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Rassismus

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06.11.2017 um 02:17
epikur schrieb:D.h. wenn du einen Rassisten veraendern wollen wuerdest, waere es ein Schritt in die richtige Richtung
An sich klingt der Gedanke sinnig, aber ich glaube es ist praktisch nicht möglich.
Denn zu einer Lichtseite gehört auch immer die Schattenseite. Ein Rassist wird wohl niemals sagen können, dass Türken fleißig sind, aber nicht gleichzeitig sagen dass sie auch durch Moslemtum verderbt sind, alles Erdoganwähler wären und insgeheim gern die deutsche Gesellschaft unterwandern wollen oder kriminelle Kinder haben. 
Wenn es lange Zeit keinen Türken gibt der irgendwo negativ auffällt (was allein schon sehr unwahrscheinlich ist, weils erstens viele Türken gibt und Rassisten zweitens jede noch so banale Tat immer negativ aufwerten), dann wirkts manchmal so als würden Rassisten tatsächlich vom Türkenhass ablassen und sich jetzt eher auf Nordafrikaner konzentrieren. Dann denkt man schnell "na wenigstens haben sie jetzt die Türken akzeptiert". Aber sobald dann irgendwann mal ein Türke irgendwas tut was die nicht mögen sprudelt der Hass wieder. Das ist irgendwie in denen drin, das geht anscheinend nicht durch stufenweise Abstinenz zu beseitigen, ich find schon dass es geradezu ein psychisches Problem ist, das unbehandelt niemals beseitigt werden kann.


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06.11.2017 um 02:28
Sixtus66 schrieb:psychisches Problem ist, das unbehandelt niemals beseitigt werden kann.
Das waere ja ein moegliches Zwischenziel.

Bei einer Spinnenphobie ist die Behandlung, das man vertrauter mit der Spinne wird.

Das hat man ja mit Westdeutschland gemacht und hat groessere Erfolge als im Osten erzielt.

Haeufig hoert man, dass man ihren Doener mag usw.. Das mag eine Form des naeherkommens sein.

Das geht ja auch umgekehrt. Der Tuerke fuehlt sich dem Deutschen naeher weil er hier sieht wie eine gute Infrastruktur aufgebaut ist, die Arbeitsethik usw.. Wenn er in der Tuerkei ist macht er Werbung dafuer usw.

Ist nicht ideal aber ein Schritt womoeglich.


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lawine
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06.11.2017 um 03:04
@Tussinelda
Tussinelda schrieb:POSITIVER Rassismus? Weil es sich vom regulären Rassismus nur dahingehend unterscheidet, dass es Merkmale sind, die nicht automatisch als negativ angesehen werden, aber positiver Rassismus erkennt die rassistischen Denkategorien an und benutzt sie exakt auf die gleiche Weise, um einen Unterschied herauszuarbeiten zwischen "denen und uns". Es dient also keineswegs dazu, sich gegen diese Denkkategorien zu positionieren, sondern macht sie - dadurch, dass es ja was positives ist, dass man sagt - auch noch salonfähig und kann dann so tun, als ob man total antirassistisch wäre.
liege ich mit folgendem Beispiel richtig?

ein Beispiel für positiven Rassismus wäre:
Aufgabe einer jury:
bei einer Preisvergabe soll die herausragende LEistung von Menschen aus einem Kollektiv von 10 Menschen honoriert werden.
die Jury entscheidet , dass der 1. Preis an eine person of colour gehen soll, obwohl deren Leistung hinter der Leistung der mit dem 2. Preis dotierten white person liegt. Die Preisverleihung zieht den Aspekt der Hautfarbe dem der Leistung VOR (dem eigentl Auswahlkriterium) , was als positiver Rassimus gewertet wird.


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06.11.2017 um 04:10
@lawine
Wenn die Person den Preis gewinnt, weil ihre Leistung vor dem Hintergrund ihrer sozialen Herkunft und Bliblablubb als herausragend anerkannt wird, ist es keine Diskriminierung.
Wenn sie alleine aufgrund der Hautfarbe den Preis gewinnt, ist es positive Diskriminierung.
Wenn man jemanden liebt, weil er ein toller Mensch ist, und zufällig anderer Hautfarbe, ist das ok.
Wenn man als Weiße(r) ausschließlich Schwarze liebt, ist das möglicherweise positive Diskriminierung.
Wenn man glaubt, alle Schwarzen könnten toll singen, tanzen und trommeln, ist das positive Diskriminierung.
Muss man das wirklich noch erklären?


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06.11.2017 um 04:22
@lawine
Es ist kein positiver Rassismus.


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06.11.2017 um 04:24
FF schrieb:Wenn man glaubt, alle Schwarzen könnten toll singen, tanzen und trommeln, ist das positive Diskriminierung.
Ja, aber es werden damit die Europäer diskriminiert und nicht etwa die Schwarzen
Ausserdem muss man "alle" Schwarzen meinen und nicht nur "viele"
(zumindest ist das bei der sogenannten umgekehrten Diskriminierung so)


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06.11.2017 um 04:35
@parabol
Das Problem ist dass es zwischen "allen" und "vielen" praktisch keinen Unterschied in der Erwartungshaltung und Reaktion ergibt.
Wenn jemand der nicht Gruppe X angehört glaubt, dass Personen aus Gruppe X meist so und so sind und dieses und jenes mögen, weil Fiktion und Romane dies seit Jahrhunderten so vermitteln, dann wird man wenn man eine Person aus Gruppe X trifft, auch erwarten dass diese Stereotypen auf sie zutreffen. Man wird dann nicht gleich denken "hm frage mich ob Person eine von den vielen ist oder eine der wenigen Ausnahmen..", theoretisch wäre das möglich, trifft aber bei Leuten die diese Vorurteile oder Vorstellungen haben nie zu. Und wenn man es dann nicht ist, sehen die einen als unnormal an, was auch nicht jeder so geil findet.

Auch richtige Nazis glauben nie dass wirklich alle Juden/Moslems/Linken böse sind, schließlich kennt auch der letzte Hillybilly irgendwelche Geschichten, Personen, oder Berichte, die bezeugen dass jemand aus diesen Gruppen hilfsbereit oder sympathisch ist. Aber wirkt sich das auf ihre sonstige Behandlung dieser Gruppen aus? Nein eigentlich gar nicht. 


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lawine
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06.11.2017 um 10:26
@FF
FF schrieb:Wenn sie alleine aufgrund der Hautfarbe den Preis gewinnt, ist es positive Diskriminierung.
diesen Fall versuchte ich spät nachts zu konstruieren um zu erfahren, ob das als positiver Rassismus gesehen wird. ich würde das auch eindeutig mit JA beantworten, sonst hätte ich den Fall anders konstruiert.
FF schrieb:Muss man das wirklich noch erklären?
ja, unbedingt sogar, wie die nachfolgende Antwort von @Tussinelda zeigt


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06.11.2017 um 10:35
@lawine
umgekehrte Diskriminierung oder positive Diskriminierung haben nichts mit positivem Rassismus zu tun. Ersteres sind gezielte gesellschaftspolitische Maßnahmen, um der "negativen" Diskriminierung entgegen zu wirken. Es soll also ein Missstand korrigiert werden. Positiver Rassismus sind rassistische Vorurteile, die nicht unbedingt als negativ bewertet werden, aber trotzdem Eigenschaften auf eine ganze Gruppe übertragen, also kollektive Zuschreibungen, aufgrund äusserlicher angeborener unveränderlicher Merkmale/Herkunft etc.
bei Deinem Beispiel kennt man keine Vorgaben, also WARUM die Jury das macht. Von daher ist es sowieso kein gutes Beispiel und ich denke, so etwas würde auch so (also ohne diesbezügliche Vorgaben bzw. Regeln, die dann den Teilnehmern bekannt sind), bei einem normalen Wettbewerb, nicht vorkommen.
Positiver Rassismus=Schwarze können besser tanzen, haben Rhythmus im Blut oder bei Sexismus=Frauen können sich besser um Kinder kümmern
Positive Diskriminierung= Affirmative Action oder bei Sexismus=Frauenquote

übrigens bestätigt Dich @FF nirgends, sie unterscheidet, genau wie ich


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Realo
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06.11.2017 um 10:37
Sixtus66 schrieb:ich find schon dass es geradezu ein psychisches Problem ist, das unbehandelt niemals beseitigt werden kann.
Es ist kein psychisches Problem, sondern ein soziales. Die Leute fühlen sich doch von ihrem Freundeskreis bestätigt, wenn sie Türken, "Nafris" und Nigerianer runtermachen und rassistische Klischees pflegen ("99% der Nigerianer sind Drogendealer"). Eigentlich sind es die interaktiven Medien, die den Rassismus verstärken und verbreiten und salonfähig machen (Muliplikatoren), zumal die Politik sich nicht dafür zu interessieren scheint (sind ja alles potenzielle Wähler) und die Justiz ebensowenig (man kann ja nicht ein halbes Volk wegen Volksverhetzung verfolgen). Es wird wohl erst wieder besser, wenn es diverse Verfahren vor dem EUGH gibt, aber wo kein Kläger, da auch kein Richter. Und bevor die Auslandspresse schlecht über den verbreiteten Rassismus in Deutschland schreibt, muss wirklich sehr viel passieren und es ein paar rassistisch motivierte rechtsextreme Morde geben, damit Deutschland wieder, wie nach Rostock, Mölln und Solingen, international am Pranger steht. Zudem ist der Rassismus kein rein deutsches, sondern längst ein europäisches und amerikanisches Phänomen, hat also den gesamten Westen befallen, verharmlosend Populismus genannt, und das auch in einer Zeit, wo kaum noch Flüchtlinge kommen. Also ich bin da sehr skeptisch, dass sich hieran in absehbarer Zeit irgendwas ändern könnte. Erst wenn Rassisten auf breiter Basis beruflich Schwierigkeiten kriegen und es sich herumspricht, dass es negativ für die Karriere ist, wird sich daran was ändern; da sind auch die Arbeitgeber in der Pflicht. Doch wo sollen sie die Informationen herkriegen?


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lawine
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06.11.2017 um 10:51
Tussinelda schrieb:bei Deinem Beispiel kennt man keine Vorgaben, also WARUM die Jury das mach
doch, die Vorgabe war, die beste Leistung zu honorieren!

insoweit:
positiver Rassismus


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06.11.2017 um 10:53
@Realo
nicht nur das, es ist ein menschliches Problem, denn jeder Mensch hat die Tendenz sich aufzuwerten, wenn sich die Gelegenheit bietet.

@lawine
dann hätte es ja die beste Leistung sein müssen, die gewinnt, wenn dies die einzige Vorgabe ist. Deine Argumentation ist fehlerhaft.


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lawine
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06.11.2017 um 10:54
Realo schrieb:("99% der Nigerianer sind Drogendealer"
genau das wird so nicht  gemacht,
es wird schon differenziert.


wenn du allerdings sagst, dass 99% aller im Görli aktiv auf Passanten  zugehenden Nigerianer Drogendealer sind, liegst du nahe an der wahrheit

"Die Medien" berichten nämlich von konkreten Sachverhalten, und nicht pauschal "von allen".


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lawine
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06.11.2017 um 10:56
Tussinelda schrieb:dann hätte es ja die beste Leistung sein müssen, die gewinnt, wenn dies die einzige Vorgabe ist. Deine Argumentation ist fehlerhaft.
du willst es nicht begreifen, oder?
ich habe ein Beispiel für positiven Rassismus konstruiert.
im Gegenteil zu dir hat es @FF verstanden und hat dazu noch andere Beispiele und Nichtbeispiele gegeben.


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06.11.2017 um 11:04
@lawine
im Gegensatz zu Dir kennen @FF und ich den Unterschied zwischen positiver Diskriminierung und positivem Rassismus. Ich habe es sogar extra für Dich nochmal ausgeführt. @FF schreibt NIRGENDS von positivem Rassismus, aber das ignorierst Du ja völlig.


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Realo
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06.11.2017 um 11:05
Tussinelda schrieb:nicht nur das, es ist ein menschliches Problem
Man müsste den rassismus behandeln wie in den letzten Jahrzehnten das Rauchen: dass er gesellschaftlich geächtet wird, und so wie die Raucher immer weniger Räume bekommen, wo sie ihrem Laster frönen können, sollten die Rassisten immer weniger Raum im Internet kriegen. Das würde aber für Facebook, Twitter und andere Medien aber einen erheblichen Aufwand an Personal erfordern, indem jeder Beitrag geprüft wird, ob er rassistisch ist oder nicht und jeder rassistische Beitrag gelöscht wird. Dann aber würden die Räume, die ihnen das Internet zur Muliplikation ihrer Ansichten zur Verfügung stellt, immer enger für sie und es würde für sie immer schwieriger, ihre rassistischen Ansichten zu verbreiten. In den Foren wie diesem gibt es zum Glück schon diesen Filter. Bei den großen sozialen Medien sollte man auch Filter einbauen, die auf bestimmte Buzzwords ansprechen und dann müsste einer der "Moderatoren" den Beitrag persönlich überprüfen und im "positiven" Fall löschen und bei wiederholten Vorfällen die Person sperren.
lawine schrieb:genau das wird so nicht gemacht,
es wird schon differenziert.
Dann liest du nur was du lesen willst. Ich habe diesen Spruch in diesem Forum gelesen und deshalb so gut memoriert. war wahrscheinlich im Migrantenthread und nicht gelöscht worden.
lawine schrieb:"Die Medien" berichten nämlich von konkreten Sachverhalten, und nicht pauschal "von allen".
Naja, wenn du die fake News bei Facebook & Co. für News hältst, dann ja.


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