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Deutschland unter Kanzler Merz

4.386 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Russland ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Deutschland unter Kanzler Merz

um 12:09
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Bei einem " Elektriker " reicht doch jemand der Schlitze kloppt und du machst das feine?!.
Das wäre aber dann ein Hilfsarbeiter, eine Fachkraft würde man dafür wohl kaum extra beschäftigen.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 12:34
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Das wäre aber dann ein Hilfsarbeiter, eine Fachkraft würde man dafür wohl kaum extra beschäftigen.
Der Elektriker war eh ein schlechtes Beispiel.ein Ausländischer Elektriker wird hier auch als Elektriker angestellt
Nichts desto trotz wird er erstmal Schlitze kloppen und sich peu a peu beweisen müssen.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 12:42
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Das alte Muster - so eine Behauptung ist schnell in die Welt gesetzt. Eine Widerlegung kostet Zeit und erreicht das gewünschte Klientel oft nicht.

Ich habe mir das mit den Zahlungen an die Ukraine noch mal angesehen. In den Medien ist dauernd von den zivilen und den militärischen Hilfen für die Ukraine die Rede.
Dadurch entsteht der Eindruck, der Westen übernimmt die militärischen Ausgaben für die Ukraine und dazu noch ein Teil der zivilen Ausgaben.
In der Gesamtheit ist das aber nicht der Fall.

Der Westen bezahlt rund 40% des ukrainischen Staatshaushalts. Dabei wird außer Acht gelassen, dass die ukrainischen Militärausgaben außerordentlich hoch sind, sie betragen rund 60% des ukrainischen Staatshaushalts (in Deutschland 15%). Also die westlichen zivilen und militärischen Hilfen zusammengenommen sind geringer als die ukrainischen Militärausgaben. Der Westen zahlt in etwa die Erhöhung der ukrainischen Militärausgaben seit Kriegsbeginn.
Dazu kommen für die Ukraine noch weitere Kosten durch die Kriegszerstörungen oder durch die Seeblockade Russlands.
Ich habe meine Annahme durch chatgpt überprüfen lassen.
Frage an Chatgpt:
kann man sagen, die militärhilfen und wirtschaftshilfen aus dem ausland zusammengenommen kompensieren in etwa die mehrausgaben des ukrainischen staates für den krieg?
Antwort
Ja, in grober Größenordnung kann man das sagen, aber man muss sauber unterscheiden zwischen Kriegskosten, Militärausgaben und gesamter staatlicher Mehrausgabe.

Für 2026 ist die Aussage sogar ziemlich plausibel:

Der ukrainische Staat hat für Verteidigung und Sicherheit zunächst 2,807 Billionen Hrywnja eingeplant – knapp 60 % der Haushaltsausgaben.
Im Juni wurde dieser Betrag wegen zusätzlicher Finanzierung um 1,56 Billionen Hrywnja auf 4,367 Billionen Hrywnja erhöht. Davon entfallen allein 2,297 Billionen Hrywnja auf Waffen und militärische Ausrüstung.
Gleichzeitig sind für 2026 45 Mrd. Euro externe Unterstützung durch die EU vorgesehen; insgesamt soll der externe Finanzierungsbedarf des ukrainischen Staatshaushalts bei etwa 2,079 Billionen Hrywnja liegen.

Damit ist der Zusammenhang ziemlich deutlich:

Ukraine finanziert ihre normalen staatlichen Einnahmen selbst, verwendet diese aber weitgehend für Krieg/Verteidigung. Das Ausland finanziert einen großen Teil der übrigen staatlichen Aufgaben und ermöglicht damit, dass die eigenen Einnahmen für das Militär eingesetzt werden können.

Das ukrainische Finanzministerium formuliert es für 2026 sogar ausdrücklich so: Alle eigenen Einnahmen und inländischen Kreditaufnahmen werden für die Verteidigungsfähigkeit verwendet.

Kann man also sagen:

„Die westliche Wirtschafts- und Finanzhilfe kompensiert ungefähr die zusätzlichen Kriegsausgaben des ukrainischen Staates.“
Ja, als grobe Beschreibung des Finanzierungsmechanismus ist das vertretbar. Aber nicht im Sinne einer exakten 1:1-Rechnung.

Denn zusätzlich zur Finanzhilfe erhält die Ukraine enorme Militärhilfe in Form von Waffen, Munition und Ausrüstung, die gar nicht als ukrainische Haushaltseinnahme erscheint. Umgekehrt sind ausländische Kredite keine kostenlose Finanzierung.

Ein besonders aussagekräftiger aktueller Wert: Der ukrainische Verteidigungsminister bezifferte im Juli 2026 den gesamten Verteidigungsbedarf 2026 auf etwa 136 Mrd. €, während der ukrainische Staatshaushalt davon nur etwa 53 Mrd. € selbst abdeckt.

Das bedeutet: Beim Militär selbst ist die Abhängigkeit vom Ausland sogar noch größer, als es der Vergleich mit dem Staatshaushalt vermuten lässt.
https://www.mof.gov.ua/uk/news/biudzhet-2026_100_dokhodiv__na_oboronu_kraini-5461?utm_source=chatgpt.com
https://www.mof.gov.ua/en/news/ukraine_receives_eur_38_billion_from_the_eu__first_defence_tranche_under_the_ukraine_support_loan-5798?utm_source=chatgpt.com
https://mof.gov.ua/en/news/zmini_do_derzhbiudzhetu-2026_parlament_priiniav_zakonoproiekt_u_tsilomu-5769?utm_source=chatgpt.com


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 12:47
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Deutschland unter Kanzler Merz

um 12:57
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:diese Zahlen sind kompletter Unsinn!
Weisst du auch warum ?!


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um 13:13
Zitat von parabolparabol schrieb:Der Westen bezahlt rund 40% des ukrainischen Staatshaushalts.
Gibt es genaue Zahlen wer "der Westen" ist?


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 15:00
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Gibt es genaue Zahlen wer "der Westen" ist?
Deutschlands Anteil ist etwa 20% an den den europäischen Hilfen für Ukraine.
(Deutschlands Anteil an den europäischen Coronafonds lag bei 22%)
frage an chatgpt:
also ich komme auf etwa 20% deutschlands anteil wenn man auch deutschlands anteil an den eu hilfen dazurechnet
antwort
Ja – wenn du sowohl direkte deutsche Hilfe als auch Deutschlands rechnerischen Anteil an den EU-Hilfen einbeziehst, sind rund 20 % als Größenordnung durchaus plausibel. Ich würde es aber nicht als exakt 20 % bezeichnen.

Der aktuelle Kiel-Datensatz erfasst militärische, finanzielle und humanitäre Hilfe. Bis April 2026 lag die deutsche bilaterale Hilfe bei rund 30 Mrd. €.

Der entscheidende Punkt ist die EU-Komponente: In den Kiel-Daten werden EU-Institutionen getrennt von den einzelnen EU-Staaten ausgewiesen. Man kann den EU-Betrag anschließend rechnerisch auf die Mitgliedstaaten umlegen, wenn man wissen möchte, welchen Anteil Deutschland letztlich trägt.

Wenn man also rechnet:

Deutschlands direkte Hilfe

ca. 21–22 % der EU-Hilfe als deutscher Finanzierungsanteil
= Deutschlands gesamter rechnerischer Beitrag

dann kommt man tatsächlich in die Gegend von 20 % der europäischen/westlichen Gesamtunterstützung.

Allerdings gibt es zwei wichtige Einschränkungen:

EU-Hilfe wird nicht vollständig nach dem normalen deutschen EU-Haushaltsanteil finanziert. Bei einzelnen Instrumenten gibt es andere Finanzierungsmechanismen.
Bei Militärhilfe ist die Rechnung besonders kompliziert, weil Deutschland Waffen direkt liefert, während EU-Mittel teilweise für gemeinsame Beschaffung oder ukrainische Rüstungsproduktion verwendet werden.

Interessant ist, dass Deutschland laut Kiel inzwischen der größte bilaterale europäische Geber ist und insgesamt nach den USA der größte bilaterale Geber.

Daher würde ich deine Aussage so formulieren:
„Rechnet man zu Deutschlands direkter Ukrainehilfe auch den deutschen Anteil an den über die EU geleisteten Hilfen hinzu, trägt Deutschland grob ein Fünftel der europäischen Unterstützung für die Ukraine – einschließlich Wirtschafts-, Finanz- und Militärhilfe.“

Das ist wesentlich genauer als zu sagen, Deutschland zahle „ein Fünftel der gesamten Ukrainehilfe“ – denn bei letzterem müsste man genau definieren, ob USA, Japan, Kanada, internationale Organisationen usw. mitgerechnet werden.
https://www.kielinstitut.de/publications/ukraine-support-tracker-data-6453/?utm_source=chatgpt.com


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