Oberverwaltungsgericht dem das Sektionsprotokoll wohl vorlag.


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04.10.2018 um 21:29
Zyklotrop schrieb:Soweit das Oberverwaltungsgericht dem das Sektionsprotokoll wohl vorlag.
Nur blöd das beides (Entspeicherung der Milz und der Blutfülle der Leber) auch ein Hinweis auf Ersticken sein kann und kein spezifisches Merkmal von einem Tod durch Ertrinken.
https://epub.ub.uni-muenchen.de/7269/1/7269.pdf


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