Mauzi666 schrieb:Rassistische Denkweisen sind nicht automatisch Rassismus.
Du hast geschrieben, es ist rassistisch. das steht da. Darauf beziehe ich mich.
Wenn Du schreibst, eine Handlung ist rassistisch, dann wirfst Du diesen Personen Rassismus vor, oder nicht?
Mauzi666 schrieb:Niemand sollte rassistisch denken. Mit oder ohne Diskussion.
Auch Menschen die Safe Spaces brauchen.
Wenn ich weiß, dass Rassismus scheiße ist, wieso muss ich dann selber rassistisch Denken?
Das rechtfertigt es doch nicht.
und noch einmal, es ist eine Folge von Rassismus. Wenn ich Rassismus ausgesetzt bin und deshalb safespaces brauche, um mich davon zu erholen, dann ist das nicht rassistisch, sondern der Versuch, mit den rassistischen Erfahrungen besser umgehen zu können, eine Pause zu haben.
Es ist einfach widerlich, mMn, dies dann umdrehen zu wollen und Rassismus daraus zu machen, dass man von Rassismus mal eine Pause haben will.
SafePlaces für Frauen sind auch nicht sexistisch, sondern resultieren aus dem Sexismus, dem Frauen ausgesetzt waren und sind.
Mauzi666 schrieb:Na zum Glück bin ich es nicht. Warum habe ich ja erklärt.
natürlich gehörst Du dazu. Denn Du bist nicht mal in der Lage einzusehen, dass Menschen, die andauernd Rassismus ausgesetzt sind auch mal Orte brauchen, wo sie das nicht sind, sondern wirfst diesen Menschen vor, rassistisch zu sein. Das ist praktisch Opfer/Täter Umkehr
sacredheart schrieb:Sind denn alle POC jeden Tag Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt und können deshalb nicht durchatmen? Dubstellst das ja hier als gesetzt ein. Diese Annahme 1:1 vorauszusetzen als wären wir in Texas vor dem Bürgerkrieg finde ich seltsam.
na jedenfalls oft genug, um zum Alltag Betroffener zu gehören. Manche trifft es öfter als andere, manche weniger.....das safespaces benötigt werden, dass es einen rassismusmonitor gibt, sagt doch schon alles.
hier kann man gucken:
Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (2026, repräsentativ): 57 Prozent der Schwarzen Menschen haben in den vorangegangenen 12 Monaten offenkundigen Rassismus wie Beleidigungen erlebt . Ein Viertel berichtet, solche offenen Diskriminierungen monatlich zu erleben. Subtile Diskriminierungen erleben 80 Prozent. Dazu gehört, dass andere sie unfreundlich behandeln oder Angst vor ihnen haben.
Afrozensus (2021, nicht repräsentativ): 97 Prozent der Befragten geben an, dass sie anti-Schwarzen Rassismus erleben .
Being Black in the EU (2024, repräsentativ): In einer repräsentativen Umfrage in 13 EU-Staaten zu Diskriminierungserfahrungen von Schwarzen Menschen schneidet Deutschland am schlechtesten ab. Drei Viertel (76 Prozent) der Befragten in Deutschland geben an , dass sie in den vorangegangenen fünf Jahren rassistisch diskriminiert wurden. Das ist ein Anstieg um 24 Prozent im Vergleich zu 2018. EU-weit lag der Wert 2024 bei 45 Prozent.
Quelle:
https://mediendienst-integration.de/rassismus-und-antisemitismus/antischwarzer-rassismus/wie-oft-erleben-schwarze-menschen-rassismus/da ist auch eine Tabelle und:
Laut EU-Studie haben nur neun Prozent der Schwarzen Menschen in Deutschland im Jahr vor der Studie rassistische Vorfälle gemeldet oder angezeigt . Im Afrozensus geben drei Viertel (78 Prozent) der Befragten an, dass sie selbst den bedeutsamsten rassistischen Vorfall aus den letzten zwei Jahren nicht gemeldet oder angezeigt haben. Einer der Hauptgründe: Betroffene gehen davon aus, dass Anzeigen oder Meldungen folgenlos bleiben.
Quelle: s.o.