sacredheart schrieb:Aber wie muss man sich das vorstellen? Sitzen da Merz und Klingbeil zusammen und planen die Zukunft. 'Ach komm Lars, wir haben noch gut 20%, ihr habt 12%. Wie wäre es, wenn wir der Mittelschicht mal so richtig vor den Koffer scheissen, jetzt ist auch egal...'
Ich vermute eher, dass man eher mit Sorge auf die Entwicklung an der Straße von Hormus und auch in der Ukraine schaut. Während letzteres zumindest eine gewisse Verzögerung hat, ist ersteres ziemlich unberechenbar. Zumal die Folgen noch gar nicht angekommen sind.
Und auch von Innen wächst der Druck.
Auf der einen Seite hat eine Partei Zulauf, die mit Elon Musk von schlanken Staat fantasiert, auf der anderen Seite werden die Stimmen nach mehr Staat lauter, wenn Benzin, Lebensmittel etc. wegen äußeren Einflüssen teurer werden.
Ansonsten hat man keine gemeinsamen Antworten auf die großen Herausforderungen, die eine alternde Gesellschaft mit sich bringt. Der Topf der Rentenversicherung wird von Jahr zu Jahr größer und ist der größte Posten im Bundeshaushalt. Daneben müssen diverse Versäumnisse der Vergangenheit aufgeholt werden. Gerade in Sachen Infrastruktur.
Die stark gewachsenen Militärausgaben kommen noch dazu. Und das mit einem Partner mit dem die Schnittmengen in solchen Themen eher gering sind.
Blau-schwarz-gelb oder rot-rot-grün kämen wohl eher auf Lösungen.
Dabei wird nicht helfen, dass Merz völlig unerfahren in Sachen Regierungsarbeit ist und dazu eine Luftpumpe wie Söder und die bestbezahlteste Made in Form des Bankkaufmanns Spahn im Nacken hat. Gut, dass er als Millionär und Blackrock-Veteran in seinem Privatjet keinen Plan vom Leben von niederen Volk (wie du und ich) hat, merkt man auch ein bisschen.
Reineke schrieb:Die AfD hat sich ausdrücklich gegen eine weitere Erhöhung der Regelaltersgrenze über 67 Jahre hinaus ausgesprochen.
Die AfD hat im Wahlkampf 2025 auch ein Rentenniveau von 70 % versprochen. Ohne eine realistisches Model zur Finanzierung vorzulegen.
Denn na ja:
Den mit Abstand größten Posten bilden wie immer die Sozialausgaben. Sie sind in den vergangenen Jahren stetig angestiegen und stellen auch 2026 mit rund 243 Milliarden Euro fast die Hälfte (47 Prozent) des gesamten Etats. Am stärksten ins Gewicht fallen die Ausgaben für die allgemeine Rentenversicherung, die allein 114 Milliarden Euro ausmachen. Das Bürgergeld schlägt mit 41 Milliarden Euro zu Buche, etwa 1,5 Milliarden Euro weniger als 2025. Für Beziehende wird es 2026 eine „Nullrunde“, also keine Erhöhung, geben.
Quelle:
https://www.rnd.de/politik/bundeshaushalt-2026-alle-ausgaben-uebersichtlich-erklaert-in-grafiken-L73G2FSIIVANHGBZ6PJX67Z7W4.htmlAber man wird ja in Sachsen-Anhalt sehen, wie gut solche Versprechen und Lösungen wie Abschaffung der Schulpflicht zu Gunsten des Homeschoolings funktionieren werden. Aber das ist hier OT.