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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

10.06.2019 um 19:08
Venom schrieb:https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/initiative-die-wahre-spd-will-linksruck-verhindern-16229066.html
Einwandfrei!
So hat sich das Thema wenigstens endgültig erledigt.


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

11.06.2019 um 00:42
@eckhart

die Kanalarbeiter vom Seeheimer Ferrariclub fürchten um ihre Altersvorsorge. Dabei wren die schon immer der Sargnagel der Partei des Geistes von Williy Brand.

Die "wahre SPD" want vor einem Linksruck" :D lieber unter 5% als Gründungsvater August Bebel Partei zu sein.


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

11.06.2019 um 10:25
@tudirnnix

Wie soll es die SPD schaffen, an einen August Bebel anzuknüpfen? Da sehe ich weit und breit kein Personal, das in die Nachfolge hochehrenwerter Menschen treten könnte.

Wenn die SPD sich ihrer Vergangenheit besinnt, ist das in etwas so, als wenn Schalke sich halt weiterhin in den Meisterschaften der 30er Jahre sonnt, aber gar kein vergleichbares Spielerpersonal hat. Wegblenden der tristen Gegenwart hilft jedenfalls weder Schalke noch der SPD.

Hat sich die SPD nun viele Jahre als Juniorpartner einer CDU/CSU verschlissen und dabei Profil verloren, wird es nicht besser, wenn sie sich jetzt schon zum Juniopartner ihrer ehemaligen Juniopartner und zum Steigbügelhalter von Altkommunisten machen, wie in Bremen.

So kann man den Untergang eigentlich nur beschleunigen. Noch schlechter könnten sie es nur machen, wenn sie das gesamte Parteivermögen in per spam mail angebotene Beteiligung ins nigerianische Ölgeschäft stecken.


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

11.06.2019 um 10:32
Personal wäre glaube ich gar nicht so ausschlaggebend. Wichtiger wären mal Ideen, mit denen sich viele Menschen wieder identifizieren können. Aus meiner Sicht ist das Problem der Politik, dass sie sich nicht um die Dinge kümmert, die den Menschen wichtig sind. Das sind eben nicht die tollen Prestigeprojekte, da erwartet man so und so, dass sie umgesetzt werden. In welche Richtung wäre den meisten Menschen wohl auch vollkommen egal. Wichtiger sind dann die Dinge, die einem im Leben selbst betreffen und das sind dann ganz banale Dinge. Gibt es noch ein Schwimmbad im Ort, gibt es einen Arzt im Ort, wie oft fährt der Bus am Land,...
Wer sich dafür einsetzt, ist egal. Hauptsache es tut jemand.


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

11.06.2019 um 20:03
Venom schrieb am 08.06.2019:Bezüglich der dänischen Sozialdemokraten fand ich auch diesen Artikel von FAZ interessant:
Sehr interessant besonders das Fazit der FAZ, kurz und trocken:
Was die Landtagswahlen im Herbst in Ostdeutschland anbelangt, so wird man allerdings für die SPD schwarz sehen müssen.
[a.a.O.]

Jawohl, Herr Frankenberger, so sieht das mal aus und danke, dass sie vielen meiner Argumente ein hübsches Gewand und ein solides Gewicht verliehen haben.
Diese Zeit flächendeckender „linker“ Hegemonie ist vorbei, auch deshalb, weil das eine Standbein, die Industriegesellschaft, strukturell und damit politisch-demographisch immer schwächer wird.
Genau!


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

15.06.2019 um 12:54
sacredheart schrieb am 11.06.2019:Wie soll es die SPD schaffen, an einen August Bebel anzuknüpfen? Da sehe ich weit und breit kein Personal, das in die Nachfolge hochehrenwerter Menschen treten könnte.
Es gibt SPD-Mitglieder, deren 5 (fünf) Forderungen (durch die SPD vermittelt) in der Öffentlichkeit fast keine Rolle spielen!
Eine Billion Euro Investitionen, Digitalkonzerne stärker besteuern und die Daseinsvorsorge nicht mehr als Melkkuh für die Gewinne von Spekulanten missbrauchen: Die deutsche Wirtschaftspolitik muss sich ändern. Ein Gastbeitrag.

Das sind fünf Leitlinien einer Wirtschafts- und Finanzpolitik, die auf den sozialdemokratischen Werten der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität beruhen. Diese ist nicht nur sozial notwendig, sondern auch ökonomisch sinnvoll und finanziell machbar. Damit es endlich wieder um das Wohl der vielen und nicht die Profite der wenigen geht.

Über die Autoren
Wiebke Esdar, Cansel Kiziltepe, Sarah Ryglewski, Michael Schrodi, Swen Schulz sind Bundestagsabgeordnete der SPD und Mitglieder im Finanz- oder Haushaltsausschuss.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/standpunkt-der-spd-das-wohl-der-vielen-statt-des-profits-der-wenigen-16237109-p2....
soll das ändern!


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

15.06.2019 um 15:37
@eckhart
Wenn die noch was erreichen wollen sollen sie unbedingt noch Enteignung im Programm aufnehmen!
Ist zur Zeit sehr im Trend!


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

15.06.2019 um 17:23
corky schrieb:sollen sie unbedingt noch Enteignung im Programm aufnehmen!
Hat das GG schon im Programm.


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

15.06.2019 um 17:54
Genauso ist es, @corky
Ratschläge von uns außenstehenden sind meist überflüssig.


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15.06.2019 um 18:02
eckhart schrieb:Ratschläge von uns außenstehenden sind meist überflüssig.
Dann kann man den Thread zu machen.


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

15.06.2019 um 18:04
Was die SPD meiner Ansicht nach noch unwählbarer macht ist die Tatsache, dass sie eine gewisse Sawsan Chebli in ihrem Kader hat.
Für mich wahrscheinlich die unsympathischste Politikerin in gesamtem linkem Spektrum. Oder jedenfalls ganz oben in der Liste der Unsympathischen.

So etwas würde ich nicht einmal in der Mitgliedsliste haben wollen.


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

15.06.2019 um 18:14
Was Glück, dass
Venom schrieb:Sawsan Chebli
nicht unter
eckhart schrieb:Wiebke Esdar, Cansel Kiziltepe, Sarah Ryglewski, Michael Schrodi, Swen Schulz
erwähnt wird!


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

16.06.2019 um 11:14
Welcher Kurs hat die SPD denn Richtung Bedeutungslosigkeit geführt?

1. Die Agenda 2010, die ihr weiter vor die Füße fällt, auch wenn sie grundsätzlich richtig war, nur halt die SPD von ihren Wählern entfremdet hat.

2. Ein intensiver Kuschelkurs mit den großen Arbeitgebern. Im Falle von VW war das nicht nur Kuscheln, sondern wenigstens ein Blow Job. Da fühlten sich viele 'Kleine' verraten, die weiter ihren mittlerweile wertlosen Diesel abbezahlen. Auch wenn der Umgang mit dem Dieselskandal nur ein plastisches Beispiel ist, ist es doch sehr präsent.

3. Die Flüchtlingspolitik: Aktuell steht die SPD weiter zu Merkels 'Ihr Kinderlein kommet' und wehrt eher ab, dass die CDU/CSU die Aussetzung des Rechtstaates des Jahres 2015 in Teilen beheben will.

4. Die SPD fühlt sich auch als Vertreter von Randgruppen. Gesellschaftlich war die Homoehe völlig ok, aber der unermüdliche Einsatz für Homosexuelle, das 3. Geschlecht, Kindergeld für bulgarische Großfamilien, deren Kinder noch nie deutschen Boden betreten haben usw wird oft anders wahrgenommen: Warum interessiert sich die SPD dafür, wo Transvestiten Pissen gehen, aber nicht mit gleicher Vehemenz für Verwerfungen im Niedriglohnsektor?

5. Die SPD beharrt auf einem Familienrecht der 50er Jahre und lehnt das Doppelresidenzmodell ab. Dies geschah in heftigster Weise auch durch eine Familienministerin Schwesig. Damit hat man in Form getrennter Väter wenigstens eine 6stellige Zahl an potentiellen Wähler auf eine Art vergrätzt, dass sie niemals zurückkehren werden.

6. Ihr Personal hat im Wesentlichen die Ausstrahlung einer Trafo-Station im Weser Bergland. Man kann über Gazprom Gerd ja sagen, was man will, aber er erschien damals sympathisch und volksnah. Das sind zwei Eigenschaften, die wohl mittlerweile ein Parteiausschlussverfahren begründen können.

Die SPD hat vor allem den Punkt 'Soziales' nicht mehr mit Leben gefüllt. Das nimmt man einer SPD so übel, wie man es einer FDP nicht täte.
Das wäre so, als würde man Herrn Habeck und Frau Baerbock dabei beobachten, wie sie Altreifen im Wald verbrennen.

Und selbst schlicht Gemüter werden sich fragen: Warum denn eine Grundrente OHNE Bedürftigkeitsprüfung? Würde da nicht eine höhere Grundrente MIT Bedürftigkeitsprüfung eher denen helfen, die es benötigen?


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16.06.2019 um 11:46
sacredheart schrieb:Warum denn eine Grundrente OHNE Bedürftigkeitsprüfung?
Dem Fragezeichen füge ich hinzu:
Am Ende könnte also eine Grundrente mit einer weniger strengen Bedürftigkeitsprüfung stehen. ... Wer hat denn bei der Mütterrente die Bedürftigkeit geprüft?
https://www.zeit.de/2019/07/altersvorsorge-respekt-rente-altersarmut-schutz-arbeitsministerium/seite-2


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Quo vadis SPD? Die Sozialdemokratie in Deutschland und in Europa

16.06.2019 um 12:26
sacredheart schrieb:Und selbst schlicht Gemüter werden sich fragen: Warum denn eine Grundrente OHNE Bedürftigkeitsprüfung? Würde da nicht eine höhere Grundrente MIT Bedürftigkeitsprüfung eher denen helfen, die es benötigen?
@sacredheart
Eine Rente ist kein Almosen. Wenn du eine Bedürftigkeitsprüfung vorschaltest, müsste das anders heissen (Rentenaufstockung oder so ) und dann wäre es für die Bezieher demütigend.

Ich war bis vor einigen Jahren oft in Kanada und habe da natürlich viele Kanadier kennengelernt.
Mir haben verschiedene Kanadier erzählt, dass dort jeder, ab dem 65. Lj eine Grundrente bekommt. Ganz egal, ob er Millionär ist, oder bedürftig. Die Rente ist nicht an Arbeitsjahre gekoppelt, sie richtet sich nach den Jahren, die ein kanadischer Bürger in Kanada verbracht hat. (Ich glaube, das müssen mindestens 10 Jahre sein)
Das war gar nicht wenig Geld. Natürlich nicht ausreichend um allein davon leben zu können. Ich glaube ca. 500 CAD.
Ich denke, das ist heute noch so.

Ich fand das so verwunderlich, dass ich verschiedene Leute danach gefragt habe und alle haben das bestätigt.
Ich habe dazu gesagt, dass das nur funktioniert, solange es dem Staat finanziell möglich ist.
Da waren sie sehr entrüstet,- überhaupt dass ich den Gedanken äusserte, diese Rente könnte es irgendwann nicht mehr geben.
Nein! Diese Rente ist ein Grundrecht. Sie wird niemals abgeschafft, war die Antwort.

Ich habe mich über noch mehr gewundert, - ich bin durch verschiedene Provinzen gereist-, z.B. , dass Kanada sehr sehr aufgeräumt aussah. Nicht, weil das unerlaubte Wegwerfen von Müll so teuer ist. Die Kanadier passten selber auf. Da hat niemand irgendwas in die Landschaft geworfen. Ich habe gesehen, wie Eltern ihre Kinder erzogen, damit die Bonbonpapiere im Mülleiner landen.
Nach einem Picknick wird alles mitgenommen. Man guckt sich nochmal um, damit nichts liegen bleibt.

Das war auch so ein interessantes Thema für mich.
Die Antwort der Kanadier: Das ist MEIN Land und ich möchte, dass es hier schön aussieht.

Ich hatte sehr viele Gespräche über deren Patrotismus. Der war mir in der Form sehr fremd.

Für mich gehörte beides zusammen. Ich mache nicht nur meinen eigenen Garten schön (für die Straße ist die Kommune zuständig). Ich bin auch für den öffentlichen Raum mitverantwortlich, weil ich den auch nutze. Und wenn ich 65 bin, bekomme ich eine Rente (ohne Prüfung der Bedürftigkeit).

Mir ist klar, dass beides hier zusammengeschrieben komisch wirken muss. Das gehört auch nicht direkt zusammen. Aber indirekt meiner Ansicht nach schon.

Ich habe in Kanada selten das Gefühl gehabt, Spießern zu begegnen.
Egal welches Alter welches Einkommen, welcher Musikgeschmack, ich hatte immer das Gefühl, die möge ihr Kanada und fühlen sich auch für das verantwortlich, was draussen in den Straßen passiert. Ich mochte den Patriotismus dort sehr gerne, weil er keine Spur von Aggressivität enthielt.

Mir war aber auch klar, dass dieses Lebensgefühl hier nicht aufzubauen ist.

Eine Grundrente sollte wirklich jeder erhalten, egal, wie viel er besitzt. Und die Koppelung an verbrachte Lebensjahre im Land, finde ich sehr gut.


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16.06.2019 um 13:20
frauzimt schrieb:Eine Grundrente sollte wirklich jeder erhalten, egal, wie viel er besitzt.
Von der Grundrente geht ja immer noch der Krankenkassenbeitrag ab!
Beispiel dazu: Eine Krankenschwester hat 40 Jahre gearbeitet, darunter aber wegen ihrer Kinder viel Teilzeit, sodass sie nur auf durchschnittliche 0,7 Entgeltpunkte kommt. Das bedeutet nach den aktuellen Regelungen eine monatliche Rente von 896 Euro. Doch auch diese Krankenschwester soll nach Heils Plänen noch einen kleinen Zuschlag bekommen: Für 35 Jahre sollen ihr noch 0,1 Entgeltpunkte gutgeschrieben werden, was ihr einen Zuschlag von 112 Euro bringen würde. Insgesamt würde ihr damit die Rentenkasse 1008 Euro brutto pro Monat überweisen.
Brutto heißt: Krankenkassenbeiträge gehen davon noch ab.
https://rp-online.de/politik/deutschland/grundrente-was-bringt-sie-wie-funktioniert-sie_aid-36537647


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16.06.2019 um 13:52
eckhart schrieb:Von der Grundrente geht ja immer noch der Krankenkassenbeitrag ab!
Kapitalistische Unverschämtheit des Sozialstaates - wer ein Einkommen hat muss seine Krankenversicherung selbst zahlen!


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16.06.2019 um 13:59
corky schrieb:wer ein Einkommen hat muss seine Krankenversicherung selbst zahlen!
Und kann sich sogar noch aussuchen, wo er versichert ist. Alle in die staatliche Einheitsversicherung zum Einheitstarif, aber zack-zack.


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16.06.2019 um 14:04
bgeoweh schrieb:Alle in die staatliche Einheitsversicherung zum Einheitstarif, aber zack-zack.
Ich passe, ich wähle "RRG Anonymtarif", da lohnt sich die Fahrt zum Abholen des Scheins.


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16.06.2019 um 14:06
Hallo @sacredheart , hallo @alle !
sacredheart schrieb:Welcher Kurs hat die SPD denn Richtung Bedeutungslosigkeit geführt?
Ich "klaue" jetzt mal bei einen Spruch aus dem Fernsehen, der so gut war das ich ihn widerhole. Die SPD ist "die Partei" des letzten Jahrhunderts und wurde letztlich das Opfer ihres eigenen Erfolges. Das "klassische Industrieproletariat", dessen prekäre Lebensverhältnisse man verbessern mußte, gibt es schon lange nicht mehr. Die SPD hat es versäumt sich "neu zu erfinden" und die "Abgehängten" von heute wählen AFD.


Gruß, Gildonus


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