Röhrich schrieb:
Fellatix schrieb:Da hast du nicht Unrecht. Da wäre aber auch die Frage, wie groß, dieser Teil.
Der wird ganz offensichtlich jeden Tag größer, jeden Tag wo die Regierung weiterhin Steuererhöhungen, Abgabenerhöhungen und Sondervermögen als Reformen verkauft und die arbeitende, steuerzahlende Bevölkerung dadurch weniger in der Tasche hat.
Wenn der Staat seine Ausgaben nicht in den Griff bekommt, also endlich anfängt bei seinen Ausgaben einzusparen und sicherheitsrelevante Themen nicht angeht, so lange wird die AfD für viele die letzte Hoffnung bleiben, dass es nicht jedes Jahr schlechter für ihn und seine Familie wird.
Dazu noch, nachgeliefert.
Das war ja nur ein Bericht über die Stimmungslage beim Mittelstandstreffen in Sachsen-Anhalt (wo sich Siegmund freilich nicht blicken lässt).
Einerseits Zustimmung, weil Politik ist nun mal größtenteils Wahrnehmung. Aber auch mit der Wahrnehmung ist es oft nicht so einfach.
Und so, Andererseits, hm, auch die notwendige Frage: Ist die letzte Hoffnung denn auch die Lösung?
Dazu, ganz interessant, die Studie des Leibniz Instituts Wirtschaftsforschung Halle, die haben mal etwas genauer hingeschaut.
Studie belegt Milliardenlücke im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt
Im Haushalt einer möglichen AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt fehlten mindestens 2,2 Milliarden Euro. Das zeigt eine Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Die Berechnungen basieren auf amtlichen Daten und dem Wahlprogramm der Partei.
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 könnte die AfD laut Umfragen die absolute Mehrheit erreichen – ihr Wahlprogramm umsetzen könnte sie wahrscheinlich trotzdem nicht. Denn dafür fehlte einer möglichen AfD-Alleinregierung das Geld. Die Partei verspricht, zugleich umfangreiche neue Leistungen einzuführen, Steuern zu senken und auf neue Schulden zu verzichten. Wie groß der Abstand zwischen bezifferbaren Kosten des Wahlprogramms und seiner bezifferbaren Gegenfinanzierung ist, hat das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) berechnet. Demnach liegt die Finanzlücke bei mindestens 2,2 Milliarden Euro pro Jahr.
Es handelt sich um eine konservative Berechnung. Das IWH hat nur solche Faktoren beziffert, die sich belegen lassen, etwa mit Haushaltsansätzen, Statistiken oder Angaben des AfD-Wahlprogramms ...
Quelle:
https://www.iwh-halle.de/presse/pressemitteilungen/detail/studie-belegt-milliardenluecke-im-wahlprogramm-der-afd-sachsen-anhaltBericht auch hier
Landtagswahl Sachsen-Anhalt
"Selbst in Teilen nicht finanzierbar" – Studie zerpflückt AfD-Programm
In einem Monat wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Die AfD liegt in Umfragen vorn. Doch sei das Programm nur über Milliarden-Schulden umzusetzen, so Ökonomen.
Quelle:
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101375588/studie-des-iwh-halle-afd-programm-in-sachsen-anhalt-nicht-finanzierbar-.htmlEine Umsetzung des AfD Wahlprogramms in Sachsen-Anhalt wäre also nur möglich wie? Durch noch mehr Schulden.
In beiden Links auch verlinkt: die vollständige Studie. Also wer will, kann es auch ganz lesen und anschauen.
Das Szenario ist also ziemlich eindeutig, im Fall einer AfD-Regierung.
Die AfD macht ein bischen Symbolpolitik und sonst nichts. Oder noch mehr Schulden, Milliarden Schulden.
Und nun ja, die Finanzlücke von mindestens 2,2 Milliarden Euro entspricht rund einem Viertel der Steuereinnahmen des Landes Sachsen-Anhalt.
Hui, das könnte lustig werden.
Ob die Geberländer im Länderfinanzausgleich da mitspielen würden
:ask:In einem anderen Sinne wiederum vielleicht Zustimmung (Stichwort Hoffnung) so - vielleicht, wie der Economist fragte, war die Brandmauer falsch, warum?
Den größten Nutznießer der Brandmauer sieht der „Economist“ in der AfD selbst. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Torben Braga sagte dem Blatt, sie schütze seine Partei davor, sich mit sehr schwierigen Fragen befassen zu müssen – eine Einschätzung, die das Magazin ausdrücklich teilt. Der Darmstädter Politologe Christian Stecker ergänzt, hinter der Brandmauer könne die AfD alles versprechen; sie schütze die Partei vor der Enttäuschung, die Verantwortung in einer Demokratie bedeute.
Quelle:
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/die-brandmauer-zur-afd-hat-die-deutsche-politik-kaputtgemacht-urteilt-der-economist/ar-AA2aohqN