behind_eyes schrieb:"Die Gesellschaft" wird hier heruntergebrochen auf einen exklusiv schwarzen Space - welche Gesellschaft soll das denn abbilden?
vielleicht etwas mehr den Kontext zitieren;
Klingt nach Segregation, ist es aber nicht. Safe Spaces sind kein Rassismus. Sie sind die Antwort auf eine rassistische Gesellschaft. Sie sind eine Reaktion auf eine weiße Mehrheitsgesellschaft, die vielen marginalisierten Menschen in ihrer Mitte keinen Platz einräumt.
Ziel der "Rassentrennung", wie sie in der Geschichte vorkam, war es immer, bestimmte Gruppen zu unterdrücken und ihnen die gesellschaftliche Teilhabe zu verwehren. Safe Spaces wollen das Gegenteil erreichen: Sie sollen BIPoC ermöglichen, genauso an der Gesellschaft teilzunehmen, wie auch weiße Menschen das tun. Viele Schwarze Kinder reisen nicht mit regulären Anbietern in Ferienlager, aus Angst vor Rassismus.
Quelle: s.u.
und:
Viele Schwarze Menschen wachsen in diesem Land allein unter weißen Menschen auf. In Schwarzen Safe Spaces können sie sich das erste Mal zugehörig fühlen und spüren, dass ihre race keine Rolle spielt. Sie sind zum ersten Mal die Norm, nicht die vermeintlich anderen. Dort tauschen sie Erfahrungen mit Afrohaaren aus, sprechen frei über ihre Kultur oder die ihrer Eltern, ohne dass sie Angst haben müssen, stigmatisiert zu werden. Dort müssen sie sich nicht erklären und können einfach nur sein.
Quelle:
https://www.zeit.de/zett/2023-06/rassismus-betroffene-schutzraeume-rueckzugdarum geht es nämlich, auch mal die Norm sein, nicht die Einzigen, die Schwarz sind. Es geht um die Selbstverständlichkeit einfach mal dazu zu gehören.
Vielleicht kann man sich das einfach manchmal nicht vorstellen, wie anders es doch ist, wenn man immer als "fremd" oder "anders" wahrgenommen wird und dass es tatsächlich gut tut und erholsam ist, wenn das auch mal nicht so ist. Denn tagtäglich leben sie ja alle trotzdem in der Gesellschaft, nur machen sie da eben ganz andere Erfahrungen als die Mehrheitsgesellschaft.
Capspauldin schrieb:Dass die Mehrheit der Gesellschaft bundesweit Weiss ist schützt nicht vor lokaler Diskriminierung und Benachteiligung. Darum wäre ein Schwimmbadtage für Weisse in Frankfurt erstrebenswert. Wenn jeder seinen Safespace hat ist an alle gedacht.
kannst Du ja gerne anregen, bin gespannt, Unterstützer findest Du ganz sicher.