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Rassismus

18.155 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Rassismus, AFD, Migranten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rassismus

15.06.2020 um 17:59
@Tripane
Zitat von tudirnixtudirnix schrieb:Auch europäische Länder, wie zum Beispiel Frankreich, Finnland oder Schweden hätten vom Begriff "Rasse" längst Abstand genommen, ergänzt Hendrik Cremer vom Deutschen Institut für Menschenrechte.
Die Frage ist ob sie auch ihre Verfassungen und co umgeschrieben haben.

Wenn diese 3 Länder beipielgebend sind.. dann ist der Trend noch nicht durch.

Wie gesagt es ist ein "Verwaltungsakt". Was solls.. wenn das Parlament nix anderes zu tun hat.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Du stimmst mir also zu - im Gegensatz zu @vollstrecker - dass es keine Menschenrassen gibt, bist aber dafür diesen falschen Begriff im Gesetzestext zu lassen, verstehe ich dich da richtig?
Nein es gibt keine Menschenrassen.. darum ging es auch 1948 bei der Formulierung wohl kaum. (Man schaue welche Menschen die Verfassung geschrieben haben)

Ich sehe nicht den großen Druck dieses Wort aus Artikel 3 zu streichen. denn es bewirkt genau das Gegenteil zu Leuten die eben die Menschheit in Rassen denken. Hier wird impliziert das dieser veraltete Begriff A) auf Biologischen Ansichten beruht hätte B) In irgendeiner Form Rassismus fördern würde, was ich bezweifel das Rassisten sich so schön auf die Grundrechte im GG beziehen oder orientieren... wo dort doch explizit ihr Handeln als nicht zulässig bezeichnet wird.

Es ist eben eine "Symbolakt". Der für das Thema Rassismus an sich eher bedeutungslos bleiben wird.


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15.06.2020 um 18:08
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Hier wird impliziert das dieser veraltete Begriff A) auf Biologischen Ansichten beruht hätte
Ok. Edit. Sehe das wurde Wissenschaftlich erst in den 70er Endgültig verworfen. Von daher die Explizite Nennung 1948


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15.06.2020 um 18:47
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Ok. Edit. Sehe das wurde Wissenschaftlich erst in den 70er Endgültig verworfen. Von daher die Explizite Nennung 1948
Dann hat sich Einwand A also erledigt.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:B) In irgendeiner Form Rassismus fördern würde, was ich bezweifel das Rassisten sich so schön auf die Grundrechte im GG beziehen oder orientieren... wo dort doch explizit ihr Handeln als nicht zulässig bezeichnet wird.
Ja, ihr handeln, aber es bestätigt ihre Wahnidee von verschiedenen Rassen.


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15.06.2020 um 19:07
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Dann hat sich Einwand A also erledigt.
Geht so.. Man liest den historischen Kontext zum 3 Reich.. Soweit auch hier verlinkt worden von Nachrichtenseiten. Soweit also doch nicht der Bezug zur biologische sachstand
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ja, ihr handeln, aber es bestätigt ihre Wahnidee von verschiedenen Rassen.
Klar. Das gg... Kannst du Annehmen... Ich halte es doch für abwegig.


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15.06.2020 um 19:08
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Man liest den historischen Kontext zum 3 Reich.. Soweit auch hier verlinkt worden von Nachrichtenseiten. Soweit also doch nicht der Bezug zur biologische sachstand
Keine Ahnung, was das bedeuten soll...
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Klar. Das gg... Kannst du Annehmen... Ich halte es doch für abwegig.
Wieso annehmen?

Wieso steht da denn das Wort Rasse noch, wenn "längst erwiesen ist", dass es keine gibt?
Eben.


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15.06.2020 um 19:09
[
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Keine Ahnung, was das bedeuten soll...
Dann lies dich ein.. Würde verlinkt der historische Kontext. Warum das Wort explizit aufgeführt wurde.

Mal sehen was die Debatte da noch bringt.


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15.06.2020 um 19:12
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Dann lies dich ein..
Du hast ein Buch geschrieben, in dem es dein Gestammel(*) in verständlicher Langform gibt?
Kannst du mir kurz die ISBN geben?

(*)
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Man liest den historischen Kontext zum 3 Reich.. Soweit auch hier verlinkt worden von Nachrichtenseiten. Soweit also doch nicht der Bezug zur biologische sachstand



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15.06.2020 um 19:24
Nachtrag:
"Das Grundgesetz wendet sich entschieden gegen Rassismus. Das muss es aber auch sprachlich zum Ausdruck bringen", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Marco Buschmann,
https://www.dw.com/de/kontroverse-um-den-begriff-rasse-im-grundgesetz/a-53784397

1) Sehr treffend gesagt.
2) Dass ich mal einen FDPler zitiere, um meine Ansichten zu untermauern.... :D


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15.06.2020 um 19:56
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Da las ich also, was die unter Studie offensichlich meinen. Und wie gesagt, wenn da die
Zitat von KybelaKybela schrieb:Amadeu-Antonio-Stiftung.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:mitmischt, dann kann das mMn keine unabhängige Studie sein.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:natürlich nicht, ganz klar, hat ja mal irgendein user irgendwo geschrieben und Du plapperst es nach.
was du mir hier ankreidest, wirst wohl nur du wissen, ich jedenfalls nicht.

Es stand in einem Link den ich selbst gelesen hatte, dass es die Amadeu-Antonio-Stiftung war (de nun mal nicht unabhängig sein kann, liegt in der Natur der Sache), wo plappere ich da was nach, nur weil ich Kybela zitiert hatte?!
Oben hatte ich doch nun extra geschrieben "da las ich also..." - übersehen?

---------------------------------
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ach so, Du wolltest also nur mal sehen, ob das alles richtig gemacht wurde, das racial profiling
auch hier wieder, wie du darauf kommst, meine Aussage derart zu verdrehen, bzw. mit einer anderen Aussage von mir offensichtlich zu vermischen, weißt sicher nur du selbst - mir ists jedenfalls unbegreiflich.
Mitnichten wollte ich sehen ob das RP richtig gemacht wurde, sondern inwieweit die Kontrollen z.B. in Parks mit verstärktem Drogendealer-Aufkommen in Studien über inst. Rassismus mit berücksichtigt werden ...
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:... denn dass das natürlich richtig ist, im Görli oder so oder eben dass Araber im Araberclan sind und man dann eben alle, die einem arabisch erscheinen kontrolliert, das ist ja logisch.
und von "Alle" kontrollieren, hatte ich auch nichts geschrieben.
Du möchtest nicht, dass man in deine Texte etwas hineininterpretiert, dann tu es umgedreht bitte auch nicht - danke.

So und falls du tatsächlich nicht wusstest, wie meine Aussagen gemeint waren:
Ich ging nicht davon aus, dass im Görli alle Schwarzen hinsichtlich des Verdachts auf Drogendealen kontrolliert werden sollten, sondern dass nur Stichproben gemacht werden, diese dann aber eben vorwiegend von PoC ....
... weil ich der Meinung war, es kann nichts bringen wenn bekannt ist, dass der Drogenhandel in diesem Park vorwiegend in der Hand von PoC ist, dann auch Weiße daraufhin zu kontrollieren.
Desweiteren war mein Argument, dass es umgedreht auch nichts bringen würde, wenn der Drogenhandel in Händen von Weißen wäre, dann PoC zu kontroliieren.

Als ich jedoch infolge nun die anderen Argumente las, z.B. das hier:
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Es ist doch auch nichts verwerfliches daran wenn schwarze durch die Polizei kontrolliert werden - wenn die Beschreibung dazu passt und eben nicht nur die Hautfarbe. Es ist doch nicht so schwer zu verstehen das "schwarz sein" keine ausreichende Berechtigung darstellt kontrolliert zu werden,...

... Das allein ist Begründung genug warum nicht einfach alle schwarzen zB in einem Park kontrolliert werden dürften, indem auch Drogen verkauft werden...
... Das ist dann Rassismus ... Nach dem Motto "irgendein Schwarzer wird schon Stoff dabei haben"...

... Auch da haben nicht round about alle kontrolliert zu werden NUR weil sie eine andere Hautfarbe als die Weiße haben! Das ist rassistisch. ...

Dabei ist es völlig unerheblich ob sie die gleiche Hautfarbe wie der tatsächliche Drogendealer haben. DAS verbindet die beiden in KEINEM Punkt ...

... scheiss egal ob es in dem Gebiet nun vermehrt Drogenverkäufe durch Schwarze gibt.
Sie dürfen kontrolliert werden wenn sie bei verdächtigen Aktionen beobachtet werden, aber nicht nur weil sie schwarz sind.
... hat es mich überzeugt, dass ich meine Sichtweise korrigieren muss.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Vllt könnte man mal eine Exkursion in den Görli für alle Interessierten organisieren um zwischen bestehenden Vorurteilen und realen Problemen besser differenzieren zu können. Görli ist halt auch eine Projektionsfläche.
Es gibt ja einige hier, die gerne dort abhängen. Man könnte mit Polizei, Sozialarbeitern, Parkgästen, Anwohnern... sprechen und das danach auswerten.
finde ich eine sehr gute Idee.
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https://www.tagesspiegel.de/kultur/als-afroamerikaner-in-berlin-multikulti-ist-der-kern-von-rassismus/24912998.html
Hier schildert ein PoC seine Erlebnisse/Erfahrungen mit Rassismus.

Einige Leserkommentare daraus:
Es mag sein, dass manche der Erlebnisse von Herrn Brown rassistisch motiviert waren, jedoch kann man nicht immer gleich davon ausgehen; z.B. wurde ja hier in den Kommentaren schon erwähnt, dass man als Gast nicht einfach in einem Lokal Geräte an Steckdosen anschließen kann. Wenn der Besitzer dann etwas zu Herrn Brown sagt, ist das nicht unbedingt rassistisch motiviert, sondern evtl. einfach weil er genervt ist, dass Gäste seinen Strom anzapfen und die Stromrechnung in die Höhe treiben
...
Ich persönlich würde den Barbesitzer fragen, ... ob ich seine Stromanschlüsse nutzen darf. ... unhöflich dies nicht zu tun, egal welche Hautfarbe man hat.
.... wenn ich Lokalbesitzer wäre, wäre ich von diesem Verhalten auch genervt, allerdings unabhängig von der Hautfarbe des Besuchers.
...
Ich kann die Kritik von Mr. Brown in Teilen nachvollziehen, obschon ich glaube, dass es sich bei den von ihm geschilderten Vorfällen um bedauerliche Einzelfälle handelt. Wäre das nicht so, hätte er das Land vermutlich schon längst verlassen, denn in einer absolut feindseligen und ablehnenden Umgebung kann man wohl kaum dauerhaft leben
...
Ich möchte wetten, dass es in seinem Leben jeden Tag, sei es auf der Arbeit, im Freundeskreis und auch ganz normal im Alltag eine ganze Menge von Menschen gibt, die ihn als ganz normalen Menschen respektieren und ihm eben nicht das Gefühl geben, fremd und nicht willkommen zu sein. Aber darüber verliert Herr Brown leider kein einziges Wort. Stattdessen skizziert er ein Bild, dass ein ganzes Land in den Generalverdacht stellt, latent rassistisch zu sein
das waren genau meine Gedanken als ich das gelesen hatte.

Das ist auch ein interessanter Leser-Kommtentar:
Nicht, dass ich dem Autor nicht glaube, gelegentlich schlecht behandelt worden zu sein.
Nur ausgerechnet aus den beschriebenen Vorfällen rassistische Erfahrungen ableiten zu wollen, finde ich schwierig und bedarf wohl spezieller Filter und Erwartungshaltung.
Nicht bedient zu werden, Unterstellungen wegen mitgebrachter Tüten, angestarrt werden, zum deutsch sprechen aufgefordert werden, und raussgeschickt zu werden, wenn man einfach sein Ladegerät in der Bar einsteckt, übrigens auch: ungefragt geduzt zu werden, einfach so angepackt oder belehrt zu werden, ...
Alles Erfahrungen, die viele (die meisten?) völlig unauffällig mitteleuropäisch aussehender Leute (mit und ohne Migrationshintergrund) - mich eingeschlossen - in Berlin auch schon machen mussten.
Schlechtes Benehmen - sicher. Aber doch nicht typisch wegen "anderer Herkunft". Oder erwartete er insgeheim wegen dunklerer Haut Samthandschuhe und besonders rücksichtsvolles Verhalten, nie einen ruppigen Taxifahrer oder ignoranten Wirt? Mit solchen Erlebnissen ist man in Berlin "dazugehörend ".

Andererseits spricht aus dem Artikel viel an Vorurteilen und Tunnelblick - auf Seiten des Autors.
Ich habe schon ein Problem "weiße Mehrheitsgesellschaft ohne Migri-Hintergrund" nachzuvollziehen. Wo in Berlin findet er die denn noch? In den Klassenzimmern? Auf der Straße? An S-Bahnstationen? In Bars? Polizei? Nicht, was ich mitbekomme oder in der Statistik lese.
Er selbst unterscheidet aber anscheinend nur zwischen sichtbarer "Afro"-Herkunft und "den Anderen".
Oder weiß er am Telefon oder auf der Straße bei jedem gleich, ob die oder deren Eltern aus Indien, der Türkei, Griechenland oder Russland kamen, es Polen, Franzosen oder Spanier sind, wie hell oder dunkel geraten Geschwister, Eltern, Kinder etc. sind? Für ihn alles "weiß", versteht grundsätzlich "seine" Kultur nicht und hat nie Probleme mit schlechter Behandlung durch z.B. Wirte. So viel zu pauschalisiernder Unterstellungen.
Aus diesem Link von dem Verfasser:
Multikulti ist eine Waffe gegen die schwarze Erfahrung des Rassismus in Berlin. Multikulti ist der Kern, aus dem Rassismus erwächst. Der Begriff Multikulti trägt Mitschuld an weißer Vorherrschaft. Wollen Sie ihn weiterhin benutzen?
Kann mir mal bitte jemand erklären, wie das zu verstehen ist? Für mich klingt das paradox.
Auch im Hinblick auf auf den letzten Kommentar (das hier: "Ich habe schon ein Problem "weiße Mehrheitsgesellschaft ohne Migri-Hintergrund" nachzuvollziehen. Wo in Berlin findet er die denn noch? ")


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15.06.2020 um 20:03
Zitat von OptimistOptimist schrieb:... hat es mich überzeugt, dass ich meine Sichtweise korrigieren muss.
Freut mich tatsache sehr, wenn ich dich ein stückweit abholen konnte mit meiner Argumentation und du dich deshalb im Denken darüber korrigierst.
Danke für deine Offenheit.


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15.06.2020 um 20:29
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Willst du damit sagen, es gibt verschiedene Menschenrassen?
Das habe ich nicht gesagt, auch wenn Du hier gerade versuchst mir das Wort im Mund rum zudrehen!


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15.06.2020 um 20:36
Zitat von -VOLLSTRECKER--VOLLSTRECKER- schrieb:Das habe ich nicht gesagt, auch wenn Du hier gerade versuchst mir das Wort im Mund rum zudrehen!
Wie kann Nachfragen ein "Wort im Munde umdrehen" sein?

Und natürlich hast du das nicht gesagt, deswegen musste ich ja nachfragen.

Also nochmal von vorn:
Zitat von -VOLLSTRECKER--VOLLSTRECKER- schrieb:Hm, wenn es keine Rassen gibt, dann kann es ja auch keinen Rassismus geben.
Dass es Menschenrassen gibt, wolltest du damit also schon mal nicht sagen, gut.

Also willst du sagen, dass es keinen Rassismus gibt.
(Das ist leider, was von deiner Aussage übrig bleibt, wenn du nicht behaupten willst, dass es Menschenrassen gibt)

Und bevor du gleich wieder etwas von "Wort-im-Mund-umdrehen" sagst, sag doch einfach statt dessen, was die zitierte Aussage bedeuten soll.


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15.06.2020 um 20:43
Zitat von OptimistOptimist schrieb:das waren genau meine Gedanken als ich das gelesen hatte.
Ja, das sind so die Gedanken von Weißen, die lesen "Ich werde diskriminiert, hier ein paar Beispiele: (...)"

Da denkt man natürlich "Also ich kann da keine Diskriminierung erkennen, das sind nur Einzelfälle, der sieht das zu einseitig, (...)"

Und natürlich muss man dann in Frage stellen, ob ein Schwarzer in Deutschland überhaupt öfter mal rassistisch behandelt wird, und wirft ihm vor, Vorurteile zu haben:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Nicht, dass ich dem Autor nicht glaube, gelegentlich schlecht behandelt worden zu sein.
Nur ausgerechnet aus den beschriebenen Vorfällen rassistische Erfahrungen ableiten zu wollen, finde ich schwierig und bedarf wohl spezieller Filter und Erwartungshaltung.
Warum fällt es eigentlich so schwer, einfach mal zuzuhören und nicht nur das wahrzunehmen, was sich mit dem eigenen "wird schon nicht so schlimm sein" irgendwie in Übereinstimmung bringen lässt, und den Rest zu ignorieren?

Schwarze werden regelmäßig diskriminierend behandelt, das ist eine Tatsache.
Und zwar nicht nur von vielen Weißen, sondern auch von vielen Türken und Arabern.
Man muss nur etwas aufmerksam einige Tage mit einem Schwarzen verbringen und beobachten, was passiert. Was die Blicke sagen, wer von euch wie angesprochen und behandelt wird.

Und das ist keine persönliche Empfindlichkeit, es sind keine Einzelfälle, und es wird nur umso schlimmer, wenn man den Leuten ihre Erfahrungen anspricht und den Spieß umdreht. Nein, das ist keine Voreingenommenheit, die Schwarze so etwas erleben lässt.
"Mein schwarzer Kumpel erzählt nie sowas, der fühlt sich nicht diskriminiert!"... Was würde es ihm denn bringen, zu versuchen seinen Kumpels zu erklären, was sie ihm sowieso nicht glauben werden? Wie oft hat er wohl schon seit dem Kindergarten versucht?


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15.06.2020 um 20:51
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Man muss halt auch mal sehen das Verfassungen und co Kinder ihrer Zeit sind.
Und nun haben wir andere Zeiten, für mich gehört das Wort "Rasse" nicht ins GG.
Ich habe vorhin im TV auch einer Erklärung auf Welt gelauscht, da sprach einer von der Unionsfraktion, so ganz aus der Luft gegriffen war es nicht was er sagte aber im Grunde sagte er auch, dass man es zumindest abändern müsse.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Kürbisgesicht schrieb:
:shot:

Siehst du soweit zur ARgumentation, und wie einige es wieder anders verdrehen.
Ganz ehrlich, wenn der User so einen Stuss von sich gibt, obwohl das hier schon x-mal diskutiert wurde, weiß man irgendwann nicht mehr was man noch schreiben soll aber ja, meine "Antwort" ist da auch nicht zuträglich gewesen, gestehe ich auch gerne ein.


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15.06.2020 um 20:55
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Kann mir mal bitte jemand erklären, wie das zu verstehen ist? Für mich klingt das paradox.
Puuh. Dein Beitrag erfordert Leseausdauer...
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Multikulti ist eine Waffe gegen die schwarze Erfahrung des Rassismus in Berlin. Multikulti ist der Kern, aus dem Rassismus erwächst. Der Begriff Multikulti trägt Mitschuld an weißer Vorherrschaft. Wollen Sie ihn weiterhin benutzen?
Ich kann es nur aus meiner Sicht erklären. Kein Ahnung ob das passt.
Tief im weiß-deutschen Habitus wird davon ausgegangen, dass sich alle Menschen unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund anpassen müssen.
Für den Autor verkörpert genau dieses tief verwurzelte, tradierte Denken den Ausgangspunkt für die Unauflösbarkeit von Rassismus. Es wurde ja bereits geschrieben, dass Rassismus eine Konstruktion ist, mit welcher Herrschaft legitimiert wurde.
Neben all den offensichtlichen rassistischen Erscheinungsweisen gibt es aber noch andere, die viel subtiler wirken. Das sind die Sachen, die uns oft unbewußt sind, da sie gesellschaftlich weitergegeben wurden. Konkret meint das zum Beispiel, und darum geht dem Autor, dass "wir" schwarzen Menschen oder POC oft zwangsläufig rassistisch begegnen. Weil "wir" es (oft) nicht gelernt haben, mit den Betroffenen auf Augenhöhe in jeder Beziehung, herrschaftsfrei zu interagieren. Der Gedanke des Schreibers geht denke ich dahin, dass für ihn genau das, was "wir" oft als Augenhöhe empfinden nur ein neuerliches Herrschaftsverhältnis ist, um das Gefühl der Ungerechtigkeit loszuwerden. Bereinigt haben "wir" es aber nicht.
Blöder Begriff, "Positiver Rassismus", beschreibt es aber am Besten. "Karneval der Kulturen", "Multikulti", "exotische Schwarze in Form von Bildern" sind dabei lediglich Masken (Völkerschau) um den Rassismus zu verschleiern. Man benutzt schwarze Menschen oder POC lediglich als Garant oder als eine Art Absicherung, mit welcher es sich unbeschwerter leben lässt. Man tut so, als wäre alles easy, dabei steht unter dem Strich eine oft unveränderte Benachteiligung und Diskriminierung der Betroffenen in ihrem Lebensalltag. Darauf hat er in seinem Artikel mehr fach aufmerksam gemacht...

Danke für den Artikel...


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15.06.2020 um 22:27
Zitat von KürbisgesichtKürbisgesicht schrieb:Und nun haben wir andere Zeiten, für mich gehört das Wort "Rasse" nicht ins GG.
Ich habe vorhin im TV auch einer Erklärung auf Welt gelauscht, da sprach einer von der Unionsfraktion, so ganz aus der Luft gegriffen war es nicht was er sagte aber im Grunde sagte er auch, dass man es zumindest abändern müsse
Eben der Kontext ist wichtig. Aber ich stimme eben zu das es eine scheindebatte ist. Nix mit Priorität, was aber aufwendig ist. Weil es um das gg geht


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16.06.2020 um 09:24
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Es stand in einem Link den ich selbst gelesen hatte, dass es die Amadeu-Antonio-Stiftung war (de nun mal nicht unabhängig sein kann, liegt in der Natur der Sache), wo plappere ich da was nach, nur weil ich Kybela zitiert hatte?!
Oben hatte ich doch nun extra geschrieben "da las ich also..." - übersehen?
wieso kann die denn nicht unabhängig sein? Das erkläre doch mal bitte.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:auch hier wieder, wie du darauf kommst, meine Aussage derart zu verdrehen, bzw. mit einer anderen Aussage von mir offensichtlich zu vermischen, weißt sicher nur du selbst - mir ists jedenfalls unbegreiflich.
ich habe gelesen, was Du geschrieben hast und ich habe - im Gegensatz zu Dir - Dein Geschriebenes nicht mitten im Satz zerhackstückt.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Mitnichten wollte ich sehen ob das RP richtig gemacht wurde, sondern inwieweit die Kontrollen z.B. in Parks mit verstärktem Drogendealer-Aufkommen in Studien über inst. Rassismus mit berücksichtigt werden ...
das ist doch genau DER Punkt. Racial Profiling ist ja offenbar ok, wenn Dealer vermeintlich hauptsächlich Schwarze Menschen sind irgendwo. Dass dies trotzdem racial profiling ist, solltest du mittlerweile wissen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich wollte nämlich im Grunde mal sehen - wenn ich die besagte Studie gesehen hätte - ob da z.B. mit eingeflossen ist, wenn z.B. Drogendealer im Görlipark (oder wie der heißt) kontrolliert werden (was doch vorwiegend PoC sind, wenn ich das richtig mitbekam)...
... inwiefern das dann mit berücksichtigt wurde, dass bei diesem Beispiel dann selbstverständlich hauptsächlich nur PoC kontrolliert werden können (Weiße zu kontrollieren in diesem Zusammenhang würde wenig Sinn machen) ...

Oder nehmen wir als anderes Beispiel die Araberclans, da würde es auch keinen Sinn machen, Leute zu kontrollieren, welche nicht in dieses "Chema" passen, wäre ein unnötiger Aufwand meines Erachtens.
Da kannste nochmal nachlesen, was DU geschrieben hast, es wäre also blöd, bzw. macht keinen Sinn, Weisse zu kontrollieren.....nur geht es darum nicht, es geht darum eben dann JEDEN Schwarzen Menschen zu kontrollieren, weil er Schwarz ist. = racial profiling.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:So und falls du tatsächlich nicht wusstest, wie meine Aussagen gemeint waren:
Ich ging nicht davon aus, dass im Görli alle Schwarzen hinsichtlich des Verdachts auf Drogendealen kontrolliert werden sollten, sondern dass nur Stichproben gemacht werden, diese dann aber eben vorwiegend von PoC ....
... weil ich der Meinung war, es kann nichts bringen wenn bekannt ist, dass der Drogenhandel in diesem Park vorwiegend in der Hand von PoC ist, dann auch Weiße daraufhin zu kontrollieren.
och, jetzt sind es Stichproben...aha, haste nur vorher nicht erwähnt und ist immer noch racial profiling, wenn NUR die Hautfarbe eine Rolle spielt. Auch wenn es Stichproben sind, die Du - ich wiederhole es - eh nicht erwähnt hattest.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:... hat es mich überzeugt, dass ich meine Sichtweise korrigieren muss.
aha, warum dann die Ausführungen, meine posts betreffend, wenn Du ja angeblich jetzt verstanden hast, was ich Dir schon die ganze Zeit verklickere, es aber erst in den Kopf geht, wenn es jemand anderes schreibt?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Kann mir mal bitte jemand erklären, wie das zu verstehen ist? Für mich klingt das paradox.
Auch im Hinblick auf auf den letzten Kommentar (das hier: "Ich habe schon ein Problem "weiße Mehrheitsgesellschaft ohne Migri-Hintergrund" nachzuvollziehen. Wo in Berlin findet er die denn noch? ")
ja, kann ich Dir erklären.....
weil Multikulti im Grunde bedeutet, dass Unterschiede (alles, was nicht weiß ist, ist anders) schlecht sind, weshalb man sie einfach ignoriert. Nur gibt es Unterschiede, es gibt Unterschiede im Aussehen, es gibt Unterschiede beim Geschlecht, beim Alter, wir sind alle unterschiedlich und DAS muss akzeptiert werden, Unterschiede sollten etwas Positives sein und nichts, was man einfach ignoriert, so getan wird, als wären alle gleich, wenn sie es nicht sind, gar nicht sein sollten. Unterschiede sind WICHTIG und sollten deshalb auch wahrgenommen werden. und nicht unter Begriffen wie Schmelztiegel oder Multikulti so getan werden, als wäre jeder gleich, alles quasi eine Masse. Es ist nicht jeder gleich und das sollte geschätzt werden. Wir sind aber alle Menschen, Menschen mit Unterschieden, die wichtig sind, denn die machen den EINZELNEN Menschen aus. So zu tun, als würden wir alle gleich sein, alle gleich behandelt werden, alle die gleichen Erfahrungen machen, wird dem Menschen nicht gerecht. Es schätzt den Menschen nicht für das wie und was er ist. Wenn man die Unterschiede nicht sieht, nicht als wichtig erachtet, dann sieht man den Menschen nicht, erachtet den Menschen nicht als wichtig.


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16.06.2020 um 09:36
https://www.nzz.ch/feuilleton/anetta-kahane-ex-stasi-mitarbeiterin-soll-ueber-ddr-antisemitismus-referieren-ld.1514463 (Archiv-Version vom 28.05.2020)

Eine Stiftung, die von einer ex-Stasi Mitarbeiterin angeführt wird, soll unabhängig sein?


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16.06.2020 um 10:01
@abberline
ja, warum denn nicht, führe das doch mal aus, bitte. Ausserdem ging es nicht um die Stiftung, sondern um eine Studie/ein Bericht von AI, so viel dazu.


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16.06.2020 um 10:07
@Tussinelda
Bei Stiftungen, die von ex-Stasi Mitarbeitern angeführt werden, einer Behörde, die in Sachen Antisemitismus und Menschenrechtsverletzungen gerne vorne mit dabei war, darf man wohl durchaus skeptisch sein, was Unabhängigkeit etc angeht.


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