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Rassismus

18.155 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Rassismus, AFD, Migranten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rassismus

07.01.2020 um 02:12
@tudirnix

Das so jemand noch unterrichten darf ist echt eine Sauerei. Zum Glück unterrichtet er wohl kein Geschichte oder Politik. Kann ich nur hoffen, dass es öffentlich noch größere Kreise zieht und der Lehrer als bald das letzte mal eine Schule von innen sehen durfte.
Aber sein Opfer war halt keine fiktive Omi, da bleibt die große Empörung wohl aus.


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07.01.2020 um 02:26
@bone02943

sowas geht natürlich gar nicht, also der Spruch zu dem Kind, wenn er denn so gefallen ist.
Wie üblich werde man zunächst den Ausgang der strafrechtlichen Ermittlungen abwarten
gilt die Unschuldsvermutung in dem Fall oder ist sie bereits selektiv abgeschafft oder gehört sie vielleicht selektiv abgeschafft?
Zitat von bone02943bone02943 schrieb:Das so jemand noch unterrichten darf ist echt eine Sauerei
Zitat von bone02943bone02943 schrieb:da bleibt die große Empörung wohl aus.
es kann doch jede/r seine Empörung in den sozialen Medien kundtun und entsprechende Vernetzung vorausgesetzt, wird das ganz schnell eine heftige Empörung mit zig Beteiligten
auf gehts, mach was draus.

ein Solidaritätskonzert, Lichterketten, Demos ... kannst auch du anmelden/veranstalten


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07.01.2020 um 02:37
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:gilt die Unschuldsvermutung in dem Fall oder ist sie bereits selektiv abgeschafft oder gehört sie vielleicht selektiv abgeschafft?
Sicher könnte alles von den Schülern erlogen sein. Aber davon geh ich jetzt einfach mal nicht aus. Falls doch, spielt es auch keine Rolle was ich darüber dachte, zumindest für den Lehrer nicht.


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07.01.2020 um 02:48
Zitat von bone02943bone02943 schrieb:Aber sein Opfer war halt keine fiktive Omi, da bleibt die große Empörung wohl aus.
Jedenfalls hat Du das als nicht schlimm empfunden, wenn eine ganze Generation herabgewürdigt u. beleidigt wird für quasi gelebte Normalität u. wer hätte zu Annehmlichkeiten schon nein gesagt.

Dann entsteht quasi ein Ungleichgewicht, was ich meine, immer wieder erkennen zu können.


Was den Lehrer angeht: Wenn er sich so geäußert hat, was ich nicht anzweifel, weil das auch mehrere Kinder bestätigt haben,
ist er als Lehrperson absolut nicht mehr tragbar u. müsste weitere Konsequenzen für ihn nach sich ziehen.


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07.01.2020 um 03:30
Gerade auf den letzten Seiten sind die Beiträge mit wenigen Ausnahmen arg verflacht, sowohl inhaltlich, als auch in der Ausarbeitung. Unterfüttert das Thema bitte mal wieder mit solideren sowie sachlicheren Beiträgen und verzichtet auf die persönlichen Anfeindungen, ansonsten gibts ein paar Auszeiten.


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07.01.2020 um 07:06
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:ich hab hier mit Entsetzen gelernt, dass Sklavenfangen und Verkaufen zwar verwerfliches (kolonialistisches?) Handeln aber kein Rassismus ist.


aber der kolonialistisch negativ konnotierte Begriff Farbiger ist purer Rassismus? wie passt das zusammen @Groucho und
Da du das nicht von mir "gelernt" hast, bin ich da der falsche Ansprechpartner.


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07.01.2020 um 08:02
@Groucho
eigentlich hat sie das gar nicht gelernt, aber Schwamm drüber. Nicht jede Sklavenhaltung basiert auf Rassismus, aber man kann es ja mal so verlautbaren.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Müsste die Person das niht selber entscheiden können ob sie sich Rassistisch beleidigt fühlt?
selbstverständlich, wie kommst Du darauf, dass dem nicht so wäre?
Zitat von EyaEya schrieb:PoC bedeutet streng übersetzt "Menschen mit Farbe"
nein, es bedeutet Menschen von/der Farbe, streng übersetzt.
Zitat von EyaEya schrieb:wo ist da der große Unterschied zu "Farbige Menschen" ? Klingt des auf Englisch einfach nur besser?
nein, es ist eine Selbstbezeichnung, DAS ist der Unterschied.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:aber der kolonialistisch negativ konnotierte Begriff Farbiger ist purer Rassismus?
der Begriff ist rassistisch.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:ich bin nicht weiß aber in deinen Augen ein Weißer Mensch (m/w/d)#ich will diese Fremdbezeichnung nicht.
ich habe Dich persönlich auch nicht so bezeichnet, außerdem stammt die Bezeichnung von Weißen, es ist also keine Fremdbezeichnung.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:meinst du echt, es gibt bei den gruppenbezogenen Wunschbezeichnungen nur die eine einzige Variante, nämlich PoC???
nein, aber das ist die, auf die sich mehrheitlich geeinigt wurde, wenn man von einer bestimmten Gruppe spricht, um sie zu definieren.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:ja, sollte man meinen.
das ist ja auch der fall, also nix mit "sollte man meinen"
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:was nun? müssen sie sich diese Fremdbezeichnung, die sie nicht selbst gewählt haben, akzeptieren?
nein, für sich individuell nicht. Es geht um die Zuordnung zu einer Gruppe und es handelt sich dabei nicht um eine Fremdbezeichnung.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Schützt sie diese Bezeichnung PoC oder doch poc?? vor schlechten Erfahrungen, die man dem Rassismusspektrum zuordnen kann?
natürlich nicht, sieht man ja hier.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:gilt die Unschuldsvermutung in dem Fall oder ist sie bereits selektiv abgeschafft oder gehört sie vielleicht selektiv abgeschafft?
natürlich gilt die, man hätte den Lehrer trotzdem suspendieren sollen/können, so lange die Untersuchungen laufen oder wie erklärt man das weitere Unterrichten eines möglichen Rassisten, wenn die Anschuldigungen stimmen?


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07.01.2020 um 08:05
@tudirnix

Ich bin empört über das Verhalten dieses Lehrers. Nachhaltig.

Ich würde nicht so weit gehen und von „deutschen Zuständen“ sprechen. Solche Sprüche hört man in der Regel nicht von Lehrern in Deutschland. Vor zwanzig Jahren gab es bei mir in der Klasse einen ähnlichen Fall. Damals wurde es intern gehandhabt und man wartete den Ruhestand des Lehrers ab, der unmittelbar bevorstand. Wenn Bequemlichkeit wichtiger ist als Gerechtigkeit läuft definitiv was falsch. Generalisieren würde ich hier aber nicht.


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07.01.2020 um 08:09
@tudirnix
Ich finde es schon mal sehr bemerkenswert , daß dieser rassistische Vorfall im RTL frühstücksfernsehen thematisiert wurde. Insofern ungewöhnlich, da diese Formate ja eher selten richtig politische Stellung beziehen bzw sie eindeutig Haltung zeigen.
Themen wie Mobbing, Klima usw werden gerne mal in launigen Kurzbeiträgen abgebildet. Aber Rassismus?
Ich hatte das selbst gesehen und finde es mehr als fragwürdig , wieso man den Lehrer nicht beurlaubt , suspendiert bis die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen sind.
Warum das nicht geschieht ( lt Träger der Schule bleibt der Grund verborgen ) ist für mich rätselhaft . Welches fatale Signal wird gesendet .
Grundsätzlich ist es richtig , die Ermittlungen abzuwarten und nicht vorzuverurteilen

Ich weiß nicht, wie alt die Betroffenen bzw der Betroffene Schüler ist , aber grundsätzlich wäre anzumerken , kein Kind ist in der Lage sich so einen Vorwurf auszudenken . Kinder denken nicht in solchen Kategorien und schon gar nicht als Gruppe . Die stellen sich hier sehr schützend hinter ihren Mitschüler ,was für mich großartig ist . Und als " Krönung " dürfen sie dem Lehrer nun noch täglich weiter begegnen .

Der Betroffenen Lehrer ist so oder so Nicht mehr tragbar , so die Ermittlungen die Vorwürfe bestätigen . wer sich verbal so wenig im Griff hat , der ist auch gedanklich mit Sicherheit nicht auf humanistischem Pfaden .

Traurig , daß durch das derzeitige verbleiben im Lehramt die glaubwürdigkeit der Schüler schon mal symbolisch verwässert wird. Die Kinder sind Zeugen u Schüler , treffen derzeit auf einen Lehrer , gegen den sie etwas bezeugen . Was für eine untragbare Situation, für die Kinder.

Man stelle sich theoretisch vor , es ginge um einen Fall von Missbrauch ...wie würde dieser Träger dann verfahren ?

Die evangelische Kirche im Rheinland ?
Erstaunlich....ich hätte bei dieser Art des Herangehens eher auf katholische Kirche geschlossen . Egal , wer sich auf christliche Werte beruft , muss sich ganz besonders kritischen Fragen stellen und sollte seine Maßstäbe analog den Christl werten ausgestalten .


Der Schüler wechselt die Schule, der Lehrer bleibt ? Finde den Fehler im Bild .
Starke Mutter , gut so .


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07.01.2020 um 08:11
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Traurig , daß durch das derzeitige verbleiben im Lehramt die glaubwürdigkeit der Schüler schon mal symbolisch verwässert wird. Die Kinder sind Zeugen u Schüler , treffen derzeit auf einen Lehrer , gegen den sie etwas bezeugen . Was für eine untragbare Situation, für die Kinder.
tja, beim Lehrer pocht man hier auf die Unschuldsvermutung......scheint bei den Kindern irgendwie nicht zu gelten.


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07.01.2020 um 08:22
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:warum?
Darum
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Fremdbezeichnung
Es ist absurf und töricht zu meinen, nur weil es eine kleine Gruppe einen Kunstbegriff gewählt hat, sei dieser nun unbedenklich.
Von einer "Zuordnung" einer Gruppe zu sprechen, ist im Kerngedanken schon rassistisch und dagegen muss man sich wehren.


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07.01.2020 um 08:28
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Von einer "Zuordnung" einer Gruppe zu sprechen, ist im Kerngedanken schon rassistisch und dagegen muss man sich wehren.
nein, ist es nicht. Wenn Menschen diskriminiert werden, dann schaut man warum, dann muss man diese Gruppe definieren, um entsprechend dagegen angehen zu können. Sie werden ja nicht deshalb einer Gruppe zugeordnet, um sie rassistisch zu diskriminieren, sondern sie werden zu einer Gruppe aufgrund rassistischer Erfahrungen und weil Rassisten sie als "nicht dazu gehörend" ansehen. Dem ganzen dann einen Namen zu geben, die Gruppe zu definieren, mit einer Bezeichnung ist nicht das rassistische Problem, das entsteht lange vorher, da sind die Fremdbezeichnungen, die rassistischen Handlungen. Aber man kann natürlich versuchen es als rassistisch hinzustellen, wenn Gruppen sich selbst Bezeichnungen geben. Klar.


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07.01.2020 um 08:45
sie macht es noch einmal deutlich, vielleicht wird es dann eher akzeptiert
https://www.br.de/puls/themen/leben/rassismus-in-der-sprache-100.html
Welche Bezeichnungen für Schwarze Menschen sind rassistisch?

(Triggerwarnung) Fremdbezeichnungen wie das N-Wort, farbig, Mischling, Mulatte, schokofarben, capuccinofarben, mokka und so weiter. Das sind alles Bezeichnungen, die Personen nicht für sich selbst gewählt haben. Alle Begriffe, die in einem rassistischen System erfunden wurden, um Schwarze Menschen und People of Color irgendwie zu dämonisieren, als exotisch darzustellen und überhaupt zu den Anderen zu machen, sind rassistisch.......
Selbstbezeichnungen, die ich im deutschen Kontext oft benutze, sind zum Beispiel der Begriff Schwarz mit großem S geschrieben, People of Color und afrodeutsch. So eine politische Selbstbezeichnung ist die Konsequenz einer jahrhundertelangen Fremdbezeichnung. Es ist eine Form des Widerstandes und der Ermächtigung zu sagen: Lasst uns über diese rassistischen Erfahrungen sprechen, die wir im Alltag machen und beim Sprechen über unsere Erfahrungen benutzen wir nicht wieder diese rassistischen Fremdbezeichnungen, sondern selbstgewählte Begriffe...............
Was können Weiße Menschen gegen Rassismus tun?

Jedes Mal, wenn du schweigst, unterstützt du das rassistische System. Schweigen bei rassistischen Bemerkungen heißt immer Zustimmung. Weiße Menschen können immer unabhängig davon sagen, ob eine Schwarze Person im Raum ist oder nicht: "Ich fühle mich hier gerade nicht wohl, ich möchte nicht in einer Welt leben, wo Rassismus einfach so existieren und gesagt werden kann." Genauso wie Männer immer etwas gegen Sexismus sagen sollten, egal ob eine Frau gerade im Raum ist oder nicht.
Das ganze Interview ist lesenswert, das Konzept Schwarz/Weiß wird auch (noch einmal) erklärt


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07.01.2020 um 09:41
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:tja, beim Lehrer pocht man hier auf die Unschuldsvermutung......scheint bei den Kindern irgendwie nicht zu gelten.
Gehen wir mal vom spezifischen Fall und von der "Entität" 'Kind' weg: ist ja nicht so, dass vorher schon solche Fälle erfunden wurden. Angebliche Angriffe oder Beleidigungen. Daher ist ganz generell der Verweis auf abgeschlossene Ermittlungen oder ein Abwarten (auf mehr Infos oder Klarheit) grundsätzlich nicht verkehrt.

Zum Fall selbst, meine eigene Meinung: ich schließe trotz obigem nicht aus, dass es so war wie geschildert. Ich kenne die Klasse und den Lehrer nicht (erfundene Anschuldigungen fallen nicht vom Himmel sondern bedingen vorherigen 'Beef') aber ich entsinne mich gut an einen Schüler der von einer anderen Schule kam und meinte, dass in seiner Klasse auf jener Schule (ich glaube es war sogar ein Gymnasium!) ein Schüler vom Lehrer der Marke "old school" quasi rassistisch beleidigt wurde, so wie im Artikel beschrieben. Ich selbst habe das aber nie erlebt. Ich hatte "nur" einen old school Grundschulrektor der m. E. aus der Zeit gefallen ist, vom Look und Verhalten den Schülern gegenüber. Oft tickte er aus und machte einen auch gerne mal in lauten Monologen fertig. Das traf viele. Irgendwann gab es auch dazu Kritik von den Eltern und Eingriffe. Lustig: wenn er nicht schon vorher drin oder verbandelt war ging er danach in den Stadtrat. Diese eigene Erzählung soll halt darlegen, dass Lehrer durchaus in unterschiedlichster Form zur Eskalation bereit sein können, je nachdem wie sie ticken und auch im Kontext des Jahrgangs oder der Radikalisierung. Gerade ältere Lehrer die anders aufgewachsen könnten da abstrakt anders ticken, müssen es aber natürlich nicht. Meine Erfahrung war übrigens in den mittleren bis späten 90ern und der Typ war da schon ein Urgestein. Der hat Schule sicherlich noch mit Rohrstock und Co. erlebt. Jüngere Lehrer scheinen im Schnitt etwas....naja, halt nicht so zu agieren, müssen es aber natürlich auch nicht zwingend.

Aber nun zurück zum Fall hier. In den Medien wird man sicherlich noch andere Fälle finden können, wenn nicht im eigenen Erfahrungsschatz oder vom direkten Hörensagen. Von daher ist so eine Situation durchaus realistisch oder möglich.

Letztendlich unterstreiche ich noch, bei mancher berechtigter Empörung über die scheinbare Konsequenzlosigkeit: was bisher nicht kam, kann immer noch kommen. Manches braucht auch eine Weile. Vlt. wird er nicht aus dem Schuldienst entlassen aber dann doch mit "Diszis" überhäuft. Und/oder sonstige Strafen oder zivilrechtliche Klageaspekte die dann ggf. greifen.


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07.01.2020 um 10:02
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Es ist absurf und töricht zu meinen, nur weil es eine kleine Gruppe einen Kunstbegriff gewählt hat, sei dieser nun unbedenklich.
Von einer "Zuordnung" einer Gruppe zu sprechen, ist im Kerngedanken schon rassistisch und dagegen muss man sich wehren.
Wie sind diese zwei Sätze konkret bezüglich:
People of Color / Menschen of Color ist "eine internationale Selbstbezeichnung von/für Menschen mit Rassismuserfahrungen. Der Begriff markiert eine politische gesellschaftliche Position und versteht sich als emanzipatorisch und solidarisch. Er positioniert sich gegen Spaltungsversuche durch Rassismus und Kulturalisierung sowie gegen diskriminierende Fremdbezeichnungen durch die weiße Mehrheitsgesellschaft." [2]
Schwarze Menschen ist eine Selbstbezeichnung und beschreibt eine von Rassismus betroffene gesellschaftliche Position. "Schwarz wird großgeschrieben, um zu verdeutlichen,dass es sich um ein konstruiertes Zuordnungsmuster handelt und keine reelle‚ Eigenschaft‘, die auf die Farbe der Haut zurückzuführen ist. So bedeutet Schwarz-Sein in diesem Kontext nicht, einer tatsächlichen oder angenommenen 'ethnischen Gruppe' zugeordnet zu werden, sondern ist auch mit der gemeinsamen Rassismuserfahrung verbunden, auf eine bestimmte Art und Weise wahrgenommen zu werden." [5]
zu verstehen?
Insbesondere verstehe ich nicht:
- Welche "kleine Gruppe" hat einen Kunstbegriff gewählt?
- Gegen was muss man sich konkret wehren?

Im übrigen begrüße ich jede Solidarisierung mit von Rassismus betroffenen Menschen!
https://www.amnesty.de/2017/3/1/glossar-fuer-diskriminierungssensible-sprache


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07.01.2020 um 10:19
@Tussinelda

Zu dem Interview habe ich tatsächlich zwei Fragen:
Alle Begriffe, die in einem rassistischen System erfunden wurden, um Schwarze Menschen und People of Color irgendwie zu dämonisieren, als exotisch darzustellen und überhaupt zu den Anderen zu machen, sind rassistisch.
Macht eine Selbstbezeichnung eine Gruppe nicht auch zu den "Anderen" ? Abseits des Rassismus gibt es ja eigentlich permanent Gruppen, die sich selbst bezeichnen, um sich eben abzugrenzen. Warum ist das hier anders? Inwieweit steht da ein Integrationsgedanke hinter?
Bei der Bezeichnung Schwarz handelt es sich um eine politische Selbstbezeichnung. Die Definition davon ist:
1. Menschen, die Erfahrungen mit Rassismus machen
2. Menschen, die auf eine lange Widerstandsgeschichte gegen diesen Rassismus zurückschauen
Die Bezeichnung Weiß ist auch ein politischer Begriff. Kein Mensch ist weiß im Sinne der Farbe Weiß. Der Begriff bezieht sich auf Menschen, die Privilegien, nämlich Weiße Privilegien haben.
Wenn ich diese Definition wörtlich auslege, müsste man dann nicht jede Menge Bevölkerungsgruppen als Schwarz bezeichnen? Ich denke da beispielsweise an Chinesen in Deutschland, die zweifelsohne ebenfalls Alltagsrassismus ausgesetzt sind und das schon recht lange. Ähnliches gilt beispielsweise für Mexikaner in den USA oder auch den native Americans ...aber wollen die auch als Schwarz bezeichnet werden?


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07.01.2020 um 10:26
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Wenn ich diese Definition wörtlich auslege, müsste man dann nicht jede Menge Bevölkerungsgruppen als Schwarz bezeichnen? Ich denke da beispielsweise an Chinesen in Deutschland, die zweifelsohne ebenfalls Alltagsrassismus ausgesetzt sind und das schon recht lange. Ähnliches gilt beispielsweise für Mexikaner in den USA oder auch den native Americans ...aber wollen die auch als Schwarz bezeichnet werden?
Nein, das sind dann People of Color (PoC)


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07.01.2020 um 10:29
@CosmicQueen

In dem Interview sagt sie eindeutig, dass dies die Definition für die Bezeichnung "Schwarz" (mit großem S) wäre.


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07.01.2020 um 10:46
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Macht eine Selbstbezeichnung eine Gruppe nicht auch zu den "Anderen" ?
man kann nicht durch Selbstbezeichnung eine "Gruppe zu Anderen machen", wenn sie vorher schon durch Fremdbezeichnung dazu gemacht wurde. Die eigene Bezeichnung, Gruppenzugehörigkeit ist ein wichtiges Identifikations- und Identitätsmerkmal. Wir alle bezeichnen uns irgendwie. DAS ist ja nicht das Problem an sich. Schwarze Menschen müssten sich nicht als solche benennen, wenn ihnen nicht aufgrund von Rassismus ihre Identität/Identifikation genommen worden wäre.
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Wenn ich diese Definition wörtlich auslege, müsste man dann nicht jede Menge Bevölkerungsgruppen als Schwarz bezeichnen?
nein, müsste man nicht. Das ist quasi der Oberbegriff, Schwarz und Weiß, die von Rassismus betroffenen und die nicht von Rassismus betroffenen Menschen.


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07.01.2020 um 10:50
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, müsste man nicht. Das ist quasi der Oberbegriff, Schwarz und Weiß, die von Rassismus betroffenen und die nicht von Rassismus betroffenen Menschen.
Ja, das habe ich verstanden. In diesem Sinne sind dann aber auch Chinesen und Mexikaner als Schwarz zu bezeichnen, weil sie ebenfalls Rassismus ausgesetzt sind.

Ich weiß nicht, ob ein Chinese dem so zustimmen würde.

Sehe ich auch richtig, dass der Begriff PoC überwiegend von schwarzen Menschen (im Sinne der Hautfarbe) geprägt wurde? Wäre dies dann nicht auch eine Fremdbezeichnung für native Americans? Ich habe jetzt keine Quelle gefunden, die aufzeigt, dass dieser Begriff von den native Americans auch selbstgewählt wurde.


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