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Deutschland unter Kanzler Merz

3.498 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Russland ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Deutschland unter Kanzler Merz

19.04.2026 um 09:01
Zitat von mchomermchomer schrieb:Streichen der Krankenversicherung für Bürgergeldempfänger? Komplettes Einstellen des Bürgergelds? Oder ist die reine private Krankenversicherung die Lösung? Mehr USA und Argentinien wagen?
sich möglicherweise an anderen Ländern zu orientieren. Kein anderes Land hat ein ähnlich ausgebautes Sozialsystem wie unser Land. Man kann Sozialleistungen auch zeitlich beschränken wie z. B. in Italien. Zumindest bis zu einer bestimmten Altersgrenze. Es kann nicht sein, dass die arbeitende Bevölkerung für Menschen aufkommt, die es sich im Bürgergeld bequem machen. Das ist einfach nicht mehr drin.


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19.04.2026 um 09:05
@socialme
Zitat von socialmesocialme schrieb:Man kann Sozialleistungen auch zeitlich beschränken wie z. B. in Italien.
Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) sind zeitlich begrenzt! Das könnte man auch wissen, wenn man sich informieren würde!


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19.04.2026 um 09:06
Zitat von AfricanusAfricanus schrieb:Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) sind zeitlich begrenzt! Das könnte man auch wissen, wenn man sich informieren würde!
ich habe mich auf das Zitat bezogen, da ging es um Bürgergeldempfänger.


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19.04.2026 um 09:10
Zitat von socialmesocialme schrieb:Es kann nicht sein, dass die arbeitende Bevölkerung für Menschen aufkommt, die es sich im Bürgergeld bequem machen. Das ist einfach nicht mehr drin.
Daraus wird aber erst ein Schuh, wenn auch der Kündigungsschutz gestrichen wird. Warum soll z. B. ein Arbeitgeber genötigt sein, einen zu alten oder jedes Jahr zwei, drei Wochen krankmachenden Mitarbeiter durchzufüttern? Wenn, dann Rambo-Zambo, Edel-Weidel Like. Der Kündigungsschutz ist ebenso ein Auslaufmodell, besonders in Zeiten von KI. Bringe ich es nicht mehr, ist ChatGPT besser oder ist jemand einfach günstiger, dann weg. Dann geht es auch wieder aufwärts. Mehr USA wagen. Fast 40 Billionen Staatsverschuldung sind immerhin Zeugnis eines Erfolgmodells.


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19.04.2026 um 09:17
Zitat von socialmesocialme schrieb:Es kann nicht sein, dass die arbeitende Bevölkerung für Menschen aufkommt, die es sich im Bürgergeld bequem machen.
Viele verstehen einfach nicht, dass starke Sozialsysteme kein Almosen für arbeitslose Arbeiter sind, sondern ein fundamentales Druckmittel für alle Arbeiter, denn ein existenzsicherndes, sanktionsfreies Bürgergeld treibt den "Wert" der eigenen Arbeit nach oben.

Wenn die Alternative zum Job - also das Bürgergeld - nicht mit existenzieller Angst verbunden ist, gewinnen ja Beschäftigte an Verhandlungsmacht.

Sie können höhere Löhne und bessere Bedingungen fordern, weil die Drohung, zu kündigen, realer wird.

Es ist ein Akt der Selbstsabotage für alle, die von ihrer Arbeitskraft leben müssen.

Starke Sozialleistungen wie ein sanktionsfreies und hohes Bürgergeld stärken die Verhandlungsmacht aller Arbeiter. Sie zwingen Kapitalisten, attraktive Löhne und Arbeitsbedingungen anzubieten, um Mitarbeiter zu halten.

Wer also als Arbeiter für schwache Sozialleistungen ist, schwächt damit unwillkürlich auch die eigene Position gegenüber dem Unternehmer und schadet sich letztlich selbst.


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19.04.2026 um 09:25
Zitat von mchomermchomer schrieb:Daraus wird aber erst ein Schuh, wenn auch der Kündigungsschutz gestrichen wird. Warum soll z. B. ein Arbeitgeber genötigt sein, einen zu alten oder jedes Jahr zwei, drei Wochen krankmachenden Mitarbeiter durchzufüttern? Wenn, dann Rambo-Zambo, Edel-Weidel Like. Der Kündigungsschutz ist ebenso ein Auslaufmodell, besonders in Zeiten von KI. Bringe ich es nicht mehr, ist ChatGPT besser oder ist jemand einfach günstiger, dann weg. Dann geht es auch wieder aufwärts. Mehr USA wagen. Fast 40 Billionen Staatsverschuldung sind immerhin Zeugnis eines Erfolgmodells.
Der Kündigungsschutz steht doch nicht zur Debatte. Wir haben uns die letzten Jahre übernommen.

Es ist in Deutschland scheinbar unmöglich mit 2 Billionen Euro zu haushalten. Ich bin mir nicht sicher, ob es noch weitere Länder gibt, die diese Einnahmen toppen können. Es gibt Menschen die arbeiten und am Monatsende bleibt nichts oder wenig übrig. Gerade Menschen die ihre Arbeit weiter entfernt ausüben, wird tatsächlich geraten auf E-Mobilität umzusteigen oder sich eine Arbeitsstelle näher zu suchen. Das ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten. Mit den Menschen die etwas leisten gibt es kein Mitleid, die verhöhnt man.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Viele verstehen einfach nicht, dass starke Sozialsysteme kein Almosen für arbeitslose Arbeiter sind, sondern ein fundamentales Druckmittel für alle Arbeiter, denn ein existenzsicherndes, sanktionsfreies Bürgergeld treibt den "Wert" der eigenen Arbeit nach oben.
mich verwundert es eher, dass es noch Menschen gibt, die im Niedriglohnsektor überhaupt arbeiten. Da lohnt sich Arbeit doch kaum noch, wenn man bedenkt, was man im Bürgergeldbezug alles bezahlt bekommt. Ich empfinde dass es eher wenig Anreize gibt um aus dem Bürgergeld zu kommen, als dies tatsächlich als Druckmittel dienen soll um Arbeiternehmer in der Beschäftigung zu halten.


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19.04.2026 um 09:47
Zitat von socialmesocialme schrieb:Der Kündigungsschutz steht doch nicht zur Debatte.
Ach, da fängt die Rosinenpickerei an. Das ist unsolidarisch gegenüber den anderen Angestellten und vor allem dem Arbeitgeber. Bringst du es nicht mehr oder bist du einfach zu teuer, dann muss man dem Arbeitgeber ein Druckmittel in die Hand geben.
Entweder du spurst, oder bist weg. Alles andere wäre linksgrünversiffter Sozialismus.

Die Wirtschaft muss beweglich bleiben, Wachstum und vor allem mehr Geld für Polizei, Militär und Überwachungsapparat sollten oberstes Gebot sein. Vor allem, wenn endlich Schluss ist mit dem Sozialismus und das Bürgergeld gestrichen wird, muss der Staat beim Pöbel härter durchgreifen.
Zitat von socialmesocialme schrieb:Es ist in Deutschland scheinbar unmöglich mit 2 Billionen Euro zu haushalten. Ich bin mir nicht sicher, ob es noch weitere Länder gibt, die diese Einnahmen toppen können.
Richtig. Auch das sind die USA das Vorbild. Die kommen immerhin von Jahr zu Jahr ohne Neuschulden aus. Auch Italien. Das wurde kein Cent mehr Schulden gemacht, seit Meloni regiert.
Deswegen wurde ihre Reform zuletzt auch mit überwältigender Mehrheit von der Bevölkerung angenommen. Auch der Erdrutschwahlsieg Orbans zeigt: Das wollen die Menschen, denn dann läuft alles super.


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19.04.2026 um 10:03
Zitat von socialmesocialme schrieb:Da lohnt sich Arbeit doch kaum noch, wenn man bedenkt, was man im Bürgergeldbezug alles bezahlt bekommt. Ich empfinde dass es eher wenig Anreize gibt um aus dem Bürgergeld zu kommen, als dies tatsächlich als Druckmittel dienen soll um Arbeiternehmer in der Beschäftigung zu halten.
Ah, da weht der Wind her. Sprich, du würdest dich weigern, einen Job anzunehmen, wenn er nicht deutlich mehr einbringt als das Bürgergeld?
Unfassbar. Günstige Arbeitskräfte werden händeringend gesucht.

Wenn das der Merz hört. Wasser predigen und Wein saufen…


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19.04.2026 um 10:20
Zitat von socialmesocialme schrieb:mich verwundert es eher, dass es noch Menschen gibt, die im Niedriglohnsektor überhaupt arbeiten. Da lohnt sich Arbeit doch kaum noch, wenn man bedenkt, was man im Bürgergeldbezug alles bezahlt bekommt. Ich empfinde dass es eher wenig Anreize gibt um aus dem Bürgergeld zu kommen, als dies tatsächlich als Druckmittel dienen soll um Arbeiternehmer in der Beschäftigung zu halten.
Es gibt Befragungen, warum Leute Stellen nicht annehmen. Der Hauptgrund, warum Leute Stellen nicht annehmen, ist, unterirdisch schlechte Bezahlung und unterirdisch schlechte Arbeitsbedingungen.

Das heißt, das sind Stellen mit Befristung, mit schlechter Bezahlung, mit wenig Regelarbeitszeit und viel Flexibilität drin. Das sind Stellen, wo die Arbeitsbedingungen würdelos sind. Deswegen werden Stellen nicht besetzt

Theoretisch müsste man eine ganz andere Debatte führen, denn die Debatte, die wir jetzt führen, wo wir sagen: "Warum sind diese "faulen" Menschen im Bürgergeld?", ist idiotisch.

Wieso haben wir vergessen, dass wir mal das Ziel hatten, Vollbeschäftigung zu erreichen?

In einem kapitalistischen System, innerhalb der kapitalistischen Logik, müsste ja das Ziel sein, wenn man eine soziale Marktwirtschaft als Ausprägung des kapitalistischen Systems anstrebt, was ja angeblich alle machen, dass jedem Proletarier eine Stelle angeboten wird, die seinen Qualifikation entspricht und die Würde des Menschen bewahrt. Jeder soll so ein Angebot bekommen. Bedeutet: Wir wollen Vollbeschäftigung.

Die Fragen, die wir uns stellen müssen, sind: Wie schaffen wir Vollbeschäftigung? Wieso gibt es immer weniger zu besetzende Stellen? Wieso gibt es immer mehr arbeitslose Arbeiter und warum sind die zu besetzenden Stellen immer schlechter?

Hätten wir Vollbeschäftigung, hätten wir keinen Niedriglohnsektor mehr, Arbeiter wären in einer viel besseren Verhandlungsposition und wir hätten gestärkte Gewerkschaften.

Heutzutage kennt aber kaum noch einer das Wort Vollbeschäftigung. Warum kennt keiner mehr das Wort? Nun ja, weil die herrschende Klasse und neoliberale Politiker keine Vollbeschäftigung wollen, da sie erkannt haben, dass es für die Kapitalisten maximal schlecht ist, wenn jeder einen Job hat.

Denn wenn jeder einen Job hat, dann ist die Verhandlungsposition des Kapitalisten gegenüber dem Arbeiter geschwächt. Der Kapitalist ist natürlich immer noch in der überlegenen Verhandlungsposition, weil er die Produktionsmittel besitzt, aber mit einem großen Heer Arbeitsloser, die möglichst prekär und sanktioniert sind, ist der Kapitalist in einer noch viel besseren Verhandlungsposition. Und diese bessere Verhandlungsposition möchte man auf gar keinen Fall aufgeben.

Das heißt, vom System, auch von den neoliberalen Politikern und auch von den Kapitalisten her, will man arbeitslose Menschen.

Würden die Kapitalisten und neoliberalen Politiker keine Arbeitslosen wollen, würden sie Vollbeschäftigung fordern. Tun sie aber nicht. Sie lügen. Sie heucheln. Die wollen diese Bürgergeldempfänger haben - unbedingt.

Gleichzeitig wollen sie aber auch, dass es dem Bürgergeldempfänger so schlecht geht wie nur irgendwie möglich.

Und wie schafft man es, dass es den Arbeitslosen so schlecht geht wie möglich?

Na ja, indem man die ganze Zeit diese Menschengruppe dämonisiert und sagt, dass Arbeitslose ganz schlimme faule Menschen sind, die der fleissigen arbeitenden Bevölkerung alles wegnehmen wollen. Die sie der Grund dafür sind, dass die sie ihren Job hassen und schlechte Arbeitsbedingungen haben.

Damit schafft man nicht nur ein Druckmittel für Bürgergeldempfänger, sondern auch noch eine Dämonisierung, sollte man irgendwann mal zu dieser Gruppe dazugehören.

Das heißt, der Unternehmer kann einem die beschissensten Arbeitsbedingungen vor die Nase halten, er kann die Gehaltserhöhung lachend ablehnen und einem dann sagen: „Du kannst ja auch ins Bürgergeld gehen. Willst du etwa auch einer von diesen Faulenzern sein, die unsere ganze Gesellschaft kaputt machen?"

Also die herrschende und derzeit politische Klasse ist sehr glücklich mit dem Bürgergeldsystem, so wie es ist und sie will daran auch absolut nichts ändern. Auch ein Friedrich Merz nicht.

Friedrich Merz möchte nur, dass das Druckmittel - der Faustpfand der Bürgergeldempfänger - noch größer wird. Dass die Bürgergeldempfänger noch mehr stigmatisiert werden. Aber etwas verändern möchte er nicht.

Würde er das wollen, würde er Vollbeschäftigung fordern.


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19.04.2026 um 11:04
Zitat von mchomermchomer schrieb:Ach, da fängt die Rosinenpickerei an. Das ist unsolidarisch gegenüber den anderen Angestellten und vor allem dem Arbeitgeber. Bringst du es nicht mehr oder bist du einfach zu teuer, dann muss man dem Arbeitgeber ein Druckmittel in die Hand geben.
Entweder du spurst, oder bist weg. Alles andere wäre linksgrünversiffter Sozialismus.
weniger zu leisten oder jahrelang nichts zu leisten, das kann man doch gar nicht miteinander vergleichen. Warum werden eigentlich immer die Menschen zum Vergleich gezogen, die noch was leisten. Ich verstehe unsere Politik dahingehend überhaut nicht mehr.

Es geht z. b. um die Menschen, die seit mehr als 5 Jahren im Bürgergeldbezug sind. Dafür ist das Bürgergeld gar nicht ausgelegt worden. Ursprünglich ist es eine Hilfe bei kurzzeitiger Notlage gewesen, nicht als Lebensmodell. Warum können die Menschen nicht bestimmte Tätigkeiten verrichten, z.B. säubern von Grünanlagen, ehrenamtliche Tätigkeiten, dort wo besonders großer Bedarf besteht um zu signalisieren, dass sie auch etwas zurück geben möchten.
Zitat von mchomermchomer schrieb:Deswegen wurde ihre Reform zuletzt auch mit überwältigender Mehrheit von der Bevölkerung angenommen. Auch der Erdrutschwahlsieg Orbans zeigt: Das wollen die Menschen, denn dann läuft alles super.
wir subventionieren die ganze Welt und es läuft bei uns alles andere als super, daher sollten wir mit Kritik anderen Ländern gegenüber eher vorsichtig sein. Vielleicht sollte man sich zuerst mal auf das eigene Lang besinnen, dann kann man immer noch schauen, inwieweit man die Steuergelder der Bevölkerung ins Ausland verteilen kann. Dann wären auch keine schmerzhaften Reformen mehr notwendig. Wenn man aber lieber einen Ukrainekrieg subventionieren möchte mit Milliarden, den Menschen hier dafür Leistungen kürzt, dann braucht man sich nicht mehr zu wundern, dass der Frust immer weiter wächst.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Theoretisch müsste man eine ganz andere Debatte führen, denn die Debatte, die wir jetzt führen, wo wir sagen: "Warum sind diese "faulen" Menschen im Bürgergeld?", ist idiotisch
ich verstehe die Anspruchshaltung nicht. Wenn man als Beispiel keine abgeschlossene Schulausbildung hat, kann man nicht erwarten, einen anspruchsvollen, gutbezahlten Arbeitsplatz zu finden. Was man erwarten könnte ist, der arbeitenden Bevölkerung die das finanziert etwas zurückzugeben in Form von einfachen Tätigkeiten die man verrichtet. Das ist mit Sicherheit nicht zu viel verlangt, sondern eine Selbstverständlichkeit in einem sozialen System.


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19.04.2026 um 11:07
Zitat von mchomermchomer schrieb:Die eigentliche Frage ist doch, was ist die Lösung?
Streichen der Krankenversicherung für Bürgergeldempfänger? Komplettes Einstellen des Bürgergelds? Oder ist die reine private Krankenversicherung die Lösung? Mehr USA und Argentinien wagen?
@mchomer

Schritt1 wäre es, diesen Schwachsinn zu beenden, Sozialkosten sachfremd den GkV Versicherten aufzubürden. Danach kann man als Wähler anfangen darüber nachzudenken, diese Regierung ernstzunehmen und nicht nur als Witzfiguren zu betrachten.

Wie will die Regierung glaubhaft Steuersünder sanktionieren, wenn sie ähnlich selbst solches Raubrittertum betreibt?

Wir zahlen brutto 27 Mrd jährlich in die EU ein.


Schritt2 wäre es, den lächerlichen Majestätsbeleisigungsparagraphen 188 abzuschaffen.

Schritt3 kann eine Gesundheitsreform sein. Nichts dagegen, im Referentenentwurf sind bis auf die Ausklammerung des wichtigsten Punktes einige brauchbare Ideen dabei.


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Deutschland unter Kanzler Merz

19.04.2026 um 11:20
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Heutzutage kennt aber kaum noch einer das Wort Vollbeschäftigung. Warum kennt keiner mehr das Wort? Nun ja, weil die herrschende Klasse und neoliberale Politiker keine Vollbeschäftigung wollen, da sie erkannt haben, dass es für die Kapitalisten maximal schlecht ist, wenn jeder einen Job hat.
@peekaboo

Echte Vollbeschäftigung oder ein annäherndes Äquivalent gab es mal in der Zeit des Wirtschaftswunders.

Natürlich will kein Investor oder Unternehmer ein erbärmliches Wirtschaftswachstum, wie wir es spätestens seit den Ampel Jahren haben.

Das ist Unsinn linksradikaler Fantasten.

Unsere Wirtschaft ist schwach, was nicht im Sinne der AG und dann auch nicht im Sinne der AN ist.

Was ist der Grund?

Neoliberale Verschwörungen zum Lohndumping? Schwachsinn! Das dumpt ja auch ihre Gewinne.

Russland, Corona, Trump? Schwachsinn, das würde ja alle anderen EU Länder genauso treffen.

Hohe Energiepreise dank ideologischer Politik, wahnsinnige Bürokratie wie Lieferkettengesetz, sehr hohe Lohnnebenkosten dank sehr teurem Sozialstaat, vernachlässigte Infrastruktur, schwachsinnige Ideologieprojekte die viel Geld kosten? Ach richtig, das ist es.


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19.04.2026 um 11:31
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Würde er das wollen, würde er Vollbeschäftigung fordern.
@peekaboo

Was wäre denn das Ergebnis einer solchen Forderung? Wären danach die Blaumänner und Schutzhelme ausverkauft?

Die Regierung müsste die Voraussetzungen schaffen, damit es ein bisschen in die Richtung geht.

Dafür müssen wir vom hohen Ross der EU weit höchsten Energiepreise absteigen, gleichzeitig den Sozialstaat auf gezielte passagere Hilfen zurückschneiden, alle sinnlosen Ideologieprojekte beenden, erheblich deregulieren und Politik für die Mitte der Gesellschaft machen, anstatt Pressure Groups von alternativen Lebensmodellchen zu fördern.

Mit anderen Worten: Nicht ausgerechnet mit einer Rest SPD regieren, die für einen ausufernden Verteilungsstaat steht, den man sich vor 30 Jahren kurzzeitig leisten konnte.


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19.04.2026 um 11:34
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Unsere Wirtschaft ist schwach
Das nennt sich Deindustrialisierung, und deswegen ist auch das Inlandskapital im Panikmodus, weil in Deutschland gerade tatsächlich eine Deindustrialisierung beginnt - die von neoklassischen Politikern wie Christian Lindner verursacht wurde, weil die ihr eigenes dämliches Wirtschaftssystem nicht verstehen.

Die gehen mit total vielen esoterischen, verschwurbelten Prämissen da ran, und Christian Lindner ist einer der fanatischsten Neoklassiker, die es so gibt, und hat deswegen Austerität und Sparpolitik betrieben, was natürlich letztlich zu einer Deindustrialisierung führt.

Aber das im Zusammenspiel mit dem verpassten Wandel in der deutschen Automobilindustrie! Dass man nicht auf Zukunftstechnologien umsteigt, sondern sich stattdessen entschieden hat, an alten Verbrennern festzuhalten. Das ist natürlich ein tödlicher Cocktail für die deutsche Industrie.

Und das Kapital gibt zu jeder Gelegenheit den Arbeitern die Schuld. Also, das deutsche Kapital sagt: „Die Arbeiter sind schuld. Die sind zu faul.", oder: „Die Arbeiter arbeiten zu wenig Stunden."

Oder wie jetzt wieder vor ein paar Tagen, als so ein Lobbyverein der Arbeitgeber gesagt hat: „Die feiern zu viel krank, die dürfen keine Lohnfortzahlung mehr bekommen, wenn die krank sind, diese Scheiß Arbeiter.“

Man fährt die arbeiterfeindliche Politik schon ganz schön hoch. Das merkt man an allen Ecken und Enden, und die kapitalistischen Lobbyvereine werden halt immer drastischer, immer rücksichtsloser und immer offener mit ihren menschenfeindlichen Forderungen.

Dazu gehört zum Beispiel auch die „Kontaktgebühr“, die jetzt wieder von der kapitalistischen Lobbybude vorgeschlagen worden ist. Also, dass Arbeiter, wenn sie zum Arzt gehen wollen, immer eine Kontaktgebühr bezahlen müssen, damit sie krank zur Arbeit kommen und ihre Stunden weiter ableisten.

Das ist ein Großangriff auf Arbeiterrechte. Nicht nur, dass man, wenn man krank ist, dazu gezwungen sein soll, weiterzuarbeiten, sondern auch mehr zu arbeiten.

Die wöchentliche Höchstarbeitszeit soll nämlich erhöht werden, die tägliche Höchstarbeitszeit soll erhöht werden.

Und gleichzeitig gibt es dann auch noch unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus einen Angriff auf Arbeitsschutzrechte - also wann man sozusagen Pause machen kann. Und wenn es darum geht, dass Kapitalisten ihre Bücher transparent halten und nachweisen müssen, wie sie was bezahlt haben, wo das Geld hingeflossen ist, dann sagt man, das muss alles abgeschafft werden. Dann kann man natürlich sehr viel besser ausbeuten und auch Steuern hinterziehen, was dann wieder auf Kosten der Arbeiter geht.

Also, der Angriff auf den deutschen Arbeiter ist im vollen Gange, und das Kapital schafft es derzeit noch, der deutschen Mehrheitsgesellschaft weißzumachen, dass der Arbeiter selbst daran schuld ist.

Aber ich glaube nicht, dass diese Kampagne noch lange gutgeht und dass die Arbeiter sich noch lange an der Nase herumführen lassen, denn irgendwann wird das Ganze aus Sicht des Kapitals nicht mehr funktionieren.


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Deutschland unter Kanzler Merz

19.04.2026 um 11:41
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Das nennt sich Deindustrialisierung, und deswegen ist auch das Inlandskapital im Panikmodus, weil in Deutschland gerade tatsächlich eine Deindustrialisierung beginnt - die von neoklassischen Politikern wie Christian Lindner verursacht wurde, weil die ihr eigenes dämliches Wirtschaftssystem nicht verstehen.
@peekaboo

Christian Lindner ist also Schuld, ok. Wer ist denn schon ewig mit in der Regierung? Ich sehe da erst mal CDU und SPD. Eine Partei verantwortlich zu machen, die mittlerweile nicht mal im Parlament ist: Muss man erst mal drauf kommen.

Wenn das so wäre, müsste es doch jetzt steil bergauf gehen.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Oder wie jetzt wieder vor ein paar Tagen, als so ein Lobbyverein der Arbeitgeber gesagt hat: „Die feiern zu viel krank, die dürfen keine Lohnfortzahlung mehr bekommen, wenn die krank sind, diese Scheiß Arbeiter.“
Belege bitte, soweit ich weiss, wurde nur der 1. Tag im krank andiskutiert. Falls es andere Aussagen gibt, die auch -wie Du sagst- exklusiv Arbeiter betreffen und nicht Angestellte, dann gerne her damit.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Also, dass Arbeiter, wenn sie zum Arzt gehen wollen, immer eine Kontaktgebühr bezahlen müssen, damit sie krank zur Arbeit kommen und ihre Stunden weiter ableisten.
Belge bitte für eine Praxisgebühr für Arbeiter.


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19.04.2026 um 11:57
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Belege bitte
Bitte schön:
Die Spitzen von Union und SPD prüfen einem Medienbericht zufolge einschneidende Maßnahmen zur Reduzierung des hohen Krankenstands. Wie »Bild«-Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise berichtete, rückten Unionspolitiker die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wieder in den Fokus. So könnte der bisherige Zeitrahmen von sechs Wochen, in denen der Arbeitgeber den Lohn für einen kranken Arbeitnehmer weiter bezahlt, gekürzt werden
Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/lohnfortzahlung-bei-krankheit-bundesregierung-prueft-einschnitte-a-015f9a47-a656-4668-83b0-58b6146733f9
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Belge bitte für eine Praxisgebühr für Arbeiter.
Bitte sehr:
Gassen will "Kontaktgebühr" bei jedem Arztbesuch

"Drei oder vier Euro" pro Arztbesuch? Kassenärzte-Chef Gassen setzt sich für eine "Kontaktgebühr" ein, um die Krankenkassen zu unterstützen. Auch die Krankenhäuser wollen, dass Patienten viel mehr selbst zahlen
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/praxisgebuehr-kassenaerztliche-vereinigung-100.html
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Angestellte
Angestellte sind keine Arbeiter für dich?


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19.04.2026 um 12:04
Ach ja, müssen mal wieder Zig-Milliarden Steuergelder ins Nirgendwo versenkt werden.

Merke. Haste keinen Plan, haste keine Lösungen, dann gibts ja immer noch dumme Themen mit denen man ablenken kann.


2026-04-19 12-02-30 Screenshot
Unionsfraktionschef Spahn bringt eine Reaktivierung alter deutscher Kernkraftwerke ins Spiel. Doch die Betreiber wollen davon nichts wissen.
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/jens-spahn-bringt-reaktivierung-alter-deutscher-kernkraftwerke-ins-spiel-accg-200736956.html


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19.04.2026 um 12:04
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Angestellte sind keine Arbeiter für dich?
@peekaboo

Richtig. Deshalb gibt es ja auch verschiedene Wörter dafür. Das sind keine Synonyme.

Lediglich irgendwelche Leninisten setzen das gleich, da sind es dann Arbeiter der Faust und Arbeiter der Stirn oder meinetwegen Arbeiter und Bauern.

Den Sozialismus Quatsch hatten die Bürger aber 1989 dahin geworfen, wo er hingehört: Auf den Sondermüll der Geschichte.


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Deutschland unter Kanzler Merz

19.04.2026 um 12:16
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Arbeiter der Faust und Arbeiter der Stirn oder meinetwegen Arbeiter und Bauern.
Ich hab mich 1992 entschieden, statt Angestellter, Arbeiter zu werden! Aber Bauer? Du meinst wohl eher Kleingärtner?
Ich würde beii meinem Leisten bleiben.


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19.04.2026 um 12:21
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Ach ja, müssen mal wieder Zig-Milliarden Steuergelder ins Nirgendwo versenkt werden.
Die Betreiber sollten endlich mal die noch verbliebenen Kühltürme entfernen, so wie hier https://www.tagesschau.de/video/video-1519012.html, damit Ruhe ist. Sieht ja auch häßlich aus.


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